„Hey, Google, wo kann ich in Dresden indisch essen gehen?“* Vielleicht denkst Du Dir jetzt: „Kein Mensch in der echten Welt redet ernsthaft so mit seinem Smartphone!“ Doch, genau das passiert aktuell. Der Trend geht hin zur praktischen Sprachsuche: Statt stundenlang Anfragen ins Suchfenster zu tippen (und dabei ständig auf den falschen Buchstaben zu landen) suchen immer mehr User das Gespräch mit Siri, Alexa, Cortana oder Google. Das passt viel besser zum Zeitgeist: Multitasking ist angesagt! Mit einem gekonnten Blick scannt der Suchende dann die Ergebnisse, die ihm seine Sprachassistentin liefert. Wer hier weit oben steht, hat gute Karten entdeckt zu werden! PPC-Anzeigen in der Voice Search bringen Dich an die Spitze. Wir verraten Dir, wie das geht. 

*Wir empfehlen Dir bei dieser Frage übrigens das Jaipur in der Neustadt.

PPC für die Sprachsuche: Wie funktioniert das eigentlich?

Wie sorgst Du dafür, in den SERPs ganz oben zu stehen? Klar, mit gutem SEO. Aber bezahlte PPC-Werbeanzeigen katapultieren Dich vollautomatisch an die vorderste Stelle. Vor allem, wenn Du Keywords wählst, bei denen es wenig Konkurrenz gibt. Voice-Suchanfragen sind sehr speziell formuliert. Bisher gibt es nur wenige Werbetreibende, die diesen Markt für sich entdeckt haben. Weniger Konkurrenz, mehr Sichtbarkeit! Und dabei geht der Trend hin zur Sprachsuche: Laut Google werden jetzt schon 20 Prozent der Suchanfragen ins Handymikro gesprochen – zumindest in Amerika. Die Anwendungsbereiche sind breit gefächert, sollten aber den meisten Unternehmen ein Lächeln auf die Lippen zaubern:

50 Prozent der User nutzen Voice Search als Mittel bei der Suche nach Informationen. 14 Prozent vertrauen auf die virtuelle Hilfe beim Shopping. (Quelle: statista)

50 Prozent der User nutzen Voice Search als Mittel bei der Suche nach Informationen. 14 Prozent vertrauen auf die virtuelle Hilfe beim Shopping. (Quelle: statista)

 

Außerdem befriedigen Sprachsuchen ein akutes, spontanes Bedürfnis. Im Gegensatz zur Recherche am Desktop sind die Suchenden hier meist in Spendierlaune oder auf der Suche nach einem günstigen, schnellen Angebot. PPC-Werbung bei der Voice Search ist ein spannendes Feld, auf dem es noch nicht viele Erfahrungswerte gibt. Wie gestaltest Du eine Anzeige, die den Bedürfnissen der Sprachsuche an Mobilgeräten entgegenkommt?

Keine Sorge: Die sympathische Roboterstimme wird Deine Anzeige nicht vorlesen. PPC-Werbung für Voice-Search ist und bleibt (vorerst) im klassischen Ad-Format. Sprich: Es gibt eine Headline und einen Anzeigentext, die an oberster Stelle vor den Suchergebnissen erscheinen. Im Prinzip geht es darum, die Keywords zu identifizieren, die auf eine Sprachsuche hindeuten und für genau diese Anfragen die richtigen Lösungen und Angebote zu liefern. Und das ist gar nicht schwer!

Für welche Angebote lohnt sich Paid Voice Search?

  1. Dienstleistungen in der Umgebung der Nutzer
  2. Artikel, die spontane Gelüste befriedigen
  3. Restaurants, Bars, Gaststätten
  4. Reiseanbieter und Hotels
  5. Spezifische Artikel von Brands und Marken
  6. Newsseiten und Blogs
  7. eCommerce mit einem starken Fokus auf Mobile
  8. Wiederkehrende Einkäufe wie Drogerieartikel, Kosmetik oder Lebensmittel

So findest Du heraus, wer Dich bereits ausgesprochen gut findet

Der erste Schritt auf dem Weg zu fantastischen Anzeigen für die Sprachsuche ist – wie immer – die Analyse. Bei einem Voice-Search-Anteil von 20 Prozent ist es recht wahrscheinlich, dass Du bereits von Siri, Cortana, Alexa und dem Google Assistenten gefunden wirst. Aber woran erkennst Du Anfragen, die eingesprochen werden?

  • 70 Prozent der Nutzer von Voice Search sprechen ihre Frage ganz natürlich ins Mikrofon.
  • Voice-Anfragen sind in der Regel erheblich länger als klassische Keywords (5 bis 12 Wörter).
  • Fragewörter (Wie, Wo, Was, Wo, Warum) gehören fast immer zur Query.
  • Manchmal ist das „OK Google“ oder „Hey Siri“ Teil der Suchphrase.
  • Die Sprachsuche hat einen hohen Anteil an Suchanfragen mit regionalem Bezug („in meiner Nähe“)

Um herauszufinden, wie hoch der Anteil der Voice-Suchanfragen bei Deinen Keywords ist, musst Du Dich auf Spurensuche begeben. Exportiere Dir aus Deinem AdWords-Konto die Liste mit allen Suchanfragen, für die Deine Keywords eingegangen sind. Interessant sind hier vor allem sehr breite, kurze Keywords, aus denen sich Phrasen bilden lassen. Diese durchsuchst Du systematisch nach besonders langen Queries oder anderen Anzeigen für eine Voice-Suche.

Was Dir das bringt? Klarheit. Denn eingesprochene Suchanfragen haben einen großen Vorteil: Sie bieten Dir einen direkten Draht zu den Bedürfnissen Deiner Zielgruppe. Bei klassischen Keywordphrasen gibt es einen gewissen Interpretationsspielraum – was könnte der Kunde gemeint haben? Natürliche Fragen an die Sprachassistentin sind selbsterklärend und bieten Dir damit einen Einblick in die brennenden Fragen, die sich Deine Kunden und Kundinnen stellen. Auf Basis davon kannst Du dann Anzeigen entwerfen, die sich diesen Problemen widmen.

In 5 Schritten zu einer grandiosen Voice-Search-SEA-Kampagne

  1. Suchanfragen gruppieren: Bringe Ordnung ins Chaos! Selbst, wenn Du bisher nur wenige Voice-Anfragen identifizieren konntest, gibt es doch Unterschiede: Informative, transformative und conversionorientierte Suchphrasen und Befehle unterscheiden sich deutlich. Überlege Dir also, was der Suchende im Sinn hatte, als er die Voice Search aktivierte! Auf Basis davon bildest Du Gruppen an Suchphrasen und Keywords.
  2. Unpassendes ausschließen: Manche Fragen eignen sich nicht dazu, Werbung zu schalten. Sie sind einfach nicht relevant für Dein Angebot, obwohl sie durchaus zum Themenkomplex passen. Hinter diesen Fragen steht eine eher informative Suche, die wahrscheinlich keine Conversion nach sich zieht. „Wer ist Leiter der Dresdner Semperoper?“ führt zu keinem Kartenverkauf. Schließe Phrasen aus, die nicht zu Deinem Service passen.
  3. Voice-Search-Keywords einbuchen: Behalte bei all Deinen Überlegungen die Customer Journey im Auge! Wenn Du eine gute Auswahl an relevanten Fragen gefunden hast, solltest Du noch einen kritischen Blick darauf werfen. Steht hinter Deinen Keyword-Fragen wirklich eine Kaufabsicht. Es gibt einen großen Unterschied zwischen „Wo kann ich Karten für die Semperoper kaufen?“ und „Was läuft gerade in der Semperoper?“. Beide Varianten können erfolgreich sein, aber die erste Frage deutet auf eine direkte Conversionabsicht hin.
  4. Anzeigentexte für die Sprachsuche optimieren: Die Kunden fragen. Du antwortest. Statt 08/15-Texten darfst Du bei der Voice Search ruhig konkret werden – zumindest dann, wenn Du Dich für ein personalisiertes Suchergebnis entscheidest. Dieser Weg birgt einige Risiken: Die Kommunikation mit dem Sprachassistenten im Handy ist persönlich und beinahe menschlich. Versuche den idealen Mittelweg zwischen creepy und hilfreich zu finden!
  5. Post-Click-Experience nicht vergessen: Der Löwenanteil der Voice Search spielt sich auf mobilen Endgeräten ab. Du solltest Deine Zielgruppe also nicht auf eine Seite locken, die sich nur schwer überblicken lässt. Die Post-Click-Experience ist bei der Sprachsuche enorm wichtig. Erstelle eine Landing Page, die sich angenehm leicht lesen lässt und sofort zur Sache kommt.

Muss ich unbedingt eigene Anzeigengruppen für die Sprachsuche schaffen?

Nein, musst Du nicht. Es gibt keinen Grund, Dein AdWords-Konto mit unzähligen Anzeigengruppen aufzublasen, nur weil Du auf jede Eventualität vorbereitet sein willst. Sehe die SEA-Optimierung für die Sprachsuche lieber als zusätzlichen Weg, um an mehr und bessere Keywords zu kommen! Voice Search betrifft per Definition Longtail-Keywords, die meist erheblich günstiger und effektiver sind als andere Keywordphrasen.

Wir empfehlen allerdings generell, Anzeigen bei Google nicht nach dem Gießkannenprinzip zu verteilen. „Viel hilft viel“ liegt schon lange nicht mehr im Trend. In der Praxis arbeiten wir lieber mit sehr granularen Anzeigengruppen, die sich am Search Intent der Nutzer orientieren. Und bei der Sprachsuche wissen wir in der Regel sehr genau, worum es der Zielgruppe geht – sie sagt es uns schließlich explizit. Wenn Du feststellst, dass eine oder mehrere Fragen ein hohes Suchvolumen aufweisen, kannst Du speziell darauf abgestimmte Anzeigen schalten. Je spezieller und kleinteiliger Du hier vorgehst, desto höher steigt die Conversion-Rate. Ob sich diese Arbeit lohnt, kannst Du anhand der vorliegenden Daten einschätzen.

Fazit: Optimal vorbereitet auf das Voice-Zeitalter

Tippen ist soooo 2016. Ob in Apps, bei WhatsApp oder abseits vom Handy mit Alexa und Google Home: Die Sprachsuche scheint wie die natürliche Entwicklung von SEO und SEA. Und das betrifft auch die PPC-Werbung. Wir müssen uns neue Strategien überlegen, um unsere Angebote und das veränderte Nutzerverhalten in Einklang zu bringen. Google und Amazon arbeiten schon an Lösungen. Demnächst braucht es nicht einmal mehr ein Smartphone, um zu Hause vor dem Spiegel Klamotten zu shoppen: Google Shopping-Integration in Smartglass macht es möglich. Dann kannst Du sogar Produkte bewerben, die der Kunde vor dem Kauf erst einmal sehen will. Die Zukunft von SEA hält viele, spannende Möglichkeiten bereit. Mit optimierten Voice-Suchanzeigen bist Du bestens gerüstet, wenn das „Year of Mobile“ in seine heiße Phase geht.

 


  • Sprachsuche hat einen Anteil von 20 Prozent an allen Suchanfragen, Tendenz steigend.
  • User nutzen Voice Search für spontane Käufe und Angebote in ihrer Umgebung.
  • Es gibt wenig Konkurrenz und der CPC ist für Longtails relativ niedrig.
  • Voice-Anfragen zeichnen sich durch ihre Länge und Fragewörter aus.
  • Optimierte Anzeigentexte beantworten die expliziten Fragen der Kunden.

