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Wie Du mit 60 Minuten SEO im Monat mehr Sichtbarkeit gewinnst

Eine Stunde ist wirklich nicht viel Zeit. In ihr schaffst Du gerade mal eine Folge Stranger Things oder gönnst Dir einen Power Nap in der Mittagspause. Die meisten Meetings dauern weit länger als 60 Minuten – und sind nur halb so hilfreich wie die konzentrierte Arbeit an Deiner Suchmaschinenoptimierung. Was passiert, wenn Du Dich eine Stunde pro Monat um Deine Sichtbarkeit kümmerst? Denn die wichtigsten Essentials für SEO im Monat lassen sich mit wenig Zeit umsetzen. Wir haben für Dich eine Roadmap zusammengestellt, mit der Du in vier Wochen Struktur in Dein Online-Marketing bekommst. Keine Zeit für SEO? Das ist spätestens jetzt keine Ausrede mehr! 

15 Minuten SEO pro Woche

Der Schlüssel zum erfolgreichen SEO für Minimalisten ist die richtige Zeiteinteilung. Natürlich kannst Du Dich an einem festen Tag im Monat um deine Optimierung kümmern. SEO ist allerdings ein Marathon und kein Sprint. Die Idee für Minimal Viable SEO stammt von Rand Fishkin, der das System in seinem Whiteboard Friday vorstellt.

Minimal SEO im Monat

Mit so wenig SEO im Monat kannst Du auskommen: Das Whiteboard von Rand Fishkin erklärt gut, wie Du Deine Zeit perfekt einteilst, und trotzdem gute Ergebnisse erzielst. (Bildnachweis: moz.com)

Wir weichen von dem Schema, das Rand präsentiert, ein wenig ab. Unser Guide gibt Dir jede Woche eine feste Aufgabe, die Du in 15 Minuten erledigen kannst. Allerdings ist in dieser Zeitangabe die Content Creation nicht enthalten – dafür solltest Du zusätzliche Zeit einplanen oder diesen Schritt outsourcen.

Woche 1:  Keyword-Check und Bestandsaufnahme

Am Anfang steht das Wort. Wie willst Du eigentlich gefunden werden? Weißt Du, wie Deine wichtigsten Keywords aussehen? Mache Dir Gedanken über die 50 bis 100 Keywords, die für Deine Seite am sinnvollsten erscheinen. Du kannst erst einmal mit 15 oder 20 Phrasen starten und Dich Monat für Monat steigern. Danach fütterst Du Google einfach mit Deinen Keywords und notierst Dir, wo Du schon rankst. Gibt es Worte, die besonders gut funktionieren? Was hast Du bei diesen Seiten gemacht, um sie nach vorne zu bringen? Das gibt Dir wichtige Ansatzpunkte für die weitere Optimierung.

Danach schaust Du, für welche Keywords Du potenziell rankst oder ranken willst, aber noch gar keine Arbeit investiert hast. Das sollten Deine ersten Ziele für Dein SEO im Monat sein. Seiten, die sich auf den Rängen 5 bis 20 in den SERPs tummeln, versprechen ebenfalls viel Potenzial.

Beim ersten Mal kann das eventuell länger dauern als 15 Minuten. In allen folgenden Monaten musst Du nur Deine Liste durchgehen, die Rankings notieren und schauen, wo es Verbesserungsbedarf gibt.

Woche 2: Content-Ideen und Optimierung

Du hast eine grobe To-Do-Liste an vielversprechenden Keywords und Unterseiten. Das ist doch ein guter Anfang! Jetzt darfst Du Deiner Kreativität freien Lauf lassen. Willst Du mit Texten oder Bildern arbeiten? Was ist auf der Seite bereits vorhanden, für die Du ein gutes Ranking erzielen willst? Wenn Du für einen Suchbegriff mit einer Kategorieseite rankst, kannst Du Deine 15 Minuten SEO darauf verwenden, hier Ordnung zu schaffen:

  • Existieren Meta-Title und Description, die in den SERPS erscheinen? Schreibe sie so, dass das Keyword darin vorkommt und der Leser persönlich angesprochen wird.
  • Wie oft kommt das Keyword auf der Seite vor? Gibt es Möglichkeiten, es besser einzubinden?
  • Hat die Seite eine leicht lesbare und sofort zu erkennende Überschrift?
  • Welche Synonyme oder anderen Keywords kannst Du hier noch einbauen?
  • Gibt es auf der Seite noch gar keinen Inhalt? Was würdest Du Dir als User wünschen, welche Fragen soll Deine Seite beantworten?
  • Kannst du Querverbindungen und Links zu anderen Inhalten von Dir herstellen?

Wenn Du diese Fragen beantwortet und umgesetzt hast, bist Du für diese Woche fast fertig. Kümmere Dich pro Woche um eine Unterseite. Auf Dauer schaffst Du damit eine ganze Menge! Wenn Du jetzt bemerkt hast, dass du für einen bestimmten Aspekt neue Inhalte brauchst, ist die Zeit gekommen, Dich der Planung zu widmen.

Woche 3: Low-Hanging-Fruit und technische Details

Low-Hanging-Fruit sind, wörtlich übersetzt, niedrig hängende Früchte, die sich leicht pflücken lassen. Pro Woche kannst Du Dir hier einen technischen Aspekt Deiner Seite herauspicken, den Du optimierst. 

  • Haben Deine Bilder Beschreibungen und Alternativtexte, in denen die Keywords vorkommen?
  • Gibt es technische Bugs oder Fehler, die Dich schon lange stören?
  • Nutze den Crawling Service von Google, um Deine Seite auf Fehler zu überprüfen!
  • Funktionieren alle Links noch?
  • Gibt es irgendwo Duplicate Content?
  • Hast Du neue Artikel veröffentlicht, diese aber nicht auf SEO überprüft? Jetzt ist die Zeit dafür gekommen!

Viele Fehler lassen sich mit wenigen Klicks aus der Welt schaffen. Wenn Du 15 Minuten pro Monat in die technische Review Deiner Webseite investierst, kannst Du Dir sicher sein, keine Fehler zu übersehen.

Woche 4: Linkbuilding und Sharing

Du kannst stolz auf Dich sein! Deine Arbeit der letzten Wochen darf gerne geteilt werden. Sollte sie sogar: Denn Links gehören noch immer zu den wichtigsten Rankingfaktoren 2018. Um Deiner Seite einen kleinen Anschubser zu geben, solltest Du den Content, auf den Du diesen Monat am stolzesten bist, in den sozialen Netzwerken teilen. Das können Blogartikel oder andere Beiträge sein. Eine überarbeitete Kategoriebeschreibung oder Bebilderung kann ebenfalls Anlass zur Freude sein. Es geht schließlich voran!

Um Deine Zeit sinnvoll zu nutzen, kannst Du Kommentare schreiben, Dich vernetzen und Deine Seite im geeigneten Rahmen vorstellen. Achte darauf, nicht zu werblich zu erscheinen. Offsite-Content auf LinkedIn, Xing, Facebook oder in Foren kann dabei helfen, Dein allgemeines Ranking zu pushen.

Wenn Du das erledigt hast, bist Du fertig für den Monat! Nächste Woche geht es von vorne los: Keywords überprüfen, Rankings checken und schauen, was Du Dir diesen Monat vornimmst. So kommst Du mit 60 Minuten SEO im Monat Schritt für Schritt voran.

Fazit: 60 Minuten SEO im Monat reichen aus, um voran zu kommen

Suchmaschinenoptimierung mit all ihren Facetten kann schnell überwältigen wirken. Der SEO-Guide für Minimalisten ist ein guter Ansatzpunkt, um sich zu orientieren.

Du solltest immer bedenken, dass in manchen Unternehmen ganze Armeen an SEO-Managern arbeiten. Mit dem Minimalismus-Ansatz hast Du zwar eine gute Basis, auf der Du aufbauen kannst, aber richtig gutes SEO braucht Zeit. Mehr Zeit als 60 Minuten im Monat. Die Must-Haves für gutes SEO bringen Dich auf die richtige Spur. Du kannst jederzeit mehr Energie in Dein SEO stecken – und wirst auch schnell sehen, welche Maßnahmen für Dich funktionieren.


Wie viel Zeit verwendet Ihr für SEO im Monat? Würden Euch 60 Minuten reichen? Lasst es uns in den Kommentaren wissen!

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Rankingfaktoren 2018: Google-Hacks waren gestern!

