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Wann macht ein eigener Blog wirklich Sinn?

Wir haben offensichtlich einen (schließlich liest du uns gerade eben!), andere Online-Marketer auch, die großen Marken sowieso und auch zahlreiche Einzelkämpfer können einem eigenen Firmenblog nicht widerstehen. Aber warum eigentlich? Und lohnt sich das überhaupt? Schließlich steckt in so einem Blog viel Herzblut und Zeit. Wir erklären, für wen sich ein eigener Blog lohnt und was du dabei beachten musst.

Für wen sich ein Blog lohnen kann

Ein Blog lohnt sich, wenn du was zu sagen hast. Gut, das klingt jetzt wie eine Binsenweisheit, aber viele Blogger schreiben konzeptlos vor sich hin – und das unter Ausschluss der Öffentlichkeit. Dagegen brummt bei manchen Blogs der Besucherzähler. Der Unterschied? Das Konzept!

Zunächst einmal ist es wichtig, dass du dir die Frage stellst, was du mit dem Blog bezwecken willst. „Geld verdienen“ zählt dabei nicht! Vor einigen Jahren sind Blogs aus dem Boden geschossen, die mit aggressiver Werbung und wenig eigenen Inhalten versucht haben, viel Geld zu verdienen – und die allermeisten davon sind gescheitert. Monetarisierung spielt heute bei den allermeisten Blogs nur eine untergeordnete Rolle – und bei Firmenblogs stehen sowieso andere Themen im Vordergrund.

Es gibt aber einige Disziplinen, in denen sich ein Blog definitiv lohnt:

  • Kunden gewinnen – das ist vermutlich das oberste Ziel eines jeden Blogs
  • Traffic erzeugen – steht eng in Zusammenhang mit der Kundengewinnung
  • Kundenbindung – mit spannendem Content und einer Diskussionsplattform in den Kommentaren
  • Expertenwissen teilen – und damit die eigene Kompetenz beweisen
  • Markenbildung – einzigartiger Content im eigenen Stil sorgt für Persönlichkeit und Wiedererkennungswert
  • SEO – in Blogposts sind so gut wie immer relevante Keywords versteckt, und das freut Google natürlich besonders

Do’s und Don’t für einen erfolgreichen Blog

DO’s

  • Bleib authentisch – ein eigener, persönlicher Schreibstil und Themen, die dich selbst wirklich betreffen, machen einen Blogbetreiber sympathisch. Da kommen die Leser gerne wieder!
  • Sei aktuell – gerade bei  Memes oder tagesaktuellen Themen wie Neuveröffentlichungen ist es immer etwas merkwürdig, zu spät zur Party zu kommen.
  • Beteilige dich in den Kommentaren – wozu einen Kommentarbereich haben, wenn er dich nicht interessiert. Nirgendwo sonst kannst du direkter in Kontakt mit potenziellen Kunden und alten Bekannten treten.

DON’Ts

  • Schweif nicht zu weit ab – ein Firmenblog sollte logischerweise immer entweder etwas mit der Firma oder der Branche zu tun haben. Für witzige Links bieten sich deine Social Media-Profile viel mehr an
  • Klar, ein Firmenblog ist immer auch Eigenwerbung. Aber lass deinen Content nicht zur Werbeschleuder werden! Im Idealfall sollen die Leser in den Texten von deiner Kompetenz überzeugt werden.
  • Nicht verzweifeln: Auch die besten Blogs haben ein paar Jahre gebraucht, um aus den Schatten des Webs zu treten und eine wirklich Fangemeinde aufzubauen. Ein Blog ist eine langfristige Investition.

Warum du KEINEN eigenen Blog haben solltest

Okay, stellen wir einmal die Gegenfrage: Warum solltest du keinen eigenen Blog aufmachen wollen? Auch hier gibt es sehr gute Pro- und Contra-Argumente. Wir finden einen Punkt besonders wichtig: Wenn du keinen Spaß am Schreiben hast, dann zwing dich nicht dazu, einen Blog für deine Seite zu bespielen!

Content besteht nicht nur aus Blogtexten, sondern auch aus Bildern, Medieninhalten und allem, was dir einfällt und du gut kannst. Alternativ kannst du natürlich auch einen Texter bezahlen, der dir Inhalte nach deinem Wunsch schreibt oder dein Content-Marketing komplett outsourcen.

Auch Zeit, Lust und Fachkenntnis spielen eine Rolle. Kurzum: Wer will, kann einen Blog eröffnen. Wer es nicht will, der muss auch nicht.

Positive Beispiele für tolle Firmenblogs

  1. Seokratie.de – ja, die Online-Marketing-Agentur aus München macht alles richtig und ist dementsprechend unser großer Vorbild in Sachen Buzzcontent und gelebter Fachkompetenz. Nur über die Memes in Deutsch kann man sich streiten.
  2. Nerdkram und mehr – getdigital.de ist eigentlich ein Online-Shop, generiert aber immer wieder extrem viele Links mit seinem Blog. Auch das Projekt Geeksisters stammt aus derselben Feder wie der Firmenblog – damit nutzen die Autoren Synergien!
  3. Spreadshirt ist quasi das Wunderkind unter deutschen Start-Ups in Sachen Content-Marketing – eine breite Themenauswahl, aktueller, witziger Content, eigene Grafiken und mehr. We like!
  4. Ganz ehrlich: Wir stehen auf das Content-Marketing von Lovoo. Unsere Dresdner Nachbarn haben einen firmeneigenen Blog und bespielen nebenbei zahlreiche Social-Media-Kanäle geradezu mustergültig. Der Content im Blog ist immer relevant und von hoher Qualität.
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