Was sind Deine Erfahrungen mit besonders langen Keywords? Lasse es uns in den Kommentaren wissen!

Deine Anzeigen sind der Hammer. Du hast wochenlang am Text gefeilt, Deine Bidding-Strategie ist genial und die Zielgruppe kann es gar nicht abwarten, Dir ihre Klicks und Aufmerksamkeit zu schenken. Nur leider verkaufst Du nichts. Deine Ad kann eine CTR von 100 Prozent haben und trotzdem keinen Cent mehr auf Dein Konto spülen. Was zählt, ist die Post-Click-Experience. Weißt Du, was passiert, nachdem ein Nutzer auf Deine Anzeige geklickt hat? Welche Seite bekommt er zu Gesicht? Mit wenigen Handgriffen und einer durchdachten Strategie lenkst Du Deine Kunden gezielt dorthin, wo sie sein sollen. Wir verraten, wie Du die Post-Click-Erfahrung optimierst und damit mehr Conversions gewinnst. 

Jemand hat auf Deine Anzeige geklickt. Was nun?

SEA ist viel mehr als ein bisschen Kampagnenplanung, AdWords-Magie und Bidding-Statistiken. Klar, wir wollen, dass Nutzer aus der Zielgruppe auf Deiner Seite landen. Unsere Arbeit hört aber nicht plötzlich auf, weil jemand auf die Anzeige geklickt hat. Sie fängt gerade erst an.

Die schlechteste Alternative: Du leitest den Kunden einfach auf Deine Shopseite weiter. Keine Begrüßung, kein Call-to-Action, keine direkte Aufforderung. Statt ihn herzlich zu empfangen, setzt Du ihm Deine Angebote vor die Nase und hoffst das Beste. Das ist besonders fatal, wenn Du im Anzeigentext etwas ganz anderes versprichst.

Betrachten wir es einmal technisch: Was passiert, wenn jemand auf eine Anzeige klickt?

  1. Er wird auf eine Webseite weitergeleitet, die sogenannte Landing Page.
  2. Für den ersten Eindruck wirft er einen Blick auf die Headline, Bilder, alle Inhalte above the fold.
  3. Er interagiert mit der Seite – oder klickt sie wieder weg.

Ziel sollte es sein, den Kunden an die Hand zu nehmen und ihm klarzumachen, was jetzt der nächste Schritt ist. Post-Click-Marketing beschreibt alle Bemühungen, den Kunden nach dem Klick auf die Anzeige zu motivieren und zur Conversion zu führen. Es ist Conversion-Optimierung in Reinform. Und deswegen ist es so wichtig, den Blick über den SEA-Tellerrand zu werfen und sich mit diesem Thema zu beschäftigen.

Die vier goldenen Grundregeln für eine gute Post-Click-Experience

Erfülle Deine Versprechen!

Message Matching ist der Überbegriff für alles, was zur Einheitlichkeit der Werbebotschaft beiträgt. Deine Botschaft sollte einem roten Faden folgen, der sich durch den Anzeigentext, die Inhalte der Landing Page, die Gestaltung und das angebotene Produkt zieht. Klingt erst einmal kompliziert. Ist aber ganz einfach: Du solltest in der Anzeige nicht die Sterne vom Himmel versprechen, nur um dem Nutzer dann auf der verlinkten Seite die alten Angebote von letztem Jahr vorzuspielen.

Statt toller Urlaubsberatung mit Traumzielen auf der ganzen Welt würde sich hinter dieser Anzeige nur eine lange Liste mit Hotel-Deals verstecken. Für eine tolle Post-Click Experience ist es unbedingt notwendig, dass Du die Inhalte der anzeige konsequent fortsetzt.

Stell Dir vor, statt toller Urlaubsberatung mit Traumzielen auf der ganzen Welt würde sich hinter dieser Anzeige nur eine lange Liste mit preiswerten Hotel-Deals verstecken. Für eine tolle Post-Click-Experience ist es unbedingt notwendig, dass Du die Inhalte der Anzeige konsequent fortsetzt.

 

Das Angebot in der Ad sollte sich auf der Landing Page wiederfinden – und zwar prominent und unübersehbar. Das sorgt dafür, dass der Kunde sofort in seiner Erwartung bestätigt wird. Du verschwendest seine Zeit nicht mit unnützen Angeboten, sondern löst Dein Versprechen aus der Anzeige ein.

Sorge für eine sanfte Landung!

Im Umkehrschluss bedeutet das, dass Du für jede einzelne Anzeige eine eigene Landing Page erstellen musst. Wenn Du die Inhalte der Landeseite auf den Anzeigentext abstimmen willst, kannst Du nicht irgendeine x-beliebige Shopseite hinter der Ad verlinken. Es gilt der Grundsatz: Eine Seite = eine Aktion. Verkaufe auf der Landing Page nicht noch Zusatzprodukt A oder Service B. Es geht ausschließlich um das beworbene Produkt.

Viele Experten raten dazu, die Landing Page komplett von der restlichen Seite und ihrem Design zu entkoppeln: Kein Logo, keine Navigation, keine überflüssigen Informationen. Dadurch hast Du mehr Freiraum in der Gestaltung, gibst dabei allerdings Dein Branding ein Stück weit auf. Versuche, die richtige Balance zu finden: Das Angebot sollte klar im Vordergrund stehen. Idealerweise wirft Dein Kunde einen Blick auf die Seite und weiß sofort, worum es geht. Die genauen Erklärungen kommen weiter unten auf die Seite, sodass der Besucher nicht von einer Wand aus Text erschlagen wird.

Du willst mehr darüber wissen, wie eine gute Landing Page funktioniert und welche Inhalte darauf nicht fehlen dürfen? Unser Guide erklärt Dir, was Du bei der Erstellung beachten musst.

Führe den Blick der Nutzer!

Die Post-Click-Experience dreht sich darum, welche Erfahrungen der Nutzer nach dem Klick auf die Werbeanzeige macht. Aber wie sollst Du voraussagen, was sich der User anschaut und durchliest? Mit visuellen Hinweisen lenkst Du die Blicke ganz gezielt dorthin, wie Du sie haben möchtest.

  • Je weiter oben Du etwas platzierst, desto wichtiger ist es: Für die perfekte visuelle Kommunikation solltest Du Dich streng daran halten, alles von oben nach unten zu designen.
  • Die wichtigsten Informationen sind gefettet oder kursiv: Viele Leser überfliegen einen Text im Internet nur grob. Stelle sicher, dass die wichtigsten Punkte trotzdem ankommen.
  • Augen auf bei der Farbwahl: Begrenze Dich auf wenige Farben. Die wichtigsten Elemente Deiner Landing Page sollten dem Leser sofort ins Auge fallen – ideal dafür sind Kontrastfarben.
  • Arbeite mit viel Whitespace: Der weiße, freie Bereich rund um wichtige Elemente zieht die Aufmerksamkeit auf das, was wirklich zählt.
  • Aufzählungslisten machen die Dinge übersichtlich: Es ist erwiesen, dass Nutzer Bullet-Points tendenziell häufiger und genauer lesen. Halte sie dafür so kurz wie möglich.

Lasse den Call-to-Action strahlen!

Du fragst Dich jetzt sicher, warum Du die Navigation von der Landing Page entfernen sollst. Schließlich wollen die Kunden doch wissen, auf welcher Seite sie gelandet sind, oder? Nicht unbedingt. Es soll für den Besucher der Landing Page nur einen einzigen logischen Schritt geben: Auf den großen CTA-Button drücken und schauen, was passiert. Idealerweise klicken 100 Prozent der Seitenbesucher auf den Call-to-Action-Button. Jede andere Möglichkeit der Navigation senkt die Chance, dass der Nutzer die Conversion wahrnimmt. Darüber kann man sich streiten – Stichwort Transparenz – oder man erkennt die Vorteile dieser Methode an.

Damit das klappt, sollte die Handlungsaufforderung stimmen. Die klassische Methode dazu ist der Einsatz von Farbe: Der CTA kommt oft in einer Knallfarbe daher, die ins Auge sticht. Teil der Post-Click Experience ist es, alle Interaktionen so einfach und zugänglich wie möglich zu machen.

Gute CTA-Buttons haben viel Kontrast, klare Anweisungen und einen Hauch von unwiderstehlicher Persönlichkeit.

Gute CTA-Buttons haben viel Kontrast, klare Anweisungen und einen Hauch von unwiderstehlicher Persönlichkeit. Übrigens: „Kostenlos“ funktioniert nicht immer. Zum einen wird das kleine Wort viel zu oft genutzt (selbst, wenn es keinen Sinn macht), zum anderen vermittelt es einen etwas billigen Eindruck. Nutze es also weise!

So machst Du aus einem Ad-Click eine Conversion

Eine gute Conversionrate ist kein Zufall. Vielmehr gehört die Planung der Post-Click-Experience zum grundsätzlichen Kampagnenaufbau. Was kannst Du jetzt tun, um Deine AdWords-Anzeigen mit einer befriedigenden Erfahrung nach dem Klick auszustatten?

  1. Du hast gar keine Landing Page, sondern leitest die Kunden auf Deine Startseite? Das ist Gift für die Post-Click-Experience. Ändere entweder Deinen Anzeigentext entsprechend oder erstelle eine simple Landing Page. Die Startseite lohnt sich dann, wenn sie auf den ersten Blick erkenntlich macht, was Du anbietest.
  2. Versetze Dich in die Rolle Deiner Zielgruppe! Lese Dir den Text in der Werbeanzeige durch. Was würdest Du hinter diesem Text erwarten? Und stimmt diese Erwartung mit der Webseite überein, auf der Du nach dem Klick landest?
  3. Überprüfe, ob die Verlinkungen hinter den Ads Sinn ergeben. Im Eifer des Gefechts kann es passieren, dass Du alle Ads einer Kampagne auf eine Landing Page leitest – und das, obwohl der Inhalt nur so halb passt.
  4. Erstelle ein Layout-Template für Deine Landing Pages! Dann kannst Du einfach die Inhalte an die jeweilige Anzeige anpassen und sparst Geld, Zeit und Nerven.
  5. Bitte Deine Freunde oder Kollegen darum, einen Blick auf Deine Page zu werfen! Sie haben 30 Sekunden Zeit. Danach fragst Du sie, was hängengeblieben ist. Sie sollten zumindest in Grundzügen erklären können, was Du auf der Seite anbietest.
  6. Überlege Dir interessante und nützliche Zusatzfeatures! Gibt es eine Möglichkeit, Deine Landing Page interaktiver zu machen? Je mehr Text Du einsparen kannst, desto besser.

Übrigens: Eine gute Post-Click-Experience wirkt sich direkt auf Deinen ROI aus: Google bewertet Suchanzeigen mit einem Quality Score. Je besser die Inhalte der Anzeige zur Suchintention passen, desto geringer ist der Klickpreis. Wenn die Kunden also Signale senden, dass ihnen Deine Landing Page gefällt, wirkt sich das automatisch positiv auf Deine Klickpreise aus.

Conversion-Optimierung: Wie geht es nach der Landing Page weiter?

Geschafft! Der Nutzer hat nicht nur auf Deine Anzeige geklickt, nein, er hat auch den Weg zum Call-to-Action gefunden und ist jetzt stolzer Kunde von Dir. Glückwunsch! Aber trotzdem ist die Customer-Journey noch nicht vorbei. Du hast vielleicht einen Etappensieg erzielt, aber Online-Marketing ist ein Marathon, kein Sprint.