Rankingfaktoren sind tot, es leben die Rankingfaktoren! 2018 wird ein spannendes Jahr für SEO. Technische Entwicklungen gehen ihren Weg, der Google-Algorithmus lernt mit jeder einzelnen Suchanfrage dazu und technische Aspekte treten genauso in den Vordergrund wie holistisches Content-Marketing. Aber was bedeutet das für die Rankingfaktoren 2018? Können wir überhaupt noch mit gutem Gewissen von einzelnen Faktoren sprechen? Wir haben uns die Trends der letzten Monate angeschaut und wagen einen Blick in die Kristallkugel. 

Das war SEO im letzten Jahr: Neue Trends, alte Standards

Was für ein Jahr! Wir haben uns bei der Online Marketing Rockstars und der dmexco umgeschaut, viele neue Ideen entwickelt und verwirklicht und sind in unser wunderschönes neues Büro in Dresden-Striesen umgezogen. Aber nicht nur wir haben uns weiterentwickelt, die Welt des Online-Marketings dreht sich ebenfalls munter weiter. 2017 stand im Zeichen der Veränderung. Von festen Rankingfaktoren ging es hin zu dynamischen SERPs, die für jeden User anders aussehen. Technische Standards gelten bei Google weiterhin viel. Searchmetrics hat sich Veränderung der Top-Platzierungen in den SERPs zwischen 2015 und 2017 genauer angeschaut:

  • Die durchschnittliche Wortanzahl auf den hoch platzierten Seiten ist um 50 Prozent gestiegen.
  • Bei den Top 10 URLs verweilen die User für 3 Minuten und 43 Sekunden auf der Seite.
  • Durch das Mobile-First-Ranking sind Seiten mit mobilen Varianten weit nach oben gewandert.
  • Sicherheit geht vor: Die HTTPS-Verschlüsselung ist auf dem Vormarsch und ist bei mittlerweile einem Drittel der Seiten zu finden.
  • Die neuen Top-Level-Domains (TLDs) haben zu einem Rückgang an .de- und .com-Domains geführt, vor allem bei hart umkämpften Shorttail-Keywords.
  • Listen und Bulletpoints schaffen eine verbesserte User Experience und lockern den Content auf, deswegen finden sie sich bei immer mehr Seiten im oberen Bereich der SERPs.

Rankingfaktoren 2018: Einfach war gestern

Was lässt sich daraus ableiten? Wie schon letztes Jahr gilt: Rankingfaktoren sind ein Ding der Vergangenheit. Früher gab es eine relativ klare Checkliste, mit der sich ein solides Ranking einfahren ließ. Klar, mit Schema X kam man nicht immer auf Platz 1 bei Google – aber oft genug hat es doch geklappt. Heute sind die Mechanismen hinter dem Ranking viel undurchsichtiger und weniger leicht zu verstehen. Nicht einmal die Ingenieure von Google können in jedem Fall sagen, welche Aspekte denn jetzt zu einem bestimmten Rankingplatz geführt haben. Die Suchmaschine vernetzt mittlerweile so viele Informationen (und das völlig eigenständig!), dass ein Eingrenzen auf einzelne Rankingfaktoren 2018 nicht mehr funktioniert.

Stattdessen treten neue Techniken an die Stelle der SEO-Strategie. Viel wichtiger ist es heute, dass die Seite in ihrer Gänze gut wirkt. Technische Features wie ein guter PageSpeed oder eine mobile Seitenvariante sind absolute Grundvoraussetzung für einen positiven Rankingfaktor. Das Zusammenspiel aus Content, Keywords, User Experience und jeder anderen Disziplin macht den Unterschied bei den Rankingfaktoren 2018:

  1. Tiefgreifender Content, der den Usern in ihrer aktuellen Situation Mehrwert bietet
  2. Umfassende und strukturierte Verwendung von Keywords und Synonymen
  3. Gutes Webdesign, das die User an die Hand nimmt und sie bei jedem Schritt auf der Webseite begleitet
  4. Social Signs, die datenschutzgerecht in die Seite eingebaut sind und sich mit Facebook, Twitter und Co. vernetzen lassen
  5. Kommunikation mit dem User und nützliche Links, bei denen die Bedürfnisse des Nutzers im Vordergrund stehen

Gehören Usersignale überhaupt zu den Rankingfaktoren?

Dem aufmerksamen Leser wird auffallen, dass die Usersignale bisher noch nicht zur Sprache kamen. Letztes Jahr war das für uns einer der Top-Rankingfaktoren – und damit waren wir nicht alleine. Durch die Einführung von RankBrain und den Einsatz des dynamischen Algorithmus, der auf spontane Events angemessen reagiert, wurden Usersignale schnell zu einem der wichtigsten Faktoren. Aber im letzten Jahr waren CTR, Bounce-Rate und User-Intent ein kleines Reizthema in der Branche.

Alles begann mit dem Beitrag von Olaf KoppSind Nutzersignale & Nutzerverhalten Rankingfaktor/ Rankingsignal? Der Longread stellt einige interessante Fragen. Er geht zum Beispiel darauf ein, dass Google schon seit Monaten beteuert, die Usersignale hätten keinen direkten Einfluss aufs Ranking. Er stellt die These auf, dass Nutzersignale deswegen einen Höhenflug hatten, weil sie uns Online-Marketern endlich wieder klare Kennzahlen an die Hand gegeben haben. Das untermauert er mit Tweets, Interviews und eigenen Berechnungen. Eine schlüssige Argumentation.

Trotzdem lässt sich nicht bestreiten, dass Google großen Wert auf das Verhalten seiner Nutzer legt. Die Frage ist, wie und ob es sich auf das Ranking auswirkt. Denn auch, wenn Usersignale kein Rankingfaktor 2018 sind, geben sie doch deutlich Auskunft über die Qualität einer Seite. Der Begriff „Indirekter Rankingfaktor“ scheint gut zu passen: Denn über ein paar Ecken hat das Nutzerverhalten eben DOCH Einfluss auf Google.

Update am 16.11.2017: Die Rankingfaktoren 2018 laut SEMrush

Geschrieben habe ich den bisherigen Artikel am 14.11. – und am 15.11. gab SEMrush bekannt, eine große Studie rund um die Rankingfaktoren 2018 angefertigt zu haben. Gutes Timing! In der ausführlichen Studie werden insgesamt 17 neue Rankingfaktoren benannt. Und Überraschung: Usergesteuerte Signale scheinen im Gegensatz zu Googles stetiger Verneinung doch eine gewaltige Rolle zu spielen. Für die Analyse hat SEMrush über 600.000 Keywords untersucht und die Top 100 genau unter die Lupe genommen. Folgende Rankingfaktoren zeigen sich:

Die Rankingfaktoren 2018 laut der Studie von SEMrush (Quelle: SEMrush)

Die Rankingfaktoren 2018 laut der Studie von SEMrush (Quelle: SEMrush)

  • Wie viele direkte Seitenzugriffe gibt es?
  • Wie viel Zeit verbringen die User auf der Seite?
  • Werden mehrere Pages pro Besuch angesehen? (Mindestens drei sind eine gute Zahl)
  • Liegt die Bounce-Rate unter 50 Prozent?
  • Wie viele Domains verlinken auf die Seite?
  • Wie viele Backlinks verlinken auf die Seite?
  • Und wie viele IPs verlinken auf die Seite?
  • Wie lang und ausführlich ist der Content?
  • Ist die Seite HTTPS-verschlüsselt?
  • Wie viele Linkanchors für interne Links gibt es auf der Seite?
  • Ist das Keyword im Content zu finden?
  • Ist das Keyword im Titel zu finden?
  • Und ist das Keyword in der Meta-Description zu finden?
  • Wie hoch ist die Keyword-Dichte?
  • Gibt es ein Video auf der Seite?

Unsere Analyse weiter oben scheint also durchaus zuzutreffen: Guter Content mit Blick auf den Besucher und eine User Experience, die den Nutzer nicht verschreckt, scheinen besonders wichtig zu sein. Auch Backlinks und andere Arten der Vernetzung sind weiterhin wichtig. Es bleibt also spannend!

Fazit zu den Rankingfaktoren 2018: Früher war alles besser – oder?

Eine Sache ist glasklar, wenn wir uns die neuen Methoden des Algorithmus anschauen: Die Zeit der Tricksereien und Google-Hacks ist vorbei. 2018 steht ein ganzheitliches Online-Marketing im Fokus, das auch (!) die Optimierung von Rankingfaktoren umschließt. Ja, es gibt noch Backlinks, Keywortanalysen und Sitemaps – aber im Vergleich zum Zusammenspiel vom komplexen Disziplinen kommt jedem einzelnen Punkt weniger Aufmerksamkeit zu.

Was bedeutet das für die SEO-Branche? Zum einen ist die interdisziplinäre Arbeit unfassbar wichtig geworden. Es reicht nicht mehr, gut auf Keywords optimieren zu können oder ein Händchen für Backlinks zu haben. Wir brauchen Spezialisten für jeden Teilbereich, die sich täglich neu ins Getümmel stürzen, sich ständig weiterbilden und über den Tellerrand blicken. Gar nicht so einfach, oder?


