Backlinks

Link Building 2018: Es ist noch gar nicht lange her, da waren Backlinks eine harte Währung im SEO-Dschungel. Je mehr, desto besser: Das war lange Zeit das Motto. Die Realität heute? Qualität statt Quantität. Google und andere Suchmaschinen legen großen Wert darauf, dass Links in einem verwandten System eingebettet sind: Sie müssen entweder auf thematisch passenden Seiten oder im Umfeld mit ähnlichen Links stehen, um gut zu performen. Die Zeiten von anonymen Linkfarmen sind also vorbei. Trotzdem bleibt das Thema Linkgenerierung 2018 auf der Tagesordnung vieler SEO-Spezialisten.

Auch unsere Leser interessieren sich – verständlicherweise – für Link Building. Clemens hat uns letztens ein Kommentar da gelassen und gefragt, ob wir einmal etwas über Backlinkaufbau schreiben können. Klar können wir! Diesmal greifen wir wieder auf das Fachwissen von Online-Marketing-Guru Rand Fishkin zurück. In seinem Whiteboard Friday geht er darauf ein, wie Du ohne Tools Deine ersten 50 Backlinks aufbaust. Wir gehen sogar noch einen Schritt weiter und geben Dir eine Roadmap für Deine ersten 100 Backlinks mit auf den Weg.

Schritt 1: Fordere ein, was Dir gehört

Zunächst kümmern wir uns um die Links, die Du theoretisch schon hast. Wieso theoretisch? Oftmals werden Du oder Dein Unternehmen im Netz genannt, aber nicht sauber verlinkt. Starte also eine Suche nach Deinem Namen, den Namen Deiner Mitgründer oder anderer prominenter Figuren, die mit dem Unternehmen in Verbindung stehen. Natürlich solltest Du auch nach dem Unternehmensnamen selbst googeln. Verwende dafür die Gänsefüßchen, damit Du wirklich die richtigen Personen erwischst.

Anschließend wertest Du die ersten 100 Ergebnisse aus. Wirst Du in einem Bericht erwähnt, aber nicht verlinkt? Bingo! Schreibe dem Autor oder der Autorin eine nette Mail und bitte um das Update mit dem Link. Das wird zwar nicht immer klappen, aber fünf bis zehn Links sollten drin sein.

Achte auf Deine eigenen Erzeugnisse! Dein Profil bei Xing oder LinkedIn bietet ebenfalls Möglichkeiten, Deine Unternehmensseite zu verlinken. Du hast einen privaten Blog? Lasse einen Link zu Deiner Zielseite da! Am Ende sollte es so aussehen, dass wirklich jede Erwähnung Deines Unternehmens oder Deines Namens mit einem Link versehen ist.

Schritt 2: Wo ist die Konkurrenz verlinkt?

Du hast Dich um Deine eigenen Möglichkeiten bemüht? Dann wird es Zeit, über den Tellerrand zu schauen. Wo treibt sich Deine Konkurrenz herum? Dafür folgst Du unserem 3-Punkte-Plan:

  1. Identifiziere Deine fünf größten, sichtbarsten Mitbewerber. Wenn Du regional tätig bist, nimmst Du Deine Konkurrenz aus der Nähe.
  2. Starte auch hier Suchanfragen zu jedem einzelnen Unternehmen und zu Kombinationen (Wo tauchen zwei, drei, vier der Mitbewerber auf?).
  3. Gibt es Seiten, wo mindestens zwei Deiner Konkurrenten erwähnt sind? Wenn ja, sind das vielversprechende Kandidaten für Dich!

Meistens findest Du bei diesem Schritt Regionalzeitungen oder Branchennetzwerke. Was Deine Konkurrenz kann, kannst Du schon lange! Wende Dich an die Redakteure und frage, ob Du mit in die Listen aufgenommen werden kannst. Manchmal stammen diese Links von Branchenportalen, in die Du Dich einfach selbst eintragen kannst. Und schon hast Du wieder zehn bis zwanzig Links gewonnen!

Schritt 3: Auf welchen Listen darfst Du nicht fehlen?

