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Die 10 schlimmsten SEO-Sünden, für die Du in die Hölle kommst

Du sollst nicht lügen, Du sollst nicht stehlen, Du sollst nicht begehren illegal zugekaufte Backlinks: In der schillernden Welt der Suchmaschinenoptimierung gibt es absolute No-Gos, die sich negativ auf Dein Ranking oder Dein Karma-Konto auswirken. Das reicht von technischen Fehltritten über strategische Fettnäpfchen bis hin zur Kleinigkeit mit großen Folgen. SEO-Fehler kosten wertvolle Plätze im Ranking. Wir haben für Dich die Top 10 der SEO-Sünden zusammengestellt. Und, in wie vielen Punkten entdeckst Du Dich wieder?

1. Billige, eingekaufte Backlinks machen den Großteil Deiner Linkstruktur aus

Google kennt mittlerweile wirklich jeden Trick, mit dem schlaue Marketer das natürliche Linkwachstum imitieren wollen. Und der Suchmaschinenriese ist gar nicht begeistert über Backlink Farmen und andere Tricks. Das Ergebnis: Konsequente Rankingstrafen und im schlimmsten Fall Deindexierung. Das gilt übrigens auch für Artikelverzeichnisse und Presseportale: Der Rage Rank dieser Seiten ist in der Regel unterirdisch. Und im schlimmsten Fall vererbt sich das auf Deine Seite. Deswegen: Augen auf beim Linkkauf!

Besser: Sparsame, aber dafür hochwertige Links auf Seiten, die thematisch zu Dir passen.

2. Du sparst am Content und siehst ihn als Vehikel für Keywords

Kein Mensch ließt die Texte im Internet – oder? Tatsächlich scannen viele User die Inhalte einer Webseite. Warum solltest Du trotzdem in guten Content investieren? Weil schöne Texte viel mehr bieten als schnöden Platz für Keywords. Sie verwandeln Leser in Fans, die gerne wiederkommen und Deinen Worten lauschen. Mit passendem Content bringst Du die Seele Deines Unternehmens zum Ausdruck und sagst dem Kunden, was er bei Dir erwarten kann. Deine Texte sind die erste Begegnung der User mit Deiner Seite – also gestalte sie einladend!

Besser: Professioneller Content, der mit einer dezenten WDF*IDF-Optimierung glänzt und den menschlichen Leser anspricht.

3. Keywords werden mit der Gießkanne im Text verteilt und kaum abgewandelt

Klar, ohne Keywords geht gar nichts. Schließlich willst Du bei Google gefunden werden. Aber die Zeiten, in denen eine Keyworddichte von 10 Prozent „noch ein bisschen zu niedrig angesetzt“ war, sind (gottseidank!) vorbei. Google ist schlauer geworden: Es erkennt Flexionen, also gebeugte oder leicht abgewandelte Begriffe, und legt großen Wert auf Synonyme. Usersignale spielen ebenfalls eine große Rolle – und der menschliche Leser weiß, worum es in einem Text geht, auch wenn Du auf massenhafte Keywords verzichtest. Keywordstuffing zählt zu den schlimmsten SEO-Sünden, für die Du auf jeden Fall in die Hölle kommst.

Besser: Keywords kommen in die H1, den ersten Absatz und in mindestens eine Zwischenüberschrift. Abseits davon nur, wenn es sich im Text eben ergibt.

4. Meta-Informationen im Title-Tag sind egal, die sieht eh keiner

Doch! Der Title-Tag ist sogar das allererste, was ein User sieht, wenn er Deinen Artikel oder Deine Seite auf Google entdeckt. Wenn der Nutzer sonst nichts liest – die ersten Worte des Title-Tags werden IMMER gelesen, wie Heatmap-Studien untermauern. Deswegen sollte hier schon klar sein, worum es geht. Und: Der Meta-Title darf nicht zu lang sein! 70 Zeichen sind das absolute Maximum. Idealerweise findet sich da nicht nur das Keyword, sondern auch noch der Brandname. Ein Call-to-Action findet in der Meta-Description seinen Platz.

Besser: Der Meta-Tag hat 70 Zeichen, beginnt mit dem Keyword oder zieht die Aufmerksamkeit anderweitig auf sich.

5. Bilder auf der Seite sollen gut aussehen und sonst keine Arbeit machen

Bilder gehören unbedingt zur SEO-Optimierung. Und doch lauern hier die meisten SEO-Sünden, wie eine Studie von Mysiteauditor zeigt: 67 Prozent der analysierten Seiten hatten keine Bilder mit Alt-Tag. Der ist aber extrem wichtig: Google hat keine Augen und weiß daher (noch) nicht, was auf einem Bild abgebildet ist. Darum soll der Alternativtext eine treffende Bildbeschreibung abgeben. (Übrigens: Das ist nicht nur gut für die Crawler der Suchmaschine, auch blinde oder sehbehinderte Menschen freuen sich über einen Alternativtext.) In sagenhaften 81 Prozent aller Fälle fehlte das Keyword im Bildnamen.

Besser: Alternativtext und Bildname sollten das Keyword enthalten und treffend sein. Der Dateiname des Bildes sollte mit Bindestrichen geschrieben sein, nicht mit Leerzeichen oder Unterstrichen.

6. Überschriften setzt Du nach Gefühl, es gibt keine Headline-Struktur

Zwischenüberschriften strukturieren Deinen Text für den Leser und für die Suchmaschine. Deswegen legt Google ganz besonders großen Wert auf eine klare Struktur. Das ist wirklich einfach:

  • Es gibt auf jeder Seite genau eine H1.
  • Zwischenüberschriften sind mit H2 und H3 strukturiert.
  • Fettungen machen den Lesern das Leben einfacher.

Mehr darüber, wie Du Struktur in Deinen Content bringst, liest Du in unserem Beitrag zu einer guten Struktur für Content.

7. Deine Seite hat den technischen Standard wie zu Ihrem Release im Jahr 2011

Flash ist für Suchmaschinen nicht lesbar. Vor einigen Jahren basierten noch zahlreiche Seiten auf dem Animationssystem. Heute gibt es elegantere, schnellere und erheblich schönere Lösungen, die nicht zu schlimmen SEO-Fehlern führen. Flash ist out! Zudem solltest Du auf allzu filigranes Inline CSS verzichten, weil es Deine Seite langsam macht.

Besser: Statt flashy und aufwendig sollte eine Seite heute vor allem agil sein. Setze daher lieber auf komprimierte Daten und die Optimierung Deiner Ladezeiten.

8. Page-Speed ist Dir egal: Die User haben doch gute Internetverbindungen!

Aber warum ist die Ladegeschwindigkeit Deiner Seite so extrem wichtig? Schließlich haben die meisten User mittlerweile leistungsstarke Internetverbindungen – da kann das Webdesign gerne mal ein wenig mehr Ressourcen fordern, oder? Nein: Du solltest Dich immer am schwächsten vorstellbaren Gerät orientieren. Stell Dir vor, Du lebst in Dresden-Blasewitz, wartest seit 25 Jahren auf den Glasfasernetzausbau und musst Deiner Seite erst einmal 5 Minuten beim ruckelnden Laden zuschauen. Das macht keinen Spaß.

Besser: Agil, schnell, einfach: Das sind die Schlagworte für mehr Page-Speed.

9. Mobile Seitenvarianten gibt es nicht, das Design passt sich schon von alleine auf Smartphones an!

Gut gemachtes responsives Webdesign kann sich tatsächlich automatisch an den Bildschirm anpassen. Das muss erst einmal programmiert und eingefügt werden. Mobile Seitenversionen entstehen nicht natürlich, sondern benötigen Planung und Entwicklungszeit – erst dann kann Deine Seite mobil strahlen.

Besser: Kümmere Dich einmal kurz darum, dass Deine Seite auf allen Geräten läuft und werde von Google für eine mobile Webseite belohnt!