Zuerst solltest Du Dich natürlich bei Deinem neuen Kunden/Newsletterempfänger/Fan/Lead bedanken. Eine gute „Danke“-Seite zeugt nicht nur von feinem Stil, sie trägt auch zur Kundenbindung bei. Schreibe eine ehrliche, authentische und dankbare Notiz. Du freust Dich sicher über jeden neuen Kunden, der den Weg zu Dir gefunden hat. Gib das ruhig zu!

Danach geht es zurück zum Business: Wenn mit der Conversion eine kleine Gegenleistung wie ein Freebie-Download oder ein eBook verbunden ist, kannst Du hier direkt die nächsten Schritte aufzählen. Flattern die Inhalte von alleine in die Mailbox Deines Neukunden oder muss er selbst aktiv werden? Welche Vorteile sind mit den gebuchten Dienstleistungen verbunden? Außerdem ist es eine gute Idee, hier noch einmal Deine Kontaktinformationen zu hinterlegen.

Zu guter Letzt nutzen viele Anbieter die „Danke“-Seite als Plattform zum Upselling. Das ist allerdings ein zweischneidiges Schwert. Klar, Du kannst hier direkt passende Produkte oder Angebote verlinken. Damit läufst Du aber Gefahr, Deinen Kunden zu verärgern. Er ist doch gerade schon aktiv geworden! Besser ist es, Deinen kostenlosen Content anzubieten – idealerweise auf das abgestimmt, was der User gerade erworben hat.

Hier findest Du eine Galerie mit gelungenen Beispielen für eine tolle Thank-You-Page.

Fazit: Nach dem Klick fängt die Arbeit erst an

Ein Klick alleine ist noch kein Anlass den Schampus aufzumachen. Es ist vielmehr der erste Schritt auf der Reise hin zur Conversion. Viel wichtiger als der perfekte Anzeigentext ist das, was den potenziellen Kunden danach erwartet. Die Landing Page ist nur ein Baustein auf dem Weg zur perfekten Post-Click-Experience und zur besseren Conversion-Optimierung. CRM-Systeme helfen Dir, Deine Leads noch mehr zu verwöhnen und die Customer Journey zur Traumreise zu machen.

  • Die Post-Click-Experience entscheidet, ob es zur Conversion kommt.
  • Es ist Deine Aufgabe, den potenziellen Kunden an die Hand zu nehmen.
  • Inhaltliche und visuelle Leitplanken führen den Nutzer zum Call-to-Action.
  • Die Customer Journey ist nach der Conversion nicht vorbei. 

Welche Strategien nutzt Du bei der Post-Click-Optimierung? Lasse es uns in den Kommentaren wissen!

PPC-Anzeigen sind die Werbeplakate des Internets. Mit Brand Bidding hast Du die Möglichkeit, Dein virtuelles Werbeplakat direkt neben dem Geschäft Deines größten Konkurrenten aufzustellen. Wenn ein Kunde seinen Laden betreten will, muss er zuerst an Deiner Werbebotschaft vorbei. Aber Brand Bidding kann noch viel mehr, als Deiner Konkurrenz die Kunden stibitzen. Bei uns erfährst Du, ob die Praxis legal ist und ob sich das Gebot auf fremde (oder eigene) Markennamen lohnt. 

Was ist Brand Bidding?

PPC-Werbung funktioniert ganz einfach: Du suchst Dir Keywords aus, nach denen Deine Kunden wahrscheinlich auf Google suchen. Dort erscheinen dann Deine Werbeanzeigen an prominenter Stelle. Die Keyword-Analyse ist besonders wichtig, um effektiv online Werbung zu machen. Es gibt viele Herangehensweisen, um die perfekten Keywords (oder die perfekte Zielgruppe) zu finden. Brand Bidding ist der Ausdruck für alle PPC-Strategien, bei denen Du auf Markennamen bietest.

  • Brand Bidding auf die eigene Marke: Für den Namen Deines Unternehmens solltest Du im Idealfall auf Position 1 bei Google stehen. Du kannst allerdings auch Werbeanzeigen für Deine eigene Marke schalten. Dadurch erscheinst Du als Doppelspitze in den SERPs: Als PPC-Anzeige über AdWords und als organischer Spitzenreiter.
  • Brand Bidding auf fremde Marken: Wenn Du den Namen Deines Mitbewerbers als Keyword bei AdWords einbuchst, erscheinst Du, wenn jemand nach der Konkurrenz sucht. Du kannst damit eventuell Kunden abfischen und Dich als Top-Mitbewerber positionieren. Der englische Fachbegriff dafür lautet Competitor Bidding.
So sieht Brand Bidding auf fremde Marken aus: Amazon und Orion haben Anzeigen für das Keyword "Amorelie" geschalten und erscheinen jetzt auf Seite 2 der SERPs als Anzeige.

So sieht Brand Bidding auf fremde Marken aus: Amazon und Orion haben Anzeigen für das Keyword „Amorelie“ geschaltet und erscheinen jetzt auf Seite 2 der SERPs als Ad.

 

Brand Bidding auf die eigene Marke – was nützt mir das?

Auf den ersten Blick erscheint es kontraproduktiv, auf den eigenen Unternehmensnamen zu bieten. Schließlich stehst Du hier (idealerweise) sowieso ganz oben in den SERPS. Aber klassisches Brand Bidding mit der eigenen Marke bietet viele Vorteile:

  • Verbesserung der Sichtbarkeit: Doppelt hält besser. Mit zwei Anzeigen auf Seite 1 fällst Du dem Nutzer garantiert ins Auge.
  • Hinweis auf besondere Kampagnen: In der PPC-Ad hast Du die Möglichkeit, auf Angebote, Produkte oder Specials hinzuweisen, ohne Dein organisches Ranking zu gefährden.
  • Spielplatz für Tests: Bei Deinem eigenen Markennamen als Keyword hast Du wenig Konkurrenz. Hier kannst Du testen, welche Formulierungen bei Deinen Kunden gut ankommen.
  • Geringer CPC: Wo es keine Konkurrenz gibt, sind die Preise niedrig. Zudem musst Du weniger Geld bezahlen, weil Google Deine Werbeanzeige als sehr relevant einstuft.
  • Push für das organische Ergebnis: Viele Nutzer überspringen die Paid-Search-Ergebnisse und klicken direkt auf das erste organische Ergebnis. Du bist überall da, wo Nutzer gerne klicken.

Die Chance ist hoch, dass ein findiger Mitbewerber bereits auf Deinen Markennamen bietet und damit die Suchergebnisse dominiert. Hole Dir die Herrschaft über Deine eigenen SERPs zurück! Brand Bidding ist eine gute Idee und lohnt sich dank der geringen Klickpreise oft, solange Du die Nachteile überschaubar klein hältst:

  • Zusatzkosten: Zusätzliche Keywords kosten Geld. Wenn ein User auf Deine Anzeige klickt, statt auf das organische Ergebnis darunter, musst Du zahlen.
  • Verfälschung der Daten: Wer nach Deinem Markennamen sucht, ist wahrscheinlich einer Conversion zugetan. Deswegen haben Brand-Kampagnen meist besser KPIs als andere AdWords-Kampagnen, was Dein Konto-Reporting eventuell verfälschen kann.

Bidding auf fremde Marken – ist das überhaupt erlaubt?

Während Brand Bidding auf die eigene Marke verbreitet und sinnvoll ist, ist das Competitor Bidding umstritten. Dabei klingt es so verführerisch: Wenn ein Kunde nach dem Service eines Mitbewerbers sucht, könnte er genauso gut einfach Deine Dienste in Anspruch nehmen. Zudem ist er wahrscheinlich schon nahe an der Conversion – wer auf der Customer Journey schon so weit gekommen ist, dass er Serviceanbieter kennt, der steht kurz vor dem Kauf. Wenn Du also auf den Namen Deiner Konkurrenz Werbung schaltest, wird er auf Dich aufmerksam und Du profitierst davon. So lautet zumindest die Theorie.

Brand Bidding hat bei Online-Shops noch eine zweite Dimension: Du kannst natürlich AdWords für Marken schalten, die Du im Sortiment hast. Meist gibt es dafür eigene Regeln, die Du in den Verträgen zwischen eCommerce-Anbieter und Großhändler findest. Nicht alle Marken wollen von Drittanbietern bei Google überboten werden und schränken das Brand Bidding stark ein.

Die Frage nach der Legalität von Brand Bidding beschäftigt nicht nur viele Nutzer, auch das BGH hat sich eingehend mit dem rechtlichen Aspekt von SEA auf Marken befasst. Brand Bidding ist ein Thema für das Markenrecht. Darfst Du überhaupt auf einen fremden Markennamen bieten? Am 13.1.2011 gab es dazu eine Entscheidung:

Allein die Buchung einer fremden Marke als Keyword reicht als Markenverletzung nicht aus. (Quelle)

Brand Bidding ist also legal, allerdings darf der Markenname nicht in der Anzeige auftauchen. Die URL und der Anzeigentext dürfen nicht darauf hindeuten, dass es einen wirtschaftlichen Zusammenhang zwischen der Marke und Deinem Angebot gibt. Zudem musst Du einige Feinheiten bei der Gestaltung und Planung Deiner Anzeige bedenken:

  • Keine Markennutzung in der Anzeige selbst!
  • Vorsicht bei sehr großen und bekannten Marken!
  • Keinen Zusammenhang zwischen der Marke und Dir erkennen lassen!
  • Broad Match und automatisierte Anzeigen lieber vermeiden oder prüfen!
  • Keine Preisvergleiche mit der Konkurrenz!

Lohnt sich Competitor Bidding bei dem Risiko?

Es gibt gute Gründe, sich für diese Online-Marketing-Maßnahme zu entscheiden. Aber mit dem hohen Potenzial kommen auch hohe Risiken:

  • Unzufriedene Besucher: Kunden suchen bewusst nach einer speziellen Marke oder einem besonderen Anbieter. Sie wundern sich, wenn auf ihre Suchanfrage Deine Werbeanzeige ganz oben erscheint. Vielleicht unterscheidet sie sich zu sehr von dem Angebot, nachdem der User gesucht hat. Auf jeden Fall kann es passieren, dass sie ihm nicht das bietet, was er haben möchte – und das ist ein Problem.
  • Erhöhter CPC auf Deinen eigenen Markennamen: Die Begeisterung Deiner Konkurrenz wird sich in Grenzen halten, wenn Du Competitor Bidding betreibst. Wahrscheinlich bieten sie Auge um Auge dann bei Deiner Marke kräftig mit. Das hat zur Folge, dass Du demnächst mehr Geld ausgeben musst, um eigenes Brand Bidding zu betreiben. Du musst durchrechnen, ob sich die Anzeigen lohnen oder ob ein Waffenstillstand besser für alle Beteiligten wäre.
  • Niedriger Quality-Score: Der Klickpreis setzt sich aus mehreren Faktoren zusammen: Neben den Keywords und der lokalen Ausrichtung spielt auch die Qualität der Anzeige eine Rolle. Ads mit einem niedrigen Quality-Score kosten mehr Geld pro Klick. Damit will Google unpassende oder nervige Werbung verhindern, die dem Nutzer keinen Mehrwert bietet. Brand Bidding auf fremde Marken hat meist einen sehr niedrigen Score, weil sie als nicht relevant genug eingestuft wird. Das Ergebnis sind höhere Kosten.
  • Rechtliche Grauzone: Competitor Bidding ist grundsätzlich erlaubt. Allerdings können kleine Fehler schnell zu einer großen Katastrophe für Dich werden. Du darfst zwar auf fremde Marken bieten, aber den Namen nicht im Anzeigentext erwähnen. Missachtest Du die Regeln, kannst Du wegen einer Markenrechtsverletzung abgemahnt werden.