Nachdem Du Deine direkte Konkurrenz analysiert hast, kannst Du noch weiter denken. Zu welchen Kategorien zählt Dein Unternehmen, wo sollte es verzeichnet sein? Viele Städte haben eigene Portale und Angebote für Start-ups oder kleine Unternehmen. Oder denkst Du, dass Deine Angebote in einem Reiseführer für Deine Region einen Platz finden? Bist Du besonders bemerkenswert in einem bestimmten Bereich, behandelst Du Deine Mitarbeiter besonders gut oder hast irgendein anderes Merkmal, das sich sehen lassen kann? Für jede Form der Spezialisierung gibt es eigene Online-Magazine und Plattformen. Bemühe Dich darum, mit Deinen USPs sichtbar zu werden. Das bringt Links und gleichzeitig mehr Aufmerksamkeit. Hier ein paar Ideen:

  • Eine Frau hat das Steuer fest in der Hand? Viele Netzwerke für Frauen machen Gründerinnen und Geschäftsfrauen sichtbarer.
  • Du bietest einen einzigartigen Service an, den nur eine Handvoll von Dienstleistern beherrscht? Trage Dich damit in die einschlägigen Portale für Deinen Bereich ein!
  • Dein Unternehmen denkt europäisch oder ist eng mit der Region verbunden? Es gibt für so gut wie jede geographische Lage eigene Verzeichnisse und Listen.
  • Besondere Zertifikate oder Auszeichnungen schmücken Deinen Unternehmensnamen? Dann lasst Dich damit in Listen mit diesen Attributen eintragen.

All das sorgt nicht nur für Backlinks, sondern vernetzt Dich gleichzeitig noch. Es macht Dich für Kunden sichtbar, die nach einem besonderen Aspekt suchen. Picke Dir zehn bis zwanzig Verzeichnisse und Listen heraus, bei denen Du nicht fehlen darfst. Achte auf die Qualität: Ideal sind kleine, aber feine Portale für Spezialisten oder größere Vorstellungen im Rahmen von Magazinen oder regionalen Angeboten.

Schritt 4: Backlinks durch Testimonials!

Ein weiterer Weg, um mehr Backlinks zu bekommen, sind Testimonials für andere Anbieter. Du hast einen Service in Anspruch genommen und warst zufrieden? Dein Geschäftspartner wird sich sicher freuen, Dein Statement mit einem Link zu Deinem Unternehmen auf die eigene Webseite zu setzen. Schreibe Deine Partner also unverbindlich an, um Dein Testimonial anzubieten. Der Anbieter profitiert von Deiner netten Review, Du profitierst von seiner Plattform und den Links. Win-Win!

Schritt 5: Werde mit gutem Content selbst aktiv!

Du hast es in der Hand! Die besten Backlinks sind die, die Du freiwillig von Fans und Anhängern geschenkt bekommst. Dafür brauchst Du richtig guten Content. Ein Unternehmensblog eignet sich perfekt, um eine Fangemeinde aufzubauen und sich Expertenstatus zu erarbeiten.

Content-Marketing zum Backlinkaufbau ist ein Marathon, kein Sprint. Du kannst Deine Erfolgsrate unterstützen, indem Du Deine Artikel in Deinen Social-Media-Kanälen teilst und weiterverbreitest. Kommentare bei anderen Bloggern gehören zum guten Ton und sind ein guter Weg, um Backlinks zu sammeln. Allerdings solltest Du wirklich etwas zu sagen haben: Für viele Blogger gibt es nichts Schlimmeres als Spam-Kommentare. Hinterlasse also mehr als einen einzelnen Satz und gehe auf den kommentierten Artikel ein! So zeigst Du dem Autoren, dass Du ein Gesprächspartner auf Augenhöhe bist – was sich eventuell darin niederschlägt, dass er Deine Seite besucht und weiterempfiehlt.

Wenn Du Dir einen guten Ruf im Internet aufgebaut hast, kommen die Anfragen meist von allein. Gastbeiträge in Magazinen oder auf Blogs sind nicht nur gut für Deine Backlinks, sondern machen Dich sichtbarer für Deine Kunden. Daher ist es sehr wichtig, Dich von Anfang an mit Kollegen und Konkurrenten zu vernetzen.

Fazit: Linkgenerierung leicht gemacht

Backlinks sind kein Selbstzweck. Natürlich ist es immer gut, so viele Verlinkungen wie möglich zu sammeln. Im Algorithmus von Google spielt die reine Anzahl der Links allerdings nur noch eine untergeordnete Rolle. Viel wichtiger ist es, thematisch relevante, hochwertige Backlinks zu bieten, die den User interessieren. Deswegen solltest Du bei der Backlink-Challenge darauf achten, Deine Links nur auf Positionen setzen zu lassen, auf die Du stolz bist.


Backlinkaufbau kann ganz einfach sein. Berichte uns doch davon, ob Du den Guide befolgt hast und ob Du damit auf 100 Backlinks gekommen bist! Wir sind gespannt auf Deinen Bericht.

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