Was hat Euch im SEO-Jahr 2017 überrascht? Welche Trends seht ihr im nächsten Jahr? Lasst es uns in den Kommentaren wissen!

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Die 10 schlimmsten SEO-Sünden, für die Du in die Hölle kommst

Du sollst nicht lügen, Du sollst nicht stehlen, Du sollst nicht begehren illegal zugekaufte Backlinks: In der schillernden Welt der Suchmaschinenoptimierung gibt es absolute No-Gos, die sich negativ auf Dein Ranking oder Dein Karma-Konto auswirken. Das reicht von technischen Fehltritten über strategische Fettnäpfchen bis hin zur Kleinigkeit mit großen Folgen. SEO-Fehler kosten wertvolle Plätze im Ranking. Wir haben für Dich die Top 10 der SEO-Sünden zusammengestellt. Und, in wie vielen Punkten entdeckst Du Dich wieder?

1. Billige, eingekaufte Backlinks machen den Großteil Deiner Linkstruktur aus

Google kennt mittlerweile wirklich jeden Trick, mit dem schlaue Marketer das natürliche Linkwachstum imitieren wollen. Und der Suchmaschinenriese ist gar nicht begeistert über Backlink Farmen und andere Tricks. Das Ergebnis: Konsequente Rankingstrafen und im schlimmsten Fall Deindexierung. Das gilt übrigens auch für Artikelverzeichnisse und Presseportale: Der Rage Rank dieser Seiten ist in der Regel unterirdisch. Und im schlimmsten Fall vererbt sich das auf Deine Seite. Deswegen: Augen auf beim Linkkauf!

Besser: Sparsame, aber dafür hochwertige Links auf Seiten, die thematisch zu Dir passen.

2. Du sparst am Content und siehst ihn als Vehikel für Keywords

Kein Mensch ließt die Texte im Internet – oder? Tatsächlich scannen viele User die Inhalte einer Webseite. Warum solltest Du trotzdem in guten Content investieren? Weil schöne Texte viel mehr bieten als schnöden Platz für Keywords. Sie verwandeln Leser in Fans, die gerne wiederkommen und Deinen Worten lauschen. Mit passendem Content bringst Du die Seele Deines Unternehmens zum Ausdruck und sagst dem Kunden, was er bei Dir erwarten kann. Deine Texte sind die erste Begegnung der User mit Deiner Seite – also gestalte sie einladend!

Besser: Professioneller Content, der mit einer dezenten WDF*IDF-Optimierung glänzt und den menschlichen Leser anspricht.

3. Keywords werden mit der Gießkanne im Text verteilt und kaum abgewandelt

Klar, ohne Keywords geht gar nichts. Schließlich willst Du bei Google gefunden werden. Aber die Zeiten, in denen eine Keyworddichte von 10 Prozent „noch ein bisschen zu niedrig angesetzt“ war, sind (gottseidank!) vorbei. Google ist schlauer geworden: Es erkennt Flexionen, also gebeugte oder leicht abgewandelte Begriffe, und legt großen Wert auf Synonyme. Usersignale spielen ebenfalls eine große Rolle – und der menschliche Leser weiß, worum es in einem Text geht, auch wenn Du auf massenhafte Keywords verzichtest. Keywordstuffing zählt zu den schlimmsten SEO-Sünden, für die Du auf jeden Fall in die Hölle kommst.

Besser: Keywords kommen in die H1, den ersten Absatz und in mindestens eine Zwischenüberschrift. Abseits davon nur, wenn es sich im Text eben ergibt.

4. Meta-Informationen im Title-Tag sind egal, die sieht eh keiner

Doch! Der Title-Tag ist sogar das allererste, was ein User sieht, wenn er Deinen Artikel oder Deine Seite auf Google entdeckt. Wenn der Nutzer sonst nichts liest – die ersten Worte des Title-Tags werden IMMER gelesen, wie Heatmap-Studien untermauern. Deswegen sollte hier schon klar sein, worum es geht. Und: Der Meta-Title darf nicht zu lang sein! 70 Zeichen sind das absolute Maximum. Idealerweise findet sich da nicht nur das Keyword, sondern auch noch der Brandname. Ein Call-to-Action findet in der Meta-Description seinen Platz.

Besser: Der Meta-Tag hat 70 Zeichen, beginnt mit dem Keyword oder zieht die Aufmerksamkeit anderweitig auf sich.

5. Bilder auf der Seite sollen gut aussehen und sonst keine Arbeit machen

Bilder gehören unbedingt zur SEO-Optimierung. Und doch lauern hier die meisten SEO-Sünden, wie eine Studie von Mysiteauditor zeigt: 67 Prozent der analysierten Seiten hatten keine Bilder mit Alt-Tag. Der ist aber extrem wichtig: Google hat keine Augen und weiß daher (noch) nicht, was auf einem Bild abgebildet ist. Darum soll der Alternativtext eine treffende Bildbeschreibung abgeben. (Übrigens: Das ist nicht nur gut für die Crawler der Suchmaschine, auch blinde oder sehbehinderte Menschen freuen sich über einen Alternativtext.) In sagenhaften 81 Prozent aller Fälle fehlte das Keyword im Bildnamen.

Besser: Alternativtext und Bildname sollten das Keyword enthalten und treffend sein. Der Dateiname des Bildes sollte mit Bindestrichen geschrieben sein, nicht mit Leerzeichen oder Unterstrichen.

6. Überschriften setzt Du nach Gefühl, es gibt keine Headline-Struktur

Zwischenüberschriften strukturieren Deinen Text für den Leser und für die Suchmaschine. Deswegen legt Google ganz besonders großen Wert auf eine klare Struktur. Das ist wirklich einfach:

  • Es gibt auf jeder Seite genau eine H1.
  • Zwischenüberschriften sind mit H2 und H3 strukturiert.
  • Fettungen machen den Lesern das Leben einfacher.

Mehr darüber, wie Du Struktur in Deinen Content bringst, liest Du in unserem Beitrag zu einer guten Struktur für Content.

7. Deine Seite hat den technischen Standard wie zu Ihrem Release im Jahr 2011

Flash ist für Suchmaschinen nicht lesbar. Vor einigen Jahren basierten noch zahlreiche Seiten auf dem Animationssystem. Heute gibt es elegantere, schnellere und erheblich schönere Lösungen, die nicht zu schlimmen SEO-Fehlern führen. Flash ist out! Zudem solltest Du auf allzu filigranes Inline CSS verzichten, weil es Deine Seite langsam macht.

Besser: Statt flashy und aufwendig sollte eine Seite heute vor allem agil sein. Setze daher lieber auf komprimierte Daten und die Optimierung Deiner Ladezeiten.

8. Page-Speed ist Dir egal: Die User haben doch gute Internetverbindungen!

Aber warum ist die Ladegeschwindigkeit Deiner Seite so extrem wichtig? Schließlich haben die meisten User mittlerweile leistungsstarke Internetverbindungen – da kann das Webdesign gerne mal ein wenig mehr Ressourcen fordern, oder? Nein: Du solltest Dich immer am schwächsten vorstellbaren Gerät orientieren. Stell Dir vor, Du lebst in Dresden-Blasewitz, wartest seit 25 Jahren auf den Glasfasernetzausbau und musst Deiner Seite erst einmal 5 Minuten beim ruckelnden Laden zuschauen. Das macht keinen Spaß.

Besser: Agil, schnell, einfach: Das sind die Schlagworte für mehr Page-Speed.

9. Mobile Seitenvarianten gibt es nicht, das Design passt sich schon von alleine auf Smartphones an!

Gut gemachtes responsives Webdesign kann sich tatsächlich automatisch an den Bildschirm anpassen. Das muss erst einmal programmiert und eingefügt werden. Mobile Seitenversionen entstehen nicht natürlich, sondern benötigen Planung und Entwicklungszeit – erst dann kann Deine Seite mobil strahlen.

Besser: Kümmere Dich einmal kurz darum, dass Deine Seite auf allen Geräten läuft und werde von Google für eine mobile Webseite belohnt!

10. Google hat keine Augen, das Webdesign ist also zweitrangig

Google mag blind sein, aber Google ist nicht doof: Natürlich wissen die Crawler, wie die Seitenstruktur aussieht und wie Deine Menüführung funktioniert. Und es gibt noch einen weiteren Grund, warum das Webdesign natürlich nicht egal ist: Du entwickelst ein Produkt für Menschen. Und die sehen durchaus, ob ihnen Dein Design gefällt oder ob sie den Tab schnell zumachen. Dazu kommt noch, dass Google Usersignale wertet: Wenn ein Nutzer wegen Deines Designs den Rückzug antritt, bewertet Google das schlecht.

