Webseite

Aller Anfang ist schwer: Du hast Dich entschlossen, Dein Unternehmen zu gründen oder Dich endlich um Deinen Webauftritt zu kümmern. Aber Du stehst vor einem gewaltigen Berg an Informationen, Möglichkeiten und technischen Details, der ganz schön einschüchternd wirken kann. Wie sorgst Du dafür, dass Menschen auf Dich aufmerksam werden? Wie machst Du Deine Webseite bekannt? Was kannst Du tun, um einen guten Grundstein für SEO, Online-Marketing und Nutzerfreundlichkeit zu legen? Wir verraten dir die ersten 6 Schritte, mit denen Du eine solide Basis für den Erfolg Deiner Webseite aufbaust.

1. Warum braucht Dein Unternehmen einen Internetauftritt?

Die Frage klingt zunächst einmal merkwürdig: Wir leben schließlich im Jahr 2018 und das Internet und die digitale Transformation haben den Markt komplett verändert. Dennoch zahlreiche gerade kleine und mittelständische Unternehmen auf einen vernünftigen Webauftritt. Oftmals scheitert es am Know-how und an der Zeit. Schließlich wollen ein Handwerker oder ein gestresster Start-up-Gründer die wertvolle Freizeit nicht auch noch in HTML, WordPress oder Facebook investieren. Das ist nur verständlich, aber auf Dauer keine gute Idee. Denn die digitale Visitenkarte in Form einer Webseite ist heute die erste Anlaufstelle für potenzielle Kunden. Viele Nutzer informieren sich auf Google Maps oder in der Suchmaschine über Anbieter und Dienstleister in ihrer Umgebung. Wer hier nicht auftaucht, existiert für die junge Zielgruppe nicht.

Die Frage nach dem Warum hat aber noch eine zweite Bedeutung: Was willst Du mit der Webseite erreichen? Denn noch bevor Du mit den technischen Grundlagen beginnst, solltest Du Dir ein Konzept überlegen.

  • Möchtest Du Deine Kunden über Öffnungszeiten, Angebote oder Preise informieren?
  • Wer sind die Menschen, die sich für Dein Angebot interessieren?
  • Willst Du Dein Fachwissen teilen und so Deinen Ruf als Experte verbessern?
  • Geht es darum, Dich gegen die Konkurrenz durchzusetzen?
  • Willst Du Deine Webseite bekannt machen, um darüber Inhalte und Produkte zu verkaufen?

Aufgabe: Formuliere zwei bis drei Wünsche an Deine Webseite. So hast Du ein klares Ziel vor Augen und kannst den Erfolg Deiner Seite daran messen.

2. Technische Grundlagen und die Basis für das Webdesign

Programmierung ist für Dich ein Buch mit sieben Siegeln? Das ist heutzutage kein Problem mehr. Eine einfache Webseite für Dein KMU oder Start-up muss das Rad nicht neu erfinden. Mit einem Baukastensystem kannst Du Dir Dein Webdesign zusammenklicken, ohne viel Geld auszugeben. Professioneller wird es natürlich mit einer Webagentur an Deiner Seite. Die Experten wissen genau, wie sie ein praktisches und alltagstaugliches Design für Dich zusammenstellen. So lässt sich Deine Webseite nicht nur einfach bedienen, sondern spricht auch die richtige Zielgruppe an. Der erste Eindruck ist entscheidend: Wenn Deine Webseite gut funktioniert, hat das Strahlkraft für Deinen Ruf.

Um Deine Webseite bekannt zu machen, brauchst Du mindestens eine Domain, eine SSL-Verschlüsselung, eine Basis für das Design (WordPress ist eine beliebte Wahl). Die Installation ist ganz einfach, wenn Du einen guten Hoster gefunden hast. Die großen Anbieter haben ausführliche Tutorials für Anfänger, mit denen Du Deine Seite online bringst. Sobald das steht, kannst Du eine Struktur festlegen und die ersten Inhalte hochladen.

Aufgabe: Schaue Dir selbst die Möglichkeiten an und klicke Dich durch ein vorgefertigtes WordPress-Design. Du solltest in Grundzügen wissen, wie Deine Webseite funktioniert, selbst wenn Du die Arbeit einem Programmierer übergibst.

3. SEO und Nutzerfreundlichkeit von Anfang an mitdenken

Wann ist der richtige Zeitpunkt für die SEO-Optimierung? Am besten, bevor Du überhaupt anfängst! Wenn Du Googles Algorithmus direkt einplanst, musst Du Dich nicht im Nachhinein durch die Welt der Keywords kämpfen. Zunächst kümmerst Du Dich um die Meta-Tags und die Keywordanalyse. Schaue Dir ruhig Deine Konkurrenz an! Was machen die Webmaster der Top 10 bei Google zu Deinen Suchbegriffen richtig? Um Deine Webseite bekannt zu machen, kannst Du hier ein wenig spicken.