Du musst genau abwägen, ob sich das Bieten auf fremde Markennamen für Dich lohnt. Die langfristigen Folgen lassen sich kaum abschätzen und übersteigen in manchen Fällen sogar den Nutzen. Ob Du damit zahlungskräftige Nutzer und Fans mit Herzblut gewinnst, hängt stark von Deiner Strategie ab. Pauschal Kunden klauen funktioniert leider (fast) nie.

Wie kannst Du Dich vor Brand Bidding schützen?

Ein Konkurrent hat sich auf Deinen Markennamen Anzeigen geschaltet und steht jetzt vor Dir in den Suchergebnissen. Was kannst Du tun, wenn Dir nicht mehr die Spitzenposition für Dein eigenes Unternehmen gehört?

Die einfachste Möglichkeit besteht darin, Dein eigenes Gebot für Deine Marke hochzusetzen und die Konkurrenz damit auszustechen. Zudem profitierst Du davon, dass Du einen hohen Quality-Score für Deine Werbeanzeige bekommst. Da Du Zugriff auf Anzeigentitel, URL und Anzeigentext hast und dort überall Dein Keyword unterbringen darfst, hast Du einen klaren Vorteil vor Deinem Mitbewerber. Aber was, wenn dieser stur sein Gebot erhöht und Dich wieder vom Thron kickt?

Im Gegensatz zu allen anderen PPC-Strategien kannst Du in diesem Fall einfach mit Deinem Konkurrenten reden. Wenn ihr euch in einen Bidding War begebt und euch gegenseitig mit Klickpreisen überbietet, klärt ein kurzes Telefonat meistens die Fronten. Niemand hat Interesse daran, für Brand Bidding Unsummen auszugeben, nur um im Recht zu bleiben. Im Notfall gibt es die Möglichkeit, Dich bei Google zu beschweren. Das funktioniert aber nur, wenn Dein Konkurrent mit Deiner eingetragenen Marke im Anzeigentext wirbt.

Fazit: Brand Bidding und Competitor Bidding sind kein Kinderspiel

Was im ersten Moment attraktiv klingt, ist langfristig nicht immer eine gute Investition. Competitor Bidding kann zwar dazu führen, dass mehr Kunden zu Dir kommen, aber die Risiken überwiegen meist die Vorteile. Um Dich mit fremden Federn zu schmücken, brauchst Du eine gute Strategie und ein klares Ziel.

  1. Gebote auf die eigene Marke sind eine gute Idee.
  2. Competitor Bidding unterliegt klaren Regeln und führt in der Regel nicht zum Erfolg.
  3. Kommunikation ist der Schlüssel, um Streit um die Top-Position zu vermeiden.

Hast Du schon negative oder positive Erfahrungen mit Brand Bidding gemacht? Berichte uns davon in den Kommentaren! 

30 Suchanfragen im Monat sind wenig. Sehr wenig. Bei so wenigen potenziellen Kunden macht es doch gar keinen Sinn, eine Anzeige bei Google zu schalten! Wir verraten Dir heute, warum ein geringes Suchvolumen Grund zum Jubeln ist und wie Du aus wenigen Suchanfragen viel Umsatz machst. Denn je kleiner Deine Zielgruppe ist, desto kleiner ist auch die Konkurrenz. Mit den richtigen Strategien und kleinen Tricks schaffst Du es, wenig Traffic zu Deinem Vorteil zu nutzen und die Kunden individuell und passgenau anzusprechen.

Warum sich Kampagnen mit wenig Suchvolumen lohnen

Auf den ersten Blick scheint es verlockend, eine Suchanzeige für den Begriff „Schuhe kaufen“ zu schalten. Mehrere Millionen Suchanfragen pro Monat, eine grandiose CTR von 5 Prozent durch kaufanregende Texte und eine nette Conversionrate: Je höher das Suchvolumen, desto höher der Umsatz, oder? Leider ist diese Annahme falsch. Zum einen ist die Konkurrenz bei solchen allgemeinen Begriffen gigantisch. Die Chancen, hier ganz oben zu stehen, gehen gegen null – und sind teuer bezahlt. Außerdem kannst Du nicht wissen, ob der Suchende überhaupt auf der Suche nach neuen Schuhen ist oder ob er sich für die bunte Historie des Schusterhandwerks interessiert. Aber was ist die Alternative?

Wer sucht schon nach „Schwarze Stilettos mit Glitzer kaufen“? Vielleicht gerade einmal 30 Personen im Monat. Aber mit der richtigen Strategie lockst Du weit mehr als 5 Prozent davon auf Deine Seite. Je exakter Du hier vorgehst, desto höher klettert Deine CTR und Deine Conversionrate. Es lohnt sich, über den Tellerrand zu blicken und in Longtail-Keywords zu investieren.

  • Du kannst Deine Ad passgenau auf Deine Zielgruppe feintunen.
  • Die Klickpreise liegen niedriger als bei allgemeinen Suchanfragen.
  • Du hast quasi keine Konkurrenz.
  • Selbst in einer extrem engen Nische kannst Du erfolgreich Werbung machen.
  • Du bietest oftmals das einzige Angebot für Deine speziellen Keywords. Monopolstatus!

Geringes Suchvolumen bei Google AdWords: Wie niedrig ist zu niedrig?

Lange Zeit war das Label „Geringes Suchvolumen“ gefürchtet bei SEA-Experten. In der grauen Vorzeit der Suchmaschinenwerbung (etwa 2011) hatte Google relativ hohe Maßstäbe, was die Anzahl der monatlichen Suchanfragen betrifft. Keywords mit zu wenig Impressionen und Suchanfragen haben automatisch organische SERPs produziert. Es war hoffnungslos, hier eine Anzeige zu platzieren! Google wollte verhindern, dass das Keyword-Volumen unkontrolliert ansteigt und sich in unendlich viele Varianten zerfasert. Heute ist die Suchmaschine deutlich besser darin, seltene Keywords von neuen Suchanfragen zu unterscheiden.

Der Schwellenwert für ein zu geringes Suchvolumen liegt heute bei weniger als 10 Suchanfragen pro Monat. Wenn Dein Keyword selten gesucht wird (oder gar noch nie ins Suchfeld getippt wurde), spielt Google keine Anzeigen aus. Das kommt extrem selten vor. Sobald die Zahl der Suchanfragen für diese Keywords leicht ansteigt, werden die Suchanzeigen wieder aktiviert.  Deine Anzeige bleibt trotzdem auf privat, weil Du einfach zu spezifisch agierst? Versuche, den Suchradius ein wenig zu erweitern. Du könntest das Keyword kürzen oder eine etwas bekanntere Formulierung wählen.

Ein weiteres Problem bei AdWords-Kampagnen mit wenig Traffic ist das Testing. Normalerweise ist es kein Problem, zwei Varianten einer Ad gegeneinander im A-/B-Test antreten zu lassen. Allerdings wird das schwer, wenn Du nur 20 Impressions pro Monat hast. Das ist keine gute Datengrundlage für statistische Rückschlüsse. Dementsprechend schwierig kann es sein, den richtigen Ton beim Anzeigentext zu treffen. Schließlich musst Du hochspezifisch sein, aber gleichzeitig möglichst alle denkbaren Search Intents aufgreifen. Du stocherst dabei im Moor – vielleicht triffst Du beim ersten Versuch direkt den Schatz, vielleicht versinkst Du mit samt Deinem Boot.

Mache das Beste aus Deinen wenigen Suchanfragen!

Du musst kreativ werden, um aus wenig Traffic viel zu machen. Viele bewährte Methoden aus der PPC-Werbung lassen sich nicht einfach auf ein geringes Suchvolumen ummünzen. Strategien für umkämpfte Keywords bringen Dir hier nichts. Der große Vorteil an Mini-Kampagnen: Die Keywords sind in der Regel extrem spezifisch. Deine Anzeigentexte sollten das widerspiegeln. Idealerweise überlegst Du Dir genau, welche Personen nach Deinem Suchbegriff googlen. Bei weniger als 100 Suchanfragen pro Monat ist das schließlich eine überschaubare Gruppe. Die Chancen stehen gut, dass Deine Zielgruppe halbwegs homogen ist. Deswegen kannst Du hier auch auf Exact Match setzen. Du willst schließlich möglichst wenig Streuverluste bei gezielten Anzeigen!

Je weniger Menschen Deine Ad sehen, desto stärker musst Du darauf achten, niemanden zu verschrecken. Versuche, die Intention hinter der Suchanfrage zu exakt wie möglich zu bestimmen. Dabei helfen Dir folgende Fragen:

  1. In welcher Phase der Customer Journey befindet sich der Kunde?
  2. Was sind seine Pain Points, was will er erreichen?
  3. Welchen Grund gibt es, exakt diesen Begriff ins Suchfeld zu tippen?

From Zero to Hero: Keyword Broad Match bei Kampagnen mit wenig Traffic

Broad Match ist der beste Weg, um jede Menge Geld zu verbrennen. Bei Kampagnen mit hohem Suchvolumen gehen die Assoziationen oft weit auseinander. Wenn Du Dich mit Broad Match auf das Keyword „Seminar“ einbuchst, erscheint Deine Ad bei der Suche nach Universitäten, Bildungszentren, Schulen und Klöstern. Google weiß schlicht und ergreifend nicht, was Du meinst. Broad Match wirft Dir einfach alles entgegen, was im Ansatz mit Deinem Suchbegriff zu tun hat.

Je niedriger Dein Suchvolumen ist, desto genauer weiß Broad Match, wonach es suchen soll. So findest Du zusätzliche Keywords, die verwandt mit Deinem Suchbegriff sind. Und das Beste daran: Meistens sind die vorgeschlagenen Begriffe ebenfalls Nischenkeywords. Du ergänzt Deine Kampagne nicht um ziellose Keywords, sondern um sehr ähnliche, spezifische Begriffe, an die Du gar nicht gedacht hast. Das verdoppelt oder verdreifacht Dein Suchvolumen, behält aber den inhaltlichen Fokus bei. 

Geringes Suchvolumen hat seine Gründe. Insbesondere, wenn Du Suchanzeigen auf Deinen Markennamen schaltest, sind die Erfolgsaussichten düster: Wenn Dich niemand kennt, wird niemand nach Dir suchen. Dasselbe gilt für Angebote, die eine extrem kleine und fokussierte Zielgruppe ansprechen. Vielleicht wissen Deine zukünftigen Kunden noch nicht einmal, dass es ein Angebot wie Deines gibt, welches sie unbedingt brauchen? Es ist eine gute Idee, hier etwas weiter oben im Sales Funnel anzusetzen. Welches Bedürfnis erfüllt Dein Angebot? Wonach würde jemand suchen, der Dein Angebot gut gebrauchen kann? Dabei hilft Dir Broad Match und gibt Dir Inspirationen für die Suche hinter der Suche an die Hand.

Remarketing für Nischenkeywords: Wie Du mit RLSAs die richtigen Kunden findest

Um die richtigen Menschen anzusprechen und auf Dich aufmerksam zu machen, eignen sich Remarketing Lists for Search Ads (RLSAs). Individuelle Remarketing-Listen helfen Dir dabei, Menschen anzusprechen, die von Deinem Produkt gehört haben und auf Deiner Webseite waren. Die Logik dahinter ist einfach: Selbst für Deine spezielle Nische gibt es Oberbegriffe und allgemeine Suchanfragen, die ein hohes Suchvolumen aufweisen. Du willst aber nur die Menschen abschöpfen, die Dein Angebot kennen und den letzten Schubs hin zu einer Conversion benötigen.