Besser: Das Design regelmäßig anpassen und in die Neuzeit bringen.

Fazit: SEO-Sünden lassen sich leicht vermeiden

Und, ertappt? Natürlich werden die wenigstens Menschen wirklich alles falsch machen. Schließlich arbeitet Google daran, möglichst gut zu verstehen, was in den Köpfen der User vor sich geht. Aber es gibt zahlreiche Studien, laut denen zwischen 29 und 81 Prozent (!) der Webseiten Probleme mit technischen Feinheiten haben. Das kostet wertvolle Plätze im Ranking. Mit einem kritischen Blick auf die eigene Webseite kannst Du solche Fettnäpfchen vermeiden. Dein Webseiten-Audit sollte aus vier Komponenten bestehen:

  • Bestandsaufnahme: Was performt gut, was funktioniert gar nicht?
  • Technischer Check: Laufen alle Systeme so schnell sie können?
  • Tiefgehende Analyse: Gibt es Links oder Content, die Dein Ranking runterziehen?
  • Blick von außen: Was sagen potenzielle User oder Kunden zu Deinem Design?

Alles beachtet? Dann hast Du eine richtig gute Basis, ganz ohne Fehler oder SEO-Sünden, die Dein Ranking unnötig belasten.


Gibt es SEO-Sünden, die sich immer wieder bei Euch einschleichen? Was tut Ihr dagegen? Lasst es uns in den Kommentaren wissen! 

 

 

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SEO: Warum ohne interne Verlinkungen gar nichts geht

Hast Du schon mal einen Blick auf Deine Sitemap geworfen? Je umfangreicher ein Web-Auftritt wird, desto unübersichtlicher wird in der Regel auch die Seitenstruktur. Und jetzt stelle Dir vor, Du bist der Google Bot und müsstest irgendwie herausfinden, welche Unterseiten jetzt wichtig sind und welche nicht. Gar nicht so einfach, oder? Interne Verlinkungen helfen dabei, Ordnung ins Chaos zu bringen. Sie sind aber nicht nur für SEO wichtig, auch User profitieren von einer durchdachten Linkstruktur und gut eingefügten internen Links. Es ist mittlerweile sogar so, dass ohne Links zu anderen Unterseiten fast gar nichts mehr geht. Wie Du elegant für ein gutes Linknetzwerk auf Deiner Seite sorgst, verraten wir Dir bei uns im Blog.

Google erkennt, welche Seiten besonders wichtig sind

Die Logik von Google ist schon lange ziemlich klar: Viele Links = hohe Relevanz. Das hat vor einigen Jahren zu wilden Blüten, wie den bekannten Backlink-Farmen und Presseportalen geführt, bei denen besonders viele externe Verlinkungen entstehen sollten. Der Rankingfaktor Backlinks wurde daraufhin radikal umgestellt. Das Penguin 4.0-Update hat diesen Techniken ein Ende gesetzt. Aber auch heute noch spielen Links eine wichtige Rolle im SEO-Bereich.

Verlinkungen helfen den Crawling Bots von Google dabei, Zusammenhänge zu verstehen. Und das System funktioniert nicht nur zwischen unterschiedlichen Seiten, auch interne Verlinkungen können einen großen Einfluss auf die Bewertung einer Seite haben. Dabei haben die seiteninternen Verknüpfungen sogar einen großen Vorteil: Im Gegensatz zu externen Links gibt es hier keine dramatischen Ranking-Verluste, wenn man es übertreibt. Gut rankende Seiten vererben einen Teil ihres Page Ranks an die internen Links und heben damit den Wert der ganzen Seite. Aber um zu verstehen, wie genau Google interne Links bewertet, müssen wir auch einen Blick auf die Usability werfen.

Interne Links: Mehr Usability für den Nutzer

Natürlich sollen Links nicht nur die Bots von Google glücklich machen. Bei SEO geht es immer auch um die Bedürfnisse der Nutzer. Und für den interessierten Nutzer bieten Links die Möglichkeit, mehr über den verlinkten Aspekt Deines Angebots zu erfahren. Um sich dabei immer zurechtzufinden, hilft natürlich auch ein Menü. Aber oftmals entstehen die conversionreichsten Bewegungen auf der Seite durch gut gesetzte interne Links. Google hat das verstanden und bewertet interne Verlinkungen auch auf Basis ihrer Benutzerfreundlichkeit.

Eine nutzerfreundliche Linkstruktur führt den Leser elegant genau so durch Deine Seite, wie Du es willst. Dafür erstellst Du vor dem Linkaufbau eine ideale Struktur und arbeitest dann um diese herum. So kannst Du Seiten in den Fokus der Aufmerksamkeit rücken, die für Dich und Dein Business besonders wichtig sind. Der Besucher kommt so schnell und ohne Umwege zu den Informationen, die er haben will. Und ganz nebenbei weiß auch Google, welche Schwerpunkte Du für Deine Seite setzt.

Dos und Don’ts bei internen Links

DO: Sinnvolle Ankertexte setzen: Bei den Linktexten solltest Du darauf achten, dass die gewünschten Keywords für die Zielseite vorkommen – das sendet dem Crawling Bot die richtigen Signale und trägt zum Ranking für diese Keywords bei.

DON’T: Den User nicht leiten: Jede Seite sollte einen direkten Zugang zum Menü aufweisen und die Navigation per Breadcrumbs ermöglichen. Das bietet dem User Orientierung und baut nebenbei noch einige gut platzierte interne Verlinkungen auf.

DO: Linkstruktur im Auge behalten. Lasse die interne Linkstruktur nicht zu verwoben werden! Du musst nicht von jeder einzelnen Seite auf alle denkbaren Unterseiten verlinken – so wird der Weg der User schnell unübersichtlich.

DON’T: Es mit der Anzahl an internen Verlinkungen übertreiben: Zum einen sieht es einfach nicht gut aus, wenn der ganze Text voller Links ist. Das verwirrt den Leser und lenkt vom eigentlichen Inhalt ab. Außerdem werten die meisten Suchmaschinen nur den ersten Link zu einer spezifischen Zielseite, der in einem Text vorkommt und ignorieren alle weiteren Links auf dieselbe Seite.

DO: Links gut in den Text einbauen: Es gibt nichts Schlimmeres als Links, die offensichtlich als Selbstzweck eingebaut wurden. Die meisten User wissen mittlerweile, wie solche Links aussehen. Aber wenn ein Link elegant in den Text eingebaut ist, wirkt er gar nicht störend, sondern fügt sogar zusätzliche Informationen hinzu!

DON’T: Ohne festen Plan einfach Links setzen: Du willst mit Deinen internen Verlinkungen ein Ziel erreichen. Deswegen solltest Du Dir vorher einen Plan machen und Dir idealerweise sogar aufzeichnen, wie die Struktur Deiner wichtigsten Links aussehen soll und wo der User am Ende herauskommen soll.

DO: Balanciere die Verteilung der Links! Versuche nicht, manche Seiten extrem zu bevorzugen. Es ist immer so, dass manche Kategorien auf einer Seite wichtiger sind als andere, aber die interne Linkverteilung sollte halbwegs ausgewogen sein. In den Webmaster-Tools von Google kannst Du checken, welche Seiten untereinander verlinkt sind.

Fazit: Interne Verlinkungen bringen Dich ans Ziel!

In Sachen OnPage-Optimierung gibt es wenig, was so effektiv für gute Rankings sorgt wie eine Linkstruktur auf der Seite. Natürlich sind interne Links kein Allheilmittel – schließlich gibt es auch seitenlose Designs, die sehr gut ranken, oder unkomplizierte Seitenstrukturen mit nur wenigen Unterseiten. Aber spätestens, wenn Deine Sitemap mehr als drei Ebenen hat oder Du Deine User in eine ganz bestimmte Richtung führen willst, lohnen sich interne Verlinkungen, die den User ans Ziel führen. Zusammenfassend:

  • Interne Linkstrukturen führen User und Bots durch Deine Seite
  • Für die Usability bieten sich seiteninterne Verknüpfungen an, die den User geschickt zur Conversion leiten
  • Achte auf ein ausgewogenes Verhältnis der verlinkten Seiten
  • Mit Ankertexten kannst Du die gewünschten Keywords weiter pushen

Was ist Dein Geheimrezept für gute Links? Lass es uns wissen! 

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Das bedeutet Voice-Search für SEO!

