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5 Wege, wie Du Struktur in Deinen Content bringst

Es gibt viele Gründe, Deinem Text eine schöne und leicht lesbare Struktur zu geben. Es lässt Deinen Artikel weniger wuchtig wirken. Aber Zwischenüberschriften, Fettungen und Absätze gefallen nicht nur dem Leser: Auch Google mag eine gut lesbare Textstruktur. Die Suchmaschine kann Deine strukturierten Inhalte besser verstehen und zeigt sie weiter oben in den Suchergebnissen an. 

Ein Artikel ganz ohne Struktur lässt sich schlecht lesen.Heute verraten wir Dir 5 Tipps, um Deinen Texten und Artikeln eine bessere Struktur zu geben, die dem Leser gefällt und alle wichtigen Informationen im schönsten Licht darstellt. Denn gute Inhalte brauchen eine ansprechende Form. Viele Tipps klingen auf den ersten Blick selbstverständlich, dennoch ist der richtige Look für den Erfolg eines Blogartikels oder einer Landing Page fast noch wichtiger als der eigentliche Inhalt.

Viele Leser scannen Artikel im Internet nur und lesen nicht jedes einzelne Wort. Und das ist auch okay. Mit einer guten Textstruktur verrätst Du Deinem User auf den ersten Blick, was ihn erwartet und bringst Deine wichtigsten Argumente schnell und sicher unter. Außerdem erfüllt ein gut formatierter Artikel alle Anforderungen, die Google an Web-Content hat. Es gibt keine zweite Chance für den ersten Eindruck – und da ist der Stil entscheidend!

1. Absätze

Absätze sind der erste Schritt, um Deinen Content zu strukturieren. Oftmals passieren sie ganz natürlich: Wenn ein Gedanke beendet ist, kommt der Druck auf die Enter-Taste. Aber ist es wirklich so einfach?

Absätze sollten immer eine Argumentationskette abbilden. Als kleine Sinneinheiten lassen sie sich am Ende verschieben, neu anordnen und sortieren.

Ganz nebenbei bildest Du dadurch mehr Weißfläche auf der Seite. Das ist ein Begriff aus dem Layout, der auch in den alten Medien eine große Rolle spielt. Artikel mit viel Freifläche sind weniger anstrengend für die Augen und lassen sich somit leichter lesen. Im Internet sorgen Absätze dafür, dass Deine Leser Dich besser verstehen und nicht entnervt wegklicken, weil sie von einer Wand aus Text erschlagen werden.

2. Zwischenüberschriften

Absätze allein machen noch keinen guten Webtext aus. Um Deinem Content Struktur zu geben, musst Du Zwischenüberschriften einsetzen. Das ist gut für den Leser, der sich zunächst einen Überblick über Deine Inhalte verschaffen will. Dabei gibt es folgende Regeln:

  1. Die große Hauptüberschrift in H1 über dem Artikel sollte einzigartig sein.
  2. Die Zwischenüberschriften sind als H2 formatiert und geben dem User Orientierung.
  3. Kleine Absätze können mit gefetteten Überschriften gestaltet werden.

Mehr als drei Ebenen bei den Überschriften wirken schnell unruhig – im Internet reichen zwei bis drei verschiedene Typen von Überschriften völlig aus.

3. Aufzählungen

Es gibt zwei Arten von Aufzählungen: Nummerierte Listen sind gut, wenn es um ein Ranking geht oder um eine Reihenfolge, die der Leser nacheinander nimmt. Klassische Aufzählungen mit Punkten, Strichen oder Symbolen sind universell einsetzbar.

Auf jeden Fall vereinen Aufzählungen gleich zwei positive Aspekte für Dein Layout miteinander: Sie schaffen viel Weißfläche und ziehen die Blicke damit magisch an. Viele User lesen fast ausschließlich die Bullet-Point-Listen in einem Artikel. Deswegen sollte hier alles stehen, was im Text nicht untergehen darf. Daneben präsentieren Aufzählungen Informationen kompakt und auf einen Blick lesbar.

Du willst mehr über grandiose Bullet Points lernen? Bei textmatters findest Du alles, was Du darüber wissen musst.

4. Fettungen und Formatierung

Jetzt wird es spannend! Über Fettungen im Text streiten sich die Geister. Für manche Texter sind Fettungen ein wirksames Mittel, um die Aufmerksamkeit auf die Kernaussagen zu lenken. Aber gerade, wenn es der Autor mit Fettungen übertreibt, ist man als Leser schnell verwirrt. Was ist dem Autor wirklich wichtig?

Fettungen liefern die Antworten auf die zentralen Fragen Deines Artikels. Je sparsamer Du damit würzt, desto wirkungsvoller werden sie. Es hat sich bewährt, in jedem Absatz maximal eine Wortgruppe in den Vordergrund zu stellen. Alles andere lässt Deinen schönen Text unruhig wirken.

Übrigens: Auch kursive Passagen haben ihren Zweck. Die schräg gestellte Schrift fällt nicht so stark ins Auge wie eine Fettung, betont aber gleichzeitig eine Passage im Lesefluss. Zum Beispiel kannst Du damit persönliche Einschübe oder kontroverse Meinungen kennzeichnen, ohne direkt alle Blicke darauf zu lenken.

5. Bilder, Icons und Grafiken

Es wird bunt! Bisher haben sich alle Tipps und Tricks im normalen Eingabefenster abgespielt. Aber mit Bildern hast Du wortwörtlich unendliche Gestaltungsmöglichkeiten.

Das große Beitragsbild über einem Blogartikel legt die Stimmung fest und gibt dem Leser einen ersten Eindruck vom Inhalt. Idealerweise hat schon dieses Bild Wiedererkennungswert – perfekt, wenn Du Deine Texte auf Social Media teilen willst. Viele Blogs setzen auf (mehr oder weniger) passende Stockfotos oder setzen die Hauptüberschrift noch einmal schön in Szene.

Im Text selbst lockert visueller Content das Schriftbild auf. Der richtige Einsatz von Bildern und Icons ist allerdings ein Tanz auf der Rasierklinge: Denn unpassende Fotos oder Bilder, die sich zu sehr in den Vordergrund drängen, saugen die gesamte Aufmerksamkeit auf. Der Schlüssel zum Erfolg ist Sparsamkeit.

 

Unsere Praxis-Tipps für schönere Artikel und mehr Struktur im Text

Du kennst jetzt die einfachsten Möglichkeiten, Deinem Text Struktur und Ordnung zu verleihen. Aber wie sieht das in der Realität aus? Wie entsteht ein gut (hoffentlich) strukturierter Artikel bei uns?

  1. Am Anfang steht die Idee: Willst Du Deinen Text als Listicle formatieren? Wie sieht die Hauptüberschrift aus? Das legt die Grundstruktur gleich zu Beginn fest.
  2. Ich schreibe die Zwischenüberschriften zuerst. Damit habe ich eine bessere Orientierung beim Schreiben und schweife thematisch nicht so schnell ab.
  3. Wo bietet sich eine Aufzählung an? Mit diesem Gedanken schaue ich mir meine erste Textstruktur an und überlege, wo ich meine Bullet-Point-Liste einfüge.
  4. Die Fettungen kommen zum Schluss. So muss ich nämlich überlegen, was die Kernaussage meines Artikels ist und kann unklare Passagen noch einmal überarbeiten.
  5. Der Text soll strahlen! Wenn es nicht gerade um abstrakte Themen oder Schaubilder geht, kommen die Bilder erst nach dem fertigen Text zum Einsatz.

Wie arbeitet Ihr an einem Text für Eure Webseite? Folgt Ihr bestimmten Regeln oder lasst Ihr es einfach fließen? Wir sind gespannt auf Eure Kommentare!

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Content ohne Worte: Data-Storytelling im Überblick

Bei der Wahl sind alle Blicke auf die Tortengrafiken und die wachsenden Balken gerichtet. Aber nicht nur alle vier Jahre haben Prozentzahlen das Potenzial, Emotionen zu wecken. Es kommt immer einmal wieder vor, dass man vor einer Statistik sitzt und der Mund ein stummes „Oh!“ formt. Mit Data-Storytelling wandelst Du diesen Aha-Effekt in leicht konsumierbare Häppchen um, die deine Leser überraschen, verwundern, begeistern – also irgendeine Form von Reaktion aus ihm herauskitzeln. Wie genau das funktioniert und wie Du mit Data-Storytelling wortlos Geschichten erzählst, erklären wir heute im Netzproduzenten-Blog.