  1. Erstelle eine Kampagne für ein allgemein gehaltenes Keyword, das zu Deinem Angebot passt. Du positionierst die Bid dabei extrem niedrig, sodass Deine Anzeige nie an „normale“ User ausgespielt wird.
  2. Mit einer Remarketing-Liste importierst Du alle Nutzer, die bereits auf Deiner Webseite waren oder Interesse für Dein Keyword mit wenig Traffic hatten.
  3. Sobald jemand aus dieser Liste nach dem allgemeinen Keyword sucht, setzt Du das Gebot sehr hoch, um todsicher in seinen Suchergebnissen zu erscheinen.

Damit kannst Du den relevanten Traffic eines beliebten Suchbegriffs für Deine Zwecke nutzen – selbst, wenn Du sonst mit einem geringen Suchvolumen zu kämpfen hast.

Fazit: Kleine Tricks, um Dein geringes Suchvolumen in einen Vorteil zu verwandeln

Eine Kampagne mit wenig Traffic kann spannende Ergebnisse erzielen. Du kannst es schaffen, die wenigen Nutzer fast in voller Teamstärke in Kunden zu verwandeln. Fünf Klicks, fünf Conversions – keine Seltenheit bei Nischen-SEA! Dazu ist Umdenken erforderlich. Mit wenigen Änderungen optimierst Du Deine Ads, wenn Du wenig Traffic erwartest:

  • Richte die Anzeigentexte punktgenau auf Deine Mini-Zielgruppe aus!
  • Nutze Exakt Match und Negativlisten, um irrelevante Begriffe auszuschließen!
  • Lasse Dich von den Ergebnissen bei Broad Match inspirieren und nehme sie als neue Anzeigengruppen auf!
  • Gehe auf die Intension der Suchenden ein und denke über den Tellerrand hinaus!
  • Sprich mit RLSA Remarketing-Nutzer auf einer größeren Bühne an!

Damit bist Du bestens gerüstet, um die Nischen des Internets zu erobern!


Was sind Deine Erfahrungen mit SEA bei geringem Suchvolumen? Lasse es uns in den Kommentaren wissen! 

Über Geld spricht man nicht – oder doch? Die Preise im Online-Marketing unterscheiden sich teils deutlich. Viele Kunden stehen vor der Frage, wie viel Geld sie für eine AdWords-Agentur ausgeben wollen. Lohnt sich das überhaupt? Schließlich gibt es genug Angebote zu erstaunlich günstigen Preisen. Wir bieten Dir heute einen Blick hinter die Kulissen: Wir erklären, wie sich der Preis für eine professionelle SEA-Betreuung zusammensetzt und wie wir bei der Angebotserstellung vorgehen. Außerdem erfährst Du, woran Du Dumpingpreise für Online-Marketing erkennst.

Der Preis ist heiß: Das richtige Pricing bei SEA und AdWords

Preise im Online-Marketing sind ein heißes Thema. Kaum eine Agentur lässt sich hier in die Karten schauen. Das Problem? Preislisten wie bei anderen Dienstleistern machen im Online-Marketing wenig Sinn. Denn unsere Arbeit besteht aus zeitintensiver Optimierung und vielen kleinen Verbesserungen, die zu einem langfristigen Ziel führen. Das lässt sich selten auf klare Preise herunterbrechen. Das ist allerdings keine befriedigende Antwort für Kunden, die auf der Suche nach einer ersten Kosteneinschätzung für ihr Online-Marketing sind.

Du bekommst beim Online-Marketing das, wofür Du bezahlst. 

Manche Kunden wollen so schnell wie möglich mehr Umsatz. Andere Kunden wollen gezielter vorgehen und nachhaltig werben. Für beide Ziele gibt es die richtige Strategie – zum jeweiligen Preis. Grundsätzlich gilt: Je größer die Kampagne angelegt ist und je schneller Du Erfolge sehen willst, desto tiefer musst Du in die Tasche greifen. Die Preise im Online-Marketing hängen von vielen Faktoren ab. Allein die zahlreichen Abrechnungsmodelle zeigen, dass es DEN richtigen Weg nicht gibt. Jedes Angebot ist so individuell wie der Auftrag selbst. Es hängt von den jeweiligen Zielen ab, auf welches Modell sich Kunde und Anbieter einigen.

Die fünf Abrechnungsarten beim Online-Marketing

  1. Pauschaler Fixbetrag pro Monat: Das macht in der Regel nur bei kleinen Kampagnen Sinn, die kein großes Potenzial für Wachstum haben. Ein Pauschalbetrag deckt das Thema kostengünstig und planbar ab. Aber es gibt kein Potenzial zur Entwicklung: Welche langfristige Motivation sollte der AdWords-Optimierer haben, den Account aufs nächste Level zu heben? Es kann ihm ja egal sein, wenn er sowieso immer den gleichen Betrag bekommt. Denn zusammen mit dem Konto wächst auch der Aufwand.
  2. Abrechnung auf Stundensatz-Basis: Grundsätzlich ist diese Methode okay. Allerdings lässt die Abrechnung pro Stunde die Performance der Kampagnen außer Acht. Man kann auch in vielen Stunden nichts erreichen. Laufen die Kampagnen gut, bekommt der AdWords-Experte keine Belohnung. Zugleich sichert diese Abrechnung nicht ab, dass der Dienstleister die abgerechnete Zeit für die sinnvollsten Maßnahmen einsetzt.
  3. SEA-Kosten als Prozentsatz des Werbebudgets: Recht gängig und sinnvoll, da Kunde und Agentur gemeinsam wachsen können. Die Agentur muss in Vorleistung gehen und einen guten Job machen. Erst dann ist der Kunde bereit, die Budgets anzuheben und die etwas höheren Preise im Online-Marketing zu akzeptieren. Das ist immer dann eine gute Methode, wenn performancebasierte Abrechnung technisch nicht möglich ist.
  4. Performance-basierte Abrechnung (Leads, Klickzahlen, Umsatz): Für uns sicherlich eine der sinnvollsten Abrechnungsmodelle – vorausgesetzt, es lässt sich technisch sauber lösen. Online funktioniert das mit dem Conversiontracking. Kunde und Agentur sollten eine faire Vereinbarung treffen, zu welchen Konditionen sie die Performance abrechnen und Benchmarks definieren, die als Ziel gelten.
  5. Mischabrechnung: Beliebt ist ein fixer Sockelbetrag pro Monat plus Umsatzbeteiligung. Hier gibt es viele individuelle Möglichkeiten, die Preise für die AdWords-Agentur zu gestalten.

Was macht einen seriösen Kostenvoranschlag aus?

Nicht nur die Abrechnung besteht aus flexiblen Modulen und bietet verschiedene Wege. Der generelle Leistungsumfang einer SEA-Optimierung unterscheidet sich von Projekt zu Projekt. Bevor es einen ausführlichen Kostenvoranschlag gibt, solltest Du Dich also mit Deiner SEA-Agentur zusammensetzen und die Aufgabenstellung besprechen. Welche Ergebnisse erwartest Du konkret? Und ist die Agentur in der Lage, diese Ziele mit Deinem Budget zu erreichen?

Der Kostenvoranschlag sollte definitiv die gemeinsamen Ziele für das Projekt festhalten. Je genauer Deine Agentur definiert, was sie für Dein Konto plant, desto besser ist das für Dich. Du solltest keine Angst davor haben, Unklarheiten anzusprechen. Zum Kostenvoranschlag gehören neben den monatlichen Kosten auch die Preise für das erste Setup und den Initialaufwand. Das betrifft alle Arbeitsleistungen, die Deine Agentur erbringen muss, bevor die Arbeit losgehen kann. Ihr solltet unbedingt besprechen, welche Performance-Indikatoren den Erfolg der Kampagne belegen. Wenn Dir die Kosten nach dem ersten Meeting über den Kopf wachsen, ist noch genug Zeit für eine weitere Anpassung. Eine seriöse Agentur möchte, dass Du aus Deinem Werbebudget das Beste herausholst und Dich dabei wohlfühlst. 

So erkennst Du schwarze Schafe im Online-Marketing

  • Zu große Versprechungen: Eine Agentur „garantiert“ Dir eine „Top-Position“ und „Umsatzsteigerung in kurzer Zeit“? Das ist kein gutes Zeichen. Wir können alles dafür tun, um eine gute Basis für ein hervorragendes Ranking zu schaffen. Garantien sind aber nicht möglich.
  • Kleine Agenturen, die alles anbieten (Social, Video, Content, SEO, SEA, Conversions, Leads, CRM, etc.): Agenturen, die einfach alles können, können nichts richtig. Zumindest ist es für diese Agenturen deutlich schwieriger, einen hohen Standard zu halten.
  • Keine Google-Zertifizierungen: Qualifikationen wie z.B. Premier Partner sollten zum festen Standard einer jeder Agentur gehören, welche AdWords-Dienstleistungen anbietet. Nur so kann ein qualifiziertes Know-how gewährleistet werden.
  • Agenturen ohne Testzeitraum mit langen Vertragslaufzeiten (1-2 Jahre): Je länger der Vertragszeitraum ist, desto höher ist die Wahrscheinlichkeit, dass Du in einem Vertrag gefangen bist, den Du gar nicht willst. Im Online-Marketing verändern sich die Dinge schnell. Eine gute SEA-Agentur ist agil, flexibel und bietet immer die Möglichkeit zum Rücktritt.
  • Extrem günstige (Pauschal-)Preise: Dumpingpreise und Sonderangebote können schnell zu einem Problem werden. Denn wenn der Preis in keinem Verhältnis zum Aufwand steht, wird häufig einfach gar nichts am Ad-Konto gemacht. AdWords Betreuung für 99 € – wie soll das funktionieren?
  • Kein detailliertes Reporting: Nicht selten bekommen Kunden von schlechten Agenturen kaum oder keine aussagekräftigen Reportings. Aber nur mit einer gesunden Datengrundlage lässt sich sagen, ob die Arbeit ein Erfolg war. Transparenz ist ein hohes Gut, um das Vertrauen der Kunden zu gewinnen.
  • Keine persönlichen Ansprechpartner: Wenn Du niemanden in Deiner SEA-Agentur persönlich kennst, deutet das auf ein hohes Maß an Automatisierung hin. Dahinter steht keine Brainpower und keine Kreativität, sondern eine eingefahrene Methode, die einfach bei allen Konten angewendet wird.
  • Kunde wird nicht Inhaber des Werbekontos: Manche Agenturen versuchen Kunden künstlich zu binden (oder in Geiselhaft zu halten), indem die Agentur Inhaber des AdWords-Kontos ist. Der Kunde hätte keine Handhabe im Falle einer Trennung – kein gutes Zeichen!

So rechnen wir ab: Was kostet SEA bei den Netzproduzenten?

Unsere Preise im Online-Marketing sind abhängig vom Projekt. Es gibt keine einfachen Standardlösungen, die für jedes Werbeprojekt gelten.

Bevor wir einen Kostenvoranschlag gestalten, machen wir eine kostenlose Analyse Deiner Seite. Beim Quick Check nehmen wir Deine bisherigen Werbemaßnahmen unter die Lupe und geben Dir unsere Erfahrungswerte mit auf den Weg. Wir schätzen den Status Quo ein und fragen Dich nach Deinen Zielen. Daraus entsteht dann der Kostenvoranschlag für Deine Online-Werbung. Bei den Abrechnungsmodellen bevorzugen wir die performancebasierte Abrechnung. Danach bestimmst Du Dein Werbebudget für die Kampagne. Bevor es los geht, besprechen wir in einem Kick-Off-Meeting die wichtigsten Details, damit wir in das Produkt richtig eintauchen können.

