Laut t3n.de ist es eine Anleitung zum Geldverbrennen: Social Media und B2B scheinen kein Traumpaar zu sein. Für viele Entscheider ist Social Media zu laut und zu unprofessionell. Sie vertrauen lieber den guten, alten Methoden. Welche Möglichkeiten gibt es, Geschäftskunden auf Social Media anzusprechen? Ist das überhaupt eine gute Idee? Lohnt sich Social-Media-Werbung für B2B? Wir analysieren das Problem und geben Tipps, um auf Xing, LinkedIn und anderen Plattformen Firmen für Dein Unternehmen zu begeistern. 

B2B und Social Media: Eignet sich Facebook zum Vertrieb?

Laut Bitkom setzen 90 Prozent der deutschen Unternehmen auf Social Media, 38 Prozent wollen ihre Ausgaben für diesen Marketingkanal sogar noch steigern. Klingt gut, oder?

Social Media stärkt das Band zwischen Anbieter und Verbraucher. In der Welt der Entscheider und B2B-Geschäfte läuft der direkte Kontakt allerdings meist über das Telefon, E-Mails oder Vertreter. Arbeitet B2B-Werbung auf Facebook an der Zielgruppe vorbei? Für viele Unternehmen stand das sowieso lange fest. Manch eine Unternehmensseite wurde zähneknirschend gegründet, weil jedes Unternehmen eine Facebookseite haben musste.

Dementsprechend halbherzig läuft die Werbung. Ganz klar, dass sich dabei kein Erfolg einstellt. Aber B2B-Marketing auf Social Media hat noch ein weiteres Problem: Es entspricht nicht dem Einkaufsverhalten der Zielgruppe. Geschäftskunden legen viel Wert auf den persönlichen Kontakt und auf professionelle Empfehlungen. Die Werbung bei Facebook erscheint ihnen zu direkt, zu informell und zu wenig individuell. Substanzlos und ineffizient: Laut der Studie „Digital Media Use in the Industrial Sector“ von IEEE GlobalSpec kommt Social Media erst auf Platz 13 der wichtigsten Entscheidungsfaktoren für Manager. Ist Hopfen und Malz für die Social-Media-Werbung für B2B verloren?

Die Studie zu den wichtigsten Faktoren zeigt, dass Ingenieure Wert auf direkte Informationen und ihre Kollegen leben. Social Media kommt darin nicht sehr gut weg. (Grafik: IEEE GlobalSpec, Digital Media Use in the Industrial Sector, 2017 via t3n)

Dazu kommt, dass Facebook mit seinem neuesten Algorithmus-Update die organische Reichweite von Unternehmen deutlich zurückgeschraubt hat. Mit Werbeanzeigen ist es möglich, Zielgruppen direkt zu targeten – und selbst das ist nur noch in geringem Maße von Erfolg gekrönt. Laut t3n ist die Sichtbarkeit über Suchmaschinenoptimierung deutlich höher als der Nutzen von Facebook, Twitter und Co. Es stellt sich die Frage: Lohnt sich der Einsatz von Zeit und Geld für Social Media im B2B-Bereich überhaupt?

Social Media ist mehr als Facebook und Twitter: B2B-Marketing bei Youtube, Xing und LinkedIn

Welche Argumente gibt es eigentlich für den Einsatz von Social Media-Werbung für B2B?

  • Eine gewaltige Zielgruppe, die fast alle Menschen auf dem Planeten abdeckt.
  • Die Möglichkeit, mit Social-Media-Werbung für B2B Kunden fast personengenau anzusprechen und zu targeten.
  • Der direkte Kontakt mit Leads und die unkomplizierten Optionen zur Kundenbindung.

Im B2B-Geschäft gilt Qualität vor Quantität. Technische Fragen verlangen nach komplexen Angeboten, die sich nicht nebenbei auf Facebook bewerben lassen. Es geht um Vertrauen, Kontrolle und Branchenkenntnis. Durchschnittlich verwenden B2B-Käufer erheblich mehr Zeit auf die Recherche vor dem Abschluss als andere Konsumenten. Sie wollen sich eine umfassende Meinung bilden, bevor sie auf den Warenkorb klicken. Keine guten Voraussetzungen für Social-Media-Werbung, wo die Informationsdichte deutlich niedriger liegt. Schnelle, große, chaotische Plattformen wie Facebook oder Twitter eigenen sich nur begrenzt für Social-Media-Marketing und B2B.

 

Youtube liegt bei Entscheidern ganz weit vorne. Wie lässt sich hier Social Media-Werbung für B2B umsetzen? (Quelle: Content Marketing Institute. Die Daten gelten für Amerika, daher ist Xing nicht dabei.)

Youtube liegt bei Entscheidern ganz weit vorne. Wie lässt sich hier Social-Media-Werbung für B2B umsetzen? (Quelle: Content Marketing Institute, B2B Manufacturing Content Marketing. Die Daten gelten für Amerika, daher ist Xing nicht dabei.)

 

Ganz anders sieht das bei Plattformen aus, wo das Netzwerk im Vordergrund steht. Mit Xing gibt es in Deutschland einen riesigen Platz für geschäftliche Kontakte. LinkedIn ist als globale Variante ebenfalls ein Muss im B2B-Marketing. Mit den Branchengruppen und weiteren Tools stehen Dir einige Optionen zur Verfügung, um die Reputation Deines Unternehmens zu verbessern. Du kannst Dich hier als Meinungsführer positionieren und Dein Fachwissen teilen.

Etwas überraschend steht Youtube ganz oben in der Gunst der Entscheider. Bei genauerer Betrachtung erschließt sich die Faszination Youtube: Es geht um Informationen. Bilder (und Videos) sagen mehr als tausend Worte: Ein gut gemachtes Produktvideo oder eine sympathische Erklärung sind goldwert, um die Vorteile des eigenen Produkts deutlich zu machen. So punktet HILTI mit seinen kurzen Demonstrationsclips bei Geschäftskunden, die auf der Suche nach einem neuen Partner sind:

Unsere Tipps, um mit Social-Media-Werbung für B2B Kunden zu glänzen

  1. Pull statt Push! Im B2B-Marketing geht es schon lange nicht mehr um Massenmailings, Cold Calls oder andere Methoden, die Kunden in eine bestimmte Richtung schubsen. Du willst, dass er von sich aus zu Dir kommt. Das erreichst Du dadurch, dass Du ihn mit kompetenten Inhalten anziehst. Content Marketing im B2B-Bereich besteht aus wertvollen Blogartikeln oder Webseiteninhalten, die Du dann über Social Media verteilst. Das erhöht Deine Reichweite und bringt Kunden direkt zu Dir.
  2. Für einen kleinen Boost in Sachen Sichtbarkeit und Reichweite kannst Du Deine eigenen Beiträge mit Social-Media-Werbung ausstatten. Dabei bezahlst Du einen bestimmten Betrag und kannst eine Zielgruppe auswählen. Das ist der entscheidende Punkt: Punktgenaues Targeting bei B2B ist extrem wichtig. Versuche, Deine Branche so exakt wie möglich einzugrenzen und eventuell sogar direkt Mitarbeiter eines Unternehmens anzusprechen. Es ist nicht schlimm, wenn nur wenige Nutzer Deine Anzeige sehen – es müssen die richtigen sein.
  3. Professional Networks wie Xing oder LinkedIn bieten die Möglichkeit, eine eigene Seite für Dein Unternehmen anzulegen. Dort kannst Du mit einem aussagekräftigen Profil Eindruck machen. Das gilt nicht nur für potenzielle Geschäftspartner: XING ist in Deutschland die erste Adresse für Bewerber und Interessenten, die Dich mit ihrem Fachwissen unterstützen wollen.
  4. Zudem kannst Du mit dem Gruppenfeature Kontakt zu anderen Unternehmen in der Branche aufnehmen. Weiterhin sind diese Gruppen ein guter Ort, um Deinen Content zu teilen. Achte aber darauf, dass Deine Beiträge nicht allzu sehr in Eigenwerbung versinken! Das schreckt Deine Kollegen eher ab und macht es unwahrscheinlich, dass sie Dich empfehlen.
  5. Wichtigster Erfolgsfaktor für das B2B-Marketing ist die eigene Webseite. Laut Accenture empfinden 37 Prozent der B2B-Käufer die Inhalte von Unternehmenswebseiten hilfreich. Das muss sich ändern. Deine Webseite bietet Platz für alle relevanten Informationen zu Deinen Produkten und Dienstleistungen. Nutze diese Macht und sorge dafür, dass sich Deine B2B-Kunden sofort bei Dir zurechtfinden!