Was ist Data-Storytelling?

Einfach gesagt und direkt übersetzt: Data-Storytelling ist das Geschichtenerzählen mit Zahlen, Daten und Fakten. Im Gegensatz zum emotionalen Storytelling aus der Schatzkiste des Content-Marketings geht es hier weniger um das Malen mit Worten, sondern darum, Statistiken in eine schöne Form zu gießen. Mit den darin enthaltenen Daten lässt sich nämlich ebenso gut eine Geschichte erzählen.

Geschichten aus Daten haben noch einen weiteren Vorteil: Während Erzählungen aus dem klassischen Storytelling zwar gut für die emotionale Bindung zum Kunden sind, bieten sie selten handfeste Argumentationen. Gerade im B2B-Bereich sind die aber besonders wichtig. Kaum ein Chef oder Entscheider trifft eine Auswahl auf Basis von Emotionen. Es geht um die kalten, harten Kennzahlen: ROI, Market Share, Prognosen, Kundensegmente, Reportings. Wer es schafft, diese trockenen Daten aufzuarbeiten, der kann sich der Aufmerksamkeit seiner Leser sicher sein. Und ganz nebenbei auch noch beeinflussen, welche Zahlen im Kopf hängen bleiben.

 

Mit Data-Storytelling lässt sich beeinflussen, wie User Daten sehen. Hier ist dreimal derselbe Sachverhalt abgebildet - aber alle drei Grafiken lenken den Fokus auf unterschiedliche Aspekte.

Mit Data-Storytelling lässt sich beeinflussen, wie User Daten sehen. Hier ist dreimal derselbe Sachverhalt abgebildet – aber alle drei Grafiken lenken den Fokus auf unterschiedliche Aspekte.

Die 5 Gebote des Data-Storytellings

  1. Halte es einfach! Wer einfach nur Zahlen irgendwie in ein Bild sortiert, der kann auch gleich eine Tabelle posten. Beim Data-Storytelling geht es darum, so wenig wie möglich in eine Grafik zu packen. Verschiedene Argumentationspunkte bekommen eigene Visualisierungen. Keep it simple.
  2. Verzichte nicht auf Worte! Eine gute Datenaufbereitung kann nicht komplett wortlos passieren. Um dem Betrachter Orientierung zu geben, solltest Du Deine Daten ordentlich beschriften und auf wichtige Hinweise nicht verzichten.
  3. Sei Dir bewusst, was Du darstellen willst! Auch beim Data-Storytelling hast Du eine Message. Lasse Dich niemals davon ablenken! Es ist verführerisch, noch die eine oder andere Zusatzinformation in die Infografik zu packen – aber überlege bei jedem einzelnen Pixel genau, ob er dazu beiträgt, Deine Botschaft zu präsentieren.
  4. Erzeuge einen „Aha!“-Moment! Deine Leser sollen nach dem Blick auf die Daten schlauer sein als vorher. Du musst ihren Blick auf das lenken, was Du zeigen willst. Hebe Dein Argument gut hervor und lasse es strahlen, damit jeder sofort sieht, worauf Du hinaus willst.
  5. Beeinflusse die Daten nicht! Eigentlich eine Selbstverständlichkeit: Mit ausgewählten Daten kann man natürlich auch Geschichten erzählen – aber damit spiegelst Du die Realität nicht wider. Verzichte darauf, Deine Daten zu frisieren und gib lieber zu, wenn Deine Auswertung nicht Deinen Erwartungen entspricht!

Aussagekräftig und fundiert: Das kann gutes Data-Storytelling leisten

Zahlen sprechen eben nicht für sich. Wenn es darum geht, Daten in Beziehung miteinander zu setzen und daraus Prognosen zu erstellen, muss man ein bisschen mehr Mühe investieren. Denn Menschen verbinden mit reinen Zahlen oft nicht viel. Sie brauchen den Vergleich, um etwas einordnen zu können. Welche Entwicklung ist gut? Welche ist schlecht? Was bedeutet das für die Zukunft? Data Scientists, also die Köpfe hinter den komplizierten Tabellen, müssen ihre Erkenntnisse möglichst zugänglich präsentieren. Data-Storytelling ist ein Weg, um das zu erreichen.

Gute Erklärungen setzen die Zahlen immer in den Kontext. Gab es in der Zeit der Analyse bemerkenswerte Marktbewegungen? Wie sieht der Trend in der Branche allgemein aus? Auch ein Blick auf die Zuschauerschaft ist wertvoll, um sich die richtige Strategie zu überlegen. Wer andere Zahlen-Nerds vor sich sitzen hat, der kann auch bei der Präsentation der Fakten etwas ausführlicher ins Detail gehen. Wenn man aber einen Blog für eine breite Leserschaft schreibt oder spezielle Branchen bedient, die weniger analytisch arbeiten, sollte man auch beim Data-Storytelling etwas blumiger erzählen. Wenn Du die Daten richtig aus schmückst und die Geschichte erklärst, hilfst Du dabei, dass sich in den Köpfen deiner Zielgruppe ein Bild formt. Mit ein wenig Schützenhilfe kannst Du so auch komplizierte Sachverhalte in kleine Teile aufspalten und so besser erklären.

Fazit: Sprachlos Geschichten erzählen

Gib Deinen Zahlen ein Gesicht! Data-Storytelling ermöglich spannende Erzählungen ohne die Hilfe von sprachlichen Bilder. Gut, ganz ohne Worte geht es dann doch nicht: Auch das schönste Schaubild braucht eine Erklärung und eine verständliche Beschriftung. Aber das wortlose Geschichtenerzählen sorgt in der Welt des Marketings für Furore. Infografiken und interaktive Medien zeigen schon, wo die Reise hingeht. Wir sind gespannt und haben einiges mitgenommen, um unsere eigenen Präsentationen spannender zu machen!

Hattet ihr schon einmal Kontakt mit Data-Storytelling oder seid ihr noch in der Welt der langweiligen Tabellen gefangen?

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So schreibt Ihr Überschriften, die rocken!

Klar, wir hätten diesen Artikel auch mit “5 Tipps für bessere Überschriften” oder “Wie du wirkungsvolle Überschriften schreibst” betiteln können. Aber wo bleibt da der Spaß? Überschriften sind die erste Begrüßung des Lesers – und deswegen müssen sie rocken. Wer es schafft, mit der Überschrift das Interesse eines Users zu gewinnen, der hat eigentlich schon halb gewonnen. Was es dafür braucht, erklären wir Euch natürlich gern.

Die Überschrift: Der strahlende Star über dem Text

Sie muss verführen, zum Klicken anregen und den User rumkriegen: Die Überschrift ist in der Regel das Erste, was der potenzielle Leser wahrnimmt. Und deswegen sollte sie sitzen.

Es gibt viele gute Beispiele, die erfolgreich ranken und die Leser magisch anziehen: Von Anleitungen über offene Fragen bis hin zu regelrechten Befehlen gibt es viele Arten, einen Text zu betiteln. Wenn wir den Blick von den aktuellen Trends abwenden, sehen wir, was gute Überschriften eigentlich ausmachen: Sie geben dem Text einen Titel.

In der Überschrift sollte schon der Ton und die Richtung Eurer Argumente rüberkommen. Denn eine nichtssagende Allerwelts-Überschrift regt niemanden zum Klicken an. Signalwörter oder persönliche Einschübe bringen viel mehr. Allgemein sollte die Headline zum Ton des Textes passen. Ihr solltet nie zu viel versprechen, aber gerade genug Infos geben, dass der Leser mehr wissen will. Klingt nach einer komplizierten Gratwanderung? Ist es auch!

Auch bei sexy Überschriften SEO nicht vergessen!

SEO-Überschriften spalten die Content-Welt. Für die einen sind sie ein No-Go, für die anderen ein notwendiges Übel. Aber niemand scheint es so richtig zu mögen, Texte und Headlines für Google zu schreiben. Eigentlich schade – denn die gängigen SEO-Regeln für Überschriften grenzen den kreativen Spielraum nicht ein, sie erweitern ihn!