10. Google hat keine Augen, das Webdesign ist also zweitrangig

Google mag blind sein, aber Google ist nicht doof: Natürlich wissen die Crawler, wie die Seitenstruktur aussieht und wie Deine Menüführung funktioniert. Und es gibt noch einen weiteren Grund, warum das Webdesign natürlich nicht egal ist: Du entwickelst ein Produkt für Menschen. Und die sehen durchaus, ob ihnen Dein Design gefällt oder ob sie den Tab schnell zumachen. Dazu kommt noch, dass Google Usersignale wertet: Wenn ein Nutzer wegen Deines Designs den Rückzug antritt, bewertet Google das schlecht.

Besser: Das Design regelmäßig anpassen und in die Neuzeit bringen.

Fazit: SEO-Sünden lassen sich leicht vermeiden

Und, ertappt? Natürlich werden die wenigstens Menschen wirklich alles falsch machen. Schließlich arbeitet Google daran, möglichst gut zu verstehen, was in den Köpfen der User vor sich geht. Aber es gibt zahlreiche Studien, laut denen zwischen 29 und 81 Prozent (!) der Webseiten Probleme mit technischen Feinheiten haben. Das kostet wertvolle Plätze im Ranking. Mit einem kritischen Blick auf die eigene Webseite kannst Du solche Fettnäpfchen vermeiden. Dein Webseiten-Audit sollte aus vier Komponenten bestehen:

  • Bestandsaufnahme: Was performt gut, was funktioniert gar nicht?
  • Technischer Check: Laufen alle Systeme so schnell sie können?
  • Tiefgehende Analyse: Gibt es Links oder Content, die Dein Ranking runterziehen?
  • Blick von außen: Was sagen potenzielle User oder Kunden zu Deinem Design?

Alles beachtet? Dann hast Du eine richtig gute Basis, ganz ohne Fehler oder SEO-Sünden, die Dein Ranking unnötig belasten.


Gibt es SEO-Sünden, die sich immer wieder bei Euch einschleichen? Was tut Ihr dagegen? Lasst es uns in den Kommentaren wissen! 

 

 

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Unschlagbare Trends für gute Usability, die nie alt werden

Benutzerfreundlichkeit: Kaum etwas hat einen größeren Einfluss auf die Zufriedenheit des Kunden. Und hier sind es vor allem die kleinen, versteckten Annehmlichkeiten, die den besten Effekt haben können. Gute Usability ist mehr als nur Webdesign. Es ist die Art, kundenzentriert zu denken. Ein paar Trends haben sich in den letzten Monaten durchgesetzt und zeigen, wie schön kluge Ideen umgesetzt werden können. Und gutes Design ist abseits aller Trends immer beeindruckend einfach! Wir zeigen Euch unsere liebsten Usability-Trends, die einfach nie alt werden.

So schön einfach: Nehmt den User an die Hand!

Menüführung ist schon seit Anbeginn des Internets ein spannendes Thema. Aber die beste Menüführung ist gar keine Menüführung! Idealerweise findet sich der User ganz ohne Beschriftungen auf der Seite zurecht. Vielleicht wählt Ihr auch ein seitenloses Design aus, das lediglich einzelne Sprungpunkte bietet. Die Navigation soll es so einfach und intuitiv wie möglich machen, sich auf Eurer Seite zu bewegen. Kreative Lösungen fühlen sich dabei organisch und natürlich an. Definitiv out sind ellenlange Menüs mit einzelnen Unterseiten, die fein säuberlich aufgereiht da stehen. Interaktion ist das Zauberwort! Der User sollte sich auf Eurer Seite nie verirren, sondern immer den richtigen Weg finden. Mit einer tiefgehenden Analyse der Seitenstruktur lässt sich voraussagen, wie ein User sich bewegt und wie Ihr diesen Weg optimieren könnt.

Charakterstarke Usability-Trends mit Persönlichkeit

Minimalismus ist out! Lange Zeit dominierten einfache Webseiten ohne Ecken, Kanten und erkennbaren, eigenen Stil. Diese Seiten waren zwar leicht zu navigieren, aber letztendlich austauschbar und seelenlos.

Das Trend-Pendel schwingt (zum Glück!) wieder in die andere Richtung: Persönlichkeit und Individualität werden belohnt! Erkennt man Eure Seite auch noch, wenn man den Bildschirm schwarz-weiß macht und die Bilder und Fotos entfernt? Strahlt Eure Seite einen unverwechselbaren Flair aus, der die Kunden anspricht? Das ist für die Usability nämlich genau so wichtig wie eine gute Menüführung oder ein eingängiges Design.

Das gilt übrigens nicht nur für die Usability und das Webdesign: Auch Texte und Bilder profitieren von einer eigenen Stimme oder einem eigenen Stil. Stockfotos und Phrasen sind definitiv kein Mittel, um in Zukunft bei den Nutzern zu punkten.

Natürlich künstlich: Wie AI und UX zusammenpassen

Künstliche Intelligenz ist noch ein ziemlich junger Trend. Aber gerade durch seine unterschiedlichen Einsatzzwecke kann die AI quasi überall angewendet werden und das Leben der User verbessern. Das muss nicht einmal ein fortgeschrittener Chatbot sein, der sich mit dem Nutzer unterhält. Künstliche Intelligenz ist auch, wenn der Onlineshop perfekt funktioniert und man die Schritte des Kunden vorhersagen kann. Idealerweise hält das auch noch die Ladezeiten sehr gering, weil die AI hinter der Programmierung schon einmal die wahrscheinlichsten Zielseiten vorbereitet. Der User merkt davon vielleicht nichts – aber indirekt profitieren so alle von dem neuesten Trend in Sachen Usability

Fazit: Gute Usability macht alles schöner

Das Wichtigste an guter Usability ist die stetige Weiterentwicklung der Seite und der Technik, die dahinter steht. Regelmäßige Analysen zeigen Schwachstellen auf, die mit wenigen Tricks aus der Welt geschafft sind. Neben der Nutzerfreundlichkeit hat die Usability noch einen weiteren Aspekt: Je weniger User eine Seite frustriert schließen, weil sie zu lange lädt oder zu unübersichtlich ist, desto wahrscheinlicher wird die Conversion. Usability-Tests nehmen die ganze Seite in den Blick und unterstützen Euch so dabei, Euren Nutzern die bestmögliche Erfahrung zu bieten. Und das ist am Ende nicht nur gut für die Besucher der Seite, sondern auch für Euch.

 

 

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Die wichtigsten Google-Rankingfaktoren 2017

SearchMetrics ist mit seiner Analyse zu den jährlichen SEO-Trends und den wichtigsten Rankingfaktoren des Jahres ein wichtiger Wegweiser in der Welt der Suchmaschinenoptimierung. Dieses Jahr könnte aber alles anders werden – denn Google setzt bei den Rankingfaktoren 2017 auf individuelle Signale von RankBrain. Ist die Zeit der großen SEO-Trends vorbei? Wir haben uns die Studie einmal angeschaut.

Bye-Bye Rankingfaktoren? SEO wird immer komplexer

Das aktuelle Whitepaper von SearchMetrics stellt die SEO-Welt auf den Kopf. In einer übersichtlichen Infografik wird hier mal eben erläutert, was eigentlich recht einfach zu sagen ist: Rankingfaktoren, wie wir sie kennen, gibt es nicht mehr. Es ist da nur konsequent, dass auch in der zugehörigen Studie auf eine allgemeingültige Aussage zu den Rankingfaktoren 2017 verzichtet wurde. Der Fokus liegt im Gegensatz zu 2016 heute eher auf einzelnen Branchen.

