Dein Eintrag in den Suchergebnissen ist Deine Visitenkarte. Du willst jeden Millimeter und jedes Zeichen nutzen. Was ist eigentlich mit der grünen URL-Anzeige, die dem User den Pfad Deiner Webseite offenbart? Hat die URL einen Einfluss aufs Ranking? Hängen URLs und SEO zusammen und wenn ja, wie stark? Wie Du mit einer guten URL-Struktur und wenigen Handgriffen das Vertrauen Deiner Nutzer gewinnst, erfährst Du bei uns im Blog. Wir verraten Dir alles, was Du über URLs und SEO wissen musst. 

Wie ist eine URL aufgebaut?

Die URL (Uniform Resource Locator) zu einer Webseite besteht aus dem verwendeten Protokoll (meist HTTP oder HTTPS), der Subdomain (meist www.), der Domainadresse und der Top-Level-Domain (meist .de oder .com). Das ist die Basis für alle Seiten, die auf einer Domain liegen. Daran schließt sich dann die exakte Adresse der Webseite an. Per Schrägstrich (/) sind die einzelnen Pfade und Schritte auf dem Weg zum Inhalt voneinander getrennt.

URLs und SEO: So sehen alle möglichen Bestandteile einer URL aus. (Quelle: Wikipedia)

So sehen alle möglichen Bestandteile einer URL aus. (Quelle: Wikipedia)

Was ist die optimale Länge für die URL?

Leider gibt es für den SEO-Bereich keine feste Zeichenbegrenzung für die Länge der URL. Google scheint sehr gut erkennen zu können, was für den Nutzer relevant ist und kürzt dementsprechend kräftig. Die Länge der angezeigten URL pendelt sich in der Regel zwischen 40 und 60 Zeichen ein. Je einfacher und klarer Deine URL aussieht, desto höher ist die Wahrscheinlichkeit, dass sie in ihrer ganzen Breite angezeigt wird.

Es gibt Studien, die einen Zusammenhang zwischen der Länge der URL und dem Ranking sehen: Je kürzer die URL, desto besser das Ranking. Allerdings gibt es keine offizielle Aussage dazu von Google – und viele Erfahrungen, die das Gegenteil berichten.

Übrigens: Rein technisch liegt die Maximallänge der URL jenseits der 2000 Zeichen. Das will ja aber wirklich niemand seinen Nutzern zumuten.

Wie lang sollte der Pfad der URL sein?

Die Zeichenbegrenzung ist nicht alles. Es kommt neben der Länge der URL auch auf die Verzeichnistiefe an. Google lässt bei zu ausgiebigen Unterverzeichnissen Zwischenschritte weg oder kürzt die URL nach eigenem Ermessen. In der Praxis bietet es sich an, nicht mehr als zwei oder drei Schritte in der URL zu haben. (Bei AdWords sind sogar nur zwei Zwischenschritte erlaubt, aber da gibt es einen Unterschied zwischen der angezeigten und der tatsächlichen URL.)

Zu viele Ordner sind verwirrend – für Google und für den Nutzer.

Hier steht vor der Kategorie „Garten & Freizeit“ noch einmal die Kategorie „Garten & Baumarkt“. Das ist für Google etwas zu stark zergliedert. Interessant: Bei Quelle sind die Ordner (wahrscheinlich dank strukturierter Daten) in der URL klar erkennbar und für den Leser noch angenehmer gestaltet. Der komplette Pfad im Kategoriebaum wird sichtbar. Super für die Usability!

Welche Zeichen sind in URLs erlaubt und wie vermeide ich merkwürdige Zeichenkombinationen?

Vorsichtshalber solltest Du bei den URLs auf alle Sonderzeichen verzichten. Je nach Codierung kann es passieren, dass die Zeichen als Unicode angezeigt werden.

Tabu sind:

  • Leerzeichen,
  • Hashtags,
  • Anführungszeichen,
  • @,
  • Prozente,
  • Emojis,
  • und Pfeile.

Wir haben im deutschen Alphabet noch die Sonderzeichen Ä, Ö und Ü. In deutschen Suchmaschinenergebnissen ist das in der Regel kein Problem, auf dem internationalen Markt könnten diese Zeichen allerdings zu Anzeigefehlern führen. Schreibe daher lieber ae, oe oder ue in der URL. Wörter trennst Du mit dem Bindestrich. Der Unterstrich (_) funktioniert zwar auch, aber manche SEO-Experten berichten davon, dass Google ihn als falsches Trennsymbol betrachtet.

Wie sieht es mit Groß- und Kleinschreibung in meiner URL aus?

Zugegeben, das ist kein Problem für den SEO-Bereich. Grundsätzlich kannst Du in der URL Großbuchstaben und Kleinbuchstaben verwenden. Traditionell nutzt man eher die Kleinschreibung, weil es in den frühen Zeiten des Internets noch keine Großschreibung für URLs gab. In jedem Fall solltest Du Dich für ein System entscheiden und dann dabei bleiben. Wir empfehlen die ewige Kleinschreibung in der URL, um nicht durcheinander zu kommen und um sicher vor eventuellen Codierungsbugs zu sein. Zudem könnte die Groß- und Kleinschreibung zu Duplicate-Content führen, weil manche URLs doppelt belegt sind.

Sollte ich Keywords in die URL setzen – und wenn ja, wie viele?

Keywords in der URL sind empfehlenswert. Wie überall in der Suchmaschinenoptimierung solltest Du es aber nicht übertreiben. Es ist immer eine gute Idee, eine Webseite auf einen einzigen Keyword-Cluster zu optimieren. Eine Webseite verliert schnell ihren Fokus (und ihr Ranking), wenn Du zu viel erreichen willst.

Das sind viel zu viele Keywords in einem kurzen Snippet. Bei URLs und SEO solltest Du darauf achten, es nicht zu übertreiben.

Dasselbe gilt für URLs und SEO: Keywordstuffing ist nie eine gute Idee. Du solltest das Hauptkeyword und maximal ein weiteres Keyword in die URL aufnehmen. Das könnte zum Beispiel ein Städtename für besseres Local SEO sein oder ein verwandter Begriff. Matt Cutts von Google hat bestätigt, dass zu viele Keywords in der URL dazu führen, dass Google die komplette Adresse einfach ignoriert. Allerdings stammt diese Aussage aus dem Jahr 2009. Das ändert nichts an der Tatsache, dass Google zu viel Optimierung gar nicht gerne sieht – und die Nutzer auch nicht.

Was ist der absolut wichtigste Punkt bei URLs und SEO, wenn ich Menschen ansprechen will?

Ganz gleich, was die technischen Hintergründe sind: Es gibt nur ein einziges entscheidendes Kriterium dafür, ob eine URL gut ist. Versteht der Nutzer, auf welcher Seite er landen wird? Es kommt nämlich nicht darauf an, ob Google Deine URLs mag, sondern ob sie für Deine User gut nutzbar sind. Sprechende URLs bieten mehrere Vorteile für den Nutzer (und damit auch für Dich):

  1. Deine Nutzer erkennen sofort, worum es geht.
  2. Kryptische Zahlen   – und Buchstabenkombinationen entfalten nicht ihre abschreckende Wirkung.
  3. Das Keyword steckt direkt im Linktext.

Die URL ist ein sekundärer Rankingfaktor. Das bedeutet, dass sie zwar einen eigenen Einfluss auf das Ranking hat, aber dass der eigentliche Rankingboost durch das Userverhalten kommt. Wenn Du eine sprechende URL schreibst, die selbsterklärend und logisch aufgebaut ist, besteht eine höhere Chance, dass Nutzer auf Dein Suchergebnis klicken. Und das wertet Google positiv. Vor allem dann, wenn sie lange auf Deiner Seite verweilen, weil sie dort finden, wonach sie gesucht haben.

Wie löse ich das Problem, wenn sich meine URLs zu sehr ähneln?

Es gibt im SEO kaum Wundermittel und keine einfachen Lösungen. Bis auf Canonical Tags – die helfen wirklich immer. Damit weist Du Google darauf hin, dass sich auf mehreren Unterseiten gleiche oder ähnliche Inhalte befinden. Du hast einen Online-Shop für schicke Socken? Es ist wahrscheinlich, dass sich die Beschreibungstexte Deiner Kollektion an weißen Socken ziemlich ähneln. Duplicate-Content-Gefahr! Du kannst allerdings die verschiedenen Unterseiten mit einem Canonical-Tag auf eine Ursprungspage verlinken. Noch nützlicher ist dieses Tool, wenn Du mehrere Seiten mit demselben Content hast.

Beispiel: Die Seite www.webshop.de/desserts/schokolade verweist per Canonical Tag auf ihre Kopie auf www.webshop.de/schokolade/desserts. Gefahr erkannt, Gefahr gebannt!

Wie sieht es mit dynamischen URLs aus?

Dynamische URLs stellen uns SEO-technisch vor ein Problem. Sie existieren nicht als fest definierte Seite, sondern werden je nach den Suchbegriffen des Nutzers dynamisch zusammengestellt. In der Praxis bedeutet das häufig, dass die URL aus verschiedenen Nummern besteht, die zusammengefügt dann die URL ergeben. Weder sieht das sonderlich gut aus, noch ist das für den Menschen lesbar.

Beispiel: https://www.beispiel.de/index.php?id=69&?p=3369772&viewfull=1#post3369772

Diese Seitenvariante kommt vor allem bei Online-Shops vor, die kein gut eingestelltes Filtersystem haben. Hier ist es nur beschränkt möglich, mit Umleitungen zu arbeiten. Stattdessen solltest Du versuchen, die dynamischen Kategorien zu bändigen. Statt endlosen Zahlenkolonnen könntest Du also die Filter ausschreiben lassen. Damit gewinnst Du klare URLs und SEO, das Menschen und Suchmaschine gleichermaßen anspricht. Außerdem solltest Du darauf achten, dass die technischen Parameter nicht in der URL auftauchen.

Hat HTTPS in der URL einen Einfluss auf mein SEO?

Definitiv! Google selbst hat bereits 2014 zugegeben, dass eine verschlüsselte Webseite als positives Rankingsignal gewertet wird. Meist versucht die Suchmaschine automatisch, die Seitenvariante mit Sicherheitszertifikat zu erreichen. Die HTTPS-Verschlüsselung hat noch mehr positive Nebeneffekte. Zum einen ist es im Zuge der DSGVO zur Pflicht geworden, die Kommunikation abzusichern. Das gilt besonders dann, wenn Du ein Kontaktformular oder ein anderes interaktives Element auf Deiner Webseite hast. Viele User achten darauf, ob eine Seite über HTTPS verschlüsselt ist und bevorzugen professionelle Seiten, bei denen es keine Schlupflöcher gibt.

Es gibt einen kleinen Stolperstein auf dem Weg zur perfekten Verschlüsselung: Deine Seite könnte für ein paar Tage ihr Ranking verlieren. Da Du alle internen Links umstellen und 301-Weiterleitungen einrichten musst, wertet Google die neuen Umwege negativ. Deine Seite sollte sich relativ schnell davon erholen.

Worauf sollte ich bei der Wahl der Top-Level-Domain achten?