Dasselbe gilt für die Usability. Der Nutzer soll sich von Anfang an orientieren können. Erstelle eine übersichtliche Seitenstruktur auf dem Papier, die nicht allzu verschachtelt ist! Perfekt ist eine Menüführung dann, wenn Du sie mit einem Blick komplett verstehst. Neben dem Menü sollten auch andere Punkte wie Dein Online-Shop oder das Kontaktformular benutzerfreundlich optimiert sein. In der Designphase kannst Du noch alles verändern. Du kannst mit Freunden oder Deiner Familie testen, ob Deine Webseite ihr Ziel erreicht. Wenn Du es nicht schaffst, in zwei Minuten die Newsletteranmeldung oder den Warenkorb zu finden, musst Du hier noch einmal ran.

Wenn die Webseite dann steht, brauchst Du gar nicht viel Zeit für SEO aufwenden. Es reichen schon 60 Minuten SEO im Monat, um zumindest die Basics gut abzudecken. Du kannst natürlich mehr Ressourcen hinein investieren, wenn Du eine starke Konkurrenz hast oder mit Deiner Sichtbarkeit nicht zufrieden bist.

Aufgabe: Überlege Dir eine Liste mit 15 Keywords, die zu Deinem Unternehmen passen. Schreibe passende Inhalte, die Deine definierten Ziele verfolgen.

4. Eintrag in Suchmaschinen, Verzeichnisse und Google MyBusiness

Die ersten Schritte sind gemacht, die Webseite ist fertig! Jetzt kannst Du die Werbetrommel rühren. Der erste Schritt zu mehr Backlinks ist der Eintrag bei Branchenverzeichnissen und bei Google. Das ist nicht nur ein guter Weg, Deine ersten 100 Backlinks zu bekommen, sondern macht Deine Webseite bekannt. Gerade im B2B-Bereich sind diese Verzeichnisse sehr wichtig. Für den B2C-Bereich oder für Dienstleistungen spielt Google Maps eine große Rolle. Der allererste Schritt ist allerdings die Anmeldung bei Google. Das ist zwar kein Muss, aber macht den Prozess ein wenig schneller. Denn Google braucht in der Regel einige Tage bis Wochen, um eine komplett neue Webpräsenz zu crawlen und zu indexieren. Eine bestehende Seite hat bereits einen Seitenrang und einen Eintrag bei Google. Mit der Zeit tauchen hier die neuen Inhalte ganz automatisch auf. Du kannst den Prozess beschleunigen, indem Du Google um das erneute Crawlen Deiner URL bittest. Wenn Du also schon eine Domain hast und einen Relaunch planst, ist das der bessere Weg.

Danach kommt die Recherchearbeit. Welche Verzeichnisse lohnen sich für Dein Unternehmen? Wo vermutest Du Deine Zielgruppe? Die größten Anbieter in Deutschland sind immer eine gute Wahl, weil sie relativ hoch ranken und Dir damit einen netten Backlink-Boost für den Start mitgeben:

  • gelbeseiten.de
  • telefonbuch.de
  • klicktel.de
  • yellowmap.de
  • stadtbranchenbuch.de
  • unternehmerfabrik.de
  • meinestadt.de
  • lieferanten.de

Aufgabe: Wenn Du diese Liste abgehakt hast, suchst Du nach Branchenbüchern der Listen, in denen Du nicht fehlen darfst. Der Effekt davon scheint auf den ersten Blick nicht bombastisch zu sein, aber Du kannst nicht wissen, welche Portale zu einem Auftrag führen.

5. Content Marketing und Social Media Präsenzen starten

Die Leinwand steht, Google schickt seine Crawler los, der Erfolg kann kommen! Aber um auf Dauer Deine Webseite bekannt zu machen, brauchst Du Inhalte. Dazu zählt alles, was die Nutzer auf Deiner Internetseite zu Gesicht bekommen:

  • Texte
  • Newsmeldungen
  • Blogartikel
  • Bilder
  • Videos
  • Hintergründe

Content Marketing beschreibt nicht nur den Prozess, diese Inhalte zu erstellen, sondern umfasst auch Werbewirkung von gutem Content. Denn wenn Du Inhalte hast, die Deine Zielgruppe interessieren, kommen sie von alleine zu Dir. Ein Blog ist eine gute Wahl, wenn Dir das Schreiben liegt und Du Dein Wissen teilen willst. Die Inhalte sollten sich um Dich, Dein Angebot und um ähnliche Themen drehen. Du musst kein Geld für Werbung ausgeben, sondern baust so Deinen guten Ruf auf, der Dir im Internet vorauseilt.