Rankingfaktoren 2017 Infografik

Aber warum ist das so? SEO wird immer komplexer. Google hat besonders mit RankBrain die Möglichkeit geschaffen, Usersignale in Echtzeit auszuwerten und zu verarbeiten. Das Ergebnis ist ein immer passgenaueres Suchergebnis für so gut wie jede Anfrage. Aber gleichzeitig bedeutet das auch, dass alle anderen Signale – Backlinks, Keywordverteilung, Social Signals – immer unwichtiger werden. Es ist fast unmöglich geworden, Suchergebnisse mit irgendwelchen technischen Tricks zu manipulieren – denn der User gibt jetzt den Ton an.

Immer im Trend: Technische Rankingfaktoren

Aber das heißt nicht, dass die Technik gar keine Rolle bei den Rankingfaktoren 2017 spielen würde. Im Gegenteil: Es zeigt sich ziemlich deutlich, dass die technischen Standards für Webseiten einen gewaltigen Einfluss auf das Ranking haben. Denn einige Must-haves aus dem technischen Bereich werden bald zur Baseline erhoben – und wenn eine Seite diese Aspekte nicht ausreichend erfüllt, wird sie gnadenlos abgestraft.

“Faktoren wie Seitenladezeit, Dateigröße, HTTPS-Verschlüsselung (insbesondere im eCommerce), interne Verlinkung, Seitenarchitektur oder Mobilfreundlichkeit sind hierbei elementar.” (aus dem Whitepaper von SearchMetrics)

Besonders an der HTTPS-Verschlüsselung kommt demnächst niemand mehr vorbei. Seiten ohne Verschlüsselung sollen in den SERPS demnächst auffällig gekennzeichnet werden.

5 neue Features, die bei den Rankingfaktoren eine Rolle spielen

  1. Usersignale – Durch RankBrain und Auswertungen zum Surfverhalten kann Google sehr gut auswerten, ob ein User mit einem Suchergebnis zufrieden ist. CTR und Bounce Rate sind für die oberen Rankingplätze erheblich besser – weil die Ergebnisse passgenau auf die Suchintention abgestimmt sind.
  2. Textstruktur – Es ist extrem wichtig, dass die Crawler von Google die Seitenstruktur verstehen und interpretieren können. Denn so finden die User noch schneller genau zu den Inhalten, die sie wollen. Das wirkt sich positiv auf das Userverhalten aus. Daher haben H1-Überschriften und strong-Tags einen großen Einfluss aufs Ranking.
  3. Content-Relevanz – Die Studie von SearchMetrics besagt, dass auf den Plätzen 3 bis 6 in den SERPs der beste Content wartet. Die Relevanz des Contents zur Suchanfrage ist ein neuer Punkt, den Google jetzt interpretieren kann – und zwar in Echtzeit.
  4. Interne Verlinkungen – Die Backlink-Struktur spielt mittlerweile kaum noch eine Rolle. Umso wichtiger ist eine logische interne Verlinkung auf der Seite. Denn das erleichtert den Crawlern das Strukturieren der Seiteninhalte.
  5. Machine-Learning-Algorithmen – Google lernt in Echtzeit dazu. Das bedeutet, dass all diese neuen Features in keinster Weise das Maß der Dinge sind. SEO ist heute filigraner denn je und besteht aus einer so großen Vielzahl von Rankingfaktoren, dass man kaum noch sagen kann, was jetzt genau wichtig ist.

Fazit: Google Rankingfaktoren 2017 – das Ende der Geheimrezepte

Natürlich ist das Whitepaper von SearchMetrics nur eine Studie zum Thema Rankingfaktoren 2017. Allerdings hat das Unternehmen schon in den letzten Jahren recht zuverlässig die Stoßrichtung in Sachen SEO vorgegeben. Und die Entwicklung der Suchmaschinen geht definitiv in Richtung Machine Learning, künstliche Intelligenz und Usersignale.

Was heißt das jetzt für Online Marketer? Zum einen gibt es mittlerweile einfach kein Patentrezept mehr, mit dem man einfach so an gute Rankings kommt. Der einzige Weg führt über richtig guten Content, der am Interesse des Users ausgerichtet ist und ihn zuverlässig auf die eigene Seite zieht und dort zum Interagieren bringt. Daneben sollten auch die technischen Details stimmen.

Oder habt Ihr ein anderes Online-Marketing Geheimrezept, auf das Ihr setzt? Lasst es uns in den Kommentaren wissen!

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SEO-Trends 2017: Unsere Prognosen für das neue Jahr

In unserer Reihe “Onlinemarketing-Trends 2017” wagen wir einen Blick in die Zukunft und schauen, was die bunte Welt des digitalen Marketings im neuen Jahr für uns alle bereithält. In diesem Beitrag werfen wir einen Blick auf die Entwicklungen in Sachen Suchmaschinenoptimierung. Was sind die SEO-Trends 2017? Wird es noch technischer oder stehen andere Punkte bei Google im Fokus? Es wird spannend!

1. Mobile, Mobile, Mobile

Der eine oder andere kann es vermutlich schon gar nicht mehr hören: Mobile ist gekommen, um zu bleiben. Genau genommen hat Mobile schon die stille Revolution angezettelt und den Markt übernommen: Der mobile Suchindex von Google wird Anfang 2017 zum alleinigen Index. Was bedeutet das? Die Signale einer mobil optimierten Seite sind jetzt schon ein wichtiger Rankingfaktor. Wer diese aber nicht vorweisen kann, der kann ab Januar auf den hinteren Seiten von Google nach seinem Ranking suchen.

AMP heißt das Zauberwort: Accelerated Mobile Pages lassen mobile Inhalte schneller als je zuvor laden und bescheren den Seiten, die damit ausgestattet sind, einen netten Ranking-Boost.

2. K.I., RankBrain und Machine Learning

The future is now: Was nach Science-Fiction klingt, wird bei den SEO-Trends 2017 wichtiger denn je. Google ist mittlerweile eine künstliche Intelligenz geworden und wertet Nutzersignale eigenständig aus. Der Nutzer klickt auf Deinen Link in den SERPs, findet aber nicht sofort, was er sucht und verlässt die Seite wieder? RankBrain merkt sich das und schließt daraus, dass deine Seite diesen Suchbegriff wohl nicht ansprechend genug bedient. Um den Algorithmus glücklich zu machen, sollte man also ganz darauf setzen, die (möglichen) Fragen des Kunden perfekt zu beantworten.

3. Die perfekte User Experience

Nur ein glücklicher Kunde ist ein guter Kunde. Aber was hat das jetzt mit SEO zu tun? Wie oben schon erwähnt, hat das Klickverhalten der User 2017 auch einen Einfluss auf das Ranking. Spich: UX-Optimierung ist SEO-Optimierung! Ein gut funktionierender, leicht zugänglicher Seitenaufbau ist der Schlüssel für eine gelungene User Experience. Denn das sendet positive Nutzersignale an Google und sorgt dafür, dass sich die User auf Deiner Seite wohlfühlen und eventuell auch zu Kunden werden. Das ist nicht nur gut für das Ranking, sondern sorgt auch für ein Plus bei der Conversionrate!

4. Der richtige Content zur richtigen Zeit

Content ist schon seit Jahren King und auch in den SEO-Trends 2017 dominieren die Inhalte. Aber es kommt heute nicht mehr darauf an, möglichst viel (guten) Content zu haben, sondern den genau passenden. Ziel ist es, die Fragen der User vollständig zu beantworten – und zwar möglichst schnell, unkompliziert und so umfassend wie nötig. Weniger ist mehr! Es reicht nicht, einfach einen sehr langen Text auf die Seite zu stellen, der alle Aspekte eines Themas beleuchtet. Kleine Info-Tidbits, die genau zum Search Intend des Users passen, sind dagegen Trend. Auch multimedialer Content, und zwar besonders YouTube, wird 2017 im Fokus stehen.

