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Google Panda 4.2 wird ausgerollt – sehr, sehr langsam

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Die nächsten Monate werden wieder spannend – seit Mitte Juli rollt Google die neueste Version des Panda-Updates heraus. Allerdings kann man momentan noch nicht erkennen, welche Bewegungen das in den Rankings auslösen wird – der Suchmaschinenriese lässt sich nämlich Zeit.

Was ist das Panda-Update?

2011 ging ein Ruck durch die Welt der Suchmaschinenoptimierung: Das erste Panda-Update machte von einem Tag auf den nächsten kurzen Prozess mit doppelten Inhalten, niedriger Textqualität und kopiertem Content. Dadurch sind damals viele schlechte SEO-Konzepte baden gegangen und die goldene Zeit des Unique Content begann.

Google Panda steht für gute Qualität der Inhalte und reduzierten Webspam.

In den letzten Jahren wurde der Code hinter Panda 29-mal leicht verändert. Das momentane Roll-Out soll laut verschiedenen Gerüchten wieder einmal eine größere Sektion des Algorithmus betreffen – was genau allerdings geupdatet wurde, ist noch nicht ganz klar. Google hält seinen Code nach wie vor geheim.

Fest stehen nur ein paar Fakten:

  • Panda betrifft immer die komplette Domain – einzelne besonders gute oder besonders schlechte Seiten gleichen sich gegenseitig aus.
  • Das Roll-Out soll bis in den Herbst dauern – daher lassen sich Rankingschwankungen nicht unbedingt klar zuordnen, schließlich laufen nebenbei noch andere Updates wie Phantom oder das Mobile-Friendly-Update
  • Qualitative Seiteninhalte sollen zumindest langfristig besser identifiziert werden

Erste Erkenntnisse von Panda 4.2

Da das Update erst seit zwei Wochen langsam eingespielt wird und wohl auch noch ein paar Wochen brauchen wird, bevor es auch im letzten Winkel des Internets angekommen ist, lassen sich schon erste Rankingänderungen analysieren. Allerdings sollte man dabei immer bedenken, dass diese Veränderungen in den SERPs von vielen Faktoren abhängen und nicht unbedingt mit Google Panda zusammenhängen müssen.

Laut Google-Mitarbeiter Barry Schwartz soll Panda 2-3 Prozent der Suchergebnisse betreffen.

Bisher fällt auf, dass regionale Seitenanbieter, zum Beispiel Flughäfen, Shoppingcenter oder regionale Verwaltungen leicht absinken. Das hängt vermutlich damit zusammen, dass sich die Seiten von z.B. Flughäfen immer in irgendeiner Form ähneln und ähnlichen Content haben.

Experten in der Suchmaschienenoptimierung kritisieren vor allem die langsame Verbreitung von Panda: Schließlich verändert sich die Welt der SEO schnell. Vermutlich ist aber genau das Taktik von Google: Man soll nicht mehr sehen, welches Update exakt kleine Schwankungen der Rankings auslöst.

Das neue Update scheint also vorerst nur wenig am Algorithmus zu verfeinern – gerade die großen Seiten spüren so gut wie keine Veränderung. Allerdings gilt auch hier: Wirkliche Aussagen lassen sich erst in ein paar Wochen treffen – und dann ist es eigentlich fast schon wieder Zeit, dass ein neues Update veröffentlicht wird.

Gute SEO-Ergebnisse ohne den „Update-Wahn“

Auf der anderen Seite sollte man sich als Seitenmanager und Webmaster nicht zu sehr auf die Einflüsse der Updates einschießen. Langfristig belohnt Google und sein geheimnisvoller Algorithmus schließlich auch nur, was auch menschliche Besucher gut finden – einzigartigen Content mit Mehrwert. Deswegen ist der Fokus auf die regelmäßigen Veränderungen des Codes von Google eigentlich Unsinn.

Wer jetzt schon gute Inhalte hat, braucht sich vor Google Panda 4.2 nicht fürchten.

Die Search Results hängen schließlich von unzähligen Faktoren ab, und Google scheint sich darauf zu konzentrieren, Blackhat-Methoden und Webspam zu reduzieren. So litten besonders Preisvergleichslisten und Reisebuchungsseiten unter den letzten paar Updates – und die vermisst so gut wie niemand.

Im modernen Online-Marketing spielen die Aspekte, die durch das Panda-Update eliminiert werden sollen, eh keine Rolle mehr – dass kopierter Content und Keywordspam abgestraft wird, ist ja nun nichts Neues. Wir sind gespannt, was die nächsten Wochen bringen werden!

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