Top-Level-Domains scheiden die Geister. Viele Puristen sind der Ansicht, dass nur die Klassiker wie .de, .com oder .net eine Chance im SEO-Dschungel verdient haben. Allerdings eröffnen TLDs ganz ungeahnte Möglichkeiten, um kreativ zu werden.

Das ist eine kleine Auswahl an Top-Level-Domains. Welchen Einfluss haben sie auf SEO? Wir haben uns bereits ausführlich mit dem Phänomen TLD befasst. Laut Google hat die Top-Level-Domain einen sehr begrenzten Einfluss auf das Suchergebnis. Viele TLDs sind sogar komplett unabhängig vom Ranking. Einzige Ausnahme: Regionale Endungen wie .de, .at oder .ch senden Google deutliche Signale zur Zielgruppe und werden daher bei regionalen Themen bevorzugt.

Der größte Einfluss der Top-Level-Domain ist zweifelsohne ihr Effekt auf den Nutzer. Du kannst Dir damit Domains sichern, die ansonsten schon vergeben sind. Das ist interessant für das Branding. Allerdings zeigen Studien, das User grundsätzlich den herkömmlichen Domainendungen stärker vertrauen als kreativen, aber unbekannten Buchstabenkombinationen.

Muss ich für ein besseres SEO-Ranking meine URLs ändern?

Ja und nein. In den meisten Fällen ist es nicht nötig, Deine komplette URL-Struktur über den Haufen zu werfen, um Google gerecht zu werden. Meist würdest Du hier mehr Schaden als Nutzen anrichten, weil eine zu große Änderung an den URLs fast immer mit Rankingverlusten einhergeht. Allerdings kann sich ein Neustart mit frischen URLs durchaus auszahlen, wenn Du bisher vor allem unlesbare URLs nutzt, die für Menschen nicht sonderlich transparent sind. Sage den Zahlenkolonnen den Kampf an!

Fazit: URLs und SEO: Machen wir aus einer Mücke einen Elefanten?

Ganz schön viel Text für maximal 60 grüne Zeichen. Ich könnte noch stundenlang weiter über die einzelnen Themen sprechen. Aber ist das überhaupt nötig? Schließlich sollte mittlerweile klar sein, dass die URL an sich keinen allzu großen Einfluss auf das Ranking hat. Es sind vielmehr die User, die darüber entscheiden, wie gut Deine Seite performt. Und die URL ist nur ein Kriterium dafür, ob der Klick auf Dich fällt. Dafür ist sie umso wichtiger! Denn die URL vermittelt Vertrauen.

Übrigens: Hier gibt es eine hilfreiche Infografik, die alle Tipps und Tricks rund um die URL noch einmal aufgreift.

Dir dröhnt der Kopf vor lauter Informationen? Dann hier noch einmal die wichtigsten Punkte zu URLs und SEO im TL, DR (Too long, didn’t read) -Format:

  1. Sprechende URLs sind besser als kryptische Kombinationen.
  2. Je kürzer, desto besser.
  3. Keine verschachtelten Kategorien.
  4. Maximal zwei Keywords.
  5. Man kann URLs auch kaputtoptimieren.

Deine Frage zu URLs und SEO haben wir nicht beantwortet? Dann ab damit in die Kommentare! 

Aller Anfang ist schwer: Du hast Dich entschlossen, Dein Unternehmen zu gründen oder Dich endlich um Deinen Webauftritt zu kümmern. Aber Du stehst vor einem gewaltigen Berg an Informationen, Möglichkeiten und technischen Details, der ganz schön einschüchternd wirken kann. Wie sorgst Du dafür, dass Menschen auf Dich aufmerksam werden? Wie machst Du Deine Webseite bekannt? Was kannst Du tun, um einen guten Grundstein für SEO, Online-Marketing und Nutzerfreundlichkeit zu legen? Wir verraten dir die ersten 6 Schritte, mit denen Du eine solide Basis für den Erfolg Deiner Webseite aufbaust.

1. Warum braucht Dein Unternehmen einen Internetauftritt?

Die Frage klingt zunächst einmal merkwürdig: Wir leben schließlich im Jahr 2018 und das Internet und die digitale Transformation haben den Markt komplett verändert. Dennoch zahlreiche gerade kleine und mittelständische Unternehmen auf einen vernünftigen Webauftritt. Oftmals scheitert es am Know-how und an der Zeit. Schließlich wollen ein Handwerker oder ein gestresster Start-up-Gründer die wertvolle Freizeit nicht auch noch in HTML, WordPress oder Facebook investieren. Das ist nur verständlich, aber auf Dauer keine gute Idee. Denn die digitale Visitenkarte in Form einer Webseite ist heute die erste Anlaufstelle für potenzielle Kunden. Viele Nutzer informieren sich auf Google Maps oder in der Suchmaschine über Anbieter und Dienstleister in ihrer Umgebung. Wer hier nicht auftaucht, existiert für die junge Zielgruppe nicht.

Die Frage nach dem Warum hat aber noch eine zweite Bedeutung: Was willst Du mit der Webseite erreichen? Denn noch bevor Du mit den technischen Grundlagen beginnst, solltest Du Dir ein Konzept überlegen.

  • Möchtest Du Deine Kunden über Öffnungszeiten, Angebote oder Preise informieren?
  • Wer sind die Menschen, die sich für Dein Angebot interessieren?
  • Willst Du Dein Fachwissen teilen und so Deinen Ruf als Experte verbessern?
  • Geht es darum, Dich gegen die Konkurrenz durchzusetzen?
  • Willst Du Deine Webseite bekannt machen, um darüber Inhalte und Produkte zu verkaufen?

Aufgabe: Formuliere zwei bis drei Wünsche an Deine Webseite. So hast Du ein klares Ziel vor Augen und kannst den Erfolg Deiner Seite daran messen.

2. Technische Grundlagen und die Basis für das Webdesign

Programmierung ist für Dich ein Buch mit sieben Siegeln? Das ist heutzutage kein Problem mehr. Eine einfache Webseite für Dein KMU oder Start-up muss das Rad nicht neu erfinden. Mit einem Baukastensystem kannst Du Dir Dein Webdesign zusammenklicken, ohne viel Geld auszugeben. Professioneller wird es natürlich mit einer Webagentur an Deiner Seite. Die Experten wissen genau, wie sie ein praktisches und alltagstaugliches Design für Dich zusammenstellen. So lässt sich Deine Webseite nicht nur einfach bedienen, sondern spricht auch die richtige Zielgruppe an. Der erste Eindruck ist entscheidend: Wenn Deine Webseite gut funktioniert, hat das Strahlkraft für Deinen Ruf.

Um Deine Webseite bekannt zu machen, brauchst Du mindestens eine Domain, eine SSL-Verschlüsselung, eine Basis für das Design (WordPress ist eine beliebte Wahl). Die Installation ist ganz einfach, wenn Du einen guten Hoster gefunden hast. Die großen Anbieter haben ausführliche Tutorials für Anfänger, mit denen Du Deine Seite online bringst. Sobald das steht, kannst Du eine Struktur festlegen und die ersten Inhalte hochladen.

Aufgabe: Schaue Dir selbst die Möglichkeiten an und klicke Dich durch ein vorgefertigtes WordPress-Design. Du solltest in Grundzügen wissen, wie Deine Webseite funktioniert, selbst wenn Du die Arbeit einem Programmierer übergibst.

3. SEO und Nutzerfreundlichkeit von Anfang an mitdenken

Wann ist der richtige Zeitpunkt für die SEO-Optimierung? Am besten, bevor Du überhaupt anfängst! Wenn Du Googles Algorithmus direkt einplanst, musst Du Dich nicht im Nachhinein durch die Welt der Keywords kämpfen. Zunächst kümmerst Du Dich um die Meta-Tags und die Keywordanalyse. Schaue Dir ruhig Deine Konkurrenz an! Was machen die Webmaster der Top 10 bei Google zu Deinen Suchbegriffen richtig? Um Deine Webseite bekannt zu machen, kannst Du hier ein wenig spicken.

Dasselbe gilt für die Usability. Der Nutzer soll sich von Anfang an orientieren können. Erstelle eine übersichtliche Seitenstruktur auf dem Papier, die nicht allzu verschachtelt ist! Perfekt ist eine Menüführung dann, wenn Du sie mit einem Blick komplett verstehst. Neben dem Menü sollten auch andere Punkte wie Dein Online-Shop oder das Kontaktformular benutzerfreundlich optimiert sein. In der Designphase kannst Du noch alles verändern. Du kannst mit Freunden oder Deiner Familie testen, ob Deine Webseite ihr Ziel erreicht. Wenn Du es nicht schaffst, in zwei Minuten die Newsletteranmeldung oder den Warenkorb zu finden, musst Du hier noch einmal ran.

Wenn die Webseite dann steht, brauchst Du gar nicht viel Zeit für SEO aufwenden. Es reichen schon 60 Minuten SEO im Monat, um zumindest die Basics gut abzudecken. Du kannst natürlich mehr Ressourcen hinein investieren, wenn Du eine starke Konkurrenz hast oder mit Deiner Sichtbarkeit nicht zufrieden bist.

Aufgabe: Überlege Dir eine Liste mit 15 Keywords, die zu Deinem Unternehmen passen. Schreibe passende Inhalte, die Deine definierten Ziele verfolgen.

4. Eintrag in Suchmaschinen, Verzeichnisse und Google MyBusiness

Die ersten Schritte sind gemacht, die Webseite ist fertig! Jetzt kannst Du die Werbetrommel rühren. Der erste Schritt zu mehr Backlinks ist der Eintrag bei Branchenverzeichnissen und bei Google. Das ist nicht nur ein guter Weg, Deine ersten 100 Backlinks zu bekommen, sondern macht Deine Webseite bekannt. Gerade im B2B-Bereich sind diese Verzeichnisse sehr wichtig. Für den B2C-Bereich oder für Dienstleistungen spielt Google Maps eine große Rolle. Der allererste Schritt ist allerdings die Anmeldung bei Google. Das ist zwar kein Muss, aber macht den Prozess ein wenig schneller. Denn Google braucht in der Regel einige Tage bis Wochen, um eine komplett neue Webpräsenz zu crawlen und zu indexieren. Eine bestehende Seite hat bereits einen Seitenrang und einen Eintrag bei Google. Mit der Zeit tauchen hier die neuen Inhalte ganz automatisch auf. Du kannst den Prozess beschleunigen, indem Du Google um das erneute Crawlen Deiner URL bittest. Wenn Du also schon eine Domain hast und einen Relaunch planst, ist das der bessere Weg.

Danach kommt die Recherchearbeit. Welche Verzeichnisse lohnen sich für Dein Unternehmen? Wo vermutest Du Deine Zielgruppe? Die größten Anbieter in Deutschland sind immer eine gute Wahl, weil sie relativ hoch ranken und Dir damit einen netten Backlink-Boost für den Start mitgeben:

  • gelbeseiten.de
  • telefonbuch.de
  • klicktel.de
  • yellowmap.de
  • stadtbranchenbuch.de
  • unternehmerfabrik.de
  • meinestadt.de
  • lieferanten.de

Aufgabe: Wenn Du diese Liste abgehakt hast, suchst Du nach Branchenbüchern der Listen, in denen Du nicht fehlen darfst. Der Effekt davon scheint auf den ersten Blick nicht bombastisch zu sein, aber Du kannst nicht wissen, welche Portale zu einem Auftrag führen.