„Okay, Google. Was bedeutet Voice-Search für SEO?“

„Voice-Search bezeichnet die Sprachsteuerung der Suche im Englischen.“

„Cool, aber was bedeutet sie für SEO?“

„Suchmaschinenoptimierung für Voice-Search hat viele Komponenten. Hier einige Artikel für dich!“

„Danke, Google!“

 

Gut, ganz so weit ist Google noch nicht in Sachen Spracherkennung. Die Voice-Search ist trotzdem nach wie vor ein spannendes Feld, das auch für SEO interessant ist. Wie macht man eigentlich SEO für die Sprachsuche? Wir haben uns auf Spurensuche begeben.

Voice-Search wächst weiter

Wir haben schon vor einem Jahr das rasante Wachstum der Voice-Anfragen bei der Google-Suche beleuchtet. Leider hat Google keine neuen Zahlen zur Nutzung der Voice-Suche herausgegeben, es darf allerdings vermutet werden, dass der Aufstieg der digitalen Assistenten ungehindert weitergeht.

Das liegt nicht nur an den mobilen Assistenten wie Siri oder Google Now, die in jedem Smartphone eingezogen sind. Auch Amazon Echo als Home-Assistent trägt einen großen Teil dazu bei, dass die Sprachsuche immer alltäglicher wird.

Aktuell arbeitet Google weniger daran, die bestehende Suche zu verbessern, sondern erweitert die Sprachpalette, die Google Now versteht. Erst diese Woche kamen mit Bengali, Urdu und anderen indischen Dialekten acht neue Regionalvarianten heraus.

Fragen statt tippen: Voice-Search basiert auf anderen SEO-Regeln

Der größte Unterschied bei der Sprachsuche besteht wohl darin, dass die User ihre Fragen nicht mehr eintippen. Gut, das ist jetzt keine revolutionäre Erkenntnis, aber man sollte die Bedeutung dieses Punktes nicht vergessen. Die meisten User nutzen beim Eintippen ihrer Suchanfragen ein ganz spezielles Muster ohne Zwischenwörter: dresden agentur adwords.

Bei der Voice-Search dagegen sind die Fragen in der Regel (halbwegs) grammatikalisch korrekt formuliert: “Welche Adwords-Agenturen gibt es in Dresden?”

Grundsätzlich macht das keinen großen Unterschied. Google erkennt Semantik und die Intentionen des Users aus beiden Varianten heraus. Trotzdem zeigt sich in den SERPs, dass beide Suchanfragen ein unterschiedliches Ergebnis hervorbringen:

Zwei Suchanfragen im Vergleich: Obwohl der Inhalt dieselbe Intention hat, verändern sich die Rankings bei der Voice-Search jeweils leicht. Die grauen Ergebnisse kommen nur jeweils einmal in den Top-7 vor und erscheinen auf der anderen Seite gar nicht.

Zwei Suchanfragen im Vergleich: Obwohl der Inhalt dieselbe Intention hat, verändern sich die Rankings bei der Voice-Search jeweils leicht. Die grauen Ergebnisse kommen nur jeweils einmal in den Top 7 vor und erscheinen auf der anderen Seite gar nicht.

SEO und Sprachsuche: Diese 6 Regeln gelten jetzt

  1. Ausformulierte Fragen: Die Suchanfragen bei der Sprachsuche sind fast immer explizite Fragen. Wer diese Fragen auf seiner Webseite stellt, der hat gute Chancen, weit oben zu ranken.
  2. Longtail-Keywords: Bei der Sprachsuche formuliert man nicht so knapp wie beim Tippen. Außerdem kommen hier häufig Wörter zum Einsatz, die nicht unbedingt zur Schriftsprache gehören. Longtail-Keywords bilden beides ab. Neben diesem Aspekt haben Longtails mit mehr als 3 Worten außerdem meist mit weniger Konkurrenz zu kämpfen.
  3. Inhalte, die Fragen beantworten: Ihr solltet natürlich nicht nur Fragen beantworten, sondern auch die dazu passenden Antworten liefern. Alles andere verärgert die User. Wenn Ihr also eine (Keyword-)Frage stellt, liefert direkt die Lösung dazu – denn danach suchen die User.
  4. Strukturierte Daten: Knowledge Boxes in den SERPs sollen Fragen von Usern direkt beantworten. Google kann diese Inhalte sogar direkt vorlesen. Wie bekommt man dieses Spotlight? Der genaue Modus ist nicht klar, aber zumindest bei Begriffsdefinitionen setzt Google meist auf das erste Ergebnis, welches das Wort erklärt. Das stammt oft von Wikipedia. Online-Lexika mit sehr gutem Page-Rank werden aber auch in den Boxen präsentiert. Strukturierte Daten können Google dabei helfen, Eure Inhalte besser zu verstehen.
  5. FAQ-Seiten: Im Frequently Asked Questions-Abschnitt einer Seite werden ganz natürlich Fragen gestellt und beantwortet. Perfekt für die Sprachsuche! Noch dazu gehören FAQs zu den beliebtesten Seitenarten, die sehr häufig geklickt werden. Achtet darauf, dass die Fragen stets mit Keyword formuliert sind!
  6. Nutzerfragen herausfinden: Welche Fragen sprechen die User überhaupt ins Handymikro? Manchmal sind das ganz andere Fragen, als Ihr Euch ausmalt. Deswegen solltet Ihr Eure aktuellen Suchbegriffe im Blick behalten, um die richtigen Fragen zu finden und zu beantworten!

Alles bleibt anders: Ein Blick in die Zukunft der Voice-Search

Momentan kann man nur orakeln, wie Google zu der Voice-Suche steht und wie sich Voice-Search und SEO vertragen. Fest steht allerdings, dass sich hier enorme Potenziale verbergen. Denn die Sprachsuche wird vor allem von Usern genutzt, die mobil unterwegs sind und vielleicht gerade auf der Suche nach einem passenden Produkt für ihr aktuelles Bedürfnis sind. Wer hier an der Spitze steht, hat schnell Erfolg. Eine spannende Zeit, um sich mit der Sprachsuche zu beschäftigen.

Habt Ihr Euch schon Gedanken zu dem Thema gemacht? Teilt sie in den Kommentaren!

 

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So lang muss Dein Text sein: Die optimale Länge von Content

Wer schon einmal einen langweiligen Artikel in einem Blog gelesen hat oder sich durch eine Soziologievorlesung gequält hat, weiß: Man kann auch mit vielen Worten nichts sagen. Deswegen steht seit Jahren die Länge von Content immer einmal wieder im Fokus der Aufmerksamkeit. Sind epische 1500-Wörter-Plus-Artikel wirklich die beste Wahl? Oder reichen auch 700 Wörter? Wir haben uns angeschaut, wie lang Texte für Blogs sein müssen und was Du beim Schreiben beachten muss.

Textlänge und Inhalt: Für immer verbunden?

Es hat sich mittlerweile sicher herumgesprochen, dass Google Texte mit mehr als 300 Worten erheblich boostet. Außerdem gibt es Statistiken, die besagen, dass auf den vorderen Plätzen im Ranking durchgehend Artikel mit mehr als 2000 Wörtern stehen. Sie beleuchten ein Thema besonders intensiv. Aber gilt das wirklich in jedem Fall und müssen wir unsere armen Leser deswegen mit Worten bewerfen? Ich denke nicht.

 

Die durchschnittliche Länge von Content auf den vorderen Rankingplätzen.

Die durchschnittliche Länge von Content auf den vorderen Rankingplätzen. (Quelle: serpIQ)

Textlänge und Inhalt müssen zusammen passen. Die sogenannten “epischen Artikel” mit mehr als 1500 Wörtern können entweder gut recherchierte tiefgreifende Reportagen sein. Oder eben mittelspannende Lektüren, bei denen Du irgendwann zum Fazit springst, weil Du unterwegs den Faden verloren hast. Sprich: Je länger der Artikel, desto mehr Arbeit, Zeit und Geld müssen hineinfließen. Der ROI ist deswegen nicht unbedingt besser, nur weil der Text besonders ausführlich ist.

Was soll Dein Text bewirken?

Wir zielen in unserem Blog auf eine durchschnittliche Textlänge von 600 bis 800 Wörtern. Das lässt sich bequem in etwa 5 Minuten durchlesen und sieht auf allen Bildschirmen gut aus. Wir machen uns keine Illusionen: Unser Blog ist wahrscheinlich nichts für einen intensiven Leseabend am Kaminfeuer mit dem eReader in der Hand. Und das soll er auch gar nicht sein.

Wir wollen, dass Du unsere Artikel in der Mittagspause in der Agentur durchlesen kannst oder beim Warten auf den Bus nach Feierabend. (Gut, das kann in Dresden durchaus manchmal dauern, aber eben nicht ewig).

