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Google AdWords: Die neue Anzeigenplatzierung und ihre Folgen

Seit Februar hat Google seine AdWords-Anzeigen in den SERPs neu sortiert – und die SEA-Welt stand zeitweise Kopf. Mit ein paar Wochen Abstand können wir jetzt erste Folgen der Neusortierung der Suchanzeigen abschätzen. Sind die Preise wirklich ins Unermessliche gestiegen oder hat sich gar nicht so viel geändert? Die Auswirkungen der neuen AdWords Anzeigenplatzierung bei uns im Überblick!

Google hat die Anzeigen neu sortiert

Schon seit Februar hat sich etwas in den SERPs getan – Google hat die Anzeigenplätze neben den Suchergebnissen ordentlich durchgemischt, um Platz für Neues zu schaffen. Früher war die Platzierung klar: Es gab drei Anzeigenplätze über den Suchergebnissen und weitere sieben Plätze rechts von den SERPs.

Seit dem Update sieht die Sortierung anders aus:

  • Bis zu vier Anzeigenplätze über den Suchergebnissen
  • Bis zu drei Anzeigenplätze unter den Suchergebnissen
  • Ausgewählte Google Shopping-Anzeigen rechts neben den SERPs

Und wozu das Ganze? In erster Linie wollte der Suchmaschinenriese damit die Ergebnisanzeigen von der mobilen Suche an die Desktop-Ergebnisse angleichen. Denn auf Smartphones wurde die rechte Spalte gar nicht erst angezeigt und auf dem Desktop haben der „Knowledge Graph“ und andere Infokästen schon lange eine viel dominantere Position. Die User haben die ehemaligen Anzeigenplätze in der rechten Spalte also gar nicht mehr wirklich wahrgenommen.

Außerdem bieten die brandneuen Shopping-Anzeigen, denen jetzt Vorrang eingeräumt wird, mehr Gestaltungsmöglichkeiten und pushen damit auch noch die ganze Shopping-Kategorie von Google. Eine praktische Lösung also, diesen Anzeigen einen Platz im Rampenlicht zu verschaffen.

 

Die Auswirkungen der neuen Anzeigenplatzierung

Was wurde hier orakelt! Als die ersten Meldungen über die neue Anzeigensortierung bekannt wurden, haben einige Experten sofort eine saftige Preissteigerung vorausgesagt. Eine logische Reaktion – schließlich hat sich die Anzahl der Werbeplätze von elf auf maximal sieben reduziert – und drei davon fristen ihr Dasein unter den regulären Suchergebnissen. Aber interessanterweise war diese Sorge bisher komplett unbegründet.

Laut einer Analyse von Intelli Ad und den Ad Agents sind die Preise pro Anzeigenklick um gerade einmal 2 Prozent gestiegen.

Überraschenderweise performen besonders die Anzeigen unter den SERPs extrem gut. Etwa 19 Prozent des Klickvolumen auf die Ads auf der ersten Seite entfallen auf diese AdWords-Anzeigen unter den Suchergebnissen. „Bottom 1“, also der erste Platz unter den Letzten, liegt sogar noch vor „Top 2“, also dem zweiten Anzeigenergebnis auf der Seite.

Hier alle Daten zur Anzeigenplatzierung von der Onlineagentur Intelli Ad im Überblick. (quelle: Intelli Ad) (Übrigens: So geht gutes Content-Marketing!)

Hier alle Daten zur Anzeigenplatzierung von der Performance-Agentur Intelli Ad im Überblick. (quelle: Intelli Ad) (Übrigens: So geht gutes Content-Marketing!)

Nicht viel Neues gibt es indes auf den hinteren Plätzen: Nach wie vor entfällt der Löwenanteil der Klicks auf die erste Seite. Mit einem Anteil von 86 Prozent aller Ad-Klicks ist dieser Vorsprung sogar noch gestiegen.

Auch ein weiteres Ziel hat Google erreicht: Mittlerweile sind die Statistiken von Desktop-Werbung und mobile Ads fast nicht mehr zu unterscheiden – sprich, die Angleichung der SERPs hat seinen Zweck nicht verfehlt.

Unsere Top-Tipps für noch besser performende AdWords-Anzeigen

  1. Die Platzierung auf der ersten Seite ist alles! Auf die zweite und alle folgenden Suchergebnis-Seiten entfällt gerade einmal 14 Prozent des Traffics – also fast nichts. Hier also lieber mehr Geld in die Hand nehmen und vorne mitbieten!
  2. Es muss nicht immer der erste Platz sein. Klar, fast die Hälfte aller Klicks entfällt auf das oberste Anzeigen-Ergebnis – aber das lässt sich Google auch einiges kosten. Sparsame Alternative: Eine echte Eyecatcher-Anzeige mit RTS, Meta-Description und anderen optischen Spielereien, mit denen auf Platz 2 oder 5 geboten wird. So nutzt ihr die neue Anzeigenplatzierung ideal!
  3. Die Bietstrategie wird wichtiger. Das Feld zwischen Platz zwei und sieben ist deutlich zusammengerückt und jede Position hat ihre eigenen Vor- und Nachteile. A/B-Tests sind das Mittel der Wahl, um die beste Platzierung für die eigene Ad zu finden.
  4. Google Shopping-Anzeigen bilden eine Ausnahme für die rechte Seitenleiste. Ob sich die angereicherten Shop-Ads wirklich lohnen, muss im Einzelfall entschieden werden – schließlich haben Infokästen und der Knowledge Graph immer Vorrang in den SERPs und das kann die Performance trüben.
  5. Der Qualitätsfaktor zählt: Sollte es dennoch in den nächsten Monaten zu einer Verschärfung des Wettbewerbes und damit zur Verteuerung der Anzeigenplätze kommen, heißt es mit Hilfe eines hohen Qualitätsfaktors das Gebot im Zaum zu halten.
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