Dabei unterscheidet man zwischen Artikel-Überschriften (der klassischen H1) und dem Meta-Title für Google. Der Meta-Title ist für SEO besonders wichtig und folgt diesen Regeln:

  • Das Haupt-Keyword muss vorkommen, und zwar möglichst weit vorne
  • Der Name der Seite sollte ebenfalls vorhanden sein, üblicherweise am Ende
  • Ein Call-to-Action schadet nie
  • 68-70 Zeichen. Mehr ist nicht.

Das klingt nach starren Vorgaben. Und genau deswegen darf man auch damit brechen. Viel spannender ist nämlich die eigentliche Überschrift über dem Text. H1 und Meta-Title sollten sich zwar nicht zu stark unterscheiden, dürfen allerdings trotzdem unterschiedlich formuliert sein. Bei der eigentlichen Artikelüberschrift sollte das Haupt-Keyword vorkommen – alles andere ist in Sachen SEO fast egal. Und da kommen unsere Tipps ins Spiel.

Unsere 5 heißesten Tipps für richtig gute Überschriften

  1. Sei dominant! Gibt dem Leser, was er braucht – und sage das ganz klar in der Überschrift. Hier ist kein Platz für einschränkende Worte, sondern für Aufforderungen. Das darf ein bisschen im Befehlston kommen – aber bitte trotzdem charmant!
  2. Lerne zählen! Listicles, also durchnummerierte Listen, ranken im Internet hervorragend und werden gerne geteilt. Sie geben den Lesern kleine Informationshäppchen, die sich schnell lesen und erfassen lassen. Zahlen in Überschriften sind (fast) immer gut – Ihr solltet es nur nicht übertreiben.
  3. Zuerst die Überschrift! Vielleicht fragt Ihr Euch, wann Ihr die Überschrift schreiben sollt. Zuerst den Text, dann die Überschrift? Oder sollte zuerst die Überschrift stehen, bevor es weiter geht? Wir sind Verfechter der zweiten Variante: Die Überschrift gibt die Richtung für den Text vor: Wird es ein Listicle oder ein How-To-Artikel? Wenn die Überschrift steht, kann man viel klarer schreiben.
  4. Bleib flexibel! Allerdings schadet es nicht, viel Zeit zum Überlegen zu haben. Denn die erste Überschrift ist nicht in Stein gemeißelt. Kleine (oder große) Änderungen sind immer möglich und sogar nötig. Vielleicht habt Ihr beim Schreiben die zündende Idee für eine rockende Überschrift? Dann ändert Sie!
  5. Vergiss die Regeln! Wer richtig gute Überschriften schreiben will, sollte sich nicht an irgendwelche Regeln halten. Klar, es gibt Power-Wörter, die besonders gut funktionieren. Wichtig ist am Ende nur, was Deine Kunden anspricht. Und das kann je nach Branche auch eine solide, aber etwas langweilige Headline sein. Es kommt auf die Zielgruppe an!

Fazit: Eine Überschrift ist nicht genug

Übrigens: Mit der Hauptüberschrift ist es nicht getan: So ein Test hat (im Idealfall) mindestens drei oder vier Überschriften. Klar, die kleinen Zwischenüberschriften müssen nicht so knallen wie die H1. Viele Leser scannen einen Artikel nur und bleiben dabei häufig bei einer schicken Zwischenüberschrift hängen. Deswegen ist hier ein bisschen Liebe angebracht. Die Zwischenüberschriften sollen eine Geschichte erzählen. Lässt sich der Text im Notfall auch erfassen, wenn man nur die Zwischenüberschriften liest? Wenn ja, dann seid Ihr echte Meister des Fachs – und braucht Euch keine Sorgen um gute Überschriften zu machen.

Was sind Eure Top-Tipps für tolle Überschriften? Teilt sie mit uns in den Kommentaren!

 

 

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Die Duplicate Content Falle: Leidet auch Deine Seite darunter?

Manchmal steckt der Teufel im Detail: Duplicate Content wirkt auf den ersten Blick wie ein Problem, das sich leicht in den Griff bekommen lässt. Doch auf den zweiten Blick finden wir dann bei einer tiefgehenden Analyse doppelte Inhalte, die von Google gar nicht gern gesehen werden. Einige SEO-Fehler rund um Duplicate Content sind dabei besonders häufig – und um die soll es heute gehen.

Das Problem mit dem WWW

Gibt es einen Unterschied zwischen blog.beispielseite.de und shop.beispielseite.de? Klar, die jeweilige Subdomain gibt uns Auskunft darüber, dass es sich hier um einen Blog oder eine Shopseite handelt. Aber die sieht es mit dem beliebten Präfix “WWW” aus? Webseiten funktionieren in der Regel schließlich auch ohne das vorgestellte “World Wide Web”. Eigentlich ist die Subdomain ein Überbleibsel aus der Vorzeit des Internets. Aber die User haben sich an www.beispielseite.de gewöhnt – und manche Browser komplettieren jede eingegebene URL sogar automatisch.

Da gibt es nur ein Problem: Wenn Deine Homepage mit http://beispielseite.de und http://www.beispielseite.de erreichbar ist, sind das für Google zwei unterschiedliche Seiten. Und da beide Seiten denselben Content haben, droht Duplicate Content Alarm!

Aber es gibt einen einfachen Ausweg: Erstelle dazu einfach eine .htaccess-Datei im Root-Verzeichnis, in der Du eine 301-Umleitung von der einen auf die andere Seite einrichtest. Damit weiß der Google-Crawler, wo er hin soll und welche Seite er indexieren soll. In der Search Console kannst Du außerdem noch eine bevorzugte Seitenversion angeben.

Der Code für die .htaccess-Datei könnte so aussehen:

RewriteEngine on
RewriteCond %{HTTP_HOST} ^beispielseite.de
RewriteRule ^(.*)$ https://beispielseite.de$1 [R=301,L]

Sichere Verschlüsselung, unsichere Aussichten

Dasselbe Problem besteht auch bei Seiten, die mit SSL verschlüsselt sind. Diese zeichnen sich durch das Präfix HTTPS aus. Allerdings läuft die ganz normale Seitenvariante mit HTTP meist ebenfalls weiter. Und wieder haben wir zwei Seiten mit demselben Inhalt – nämlich http://beispielseite.de und https://beispielseite.de.

Auch hier kannst Du mit einer einfachen 301-Weiterleitung arbeiten – oder aber du bestimmst mit rel=canonical eine Hauptseite. Beide Varianten funktionieren. Bei SSL-Zertifikaten gibt es häufig auch die Möglichkeit, eine Umleitung direkt bei der Aktivierung der Verschlüsselung zu aktivieren. Um zu checken, ob Duplicate Content in Form von verschiedenen internen URLs vorliegt, gibt es praktische Tools wie zum Beispiel die Analyse von Seorch.

6 weitere häufige Quelle für Duplicate Content

  • Textbausteine, die auf jeder Unterseite vorkommen und einen großen Teil des Contents einnehmen.
  • Kategorieseiten, die verschiedene Kombinationen von Keywords erlauben: So sind die Inhalte für “schwarze Socken” und “Socken schwarz” dieselben, aber die URLs unterscheiden sich. Klingt für Google nach Duplicate Content!
  • Archivseiten oder missverstandene Sitemaps, die ähnliche Seiten unter verschiedenen URLs listen.
  • Mobile Seitenversionen, die eine eigene URL formen, aber denselben Inhalt haben, wie zum Beispiel www.beispielseite.de/mobile.
  • Produktbeschreibungen oder Texte, die unverändert vom Lieferanten übernommen wurden.
  • Print-Versionen oder andere Seitenversionen, die von Google gecrawlt werden dürfen.

Externer Duplicate Content: Wie geht man mit Content-Diebstahl um?