5. Long Tail Keywords

SEO ist heute komplexer als je zuvor. Das gilt natürlich auch für Keywords. Es ist nämlich gar nicht mehr so einfach, sich bei den kurzen Keywords aus einem oder zwei Worten weit oben zu platzieren. Aber das muss man auch gar nicht mehr! Voice Search ist auf dem Vormarsch, und damit kommen die langen Keywords und die expliziten Fragen zum Zug. W-Fragen zum Beispiel sind einer der größten SEO-Trends 2017, weil sie gleichzeitig leicht zu beantworten sind und damit auch den User Intend des Suchenden befriedigen.

Fazit: Die SEO-Trends 2017 sind bunt!

Einfach ein bisschen Onpage-Arbeit und Linkbuilding reicht 2017 nicht mehr. In der Welt der Suchmaschinenoptimierung hängt alles zusammen und erfordert damit auch einen ganzheitlichen Blick auf die Entwicklung einer Seite – da sind sich die Experten einig. Die SEO-Trends 2017 zeigen, dass man mit einem guten Gesamtkonzept besser fährt als mit Linkspam, Keywordstuffing und anderen Praktiken aus den dunklen SEO-Zeiten. Eine gute Entwicklung!
Was sind Eure SEO-Trends 2017?

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Google Eye-Tracking Analyse: So sehen User die SERPs!

Eye-Tracking ist eine spannende Methode, um das Userverhalten bis ins kleinste Detail zu erforschen. Besonders die zahlreichen Google Eye-Tracking Studien liefern Einblicke in die Gedankenwelt des Benutzers und seines Verhaltens in den SERPs. 2016 scheint das Jahr der (mehr oder weniger) wissenschaftlichen Studien rund um SEO zu sein. Wir behalten die neuesten Ergebnisse im Auge und haben uns für Euch ein paar interessante Studien angeschaut.

Warum Eye-Tracking bei Google so spannend ist

Eye-Tracking ist eine extrem faszinierende Technik. Mithilfe mehrerer Kameras wird genau gemessen, wo das menschliche Auge wie lange hängenbleibt, welche Worte es liest, welche Teile einer Seite gar nicht erst angeschaut werden. Oft wird das Ergebnis dieser Untersuchungen in einer Heat-Map mit verschiedenen farbigen Bereichen dargestellt – in etwa so:

google-eye-tracking studie

So sieht eine Google Eye-Tracking Heatmap aus – auf die roten Stellen schauen die User besonders lange, zu Blau hin nimmt die Intensität ab. Über das „Goldene Dreieck“, das du hier siehst, reden wir gleich noch. (Bild: Mediative)

Aber was bringt uns das jetzt für Google und SEO? Ganz einfach: Wenn wir wissen, wo ein User besonders lange hinschaut, können wir auch besser steuern, was genau er da sieht. So kann man Signalwörter und Keywords an den Beginn eines Meta-Title packen, weil wir durch die Eye-Tracking Analyse wissen, dass User genau da am intensivsten hinsieht. Oder wir setzen zukünftig noch stärker auf Eyecatcher wie Icons oder Caps.

Die Google Eye-Tracking Analyse zeigt: Wer oben steht, gewinnt!

Analysen über Analysen zum Nutzerverhalten – und dann verändert sich das aktuelle Wissen auch noch ständig! Das wird besonders klar, wenn man die Ergebnisse der neuen Studien mit den klassischen Denkansätzen vergleicht.

Was wir bisher dachten
Das so genannte “F-Pattern” galt als ziemlich sicher in der Online Marketing-Welt. Es stammt aus 2006 und wurde von Jakob Pattern in einer Studie mit 232 Teilnehmern nachgewiesen. Laut dem Web-Consultant scannen User Webseiten in einem “F-Muster” – also die oberen Zeilen noch komplett, die restlichen Zeilen nur noch zum Teil.

Ganz rechts sehen wir die klassische "F-Pattern" bei SERPs - der Schwerpunkt der Blicke liegt links und oben. (Bild: NN Group)

Ganz rechts sehen wir die klassische „F-Pattern“ bei SERPs – der Schwerpunkt der Blicke liegt links und oben. (Bild: NN Group)

Allerdings bezog sich der Consultant dabei nicht nur auf die SERPs von Google (die damals ja auch noch ganz anders aussahen), sondern darauf, wie Webcontent allgemein wahr genommen wird.

Aufbauend auf die “F-Shape” wurden weitere Tests mit Eye-Tracking bei Google durchgeführt, in denen sich die Ergebnisse bestätigt haben. Das “Goldene Dreieck” galt seitdem als das Maß aller Dinge in Sachen Aufmerksamkeit.

Aber wie sieht das ganze heute aus?

Was neue Studien zeigen
2016 ist das Jahr des Eye-Trackings – so scheint es jedenfalls. Sowohl usability.de als auch Mediative und ConversionXL haben neue Untersuchungen in Auftrag gegeben, die ein anderes Bild zeichnen:

Google Eye-Tracking Heatmap

Die Hauptergebnisse der neuen Studie zum Google Eye-Tracking. (Bild: usability.de)

Mittlerweile läuft der Blick der User eher nach unten und orientiert sich an PageTitle und überraschenderweise auch der URL, die AdWords-Anzeigen werden von vielen Usern fast vollständig ignoriert. Die Experten sehen darin ein Zeichen für kompetentere User, die die Werbeanzeigen komplett überspringen. Wenig überraschend bekommt das erste organische Suchergebnis die größte Aufmerksamkeit.

Allerdings wurden die nachfolgenden Studien mit relativ wenigen Teilnehmern (30 bei usability.de, 53 bei Mediative) und nur wenigen Wiederholungen durchgeführt. Außerdem ist fraglich, wie sich Google Rich Text-Anzeigen, der Knowledge Graph und andere optische Elemente auf die User Experience und das Google Eye-Tracking auswirken.

Google AdWords und Eye-Tracking

Das klingt natürlich erst einmal nach schlechten Neuigkeiten für Werbetreibende im Netz – die User überspringen die teuer bezahlten Ads einfach? Ganz so einfach ist es natürlich nicht. Zum einen hat Google schon Maßnahmen ergriffen, um die Trennung zwischen bezahlten und organischen Ergebnissen zu reduzieren, zum anderen kommt es auch immernoch auf die Art der Anzeige an.

Google selbst hat natürlich ein riesiges Interesse daran, die Ads ähnlich stark im Bewusstsein der User zu halten wie die organischen Ergebnisse. Zwei unmittelbare Maßnahmen gab es deswegen schon:

  1. Die Ads auf der rechten Seite der SERPs wurden abgeschafft – gut so, denn dort haben sie noch weniger Aufmerksamkeit bekommen als an den Top-Positionen
  2. Das dezente, neue grüne Label macht die Ads nicht mehr auf den ersten Blick sichtbar.

Beide Punkte sind aber nur kurzfristige Lösungen. Früher oder später gewöhnt sich jeder User an neue Farben oder Ad-Positionen. Was sich wirklich ändern muss, ist der Inhalt der Anzeige – wenn die Ad den User Intend genau so gut befriedigt wie das nächste organische Ergebnis, dann performt sie auch gut. Mit den Änderungen nutzt Google Eye-Tracking mehr oder weniger direkt als eine Quelle, um die User auf die Ads zu führen.

Das Fazit der Eye-Tracking Studien bei Google

Was lernen wir also? Eye-Tracking ist auf jeden Fall eine Technik, die die User-Experience begreifbar macht. Natürlich sind das jetzt keine revolutionären Erkentnisse – User schauen sich die ersten Ergebnisse besonders intensiv an und können Werbung mittlerweile gut identifizieren.

Besonderes spannend finden wir, dass die User anscheinend besonders auch auf die URL achten – hier hat man mit einem guten Branding und klaren URLs viele Möglichkeiten, Vertrauen aufzubauen.