5. Content Marketing und Social Media Präsenzen starten

Die Leinwand steht, Google schickt seine Crawler los, der Erfolg kann kommen! Aber um auf Dauer Deine Webseite bekannt zu machen, brauchst Du Inhalte. Dazu zählt alles, was die Nutzer auf Deiner Internetseite zu Gesicht bekommen:

  • Texte
  • Newsmeldungen
  • Blogartikel
  • Bilder
  • Videos
  • Hintergründe

Content Marketing beschreibt nicht nur den Prozess, diese Inhalte zu erstellen, sondern umfasst auch Werbewirkung von gutem Content. Denn wenn Du Inhalte hast, die Deine Zielgruppe interessieren, kommen sie von alleine zu Dir. Ein Blog ist eine gute Wahl, wenn Dir das Schreiben liegt und Du Dein Wissen teilen willst. Die Inhalte sollten sich um Dich, Dein Angebot und um ähnliche Themen drehen. Du musst kein Geld für Werbung ausgeben, sondern baust so Deinen guten Ruf auf, der Dir im Internet vorauseilt.

Dasselbe gilt für Deine Social-Media-Profile. Sie haben das Ziel, Dich bekannter zu machen und eine Community aufzubauen. Es reicht nicht, wie bei Branchenverzeichnissen einfach Dein Profil mit Anschrift und Öffnungszeiten zu hinterlegen. Auf sozialen Plattformen knüpfst Du ein Netzwerk mit anderen Nutzern. Deine Fans wollen relevante Inhalte und einen direkten, menschlichen Kontakt. Welche Plattform Du wählst, hängt von Deiner Branche und Deinem Bauchgefühl ab. Es nützt nichts, wenn Du Dich auf Instagram anmeldest, aber mit der App nicht zurechtkommst. Hier darfst Du gerne etwas herum experimentieren und ausprobieren, welche Arten von Social Media zu Dir passen.

Aufgabe: Überlege Dir, welche Fragen sich Deine Zielgruppe stellt und beantworte sie mit einem Text in Deinem Blog oder in einem Bild auf Social Media!

6. Webseite bekannt machen mit SEA, Werbeanzeigen und Social Ads

Der größte Teil der Arbeit ist geschafft! Du hast jetzt eine fertige Webseite, die Du im Internet bewerben kannst. SEA steht für Search Engine Advertising und bietet zahlreiche Möglichkeiten, Werbeanzeigen zu schalten. Damit stehst Du automatisch ganz weit oben zu den jeweiligen Suchbegriffen. Während der organische Rang Deiner Webseite erst steigen muss, kommst Du hier ohne Verzögerungen zu einem Platz an der Sonne.

Mit Werbeanzeigen bei Google wirst Du schneller und besser gefunden. Aber Google ist nicht die einzige Leinwand für Deine Werbeideen. Du kannst Social Ads bei Facebook schalten und so Deine Beiträge im größten sozialen Netzwerk der Welt bewerben lassen. Oder Du arbeitest mit Influencern zusammen, die ein neue Zielgruppe zu Dir bringen. Die Möglichkeiten für bezahlte Werbung im Internet sind schier unendlich. Solltest du davon überfordert sein, kannst Du mit kleinen Schritten anfangen. Vielleicht investierst Du 5 Euro in einen Beitrag auf Facebook, der die User auf Deine Webseite lockt? Du wirst schnell sehen, dass kontinuierliche Aufmerksamkeit dazu führt, dass Deine Webseite bekannt wird!

Aufgabe: Investiere einen kleinen Betrag in Werbeanzeigen bei Google oder Facebook und experimentiere mit den verschiedenen Anzeigenformaten und Targeting-Optionen!

 Fazit: Ein Schritt nach dem anderen – und schon ist Deine Webseite bekannt!

Wenn Du jeden Tag ein bisschen Arbeit investierst, gewinnst Du schon bald mehr Sichtbarkeit im Internet. Um Dich bei den ersten sechs Schritten auf dem Weg zu einer bekannten Internetadresse zu unterstützen, haben wir unsere Tipps als Infografik zusammengefasst:

So einfach geht es: Das sind die ersten Schritte auf dem Weg, um Deine Webseite bekannt zu machen!

So einfach geht es: Das sind die ersten Schritte auf dem Weg, um Deine Webseite bekannt zu machen!

 


Wie hast Du Deine Webseite bekannt gemacht? Lass es uns in den Kommentaren wissen!

Einmal im Jahr treffen sich in Hamburg Online-Marketer, Rockstars und alles dazwischen: Die Online Marketing Rockstars ziehen ein stetig wachsendes Publikum an. Dieses Jahr gaben sich 40.000 Gäste die Ehre. Bei der OMR geht es nicht nur ums Sehen und Gesehen werden: Auf der Konferenz zeigen sich die Trends rund um SEO, SEA, Onlinewerbung und Conversion von morgen. Mehr als 300 Speaker aus allen Branchen haben ihr Wissen geteilt und einen Blick in die Kristallkugel gewagt. Mit ein paar Wochen Abstand zum großen Event sammeln wir jetzt unsere Gedanken zum Festival und zu den Trends im Online-Marketing, die frisch von der OMR 2018 kommen. 

Online-Marketing in Zeiten von ePrivacy und DSVGO

Ein großes Thema waren natürlich die neuen DSVGO-Richtlinien, die am 25. Mai 2018 in Kraft treten. Zusammen mit der ePrivacy-Verordnung, die 2019 auf dem Plan steht, gibt es derzeit viele Fragezeichen rund um das Online-Marketing und die Digitalindustrie. Es gab eine Diskussion zwischen den Branchengrößen Mathias Döpfner und Florian Heinemann und dem EU-Kommissar Andrus Ansip, der für das brandneue Datenschutzrecht zuständig ist. Das Ergebnis? Eher durchwachsen. Auf beiden Seiten herrschte Unverständnis für die Position des Gegenspielers. Außerdem entstand der Eindruck, dass die Gesetzesmacher nicht viel Ahnung von den technischen Hintergründen haben. Was bleibt, sind die neuen gesetzlichen Regelungen, die demnächst in Kraft treten und unsere Branche und das gesamte Internet ordentlich auf den Kopf stellen.

Learnings und Erkenntnisse: Wir nehmen den Datenschutz noch ernster. Es ist wichtig, sich schon beim Design von neuen Kampagnen Gedanken über die Nutzerdaten zu machen – und damit so respektvoll und sparsam wie möglich umzugehen.

Personalisierung: Was wollen die Nutzer?

Trendthema auf der OMR 2018 war definitiv die Personalisierung von Online-Angeboten. Von der Echtzeit-Personalisierung bis zur künstlichen Intelligenz gab es so gut wie alle Themen, die sich um die Bedürfnisse der Nutzer drehen. Klingt nach Hype, aber es gab auch kritische, praxisnahe Töne:

„Gute Personalisierung ist echt harte Arbeit. Das lohnt sich meistens, aber man muss sehr genau hinschauen, was die Nutzer wollen und vor allem, was ein Unternehmen kann.“

Gregor Wolf von Smart Digital

Es kommt nicht darauf an, was technisch möglich ist. Der Kunde steht im Mittelpunkt: Hier gilt es, Transparenz und Personalisierung unter einen Hut zu kriegen.

Learnings und Erkenntnisse: Bei der gesamten Arbeit im Online-Marketing stellt sich immer die Frage, was der Kunde will. Hightech und AI nützen nichts, wenn es nicht zum Unternehmen oder der Kommunikationsstrategie passt.

Die Wiedergeburt von SEO als Traffic-Kanal

Influencer? Facebook? Snapchat? In den letzten Wochen und Monaten gab es viel Wirbel um Traffic-Kanäle, die plötzlich wegbrechen oder die außerhalb des eigenen Einflusses liegen. Da verwundert es nicht, dass Branding-Wunderkind und Gründerin Sophia Amoruso auf SEO setzt. Die gute, alte Onsite-Optimierung könnte ein Revival erleben. Natürlich war SEO nie weg, aber es ist ein bisschen im Hype um Social Media und Influencer-Marketing untergegangen. Gerade für Publisher und Marken wird die Trafficgewinnung bei Facebook immer schwieriger. Ein guter Zeitpunkt, um sich auf die alten Werte zu besinnen!

Learnings und Erkenntnisse: Nichts schlägt die eigene Webseite! Mit SEO und durchdachtem Content-Marketing geht die Anziehungskraft von der eigenen Seite aus. Externe Faktoren wie der Facebook-Algorithmus werden weniger wichtig.

eCommerce und Markenbildung neu gedacht

Die OMR 2018 zeichnet sich durch ihre hochkarätigen Speaker aus. Beim Mediachef von Unilever ging es ganz um Markenbildung und eCommerce in Zeiten von Amazon. Und hier gab es einige wertvolle Punkte dazu, wie Onlineshops gegen den Verkaufsriesen bestehen können: Wir müssen nicht gegen, sondern mit Amazon kämpfen. Als Marktplatz funktioniert die Plattform nämlich auch für Drittanbieter gut – man muss es nur richtig angehen. Dazu gehört auch, das eigene Branding bei Amazon klar zu kommunizieren. Durch gelungene Produktbeschreibungen und treffende Titel lässt sich die Conversionrate steigern. Keine Scheu vor neuen Möglichkeiten! Mit Amazon Fresh können auch Lebensmittelhändler ins Online-Business einsteigen.

Learnings und Erkenntnisse: Der Fokus beim eCommerce liegt vor allem darauf, den Kunden zum richtigen Zeitpunkt mit dem richtigen Produkt zusammenzubringen. Ganz gleich, wo sich die Conversion abspielt, der Kunde sollte erkennen, bei wem er was kauft.

 

OMR 2018: Mehr Spektakel, weniger Insights?

Das waren natürlich nicht alle Themen, um die es auf den ganz großen Bühnen ging. Hier noch eine Auswahl an spannenden Themen, die auf der OMR 2018 zur Sprache kamen:

  • Podcasts als neues Trendmedium: Die sind unabhängig von Youtube, und kommen mit einem hohen Community-Effekt
  • Personal Branding und der Aufbau einer eigenen Personenmarke
  • Influencer-Marketing mit Nischen-Influencern und Big Playern
  • Programmatic Adtech – Hightech trifft SEA
  • B2B-Werbung und Social Media für B2B-Brands

Es gab auch kritische Töne zum großen Spektakel: Die OMR ist nicht nur Fachmesse und Konferenz, sondern auch ein Festival. Sprich: Während in einer Halle fleißig gelernt und gearbeitet wird, steht das Partyvolk schon vor der Nachbarhalle Schlange. Und da es neue Besucherrekorde gab, wurde es zwischenzeitlich schon einmal eng. Trotz allem waren die Online Marketing Rockstars 2018 ein voller Erfolg – wir sind gespannt, wie sich die Trends im tagtäglichen Online-Marketing äußern!


Hattet Ihr ein Ticket für die OMR 2018? Was sind Eure schönsten Erfahrungen vom Festival der Szene? Lasst es uns in den Kommentaren wissen! 