Unserer Ansicht und Erfahrung nach ist ein monatliches Werbebudget ab 750 € bis 5.000 € ideal für kleine und mittelständische Kunden. Nach oben hin gibt es quasi keine Grenze. Je höher Du Deine Ziele steckst, desto mehr Geld musst Du in die Hand nehmen. Allerdings bedeutet das nicht, dass besonders teure Kampagnen besonders gut sind. Je langfristiger und gezielter Du werben möchtest, desto effektiver können wir mit einem kleinen Budget arbeiten.

Das Budget steht, die Richtung ist definiert und wir haben die Ziele klar vor Augen. In der ersten Monatsrechnung findest Du neben den abgesprochenen Kosten auch die Abrechnung für das Initialsetup und das Kick-Off-Meeting. Zusätzliche Kosten sprechen wir natürlich immer mit Dir ab. Die Preise im Online-Marketing sind bei uns transparent und planbar.

Fazit: Preise im Online-Marketing sind flexibel und individuell

Was kostet SEA? Welche Preise im Online-Marketing sind realistisch? Das kommt sehr stark darauf an, was Du erreichen willst. Du kannst aber ungefähr abschätzen, was Dich erwartet, wenn Du einen Blick auf die Komponenten von Suchkampagnen wirfst:

  • Einrichtungsgebühr (Setup-Fee) für das AdWords-Konto
  • Eventuell monatliche Grundgebühr (abhängig von der Größe des Kontos)
  • Prozentuale Gebühr von den Adwords-Ausgaben (ungefähr 10-15%)
  • Vergütung nach Arbeitsaufwand (Stundensatz, ab 80 € / Stunde) oder nach Performance
  • Gebühren für externe Software oder API-Nutzung

Je nachdem, wie Deine Ziele aussehen, solltest Du ein angemessenes Budget einkalkulieren. Es gibt für jede Brieftasche die passende Strategie, aber Du solltest kein Wunder erwarten, wenn Du keine magischen Preise bezahlst.


Welche Fragen hast Du noch zu den Preisen für SEA und Online-Marketing? Wir beantworten Dir Deine Fragen gerne in den Kommentaren! 

Aller Anfang ist schwer. Das gilt auch für Deine SEA-Kampagne. Klar, Du kannst stundenlang nach den richtigen Keywords fahnden und darauf hoffen, das Deine Zielgruppe bestimmte Begriffe ins Suchfeld tippt. Oder Du nutzt einfach den Datenschatz, den Google AdWords uns bereitstellt. Statt Keywords kannst Du nämlich auch die Menschen definieren, die Deine Werbung sehen sollen. Wir erklären Dir, was Du dabei beachten musst und wie Du die perfekte AdWords-Zielgruppe zusammenstellst. 

Welche Arten von Zielgruppen gibt es bei AdWords?

Keywords waren früher die Lebensessenz von SEO und SEA. Ohne die richtigen Schlüsselwörter ging gar nichts. Unsere Arbeit bei der SEA-Analyse bestand vor allem aus der tiefgreifenden Analyse von Begriffen, Phrasen, Synonymen und Satzfetzen. Natürlich war das erfolgreich. Aber es ist viel sinnvoller, Menschen direkt anzusprechen, als über ihre vermuteten Suchbegriffe zu orakeln. Google hat das erkannt. Es gibt mittlerweile mehr Möglichkeiten, die gewünschte Zielgruppe einer Werbekampagne zu definieren. Das AdWords-Menü bietet drei Möglichkeiten, das Publikum zu unterteilen:

  • Interessen: Google erkennt automatisch die Themenbereiche und Branchen, für die sich ein Nutzer interessiert.
  • Verhalten: Vergangene Suchanfragen und das Verhalten auf externen Seiten werden zum Trigger für eigene Zielgruppen.
  • Demografie: Alter, Wohnort, Sprache und Elterneigenschaft sind die klassischen Merkmale für das Targeting.

Diese drei Bereiche geben Dir die Möglichkeit, die Zielgruppe Deiner Träume zusammenzustellen. Aber was macht eigentlich eine gute AdWords Audience aus? Eine Audience ist eine definierte Gruppe, die auf Deine Werbeanzeige klicken sollen. Du musst den goldenen Mittelweg finden: Die Gruppe sollte groß genug sein, um anonymisiert zu werden, aber nicht zu groß, damit Deine Werbeanzeigen nicht im Sande verlaufen. Neben dem Targeting auf eine bestimmte Zielgruppe kannst Du noch andere Faktoren in Deine Kampagne einfließen lassen: Zeit, Ort, Keywords, Placements oder Gerätetyp.

Wie Du mit Similar Audiences for Search Campaigns neue Kunden entdeckst

Wie schön wäre es, wenn Dein Lieblingskunde fünfhundert Freunde mit ähnlichen Vorlieben hätte? Mit Similar Audiences findest Du die Doppelgänger Deiner Kunden. Ähnliches Verhalten, dieselben Interessen und ein vergleichbares Budget – Jackpot für Dich! Du musst eine Zielgruppe definieren und AdWords findet automatisch Menschen, die ein ähnliches Profil haben. Das kann Deine Reichweite erheblich steigern.

Similar Audiences lassen sich gut mit RLSA vergleichen. Remarketing-Anzeigen haben in der Regel eine hohe Conversionrate, aber kommen insgesamt selten vor. Schließlich sprichst Du damit nur Personen an, die Dein Angebot sowieso schon kennen. Eine Similar Audience hat in der Regel eine ähnlich hohe Conversionrate wie die Remarketing-Liste, auf der sie basiert. Mit dem Unterschied, dass siebenmal so viele Menschen sie zu Gesicht bekommen! Es kann sogar passieren, dass eine solche Ad ihre Remarketing-Kampagne im Gesamtumsatz übertrumpft. Im Vergleich zu herkömmlichen Anzeigen ohne Zielgruppen-Targeting ist sogar eine 65 Prozent höhere CTR drin!

Laut Wordstream sind CTR und Conversionrate genauso gut wie bei Remarketing-Anzeigen für Deine AdWords-Zielgruppe, aber die Reichweite ist erheblich höher. (Quelle: Wordstream)

Laut Wordstream sind CTR und Conversionrate genauso gut wie bei Remarketing-Anzeigen, aber die Reichweite ist erheblich höher. (Quelle: Wordstream)

Best Practice für Similar Audiences für die perfekte Neukunden-Zielgruppe

  • Du hast eine gut geführte Remarketing-Liste mit Kunden, die schon einmal bei Dir eingekauft haben? Nutze Similar Audiences für diese Kundengruppe! Du wirst auf Neukunden stoßen, die ebenfalls bei Dir einkaufen wollen.
  • Mit einem so exakten Targeting brauchst Du eigentlich keine Keywords mehr. Stattdessen kannst Du Deine Similar Audiences mit einer Dynamic Search Ad kombinieren, die automatisch geeignete Anzeigenplätze sucht und findet.
  • Da Du bei den Similar Audiences mit höherer Wahrscheinlichkeit eine Conversion erwarten kannst, darf Dein PPC hier etwas teurer sein als bei anderen Kampagnen. Das ist aber abhängig vom genauen Inhalt und Deiner Zielsetzung.

NEU: In-Market Audiences: Bereit zum Verkauf?

Kunden auf dem Silbertablett: Google hat uns am 04. Juni 2018 mit einem neuen Feature überrascht. In-Market Audiences bieten die Möglichkeit, Kunden in Kauflaune direkt in den Shop zu lotsen. Ja, richtig gelesen: Anhand von Verhaltenssignalen, Suchvorgängen  und Interessen kann Google eine AdWords-Zielgruppe zusammenstellen, die kurz vor der Kaufentscheidung steht. Wie das geht? Google analysiert die bisherigen Suchanfragen und bringt sie in einen Kontext. Wer nach einer Privatuniversität im Allgäu googelt, will sich vielleicht nur informieren. Wer davor allerdings nach Informationen zum zweiten Bildungsweg, Stipendienprogrammen und Zukunftschancen gesucht hat, der ist wahrscheinlich auf der Suche nach einem interessanten Angebot.

Bisher gibt es 170 In-Market Zielgruppen für alle üblichen Branchen. Ob Hausbau, Autokauf, Flugreise oder Fortbildung: Google weiß, wer es ernst meint. Klar, diese Zielgruppen sind relativ klein. Erfahrungen aus dem Beta-Test zeigen, dass Google etwa 5 Prozent der Suchenden als „In-Market“ taggt.  Dafür ist die Conversionrate bei dieser kleinen, aber feinen Gruppe signifikant höher. Laut Wordstream haben In-Market Audiences eine 162 % höhere CTR und klicken doppelt so häufig auf den Warenkorb.

Die ideale Strategie für Deine Wunsch-Zielgruppe mit In-Market Audiences

  • Beobachte und lerne! In-Market Audiences sind noch frisch auf dem Markt, es gibt nur wenige Erfahrungen aus der Praxis. Um ein Gefühl für die Größe der Zielgruppe zu bekommen, solltest Du Deine erste Probefahrt im Modus “Bid only” machen.
  • Gehe kreativ mit dem Wissen über die Customer Journey um! Was braucht jemand, der laut Google demnächst ein Auto kauft? Eventuell einen Kredit oder passende Winterreifen. Damit erreichen Nischenseiten neue Kunden, obwohl ihr Angebot nicht offiziell von Google supportet wird.
  • In-Market Audiences bringen Dich mit komplett neuen Kunden zusammen. Aber da die Zielgruppe klein ist, solltest Du Deine anderen Kampagnen nicht vernachlässigen!

AdWords-Zielgruppe mit Customer Match: So setzt du Deine E-Mail-Liste richtig ein

Customer Match war der erste Schritt, um die analoge und digitale Werbewelt zusammenzubringen. Du kannst hier eine Liste mit E-Mail-Adressen Deiner Kunden hochladen. Google sucht dann nach den dazugehörigen Profilen und Nutzern und spielt ihnen Deine Werbung vor. Seit 2017 kannst Du sogar Adressen oder Telefonnummern nutzen, um Deine Kunden wiederzufinden. Allerdings geben nicht allzu viele User diese sensiblen Daten in ihrem Google-Profil an. Die E-Mail-Adresse ist die beste Wahl, um Deine Kunden im Internet zu identifizieren.

Wichtig: Du darfst nur E-Mails verwenden, die Du direkt von Deinen Kunden bekommen hast. Sie müssen wissen, dass Du sie damit in Werbeanzeigen ansprechen willst. Ein entsprechender Hinweis in der Datenschutzerklärung ist also Pflicht!

Der Datenschutz schreibt außerdem vor, dass Du einen ausreichend großen Pool an Adressen brauchst, um dieses Feature zu nutzen. Das stellt sicher, dass die Anonymität bei dieser AdWords-Zielgruppe gewahrt bleibt. Die Erfolgsquote beim Kundenabgleich liegt bei 50 Prozent – jede zweite E-Mail in einem Datensatz kann also mit einem Google-Profil in Verbindung gebracht werden.