Aber Duplicate Content kann nicht nur von der eigenen Seite kommen. Klassischerweise denkt man bei doppeltem Content tatsächlich eher an externe Seiten, die die eigenen Texte klauen und auf ihre Seite übernehmen. Natürlich kann es auch bei mehreren Seiten in ähnlichen Projekten zu Überschneidungen kommen. Presseportale sind ebenfalls eine häufige Quelle für Duplicate Content. Mit Tools wie Copyscape findest Du schnell und unkompliziert doppelte Inhalte auf Fremdseiten. Meist reicht schon eine E-Mail an den Webmaster, um das Problem zu lösen.

Fazit: Duplicate Content analysieren und auslöschen

Duplicate Content kann nerven – aber mit der Hilfe von verschiedenen Tools und einer professionellen Analyse findest Du sicher alle Fehlerquellen, die in die Falle führen. Das Problem betrifft viele Webseitenbetreiber – Du bist also nicht alleine.

Übrigens: Google hält sich recht bedeckt, was die Bewertung von doppeltem Content angeht. Die Sprecher für den Suchmaschinenriesen haben Andeutungen gemacht, dass die Crawler mittlerweile gut erkennen, wann Content wirklich geklaut ist und wann es nur um kleine Fehlerchen geht. Aber trotzdem ist es besser, erst gar keine Zweifel aufkommen zu lassen!

 

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Kritik an Content is King – eine Majestätsbeleidigung?

Wenn man uns mitten in der Nacht wecken und nach den Grundregeln von SEO fragen würde, dann wäre neben “Was soll das?” und “Wie kommt Ihr in unsere Wohnung?” vermutlich “Content is King!” eine der ersten Antworten. Aber warum eigentlich? Wer hat Content zum König gekrönt und stimmt das überhaupt? Ist Content ein alleinherrschender Despot oder vielleicht doch eher eine Demokratie? Content is King – Wir haben uns der Kritik an der Formel gestellt und überlegt, wie es besser gehen könnte.

Content is King – hat der Wahlspruch ausgedient?

Suchmaschinenoptimierung ist von jeher eine Disziplin, die sich aus zahlreichen Ebenen und Teilaspekten zusammensetzt. Mit der Zeit hat sich diese Unterteilung nur noch weiter ausgebildet. Heute zählt nicht nur das Linkbuilding und die technische Optimierung dazu, sondern auch Social-Media-Management und natürlich Content -Marketing. Aber weswegen haben die Inhalte eine so führende Rolle übernommen?

Content ist das Vehikel für so gut wie alle anderen Maßnahmen. Egal, ob SEA, Social Media oder Performance Marketing, alle Aspekte brauchen Content, um zu funktionieren:

  • Keywords müssen irgendwie auf die Seite gebracht werden. Bevorzugt passiert das natürlich über den Text. Das kann Blüten treiben wie bei Kategoriebeschreibungen mit einer sagenhaften Keyworddichte von 25 Prozent, aber auch subtil und angenehm passieren.
  • SEA ohne überzeugende Landing Pages und Ankertexte? Das könnte schwer werden. Anschauliche Bilder und Grafiken wirken einladend und das führt schließlich zum Ziel.
  • Backlinks müssen irgendwohin führen. Und ohne guten Content gibt es keine hochwertigen Verlinkungen.
  • Social-Media-Kanäle ohne Content wären wortwörtlich inhaltslos.

Eine Seite kommt im Zweifel ohne SEA aus, aber ohne Inhalte geht es eben schlicht und ergreifend nicht. Viele Maßnahmen im SEO beziehen sich auf den Content. Aber hat das wirklich etwas mit Content-Marketing zu tun?

Royale Erfolge mit Content-Marketing

Content-Marketing und SEO werden sehr oft miteinander vermischt, wie auch onlinemarketing.de festgestellt hat. Das hängt natürlich damit zusammen, dass die beiden eben untrennbar miteinander verbunden sind und es, wie so oft in unserer Branche, schwer ist, hier klare Trennlinien zu ziehen.

Content-Marketing als eigene Disziplin ist noch recht jung. Sie will sich bewusst vom eher technischen SEO und SEA abgrenzen und den User in den Fokus nehmen. Es geht um beratende Inhalte, die einen wirklichen Mehrwert liefern, um Unterhaltung, Spaß, Kommunikation und alles andere, was das Internet so schön macht. Die Inhalte sollen keine Werbung sein und auch nicht so wahrgenommen werden. Und da kommen wir an einen Punkt, der sicher viele Gemüter spalten wird:

Hat Content-Marketing seinen hohen Stand nur deshalb, weil es die Werbung effektiv verschleiert? Oder geht es wirklich und mit vollem Herzen immer um das Beste für den User?

Vieles, was unter Content-Marketing läuft, ist eigentlich nur SEO im netteren Gewand. Natürlich gibt es auch die richtig guten und neutralen Kaufberater, die Kunden unterstützen und ihnen Inhalte an die Hand geben, mit denen sie informierte Entscheidungen treffen können. Aber oft geht es um die pure Emotion, um Markenbindung via Tränendrüse und natürlich um die nackten Zahlen.

Masse gegen Klasse – und mittendrin die Suchmaschine

Content is King ist solange wahr, wie man sich um die beste Qualität bemüht. Aber in Zeiten von Contentschwemme, usergenerierten Inhalten und Textgeneratoren kann es schwer sein, an diese Regel zu glauben. Oftmals fallen Unternehmen dann eben doch in alte Reflexe zurück und freuen sich darüber, irgendwo auf der Seite charakterlose Texte einbinden zu können, um die Keywords unterzubringen. Es gibt genug Agenturen und SEO-Experten, die laut “Content is King” rufen und dann tot optimierte Texte, Bilder und Videos bereitstellen, die zwar auf dem Papier gut performende Inhalte sind, aber den User keinen Millimeter weiterbringen.

Das wird in Zukunft schwerer – und das ist gut so! Google lernt, Usersignale zu deuten. Und viele User lernen, mit Content-Marketing umzugehen. Daher gilt “Content is King” aktuell noch immer – die Frage ist nur, wann die Revolution kommt.

Fazit: Is Content King?

Content is King! Daran lässt sich nichts rütteln, weil das Internet eben nun mal aus Inhalten besteht. Die Frage ist, wie Werber und Suchmaschinenoptimierer mit ihren Inhalten umgehen und welche Schritte der Markt in Zukunft nehmen wird. Vielleicht werden die User gegenüber viralen Kampagnen und schlechtem Content mit der Zeit unempfindlicher. Vielleicht blüht die Welt der unauffälligen Werbung aber noch weiter auf. Eventuell sieht die Revolution aber auch so aus, dass sich der gute König Content weiterentwickelt und die User tatsächlich bei der richtigen Entscheidung unterstützt. Es wird spannend – und bis der König gestürzt wird, bekommt Ihr bei uns natürlich weiterhin ganzheitlichen Content, der Eure User wirklich interessiert!

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So lang muss Dein Text sein: Die optimale Länge von Content

Wer schon einmal einen langweiligen Artikel in einem Blog gelesen hat oder sich durch eine Soziologievorlesung gequält hat, weiß: Man kann auch mit vielen Worten nichts sagen. Deswegen steht seit Jahren die Länge von Content immer einmal wieder im Fokus der Aufmerksamkeit. Sind epische 1500-Wörter-Plus-Artikel wirklich die beste Wahl? Oder reichen auch 700 Wörter? Wir haben uns angeschaut, wie lang Texte für Blogs sein müssen und was Du beim Schreiben beachten muss.

Textlänge und Inhalt: Für immer verbunden?

Es hat sich mittlerweile sicher herumgesprochen, dass Google Texte mit mehr als 300 Worten erheblich boostet. Außerdem gibt es Statistiken, die besagen, dass auf den vorderen Plätzen im Ranking durchgehend Artikel mit mehr als 2000 Wörtern stehen. Sie beleuchten ein Thema besonders intensiv. Aber gilt das wirklich in jedem Fall und müssen wir unsere armen Leser deswegen mit Worten bewerfen? Ich denke nicht.

 

Die durchschnittliche Länge von Content auf den vorderen Rankingplätzen.