Usability-Optimierung ist ein bisschen wie der Frühjahrsputz: Wenn Du die staubigen Ecken und die herumliegende Wäsche zu lange ignorierst, wird es unangenehm. So ähnlich sieht es auch mit Deiner Webseite aus: Okay, manche Unterseiten laden etwas langsam und der ein oder andere Menüpunkt funktioniert vielleicht nicht. Aber wie schlimm kann das schon sein? Deine User sehen das ganz anders. Die sind nämlich genervt von der mangelnden Nutzbarkeit und klicken entnervt weg, wenn der Weg zum Warenkorb nur mit einem Navi zu finden ist. Es reicht nicht, einmal eine gute Webseite auf die Beine zu stellen, Du musst regelmäßig kontrollieren, ob alles funktioniert. Wir zeigen Dir heute, wie Du mit ein wenig kontinuierlicher Arbeit Ordnung in Dein Webseiten-Chaos bekommst.

Kontinuierliche Usability-Optimierung: Immer am Ball bleiben!

Usability-Optimierung ist ein Marathon, kein Sprint. Und es gibt viele gute Gründe, warum Du bei der Nutzbarkeit Deiner Webseite am Ball bleiben solltest:

  • Gut optimierte, leicht nutzbare Internetseiten haben eine höhere Conversionrate.
  • Die Nutzer finden schnell und ohne Umwege das, was sie suchen.
  • Die Absprungrate verringert sich, wenn Du den Usern keinen Grund gibst, wegzuklicken.
  • Deine User sind glücklicher. Und glückliche User empfehlen Dich weiter.
  • Die regelmäßige Pflege Deiner Webseite kann sich positiv auf das SEO-Ranking auswirken.

Viele Webseitennutzer kümmern sich einmal um ihre Usability und ignorieren das Thema danach. Aber eine Webseite steht häufig viele Jahre (relativ) unverändert im Internet. In dieser Zeit ändern sich nicht nur Trends und Designs, es kommen ganz neue Herausforderungen dazu. Es gibt heute immer noch Webseiten, die auf Mobilgeräten nicht funktionieren. Wer regelmäßig einen kritischen Blick auf die eigene Webseite wirft, der wird belohnt: Deine Webseite bleibt am Puls der Zeit, lässt sich schnell und unkompliziert bedienen und macht die Nutzer glücklich. Es gibt keinen guten Grund, sich nicht regelmäßig der Usability-Optimierung zu widmen.

So optimierst Du mit 30 Minuten Arbeit im Monat Deine Nutzbarkeit

Ich höre Dich jetzt grübeln: „Wie soll ich denn die Usability meiner Webseite in meinen Zeitplan einbauen?“ Tatsächlich hören wir oft, dass es an der Zeit scheitert, wenn die Nutzbarkeit der Seite nicht so optimal ist.

Die schlechte Nachricht: Ganz ohne Zeitinvestment geht es natürlich nicht.

Die gute Nachricht: Es muss gar nicht viel sein.

Du willst wirklich kontinuierliche Usability-Optimierung betreiben? Dann ist es sogar sinnvoller, jeden Monat ein bisschen zu leisten, statt Dir am Ende des Jahres panisch eine Woche Zeit zu nehmen. Es reicht, wenn Du 30 Minuten pro Monat konzentriert überlegst, wie Du Deine Webseite besser machen kannst.

Ideen für die Usability-Optimierung:

  1. Schaue Dir Deine Webseite mit den Augen des Kunden an! Setze Dir die Challenge, in weniger als 2 Minuten ein Produkt zu kaufen oder die wichtigsten Informationen über Dich herauszufiltern. Klappt das? Wenn nicht, kannst Du an dieser Baustelle arbeiten.
  2. Teste, ob alle Links funktionieren oder ob eines Deiner technischen Skripte abgestürzt ist!
  3. Werfe einen Blick auf die Überschriften, Seitentitel und markierten Textstellen! Der Leser sollte nur auf Basis der Überschriften erahnen können, worum es bei Dir geht. Du hast gar keine Struktur in Deinen Inhalten? Dann wird es höchste Zeit!
  4. Probiere Deine Webseite mit unterschiedlichen Endgeräten aus! PC, Tablets, Smartphones mit unterschiedlichen Bildschirmen und Auflösungen: Deine Webseite sollte überall gut aussehen und sich easy bedienen lassen!
  5. Ist auf der Startseite sofort ersichtlich, was Dein Unternehmen anbietet und wie es den Usern helfen kann? Der User will wissen, wo er gelandet ist und was du für ihn tun kannst.
  6. Gibt es eine Suchfunktion? Bei umfangreichen Webseiten hilft das bei der Orientierung.

Außenseiter Spitzenreiter: Darum solltest Du Deine Webseite von außen betrachten

Am Ende geht es um eine Sache: Die Nutzer der Webseite sollen sich wohlfühlen. Durchdachtes Design, Bedienbarkeit und wertvolle Inhalte geben dem User ein gutes Gefühl. So sollte es sein.

In der Praxis geht es um das Empfinden Deiner Kunden.

Du kennst (idealerweise) jeden Winkel Deiner Internetseite. Vielleicht hast Du sie selbst aufgebaut, vielleicht hattest Du dabei Hilfe. Aber Dein Blick auf die Menüs, Bilder und Texte ist nie unparteiisch.

Bei der Optimierung der Nutzerfreundlichkeit musst Du einen Schritt zurückgehen und Deine Seite mit den Augen des Users sehen. Das kann schwer sein. Deswegen setzen viele Techniken aus der Usability-Optimierung auf externe Informationen und Außenseiter. Es gibt mehrere Optionen, um die Meinung von außen zu bekommen:

  • Umfragen in einem Pop-Up, bei dem User angeben können, was ihnen an der Webseite nicht gefällt.
  • Klicktracking oder sogar Eye-Tracking, um den Weg der Nutzer auf der Webseite nachzuvollziehen.
  • Externe Probanden, die Deine Seite auf Herz und Nieren prüfen. Das können Kunden sein, Deine Geschäftspartner, Freunde oder Deine Mutter. Hauptsache, sie verhalten sich beim Test natürlich!

Mit diesem Blick von außen kannst Du leicht Fehlerquellen finden, auf die Du nicht gekommen bist. Ein guter Test, um die Nutzerfreundlichkeit zu überprüfen!

Fazit: Usability-Optimierung leicht gemacht

Am Ende des Tages wollen wir alle, dass unsere User glücklich und zufrieden sind. Ein schlecht optimiertes Menü oder eine zu komplizierter Warenkorb sollten da wirklich nicht im Weg stehen. Bei der Usability-Optimierung geht es weniger um große, zeitintensive Investitionen, sondern um Kleinigkeiten, die das Leben schöner machen. Es reicht, aufmerksam zu bleiben und die eigene Arbeit immer kritisch zu hinterfragen. Was ist gut für die Kunden? Wie nutzen sie meine Webseite? Wie kann ich ihnen den Aufenthalt bei mir so angenehm wie möglich machen? Wenn Du Dir diese Fragen stellst, bist Du bereits auf einem sehr guten Weg. Wir helfen Dir gerne dabei, indem wir einen aufmerksamen Quick Check Deiner Seite machen und Dir das Optimierungspotenzial zeigen!

Am 12. März mussten viele Seiten herbe Verluste im Google-Ranking einstecken. Aber es gab auch Gewinner, die sich über einen ordentlichen Sichtbarkeitsschub freuen durften. Was war passiert? Google hat das erste Mal seit langer Zeit ein neues, größeres Update herausgebracht. Das Google Core Update aus dem März 2018 scheint vor allem große, bekannte Seiten mit viel user-generated Content zu belohnen. Einige Wochen nach dem Gewitter haben wir uns auf Spurensuche begeben, um mehr über das mysteriöse Update herauszufinden. Welchen Einfluss haben die Änderungen am Algorithmus auf Deine Seite? Wir finden es heraus! 

Der Update-Zyklus von Google einfach erklärt

Früher war alles besser: Damals gab es noch klar definierte Updates, gerne mit lustigen Tiernamen: Panda, Penguin und Hummingbird habe uns über viele Monate begleitet und hatten klare Charaktereigenschaften.

  • Panda war der Streiter gegen schlechten und geklauten Content.
  • Penguin hat sich Backlinknetzwerke zur Brust genommen.
  • Hummingbird hat die SERPs deutlich schneller gemacht.

Und heute? Google hat schon 2015 angekündigt, dass sie den großen Zirkus um den Algorithmus nicht mehr mitmachen wollen. Denn mittlerweile ist die Suchmaschine durch Künstliche Intelligenz und Machine Learning kein einfaches Stück Software mehr, sondern entwickelt sich mit jeder Suchanfrage weiter. Deswegen gibt es keine großen Updates mehr, die wie früher die SEO-Landschaft grundsätzlich umgeworfen haben.

Stattdessen ist die offizielle Unternehmenslinie: Alles bleibt anders:

Google offizielles Statement zum Google Core Update aus dem März 2018.

Google offizielles Statement zum Google Core Update aus dem März 2018. Quelle: Searchliaison

Hier steht es schon: Um den 12. März herum hat sich etwas getan. Statt der kleinen, täglichen Schwankungen gab es für manche Seiten herbe Verluste oder triumphale Gewinne. Das bedeutet, dass Google anscheinend eine größere Änderung am Algorithmus umgesetzt hat. Um herauszufinden, was genau passiert ist, müssen wir uns auf Spurensuche begeben.

Wer sind die Gewinner, wer sind die Verlierer?

Die offizielle Aussage aus dem Tweet: Verliererseiten machen per se nichts Falsches. Aber irgendjemand muss ja den Platz schaffen, um die guten Seiten weiter oben zu platzieren. Es ist eher ein Belohnungsupdate für bisher „zu schlecht“ gerankte Seiten – auch, wenn die Verlierer das anders sehen dürften. Aber wer wurde denn jetzt von Google in den Olymp gehoben?

Die größten Gewinner vom Google Core Update 2018:

  1. Youtube mit einem Sichtbarkeitsgewinn von 240 Prozent
  2. Amazon mit einem Sichtbarkeitsgewinn von 220 Prozent
  3. Xing mit einem Sichtbarkeitsgewinn von 20 Prozent

Ebenfalls freuen dürfen sich große Seiten wie Testberichte.de und Praxisvita.de

Die größten Verlierer vom Google Core Update 2018:

  1. Duden mit einem Sichtbarkeitsverlust von 65 Prozent
  2. Focus mit einem Sichtbarkeitsverlust von 51 Prozent
  3. Otto mit einem Sichtbarkeitsverlust von 44 Prozent

Otto hat zur selben Zeit an seiner internen URL-Struktur gearbeitet, es kann also sein, dass die Verluste nicht unbedingt etwas mit dem Google Core Update zu tun haben. Die Daten stammen aus dem spannenden Blogbeitrag von Sistrix. International gehören IMDB und Wikia zu den größten Verlierern. Für kleinere Seiten gibt es nicht all zu viele Daten, weil der Sichtbarkeitsindex nur bei großen Pages wirklich gut funktioniert. Es zeigt sich, dass es tendenziell mehr Verlierer als Gewinner gab, die Gewinner dafür aber stark aufsteigen konnten.

Google belohnt großartigen Content – oder?