Fazit: Die Social-Media-Strategie macht den Unterschied

Das Problem bei Social-Media-Werbung für B2B: Die Zielgruppe ist nicht da, wo die Werbeanzeigen sind. Es gibt zwei Möglichkeiten:

  • So grandiose Inhalte erstellen, dass die Nutzer einfach auf Deiner Facebook-Seite vorbeischauen müssen.
  • Dorthin gehen, wo sich Deine Zielgruppe befindet.

Für welche Option Du Dich auch entscheidest, um eine Social-Media-Strategie kommst Du nicht herum. Denn ohne ein Ziel und eine klare Botschaft erreichst Du mit Deinem Content niemandem. Das ist eine der größten Ursachen dafür, dass Social-Media-Werbung für B2B schlecht performt: Es mangelt an einer strategischen Ausrichtung, die den Kunden in den Mittelpunkt nimmt. Es geht darum, dem Kunden einen Mehrwert zu präsentieren. Da spielt es keine Rolle, ob es ein Manager im Büro ist oder ein Privatkunde auf dem Sofa.


Empfindest Du B2B-Marketing auf Social Media als sinnvoll? Was sind Deine Tipps und Tricks? Lass es uns in den Kommentaren wissen!

Es kann manchmal wirklich schwierig sein, gute Ideen für den Unternehmensblog oder die diversen Social-Media-Plattformen zu finden. Schließlich wollen die Leser und Fans Tag für Tag, Woche für Woche bespaßt werden. Gute Content-Ideen für Blogs und Plattformen fallen nicht vom Himmel. Es gibt aber ein paar Hacks, mit denen Du schnell eine ganze Flotte von kreativen Inhalten für Dein Content-Marketing entwickelst. Wir verraten Dir, wie wir auf unsere Ideen für Blogartikel kommen und was Du tun kannst, damit Dein kreativer Brunnen sprudelt!

1. Google als SEO-Tool nutzen

Als Kinder des Internetzeitalters wenden wir uns zuerst an Google, wenn wir eine Frage haben. Da liegt es doch nahe, die Suchmaschine für Content-Ideen einzuspannen, oder? Tatsächlich ist das eine ziemlich gute Idee: Lasse Dich einfach von den Suchergebnissen zu Deinem Keyword inspirieren!

“Ähnliche Suchanfragen” basiert auf tatsächlichen Phrasen, die echte Menschen in Google eingetippt haben. Diese kurze Liste zeigt Dir, was die User interessiert. Und wer weiß, vielleicht kannst Du aus den vorgeschlagenen Suchanfragen Deine eigene Story erschaffen!

2. So machen es die Anderen

Google hilft Dir mit mehr als den hauseigenen Vorschlägen zu ähnlichen Suchanfragen. Viele gute Content-Ideen bekommst Du auch, wenn Du Dir die am besten gerankten Artikel und Beiträge zu Deinen Themen anschaust.

Wir wollen natürlich nicht, dass Du Dich beim Content Deiner Mitbewerber bedienst. Aber vielleicht kommst Du ja auf tolle Ideen, wenn Du Dir die beliebtesten Blogs in der Branche anschaust. Es geht dabei nicht nur um Themen, die Du aus Deiner eigenen Perspektive beleuchten kannst. Achte auf interessante Artikelformate oder stilistische Kniffe, die Du Dir abschauen kannst!

3. Hinter die Kulissen blicken

Es gibt einen einfachen Weg, der Dir viele Content-Ideen eröffnet: Lasse Deine Fans hinter die Kulissen Deines Unternehmens blicken! Dafür musst Du gar nicht selbst ins Rampenlicht. Eine gute Content-Strategie bezieht die gesamte Firma ein:

  • Snappe Deinen Arbeitsalltag!
  • Zeige Deinen Büroschreibtisch!
  • Stelle Deine Kollegen vor!
  • Nimm die Zuschauer mit auf den Büroflur!
  • Poste ein Bild von einem Meetingtisch!
  • Zeige den Ausblick von Deinem Schreibtisch aus!
  • Filme die Kaffeemaschine!
  • Posiere mit dem Werbematerial!

Für die Fans ist das spannend, denn sie betreten damit eine ganz neue Welt. Und damit wird die Bindung zum jeweiligen Unternehmen besser – wer schon einmal (virtuell) in Eurem Büroflur unterwegs war, der verbindet positive Emotionen mit der Brand.

4. Zitate in Bilder verwandeln

Content-Marketing besteht aus mehr als Text! Das Internet ist ein visuelles Medium. Gerade bei Instagram oder bei Facebook ist ein aussagekräftiges Bild ein Muss. Aber klar, nicht jedem ist das Fotografieren oder die Arbeit mit Photoshop in die Wiege gelegt. Aber dafür gibt es ja mehr als genug Tools und Bilddatenbanken, mit denen Du Deine Posts verschönern kannst.

Die Arbeit mit Grafiken hat noch einen weiteren Vorteil. So kannst Du aus einem Blogartikel einen Instagram-Post oder eine Snap-Meldung machen: Einfach ein Zitat aus dem Artikel nehmen, es vor einen schönen Hintergrund setzen, und fertig ist der Social-Media-Post!

Content-Ideen aus Blogtexten: Einfach ein Zitate aus dem Artikel nehmen, es vor einen Hintergrund setzen, fertig!

5. Einfach mal die Kunden fragen

Du schreibst Deinen Blog nicht für Dich, sondern für Deine Leser. Da liegt es doch nahe, die Leser nach ihren Lieblingsthemen zu fragen, oder? Was brennt dem User auf dem Herzen, welche Fragen schwirren ihm im Kopf umher? Und was kannst Du tun, um diese Fragen zu beantworten?

Richtig gut funktioniert diese Methode natürlich im persönlichen Gespräch. Als Alternative kannst Du die bisherigen Kommentare auswerten. Oder arbeitest Du mit einer Buyer Persona? Wenn der direkte Kontakt zum Kunden schwer ist, hilft diese Technik dabei, Dir seine Pain Points und Wünsche besser vorzustellen. Im Vordergrund stehen dabei immer die Probleme Deiner User. Content-Inspiration kann so einfach sein!

6. Andere ans Steuer lassen

Vier Augen sehen mehr als zwei. Und zwei kreative Köpfe schaffen mehr als ein Einzelkämpfer. Wenn Du also keine Content-Ideen für neue Themen oder Posts hast, kann ein #instagramTakeover helfen. Dabei gibst Du für einen Tag oder eine Woche die Verantwortung für die Social-Media-Kanäle oder die Blogartikel in fremde Hände. Das kann ein anderer Kollege sein, der Praktikant oder sogar ein externer Mitarbeiter, dem Du vertraust. Wichtig ist, dass er sich komplett kreativ austoben darf – wer nicht wagt, der nicht gewinnt!

Als Light-Variante kannst Du ein gutes, altes Brainstorming veranstalten:

  1. Für den ersten Ideenschub 3 Minuten Stillarbeit vereinbaren und dann schauen, was alle Teilnehmer aufgeschrieben haben!
  2. Keine Idee ist zu schlecht für das Brainstorming – alles darf gesagt werden!
  3. Zunächst werden die Ideen nicht bewertet – einfach aussprechen und aufschreiben!
  4. “Reizwörter”, die nichts mit dem eigentlichen Thema zu tun haben, helfen beim kreativen Prozess. Wie kannst Du “Flamingo”, “Winterwetter” oder “Dinosaurier” in Deine Content-Strategie einbauen?

7. Schreibe alles auf!

Die besten Ideen kommen unter der Dusche. Oder beim Kochen. Oder abends im Bett, wenn uns schon die Augen zufallen. Du gehörst zu den Menschen, die immer dann Content-Ideen haben, wenn es gerade gar nicht passt? Dann solltest Du ab jetzt ein Notizbuch mitnehmen. Denn nichts hilft so sehr bei der Entwicklung neuer Ideen als ein paar Blätter Papier.

Natürlich kannst Du zu einer Notiz-App greifen oder Dir die Ideen selbst per Mail schicken. Wir nutzen Trello, um unsere Ideen zu sortieren. Hauptsache, Du hast sie aufgeschrieben. Denn durch das bewusste Wiederholen beim Schreiben merkst Du, ob Dein Thema ein Hype-Orkan oder eher ein laues Lüftchen ist. Außerdem hast Du damit immer eine Schatzkiste an Inspirationen bei Dir, bei der Du Dich bedienen kannst.