Stell Dir in der Planungsphase die Frage, was Dein Text bewirken soll. Ist es ein kleiner Informationsartikel über ein interessantes Thema oder willst Du Dein Wissen über Dein Spezialgebiet teilen und keine Kompromisse eingehen? Daraus lässt sich nämlich ableiten, in welche Richtung die Textlänge bei Dir gehen soll.

10 Arten von Texten fürs Internet und ihre optimale Länge

  1. Tiefgehende Reportagen: Du willst Dein Wissen teilen? Gut! Wenn Du Expertenratschläge gibst oder Dich intensiv mit einem Aspekt beschäftigst, sprichst Du meist eine kleine Zielgruppe an. Die wird aber begeistert sein von so viel Engagement.  → mehr als 1500 Wörter*
  2. Erklärungen für Features oder Angebote: Du weißt alles über Dein Angebot. Die Kunst ist es, dieses Wissen und Deine Leidenschaft möglichst ansprechend für den Leser zu formulieren. Ein gutes Layout ohne Textwüsten hilft Dir dabei, den User einzufangen und die Lust auf Dein Produkt weiterzugeben. → mehr als 700 Wörter
  3. Blogartikel: Tob Dich aus! Es gibt fast keine Regeln, was die Länge von Blogartikeln angeht. Wichtig ist, dass sie Struktur haben: Zwischenüberschriften und Aufzählungen (wie diese hier!) erleichtern das Lesen.  → 500 bis 1000 Wörter
  4. Listicles im Blog: Viele Listicles haben eingebaute Bilder und sind dadurch automatisch recht lang. Die Länge ist wie beim Blogartikel flexibel. Durch die gute Struktur, die durch die Punkte gegeben ist, kannst Du mehr schreiben.  → 300 bis 600 Wörter
  5. Landing Pages: Eine Landing Page soll verkaufen. Wie bei der Produkterklärung musst Du dem Leser in schnellen Worten beibringen, warum Dein Produkt für ihn die richtige Wahl ist. Übertriebene Textwüsten schrecken ab. Strukturiere deine Informationen und füge aussagekräftige Bilder hinzu! → 300 bis 500 Wörter
  6. About-Me-Seite: Wusstest Du, dass viele User zuerst die „Über mich“-Seite angesteuern? Die Leser wollen mehr über den Kopf hinter dem Angebot wissen. Dabei geht es nicht um Deinen Lebenslauf. Es geht darum, wie Du zu Deiner Leidenschaft gekommen bist und was genau Du tun kannst, um die Bedürfnisse des Kunden zu befriedigen.  → 400 bis 600 Wörter
  7. Newsartikel: Es gibt etwas zu berichten? Dann halte Dich kurz! Newsartikel sind keine Analysen oder bieten keinen Ausblick. Sie stellen eine Neuigkeit vor und sollten sich möglichst schnell und unkompliziert lesen lassen.  → 250 bis 400 Wörter
  8. Facebook-Post: Die meisten Facebook-Beiträge, vor allem die mit Link, werden nach etwa 140 Zeichen abgebrochen. Dein Text sollte also von Anfang an überzeugen – oder kurz bleiben. → 50 bis 150 Wörter
  9. Produktbeschreibungen: Online-Shops leben von ihren Produktseiten. Eine aussagekräftige Beschreibung kurbelt die Conversion-Rate an und kann sogar einen positiven Effekt aufs Branding haben. Verdichte deinen Content auf etwa 100 Wörter, gerne mit einer Bullet-Point-Aufzählung. Das verkauft! → 75 bis 150 Wörter
  10. Micro-Copy: Ja, auch die kleinen Aufforderungen auf Buttons oder in der Navigation sind Content. Trotzdem sollte der Leser immer wissen, worauf er da klickt: Micro-Copy ist kurz und präzise. → 1 bis 3 Wörter

*Exakte Wortangaben bringen nicht viel – der angegebene Korridor ist eher eine Richtlinie als eine Regel.

Auf das Medium kommt es an

Bei der Länge von Content kommt es nicht nur auf die gewünschte Tiefe der Information an. Auch der Bildschirm, an dem Deine User den Text sehen, entscheidet über die ideale Länge. Desktop-User haben meist mehr Zeit und lange Texte lassen sich in der Regel auf einem großen Bildschirm angenehmer lesen (wenn die Formatierung stimmt). Mobile Endgeräte sind gerade bei längerem Content schwer zu bedienen.

Eine Sonderform ist das Tablet. Denn meist wird es explizit zum Lesen genutzt und kann deswegen nicht unbedingt mit einem Smartphone-Bildschirm verglichen werden.

Experten empfehlen, zumindest bei sehr langen Contentarten zwei Textvarianten zu schreiben. Einmal die ausführliche Version und einen gekürzten Artikel für Mobilgeräte. Per responsive Design entscheidet sich dann, welcher Artikel ausgegeben wird. Dann solltest Du unbedingt darauf hinweisen, dass es sich bei der Mobil-Variante um eine Kurzfassung handelt!

Infografik: Länge von Content auf verschiedenen Bildschirmen

 

Die Länge von Content auf verschiedenen Bildschirmen ist entscheidend.

Die Länge von Content auf verschiedenen Bildschirmen ist entscheidend.

Fazit: Die Länge von Content ist relativ

Gut, das ist jetzt wahrscheinlich keine befriedigende Antwort, aber die eine perfekte Contentlänge für jeden Bedarf gibt es einfach nicht. Man kann nie wissen, in welcher Situation ein Leser gerade über Deinen Text stolpert. Vielleicht sitzt er gerade in der Straßenbahn und hat fünf Haltestellen Zeit für Deinen Blog. Oder sie hat es sich gerade mit dem Tablet auf dem Sofa gemütlich gemacht und sucht nach einer längeren Lektüre. Vielleicht ist gleich die Mittagspause vorbei oder im Hintergrund piepst das WhatsApp-Fenster – man weiß es einfach nicht.

Deswegen ist es wichtig, bei der Länge von Content nicht (ausschließlich) taktisch zu denken, sondern es eben fließen zu lassen. So kommt für jeden Text genau die richtige Länge heraus. Dieser Text hat jetzt beispielsweise knapp 1000 Wörter (plus eine Infografik). Wenn wir jetzt noch mehr schreiben würden, würde es in Schwafeln ausarten – und das will ja keiner.

Habt Ihr einen Masterplan für die optimale Länge von Content? Lasst es uns in den Kommentaren wissen! 

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Die wichtigsten Google-Rankingfaktoren 2017

SearchMetrics ist mit seiner Analyse zu den jährlichen SEO-Trends und den wichtigsten Rankingfaktoren des Jahres ein wichtiger Wegweiser in der Welt der Suchmaschinenoptimierung. Dieses Jahr könnte aber alles anders werden – denn Google setzt bei den Rankingfaktoren 2017 auf individuelle Signale von RankBrain. Ist die Zeit der großen SEO-Trends vorbei? Wir haben uns die Studie einmal angeschaut.

Bye-Bye Rankingfaktoren? SEO wird immer komplexer

Das aktuelle Whitepaper von SearchMetrics stellt die SEO-Welt auf den Kopf. In einer übersichtlichen Infografik wird hier mal eben erläutert, was eigentlich recht einfach zu sagen ist: Rankingfaktoren, wie wir sie kennen, gibt es nicht mehr. Es ist da nur konsequent, dass auch in der zugehörigen Studie auf eine allgemeingültige Aussage zu den Rankingfaktoren 2017 verzichtet wurde. Der Fokus liegt im Gegensatz zu 2016 heute eher auf einzelnen Branchen.

Rankingfaktoren 2017 Infografik

Aber warum ist das so? SEO wird immer komplexer. Google hat besonders mit RankBrain die Möglichkeit geschaffen, Usersignale in Echtzeit auszuwerten und zu verarbeiten. Das Ergebnis ist ein immer passgenaueres Suchergebnis für so gut wie jede Anfrage. Aber gleichzeitig bedeutet das auch, dass alle anderen Signale – Backlinks, Keywordverteilung, Social Signals – immer unwichtiger werden. Es ist fast unmöglich geworden, Suchergebnisse mit irgendwelchen technischen Tricks zu manipulieren – denn der User gibt jetzt den Ton an.

Immer im Trend: Technische Rankingfaktoren

Aber das heißt nicht, dass die Technik gar keine Rolle bei den Rankingfaktoren 2017 spielen würde. Im Gegenteil: Es zeigt sich ziemlich deutlich, dass die technischen Standards für Webseiten einen gewaltigen Einfluss auf das Ranking haben. Denn einige Must-haves aus dem technischen Bereich werden bald zur Baseline erhoben – und wenn eine Seite diese Aspekte nicht ausreichend erfüllt, wird sie gnadenlos abgestraft.