Die durchschnittliche Länge von Content auf den vorderen Rankingplätzen. (Quelle: serpIQ)

Textlänge und Inhalt müssen zusammen passen. Die sogenannten “epischen Artikel” mit mehr als 1500 Wörtern können entweder gut recherchierte tiefgreifende Reportagen sein. Oder eben mittelspannende Lektüren, bei denen Du irgendwann zum Fazit springst, weil Du unterwegs den Faden verloren hast. Sprich: Je länger der Artikel, desto mehr Arbeit, Zeit und Geld müssen hineinfließen. Der ROI ist deswegen nicht unbedingt besser, nur weil der Text besonders ausführlich ist.

Was soll Dein Text bewirken?

Wir zielen in unserem Blog auf eine durchschnittliche Textlänge von 600 bis 800 Wörtern. Das lässt sich bequem in etwa 5 Minuten durchlesen und sieht auf allen Bildschirmen gut aus. Wir machen uns keine Illusionen: Unser Blog ist wahrscheinlich nichts für einen intensiven Leseabend am Kaminfeuer mit dem eReader in der Hand. Und das soll er auch gar nicht sein.

Wir wollen, dass Du unsere Artikel in der Mittagspause in der Agentur durchlesen kannst oder beim Warten auf den Bus nach Feierabend. (Gut, das kann in Dresden durchaus manchmal dauern, aber eben nicht ewig).

Stell Dir in der Planungsphase die Frage, was Dein Text bewirken soll. Ist es ein kleiner Informationsartikel über ein interessantes Thema oder willst Du Dein Wissen über Dein Spezialgebiet teilen und keine Kompromisse eingehen? Daraus lässt sich nämlich ableiten, in welche Richtung die Textlänge bei Dir gehen soll.

10 Arten von Texten fürs Internet und ihre optimale Länge

  1. Tiefgehende Reportagen: Du willst Dein Wissen teilen? Gut! Wenn Du Expertenratschläge gibst oder Dich intensiv mit einem Aspekt beschäftigst, sprichst Du meist eine kleine Zielgruppe an. Die wird aber begeistert sein von so viel Engagement.  → mehr als 1500 Wörter*
  2. Erklärungen für Features oder Angebote: Du weißt alles über Dein Angebot. Die Kunst ist es, dieses Wissen und Deine Leidenschaft möglichst ansprechend für den Leser zu formulieren. Ein gutes Layout ohne Textwüsten hilft Dir dabei, den User einzufangen und die Lust auf Dein Produkt weiterzugeben. → mehr als 700 Wörter
  3. Blogartikel: Tob Dich aus! Es gibt fast keine Regeln, was die Länge von Blogartikeln angeht. Wichtig ist, dass sie Struktur haben: Zwischenüberschriften und Aufzählungen (wie diese hier!) erleichtern das Lesen.  → 500 bis 1000 Wörter
  4. Listicles im Blog: Viele Listicles haben eingebaute Bilder und sind dadurch automatisch recht lang. Die Länge ist wie beim Blogartikel flexibel. Durch die gute Struktur, die durch die Punkte gegeben ist, kannst Du mehr schreiben.  → 300 bis 600 Wörter
  5. Landing Pages: Eine Landing Page soll verkaufen. Wie bei der Produkterklärung musst Du dem Leser in schnellen Worten beibringen, warum Dein Produkt für ihn die richtige Wahl ist. Übertriebene Textwüsten schrecken ab. Strukturiere deine Informationen und füge aussagekräftige Bilder hinzu! → 300 bis 500 Wörter
  6. About-Me-Seite: Wusstest Du, dass viele User zuerst die „Über mich“-Seite angesteuern? Die Leser wollen mehr über den Kopf hinter dem Angebot wissen. Dabei geht es nicht um Deinen Lebenslauf. Es geht darum, wie Du zu Deiner Leidenschaft gekommen bist und was genau Du tun kannst, um die Bedürfnisse des Kunden zu befriedigen.  → 400 bis 600 Wörter
  7. Newsartikel: Es gibt etwas zu berichten? Dann halte Dich kurz! Newsartikel sind keine Analysen oder bieten keinen Ausblick. Sie stellen eine Neuigkeit vor und sollten sich möglichst schnell und unkompliziert lesen lassen.  → 250 bis 400 Wörter
  8. Facebook-Post: Die meisten Facebook-Beiträge, vor allem die mit Link, werden nach etwa 140 Zeichen abgebrochen. Dein Text sollte also von Anfang an überzeugen – oder kurz bleiben. → 50 bis 150 Wörter
  9. Produktbeschreibungen: Online-Shops leben von ihren Produktseiten. Eine aussagekräftige Beschreibung kurbelt die Conversion-Rate an und kann sogar einen positiven Effekt aufs Branding haben. Verdichte deinen Content auf etwa 100 Wörter, gerne mit einer Bullet-Point-Aufzählung. Das verkauft! → 75 bis 150 Wörter
  10. Micro-Copy: Ja, auch die kleinen Aufforderungen auf Buttons oder in der Navigation sind Content. Trotzdem sollte der Leser immer wissen, worauf er da klickt: Micro-Copy ist kurz und präzise. → 1 bis 3 Wörter

*Exakte Wortangaben bringen nicht viel – der angegebene Korridor ist eher eine Richtlinie als eine Regel.

Auf das Medium kommt es an

Bei der Länge von Content kommt es nicht nur auf die gewünschte Tiefe der Information an. Auch der Bildschirm, an dem Deine User den Text sehen, entscheidet über die ideale Länge. Desktop-User haben meist mehr Zeit und lange Texte lassen sich in der Regel auf einem großen Bildschirm angenehmer lesen (wenn die Formatierung stimmt). Mobile Endgeräte sind gerade bei längerem Content schwer zu bedienen.

Eine Sonderform ist das Tablet. Denn meist wird es explizit zum Lesen genutzt und kann deswegen nicht unbedingt mit einem Smartphone-Bildschirm verglichen werden.

Experten empfehlen, zumindest bei sehr langen Contentarten zwei Textvarianten zu schreiben. Einmal die ausführliche Version und einen gekürzten Artikel für Mobilgeräte. Per responsive Design entscheidet sich dann, welcher Artikel ausgegeben wird. Dann solltest Du unbedingt darauf hinweisen, dass es sich bei der Mobil-Variante um eine Kurzfassung handelt!

Infografik: Länge von Content auf verschiedenen Bildschirmen

 

Die Länge von Content auf verschiedenen Bildschirmen ist entscheidend.

Die Länge von Content auf verschiedenen Bildschirmen ist entscheidend.

Fazit: Die Länge von Content ist relativ

Gut, das ist jetzt wahrscheinlich keine befriedigende Antwort, aber die eine perfekte Contentlänge für jeden Bedarf gibt es einfach nicht. Man kann nie wissen, in welcher Situation ein Leser gerade über Deinen Text stolpert. Vielleicht sitzt er gerade in der Straßenbahn und hat fünf Haltestellen Zeit für Deinen Blog. Oder sie hat es sich gerade mit dem Tablet auf dem Sofa gemütlich gemacht und sucht nach einer längeren Lektüre. Vielleicht ist gleich die Mittagspause vorbei oder im Hintergrund piepst das WhatsApp-Fenster – man weiß es einfach nicht.

Deswegen ist es wichtig, bei der Länge von Content nicht (ausschließlich) taktisch zu denken, sondern es eben fließen zu lassen. So kommt für jeden Text genau die richtige Länge heraus. Dieser Text hat jetzt beispielsweise knapp 1000 Wörter (plus eine Infografik). Wenn wir jetzt noch mehr schreiben würden, würde es in Schwafeln ausarten – und das will ja keiner.

Habt Ihr einen Masterplan für die optimale Länge von Content? Lasst es uns in den Kommentaren wissen! 

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Die ultimative Roadmap für SEO-Texte

SEO-Texte im Blog – das klingt schon ein bisschen unanständig. Man denkt sofort an Keywordstuffing, Google-Hörigkeit und langweilige Massenware. Aber es sieht doch so aus: Jeder schreibt Texte im Internet. Aber logischerweise kann nicht jeder einzelne Text an der Spitze des Google-Rankings stehen. Deswegen ist es wichtig, auch auf die SEO-Optimierung zu achten – schließlich will Dein Blog nicht nur den Lesern gefallen, sondern auch Google ansprechen.