Fazit: Content-Ideen für Deine Fans (und ein besseres Ranking)

Der Algorithmus belohnt kontinuierliches Futter. Im Ranking von Google werden Seiten abgestraft, die (zu) selten aktualisiert werden. Und gerade bei Facebook und anderen Social-Media-Plattformen zählt die Regelmäßigkeit. Für viele Unternehmen kann das ganz schön schwierig sein: Wie soll man jede Woche mit frischen Content-Ideen punkten? Das Zauberwort ist „Wiederverwertung“. Aus einem Blogpost kannst Du problemlos einen (oder mehrere) Instagram-Posts machen oder darüber eine Diskussion auf Facebook starten. Daneben hast Du jetzt hoffentlich ein bisschen Inspiration für Deine kommenden Posts!


Welche Themen würden Euch interessieren? Lasst es uns in den Kommentaren wissen! Dann verwandeln wir Eure Vorschläge in frische Blog-Ideen! 

Für viele Unternehmen auf Facebook bringt das neue Jahr keine guten Nachrichten. Die organische Reichweite ist im Keller, viele Fans einer Seite sehen weder Updates noch Posts in ihren Newsfeed. Betroffen sind vor allem Fanseiten, Unternehmen, Brands und Medien. Welche Strategie Facebook damit verfolgt und wie Du Deine organische Reichweite retten kannst, verraten wir Dir im Blog.

Menschen näher zusammenbringen – das neue, alte Ziel von Facebook

Seit Anfang 2018 schränkt Facebook die Reichweite von Unternehmen im Newsfeed noch weiter ein. Schon in den letzten Monaten ist die organische Reichweite bei vielen Brands immer schwächer geworden. Das Ziel? Laut Mark Zuckerberg soll damit die soziale Interaktion mit Freunden und der Familie gestärkt werden. Auf diese Idee ist er gekommen, weil er seinen beiden Töchtern ein Vermächtnis hinterlassen will, auf das sie stolz sein können. Gewinnabsichten? Angeblich keine.

Tatsächlich war das ursprüngliche Ziel von Facebook, Freunde miteinander zu verbinden. Erst mit der Zeit hat sich die soziale Plattform gewandelt. Die alte Philosophie bestand darin, den Nutzern relevante Inhalte zu präsentieren – unabhängig davon, ob es um den Geburtstag der Oma oder die Ankündigung eines neuen Artikels im Lieblingsblog ging. Das soll sich jetzt ändern.

 

Based on this, we’re making a major change to how we build Facebook. I’m changing the goal I give our product teams from focusing on helping you find relevant content to helping you have more meaningful social interactions.

Das Unternehmen nimmt damit in Kauf, dass die insgesamt auf Facebook verbrachte Zeit zurückgeht. Qualität statt Quantität: Um Platz für die News von Freunden und Bekannten zu machen, müssen die Beträge von Publishern und Unternehmen weichen.

Die organische Reichweite ist tot: Das Aus für Brand-Pages und Publisher?

Viele Unternehmen haben eine Menge Zeit, Geld und Aufwand in den Aufbau ihrer Community bei Facebook gesteckt. War das jetzt alles umsonst? Es scheint so: Die organische Reichweite ist bei manchen Seiten auf unter 3 Prozent gesunken. Das bedeutet, dass nur ein Bruchteil der eigenen Fans noch die Beiträge und Artikel im Newsfeed sieht – und das, obwohl sie die Seite gelikt haben.

Facebook will, dass sich die Nutzer stets untereinander austauschen und die veröffentlichten Inhalte als Plattform für noch mehr soziale Interaktion mit den eigenen Freunden nutzen. Es geht also nicht mehr um die Beziehung Marke – Nutzer, sondern der Fokus liegt auf den Nutzer-Nutzer-Interaktionen. Brands sind im Bestfall ein Anlass, um sich zu unterhalten. Facebook selbst formuliert das so:

Mit diesem Update werden wir zukünftig die Beiträge priorisieren, die dazu führen, dass es mehr Unterhaltungen und bedeutungsvolle Interaktionen auf Facebook gibt.

News Feed FYI: Bringing People Closer Together

Gepostet von Facebook am Donnerstag, 11. Januar 2018

 

Kurz gesagt: Wenn ein Beitrag, Bild oder Video zu Diskussionen und Shares anregt, hat es zumindest eine Chance, im Newsfeed zu erscheinen. Kleinere Seiten mit wenig Interaktionen und noch weniger Kommentaren dagegen müssen fürchten, noch weiter abzusinken.

So sehen Deine Fans weiterhin Deine Inhalte

  1. Es gibt im Feed die Möglichkeit, bestimmte Seiten mit Priorität zu behandeln. Der User kann also Deine Seite als Lieblingspage markieren und bekommt so trotz der Änderung Deine News im Feed angezeigt. Allerdings erfordert das zusätzliche Mühe vom User – und sicherlich sind nur absolute Superfans bereit, diesen Weg zu gehen. Du kannst hier aber etwas nachhelfen, indem Du Deine Community über das Feature informierst. Um weiterhin Deine Updates zu sehen, müssen die Nutzer in die Newsfeed-Einstellungen gehen. Dort können sie ihre Lieblingsseiten markieren.
  2. Facebook legt viel Wert auf Interaktion und Gespräche unter Freunden. Aktuell funktionieren Seiten und Bilder gut, bei denen man einen oder mehrere Freunde in den Kommentaren erwähnen muss (Facebook-Bildspiele wie „@N muss dir einen Drink ausgeben!“ oder „Welcher Deiner Freunde würde XY tun?“). Facebook wertet das als Interaktion unter Freunden. Du kannst diese Möglichkeit kreativ nutzen, um Deine User dazu zu animieren, ihre Freunde unter Deinem Beitrag zu markieren. Wie lange das noch funktioniert, ist aber fraglich. Facebook hat schon angekündigt, dem „Interaction-Baiting“ bald ein Ende zu bereiten.
  3. Facebook selbst empfiehlt, zukünftig auf Medientypen zu setzen, die viel Engagement einbringen. Vor allem den Live-Videos kommt dabei eine Schlüsselrolle zu. Da die User hier live mitkommentieren können, gibt es auch mehr Anreize zur Interaktion – und das soll sich positiv auf die organische Reichweite auswirken.
  4. Zu guter Letzt gibt es natürlich die Möglichkeit, einfach noch mehr Geld in die Hand zu nehmen und Deine Beiträge bewerben zu lassen. Viele Experten munkeln, dass genau das Sinn und Zweck hinter der Änderung war. Unternehmen müssen jetzt quasi jeden Beitrag mit Facebook Ads ausstatten, um überhaupt wahrgenommen zu werden. Das führt dazu, dass die Preise für Facebook Ads gerade sprunghaft steigen – denn im Newsfeed gibt es nur begrenzt Platz für Werbeanzeigen.

Und wie geht es jetzt weiter?

Mark Zuckerberg hat angekündigt, dass sich Seitenbetreiber und Publisher demnächst auf noch weitere Änderungen einstellen müssen. Ist das eine Warnung oder eine Information? Dazu passt auch, dass es vor kurzem Tests zum neuen „Entdecken“-Feature gab. Bei dieser neuen Variante des Newsfeeds werden alle Ergebnisse und Beiträge von Seiten in einen eigenen Reiter verpackt, den die wenigsten User nutzen dürften. Wir bleiben gespannt, welchen Weg Facebook gehen will und wie sie die Balance zwischen Publishern und Privatnutzern erhalten wollen.


Habt Ihr die Auswirkungen des neuen Newsfeeds schon zu spüren bekommen? Berichtet uns in den Kommentaren von Euren Erfahrungen! 

Kleine Unternehmen suchen immer nach neuen Kunden. Aber muss es dafür die Outbound-Akquise mit viel Eigenwerbung sein? Empfehlungsmarketing zeigt eine spannende Alternative: Wer im Internet gute Bewertungen und viele Sterne sammelt, der zieht die Kunden von alleine an. Inbound-Marketing bietet zahlreiche Vorteile: Du musst als Geschäftsführer keine eigenen Werbekampagnen planen, sondern die Kunden mit dem überzeugen, was Du sowieso gut kannst. Empfehlungen und Online-Bewertungen von überzeugten Kunden sind die schönste Währung: Wir verraten Dir, wie Du mit wenigen Tipps ein wahres Sternenmeer bei Facebook, Google und Co. gewinnst und was Du für einen guten Ruf im Internet konkret tun kannst. 