Dasselbe gilt für Deine Social-Media-Profile. Sie haben das Ziel, Dich bekannter zu machen und eine Community aufzubauen. Es reicht nicht, wie bei Branchenverzeichnissen einfach Dein Profil mit Anschrift und Öffnungszeiten zu hinterlegen. Auf sozialen Plattformen knüpfst Du ein Netzwerk mit anderen Nutzern. Deine Fans wollen relevante Inhalte und einen direkten, menschlichen Kontakt. Welche Plattform Du wählst, hängt von Deiner Branche und Deinem Bauchgefühl ab. Es nützt nichts, wenn Du Dich auf Instagram anmeldest, aber mit der App nicht zurechtkommst. Hier darfst Du gerne etwas herum experimentieren und ausprobieren, welche Arten von Social Media zu Dir passen.

Aufgabe: Überlege Dir, welche Fragen sich Deine Zielgruppe stellt und beantworte sie mit einem Text in Deinem Blog oder in einem Bild auf Social Media!

6. Webseite bekannt machen mit SEA, Werbeanzeigen und Social Ads

Der größte Teil der Arbeit ist geschafft! Du hast jetzt eine fertige Webseite, die Du im Internet bewerben kannst. SEA steht für Search Engine Advertising und bietet zahlreiche Möglichkeiten, Werbeanzeigen zu schalten. Damit stehst Du automatisch ganz weit oben zu den jeweiligen Suchbegriffen. Während der organische Rang Deiner Webseite erst steigen muss, kommst Du hier ohne Verzögerungen zu einem Platz an der Sonne.

Mit Werbeanzeigen bei Google wirst Du schneller und besser gefunden. Aber Google ist nicht die einzige Leinwand für Deine Werbeideen. Du kannst Social Ads bei Facebook schalten und so Deine Beiträge im größten sozialen Netzwerk der Welt bewerben lassen. Oder Du arbeitest mit Influencern zusammen, die ein neue Zielgruppe zu Dir bringen. Die Möglichkeiten für bezahlte Werbung im Internet sind schier unendlich. Solltest du davon überfordert sein, kannst Du mit kleinen Schritten anfangen. Vielleicht investierst Du 5 Euro in einen Beitrag auf Facebook, der die User auf Deine Webseite lockt? Du wirst schnell sehen, dass kontinuierliche Aufmerksamkeit dazu führt, dass Deine Webseite bekannt wird!

Aufgabe: Investiere einen kleinen Betrag in Werbeanzeigen bei Google oder Facebook und experimentiere mit den verschiedenen Anzeigenformaten und Targeting-Optionen!

 Fazit: Ein Schritt nach dem anderen – und schon ist Deine Webseite bekannt!

Wenn Du jeden Tag ein bisschen Arbeit investierst, gewinnst Du schon bald mehr Sichtbarkeit im Internet. Um Dich bei den ersten sechs Schritten auf dem Weg zu einer bekannten Internetadresse zu unterstützen, haben wir unsere Tipps als Infografik zusammengefasst:

So einfach geht es: Das sind die ersten Schritte auf dem Weg, um Deine Webseite bekannt zu machen!

So einfach geht es: Das sind die ersten Schritte auf dem Weg, um Deine Webseite bekannt zu machen!

 


Wie hast Du Deine Webseite bekannt gemacht? Lass es uns in den Kommentaren wissen!

3 Kommentare
  1. Eike
    Eike sagte:

    Oh, ich habe jetzt von der Überschrift her erwartet, dass die Website schon da ist und dass nun sechs kleinere oder auch größere Maßnahmen kommen, die ich abhaken kann, um die Performance der Seite langfristig hochzuschrauben. Die Überschrift sollte vielleicht noch mal überdacht werden, aber sonst der Artikel gut 🙂

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  2. Carolin
    Carolin sagte:

    Hallo Eike!

    Guter Punkt! Die Maßnahmen für eine bestehende Seite kann ich ja demnächst in einem weiteren Blogartikel abarbeiten. Dann kannst du natürlich gerne wiederkommen und bekommst dann sogar, was die Überschrift verspricht ;D

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    • Eike
      Eike sagte:

      Hey Carolin, da ich euch auf Facebook folge, bekomme ich das ganz sicher mit, wenn der Artikel kommt 🙂 Bin gespannt!

      Antworten

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