Ansonsten gilt wie immer: Gut zu wissen, aber um die meisten Baustellen, die diese Erkenntnisse aufwerfen, kümmert Google sich höchstpersönlich. Möglichkeiten, wie wie diese Effekte nutzen können, umfassen vor allem die Optimierung von Meta-Title und Meta-Description – denn hier schaut der User besonders intensiv hin. Auch eine sprechende URL ist immer gut. Fallen Euch noch weitere Möglichkeiten ein, Google Eye-Tracking zum Vorteil zu nutzen? Schreibt es in die Kommentare!

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So gehen richtig gute Meta-Descriptions

Keiner kommt daran vorbei – Meta-Tags und Meta-Descriptions bestimmen das Bild in den SERPs. Mit einem spannenden Meta-Title und einer verlockenden Meta-Beschreibung stichst Du aus der Masse heraus – aber wie schreibt man richtig gute Meta-Tags? Gibt es eine geheime Formel für den Erfolg in den Suchergebnissen? Wir haben uns das Thema einmal genauer angeschaut.

Wozu überhaupt Meta-Descriptions?

Kurz gesagt: Was ist Dir lieber – ein kleiner Snippet von Deiner Seite, den Google sich automatisch ausgesucht und aus dem Kontext gerissen hat oder eine knackige Beschreibung und Kurzzusammenfassung des Inhalts deiner Seite? Genau. Mit den Meta-Tags kannst Du selbst bestimmen, wie Deine Seite in den SERPs erscheint. Das ist aber nicht der einzige Vorteil:

  • Eyecatcher: Sternchen, Pfeile, Häkchen: Mit Rich-Snippet-Elementen lässt sich das Suchergebnis optisch aufhübschen und zieht damit alle Blicke auf sich
  • Klickverstärker: Wenn der User schon weiß, was ihn auf der Seite erwartet, klickt er vermutlich eher auf Deinen Link
  • Keywordbühne: Google bewertet den Text in Title und Description besonders gut – hier ist also der PERFEKTE Platz für Keywords aller Art!
  • Verführer: Ein gut platzierter Call-to-Action in der Meta-Description wirkt Wunder!

Wie sieht die perfekte Meta-Description aus?

Gibt es die Weltformel für Meta-Descriptions? Die Antwort darauf ist ein klares “Jain!”. Natürlich gibt es Elemente, die in einer guten Meta-Beschreibung nicht fehlen dürfen. Und Du musst Dich beim Schreiben auch an die Regeln von Google halten, damit die Description nicht mitten drin abgehackt wird. Die Basics:

  • Nicht mehr als 156 Zeichen bzw. 928 Pixel
  • Kein Duplicate Content
  • Main-Keywords enthalten

Um diese Schlüsselelemente können wir uns dann eine gute Beschreibung bauen. Wichtig ist hier vor allem, den User abzuholen und daran zu denken, welche Frage er mit seiner Suchanfrage beantwortet haben will. Eine kurze Zusammenfassung der Seite, die sich hinter dem Suchergebnis versteckt, ist also perfekt. Auch das Main-Keyword sollte in der Description vorkommen – schließlich willst Du ja auch gefunden werden.

Shops müssen sich gegen unzählige Konkurrenten durchsetzen. Hier ist es wichtig, ins Auge zu fallen und die USPs, also die Unique Selling Points, in den Fokus zu rücken. Besonders gut funktioniert das mit kleinen Icons oder anderen optischen Elementen.

Zu guter Letzt darf auch der Call-to-Action nicht fehlen. Ein einfaches “Hier klicken” spart Zeichen, ist aber auch etwas langweilig. Shops können hier mit Money-Keywords punkten (“Jetzt bestellen/kaufen/shoppen”).

Gibt es nun also die Formel für tolle Meta-Descriptions? Wenn es eine gibt, dann würde sie ungefähr so aussehen:

<meta name=“description“ content=”Main-Keyword weit vorne, gerne kombiniert mit Neben-Keys oder einer Inhaltsangabe. Bei Shops an die USPs denken. Den Call-to-Action nicht vergessen!“>

Do’s und Don’ts für Deine Meta-Beschreibung

Do’s:

  1. Lieber zu kurz als zu lang: Man kann auch auf 156 Zeichen schwafeln. Lieber eine kurze Description schreiben, die auf den Punkt kommt als das Zeichenlimit komplett auszunutzen
  2. USPs integrieren: Schnelle Lieferung! Bester Kundenservice rund um die Uhr! Persönliche Beratung mit Fußmassage und kühlen Drinks! Alles, was die Aufmerksamkeit der User fängt, ist gut. Und das hilft der CTR!
  3. Tools nutzen: Der Serpsimulator ist ein praktischer Zeichenzähler, der dir direkt zeigt, wie dein Ergebnis in den SERPs aussehen wird
  4. Lust wecken: USPs sind schön und gut, aber ein emotionales Wording hat durchschlagende Effekte
  5. Persönlich werden: Kundenansprache ist in – also duze den User, der sich dadurch persönlich angesprochen fühlt

Don’ts:

  1. Alle anderen kopieren: Es gibt einen Grund, warum manche Formeln beliebt sind, aber Querdenker bekommen mehr Klicks
  2. Call-To-Action vernachlässigen: Klar, an “Jetzt kaufen!” ist nichts verkehrt, aber etwas mehr Kreativität darf es schon sein
  3. Wortwitze: Natürlich ist Humor ein toller Eisbrecher, aber gerade auf so wenig Platz solltest Du Dich aufs Wesentliche konzentrieren – und Witze nur einbauen, wenn sie wirklich, wirklich gut sind
  4. Google die Arbeit machen lassen: Wenn Du keine eigene Beschreibung angibst, nimmt sich Google einfach einen Textabschnitt von der Seite. Das kann passen, muss aber nicht.
  5. One size fits all: Duplicate-Content ist auch bei den Meta-Tags nicht gut. Achte darauf, dass sich die Beschreibungen der Unterseiten wirklich unterscheiden und keine falschen Versprechen machen.

Wohin führt der Weg der Meta-Descriptions in der Zukunft?

Jetzt, wo wir wissen, wie eine gute Meta-Beschreibung in der Theorie funktioniert, können wir einen Blick in die Zukunft riskieren. Wie sieht eine gute Meta-Beschreibung 2017 aus? Auf jeden Fall ist sie perfekt für mobile Anzeigen optimiert, hält sich also peinlich genau an die Zeichengrenze. Ob sich die Icons durchsetzen, wird sich zeigen, aber Rich Snippet ist im Kommen. Hier sind die Möglichkeiten von Google noch lange nicht ausgeschöpft.

Was sagt ihr? Worauf achtet Ihr bei der Erstellung eurer Meta-Descriptions?

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Google Phantom IV – Und jährlich grüßt das Phantom

Bereits zum vierten Mal geht das Phantom um. Google Phantom IV treibt den Kampf um die besten Suchergebnisse zum Nutzerwillen weiter voran – aber was müssen wir SEOs dabei beachten? Und ist es überhaupt so schlau, ständig dem nächsten Update auf der Spur zu sein oder sollten wir uns lieber an anderen Fakten orientieren? Wir haben das Phantom 4-Update unter die Lupe genommen!

Was sind eigentlich die Phantom-Updates von Google?

Schon die Vorgänger des rätselhaften, unbestätigten Updates haben für viel Verwirrung unter SEOs gesorgt. Aber eines scheinen die Phantome alle gemeinsam zu haben: Sie drehen sich so gut wie immer um die Qualität des Contents, und zwar ganz besonders im Hinblick darauf, wie gut die Suchintention des Users befriedigt wird. Aber auch andere Aspekte spielen eine Rolle:

  • Seiten mit guter Usability werden im Durchschnitt weniger häufig abgestraft
  • eine niedrige Absprungrate ist ebenfalls ein Indiz für einen kleinen Bonus bei den Phantomen
  • die Platzierung des Content wird ebenfalls in den Fokus genommen

Kurzum: Phantom-Updates sorgen dafür, dass sich der User auf einer hoch gerankten Seite rundum wohlfühlt und genau die Infos bekommt, die er gesucht hat. Damit ist dieser Update-Zyklus eng mit RankBrain verwoben, der künstlichen Intelligenz von Google.