Google hat keinerlei Informationen dazu geteilt, welchen Bereich des Algorithmus das Update betroffen hat. Da verwundert es nicht, dass die großen Spekulationen begonnen haben. Mit ein paar Wochen Abstand zeigen sich allerdings gewisse Gemeinsamkeiten zwischen den Gewinnern, um die es laut Google ja ging.

  • Es sind große Marken mit einer enormen Reputation.
  • Die Gewinner verfügen über viel user-generated Content.
  • Dieser Content muss nicht unbedingt gut sein.
  • Es gibt auf den Seiten viele strukturierte Daten, die Google nutzen kann.
  • Der Content bei den Gewinnern ist im ständigen Fluss und wächst mit jeder Sekunde weiter an.

Gerade Amazon folgt eigentlich keinen gängigen Tipps, die normalerweise für gutes SEO stehen: Der Content (in erster Linie die Produkte, Produktbeschreibungen und die Bewertungen) sieht oft aus wie Kraut und Rüben. Auch bei Youtube gibt es kaum Texte oder hochqualitative Inhalte, die von der Plattform selbst kommen.

Merkwürdigerweise glänzen nämlich gerade einige der Verlierer mit sehr gutem Content-Marketing. OTTO hat viel in ausführliche Produkttexte und Einkaufsratgeber investiert, Duden bietet eine gewaltige Datenbank mit Informationen zur deutschen Sprache und Focus hat als journalistische Seite ebenfalls mehr als genug gute Inhalte.

Geht es um Quantität statt Qualität?

Eigentlich will Google großartige Inhalte belohnen, die dem Nutzer Mehrwert geben. Die Frage ist allerdings, ob die Gleichung langer Content = besserer Content noch aufgeht. Wer shoppen will, der braucht schnelle, kurze Infos, die auf den Punkt kommen – wie die Bewertungen bei Amazon oder die Videotitel bei Youtube. Vielleicht ist das des Rätsels Lösung?

Das Google Core Update könnte einfach dem Machine-Learning-Algorithmus mehr Freiheiten gegeben haben. Dafür spricht, dass es eben keine klaren Gewinnernischen oder Verlierertaktiken gibt, sondern sich die Verlierer gleichmäßig auf alle Seitenarten und Branchen verteilen. Künstliche Intelligenz ist ein wichtiges Thema bei Google, und niemand weiß genau, worauf die Maschine Wert legt.

Das Google Core Update und die Folgen für Deine Webseite

Trotz unseres Abstands von einigen Wochen ist noch immer nicht ganz klar, welche Hintergründe sich hinter dem Google Core Update aus dem März 2018 verbergen. Gerade für kleine Seitenbetreiber klingt das gruselig. Allerdings solltest Du sowieso nicht so viel Wert auf den Sichtbarkeitsindex und Kennzahlen legen. Und vor allem ist es keine gute Idee, die komplette Online-Strategie von Google abhängig zu machen. Es gibt keine klaren Do’s und Don’ts, wie Du am besten mit dem Update umgehst. Es gelten nach wie vor die guten, alten Regeln:

  • Liefere Deinen Usern mit großartigem Content einen Mehrwert!
  • Sorge mit Usability- und Pagespeed-Optimierung dafür, dass sie zufrieden sind!
  • Baue ein natürliches Netzwerk an Links und Partnerseiten auf, die zu Deiner Seite passen!

Diese Evergreen-Regeln gelten immer. Damit bist Du vor dem nächsten Update-Gewitter sicher.


Ist Deine Seite vom Google Core Update betroffen? Was hat sich bei Dir verändert?

Gehe nicht über Los, ziehe keine 4000 Euro für SEA-Werbung ein: Featured Snippets bringen Dich direkt an die Spitze. Die Boxen mit nützlichen Informationen stehen sogar noch über den bezahlten Ads in den Suchergebnissen. Ein echter Hauptgewinn im Online-Marketing! Aber wie kannst Du einen Platz an Position 0 erobern? Lohnt sich der Aufwand überhaupt? Wir haben alle Fragen zum Thema Featured Snippets zusammengefasst, um Dich auf den neuesten Stand zu bringen.  

Was sind Featured Snippets?

Featured Snippets sind Informationsboxen, die über den organischen Suchergebnissen erscheinen und dem Nutzer direkt die Antwort auf seine Suchanfrage geben. Google nutzt dafür Inhalte von  anderen Seiten und fasst relevante Informationen übersichtlich zusammen.

Bei welchen Suchanfragen erscheinen die Boxen?

Nicht jede beantwortete Frage erzeugt automatisch ein Featured Snippet. Fragen, die sich mit wenigen Worten beantworten lassen, ziehen ihre Informationen aus den klassischen Knowlegde-Boxen: „Wie alt ist Barack Obama?“ oder „Wann wurde NIKE gegründet?“ haben eine klare Antwort. Google kann solche einfachen Antworten aus den vorhandenen Daten extrahieren – und muss nicht auf usergenerierte Inhalte zurückgreifen.

Featured Snippets erscheinen häufig bei folgenden Suchanfragen:

  • Begriffserklärungen
  • ausformulierte W-Fragen (Warum, Wo, Wie, Wann, Wer…)
  • Anleitungen
  • Handlungsanweisungen
  • Vergleichstabellen

Woher nimmt Google die Informationen?

Die Texte und Bilder im Featured Snippet stammen immer von einer Page auf der ersten Seite der SERPs. Bevorzugt behandelt werden kurze, klare und aussagekräftige Textbausteine. In Deutschland hat Wikipedia die Nase vorn und erscheint besonders häufig an Position o.

Google ist erstaunlich gut darin, relevante Informationen zu finden und zu sortieren. Teilweise stammen die Informationen von Inhalten und Listen, die sich weit unten auf einer Seite verstecken. Wenn es keine formschönen Listen oder Tabellen gibt, kann die Suchmaschine diese sogar selbst erstellen. Das Ergebnis sieht zwar nicht immer schön aus, erfüllt aber seinen Zweck: Die konkrete Frage des Users zu beantworten.

Sind Featured Snippets wirklich die Zukunft?

Definitiv! Alleine in den letzten sechs Monaten ist der Anteil der Suchanfragen mit Ergebnissen auf Position 0 von 2,55 Prozent auf mehr als 4,11 Prozent geklettert. Das hat Sistrix in einer Analyse von einer Million Keywords herausgefunden.

Es geht voran: Der Anteil der suchanfragen mit Featured Snippets wächst rasant. (Grafik: Sistrix)

Es geht voran: Der Anteil der Suchanfragen mit Featured Snippets wächst rasant. (Grafik: Sistrix)

In Amerika sind die Snippets verbreiteter – vor allem, weil es erheblich mehr englischsprachigen Content zu fast allen Themen gibt. Hier haben über 11 Prozent der Suchanfragen ein Featured Snippet.

Welche Rolle spielt das Featured Snippet bei der Voice-Search?

Google Home, Alexa und Siri lesen häufig einfach die Answer Box vor, wenn ihr User eine Voice-Suche startet. Allerdings ist das nicht immer der Fall: Gerade Google Home neigt dazu, sich seine Informationen selbst zu suchen. Hier ist der Algorithmus wahrscheinlich noch nicht gestreamlined – früher oder später werden alle virtuellen Assistenzsysteme auf strukturierte Daten zurückgreifen.

Bei der Sprachsuche ist das Ergebnis im Snippet nicht nur die sichtbarste Antwort – es ist die einzige Antwort.

Wie sieht es in Deutschland aus: Setzen sich die Snippets durch?

Noch scheint der Algorithmus seine Probleme mit der deutschen Sprache zu haben. Es war eine kleine Herausforderung, ein deutsches Featured Snippet zu finden. Verbreitet sind sie derzeit bei den Begriffserklärungen – hier kommt meist Wikipedia zum Zug. Glossare und Lexikonartikel werden seltener gefeatured.

Noch sind sie sehr selten: Featured Snippets in Deutsch erscheinen nur bei ganz bestimmten Suchanfragen.

Noch sind sie sehr selten: Featured Snippets in Deutsch erscheinen bei wenigen Suchanfragen.

Ich habe drei verschiedene Formulierungen für die Frage nach der IP ausprobiert. Das war das einzige Ergebnis mit einer Infobox auf Position 0. Interessanterweise ist das Suchergebnis dafür erst auf Position 8 in den SERPs. Bei den anderen Formulierungen „Was ist meine IP?“ und „IP herausfinden“ erschien Kaspersky gar nicht erst in den Suchergebnissen. Das deutet darauf hin, dass Google die Snippets nur ausspielt, wenn sich auf Seite 1 der SERPs eine passende, gut strukturierte Seite befindet.

In Deutschland ist noch viel Luft nach oben. Zweifelsohne wird der Anteil der Info-Boxen 2018 extrem steigen – da ist es wichtig, von Anfang an dabei zu sein.

Lohnt es sich, im Featured Snippet zu erscheinen?

Auf jeden Fall! Schließlich erscheint die eigene Seite mit wertvollen Informationen für den User noch vor dem organischen Ergebnis auf Position 0. Und da die Box relativ klein ist, stehen nie alle Informationen direkt im Snippet. Das Ergebnis: Der Nutzer muss Deine Seite besuchen, um mehr zu erfahren. Da er aber schon angefangen hat zu lesen, hat er einen guten Anreiz dafür.

Bekommt Platz 1 der Suchergebnisse automatisch einen Platz in der Infobox?

Nicht immer! Ein Test von Moz.com zeigt, dass nur 33 Prozent aller Texte im Featured Snippet von der Seite auf Position 1 stammen:

Die obersten 5 Plätze in den SERPS haben die beste Chance, auf Position 0 zu erscheinen (Quelle: moz.com)

Die obersten 5 Plätze in den SERPs haben die beste Chance, auf Position 0 zu erscheinen (Quelle: moz.com)

Es ist kein Wunder, dass die oberen Positionen so gut performen: Schließlich bieten sie in der Regel die beste User Experience und gut strukturierten Content, den die Suchmaschine leicht indexieren kann.

Wie komme ich auf Position 0 bei Google?

  1. Strukturiere Deine Daten! Je klarer Deine Seite aufgebaut ist, desto leichter fällt es Google, relevante Informationen zu finden.
  2. Beantworte die Fragen Deiner User! Featured Snippets drehen sich um konkrete, ausformulierte Fragen. Eine Antwort darauf bekommt oft den Platz ganz oben.
  3. Setze Aufzählungen, Tabellen und Anleitungen ein! Google belohnt gut strukturierte Daten mit einem Platz im Featured Snippet.
  4. Bemühe Dich um einen Platz auf Seite 1! Die Snippets stammen ohne Ausnahme von einem Suchergebnis auf Seite 1. Du musst für Deine Themen also unbedingt weit vorne stehen.
  5. Werde zum Star in der Nische! Momentan gibt es noch nicht besonders viele Featured Snippets. Deswegen ist jetzt der richtige Zeitpunkt gekommen, um Außergewöhnliches zu beantworten und der Erste in Deiner Nische zu werden!

Wenn ich einmal oben bin, bleibe ich dann dort?

Leider nein. Google erzeugt die Featured Snippets individuell für jede Suchanfrage. Wenn also eine andere Seite eine bessere Antwort auf die jeweilige Frage hat, dann nutzt Google diesen Text. Die genauen Mechanismen hinter dem Algorithmus sind noch unklar. Viel deutet darauf hin, das Google jede Suchanfrage isoliert behandelt und entsprechend Snippets generiert.