Wir haben für Dich eine Roadmap zusammengestellt, mit der wir unsere Texte produzieren – angefangen bei der Planung bis hin zum Absenden in die Welt des Internets. Das gilt natürlich nicht nur für Blogtexte – alle Formen von Content lassen sich so erstellen. 

1. Themenfindung und Contentplanung

Vor dem Texten sollte man denken. Muss man aber nicht. Spontane Textideen können genau so zünden wie ein sorgfältig geplanter Beitrag. Aber zumindest im großen Ganzen mit Blick auf den Blog sollte man schon so eine generelle Idee haben, welche Themen man bearbeiten will und wie man diese Themen mit dem Hauptgeschäft verknüpft.

Gerade bei Teams eignen sich da Tools wie Wunderlist perfekt. Jemand hat eine geniale Idee für einen SEO-Text im Blog? Zwei Klicks später liegt schon alles bereit für die weitere Arbeit. Auch ein Redaktionsplan ist immer eine gute Idee, solange er nicht zu starr und unflexibel ist. Denn dann kann man nicht mal eben schnell coole News aufgreifen oder einen spontanen, leidenschaftlichen Text schreiben.

2. Analyse und Keyword-Recherche

SEO lebt von Keywords. Der Content, und damit auch die SEO-Blogtexte, ist aber nicht nur für Google da. Sprich: Man muss die Balance finden zwischen Optimierung für die Suchmaschine und Leserfreundlichkeit. Sehr kleinteilige Longtailkeywords können super funktionieren – aber wenn sie auf Zwang unverändert in einen Text eingebaut werden sollen, dann klingt alles schnell nach seelenlosem Google-Futter.

Unsere Devise ist: Zuerst das Thema, dann das Keyword. Allgemein kann man sagen: Wenn man einen natürlichen Text über ein bestimmtes Thema schreibt, dann kann man davon ausgehen, dass alle relevanten Keywords enthalten sein werden. Deswegen kommt die eigentliche Optimierung für den SEO-Text erst noch einmal am Schluss.

3. Struktur ist alles

Bevor es losgeht, schreiben wir zuerst alle Sub-Überschriften und strukturieren den Text im Kopf vor. Dabei gibt es kein festes Schema. Mal passt eine Liste besser, mal gibt es klassische Zwischenüberschriften, mal bietet sich eine Bullet-Point-Liste an.

Der Text sollte am Ende fließen – nicht nur vom Content her, sondern auch in Sachen Struktur. Die Struktur ist vielleicht nicht das Wichtigste für die SEO-Optimierung, aber für den Leser ist sie umso wichtiger. Und darum sollte es auch gehen.

4. Schreiben, Schreiben, Schreiben

Das Thema steht, die Struktur ist aufgebaut, Du hast eine grobe Idee, wo Du mit den Keywords hin willst – aber trotzdem sitzt Du vor dem blinkenden Cursor und das Dokument bleibt leer? Das passiert jedem. Wichtig ist es, sich nicht entmutigen zu lassen. Hier gibt es verschiedene Techniken, um den Schreibfluss anzuregen:

  • Erst einmal einfach drauflos schreiben, ohne Rücksicht auf Rechtschreibung, Tippfehler oder Logik. Du kannst Deine Gedanken hinterher immer noch ordnen und umsortieren – solange erst einmal etwas da steht, mit dem Du arbeiten kannst.
  • Du hast keine Lust, ganze Sätze zu formulieren? Stichpunkte reichen auch erst einmal aus, um die wichtigen ersten Wörter aufs (virtuelle) Papier zu bringen.
  • Mache erst einmal etwas anderes, um Dich beschäftigt zu halten – die Ideen für gute Satzanfänge oder Gedanken kommen dann von ganz alleine. Manchen hilft ein Spaziergang, andere machen kurz die Wäsche. Alles, was für Dich funktioniert, ist okay.
  • Und ganz zu aller Not: Es gibt professionelle Texter, Blogautoren und Ghostwriter, die diesen Schritt gerne für dich übernehmen.

5. Verfeinern und Würzen

Das Schreibchaos muss nun gezähmt werden. Erster Schritt: Probelesen. Das eliminiert Tippfehler, logische Unklarheiten und unnötige Passagen. Rechtschreibchecks helfen hier enorm – oder Du nutzt unseren persönlichen Geheimtipp: Öffne Deinen Text in Google Translate und lasse ihn Dir von der freundlichen Computerstimme vorlesen. Damit findest Du jeden Tippfehler! Wenn der Text stimmt, kommt die eigentliche SEO-Optimierung.

WDF*IDF (Within-document Frequency/Inverse Document Frequency) optimiert SEO-Texte anhand verwandter Begriffe und der relativen Häufigkeit im Dokument. Klingt kompliziert, bedeutet aber eins: Welche Worte kommen in anderen, vergleichbaren Texten vor – und findet man diese Worte dann auch bei Dir? Sehr nützlich, um verwandte Begriffe zu finden und im letzten Schritt vielleicht noch in den Text einzubauen.

6. Meta-Tags und technische Kleinigkeiten

Zu guter Letzt: die Technik. Hier kommt die klassische SEO-Optimierung zum Tragen. Ist die Überschrift unique und enthält sie das Keyword? Gibt es eine Meta-Description? Haben alle Bilder einen alternativen Beschreibungstext? Auch die Kategorisierung im Blog gehört zu einem SEO-Text dazu. Wenn all das erledigt ist, und vielleicht noch einmal ein zweites Paar Augen über den Text gelesen hat, kann es auch schon losgehen – Zeit für die Veröffentlichung!

Fazit: SEO-Texte im Blog?

Klingt alles gar nicht nach Suchmaschinenoptimierung, sondern nach dem normalen Ablauf? Kein Wunder: SEO-Texte sind keine eigene Kategorie mehr. Jeder Text ist ein SEO-Text. All die negativen Aspekte, die man mit dem Begriff verbindet, sind schon lange nicht mehr aktuell. Eigentlich geht es bei der Suchmaschinenoptimierung nur noch darum, sich Gedanken zu machen, den Content richtig zu planen und optimal zu präsentieren. Dann rankt er von ganz alleine für die relevanten Keywords.

Wie steht ihr zu dieser sehr offenen Interpretation von SEO-Texten? Seht ihr es enger? Oder ist es gar nichts für euch? Lasst es uns in den Kommentare wissen!

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Growth Hacking mit Content: Reichweite steigern in 5 einfachen Schritten

Wer wünscht sich keine Fluten an Usern, die vollkommen freiwillig auf den eigenen Blog kommen, die eigenen Inhalte lesen, die Reichweite steigern, vielleicht sogar einen Kommentar da lassen und einen Mehrwert aus dem Content auf der Seite ziehen? Mit Growth Hacking wird dieser Wunschtraum zur Realität – zumindest, wenn man ein paar einfachen Schritten folgt. 

Growth Hacking klingt zwar hypermodern, dynamisch und schrecklich kompliziert, aber ganz so schlimm ist es dann doch nicht. Der Begriff beschreibt einfach nur schlaue Tricks, um das Wachstum anzukurbeln. In unserem Falle: Reichweite steigern, für mehr Interaktionen sorgen und die User glücklich machen. Klingt gut, oder?

1. Seite aufbauen

Content ist King. Aber der König muss standesgemäß residieren. Auf einer Seite könnten sich die besten Inhalte des Internets verstecken – aber wenn das Design schrecklich, die Ladegeschwindigkeit mies und die Optik erschlagend ist, dann wird niemand gerne auf der Seite stöbern. Um die Reichweite steigern zu können, muss also erst einmal der Grundstock geschaffen werden: Ein schönes Nest, in dem der Content es sich gemütlich machen kann. Cleanes Design, klare Formen und Logos, und natürlich eine freundliche Bedienung gehören unbedingt dazu.

2. Content erstellen

Der Dreh- und Angelpunkt beim Reichweite steigern mit Content ist logischerweise der Content. Wir sprechen hier erst einmal nur von Texten, aber natürlich zählen auch Videos, FAQs und Quiz zum Content-Marketing.