Mehr Kunden durch Online-Bewertungen – so kann es gehen

Ich war letztens auf der Suche nach einem Friseur in Dresden. Das ist eine erstaunlich komplexe Wissenschaft – alleine in meiner Straße gibt es sicher sechs Friseurstudios, die natürlich alle Wortspiele im Namen haben. Von außen lässt sich schwer erahnen, ob ich zufrieden aus dem Salon marschiere oder ob ich in den nächsten Wochen eine Kapuze brauche. Also habe ich einen Blick auf Google Maps geworfen: Einen Salon gab es im Internet gar nicht, drei Salons hatten keine Bewertungen und einer hatte sogar eine sagenhaft schlechte 2-Sterne-Note.

Der unscheinbarste Laden dagegen hatte viele begeisterte Kundinnen und eine eigene Facebookseite mit guten Bewertungen. Ich habe einen Termin für die folgende Woche bekommen. Neben dem Terminplaner ist mir ein kleiner Stapel mit Visitenkarten aufgefallen: Neben den klassischen Infos stand dort die kleine Bitte, dem Salon einen netten Kommentar im Netz zu hinterlassen. Und genau diese Strategie hat mich dann in den Laden gelockt – und sicher noch viele andere Kundinnen. Kein Wunder, dass ich nach dem Besuch das Handy gezückt habe und dem Friseur 5 Sterne bei Google Maps gegeben habe.

Empfehlungsmarketing: Unscheinbarer Star im Marketing-Mix

Natürlich hätte ich den Friseursalon nicht gut bewertet, wenn ich mit der Leistung nicht zufrieden wäre. Aber hätte ich es ohne den kleinen Anschubser gemacht? Wahrscheinlich nicht. Studien zeigen, dass Nutzer im Internet ihre negative Meinung mit höherer Wahrscheinlichkeit äußern als ihre Zufriedenheit. Denn hier haben sie schließlich ein akutes Problem, dem sie Luft machen wollen. Eine positive Erfahrung hingegen wird nur selten mit einer Bewertung honoriert. Gerade in Deutschland geht man als Kunde einfach davon aus, dass alles in Ordnung war. Die Grundlage dafür stammt aus der Psychologie und trägt den Namen Negativity Bias.

Übrigens: Bewertungen sind auch für die Suchmaschinenoptimierung interessant. Denn mit Rich Snippets wird die Sterne-Bewertung direkt in die SERPs übernommen – und sitzt dabei an einem besonders prominenten Ort.

Online-Bewertungen werden im Rich Snippet sichtbar

Online-Bewertungen werden im Rich Snippet sichtbar

Den Empfehlungen und Online-Bewertungen kommt im Inbound-Marketing eine wichtige Rolle zu. Ein guter Ruf zieht Kunden von alleine an – besonders dann, wenn es zahlreiche Anbieter gibt, die sich nicht grundsätzlich voneinander unterscheiden:

  • Ärzte und Apotheken
  • Dienstleister wie Friseure, Handwerker und Fahrschulen
  • Hotels und Gaststätten
  • kleine Ladengeschäfte in der Innenstadt

Kurzum: Alle Anbieter, die mit Local-SEO arbeiten und auf Kunden aus der näheren Umgebung angewiesen sind, brauchen einen guten Ruf. So setzen sie sich gegen die Konkurrenz durch.

 

Empfehlung von Proven ExpertNatürlich betrifft Empfehlungsmarketing auch Online-Unternehmen. Hier ist es für den Kunden sogar noch einfacher, eine Bewertung zu hinterlassen. Anbieter wie Amazon bieten von Haus aus Bewertungssysteme an. Externe Dienste wie ProvenExpert zeigen, dass eine ehrliche Bewertung im Internet Vertrauen zu einem potenziellen Kunden herstellt. Bei Arbeitgebern dagegen sind Online-Bewertungen bei Kununu oder Xing viel wert. Für jede Branche gibt es ein passendes, vertrauenswürdiges Bewertungsportal.

So kommst Du an wertvolle Sterne bei Google

  1. Sichtbarkeit ist alles! Um Bewertungen zu bekommen, brauchst Du zunächst ein Google My Business Profil. Mit wenigen Klicks machst Du Dich in Deiner Umgebung bekannt.
  2. Gute Arbeit wird belohnt. Die besten Wege, um an positive Online-Bewertungen zu kommen, sind fehlerfreie Arbeit und ein sympathischer Auftritt.
  3. Sei ehrlich und offen! Versuche Deine Kunden nicht zu einer Bewertung zu überreden. Der Hinweis, dass Du Dich über eine gute Bewertung freust, reicht meist schon aus.
  4. Bleibe in Erinnerung! Mit einer Visitenkarte oder einer kurzen Mail kannst Du den Kunden noch einmal im Nachgang freundlich um eine Bewertung bitten.
  5. Übertreibe es nicht! Ein kleiner Friseur in einer Nebenstraße hat realistischerweise nicht tausende Bewertungen. Du solltest also nicht alle Deine Freunde um eine 5-Sterne-Note bitten.
  6. Glatte 5,0 Sterne bei zahlreichen Bewertungen sind unrealistisch. Irgendjemand hat immer etwas zu meckern. Und das ist vollkommen in Ordnung.
  7. Nutzer erkennen, wenn Du Dir gute Bewertungen kaufst. Also lasse es lieber gleich bleiben.
  8. Sei dankbar! Wenn Dir ein guter Kunde einen netten Kommentar hinterlassen hat, solltest Du Dich bedanken – idealerweise live beim nächsten Termin.
  9. Einzelne schlechte Bewertungen sind kein Todesurteil. Viele Nutzer lesen sogar bewusst schlechte Kommentare und werden misstrauisch, wenn es gar keine negativen Stimmen gibt.
  10. Souveräne Reaktion bei Kritik: Viel wichtiger als ein 1-Sterne-Urteil ist Deine Reaktion darauf. Bleibe professionell und setze die Kritik trotz aller Schimpfwörter um.

Fazit: Online-Bewertungen lassen Deine Sterne strahlen

Lokale Geheimtipps entstehen nicht durch Zufall. Mit gezielten Bewertungsmarketing baust Du Dir online einen guten Ruf aus, der Dir Woche für Woche neue Fans bringt.  Für Local-SEO gibt es kaum eine bessere Möglichkeit, um zum Stadtgespräch zu werden. Gerade kleine Unternehmen können mit einer gut gepflegten Präsenz und glaubwürdigen Bewertungen bei den Nachbarn punkten. Für die potenziellen Kunden sind gute Bewertungen ein wichtiger Aspekt bei der Suche nach einem lokalen Dienstleister. Schließlich willst Du zur Stelle sein, wenn jemand nach Deinem Angebot sucht!


Wie geht Ihr an das Thema Online-Bewertungen heran? Lasst Ihr die Kommentare einfach kommen oder betreibt Ihr aktiv Reputations-Marketing? Lasst es uns in den Kommentaren wissen!

Unternehmen und Blogger tun sich zusammen – und das Ergebnis ist für beide Seiten ein Gewinn. Oder? Beim Influencer-Marketing geht es darum, mit passenden Instagrammern, Youtube-Stars oder Bloggern eine Kooperation zu starten und Reichweite gegen Geld zu tauschen. 84% der Marketer wollen 2017 eine Influencer-Kampagne für ihre Kunden starten. Aber ist Influencer-Marketing sinnvoll? Oder ist der Marketing-Hype nur ein laues Lüftchen? Wir haben überprüft, ob sich die Zusammenarbeit mit Internet-Persönlichkeiten für Dein Unternehmen lohnt.

Für jede Branche der richtige Influencer

Für manche Produkte bietet sich eine Influencer-Kampagne einfach an: Schöne Wohn- und Designaccessoires zum Beispiel, die wie zufällig auf dem Sofa des Lieblings-Bloggers liegen. Oder leckerer Tee oder Schokolade, die auf einem Instagram-Bild richtig gut zur Geltung kommen. Vielleicht geht es um das Make-up, dass ein Youtube-Star in der neusten Tutorial-Reihe einsetzt? Diese Produkte passen meist nahtlos zu Lifestyle- und Beauty-Influencern. Und genau deswegen ist der Markt ziemlich übersättigt.

Spannender wird es bei platzierten Kooperationen, wenn die Produkte oder Dienstleistungen auf den ersten Blick nicht für eine Influencer-Kampagne geeignet sind. Denn obwohl der Fokus der Aufmerksamkeit häufig auf den schönen Dingen des Lebens liegt, lässt sich das Empfehlungsmarketing auch auf andere Branchen übertragen.