Hat das Featured Snippet Einfluss auf die Klickrate?

Viele Webseitenbesitzer fürchten, dass die Neuerung die CTR negativ beeinflusst. Schließlich findet der Nutzer ja mit einem Blick die Antwort auf seine Suchanfrage – warum sollte er also noch die eigentliche Seite besuchen?

Die Beweise sprechen gegen diese Theorie: Bei einigen Seiten, die in der Answer Box gefeatured wurden, ist die Klickrate signifikant gestiegen. Vor allem, wenn nicht alle notwendigen Schritte Platz im Snippet finden, lädt das die User zum Weiterklicken ein.

Kann ich verhindern, dass Google einfach Inhalte von meiner Seite kopiert?

Google hatte schon einmal Probleme mit dem Urheberrecht. Manche Verlage wollten nicht, dass Textauszüge aus ihren Artikeln direkt in der Suchmaschine erscheinen. Dir geht es ähnlich und Du willst nicht, dass Google Deine Seiten für die Featured Snippets verwendet? Dann füge den Tag <meta name=“googlebot“ content=“nosnippet“> im <head> Deiner Seite ein. Allerdings profitierst Du dann nicht von den positiven Effekten des Rankings an der obersten Position.

Fazit: Spannendes Spielfeld für SEO-Experten

Sind Featured Snippets das Allheilmittel im SEO-Dschungel? Sicher nicht.

Funktionieren die Platzierungen auf Position 0? Definitiv!

Eine Erwähnung im oberen Bereich der SERPs lässt sich nicht erzwingen. Aktuell ist der Algorithmus dabei, die deutsche Textstruktur zu verstehen. Wir erwarten, dass der Anteil der Suchanfragen mit Answer Boxen in den nächsten Monaten sprunghaft steigen wird. Wer seine Texte und Inhalte jetzt schon dafür optimiert, kann sich also bald über einen Platz an der Sonne freuen.


Konntet Ihr schon einen Platz an Position 0 erobern? Was sind Eure Geheimtipps dafür? Lasst es uns in den Kommentaren wissen!

Das neue Jahr ist erst wenige Tage alt, die guten Vorsätze sind noch frisch und ein Hauch von Neubeginn liegt in der Luft: 2018 wird ein erfolgreiches Jahr! In den letzten Wochen haben sich zahlreiche Trends für das Online-Marketing 2018 herauskristallisiert, mit denen Du Deinen Umsatz, Deine Bekanntheit und Deinen Erfolg steigern kannst. Was solltest Du im neuen Jahr unbedingt ausprobieren, um sichtbarer zu werden? Welche Fettnäpfchen gilt es zu vermeiden? Zusammen mit unserem Plan für 60 Minuten SEO im Monat baust Du Dir damit einen guten Grundstock an Marketing-Maßnahmen auf, die wirklich wirken. So bringst Du mehr Kunden zu Dir! 

1. Probiere das Streaming bei Facebook oder Instagram aus!

Streaming ist gerade in aller Munde: Was Netflix kann, kannst Du schon lange! Quasi jede relevante Social-Media-Plattform bietet mittlerweile die Möglichkeit, kurze Live-Videos aufzuzeichnen. Bei Facebook kannst Du sogar richtige Shows gestalten oder live von Messen oder Präsentationen berichten. Instagram Stories sind weit weniger formal und dauern nur wenige Sekunden. Perfekt für kurze Einblicke in Deinen Arbeitsalltag oder für besondere Aktionen für Deine Fans.

In der Natur der Sache liegt, dass Live-Videos flüchtig sind. Sie können meist nicht nachträglich abgerufen werden – einen Punkt, den Du zu Deinem Vorteil nutzen kannst! Wenn Du gerade dabei bist, eine Community von Fans für Dein Unternehmen aufzubauen, sind regelmäßige Livestreams toll, um mehr Verbundenheit herzustellen. Du kannst Newsletter-Empfänger direkt einladen und einen USP für Deine Mailingliste schaffen. Oder Du nutzt die kurzen Stories bei Instagram für Sonderaktionen oder Umfragen.

Du bist nicht der Typ für das Video-Marketing? Kein Problem – es gibt andere tolle Wege, um Dich online sichtbarer zu machen. Aber mit all den Möglichkeiten, die es 2018 gibt, solltest Du es zumindest einmal versuchen.

2. SEO oder Content-Marketing? Finde die Balance!

Integration ist das Zauberwort im Online-Marketing 2018: Content-Marketing und SEO gehören so eng zusammen wie Silvester und Feuerwerk. Wer erfolgreich sein will, der vernetzt Vertrieb, Online-Marketing und Suchmaschinenoptimierung miteinander.

Nehmen wir als Beispiel einen Online-Shop. Natürlich muss der Vertriebsweg stimmen. Aber damit die User überhaupt Interesse für Deine Angebote entwickeln, musst Du Dich auch den Inhalten widmen:

  • Bilder
  • Produktinformationen
  • Beschreibungstexte mit Persönlichkeit
  • Informationen zum Shop und zum Anbieter

Dein Content bietet auch viele Möglichkeiten für SEO: Keywords finden ihren Platz im Beschreibungstext, die Meta-Daten der Bilder sind optimiert und mit einer gut durchdachten Strategie gewinnen Deine Inhalte sogar externe Backlinks.

3. Vernetze Dich mit kleinen, aber feinen Influencern!

Influencer galten im vergangenen Jahr als einer der Trends im Online-Marketing. 2018 verfeinert sich die Auswahl: Viele Unternehmen arbeiten mittlerweile lieber mit kleinen Kanälen und Usern zusammen, die nicht hauptberuflich Werbeartikel in die Kamera halten. Denn eine kleine, passgenaue Zielgruppe funktioniert viel besser als reichweitenstarke, aber beliebige Werbung.

Auch im B2B-Bereich kann Influencer-Marketing sehr gut funktionieren. Es kommt dabei auf die Zielgruppe und das Produkt an. Empfehlungsmarketing für Unternehmen spielt nach anderen Regeln – und danach solltest Du auch Deine Werbepartner auswählen. Gerade als Dienstleister hast Du hier interessante Möglichkeiten. Du kannst Dich mit anderen Experten in Deiner Branche vernetzen und so gegenseitig vom Fachwissen und den jeweiligen Communities profitieren. Gastbeiträge in Blogs oder Magazinen positionieren Dich weiter als Experte – und genau das sorgt dafür, dass sich Leads für Dich entscheiden!

4. Setze nicht auf die alten Tricks!

Wir schreiben das Jahr 2018. Es wird Zeit, sich von altmodischen Methoden zu verabschieden. Dazu gehören vor allem Versuche, Google zu überlisten. Der Algorithmus ist mächtig und bemerkt, wenn er übers Ohr gehauen wird. Und im schlimmsten Fall straft Google besonders dreiste SEO-Methoden ab. Dazu zählen:

  • Unorganische Backlinks oder gekaufte Verlinkungen
  • Keyword-Stuffing und Überoptimierung
  • Bezahlte Likes und Follower in sozialen Netzwerken
  • Konzentration auf einzelne Aspekte von SEO (nur Backlinks oder Onsite-Optimierung)
  • Nicht mehr datenschutzgerechtes Targeting

Vor allem der letzte Punkt bekommt ab Mai Relevanz: Ab dem 25.05.2018 gilt die neue Datenschutzgrundverordnung für die gesamte EU. Darin werden vor allem die Auskunftsrechte der User gestärkt. Außerdem muss sich jedes werbetreibende Unternehmen darum kümmern, eine Ansprechperson für das  Datenschutzmanagement zu benennen.

5. … aber vertraue auf die Evergreen-Tipps für Dein Online-Marketing 2018!

Der beste Weg, um online sichtbarer zu sein und erfolgreiches Online-Marketing zu betreiben, ist Deine Authentizität. Du musst Dich mit Deiner Werbung wohlfühlen. Persönlichkeit ist so wichtig wie nie zuvor. Deine Zielgruppe wird sofort merken, wenn Du keine Freude an Social Media oder an drögen Blogartikeln hast. Dein Online-Marketing muss die Stimme Deines Unternehmens widerspiegeln und perfekt zu Deinem Branding passen. Damit schaffst Du es, Emotionen zu wecken und Deine Kunden davon zu überzeugen, dass Du der Experte auf Deinem Gebiet bist.

Daneben müssen natürlich auch die Basics stimmen: Deine Webseite muss einwandfrei funktionieren, technisch auf dem neusten Stand sein und alle Grundlagen der Suchmaschinenoptimierung abdecken. Dazu gehören ausgefüllte Meta-Daten, eine aussagekräftige Struktur und ein stimmiges Konzept.

Fazit: So wird Dein Online-Marketing 2018 zu einem vollen Erfolg

Schluss mit der Einzelkämpferstimmung! Wer sein Online-Marketing 2018 rocken will, der muss interdisziplinär arbeiten und seine Angebote immer weiter optimieren. Dazu kannst Du neue Technologien ausprobieren oder Deine bisherigen Werbemaßnahmen einfach weiter verfeinern. Der Schlüssel zu erfolgreichen Werbekampagnen liegt in einem guten Konzept und einer durchdachten Ausführung. 2018 ist das Jahr, in dem Du Deine Werbestimme findest und Dein SEO und SEA noch weiter optimierst, bis Du damit zufrieden bist. Unsere fünf guten Vorsätze helfen Dir dabei, den richtigen Anfang zu finden. Die Kunden kommen von ganz alleine zu Dir und Du wirst im neuen Jahr noch erfolgreicher. Cheers – auf ein grandioses 2018!


 Was habt Ihr Euch im neuen Jahr vorgenommen? Lasst es uns in den Kommentaren wissen! 

Das oberste Ziel von Google ist, jede einzelne Suchanfrage zur vollsten Zufriedenheit der Nutzer zu beantworten. Am liebsten würde die Suchmaschine in die Köpfe ihrer User blicken, um vorauszusehen, was genau sie wissen wollen. Um passgenaue SERPs zu liefern, setzt Google daher auf einen Algorithmus, der das Surfverhalten und die Online-Aktivitäten mit einberechnet. Genau zu diesem Thema haben wir letztens einen Kommentar von Daniel bekommen: Wieso haben zwei Nutzer zur selben Suchanfrage unterschiedliche Ergebnisse? Wir haben uns personalisierte Suchergebnisse von Google und den Einfluss der individuellen SERPs auf SEO näher angeschaut. 

Google personalisiert Suchergebnisse

Schon seit mindestens 2009 setzt Google bei allen Usern auf personalisierte Suchergebnisse. Dabei unterscheiden sich die SERPs für bestimmte Suchanfragen abhängig von einigen Punkten:

  • Standort des Nutzers
  • Sprachversion von Google
  • Browser und Betriebssystem des Nutzers
  • Webseitenverlauf
  • vorherige Suchanfragen

Vor allem die letzten beiden Punkte sind spannend: Wonach hat User X schon einmal gesucht? Was sind seine nächsten Schritte? Wofür interessiert er sich und welche Antwort erwartet er bei einer Suchanfrage? All diese Variablen und Rankingfaktoren tragen ihren Teil zum Endergebnis bei.