Im aktuellen Fall scheint es Ende Juni/Anfang Juli deutliche Änderungen gegeben zu haben, die sich mit den normalen RankBrain-Aktualisierungen nicht erklären lassen. Google schwieg zwar beharrlich, das ist aber bei den Core-Updates keine große Überraschung. Die teils deutlichen Veränderungen wurden von Experten als Google Phantom IV bezeichnet – ein neues Update in einer Reihe von Veränderungen am Kern der Suchmaschine.

Welche Änderungen bringt Google Phantom IV mit sich?

Änderungen? Eigentlich keine. Das klingt jetzt natürlich nicht so beeindruckend, aber trotzdem sollte man das Phantom nicht ignorieren – schließlich hat das Update Anfang Juli einige Ranking ordentlich durcheinandergebracht. Und in erster Linie liegt das daran, dass Google verstärkt Usersignale betrachtet und interpretiert. Klingt nach RankBrain? Klar, schließlich hängt im Google-Algorithmus alles zusammen.

Aber die Phantom-Updates tragen nicht umsonst den Beinamen “Core Update” – die Änderungen betreffen zwar auf den ersten Blick nicht viele Seiten, aber doch haben sie einen gewaltigen Impact.

Im aktuellen Fall hat es vor allem Seiten getroffen, die vorher zu bestimmten Keywords gut rankten, aber den User-Intent nicht wirklich gut befriedigen konnten. Besonders Übersichtsseiten, die zum Weiterklicken animieren wollten, wurden vom Phantom hart bestraft.

Bei Searchmetrics gibt es eine genaue Analyse über die Gewinner und Verlierer des Updates – dort gibt es auch ein paar eindrucksvolle Fallbeispiele.

Nutzersignale erkennen und verstehen

Bei Phantom 4 wird schnell eines klar: Google legt größten Wert auf die Signale der User. Wenn der User also nicht sofort findet, wonach er gesucht hat, verlässt er die Seite schnell wieder – und dank RankBrain registriert Google genau dieses Verhalten und zieht daraus “richtigen” Schlüsse.

Bei jedem neuen Update zeigt sich deutlicher, dass Google eigentlich nur eines will: Die Suchintention seiner User befriedigen (naja, und dabei natürlich eine Menge Geld verdienen, aber das ist ja per se nichts Schlechtes). Und bei jedem Update predigen wir und zahllose andere SEO-Seiten immer wieder dasselbe: Versucht, Euren User zu verstehen! Schreibt und produziert Content für seine Bedürfnisse und orientiert Euch weniger an irgendwelchen Wundermethoden, sondern an den Wünschen des Nutzers! Und jedes Update bestätigt genau diesen Weg – sind die einzelnen Updates dann nicht eigentlich völlig egal, wenn man sich an diese relativ einfachen Regeln hält?

Sind die Google Updates nicht eigentlich egal?

Tatsächlich sagen mittlerweile viele Webmaster, dass sie sich zwar noch über die Updates informieren, aber keine spezifischen Maßnahmen ergreifen, um Google zu gefallen. Und tatsächlich sind auch von Google Phantom IV in erster Linie Seiten betroffen, die versuchen, mit “fremden” Keywords Traffic zu erzeugen (z.B. Focus, der mit den Keywords “Google”, “Kleinanzeigen” und “Michael Jackson” deutliche Verluste eingefahren hat). Alle weiteren Verlierer des Updates haben irgendwelche anderen Fehler gemacht, welche der Userintention widersprechen.

Kann man also sagen, dass man den Update-Schedule von Google getrost ignorieren kann, wenn man authentisches Content-Marketing betreibt und das Userinteresse im Fokus hat? Im Prinzip schon. Natürlich gibt es hin und wieder Updates von Google, die die SERPs komplett durcheinander wirbeln, aber letztendlich bestraft Google immer nur die Seiten, die sich nicht an die “Regeln” halten. Trotzdem sollte man als Profi, aber auch als Laie immer einen Blick dafür haben, was Google momentan besonders wichtig findet – schließlich gibt es auch in der Welt der Suchmaschinen Trends – und die Interpretation der Nutzersignale ist nur einer davon.

Was sagt ihr – ist das Hinterherhecheln hinter Updates nicht eigentlich Quatsch oder doch zentraler Teil der Aufgabe als SEO? Lasst es uns in den Kommentaren wissen!

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Grün ist das neue Gelb: Die neue Farbe des Ad-Labels bei Google AdWords

Na, habt Ihr Euch in den letzten Tagen auch dabei erwischt, öfter als normalerweise auf die bezahlten AdWords-Anzeigen oberhalb der Suchergebnisse von Google zu klicken? Kein Wunder – denn Google experimentiert in den letzten Wochen kräftig mit der Darstellung der Ads. Was vorher Signalfarbengelb daherkam ist jetzt Tarnmustergrün: Die neue Farbe des Ad-Labels verändert die optische Wahrnehmung beim User. Ein weiterer Schritt auf dem Weg zur Trennung zwischen organischen und bezahlten Ergebnissen oder doch nur ein Weg, mehr Umsatz zu machen? Die Meinungen zu dem Thema gehen auseinander.

Farbpsychologie für Anfänger – Grün heißt Go!

Wer eingeweiht ist, erkennt es sofort: Welches Suchergebnis ist organisch zustande gekommen und welches wurde per AdWords ausgespielt? Das kleine Ad-Label neben dem Link verrät eigentlich, ob man gerade auf eine Werbeanzeige klickt oder ein “normales” Ergebnis. Aber hier liegt der Knackpunkt. Google steht schon seit längerer Zeit in der Kritik, dass man als Durchschnittsuser nur schwer zwischen Werbung und klassischem Ergebnis unterscheiden kann. Ob die neue Farbe des Ad-Labels dabei hilft, darf bezweifelt werden.

Der Hauptgrund für die Änderung dürfte tatsächlich sein, dass Grün freundlicher und zugänglicher wirkt als Signalgelb.

Wir kennen es aus dem Straßenverkehr: Rot heißt Stehen, Grün heißt Gehen (zumindest, wenn man nicht gerade die große Kreuzung an der Prager Straße in Dresden zum Vorbild nimmt – hier ist die Auslegung der Ampelfarben gerne einmal etwas freier). Wir bringen Grün mit positiven Aspekten in Verbindung, mit gesunder Ernährung, mit einer gewissen Zukunftsorientierung und erlaubten Sachen. Gelb dagegen ist als Signalfarbe immer auch eine gewisse Warnung. Einladendes Grün lässt die Anzeigen bei Google gleich viel freundlicher wirken – und vielleicht ist auch genau das der Grund für die Änderung der Farbe des Ad-Labels.

3 weitere Effekte des grünen Anzeigenlabels

  1. User können jetzt schon organische Anzeigen von bezahlten nur sehr schlecht unterscheiden. Die neue weitere Farbe ist ein weiterer Schritt zur Vermischung von Ads und Suchergebnissen nach Wegfall der Trennlinie und der neuen Anzeigensortierung.
  2. Die “Anzeigen-Blindheit” wird damit zurückgesetzt – mittlerweile überspringen viele User mehr oder weniger automatisch die gelb markierten Anzeigen. Mit einer neuen Farbe wird dieser Reflex quasi neu gestartet.
  3. Google setzt damit ganz auf sein reduziertes Farbkonzept mit nur 4 verschiedenen Farben – das gesetzte Grün ist angenehmer und freundlicher für die Augen

Was sagt Google selbst zur neuen Farbe des Ad-Labels?