Erfolg mit Google Customer Match: So einfach funktioniert die persönlichste AdWords-Zielgruppe

  • Die Adressen müssen nicht unbedingt von Gmail stammen, damit das System funktioniert. Google findet automatisch die Google-Profile zu externen E-Mail-Adressen.
  • Customer Match funktioniert nur in Verbindung mit Keyword-Kampagnen. Google spielt Deine Anzeigen bevorzugt an Kunden aus, deren E-Mail Du angegeben hast. Du kannst hier gerne Shorttail-Keywords wählen, die normalerweise viel zu teuer sind.
  • Natürlich kannst Du auf Basis einer Customer-Match-Liste auch Similar Audiences suchen.

Fazit: Targeting wird persönlich: Zielgruppen statt Keywords

Targeting-Strategien, die sich auf das Verhalten der Nutzer stützen, bieten eine spannende Alternative zu Keywords. Mit Similar Audiences und In-Market Audiences sprichst Du Menschen an, die bisher noch nicht einmal etwas von Dir gehört haben. Customer Match ist wie analoges Remarketing. AdWords bietet viele Möglichkeiten, um Zielgruppen punktgenau anzusprechen und ganz neue Märkte zu erforschen. Mit den richtigen Tools vermeidest Du Streuverluste und findest Deine persönliche AdWords-Zielgruppe, die Dich zum Erfolg führt.


Hast Du schon Erfahrungen mit den Features von AdWords gemacht? Was ist Dein Geheimtipp für die perfekte AdWords-Zielgruppe? Berichte uns unbedingt in den Kommentaren davon!

Es ist endlich soweit: Mobile Suchanfragen übersteigen die Suche am Desktop-PC. Mittlerweile kommen mehr als 57 Prozent aller Suchanfragen vom Smartphone oder Tablet. Das bedeutet auch: Die Investitionen in mobile Werbung steigen. Die Vorzeichen könnten kaum besser sein: Auf kleinen Bildschirmen nehmen mobile Werbeanzeigen den kompletten Raum above the fold ein. Wer die organischen Ergebnisse sehen will, muss nach unten scrollen. Warum behandeln viele Unternehmen ihre Mobile PPC-Strategie also so stiefmütterlich? Wir geben Dir 6 Tipps mit auf den Weg, wie Du Deine Anzeigen gezielt für mobile Endgeräte optimierst und was Du bei Mobile Search Ads beachten musst. 

Erobere das Smartphone Deiner Zielgruppe!

Ein großes Werbebudget bedeutet nicht zwangsläufig, dass Deine Kampagnen auch funktionieren. In der Welt des Mobile Marketings gelten andere Regeln. Adobe hat in einer gewaltigen Studie zu weltweiten Trends im Mobile Marketing herausgefunden, dass die Conversion Rate bei mobilen Endgeräten nur halb so groß ist wie auf dem Desktop.

Ein heftiger Unterschied. Welches Potenzial hier wohl für mobile Werbeanzeigen schlummert? (Quelle: Adobe Analytics, Q4)

Ein heftiger Unterschied. Welches Potenzial hier wohl für mobile Werbeanzeigen schlummert? (Quelle: Adobe Analytics, Q4)

 

Das liegt vor allem daran, dass Werbeanzeigen und Kampagnen teilweise ungesehen vom Desktop auf Smartphones übertragen werden. Das Ergebnis sind enttäuschte Kunden. Wenn Du es aber schaffst, die Smartphones Deiner Zielgruppe mit relevanten Anzeigen mit Mehrwert zu füllen, fliegen Dir die Herzen zu. Dafür musst Du ein wenig Mühe in Deine SEA-Anzeigen stecken.

Übrigens: Verabschiede Dich von dem Gedanken, dass mobile Werbeanzeigen Deine Zielgruppe beim Zug fahren, spazieren oder bummeln erreichen. Nur 17 Prozent der Smartphonenutzung findet tatsächlich unterwegs statt. Viel wahrscheinlicher ist, dass Dein Traumkunde gerade im Bett oder auf dem Sofa liegt, in der Mittagspause aufs Handy schaut oder sich von einem langweiligen Meeting ablenkt.

1. Segmentiere Deine Werbekampagne nach Devices!

Zunächst einmal der offensichtlichste Tipp: Du solltest in Deinem AdWords-Konto eine klare Trennung zwischen den Kampagnen für den Desktop und Kampagnen für Mobilgeräte schaffen. Das hilft Dir nicht nur beim Feintuning, sondern bringt Dich ins richtige Mindset. So kommst Du gar nicht erst in Versuchung, Deine Inhalte und Einstellungen zu übertragen.

Starte mit einer einfachen Auswertung. Wie sieht der Status quo aus? Wie viele Menschen besuchen Dich am Rechner, wie viele Menschen bekommen Deine mobile Seite zu Gesicht? Vielleicht zeigt sich hier schon ein Muster. Für einen ersten Eindruck rufst Du im AdWords-Menü die Kampagnen- und Anzeigengruppen und Keyword-Berichte auf. Unter „Segment -> Gerät“ findest Du eine Übersicht zu Deinem Seitentraffic und der Conversionrate. Bitte nicht erschrecken! Wie Adobe oben schon festgestellt hat, liegt die mobile Conversionrate in der Regel deutlich unter der von Desktop-Onlineshops. Mobil wird gebummelt, am Desktop wird gekauft. Wenn Deine Seite mobil überzeugt, lohnt sich für Deinen Kunden der Gang zum Standrechner oder Laptop.

2. Mobiles Bidding unterliegt anderen Regeln – nutze das für Dich!

Die grundsätzliche Logik hinter dem Bidding-System bleibt bestehen. Wer für bestimmte Keywords den höchsten Clickpreis bietet, bekommt von Google den Platz an der Sonne. Bei Mobile Search Ads kannst Du Dir die Besonderheiten von mobilen Suchanfragen zunutze machen. Am Smartphone geht es vor allem um informative Suchen. Auch mit lokalen Begriffen hast Du eine gute Chance, weit oben zu landen und dabei weniger Geld zu zahlen.

Deine mobile PPC-Strategie beginnt damit, dass Du Google darauf aufmerksam machst, dass Deine Anzeigen an Smartphones ausgespielt werden sollen. Das erreichst Du mit den Bid Adjustments. Hier gibst Du einfach an, wie oft Deine Anzeigen für bestimmte Kampagnen auf welchen Geräten erscheinen sollen. Das Maximum liegt bei 300 Prozent. Auf jede Desktop Ad kommen also 300 mobile Werbeanzeigen. Damit hast Du den Grundstein für Deine mobilen Werbeanzeigen gelegt.

3. Experimentiere mit mobilen Anzeigen im Google Display Netzwerk!

Werbung im Display-Netzwerk ist für mobile Werbeanzeigen eine grandiose Idee! Denn das GDN bietet ein paar kleine Zusatzfeatures, die interessant für Werbetreibende sind. Du hast die Möglichkeiten, Deine Anzeigen nur auf verschiedenen Betriebssystemen oder Gerätemodellen zu platzieren. Sehr praktisch, wenn Du eine bestimmte Zielgruppe ansprechen willst, die eventuell lieber zu Apple als zu Android greift. Zudem besteht die Möglichkeit, Anzeigen nur dann auszuspielen, wenn sich der Nutzer in einem WLAN befindet. Damit vermeidest Du es, einen Kunden im Zug zu erwischen, wo das mobile Netz zu schlecht für eine kleine Shoppingtour ist.

 

Werbung im Displaynetzwerk hat den Ruf, eine riesige Geldverbrennungsmaschine zu sein. Du hast schließlich kaum Kontrolle darüber, wo genau Deine Bannerwerbung auftaucht. Deswegen solltest Du gerne und oft zu Ausschlüssen greifen und diese Kampagnen immer im Blick behalten. Wenn Du es richtig anstellst, können Deine mobilen Werbeanzeigen sehr erfolgreich sein.

4. Baue eine mobile Landing Page, die auf kleinen Bildschirmen gut aussieht!

Geschafft! Dein Traumkunde klickt auf die Werbeanzeige und landet auf Deiner Landing Page. Aber statt ihn willkommen zu heißen und die Conversion abzuschließen, sieht Dein Kunde Text, der weit über die Grenzen seines Smartphone-Bildschirms hinausreicht. Merkwürdige Blöcke im Layout und verpixelte Bilder machen den ersten Eindruck perfekt. Du solltest bei der Gestaltung Deiner Landing Page daran denken, dass nicht alle Bildschirme gleich groß sind. Idealerweise baust Du für mobile Werbeanzeigen eine eigene Landing Page, auf der Du Deinen Content kompakt präsentierst.

Der Page Speed spielt zwar bei SEA keine Rolle, aber trotzdem könnten Deine Kunden entnervt wegklicken, wenn Deine Seite zu langsam lädt. Google stellt zwei neue Tools zur Verfügung, um Webseitenbetreiber weltweit endlich zur mobilen Optimierung zu bewegen: Die Mobile Scorecard und der Impact Calculator sollen zeigen, wie viel Geld einem Unternehmen durch die Lappen geht, wenn die Seite zu langsam lädt.

5. Nutze Anzeigenerweiterungen, die mehr Informationen vermitteln!

Anzeigenerweiterung machen Dein Leben schöner. Und nicht nur das: Deine Mobile Ads sehen dadurch noch besser aus und können besser performen. Laut Google eignen sich folgende Erweiterungen für mobile Werbeanzeigen:

  • Anruf-Erweiterung: Ja, es klingt heute ein wenig verrückt: Aber ursprünglich war das Handy einmal zum Telefonieren da. Wenn Du Deinen Kunden die Möglichkeit gibst, Dich direkt aus der Anzeige heraus anzurufen, steigerst Du Deine Glaubwürdigkeit. Das wird mit einer bis zu 5 Prozent höheren CTR belohnt.
  • Messenger-Erweiterung. Erlaubt Deinen Kunden, Dir eine SMS zu schreiben. Genauso effektiv wie die Call-Extension!
  • Angebotserweiterung und Preiserweiterung: Ein Muss für Online-Shops!
  • Sitelink-Erweiterung: Du kannst bis zu vier einzelne Unterseiten oder Kategorien direkt in der Anzeige verlinken. Deine Anzeige wird zudem fast doppelt so hoch.
So sieht die Sitelink-Erweiterung und die Messenger-Erweiterung in Aktion aus.

So sieht die Sitelink-Erweiterung und die Messenger-Erweiterung in Aktion aus.

6. Passe Deine Anzeigentexte an mobile User an!

Die Kunst ist es, sich nach der Suchintention der Smartphone-Nutzer zu richten. Viele User googeln auf dem Smartphone kurz eine Info oder schauen sich verschiedene Angebote an. Es geht eher um Informationen und vielversprechende Angebote, nicht um spezifische Kaufaufforderungen. Allerdings hat sich in der Praxis gezeigt, dass es sich lohnt, auf Deinen mobilen Shop hinzuweisen. Wenn Du im Anzeigentext „Jetzt mobil shoppen!“ steht, impliziert das einen optimierten Shop, der sich auf dem Smartphone gut nutzen lässt. (Dann sollte das allerdings auch tatsächlich der Fall sein.)

Wie wäre es, wenn Du Deine Anzeigen gar nicht erst in Desktop- und mobile Werbeanzeigen einteilen musst? If-Statements bieten Dir mehr Flexibilität bei der Anzeigenerstellung. Du kannst damit spezifizieren, welcher Anzeigentext in einem bestimmten Fall ausgespielt werden soll. Dafür ist zwar ein Funke an Programmierlogik gefragt, aber grundsätzlich sind If-Funktionen sehr einfach zu bedienen. Wenn Du mehr darüber wissen willst, gibt es einen tollen Artikel dazu bei Wordstream.

Mobile Werbeanzeigen mit einer kurzen Programmzeile: If-Befehle sind perfekt für SEA.