Ein Beispiel: Wer nach „Dresden“ googelt, kann entweder nach Neuigkeiten aus der Stadt suchen, will ein Hotel buchen oder ist auf der Suche nach aktuellen Veranstaltungen. Wenn der Userstandort in Dresden selbst ist, wird Google regionale Infos und einen Eventkalender ausspucken. Bei Vielfliegern und Reisefreunden außerhalb der Stadt tendiert die Suchmaschine eher zu den besten Hotels in Dresden. Und wer sich politisch interessiert zeigt, bekommt Nachrichtenseiten aus Dresden weiter oben in den SERPs angezeigt.

Personalisierte Suchergebnisse im Vergleich: Wie groß sind die Unterschiede?

Um den Einfluss von personalisierten Suchergebnissen zu checken, habe ich nach einem Artikel bei uns im Blog gesucht: Die optimale Länge von Content. Dabei habe ich einmal die ganz normale Suche mit für mich personalisierten Suchergebnissen genommen. Der zweite Screenshot stammt aus einer Suche, bei der ich Google verboten habe, personalisierte Daten zu nutzen. Dazu habe ich an das Ende der URL einfach das Kürzel &pws=0 angehangen. 

Personalisierte Suchergebnisse: die Ergebnisse sind nicht weltbewegend, aber durchaus vorhanden.

Personalisierte Suchergebnisse: Die Ergebnisse sind nicht weltbewegend, aber durchaus vorhanden.

Allerdings waren alle Ergebnisse aus der neutralen Suche auch bei meiner persönlichen Suche vertreten – nur ein bis zwei Plätze weiter unten. Die einzige Ausnahme, die nur bei mir erscheint, ist das Zeichenzähler-Tool. Und das habe ich bis vor einigen Monaten häufig genutzt und immer noch in meinen Bookmarks – das erklärt die hohe Position. Alle anderen Suchergebnisse sind zumindest rudimentär gleich geblieben.

Personalisierte Suchergebnisse: Lohnt sich SEO überhaupt?

Natürlich kannst Du Dir jetzt die Frage stellen, ob SEO-Maßnahmen dann überhaupt etwas bringen. Schließlich sieht sowieso jeder User ein anderes Ergebnis in den SERPs. Natürlich haben SEO-Maßnahmen ihren Zweck – denn um von Usern wahrgenommen und angeklickt zu werden, muss eine Seite suchmaschinenfreundlich aufgebaut sein. Wer guten Content liefert, ist auf jeden Fall weiter oben gerankt als die Konkurrenz. Und das bringt einen Prozess ins Rollen, bei dem immer mehr User auf die Seite klicken, sich Deinen Content durchlesen und schließlich von Google in passenden Situationen wieder in Deine Richtung geführt werden.

Und natürlich suchen Nutzer gelegentlich nach Themen, zu denen Google noch keine Cookies oder Informationen vorliegen. Da Google hier keine Datenbasis zur Verfügung hat, fließen keine persönlichen Präferenzen in die SERPs ein. Auch hier punktest Du mit einer hohen organischen Sichtbarkeit, die Du durch SEO-Maßnahmen erreichst.

Die Unterschiede zwischen einer personalisierten Suche und der neutralen Suche ohne Einflüsse durch den Browserverlauf sind in der Regel relativ klein. In einem Video für Google Webmasters erklärt Matt Cutts von Google den genauen Prozess. Laut ihm sind personalisierte Aspekte beim Ranking insgesamt nicht allzu entscheidend. Allerdings stammen das Video und die Antwort aus 2010 und sind damit satte sieben Jahre alt. Heute spielt die Einordnung über RankBrain eine größere Rolle – und die künstliche Intelligenz wertet ebenfalls Nutzersignale aus. In einem frisch aktualisierten Patent beschreibt Google genauer, wie es sich die Zukunft der Personalisierung vorstellt.

Fazit: Personalisierung nicht überbewerten!

Was bedeuten personalisierte Suchergebnisse für SEO? Tatsächlich nicht viel. Google will seinen Nutzern in jeder Situation das beste Suchergebnis bieten. Und wenn Du das durch cleveres Content-Marketing oder eine gute Positionierung kannst, dann spielen Browserverlauf und Cookies keine große Rolle. Im Gegenteil: Fans Deiner Seite werden von Google ganz automatisch immer wieder in Deine Richtung gelenkt.

Gleichzeitig bedeuten personalisierte Suchergebnisse auch, dass Local SEO ein wichtiger Faktor ist und bleibt. Denn absolut unbestritten ist der Einfluss, den der Standort eines Nutzers auf das Ranking hat. Wer ein stationäres Geschäft hat, kann mit wenigen Handgriffen Kunden aus der direkten Umgebung zu sich locken. Ganz unabhängig davon, ob sie vorher nach etwas ähnlichem gesucht haben.


Was denkt Ihr: Habt Ihr den Einfluss von personalisierten Suchergebnissen in Euren Rankings gespürt? Lasst es uns in den Kommentaren wissen!

Eine Stunde ist wirklich nicht viel Zeit. In ihr schaffst Du gerade mal eine Folge Stranger Things oder gönnst Dir einen Power Nap in der Mittagspause. Die meisten Meetings dauern weit länger als 60 Minuten – und sind nur halb so hilfreich wie die konzentrierte Arbeit an Deiner Suchmaschinenoptimierung. Was passiert, wenn Du Dich eine Stunde pro Monat um Deine Sichtbarkeit kümmerst? Denn die wichtigsten Essentials für SEO im Monat lassen sich mit wenig Zeit umsetzen. Wir haben für Dich eine Roadmap zusammengestellt, mit der Du in vier Wochen Struktur in Dein Online-Marketing bekommst. Keine Zeit für SEO? Das ist spätestens jetzt keine Ausrede mehr! 

15 Minuten SEO pro Woche

Der Schlüssel zum erfolgreichen SEO für Minimalisten ist die richtige Zeiteinteilung. Natürlich kannst Du Dich an einem festen Tag im Monat um deine Optimierung kümmern. SEO ist allerdings ein Marathon und kein Sprint. Die Idee für Minimal Viable SEO stammt von Rand Fishkin, der das System in seinem Whiteboard Friday vorstellt.

Minimal SEO im Monat

Mit so wenig SEO im Monat kannst Du auskommen: Das Whiteboard von Rand Fishkin erklärt gut, wie Du Deine Zeit perfekt einteilst, und trotzdem gute Ergebnisse erzielst. (Bildnachweis: moz.com)

Wir weichen von dem Schema, das Rand präsentiert, ein wenig ab. Unser Guide gibt Dir jede Woche eine feste Aufgabe, die Du in 15 Minuten erledigen kannst. Allerdings ist in dieser Zeitangabe die Content Creation nicht enthalten – dafür solltest Du zusätzliche Zeit einplanen oder diesen Schritt outsourcen.

Woche 1:  Keyword-Check und Bestandsaufnahme

Am Anfang steht das Wort. Wie willst Du eigentlich gefunden werden? Weißt Du, wie Deine wichtigsten Keywords aussehen? Mache Dir Gedanken über die 50 bis 100 Keywords, die für Deine Seite am sinnvollsten erscheinen. Du kannst erst einmal mit 15 oder 20 Phrasen starten und Dich Monat für Monat steigern. Danach fütterst Du Google einfach mit Deinen Keywords und notierst Dir, wo Du schon rankst. Gibt es Worte, die besonders gut funktionieren? Was hast Du bei diesen Seiten gemacht, um sie nach vorne zu bringen? Das gibt Dir wichtige Ansatzpunkte für die weitere Optimierung.

Danach schaust Du, für welche Keywords Du potenziell rankst oder ranken willst, aber noch gar keine Arbeit investiert hast. Das sollten Deine ersten Ziele für Dein SEO im Monat sein. Seiten, die sich auf den Rängen 5 bis 20 in den SERPs tummeln, versprechen ebenfalls viel Potenzial.

Beim ersten Mal kann das eventuell länger dauern als 15 Minuten. In allen folgenden Monaten musst Du nur Deine Liste durchgehen, die Rankings notieren und schauen, wo es Verbesserungsbedarf gibt.

Woche 2: Content-Ideen und Optimierung

Du hast eine grobe To-Do-Liste an vielversprechenden Keywords und Unterseiten. Das ist doch ein guter Anfang! Jetzt darfst Du Deiner Kreativität freien Lauf lassen. Willst Du mit Texten oder Bildern arbeiten? Was ist auf der Seite bereits vorhanden, für die Du ein gutes Ranking erzielen willst? Wenn Du für einen Suchbegriff mit einer Kategorieseite rankst, kannst Du Deine 15 Minuten SEO darauf verwenden, hier Ordnung zu schaffen:

  • Existieren Meta-Title und Description, die in den SERPS erscheinen? Schreibe sie so, dass das Keyword darin vorkommt und der Leser persönlich angesprochen wird.
  • Wie oft kommt das Keyword auf der Seite vor? Gibt es Möglichkeiten, es besser einzubinden?
  • Hat die Seite eine leicht lesbare und sofort zu erkennende Überschrift?
  • Welche Synonyme oder anderen Keywords kannst Du hier noch einbauen?
  • Gibt es auf der Seite noch gar keinen Inhalt? Was würdest Du Dir als User wünschen, welche Fragen soll Deine Seite beantworten?
  • Kannst du Querverbindungen und Links zu anderen Inhalten von Dir herstellen?

Wenn Du diese Fragen beantwortet und umgesetzt hast, bist Du für diese Woche fast fertig. Kümmere Dich pro Woche um eine Unterseite. Auf Dauer schaffst Du damit eine ganze Menge! Wenn Du jetzt bemerkt hast, dass Du für einen bestimmten Aspekt neue Inhalte brauchst, ist die Zeit gekommen, Dich der Planung zu widmen.

Woche 3: Low-Hanging-Fruit und technische Details

Low-Hanging-Fruit sind, wörtlich übersetzt, niedrig hängende Früchte, die sich leicht pflücken lassen. Pro Woche kannst Du Dir hier einen technischen Aspekt Deiner Seite herauspicken, den Du optimierst. 

  • Haben Deine Bilder Beschreibungen und Alternativtexte, in denen die Keywords vorkommen?
  • Gibt es technische Bugs oder Fehler, die Dich schon lange stören?
  • Nutze den Crawling Service von Google, um Deine Seite auf Fehler zu überprüfen!
  • Funktionieren alle Links noch?
  • Gibt es irgendwo Duplicate Content?
  • Hast Du neue Artikel veröffentlicht, diese aber nicht auf SEO überprüft? Jetzt ist die Zeit dafür gekommen!

Viele Fehler lassen sich mit wenigen Klicks aus der Welt schaffen. Wenn Du 15 Minuten pro Monat in die technische Review Deiner Webseite investierst, kannst Du Dir sicher sein, keine Fehler zu übersehen.

Woche 4: Linkbuilding und Sharing

Du kannst stolz auf Dich sein! Deine Arbeit der letzten Wochen darf gerne geteilt werden. Sollte sie sogar: Denn Links gehören noch immer zu den wichtigsten Rankingfaktoren 2018. Um Deiner Seite einen kleinen Anschubser zu geben, solltest Du den Content, auf den Du diesen Monat am stolzesten bist, in den sozialen Netzwerken teilen. Das können Blogartikel oder andere Beiträge sein. Eine überarbeitete Kategoriebeschreibung oder Bebilderung kann ebenfalls Anlass zur Freude sein. Es geht schließlich voran!