Ein Beispiel: Du hast ein florierendes Unternehmen für Rauchmelder und Haustechnik. Klingt auf den ersten Blick wenig sexy. Aber wer interessiert sich für diese Themen? Häuslebauer, junge Familien, Fans von Interior-Design (gibt es so etwas wie gut aussehende Rauchmelder?) und Handwerker. Dazu passen also ein Kanal oder Instagram-Profil, das sich mit dem Hausbau beschäftigt. Dort lässt sich eine Kampagne entwerfen, die von den Menschen gesehen wird, die sich wirklich für Dein Thema interessieren. Klasse vor Masse! Das muss gar kein riesiger Star mit Millionen von Abonnenten sein – wenn die Zielgruppe gut gewählt ist, reichen auch weniger Nutzer, um einen großen Erfolg zu erzielen.

Aber wie findest Du den richtigen Influencer für Dich?

So findest Du passende Influencer für Deine Werbekampagne

  1. Die richtige Plattform macht den Unterschied. Instagram und Pinterest sind voll mit wunderschönen Fotos und Inspirationen. Bei Youtube geht es eher praktisch zu. Blogger gibt es zu allen möglichen Themen – perfekt für erklärungsbedürftige Produkte.
  2. Überlege zuerst, wo und wie Dein Produkt groß raus kommt, ob Du viel Text dazu möchtest oder ob die Bilder für sich sprechen sollen.
  3. Es kommt nicht auf die Zahl der Abonnenten an! Auch ein kleiner Kanal, der dafür aber eine sehr treue Fangemeinde hat, kann sich lohnen.
  4. Ideal ist es natürlich, wenn Du die Message des Influencers gut findest und seinen Stil magst – damit passt Ihr gut zusammen und ergänzt Euch. Das wirkt besonders authentisch.
  5. Du solltest immer im Hinterkopf haben, wie Deine Zielgruppe aussieht. Buyer Personas helfen Dir, einen klaren Blick zu bekommen. Was mögen diese Menschen? Welchen Kanälen folgen sie? Wofür interessieren sie sich? Davon ausgehend kannst Du nach passenden Influencern suchen.

Die richtige Botschaft ist entscheidend – sonst leidet die Authentizität

Verunglückte Influencer-Kampagnen stehen mittlerweile fast so stark im Fokus wie vorbildliche Kooperationen. Die Facebook-Page „Perlen des Influencer-Marketings“ hat über 26.000 Fans und zeigt, wie lächerlich unpassende Werbung sein kann. Der Mini-Shitstorm gegen die Waschmittelmarke Coral basiert auf demselben Humor: Internetstars, die ihren Weichspüler mit an den Strand nehmen oder ihn mit dem Fahrrad spazieren fahren? Eher unglaubwürdig als nah an der Zielgruppe.

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Wer nimmt seinen Rasierer nicht mit an den Strand? Influencer-Marketing sollte authentisch sein. (Quelle: Perlen des Influencer-Marketings / Facebook)

Diese Beispiele zeigen, was schlechtes Influencer-Marketing ausmacht:

  • Es setzt auf reichweitenstarke Influencer, die aber keinen Bezug zum Produkt haben
  • Die Markenbotschaft kommt nicht glaubwürdig rüber
  • Das Branding ist nicht durchdacht und spricht nicht die Sprache der Fans
  • Es ist platte Werbung ohne Mehrwert für den User

Influencer-Marketing bedeutet nicht, dass ein strahlender Internet-Star einfach Deine Produkte in die Kamera hält. Als Sponsor für ein Event oder ein Erlebnis kannst Du ganz gezielt steuern, welche Emotionen die User mit Deiner Marke verbinden. So arbeitet FitBit mit dem Blogger Casey Neistat zusammen und spendiert ihm einen Urlaub am Strand: Locker, abenteuerlustig, sportlich. Und genauso nehmen die Fans des Vloggers dann auch das Fitness-Armband wahr – da braucht es gar keine großen Werbebotschaften.

Kritik am Influencer-Marketing – das große Zahlenspiel?

Aber wie sinnvoll ist das Influencer-Marketing denn jetzt? Blogger Rob Vegas hat da eine ziemlich klare Meinung: Viele Blogger arbeiten mit geschönten MediaKits und Zugriffszahlen, die bei genauerer Betrachtung gar nicht so berauschend sind. Das führt dann dazu, dass die teuer bezahlte und kreativ durchdachte Kampagne von vielleicht 72 Usern gesehen (und weggeklickt) wird.

Fest steht, dass Du nicht einfach blind im Freudentaumel eine Influencer-Kampagne starten solltest. Wie sehen die wöchentlichen Zugriffszahlen aus? Verteilen sie sich gleichmäßig auf neue Artikel oder Bilder? Gibt es eine aktive, engagierte Community, die sich wirklich für den Influencer interessiert? Ein paar Abstimmungsfragen zeigen, ob hier wirklich zusammengefunden hat, was zusammen gehört. Echte Beziehungen mit der Fangemeinde lassen sich für Geld nicht kaufen – Follower aber schon.

Es kommt aber nicht auf die reine Zahl an Impressions an, wenn Du eine Partnerschaft eingehen willst. Es ist mittlerweile sogar so, dass sehr spezielle Partnerschaften in einer Nische besonders lukrativ sind. Denn während der Beauty- und Lifestylemarkt komplett überlaufen ist, können Kooperationenn mit kleinen, spezialisierten Influencern gut funktionieren. Eine gute Mischung aus Bauchgefühl und Vertrauen auf die Zahlen ist perfekt, um Dein Influencer-Marketing ins Rollen zu bringen.


Was sagt Ihr zum Thema Influencer-Marketing? Wollt Ihr es in den Marketingmix aufnehmen? Oder ist das ein Hype, der völlig an euch vorbeigeht?

Klar, wir hätten diesen Artikel auch mit “5 Tipps für bessere Überschriften” oder “Wie Du wirkungsvolle Überschriften schreibst” betiteln können. Aber wo bleibt da der Spaß? Überschriften sind die erste Begrüßung des Lesers – und deswegen müssen sie rocken. Wer es schafft, mit der Überschrift das Interesse eines Users zu gewinnen, der hat eigentlich schon halb gewonnen. Was es dafür braucht, erklären wir Dir natürlich gern.

Die Überschrift: Der strahlende Star über dem Text

Sie muss verführen, zum Klicken anregen und den User rumkriegen: Die Überschrift ist in der Regel das Erste, was der potenzielle Leser wahrnimmt. Und deswegen sollte sie sitzen.

Es gibt viele gute Beispiele, die erfolgreich ranken und die Leser magisch anziehen: Von Anleitungen über offene Fragen bis hin zu regelrechten Befehlen gibt es viele Arten, einen Text zu betiteln. Wenn wir den Blick von den aktuellen Trends abwenden, sehen wir, was gute Überschriften eigentlich ausmachen: Sie geben dem Text einen Titel.

In der Überschrift sollte schon der Ton und die Richtung Eurer Argumente rüberkommen. Denn eine nichtssagende Allerwelts-Überschrift regt niemanden zum Klicken an. Signalwörter oder persönliche Einschübe bringen viel mehr. Allgemein sollte die Headline zum Ton des Textes passen. Ihr solltet nie zu viel versprechen, aber gerade genug Infos geben, dass der Leser mehr wissen will. Klingt nach einer komplizierten Gratwanderung? Ist es auch!

Auch bei sexy Überschriften SEO nicht vergessen!

SEO-Überschriften spalten die Content-Welt. Für die einen sind sie ein No-Go, für die anderen ein notwendiges Übel. Aber niemand scheint es so richtig zu mögen, Texte und Headlines für Google zu schreiben. Eigentlich schade – denn die gängigen SEO-Regeln für Überschriften grenzen den kreativen Spielraum nicht ein, sie erweitern ihn!

Dabei unterscheidet man zwischen Artikel-Überschriften (der klassischen H1) und dem Meta-Title für Google. Der Meta-Title ist für SEO besonders wichtig und folgt diesen Regeln:

  • Das Haupt-Keyword muss vorkommen, und zwar möglichst weit vorne
  • Der Name der Seite sollte ebenfalls vorhanden sein, üblicherweise am Ende
  • Ein Call-to-Action schadet nie
  • 68-70 Zeichen. Mehr ist nicht.

Das klingt nach starren Vorgaben. Und genau deswegen darf man auch damit brechen. Viel spannender ist nämlich die eigentliche Überschrift über dem Text. H1 und Meta-Title sollten sich zwar nicht zu stark unterscheiden, dürfen allerdings trotzdem unterschiedlich formuliert sein. Bei der eigentlichen Artikelüberschrift sollte das Haupt-Keyword vorkommen – alles andere ist in Sachen SEO fast egal. Und da kommen unsere Tipps ins Spiel.