“Faktoren wie Seitenladezeit, Dateigröße, HTTPS-Verschlüsselung (insbesondere im eCommerce), interne Verlinkung, Seitenarchitektur oder Mobilfreundlichkeit sind hierbei elementar.” (aus dem Whitepaper von SearchMetrics)

Besonders an der HTTPS-Verschlüsselung kommt demnächst niemand mehr vorbei. Seiten ohne Verschlüsselung sollen in den SERPS demnächst auffällig gekennzeichnet werden.

5 neue Features, die bei den Rankingfaktoren eine Rolle spielen

  1. Usersignale – Durch RankBrain und Auswertungen zum Surfverhalten kann Google sehr gut auswerten, ob ein User mit einem Suchergebnis zufrieden ist. CTR und Bounce Rate sind für die oberen Rankingplätze erheblich besser – weil die Ergebnisse passgenau auf die Suchintention abgestimmt sind.
  2. Textstruktur – Es ist extrem wichtig, dass die Crawler von Google die Seitenstruktur verstehen und interpretieren können. Denn so finden die User noch schneller genau zu den Inhalten, die sie wollen. Das wirkt sich positiv auf das Userverhalten aus. Daher haben H1-Überschriften und strong-Tags einen großen Einfluss aufs Ranking.
  3. Content-Relevanz – Die Studie von SearchMetrics besagt, dass auf den Plätzen 3 bis 6 in den SERPs der beste Content wartet. Die Relevanz des Contents zur Suchanfrage ist ein neuer Punkt, den Google jetzt interpretieren kann – und zwar in Echtzeit.
  4. Interne Verlinkungen – Die Backlink-Struktur spielt mittlerweile kaum noch eine Rolle. Umso wichtiger ist eine logische interne Verlinkung auf der Seite. Denn das erleichtert den Crawlern das Strukturieren der Seiteninhalte.
  5. Machine-Learning-Algorithmen – Google lernt in Echtzeit dazu. Das bedeutet, dass all diese neuen Features in keinster Weise das Maß der Dinge sind. SEO ist heute filigraner denn je und besteht aus einer so großen Vielzahl von Rankingfaktoren, dass man kaum noch sagen kann, was jetzt genau wichtig ist.

Fazit: Google Rankingfaktoren 2017 – das Ende der Geheimrezepte

Natürlich ist das Whitepaper von SearchMetrics nur eine Studie zum Thema Rankingfaktoren 2017. Allerdings hat das Unternehmen schon in den letzten Jahren recht zuverlässig die Stoßrichtung in Sachen SEO vorgegeben. Und die Entwicklung der Suchmaschinen geht definitiv in Richtung Machine Learning, künstliche Intelligenz und Usersignale.

Was heißt das jetzt für Online Marketer? Zum einen gibt es mittlerweile einfach kein Patentrezept mehr, mit dem man einfach so an gute Rankings kommt. Der einzige Weg führt über richtig guten Content, der am Interesse des Users ausgerichtet ist und ihn zuverlässig auf die eigene Seite zieht und dort zum Interagieren bringt. Daneben sollten auch die technischen Details stimmen.

Oder habt Ihr ein anderes Online-Marketing Geheimrezept, auf das Ihr setzt? Lasst es uns in den Kommentaren wissen!

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Nervige Werbung als Ranking-Killer

Sie nerven: Pop-Ups, Interstitials, riesige Banner und andere Werbeformen, die den eigentlichen Content verstecken. Vor allem auf dem Smartphone kann es zur echten Nervenprobe werden, ein großes Banner wegzuklicken – denn nur selten funktioniert das X in der Ecke so gut, wie man sich das wünschen würde. Google sind diese Formen der nervigen Werbung ebenfalls ein Dorn im Auge. Daher ergreift unser liebster Suchmaschinenriese Maßnahmen, um Pop-Ups und Co. einzuschränken. Und wie üblich drehen sich diese Maßnahmen ganz um Rankingabstrafungen für nervige Werbung.

Welche Werbeformen nerven am meisten?

Wir alle kennen das: Wir wollen nur gemütlich einen kleinen Artikel in einem Online-Magazin oder auf einem Blog lesen, aber schon nachdem wir die ersten paar Worte überflogen haben, werden wir unsanft ausgebremst. Ein riesiges Banner schiebt sich ins Bild, bringt dabei gerne einmal das ganze Seitenlayout durcheinander oder lässt die Seite gleich ganz abstürzen.

Oder wir sind gerade mitten in einem spannenden Beitrag, als plötzlich eine seitenfüllende Werbung zwischen dem Text auftaucht (das ist ein so genanntes Interstitial). Erst nach einigem Scrollen geht es weiter, der Gedankengang ist weg. Solche Werbung senkt die User Experience, besonders auf Mobilgeräten, und das gefällt Google gar nicht. Nach dem Schlag gegen störende Werbung in Apps folgen 2017 dann Webseiten mit Pop-Up-Werbung und anderen störenden Formaten. Hier ist die erste Liste mit störender Werbung, die man ab 2017 nicht mehr sehen will:

  • Pop-Ups, die beim Lesen auftauchen und den Content (teilweise) überlagern
  • Interstitials, welche die gesamte Seite überdecken und erst geschlossen oder weggescrollt werden müssen, um fortzufahren
  • Banner Above-the-fold, an der man vorbeiscrollen muss, um zum Inhalt der Seite zu gelangen

Nervige Werbung vs. Google

Stichtag für die Änderungen ist der 10.01.2017. Ab diesem Datum werden Seiten, die auf großflächige Pop-Ups setzen, im Ranking abgestraft. Denn solche Werbeformen hindern den User daran, direkt zu dem Content zu kommen, den er haben möchte. Die schlechte User-Experience wirkt sich also nicht nur auf die Klickraten aus, auch Google wird demnächst dafür sorgen, dass Seiten mit nerviger Werbung nicht mehr so weit oben in den SERPs erscheinen.

„Webseiten, die aufdringliche Werbung zeigen, bieten eine schlechtere Nutzererfahrung als Webseiten, die ihre Inhalte direkt anzeigen“

So begründet Google-Produktmanager Doantam Phan den Schritt gegen nervige Werbung. Davon betroffen sind vor allem News-Portale, Magazine und andere Seiten mit geschriebenem Content. Auch Blogs, gerade in der SEO-Welt, nutzen gerne ein Overlay, um ihren Newsletter oder ihr Angebot zu bewerben (wir übrigens auch). Das dürfe ab Januar der Geschichte angehören. Oder gibt es Ausnahmen für Google?

Gibt es erlaubte Pop-Up-Werbung?

Natürlich ist nicht jedes Werbebanner sofort der Grund für eine Rankingabstrafung. Es geht in Google erster Linie wirklich darum, ob und wie die nervige Werbung den User beeinträchtigt. Es gibt auch dezente Werbung, die nach wie vor vollkommen in Ordnung ist:

  • Kleine Pop-Ups, die zum Beispiel die Nutzung der Cookies erklären oder eine Altersverifizierung bei entsprechenden Inhalten durchführen
  • kleinere Banner, die sich leicht schließen lassen, wie beispielsweise der App-Install-Banner von Chrome
  • Login-Formulare vor bezahlbarem Content

Diese Banner und Pop-Ups gehören zum Funktionsumfang der Seite und sind damit nicht so störend für den User. Wie genau Google die Unterschiede festmacht und in welchem Rahmen sich die Ranking-Abstrafung bewegen wird, ist leider noch nicht bekannt. Das wird sich Anfang 2017 zeigen, wenn dieses Update live ausgerollt wird. Bis dahin bleibt noch genug Zeit, die eigene Seite den neuen Standards anzupassen. Habt Ihr Euch schon darum gekümmert?

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Die Top 5 der vermeidbaren SEO-Fehler

Jede Seite betreibt auf die eine oder andere Art und Weise SEO. Aber viele Nutzer, Webmaster und auch Experten neigen dazu, bei der Suchmaschinenoptimierung immer und immer wieder bestimmte Fehler zu machen. SEMrush hat jetzt eine spannende Infografik herausgebracht, auf der die häufigsten SEO-Fehler übersichtlich erklärt werden. Wir haben sie für euch analysiert und die Top 5 der vermeidbaren SEO-Fehler noch einmal kompakter zusammengestellt.

SEO-Fehler 1: Duplicate Content

Die Zahl sieht erst einmal gruselig aus: Laut SEMrush haben 50 % aller analysierten Seiten Duplicate Content. Ist Deutschland also ein Land gezeichnet von Content-Diebstahl und doppelten Texten? Eigentlich nicht. Denn Unique Content ist laut Andreas Quinkert von zielbar.de eh nur ein Ideal, an das man sich annähern kann, aber es nie wirklich erreichen wird – allein schon, weil es eben nur eine begrenzte Auswahl an Möglichkeiten gibt, einen bestimmten Sachverhalt zu beschreiben.