Um Deine Zeit sinnvoll zu nutzen, kannst Du Kommentare schreiben, Dich vernetzen und Deine Seite im geeigneten Rahmen vorstellen. Achte darauf, nicht zu werblich zu erscheinen. Offsite-Content auf LinkedIn, Xing, Facebook oder in Foren kann dabei helfen, Dein allgemeines Ranking zu pushen.

Wenn Du das erledigt hast, bist Du fertig für den Monat! Nächste Woche geht es von vorne los: Keywords überprüfen, Rankings checken und schauen, was Du Dir diesen Monat vornimmst. So kommst Du mit 60 Minuten SEO im Monat Schritt für Schritt voran.

Fazit: 60 Minuten SEO im Monat reichen aus, um voran zu kommen

Suchmaschinenoptimierung mit all ihren Facetten kann schnell überwältigen wirken. Der SEO-Guide für Minimalisten ist ein guter Ansatzpunkt, um sich zu orientieren.

Du solltest immer bedenken, dass in manchen Unternehmen ganze Armeen an SEO-Managern arbeiten. Mit dem Minimalismus-Ansatz hast Du zwar eine gute Basis, auf der Du aufbauen kannst, aber richtig gutes SEO braucht Zeit. Mehr Zeit als 60 Minuten im Monat. Die Must-Haves für gutes SEO bringen Dich auf die richtige Spur. Du kannst jederzeit mehr Energie in Dein SEO stecken – und wirst auch schnell sehen, welche Maßnahmen für Dich funktionieren.


Wie viel Zeit verwendet Ihr für SEO im Monat? Würden Euch 60 Minuten reichen? Lasst es uns in den Kommentaren wissen!

Rankingfaktoren sind tot, es leben die Rankingfaktoren! 2018 wird ein spannendes Jahr für SEO. Technische Entwicklungen gehen ihren Weg, der Google-Algorithmus lernt mit jeder einzelnen Suchanfrage dazu und technische Aspekte treten genauso in den Vordergrund wie holistisches Content-Marketing. Aber was bedeutet das für die Rankingfaktoren 2018? Können wir überhaupt noch mit gutem Gewissen von einzelnen Faktoren sprechen? Wir haben uns die Trends der letzten Monate angeschaut und wagen einen Blick in die Kristallkugel. 

Das war SEO im letzten Jahr: Neue Trends, alte Standards

Was für ein Jahr! Wir haben uns bei der Online Marketing Rockstars und der dmexco umgeschaut, viele neue Ideen entwickelt und verwirklicht und sind in unser wunderschönes neues Büro in Dresden-Striesen umgezogen. Aber nicht nur wir haben uns weiterentwickelt, die Welt des Online-Marketings dreht sich ebenfalls munter weiter. 2017 stand im Zeichen der Veränderung. Von festen Rankingfaktoren ging es hin zu dynamischen SERPs, die für jeden User anders aussehen. Technische Standards gelten bei Google weiterhin viel. Searchmetrics hat sich Veränderung der Top-Platzierungen in den SERPs zwischen 2015 und 2017 genauer angeschaut:

  • Die durchschnittliche Wortanzahl auf den hoch platzierten Seiten ist um 50 Prozent gestiegen.
  • Bei den Top 10 URLs verweilen die User für 3 Minuten und 43 Sekunden auf der Seite.
  • Durch das Mobile-First-Ranking sind Seiten mit mobilen Varianten weit nach oben gewandert.
  • Sicherheit geht vor: Die HTTPS-Verschlüsselung ist auf dem Vormarsch und ist bei mittlerweile einem Drittel der Seiten zu finden.
  • Die neuen Top-Level-Domains (TLDs) haben zu einem Rückgang an .de- und .com-Domains geführt, vor allem bei hart umkämpften Shorttail-Keywords.
  • Listen und Bulletpoints schaffen eine verbesserte User Experience und lockern den Content auf, deswegen finden sie sich bei immer mehr Seiten im oberen Bereich der SERPs.

Rankingfaktoren 2018: Einfach war gestern

Was lässt sich daraus ableiten? Wie schon letztes Jahr gilt: Rankingfaktoren sind ein Ding der Vergangenheit. Früher gab es eine relativ klare Checkliste, mit der sich ein solides Ranking einfahren ließ. Klar, mit Schema X kam man nicht immer auf Platz 1 bei Google – aber oft genug hat es doch geklappt. Heute sind die Mechanismen hinter dem Ranking viel undurchsichtiger und weniger leicht zu verstehen. Nicht einmal die Ingenieure von Google können in jedem Fall sagen, welche Aspekte denn jetzt zu einem bestimmten Rankingplatz geführt haben. Die Suchmaschine vernetzt mittlerweile so viele Informationen (und das völlig eigenständig!), dass ein Eingrenzen auf einzelne Rankingfaktoren 2018 nicht mehr funktioniert.

Stattdessen treten neue Techniken an die Stelle der SEO-Strategie. Viel wichtiger ist es heute, dass die Seite in ihrer Gänze gut wirkt. Technische Features wie ein guter PageSpeed oder eine mobile Seitenvariante sind absolute Grundvoraussetzung für einen positiven Rankingfaktor. Das Zusammenspiel aus Content, Keywords, User Experience und jeder anderen Disziplin macht den Unterschied bei den Rankingfaktoren 2018:

  1. Tiefgreifender Content, der den Usern in ihrer aktuellen Situation Mehrwert bietet
  2. Umfassende und strukturierte Verwendung von Keywords und Synonymen
  3. Gutes Webdesign, das die User an die Hand nimmt und sie bei jedem Schritt auf der Webseite begleitet
  4. Social Signs, die datenschutzgerecht in die Seite eingebaut sind und sich mit Facebook, Twitter und Co. vernetzen lassen
  5. Kommunikation mit dem User und nützliche Links, bei denen die Bedürfnisse des Nutzers im Vordergrund stehen

Gehören Usersignale überhaupt zu den Rankingfaktoren?

Dem aufmerksamen Leser wird auffallen, dass die Usersignale bisher noch nicht zur Sprache kamen. Letztes Jahr war das für uns einer der Top-Rankingfaktoren – und damit waren wir nicht alleine. Durch die Einführung von RankBrain und den Einsatz des dynamischen Algorithmus, der auf spontane Events angemessen reagiert, wurden Usersignale schnell zu einem der wichtigsten Faktoren. Aber im letzten Jahr waren CTR, Bounce-Rate und User-Intent ein kleines Reizthema in der Branche.

Alles begann mit dem Beitrag von Olaf KoppSind Nutzersignale & Nutzerverhalten Rankingfaktor/ Rankingsignal? Der Longread stellt einige interessante Fragen. Er geht zum Beispiel darauf ein, dass Google schon seit Monaten beteuert, die Usersignale hätten keinen direkten Einfluss aufs Ranking. Er stellt die These auf, dass Nutzersignale deswegen einen Höhenflug hatten, weil sie uns Online-Marketern endlich wieder klare Kennzahlen an die Hand gegeben haben. Das untermauert er mit Tweets, Interviews und eigenen Berechnungen. Eine schlüssige Argumentation.

Trotzdem lässt sich nicht bestreiten, dass Google großen Wert auf das Verhalten seiner Nutzer legt. Die Frage ist, wie und ob es sich auf das Ranking auswirkt. Denn auch, wenn Usersignale kein Rankingfaktor 2018 sind, geben sie doch deutlich Auskunft über die Qualität einer Seite. Der Begriff „Indirekter Rankingfaktor“ scheint gut zu passen: Denn über ein paar Ecken hat das Nutzerverhalten eben DOCH Einfluss auf Google.

Update am 16.11.2017: Die Rankingfaktoren 2018 laut SEMrush

Geschrieben habe ich den bisherigen Artikel am 14.11. – und am 15.11. gab SEMrush bekannt, eine große Studie rund um die Rankingfaktoren 2018 angefertigt zu haben. Gutes Timing! In der ausführlichen Studie werden insgesamt 17 neue Rankingfaktoren benannt. Und Überraschung: Usergesteuerte Signale scheinen im Gegensatz zu Googles stetiger Verneinung doch eine gewaltige Rolle zu spielen. Für die Analyse hat SEMrush über 600.000 Keywords untersucht und die Top 100 genau unter die Lupe genommen. Folgende Rankingfaktoren zeigen sich:

Die Rankingfaktoren 2018 laut der Studie von SEMrush (Quelle: SEMrush)

Die Rankingfaktoren 2018 laut der Studie von SEMrush (Quelle: SEMrush)

  • Wie viele direkte Seitenzugriffe gibt es?
  • Wie viel Zeit verbringen die User auf der Seite?
  • Werden mehrere Pages pro Besuch angesehen? (Mindestens drei sind eine gute Zahl)
  • Liegt die Bounce-Rate unter 50 Prozent?
  • Wie viele Domains verlinken auf die Seite?
  • Wie viele Backlinks verlinken auf die Seite?
  • Und wie viele IPs verlinken auf die Seite?
  • Wie lang und ausführlich ist der Content?
  • Ist die Seite HTTPS-verschlüsselt?
  • Wie viele Linkanchors für interne Links gibt es auf der Seite?
  • Ist das Keyword im Content zu finden?
  • Ist das Keyword im Titel zu finden?
  • Und ist das Keyword in der Meta-Description zu finden?
  • Wie hoch ist die Keyword-Dichte?
  • Gibt es ein Video auf der Seite?

Unsere Analyse weiter oben scheint also durchaus zuzutreffen: Guter Content mit Blick auf den Besucher und eine User Experience, die den Nutzer nicht verschreckt, scheinen besonders wichtig zu sein. Auch Backlinks und andere Arten der Vernetzung sind weiterhin wichtig. Es bleibt also spannend!

Fazit zu den Rankingfaktoren 2018: Früher war alles besser – oder?

Eine Sache ist glasklar, wenn wir uns die neuen Methoden des Algorithmus anschauen: Die Zeit der Tricksereien und Google-Hacks ist vorbei. 2018 steht ein ganzheitliches Online-Marketing im Fokus, das auch (!) die Optimierung von Rankingfaktoren umschließt. Ja, es gibt noch Backlinks, Keywortanalysen und Sitemaps – aber im Vergleich zum Zusammenspiel vom komplexen Disziplinen kommt jedem einzelnen Punkt weniger Aufmerksamkeit zu.

Was bedeutet das für die SEO-Branche? Zum einen ist die interdisziplinäre Arbeit unfassbar wichtig geworden. Es reicht nicht mehr, gut auf Keywords optimieren zu können oder ein Händchen für Backlinks zu haben. Wir brauchen Spezialisten für jeden Teilbereich, die sich täglich neu ins Getümmel stürzen, sich ständig weiterbilden und über den Tellerrand blicken. Gar nicht so einfach, oder?


Was hat Euch im SEO-Jahr 2017 überrascht? Welche Trends seht ihr im nächsten Jahr? Lasst es uns in den Kommentaren wissen!