Siegfried und Roy, Amor und Psyche, Dynamo und Dresden: Traumpaare gibt es viele. Aber über die schönste Romanze der Online-Marketing-Welt reden wir viel zu selten. SEO und SEA sind einfach wie für einander gemacht und ergänzen sich gegenseitig perfekt. Und wie kann man eine so große Liebe noch schöner machen? Mit unseren Tipps natürlich! So nutzt Ihr die zahlreichen Synergieeffekte zwischen SEA und SEO optimal für Euren Erfolg in der bunten Welt des Online-Marketings!

Warum SEO und SEA einfach zusammengehören

Bevor wir tief in die Materie einsteigen, sollten wir noch kurz über die Definitionen von SEO und SEA reden – denn nur, wer die Unterschiede kennt, kann auch die Synergien nutzen:

SEO: Search Engine Optimisation steht für alle Maßnahmen, die Eure Webseite bei Google höher ranken lassen. Dazu zählen neben den OnPage-Methoden wie der Content-Verbesserung auch Linkbuilding und Keywordoptimierung

SEA: Search Engine Advertising beschreibt die bezahlten Werbeanzeigen, die über und unter den organischen Suchergebnissen erscheinen. Bei AdWords, dem SEA-Modell von Google, bietet man auf Anzeigenplätze mit definierten Centbeträgen.

Das Prinzip ist klar – aber warum gehören die beiden Punkte nun zusammen? Reicht es nicht aus, entweder SEO oder SEA zu verfolgen? In nur einen der beiden Punkte zu investieren? Schon lange nicht mehr – das fängt schon da an, dass zwei Anzeigen in den SERPs besser sind als nur eine. Die Kunst ist die beiden Kanäle zu verbinden – und die naheliegendste Gemeinsamkeit sind dabei die Keywords.

 

Beispiel an Erlebnisfabrik.de: Ein Nutzer der nach Erlebnisgeschenken im Raum Dresden sucht, hat sowohl über eine AdWords als auch einen organischen Treffer die Möglichkeit, auf die Website des Kunden zu gelangen. Der Wettbewerb wird somit verdrängt und die Klickwahrscheinlichkeit ist deutlich höher, als bei nur einem Treffer:

 

 

Synergieeffekte zwischen SEO und SEA richtig nutzen

Wer über den Tellerrand hinaus blickt, der entdeckt manchmal ungeahnte Möglichkeiten – und die Synergieeffekte von Suchmaschinenoptimierung und Search-Advertising können Eurer Seite richtig viel bringen. Gerade im Bereich Keywords ist ein gut geführtes AdWords-Konto eine Goldgrube für die OnPage-Optimierung, aber das ist nicht die einzige positive Wechselwirkung zwischen den zwei Disziplinen.

Wie gutes SEA euer SEO-Ranking beeinflussen kann

Kennt Ihr das “not provided”-Problem? Mittlerweile wird in Analytics beim Großteil aller organischen Suchanfragen nicht mehr weitergegeben, wonach der User eigentlich gesucht hat. Einzig in der Google Search Console kann man noch sehen, über welche Begriffe der organische Traffic auf eure Seite gelangt. Bei Werbeanzeigen sieht das anders aus, denn hier wird jeder Suchvorgang genau aufgeschlüsselt – und das AdWords-Konto liefert damit wertvolle Insights in die Gedanken Eurer Zielgruppe. Auch neue Keys, an die Ihr vielleicht noch gar nicht gedacht habt, treten so zu Tage und lassen sich in die SEO-Strategie einweben.

Mit der SEO-Optimierung das SEA boosten

SEO ist eine langfristige Investition, die auf zahlreichen Korrekturschleifen und kontinuierlicher Verbesserung basiert – das Monitoring des Erfolgs ist enorm wichtig und hat auch einen gewaltigen Einfluss auf Eure SEA-Kampagnen. Denn gerade wenn es um die Brand-Keywords geht, liefert die SEO viele Informationen, die zur Lead-Generierung beitragen. Über Landing Pages sind Content und SEA eng miteinander verknüpft. Und wenn eine Seite organisch gut rankt, dann erfüllt sie in der Regel auch alle Qualitätsstandards für eine erfolgreiche AdWords-Landingpage!

So funktioniert die Symbiose von SEA und SEO im Alltag

Das Ziel ist klar: Durch das Zusammenspiel von SEO und SEA soll sich langfristig Erfolg einstellen. Dabei ist SEO eher eine anhaltende Bemühung, weit oben in den organischen Rankings zu landen – quasi der Marathonlauf des Online-Marketings. SEA dagegen ist für kurze Bursts da, für Kampagnen und Aktionen, welche die Aufmerksamkeit der Userbase einfangen. SEA ist also der Sprint. Und wie funktioniert das jetzt im Alltag? Hier ein paar Beispiele:

  • Ihr optimiert euren neuen Shop auf ein paar sehr spezielle Keywords – Produktbeschreibungen, Content, Metatags, all das. Über das AdWords-Konto seht Ihr aber, dass auch ein bestimmtes Longtail-Keyword sehr gut funktioniert und zu zahlreichen Conversions führt – also optimiert ihr eure SEO auch auf dieses neue Keyword mit
  • Welcher Artikel im Webshop bringt besonders viel ROI? Mit einem Blick in AdWords lässt sich diese Frage leichter beantworten als mit ewigen Experimenten auf der Seite
  • Das Snippet verkauft! Und per SEA lernt Ihr schnell, welche Snippet-Elemente wie CTA oder Rich-Text-Formate bei euch gut laufen und könnt diese auch für eure organischen Meta-Tags nutzen.

Kurzum: Es ist nützlich, die Erfahrungen und Erkenntnisse aus der OnPage-Optimierung, insbesondere in Bezug auf Keywords, auch auf die SEA-Kampagnen anzuwenden. Und über das AdWords-Kundenkonto bekommt Ihr viel bessere Infos rund um alle statistischen Werte und die messbaren Erfolge Eurer Anzeigen. Ein Kreislauf, der sich perfekt ergänzt – ein echtes Dream-Team, eben!

Fazit: Kann das zu Problemen führen?

Natürlich kracht es auch mal bei einem Traumpaar – gerade in Sachen Content-Kannibalismus macht vielen Profis Sorge. Kann es denn nicht passieren, dass die organischen Ergebnisse die bezahlten AdWords-Anzeigen abfarmen? Diese Sorge ist allerdings unbegründet. User haben unterschiedliche Klickverhalten – und man sollte jeden Nutzer abholen können. Dem Wettbewerb das Feld freiwillig zu überlassen ist sowieso keine Lösung. 😉

Zusammenfassend kann man sagen, dass SEA und SEO immer Hand in Hand gehen – und man sich einige Arbeitsabläufe erleichtern kann, wenn man die Symbiose der beiden Disziplinen nutzt. Aber wie in allen anderen Bereichen im Online-Marketing gilt auch hier: Der ganzheitliche Blick auf SEO und SEA macht den Unterschied!

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