SEO-Fehler 2: Revenge of the Duplicate Content

Ist Duplicate Content so schlimm, dass es gleich zwei Listenplätze verdient hat? Ja. Außerdem dreht sich der zweitgrößte Block in der Analyse von SEMrush um das Problem “Meta-Titles”. Denn zahlreiche Webseiten recyclen für ihre Meta-Infos, also die Überschrift in den SERPs bei Google und die Meta-Description, einfach Teile des Textinhalts. Besonders die H1-Überschrift und der Meta-Title sind da gerne einmal wortgleich – und genau das solltet ihr vermeiden. Ebenfalls problematisch: Doppelte Title-Tags – also bei den Meta-Tags lieber auf unterschiedliche Formulierungen setzen!

SEO-Fehler 3: Bilder, Alt-Tags und mehr

Es ist eine Krux mit den Bildern – darum verzichten auch gleich 10% aller Webseiten in der Studie ganz auf grafischen Content. Das bedeutet aber auch, dass Google (und die Leser!) deine Seite abstraft. Auch fehlende Alt-Tags, also die Bildbeschreibung, die erscheint, wenn die Grafik nicht lädt, ist ein beliebter Problempunkt. Und zu guter Letzt besteht bei den Bildern auch noch das Problem mit dem Duplicate Content (wobei Bilderklau nicht nur aus SEO-Sicht höchst problematisch ist).

SEO-Fehler 4: Tote Links

404-Fehler sind nie gut. Denn Links, die ins nirgendwo führen, schmälern den Seitenrang bei Google – ganz speziell, wenn sie auf die eigene Domain führen sollen. Auch ausgehende Links zu toten Quellen werden sehr negativ bewertet. Selbst, wenn wir einmal die Auswirkungen von nicht funktionierenden Links auf das Ranking bei Google ignorieren (was wir nicht tun sollten), schmälern tote Links die Chance, das User sich etwas genauer auf der Seite umschauen. Denn sie sind ein Zeichen von einer schlecht gepflegten Seite – und damit Gift für eine positive User Experience.

SEO-Fehler 5: Zu wenig Text

Oder, um es mit den Worten von SEMrush zu formulieren: Ein zu schlechtes “Text-zu-Code”-Verhältnis. Das bedeutet, dass der Seiteninhalt zu wenig … nunja … Inhalt hat. Zum einen kann das nämlich Zeichen für einen aufgeblähten Quellcode sein, zum anderen ist es natürlich auch problematisch, wenn eine Seite zu wenig Text hat. Besonders Online-Shops müssen hier oft auf einem schmalen Grat wandern – und nicht zu viel schreiben, weil die User sonst das Interesse verlieren, aber auch nicht zu wenig Content bieten. Blogposts und Landing Pages sollten grundsätzlich mehr als 400 Wörter haben.

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Google Phantom IV – Und jährlich grüßt das Phantom

Bereits zum vierten Mal geht das Phantom um. Google Phantom IV treibt den Kampf um die besten Suchergebnisse zum Nutzerwillen weiter voran – aber was müssen wir SEOs dabei beachten? Und ist es überhaupt so schlau, ständig dem nächsten Update auf der Spur zu sein oder sollten wir uns lieber an anderen Fakten orientieren? Wir haben das Phantom 4-Update unter die Lupe genommen!

Was sind eigentlich die Phantom-Updates von Google?

Schon die Vorgänger des rätselhaften, unbestätigten Updates haben für viel Verwirrung unter SEOs gesorgt. Aber eines scheinen die Phantome alle gemeinsam zu haben: Sie drehen sich so gut wie immer um die Qualität des Contents, und zwar ganz besonders im Hinblick darauf, wie gut die Suchintention des Users befriedigt wird. Aber auch andere Aspekte spielen eine Rolle:

  • Seiten mit guter Usability werden im Durchschnitt weniger häufig abgestraft
  • eine niedrige Absprungrate ist ebenfalls ein Indiz für einen kleinen Bonus bei den Phantomen
  • die Platzierung des Content wird ebenfalls in den Fokus genommen

Kurzum: Phantom-Updates sorgen dafür, dass sich der User auf einer hoch gerankten Seite rundum wohlfühlt und genau die Infos bekommt, die er gesucht hat. Damit ist dieser Update-Zyklus eng mit RankBrain verwoben, der künstlichen Intelligenz von Google.

Im aktuellen Fall scheint es Ende Juni/Anfang Juli deutliche Änderungen gegeben zu haben, die sich mit den normalen RankBrain-Aktualisierungen nicht erklären lassen. Google schwieg zwar beharrlich, das ist aber bei den Core-Updates keine große Überraschung. Die teils deutlichen Veränderungen wurden von Experten als Google Phantom IV bezeichnet – ein neues Update in einer Reihe von Veränderungen am Kern der Suchmaschine.

Welche Änderungen bringt Google Phantom IV mit sich?

Änderungen? Eigentlich keine. Das klingt jetzt natürlich nicht so beeindruckend, aber trotzdem sollte man das Phantom nicht ignorieren – schließlich hat das Update Anfang Juli einige Ranking ordentlich durcheinandergebracht. Und in erster Linie liegt das daran, dass Google verstärkt Usersignale betrachtet und interpretiert. Klingt nach RankBrain? Klar, schließlich hängt im Google-Algorithmus alles zusammen.

Aber die Phantom-Updates tragen nicht umsonst den Beinamen “Core Update” – die Änderungen betreffen zwar auf den ersten Blick nicht viele Seiten, aber doch haben sie einen gewaltigen Impact.

Im aktuellen Fall hat es vor allem Seiten getroffen, die vorher zu bestimmten Keywords gut rankten, aber den User-Intent nicht wirklich gut befriedigen konnten. Besonders Übersichtsseiten, die zum Weiterklicken animieren wollten, wurden vom Phantom hart bestraft.

Bei Searchmetrics gibt es eine genaue Analyse über die Gewinner und Verlierer des Updates – dort gibt es auch ein paar eindrucksvolle Fallbeispiele.

Nutzersignale erkennen und verstehen

Bei Phantom 4 wird schnell eines klar: Google legt größten Wert auf die Signale der User. Wenn der User also nicht sofort findet, wonach er gesucht hat, verlässt er die Seite schnell wieder – und dank RankBrain registriert Google genau dieses Verhalten und zieht daraus “richtigen” Schlüsse.

Bei jedem neuen Update zeigt sich deutlicher, dass Google eigentlich nur eines will: Die Suchintention seiner User befriedigen (naja, und dabei natürlich eine Menge Geld verdienen, aber das ist ja per se nichts Schlechtes). Und bei jedem Update predigen wir und zahllose andere SEO-Seiten immer wieder dasselbe: Versucht, Euren User zu verstehen! Schreibt und produziert Content für seine Bedürfnisse und orientiert Euch weniger an irgendwelchen Wundermethoden, sondern an den Wünschen des Nutzers! Und jedes Update bestätigt genau diesen Weg – sind die einzelnen Updates dann nicht eigentlich völlig egal, wenn man sich an diese relativ einfachen Regeln hält?

Sind die Google Updates nicht eigentlich egal?

Tatsächlich sagen mittlerweile viele Webmaster, dass sie sich zwar noch über die Updates informieren, aber keine spezifischen Maßnahmen ergreifen, um Google zu gefallen. Und tatsächlich sind auch von Google Phantom IV in erster Linie Seiten betroffen, die versuchen, mit “fremden” Keywords Traffic zu erzeugen (z.B. Focus, der mit den Keywords “Google”, “Kleinanzeigen” und “Michael Jackson” deutliche Verluste eingefahren hat). Alle weiteren Verlierer des Updates haben irgendwelche anderen Fehler gemacht, welche der Userintention widersprechen.

Kann man also sagen, dass man den Update-Schedule von Google getrost ignorieren kann, wenn man authentisches Content-Marketing betreibt und das Userinteresse im Fokus hat? Im Prinzip schon. Natürlich gibt es hin und wieder Updates von Google, die die SERPs komplett durcheinander wirbeln, aber letztendlich bestraft Google immer nur die Seiten, die sich nicht an die “Regeln” halten. Trotzdem sollte man als Profi, aber auch als Laie immer einen Blick dafür haben, was Google momentan besonders wichtig findet – schließlich gibt es auch in der Welt der Suchmaschinen Trends – und die Interpretation der Nutzersignale ist nur einer davon.

Was sagt ihr – ist das Hinterherhecheln hinter Updates nicht eigentlich Quatsch oder doch zentraler Teil der Aufgabe als SEO? Lasst es uns in den Kommentaren wissen!