Beim Growth Hacking geht es darum, die besten Resultate zu erzielen. Zahlreiche Guides werden nicht müde zu erwähnen, dass Google Inhalte mit mehr als 2450 Wörtern besonders hoch ranken lässt. Das liegt aber nicht an Googles Liebe zu langen Texten, sondern daran, dass so lange Artikel meistens gut recherchiert und strukturiert sind und ein Thema recht umfassend behandeln. Das bedeutet NICHT, dass es der absolut einzig wahre Königsweg ist. Auch kürzere Artikel können knallen, wenn der Mehrwert für den Leser stimmt.

Grundsätzlich gibt es ein paar Tipps, die man für richtig guten Content beachten sollte, um seine Reichweite zu steigern:

  • Relevanz, Mehrwert, Zusatznutzen: Der User sollte etwas von deinen Inhalten bekommen – und wenn es ein gutes Gefühl ist, weil du eine gute Geschichte erzählst.
  • Evergreen-Content, der immer relevant ist, bringt auf lange Sicht mehr (siehe Punkt 5!).
  • Schärfe dein inhaltliches Profil! Wenn du einen Blog über Schreibtipps im Internet hast, dann schreibe auch bitte nur über Schreibtipps im Internet und nicht über dein neues Lieblingsrezept.
  • Gut strukturierter Content wird öfter geklickt als Textwüsten. Überschriften, Listen, Bulletpoints – alles gut im Kampf um mehr Reichweite.
  • Nichts ist unattraktiver als eine verwaiste Webseite. Auch wenn die Interaktionsraten (noch) nicht so gut sind – nicht entmutigen lassen und weiterschreiben! Eine aktive Seite zieht automatisch Leser an.

3. Inhalte und Links verteilen

Irgendwie müssen die User auch erst einmal auf die Idee kommen, deine Seite zu besuchen und deine mühevoll geschriebenen Inhalte zu lesen. Für diesen Schritt bietet sich natürlich Social Media an. Die eigene Facebook-Seite ist schon einmal ein guter Start, aber auch Twitter oder Tumblr sind eine gute Idee. Mit Hashtags sorgt man dafür, dass der Post unter verschiedenen Schlagwörten auftaucht.

ABER: Es nützt nichts, den Link zum neusten Blogartikel gleichzeitig auf Twitter, Tumblr, Facebook, E-Mail, Newsletter, Pinterest, Snapchat, Instagram und per Brieftaube zu verteilen. Viel besser ist es, gestaffelt vorzugehen. Alle Social Media-Plattformen haben unterschiedliche Nutzungszeiten. Verteile die Links zu deinem Post lieber gleichmäßig über die folgenden Tage, um möglichst viele potenzielle Leser zu erreichen. Auch die, die zu unterschiedlichen Zeiten wach sind.

4. Interaktion

Eine weitere Möglichkeit, die eigene Reichweite zu steigern, ist der Link bei anderen Bloggern oder auf anderen Seiten. Aber bitte nicht einfach plump den thematisch halbwegs passenden Link in die Kommentare setzen, sondern wirklich interagieren und etwas beitragen!

Aber du kannst für mehr Reichweite nicht nur mit anderen Bloggern und Profis interagieren, auch die Interaktion mit deinen Usern ist enorm wichtig. Denn zum einen steigert das die Bindung zu dir und deinen Inhalten. Zum anderen gibt das weiteren Usern ein gutes Gefühl, wenn kein Kommentar unbeantwortet bleibt.

5. Recycling und Überarbeitung

Hin und wieder kann es nützlich sein, alte Artikel noch einmal zu verlinken oder ihnen ein Social-Media-Spotlight zu gönnen.

Effektives recyclen hat nicht nur den Vorteil, weniger Arbeit zu verursachen, es ist auch durchaus realistisch, dass viele (Neu-)User noch gar nicht alle guten Artikel aus der Vergangenheit kennen oder durch Zufall so über eine Perle aus dem Archiv stolpern. Desweiteren sorgt das vor allem auf Facebook für eine aktive Timeline. Alles gute Aspekte, die die Reichweite steigern!

Damit deine Inhalte auch in der schnellen Welt des Onlinemarketings relevant bleiben, sollte man gelegentlich seine alten Evergreens durchgehen und die mit neuen Informationen ausstatten. Diese Contentpflege wird sicher nicht unbemerkt bleiben und sorgt dafür, dass auch ältere Artikel als Publikumsmagnet wirken können.

Fazit: Reichweite steigern leicht gemacht

Vielleicht ist es ja gar nicht so einfach. Denn wenn es so einfach wäre, dann würde es ja jeder so machen. Diese 5 Schritte sind nur der Anfang auf dem Weg zum Growth Hacking – wichtig ist es, sie auch durchzuhalten. Denn über Nacht kommen nicht plötzlich Lawinen von neuen Usern dazu (außer natürlich, man wurde an prominenter Stelle erwähnt oder verlinkt). Reichweite steigern ist ein Marathon, kein Sprint. Ein guter Plan und eine konsequente Strategie sind die besten Wege, um die eigene Reichweite langsam, aber stetig zu erhöhen.

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Instagram Stories vs. Snapchat – die Fakten

Instagram hat mit Instagram Stories ein Feature erschaffen, das Snapchats Kernkonzept erstaunlich ähnlich sieht (Manche würden sagen: Ein Feature, das komplett von Snapchat geklaut wurde). Und wie üblich bei neuen Social-Media-Konzepten stellt sich hier die Frage, was man damit alles anstellen kann. Ist Instagram Stories der neue heilige Gral in Sachen Onlinemarketing oder sollte man bei Social Media lieber auf Snapchat setzen? Wir wagen den Vergleich!

Bitte recht persönlich: Branding und mehr bei Snapchat

Beide Plattformen haben eines gemeinsam: Sie geben einer Company ein Gesicht. Denn egal, ob man als kleines Start-Up durchstarten will oder einen großen Konzern mit Persönlichkeit ausstatten möchte – auf Snapchat sind erst einmal alle gleich.

Snapchat bietet Gesichtsfilter, animierte Sticker, Glitzer und Flitter und allerhand andere Möglichkeiten, die eigene Story zu gestalten. Vorproduzierte Clips werden markiert und kommen nicht so gut an. Besser sind authentische Live-Bilder, die in die Story passen und so tagtäglich eine Geschichte erzählen. Hier sollte man sich ruhig von den großen Playern inspirieren lassen.

Instagram Stories – das erwachsene Snapchat?

Kurze Clips mit maximal 10 Sekunden Laufzeit, die sich nach einem Tag selbst löschen und die man mit Filtern und Texten bearbeiten kann. Klingt bekannt? Das Konzept von Instagram Stories ähnelt Snapchat enorm. Seit das neue Feature Mitte 2016 eingeführt wurde, sind zahlreiche Influencer komplett zu Instagram abgewandert. Der Grund? Zum einen haben sie mit Instagram nun quasi zwei Apps in einer. Wo sie vorher Instagram mit Bildern und Snapchat mit Snaps füllen mussten, geht nun beides von einer App aus. Ein ziemlich genialer Schachzug von Facebook, dem Instagram gehört!

Aber natürlich haben sich bei beiden Plattformen Unterschiede herausgebildet, trotz des sehr ähnlichen Leistungsumfangs. So ist die Userbase bei Instagram älter (30- bis 49-jährige machen 28 Prozent der User aus) und eine hohe Qualität bei den Bildern gewohnt.

Duell der Giganten – Instagram Stories vs. Snapchat

Aber was können die beiden Plattformen denn jetzt genau und wofür eignen sie sich? Wir haben uns einmal die Möglichkeiten angeschaut:

Was spricht für Snapchat?

Auf Snapchat kann man sich kreativ austoben. Albernheit, Humor und Abwechslung spielen hier die Hauptrolle. Alles, was zu erzwungen oder gestaged wirkt, entspricht nicht dem Geschmack der User. Alles soll natürlich sein oder wenigstens so wirken. Daher ist es ideal, wenn der Content auf Snapchat sehr persönlich gestaltet wird – der Mitarbeiter mit dem Handy in der Hand also zum Markenbotschafter wird.

Aber wenn das Profil dann einmal läuft, hat man eine einzigartige Kommunikationsmöglichkeit mit den Usern – ganz frei von Zwängen und sehr natürlich. Perfekt für das Branding, besonders bei jungen Unternehmen!