Unsere 5 heißesten Tipps für richtig gute Überschriften

  1. Sei dominant! Gibt dem Leser, was er braucht – und sage das ganz klar in der Überschrift. Hier ist kein Platz für einschränkende Worte, sondern für Aufforderungen. Das darf ein bisschen im Befehlston kommen – aber bitte trotzdem charmant!
  2. Lerne zählen! Listicles, also durchnummerierte Listen, ranken im Internet hervorragend und werden gerne geteilt. Sie geben den Lesern kleine Informationshäppchen, die sich schnell lesen und erfassen lassen. Zahlen in Überschriften sind (fast) immer gut – Ihr solltet es nur nicht übertreiben.
  3. Zuerst die Überschrift! Vielleicht fragt Ihr Euch, wann Ihr die Überschrift schreiben sollt. Zuerst den Text, dann die Überschrift? Oder sollte zuerst die Überschrift stehen, bevor es weiter geht? Wir sind Verfechter der zweiten Variante: Die Überschrift gibt die Richtung für den Text vor: Wird es ein Listicle oder ein How-To-Artikel? Wenn die Überschrift steht, kann man viel klarer schreiben.
  4. Bleib flexibel! Allerdings schadet es nicht, viel Zeit zum Überlegen zu haben. Denn die erste Überschrift ist nicht in Stein gemeißelt. Kleine (oder große) Änderungen sind immer möglich und sogar nötig. Vielleicht habt Ihr beim Schreiben die zündende Idee für eine rockende Überschrift? Dann ändert Sie!
  5. Vergiss die Regeln! Wer richtig gute Überschriften schreiben will, sollte sich nicht an irgendwelche Regeln halten. Klar, es gibt Power-Wörter, die besonders gut funktionieren. Wichtig ist am Ende nur, was Deine Kunden anspricht. Und das kann je nach Branche auch eine solide, aber etwas langweilige Headline sein. Es kommt auf die Zielgruppe an!

Fazit: Eine Überschrift ist nicht genug

Übrigens: Mit der Hauptüberschrift ist es nicht getan: So ein Test hat (im Idealfall) mindestens drei oder vier Überschriften. Klar, die kleinen Zwischenüberschriften müssen nicht so knallen wie die H1. Viele Leser scannen einen Artikel nur und bleiben dabei häufig bei einer schicken Zwischenüberschrift hängen. Deswegen ist hier ein bisschen Liebe angebracht. Die Zwischenüberschriften sollen eine Geschichte erzählen. Lässt sich der Text im Notfall auch erfassen, wenn man nur die Zwischenüberschriften liest? Wenn ja, dann seid Ihr echte Meister des Fachs – und braucht Euch keine Sorgen um gute Überschriften zu machen.

Was sind Eure Top-Tipps für tolle Überschriften? Teilt sie mit uns in den Kommentaren!

Es herrscht Ebbe in Euren Notifications? Social Media bringt ungeahnte Vorteile bei der Kommunikation mit der Fanbase – aber zunächst einmal muss man auf sich aufmerksam machen. Und gerade am Anfang braucht Ihr dazu Themen, die Euch mit Sicherheit viel Traffic einbringen. Oder ist doch alles nur vom Glück abhängig? Es gibt viele Möglichkeiten, Buzz zu generieren und Traffic mit Social Media zu gewinnen. Wir verraten Euch die Evergreen-Themen für Euren Blog!

Spielt der Traffic überhaupt noch eine Rolle?

Millionen an Klicks bringen nichts, wenn sich aus diesem Traffic keine Conversion generiert. Insofern ist der Traffic nicht unbedingt die beste Kennzahl für den Erfolg einer Seite. Shares, Likes und Empfehlungen sind erheblich wichtiger. Aber gerade in den ersten Phasen der Social-Media-Präsenz gibt es eben einfach noch keine nennenswerte Fangemeinde, die man mit Aktionen bespaßen und unterhalten kann. Die entsteht erst durch genügend Traffic – und deswegen solltet Ihr Euch am Anfang eben doch erst einmal eine gewisse Reichweite aufbauen. Und wenn der Traffic kommt, folgen mit Sicherheit auch die Shares und Likes!

Das allein sorgt aber noch für keinen Buzz. Buzz unterscheidet sich insofern von Traffic, dass die Artikel häufig geteilt werden und vor allem in den sozialen Netzwerken richtig gut funktionieren. Es regnet Kommentare, Likes, Shares – Buzz ist im Prinzip aktiver Traffic. Und den muss man sich verdienen!

Blogthemen für mehr Traffic: Ab in die Nische!

Jedes Thema hat das Potenzial, richtig gut zu werden. Manchmal sind es sogar die besonders exotischen Themen, die am Ende grandiose Klickraten haben. In unserem Fall sind ein Artikel über Top-Level-Domains und ein Artikel über Presseportale unsere meistgeklickten Blogeinträge mit besonders viel Traffic. Das liegt allerdings nicht nur an den Inhalten, sondern vor allem auch daran, dass es zu diesen Themen extrem wenig (deutschsprachige) Konkurrenz gibt. Nischenthemen werden vielleicht nicht so oft in der breiten Öffentlichkeit und Fangemeinde geteilt, aber sie haben das Potenzial, ganz neue User anzuziehen.

Buzz dagegen funktioniert nach anderen Regeln. Hier geht es vor allem darum, Emotionen anzuregen. Das funktioniert mit tollen Überschriften, Teasern, die den Lesern den Mund wässrig machen und viel (Visual) Storytelling. Vor allem im Social-Media-Bereich spielt auch die Optik eine große Rolle. Nicht umsonst hat Facebook die verschönerten Textposts im Gepäck, die den Text einfach auf einem bunten Hintergrund präsentieren.

3 Themenbereiche, die eigentlich immer gehen

  • Best Practices: Anleitungen sind toll, aber manchmal ein bisschen abstrakt. Was sind EURE Geheimrezepte in der Branche? Was macht Ihr anders? Leser spielen gerne Mäuschen und wollen wissen, wie andere Menschen Sachen machen. Und das erstreckt sich nicht nur auf den Businessbereich – auch in Sachen Selbstorganisation oder Freizeit kann es spannend sein, Eure Herangehensweise an verschiedene Themen zu sehen
  • Bleibt persönlich: Wer sind Eure liebsten Blogger? Was beschäftigt Euch aktuell? Damit meinen wir natürlich nicht, dass Ihr auf Eurem professionellen Blog oder der Firmen-Facebookpage das neueste Lieblingsrezept breittreten sollt, sondern dass Ihr Eure aktuellen Gedanken zu Eurem Thema aufgreift. Vielleicht hast Du gerade ein passendes Buch gelesen oder willst einen spannenden Artikel verlinken? Das gibt Euch Content für Eure Seite und andere Blogger freuen sich über die Aufmerksamkeit.
  • Trends und Aktuelles: Dabei geht es weniger darum, dass Euer Blog zur Nachrichtenseite werden sollte. Das ist ein Anspruch, den man alleine eigentlich kaum erfüllen kann. Was aber immer gut funktioniert, sind Analysen zu halbwegs aktuellen Themen oder ein Ausblick auf die aktuellen Trends in Eurem Bereich. Wir haben zum Beispiel gute Erfahrungen mit unserer Serie zu den Online-Marketing-Trends 2017 gemacht.

Fazit zu Themen mit viel Traffic: Share-Garantie oder fauler Zauber?

Klar, das alles sind keine Garantien für viel Traffic und mehr Buzz auf Social Media. Aber es ist zumindest ein Anfang. Eine gewisse Regelmäßigkeit beim Posten hilft, um mit der Zeit eine kleine, aber feine Fangemeinde aufzubauen. Und mit ein bisschen Glück werden Eure Artikel dann auch weiterverbreitet – und Ihr schafft damit den Sprung vom schnöden Traffic hin zum aufregenden Buzz.

Ist es Euch schon einmal gelungen, einen Artikel oder einen Post viral gehen zu lassen? Berichtet uns von Euren Erfahrungen in den Kommentaren! 

Social Media ist für viele Unternehmen eines der wichtigsten Marketinginstrumente geworden. Wir denken dabei sofort an die Viral-Marketing-Kampagnen von EDEKA oder den erstklassigen Usersupport per Twitter der Telekom. Aber wie sieht es eigentlich mit Social Media und B2B aus? Kann das Geschäft zwischen zwei Geschäften auch über Facebook funktionieren? Und wie sieht die passende Social-Media-Strategie für B2B-Unternehmen aus? Wir haben es uns einmal angeschaut.