Man könnte jetzt natürlich damit argumentieren, dass der relativ dunkle Grünton tatsächlich besser zu erkennen ist als das helle Gelb der Vorgängerversion. Aber auf der anderen Seite passt das Ad-Label jetzt farblich perfekt zur daneben stehenden URL – also ein weiterer Faktor dafür, dass die User das kleine Label völlig ausblenden.

Die neue Farbe des Ad-Labels in der Übersicht

Grün ist das neue Gelb: Das Ad-Label neben den Anzeigen erstrahlt jetzt in gesetztem Grün. Davor war es leuchtend Gelb – eine Signalfarbe mit Warnwirkung!

Aber was sagt Google eigentlich zu den Änderungen? Schon im April 2016 sind die ersten Farbexperimente mit dem Ad-Label aufgefallen, aber erst seit Anfang Juni wird die Änderung weltweit ausgerollt. Der Suchmaschinenriese hat am 08.06.2016 dazu ein paar Worte verloren:

„Wir testen regelmäßig Mittel und Wege, um die Optik und Benutzbarkeit unserer Ergebnissseite zu verbessern. In diesem Zusammenhang haben wir mit einem grünen Anzeigenlabel experimentiert und auf der Basis des positiven Feedbacks, das wir von Nutzern und Werbetreibenden erhalten haben, entschieden, es permanent einzuführen. Unser Ziel ist, die Ergebnissseite einfach nutzbar und unsere Kennzeichnungen klar und deutlich zu machen.“

Das hat natürlich noch nicht besonders vor Aussagekraft. Die nächsten Wochen werden zeigen, ob die Messwerte für AdWords signifikant steigen oder ob auch hier irgendwann eine Ermüdung einsetzt – schließlich werden sich die User nach ein paar Wochen an die neue Farbgestaltung gewöhnt haben.

Und was heißt das jetzt für den SEO-Alltag?

Zunächst einmal wird die neue Farbe des Ad-Labels keine große Änderung ausmachen. Schließlich ist jeder Werbetreibende von der Änderung betroffen. Es kann aber durchaus passieren, dass die Klickrate bei den Anzeigen oberhalb der SERPs für ein paar Wochen kräftig steigt. Was danach passiert, kann noch niemand wirklich sagen.

Gibt es Möglichkeiten, diese neue Farbgebung für sich zu nutzen? In gewisser Weise ja. Da die Anzeigen jetzt zumindest für einige Zeit sehr natürlich und organisch wirken, könnte man hier auch auf natürliche Meta-Tags mit wenigen Money-Keywords setzen, um noch weniger nach Werbung zu klingen. Oder man nutzt die Position mit einer richtigen Eyecatcher-Description aus. Fallen Euch noch andere Möglichkeiten ein, die neue Farbe des Ad-Labels kreativ auszunutzen? Lasst sie uns hören! Wir sind auf Deine kreativen Ideen gespannt!

 

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5 hilfreiche Tipps für SEO beim Relaunch Deiner Webseite

Ein Relaunch bringt frischen Wind auf Deine Page! Ob du einfach nur auf ein neues Design setzt oder gleich die ganze Struktur und den Content überarbeitest – SEO sollte immer mitgedacht werden! Wir haben die besten Tipps für einen erfolgreichen Neustart deiner Webpräsenz gesammelt. Wenn du eine ausführliche Checkliste für deine neue Seite suchst, wirst du beim OnPageDoc fündig.

Relaunch-Tipp 1: Content und SEO vor dem Relaunch planen

Ein Relaunch kann deiner Seite richtig viel bringen – vor allem auch in den SERPs! Wenn du vorher mit einer unglücklichen Seitenstruktur gekämpft hast und deine URLs mit unlesbaren Zahlenkolonnen gefüllt waren, bringt ein Neustart frischen Wind in dein Ranking. Aber auch wenn du vor Energie und neuen Ideen übersprudelst, solltest du dir zuerst einen genauen Plan machen. Was willst du von deiner Seite und deiner Suchmaschinenoptimierung? Wer soll dich wie und wann finden? Welche Keywords spielen eine Rolle, welche Userbase möchtest du ansprechen?  Ausgehend von diesen Fragen kannst du dann deinen Content planen – und deine neuen Seitenstruktur!

Relaunch-Tipp 2: Neue Sitemap und interne Verlinkungen überprüfen

Die Seitenstruktur ist mitunter einer der wichtigsten Punkte bei jeder Webseite. Nicht nur, dass deine User so auf der Seite navigieren und sich über die Sitemap orientieren, auch Suchmaschinen brauchen einen logisch strukturierten Seitenaufbau, um deine Seite optimal zu indizieren. Daher solltest du dir vor dem Relaunch intensiv Gedanken über den Menübaum machen. Aber auch die internen Verlinkungen auf der Seite spielen eine wichtige Rolle für die SEO beim Relaunch. Zum einen müssen natürlich alle Links umgestellt werden, zum anderen sollte auch die neue Sitemap auf der Seite zu finden sein. Das erleichtert den Crawlern die Arbeit auf der Suche nach deiner neuen Seitenstruktur.

Relaunch-Tipp 3: Weiterleitungen einrichten

Weiterleitungen sind dein bester Freund beim Neustart der Seite! Wenn sich URLs ändern, muss Google davon ja irgendwie in Kenntnis gesetzt werden. Mit einer 301-Umleitung schreibst du in der .htaccess die neue Adresse fest. Aber trotzdem brauchst du ein wenig Geduld, es kann ein paar Tage dauern, bis die Crawler von Google und den anderen Suchmaschinen die Änderung der URLs registriert haben. Wenn du die Weiterleitungen richtig gesetzt hast, werden alle User und Suchmaschinen automatisch an die richtige Adresse weitergeleitet – sehr praktisch!

Relaunch-Tipp 4: Analytics nach dem Relaunch genau beobachten

Die wichtigste Frage zuerst: Hast du beim Relaunch an den Tracking-Code von Analytics gedacht? Der sollte nämlich im HTML der neuen Seite zu finden sein. Denn nur so kannst du auf Analytics genau tracken, welche Änderungen greifen, ob es Seiten gibt, die plötzlich nicht mehr besucht werden (also bei denen vermutlich ein Fehler in der Weiterleitung sitzt), ob es Crawling-Probleme gibt. Beobachte dein Analytics-Konto sowie die Search Console genau und behalte die Kennzahlen regelmäßig im Auge. Auch sprunghafte Anstiege in der Absprungrate und Verschlechterungen bei der Klickrate weißen auf Probleme hin. Mit Analytics kannst Du das Verhalten deiner Seitenbesucher genau nachverfolgen und so die Customer Journey optimieren.

Relaunch-Tipp 5: Onpage-SEO nach dem Relaunch optimieren

Das Feintuning kommt später: Schließlich muss sich Google erst einmal an den frischen Wind gewöhnen und den Relaunch verbuchen. Erst nach einer oder zwei Wochen macht es Sinn, sich die Werte von Analytics vorzunehmen und daraufhin zu optimieren. Manche Baustellen kannst du aber auch schon früher angehen. Die Korrekte Darstellung der Meta-Titel und Descriptions zum Bespiel steht in Sachen OnPage ganz oben auf deiner To-Do-Liste. Auch die anderen HTML-Formatierungen stehen in diesem Schritt auf dem Prüfstand. Google (und die User) lieben Seiten mit einheitlichem Code. Auch Imagetags sind ein mächtiges Mittel für die SEO nach dem Relaunch.