Einsatzmöglichkeiten für Snapchat:

  • (lustige) Ausschnitte aus dem Büroalltag (Kaffeemaschine streikt, NERF-Gun-Battle, Langeweile im Meeting)
  • Follow-me-Around mit verschiedenen Abteilungen
  • Q&A zu sensiblen Themen (immer mit Facefilter, man will ja nicht langweilig sein.)

Was spricht für Instagram?

Instagram profitiert sehr von der schon anwesenden Userbase von 600 Millionen aktiven Nutzern. Das erhöht natürlich auch die potenzielle Reichweite enorm. Auch in Sachen Paid Content ist Instagram vorne mit dabei und lässt sich über den Power Editor von Facebook mühelos steuern.

Die gefühlte Wertigkeit des Contents ist hier höher. Es geht weniger albern zu und die User sind Marketing-Inhalten gegenüber viel offener, suchen sogar aktiv nach ihren Lieblingsmarken und interagieren auf freiwilliger Basis.

Einsatzmöglichkeiten für Instagram Stories:

  • Backstage und Behind the Scenes-Bilder aus dem Arbeitsalltag (gerne Hochglanz und gut produziert)
  • Livestreaming à la Periscope mit Livechat
  • Content mit direkten Verlinkungen zum Shop

Fazit: Die “richtige” Plattform ist…

…keine von beiden. Social Media Marketing mit Instagram oder Snapchat sollte nicht für sich alleine stehen. Es ist viel eher der passende Kanal für “Behind the Scenes”-Material, der das “offizielle” Marketing ergänzt.

Attraktiv sind zweifelsohne beide Kanäle. Es geht dabei ja nicht nur um den reinen Funktionsumfang von Instagram versus Snapchat, sondern in gewisser Weise auch um das Image. Instagram Stories ist professioneller, die Userbase erwachsener und die User erwarten ein etwas werblicheres, offizielleres Auftreten.

Snapchat dagegen ist DER Kanal für junge Kunden. Wer also einen Snapchat-Kanal prominent verlinkt und bewirbt, der sagt: “Schaut her, ich bin jung und cool und sehr nahbar! Hier könnt ihr authentische Albernheit erwarten!”. Die User erwarten hier ein menschliches, persönliches Auftreten.

Auf welche Plattform man nun also seine Kraft konzentriert, hängt ganz davon ab, wie der eigene Geschmack aussieht und was besser zum Markenimage passt. Oder denkt ihr, dass es einen ganz klaren Gewinner im Kampf Instagram vs. Snapchat aus Marketing-Sicht gibt? Lasst es uns in den Kommentaren wissen!

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Storytelling im Onlinemarketing – von der Kunst, Geschichten zu erzählen

Storytelling ist der Content-Trend 2017 – daran gibt es keinen Zweifel. Die Kunst des Geschichtenerzählens ist in aller Munde und wird als DER Hype im Onlinemarketing gefeiert. Aber wie genau funktioniert Storytelling und gibt es spezielle Regeln für richtig gute Geschichten? Wir schauen uns die besten Beispiele für gelungenes Storytelling im Onlinemarketing an und geben Tipps für Deinen Erfolg.

Eine Geschichte über keine Geschichte

Ich habe lange überlegt, mit welcher Geschichte ich in einen Artikel über Storytelling einsteige. Viele andere Blogger bevorzugen klassische Lagerfeuer-Geschichten mit einer klaren Moral, die sich auf “Storytelling funktioniert super” herunterbrechen lässt. Ich bin durch die Wohnung gelaufen, habe vor lauter Verzweiflung sogar freiwillig den Abwasch gemacht und bin schließlich in der Badewanne gelandet, um mich inspirieren zu lassen. Aber ist es nicht auch Storytelling zuzugeben, dass ich auf der Suche nach einer guten Geschichte eben keine Geschichte gefunden habe?

Es ist eine hohe Kunst, Geschichten gut zu erzählen. Wir alle haben diese eine Person im Freundeskreis, die einfach reden und reden und reden kann und man sich kaum von ihren Lippen lösen will. Einfach alles, was sie erzählt, klingt lebendig und spannend. Man fühlt sich beim Zuhören so, als wäre man selbst dabei gewesen. Aber kann man dieses Charisma auch auf Content übertragen?

Der Nutzen von Storytelling im Onlinemarketing

Geschichten machen Unternehmen und Ideen lebendig. Sie geben einem gesichtslosen Produkt einen Charakter. Etwas, das die User damit verbinden können. Und werden! Denn es ist wissenschaftlich bewiesen, dass Emotionen dabei helfen, Erinnerungen abzuspeichern. Daher arbeiten zahlreiche Werbefilme und Imagevideos sehr großzügig mit Musik, Bildern und allen anderen Methoden, um Emotionen zu wecken. Bestes Beispiel: Der Imagefilm des Dresdner Striezelmarktes.

Hier wurde wirklich alles getan, um die Emotionen anzusprechen. Die Geschichte wird ohne Worte erzählt, und sie braucht auch gar keine Worte. Kinder, Weihnachten, Lichtermeer – man hat das Gefühl, direkt auf dem Altmarkt zu stehen und den Glühwein zu riechen. Und nicht wenige, die sich das Video angeschaut haben (inklusive mir), werden vielleicht sogar ein paar Tränchen vergossen haben, als das Räuchermännchen aus der Tasche fällt und im Staub liegen bleibt.

Aber was genau war denn nun der Zweck des Videos? Mit Sicherheit nicht, dass wir jetzt alle aufstehen und den Striezelmarkt besuchen – zumindest nicht kurzfristig. Es geht um Standortkommunikation und Stadtmarketing – Markenbildung, sozusagen. Und hier spielt das Storytelling im Onlinemarketing seine größten Trümpfe aus! Die Betrachter des Videos sollen förmlich die Vorfreude auf Weihnachten spüren, und diese Vorfreude mit Dresden verbinden. Dresden, die Weihnachtsstadt – mit diesem Video wird dieser Ruf in den Köpfen der Menschen zementiert.

5 Tipps für Storytelling, das wirklich ankommt

  1. Bitte nicht übertreiben! Klar, die wirklich viral erfolgreichen Storytelling-Kampagnen (wie zum Beispiel von Edeka letztes Jahr) sprechen die Tränendrüsen an, aber um das kunstvoll und professionell zu machen, braucht es eine ausgereifte Strategie und einen hohen Produktionswert.
  2. Storytelling funktioniert nicht nur in Videos. Auch in Texten kann man Geschichten erzählen. Aber bitte nur, wenn es auch wirklich passt – jeder Leser merkt sofort, wenn man eine Geschichte erfunden hat, nur um Storytelling im Onlinemarketing zu nutzen.
  3. Geschichten folgen einem bestimmten Aufbau: Einleitung, Konflikt, Auflösung des Konflikts, Schluss. Und wenn ein Element fehlt, wirkt die Geschichte nicht vollständig.
  4. Storys brauchen Helden! Die Ich-Perspektive ist ein guter Weg, um Geschichten zu erzählen, weil man so automatisch gezwungen ist, etwas von sich preiszugeben. Und das weckt Sympathien!
  5. Und die Moral von der Geschichte? Natürlich kann man im Schlussteil der Geschichte das Storytelling nutzen, um auf die unübersehbaren Vorteile der eigenen Marke hinzuweisen. Oder man lässt es einfach und lässt die Geschichte für sich wirken – ohne dem Leser eine erzwungene Moral aufzubürden.

Fazit: Eine Geschichte über Storytelling

Begonnen habe ich unsere kleine Geschichte über das Storytelling im Onlinemarketing mit meinen Problemen, eine passende Story zu finden. Ich bin alle Möglichkeiten im Kopf durchgegangen, und letztendlich habe ich mich dazu entschieden, Euch von genau diesen Problemen zu erzählen. Eine erzwungene Story nützt niemandem etwas, aber eine wirkliche Geschichte darüber, wie dieser Artikel entstanden ist und wie ich es geschafft habe, einen Einstieg zu finden – das klingt doch eigentlich ganz interessant, oder? Und genau das ist die Macht vom Storytelling im Onlinemarketing!

Was sind Eure Tipps, um die perfekte Story zu finden? Lasst es uns in den Kommentaren wissen!