Was ist so anders an B2B?

B2B steht für “Business-to-Business” und beschreibt die Geschäftsbeziehungen zwischen zwei Unternehmen. Das können ganz klassisch der Teilezulieferer und die Autoproduktion sein, aber auch unser Geschäft, die SEO-Optimierung, ist ein klarer Fall von B2B.

Die Unterschiede liegen auf der Hand: B2B-Geschäfte sind keine Ausgaben, sondern Investitionen. Es geht um Verträge, um hohe Summen und vor allem: um Vertrauen. Kann man dieses Vertrauen auch über Facebook herstellen? 54 Prozent der Unternehmer sagen Ja! Social Media ist auch im B2B-Bereich angekommen. Aber ist das wirklich so effektiv? Bei der Lead-Generierung für Geschäftskunden geht es schließlich um mehr als bunte Bildchen, sondern um ernste Verhandlungen.

Tatsächlich ist die richtige Social-Media-Strategie für Unternehmen weniger an der reinen Lead-Generierung ausgerichtet, sondern dreht sich um andere Bereiche, für die Social-Media-Kanäle viel besser geeignet sind. Vertrauen gewinnen, aufbauen, es erhalten und beweisen: Hier liegen die Stärken von Twitter, Facebook und Co.!

5 Wege um erfolgreich B2B und Social Media zu verbinden

  1. Schnelle Kommunikation für spontane Fragen: Soziale Medien gehören zu den wichtigsten Kommunikationskanälen für Unternehmen. Und das gilt auch im B2B-Bereich. 90 Prozent aller Unternehmer geben an, dass sie auf diesem Wege Kundenanfragen beantworten.
  2. Kontakt mit jungen Talenten: Für Bewerber ist der Social-Media-Auftritt fast genau so wichtig wie eine Unternehmenswebseite. Denn auf dem Profil sieht man als Bewerber schnell, ob die eigenen Ansprüche und die Kultur im Unternehmen zusammenpassen.
  3. Marktführer in Sachen Know-how: Wie beweist man, dass man wahres Expertenwissen hat? Man teilt es. Und was wäre dazu besser geeignet als ein Facebook-Profil, auf dem regelmäßig News und Artikel aus der eigenen Feder geteilt werden? So zeigt Ihr, dass Ihr Euch auf Eurem Fachgebiet auskennt – idealerweise so, dass die potenziellen Kunden Vertrauen in Eure Kenntnisse entwickeln.
  4. Beweis für den Erfolg: Viele Unternehmen tauchen auch heute noch quasi ausschließlich in Branchenbüchern oder Industriesuchmaschinen auf. Aber ein lebendiges Social-Media-Profil zeigt, dass ihr ein vertrauenswürdiger Geschäftspartner seid, der im Zweifel leicht zu erreichen ist.
  5. Networking leicht gemacht: B2B-Geschäfte basieren oftmals auf dem direkten Kontakt mit Entscheidern. Business-Netzwerke wie Xing oder LinkedIn bieten hier einen Vorteil: Mit wenigen Klicks findet ein interessierter User einen Experten für sein ganz spezielles Problem – und generiert auf diesem Weg vielleicht einen Lead, weil man ins Gespräch kommt, sich austauscht und so im Gedächtnis bleibt.

Fazit: Ist eine Social-Media-Strategie auch für B2B-Unternehmen nützlich?

Tatsächlich ist die Antwort gar nicht so klar, wie man auf den ersten Blick vielleicht denken mag. Denn Social Media kann durchaus auch für B2B-Unternehmen sinnvoll sein – aber auf eine andere Art und Weise als im Privatkunden-Bereich.

Social Media ist ein weiterer Weg, um im Gespräch zu bleiben. Und das meinen wir durchaus wörtlich: Schließlich geht es viel schneller, eine Kundenanfrage kurz auf Facebook zu beantworten oder in den Kommentaren zu einem viel diskutierten Artikel für Klarheit zu sorgen. Aber man muss auch ganz klar sagen, dass die Nützlichkeit von Social Media abhängig ist von der Branche und den eigenen Zielen. Ihr solltet nicht erwarten, nach zwölf Tweets einen dicken Lead an der Angel zu haben. Aber mit der Zeit könnt ihr das Image Eurer Marke den Kunden gegenüber aufbauen und erweitern und im Gedächtnis bleiben – und so über die Zeit hinweg aus interessierten Besuchern spannende Geschäftskunden machen.

Wer wünscht sich keine Fluten an Usern, die vollkommen freiwillig auf den eigenen Blog kommen, die eigenen Inhalte lesen, die Reichweite steigern, vielleicht sogar einen Kommentar da lassen und einen Mehrwert aus dem Content auf der Seite ziehen? Mit Growth Hacking wird dieser Wunschtraum zur Realität – zumindest, wenn man ein paar einfachen Schritten folgt. 

Growth Hacking klingt zwar hypermodern, dynamisch und schrecklich kompliziert, aber ganz so schlimm ist es dann doch nicht. Der Begriff beschreibt einfach nur schlaue Tricks, um das Wachstum anzukurbeln. In unserem Falle: Reichweite steigern, für mehr Interaktionen sorgen und die User glücklich machen. Klingt gut, oder?

1. Seite aufbauen

Content ist King. Aber der König muss standesgemäß residieren. Auf einer Seite könnten sich die besten Inhalte des Internets verstecken – aber wenn das Design schrecklich, die Ladegeschwindigkeit mies und die Optik erschlagend ist, dann wird niemand gerne auf der Seite stöbern. Um die Reichweite steigern zu können, muss also erst einmal der Grundstock geschaffen werden: Ein schönes Nest, in dem der Content es sich gemütlich machen kann. Cleanes Design, klare Formen und Logos, und natürlich eine freundliche Bedienung gehören unbedingt dazu.

2. Content erstellen

Der Dreh- und Angelpunkt beim Reichweite steigern mit Content ist logischerweise der Content. Wir sprechen hier erst einmal nur von Texten, aber natürlich zählen auch Videos, FAQs und Quiz zum Content-Marketing.

Beim Growth Hacking geht es darum, die besten Resultate zu erzielen. Zahlreiche Guides werden nicht müde zu erwähnen, dass Google Inhalte mit mehr als 2450 Wörtern besonders hoch ranken lässt. Das liegt aber nicht an Googles Liebe zu langen Texten, sondern daran, dass so lange Artikel meistens gut recherchiert und strukturiert sind und ein Thema recht umfassend behandeln. Das bedeutet NICHT, dass es der absolut einzig wahre Königsweg ist. Auch kürzere Artikel können knallen, wenn der Mehrwert für den Leser stimmt.

Grundsätzlich gibt es ein paar Tipps, die man für richtig guten Content beachten sollte, um seine Reichweite zu steigern:

  • Relevanz, Mehrwert, Zusatznutzen: Der User sollte etwas von deinen Inhalten bekommen – und wenn es ein gutes Gefühl ist, weil du eine gute Geschichte erzählst.
  • Evergreen-Content, der immer relevant ist, bringt auf lange Sicht mehr (siehe Punkt 5!).
  • Schärfe dein inhaltliches Profil! Wenn du einen Blog über Schreibtipps im Internet hast, dann schreibe auch bitte nur über Schreibtipps im Internet und nicht über dein neues Lieblingsrezept.
  • Gut strukturierter Content wird öfter geklickt als Textwüsten. Überschriften, Listen, Bulletpoints – alles gut im Kampf um mehr Reichweite.
  • Nichts ist unattraktiver als eine verwaiste Webseite. Auch wenn die Interaktionsraten (noch) nicht so gut sind – nicht entmutigen lassen und weiterschreiben! Eine aktive Seite zieht automatisch Leser an.

3. Inhalte und Links verteilen

Irgendwie müssen die User auch erst einmal auf die Idee kommen, deine Seite zu besuchen und deine mühevoll geschriebenen Inhalte zu lesen. Für diesen Schritt bietet sich natürlich Social Media an. Die eigene Facebook-Seite ist schon einmal ein guter Start, aber auch Twitter oder Tumblr sind eine gute Idee. Mit Hashtags sorgt man dafür, dass der Post unter verschiedenen Schlagwörten auftaucht.