5 weitere Kleinigkeiten, auf die Du achten solltest

  • Robots.txt & noindex: Gerade beim Testen und Erstellen der neuen Seite arbeitet man häufig in einer Entwicklungsumgebung. Klar will man da nicht, dass Google gleich die ersten Entwürfe indiziert. Aber spätestens zum Relaunch solltest du diese Scripte wieder deaktivieren
  • Wenn du während der Seitenüberarbeitung Unterseiten löschst oder zusammenfasst, solltest du für diese Pages trotzdem Weiterleitungen einrichten, die auf die am nächsten liegende neue Seite verlinkt
  • Temporäre Weiterleitungen sind extrem hilfreich zum Neustart! Die so genannten 307-Weiterleitungen, also temporäre Redirects, sind allerdings nur eine Notlösung, bis du alle Links umgestellt hast
  • Backlinks sind immer noch enorm wichtig für die SEO. Auch wenn du über Weiterleitungen viele Probleme abfängst, solltest du dich mit allen Seiten, die auf eine alte Seitenversion verlinken, anschreiben und um den Wechsel der URL bitten
  • Testen, testen, testen – das erklärt sich eigentlich von selbst. Aber schau dir nicht nur alleine an, ob du alle toten Links und Weiterleitungen gefunden hast, sondern hol dir Hilfe ins Boot! Dann klappt es auch mit dem Relaunch!
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SEO und SEA – das Traumpaar im Online-Marketing

Siegfried und Roy, Amor und Psyche, Dynamo und Dresden: Traumpaare gibt es viele. Aber über die schönste Romanze der Online-Marketing-Welt reden wir viel zu selten. SEO und SEA sind einfach wie für einander gemacht und ergänzen sich gegenseitig perfekt. Und wie kann man eine so große Liebe noch schöner machen? Mit unseren Tipps natürlich! So nutzt Ihr die zahlreichen Synergieeffekte zwischen SEA und SEO optimal für Euren Erfolg in der bunten Welt des Online-Marketings!

Warum SEO und SEA einfach zusammengehören

Bevor wir tief in die Materie einsteigen, sollten wir noch kurz über die Definitionen von SEO und SEA reden – denn nur, wer die Unterschiede kennt, kann auch die Synergien nutzen:

SEO: Search Engine Optimisation steht für alle Maßnahmen, die Eure Webseite bei Google höher ranken lassen. Dazu zählen neben den OnPage-Methoden wie der Content-Verbesserung auch Linkbuilding und Keywordoptimierung

SEA: Search Engine Advertising beschreibt die bezahlten Werbeanzeigen, die über und unter den organischen Suchergebnissen erscheinen. Bei AdWords, dem SEA-Modell von Google, bietet man auf Anzeigenplätze mit definierten Centbeträgen.

Das Prinzip ist klar – aber warum gehören die beiden Punkte nun zusammen? Reicht es nicht aus, entweder SEO oder SEA zu verfolgen? In nur einen der beiden Punkte zu investieren? Schon lange nicht mehr – das fängt schon da an, dass zwei Anzeigen in den SERPs besser sind als nur eine. Die Kunst ist die beiden Kanäle zu verbinden – und die naheliegendste Gemeinsamkeit sind dabei die Keywords.

 

Beispiel an Erlebnisfabrik.de: Ein Nutzer der nach Erlebnisgeschenken im Raum Dresden sucht, hat sowohl über eine AdWords als auch einen organischen Treffer die Möglichkeit, auf die Website des Kunden zu gelangen. Der Wettbewerb wird somit verdrängt und die Klickwahrscheinlichkeit ist deutlich höher, als bei nur einem Treffer:

 

 

Synergieeffekte zwischen SEO und SEA richtig nutzen

Wer über den Tellerrand hinaus blickt, der entdeckt manchmal ungeahnte Möglichkeiten – und die Synergieeffekte von Suchmaschinenoptimierung und Search-Advertising können Eurer Seite richtig viel bringen. Gerade im Bereich Keywords ist ein gut geführtes AdWords-Konto eine Goldgrube für die OnPage-Optimierung, aber das ist nicht die einzige positive Wechselwirkung zwischen den zwei Disziplinen.

Wie gutes SEA euer SEO-Ranking beeinflussen kann

Kennt Ihr das “not provided”-Problem? Mittlerweile wird in Analytics beim Großteil aller organischen Suchanfragen nicht mehr weitergegeben, wonach der User eigentlich gesucht hat. Einzig in der Google Search Console kann man noch sehen, über welche Begriffe der organische Traffic auf eure Seite gelangt. Bei Werbeanzeigen sieht das anders aus, denn hier wird jeder Suchvorgang genau aufgeschlüsselt – und das AdWords-Konto liefert damit wertvolle Insights in die Gedanken Eurer Zielgruppe. Auch neue Keys, an die Ihr vielleicht noch gar nicht gedacht habt, treten so zu Tage und lassen sich in die SEO-Strategie einweben.

Mit der SEO-Optimierung das SEA boosten

SEO ist eine langfristige Investition, die auf zahlreichen Korrekturschleifen und kontinuierlicher Verbesserung basiert – das Monitoring des Erfolgs ist enorm wichtig und hat auch einen gewaltigen Einfluss auf Eure SEA-Kampagnen. Denn gerade wenn es um die Brand-Keywords geht, liefert die SEO viele Informationen, die zur Lead-Generierung beitragen. Über Landing Pages sind Content und SEA eng miteinander verknüpft. Und wenn eine Seite organisch gut rankt, dann erfüllt sie in der Regel auch alle Qualitätsstandards für eine erfolgreiche AdWords-Landingpage!

So funktioniert die Symbiose von SEA und SEO im Alltag

Das Ziel ist klar: Durch das Zusammenspiel von SEO und SEA soll sich langfristig Erfolg einstellen. Dabei ist SEO eher eine anhaltende Bemühung, weit oben in den organischen Rankings zu landen – quasi der Marathonlauf des Online-Marketings. SEA dagegen ist für kurze Bursts da, für Kampagnen und Aktionen, welche die Aufmerksamkeit der Userbase einfangen. SEA ist also der Sprint. Und wie funktioniert das jetzt im Alltag? Hier ein paar Beispiele:

  • Ihr optimiert euren neuen Shop auf ein paar sehr spezielle Keywords – Produktbeschreibungen, Content, Metatags, all das. Über das AdWords-Konto seht Ihr aber, dass auch ein bestimmtes Longtail-Keyword sehr gut funktioniert und zu zahlreichen Conversions führt – also optimiert ihr eure SEO auch auf dieses neue Keyword mit
  • Welcher Artikel im Webshop bringt besonders viel ROI? Mit einem Blick in AdWords lässt sich diese Frage leichter beantworten als mit ewigen Experimenten auf der Seite
  • Das Snippet verkauft! Und per SEA lernt Ihr schnell, welche Snippet-Elemente wie CTA oder Rich-Text-Formate bei euch gut laufen und könnt diese auch für eure organischen Meta-Tags nutzen.

Kurzum: Es ist nützlich, die Erfahrungen und Erkenntnisse aus der OnPage-Optimierung, insbesondere in Bezug auf Keywords, auch auf die SEA-Kampagnen anzuwenden. Und über das AdWords-Kundenkonto bekommt Ihr viel bessere Infos rund um alle statistischen Werte und die messbaren Erfolge Eurer Anzeigen. Ein Kreislauf, der sich perfekt ergänzt – ein echtes Dream-Team, eben!

Fazit: Kann das zu Problemen führen?

Natürlich kracht es auch mal bei einem Traumpaar – gerade in Sachen Content-Kannibalismus macht vielen Profis Sorge. Kann es denn nicht passieren, dass die organischen Ergebnisse die bezahlten AdWords-Anzeigen abfarmen? Diese Sorge ist allerdings unbegründet. User haben unterschiedliche Klickverhalten – und man sollte jeden Nutzer abholen können. Dem Wettbewerb das Feld freiwillig zu überlassen ist sowieso keine Lösung. 😉

Zusammenfassend kann man sagen, dass SEA und SEO immer Hand in Hand gehen – und man sich einige Arbeitsabläufe erleichtern kann, wenn man die Symbiose der beiden Disziplinen nutzt. Aber wie in allen anderen Bereichen im Online-Marketing gilt auch hier: Der ganzheitliche Blick auf SEO und SEA macht den Unterschied!