ABER: Es nützt nichts, den Link zum neusten Blogartikel gleichzeitig auf Twitter, Tumblr, Facebook, E-Mail, Newsletter, Pinterest, Snapchat, Instagram und per Brieftaube zu verteilen. Viel besser ist es, gestaffelt vorzugehen. Alle Social Media-Plattformen haben unterschiedliche Nutzungszeiten. Verteile die Links zu deinem Post lieber gleichmäßig über die folgenden Tage, um möglichst viele potenzielle Leser zu erreichen. Auch die, die zu unterschiedlichen Zeiten wach sind.

4. Interaktion

Eine weitere Möglichkeit, die eigene Reichweite zu steigern, ist der Link bei anderen Bloggern oder auf anderen Seiten. Aber bitte nicht einfach plump den thematisch halbwegs passenden Link in die Kommentare setzen, sondern wirklich interagieren und etwas beitragen!

Aber du kannst für mehr Reichweite nicht nur mit anderen Bloggern und Profis interagieren, auch die Interaktion mit deinen Usern ist enorm wichtig. Denn zum einen steigert das die Bindung zu dir und deinen Inhalten. Zum anderen gibt das weiteren Usern ein gutes Gefühl, wenn kein Kommentar unbeantwortet bleibt.

5. Recycling und Überarbeitung

Hin und wieder kann es nützlich sein, alte Artikel noch einmal zu verlinken oder ihnen ein Social-Media-Spotlight zu gönnen.

Effektives recyclen hat nicht nur den Vorteil, weniger Arbeit zu verursachen, es ist auch durchaus realistisch, dass viele (Neu-)User noch gar nicht alle guten Artikel aus der Vergangenheit kennen oder durch Zufall so über eine Perle aus dem Archiv stolpern. Desweiteren sorgt das vor allem auf Facebook für eine aktive Timeline. Alles gute Aspekte, die die Reichweite steigern!

Damit deine Inhalte auch in der schnellen Welt des Onlinemarketings relevant bleiben, sollte man gelegentlich seine alten Evergreens durchgehen und die mit neuen Informationen ausstatten. Diese Contentpflege wird sicher nicht unbemerkt bleiben und sorgt dafür, dass auch ältere Artikel als Publikumsmagnet wirken können.

Fazit: Reichweite steigern leicht gemacht

Vielleicht ist es ja gar nicht so einfach. Denn wenn es so einfach wäre, dann würde es ja jeder so machen. Diese 5 Schritte sind nur der Anfang auf dem Weg zum Growth Hacking – wichtig ist es, sie auch durchzuhalten. Denn über Nacht kommen nicht plötzlich Lawinen von neuen Usern dazu (außer natürlich, man wurde an prominenter Stelle erwähnt oder verlinkt). Reichweite steigern ist ein Marathon, kein Sprint. Ein guter Plan und eine konsequente Strategie sind die besten Wege, um die eigene Reichweite langsam, aber stetig zu erhöhen.

Instagram hat mit Instagram Stories ein Feature erschaffen, das Snapchats Kernkonzept erstaunlich ähnlich sieht (Manche würden sagen: Ein Feature, das komplett von Snapchat geklaut wurde). Und wie üblich bei neuen Social-Media-Konzepten stellt sich hier die Frage, was man damit alles anstellen kann. Ist Instagram Stories der neue heilige Gral in Sachen Onlinemarketing oder sollte man bei Social Media lieber auf Snapchat setzen? Wir wagen den Vergleich!

Bitte recht persönlich: Branding und mehr bei Snapchat

Beide Plattformen haben eines gemeinsam: Sie geben einer Company ein Gesicht. Denn egal, ob man als kleines Start-Up durchstarten will oder einen großen Konzern mit Persönlichkeit ausstatten möchte – auf Snapchat sind erst einmal alle gleich.

Snapchat bietet Gesichtsfilter, animierte Sticker, Glitzer und Flitter und allerhand andere Möglichkeiten, die eigene Story zu gestalten. Vorproduzierte Clips werden markiert und kommen nicht so gut an. Besser sind authentische Live-Bilder, die in die Story passen und so tagtäglich eine Geschichte erzählen. Hier sollte man sich ruhig von den großen Playern inspirieren lassen.

Instagram Stories – das erwachsene Snapchat?

Kurze Clips mit maximal 10 Sekunden Laufzeit, die sich nach einem Tag selbst löschen und die man mit Filtern und Texten bearbeiten kann. Klingt bekannt? Das Konzept von Instagram Stories ähnelt Snapchat enorm. Seit das neue Feature Mitte 2016 eingeführt wurde, sind zahlreiche Influencer komplett zu Instagram abgewandert. Der Grund? Zum einen haben sie mit Instagram nun quasi zwei Apps in einer. Wo sie vorher Instagram mit Bildern und Snapchat mit Snaps füllen mussten, geht nun beides von einer App aus. Ein ziemlich genialer Schachzug von Facebook, dem Instagram gehört!

Aber natürlich haben sich bei beiden Plattformen Unterschiede herausgebildet, trotz des sehr ähnlichen Leistungsumfangs. So ist die Userbase bei Instagram älter (30- bis 49-jährige machen 28 Prozent der User aus) und eine hohe Qualität bei den Bildern gewohnt.

Duell der Giganten – Instagram Stories vs. Snapchat

Aber was können die beiden Plattformen denn jetzt genau und wofür eignen sie sich? Wir haben uns einmal die Möglichkeiten angeschaut:

Was spricht für Snapchat?

Auf Snapchat kann man sich kreativ austoben. Albernheit, Humor und Abwechslung spielen hier die Hauptrolle. Alles, was zu erzwungen oder gestaged wirkt, entspricht nicht dem Geschmack der User. Alles soll natürlich sein oder wenigstens so wirken. Daher ist es ideal, wenn der Content auf Snapchat sehr persönlich gestaltet wird – der Mitarbeiter mit dem Handy in der Hand also zum Markenbotschafter wird.

Aber wenn das Profil dann einmal läuft, hat man eine einzigartige Kommunikationsmöglichkeit mit den Usern – ganz frei von Zwängen und sehr natürlich. Perfekt für das Branding, besonders bei jungen Unternehmen!

Einsatzmöglichkeiten für Snapchat:

  • (lustige) Ausschnitte aus dem Büroalltag (Kaffeemaschine streikt, NERF-Gun-Battle, Langeweile im Meeting)
  • Follow-me-Around mit verschiedenen Abteilungen
  • Q&A zu sensiblen Themen (immer mit Facefilter, man will ja nicht langweilig sein.)

Was spricht für Instagram?

Instagram profitiert sehr von der schon anwesenden Userbase von 600 Millionen aktiven Nutzern. Das erhöht natürlich auch die potenzielle Reichweite enorm. Auch in Sachen Paid Content ist Instagram vorne mit dabei und lässt sich über den Power Editor von Facebook mühelos steuern.

Die gefühlte Wertigkeit des Contents ist hier höher. Es geht weniger albern zu und die User sind Marketing-Inhalten gegenüber viel offener, suchen sogar aktiv nach ihren Lieblingsmarken und interagieren auf freiwilliger Basis.

Einsatzmöglichkeiten für Instagram Stories:

  • Backstage und Behind the Scenes-Bilder aus dem Arbeitsalltag (gerne Hochglanz und gut produziert)
  • Livestreaming à la Periscope mit Livechat
  • Content mit direkten Verlinkungen zum Shop

Fazit: Die “richtige” Plattform ist…

…keine von beiden. Social Media Marketing mit Instagram oder Snapchat sollte nicht für sich alleine stehen. Es ist viel eher der passende Kanal für “Behind the Scenes”-Material, der das “offizielle” Marketing ergänzt.

Attraktiv sind zweifelsohne beide Kanäle. Es geht dabei ja nicht nur um den reinen Funktionsumfang von Instagram versus Snapchat, sondern in gewisser Weise auch um das Image. Instagram Stories ist professioneller, die Userbase erwachsener und die User erwarten ein etwas werblicheres, offizielleres Auftreten.

Snapchat dagegen ist DER Kanal für junge Kunden. Wer also einen Snapchat-Kanal prominent verlinkt und bewirbt, der sagt: “Schaut her, ich bin jung und cool und sehr nahbar! Hier könnt ihr authentische Albernheit erwarten!”. Die User erwarten hier ein menschliches, persönliches Auftreten.

Auf welche Plattform man nun also seine Kraft konzentriert, hängt ganz davon ab, wie der eigene Geschmack aussieht und was besser zum Markenimage passt. Oder denkt ihr, dass es einen ganz klaren Gewinner im Kampf Instagram vs. Snapchat aus Marketing-Sicht gibt? Lasst es uns in den Kommentaren wissen!