Mobile Werbeanzeigen mit einer kurzen Programmzeile: If-Befehle sind perfekt für SEA. (Quelle: Wordstream)

Du hast schon einige Anzeigen, die mobil gut funktionieren? Was ist bei ihnen anders als bei Deinen Desktop-Anzeigen? Mit einer Analyse kannst Du herausfinden, wie sich Deine Zielgruppe am Handy verhält. Darauf kannst Du aufbauen und Varianten erstellen, die Du im A-/B-Test gegeneinander antreten lässt.

Fazit: Mobile Werbeanzeigen stehen ganz oben auf der To-Do-Liste

Es ist gar nicht so schwer, den mobilen Markt zu erobern. Hier noch einmal die wichtigsten Punkte zusammengefasst, um mit wirklich guten Mobile Search Ads zu glänzen:

  1. Betrachte mobile Suchanzeigen als eigene Kampagne und übernehme nicht einfach Deine Desktop-Anzeigen!
  2. Wähle die Parameter beim Targeting so aus, dass Du die richtige Zielgruppe ansprichst!
  3. Achte auf Details wie Gerätetyp oder Betriebssystem!
  4. Nutze Texte und Anzeigenerweiterungen, die zu den Bedürfnissen Deiner Kunden passen!
  5. Optimiere nicht nur die Ads, sondern auch die Landing Page dahinter!

Also, verliere keine Zeit und überarbeite Deine mobilen Suchanzeigen! Es wird sich lohnen.


Was sind Deine Geheimtipps für mobiles SEA? Lasse es uns in den Kommentaren wissen! 

Mehr Platz, mehr Flexibilität, mehr Performance: Responsive Search Ads sind der nächste große Schritt bei AdWords. Wir dürfen das neue Anzeigenformat von Google testen und berichten Euch von unseren Eindrücken aus dem BETA-Test. Was wir schon einmal verraten können: Wir geben mehr Kontrolle an Google ab – gewinnen aber interessante Einblicke in die „Denkweise“ der Maschine. 

Responsive Search Ads: Was können die neuen Textanzeigen?

Der Cursor blinkt im Eingabefeld. AdWords fragt Dich nach einer aussagekräftigen Überschrift für Deine Suchanzeige, die bald hunderttausende Kunden zu Gesicht bekommen. Die neuen Responsive Search Ads (RSA) sind das Gegenmittel bei Schreibblockaden. Google übernimmt vollautomatisch die Auswahl und Zusammensetzung der perfekten Anzeigentexte. Zusätzlich bietet das Anzeigenformat mehr Platz für Inhalte, dynamische Textlängen und sogar das A-/B-Testing. Seit Mai läuft der (halb-)offene BETA-Test. Wir dürfen die brandneuen Anzeigen als eine von wenigen AdWords-Agenturen in Deutschland auf Herz und Nieren testen.

Zunächst die Basics: Wie funktioniert das Konzept eigentlich?

Im Gegensatz zu einer oder zwei starren Ads in einer Kampagne gibst Du im AdWords-Interface eine Auswahl von Phrasen, Bausteinen und Keywords an. Die künstliche Intelligenz kombiniert die einzelnen Komponenten dann zu einem Titel. Dabei kann die Anzeige maximal drei Bausteine zu einem Titel zusammenfügen. Bei der Meta-Description kannst Du mit unterschiedlichen Varianten arbeiten, die Google eigenständig einem Titel zuordnet.

Bei den Zeichenbegrenzungen gibt es ein paar kleine, aber feine Updates. Das Limit bei den Titelbestandteilen liegt weiterhin bei 30 Zeichen pro Baustein. Google entscheidet selbst, ob es den Titel mit zwei oder drei Phrasen ausstattet. Theoretisch liegt das Zeichenlimit jetzt also bei 90 Zeichen im Titel. Bei den Descriptions stehen Dir zwei Felder mit je 90 Zeichen zur Verfügung, die bei größeren Bildschirmen auch beide zum Einsatz kommen.

Der Algorithmus hinter den RSA geht individuell auf jeden einzelnen Nutzer ein. User am Smartphone bekommen kürzere Titel mit zwei Bestandteilen zu Gesicht, während die Titel und Beschreibungstexte bei Desktop-Nutzern länger ausfallen. Zudem berechnet die KI, wie hoch die Erfolgswahrscheinlichkeit für bestimmte Kundengruppen ist und optimiert auf Basis von Erfahrungswerten und Tests die Titel und Texte im laufenden Betrieb.

Flexible Anzeigen und variable Titel: So sehen die Ads in der Praxis aus

Ein Beispiel: Für Deine Kampagne überlegst Du Dir eine Liste an Titeln, Tags, Keywords und Phrasen. Google selbst verrät Dir im Detail, wie das geht.

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Das Ergebnis könnte so aussehen:

Ein tolles Feature der Responsive Search Ads: du kannst einzelne Bestandteile festen Stellen zuweisen, Deinen Markennamen oder Dein Keyword also immer an erster Stelle erscheinen lassen.

Ein tolles Feature der Responsive Search Ads: Du kannst einzelne Bestandteile festen Stellen zuweisen, Deinen Markennamen oder Dein Keyword also immer an erster Stelle erscheinen lassen.

Unsere Erfahrungen aus dem Betatest mit Responsive Search Ads

Wir testen die Ads in ausgewählten Kundenkonten und bei einer eigenen Kampagne. Uns beeindruckt, wie butterweich die Anzeigenerstellung funktioniert. Logischerweise nutzt das neue Feature das frische Interface, das mittlerweile bei fast allen Nutzern angekommen ist. Die Installation erfolgt mit wenigen Klicks und ist auch für Laien in wenigen Minuten möglich. Wir konnten eine komplette Werbekampagne in 15 Minuten erstellen – und das schließt die Texterstellung mit ein!

Klar, Google will sein Angebot im Gebiet Machine Learning weiter verfeinern. Die dynamischen Anzeigen sind nur der erste Schritt zur vollständigen Automatisierung und funktionieren in ihrem begrenzten Rahmen sehr gut. Zum Beispiel erkennt die Software automatisch zu ähnliche Phrasen und verwendet sie nicht zusammen. Das macht Wiederholungen in derselben Anzeige unwahrscheinlicher. Zudem soll die KI in der Lage sein, die Bausteine individuell auf den Nutzer anzupassen.

Einen Nachteil haben die neuen Textanzeigen: Wir geben einen Teil der Kontrolle an Google ab. Es ist kein direktes Anzeigenbenchmark mehr möglich, weil Google die Einzelteile der Anzeigentitel und -texte vollautomatisch zusammenstellt. Das manuelle A-/B-Testing entfällt, weil Google die Anzeigen von alleine gegeneinander antreten lässt. Klingt praktisch, ja. Aber: Wir müssen Google schon ziemlich vertrauen.

Um wirklich valide Erkenntnisse für den Algorithmus zu erzielen, sollte die Kampagne wenigstens 100 bis 500 Impressions pro Tag erzielen. Je mehr Möglichkeiten es bei der Kombination gibt, desto mehr Varianten müssen getestet werden. Trotz allem ist der Algorithmus dem klassischen A-/B-Testing überlegen. Er kann multivariate Versionen durchtesten und muss sich nicht durch unendliche A-/B-Tests quälen. Etwas in dieser Art hatten wir vor einiger Zeit bereits vorhergesagt. 

Zudem steht die deutsche Sprache dem System etwas im Weg: Englische Schlagworte können für sich alleine gut stehen. Deutsche Phrasen sind durchschnittlich länger und komplexer. Das wirkt in manchen Kombinationen merkwürdig.

Unsere Tipps, um die neuen Responsive Search Ads richtig zu nutzen

  1. Achte unbedingt darauf, dass jeder Titelbestandteil für sich stehen kann! Google kombiniert zwei oder drei Einzelteile miteinander und trennt sie mit einem geraden Strich (|). Vermeide also fortlaufende Sätze über mehrere Komponenten.
  2. Bei der Zusammensetzung der einzelnen Bestandteile gibt es keine bestimmte Reihenfolge. Google kombiniert alle Varianten miteinander und testet dann auf Klickrate, Aufmerksamkeit und Conversionchance.
  3. Du kannst Phrasen an bestimmte Stellen pinnen. Achte hier darauf, für jede Position zwei oder drei Varianten auszuwählen, um flexibel zu bleiben!
  4. Zu ähnliche Bausteine widersprechen der Idee der Responsive Search Ads. Natürlich ist es verführerisch, ein Keyword in unzähligen Varianten in die Ad aufzunehmen. Das kann dazu führen, dass diese drei Keywords in einem Titel erscheinen und damit den Gesamteindruck der Anzeige trüben.
  5. Apropos Keywords: Google empfiehlt, nicht mehr als 50 Prozent Deiner Bausteine mit Keywords zu besetzen. Das führt nämlich schnell zu inhaltlicher Redundanz und verringert die Erfolgschancen des Algorithmus. Ganz gleich, wie viele Phrasen Du nutzt, es sollten immer mindestens drei Versionen ohne Keywords dabei sein.
  6. Große Auswahl = mehr Kombinationen. Wir haben die besten Erfahrungen mit mehr als zehn Phrasen für den Titel und vier oder fünf Description-Texten gemacht. Wenn uns der Algorithmus die Arbeit abnimmt, sollte er einen angemessen großen Datenschatz bekommen!
  7. Spiele mit der Länge! Bei den Responsive Ads kommt es nicht darauf an, die Anzahl der Zeichen bis zum Maximum auszureizen. Stelle Google unterschiedlich lange Phrasen zur Verfügung. Das System kombiniert automatisch Headlines, die auf den Bildschirm des Nutzers passen.
  8. Um auszuschließen, dass der Algorithmus auf eigene Faust Phrasen baut oder die Landing Page indexiert, solltest Du eine ausführliche Liste mit Negativ-Keywords anlegen.

Fazit: Wann kommen Responsive Search Ads?

Das Feature scheint uns sehr weit ausgereift zu sein. Für Laien und DIY-AdWords sind sie sicherlich eine interessante Option, weil sie viele Aspekte von SEA einfacher machen. Du musst Dir keine Gedanken mehr darum machen, ob und wie Du Texte schreibst, die verkaufen. Google findet die optimale Wortkombination für den jeweiligen Nutzer – das steigert die Klickrate und kostet weniger Zeit und Geld. Allerdings folgen alle Anzeigentitel bei den RSA demselben Schema: Kurze Schlagworte, die mehr oder weniger gut zusammenpassen. Bei manchen Kampagnen ist ein durchgehender Titel effektiver, weil er hochwertiger und persönlicher wirkt. Wir sind gespannt, wie stark sich die Ads noch bis zum offiziellen Launch verändern. Normalerweise nimmt Google aber nach dem BETA-Test keine riesigen Änderungen mehr vor. Google lässt sich ungern Zeit bei Innovationen. Die neuen Ads verbinden zwei besonders spannende Themen, die Google am Herzen liegen: Künstliche Intelligenz und Anzeigenoptimierung. Wir rechnen damit, dass die Responsive Search Ads noch in diesem Jahr in alle AdWords-Konten einziehen.


Wie klingt das Feature für Dich? Hast Du schon Ideen, wie Du es nutzen willst? Lasse es uns in den Kommentaren wissen! 

Künstliche Intelligenz, Skripte, APIs und Algorithmen: PPC-Automatisierung klingt nach Arbeit. Richtig viel Arbeit. Aber Du musst keine eigene AI programmieren, um von den Vorteilen der digitalen Automatisierung zu profitieren. Es reicht schon, die Basics der Skripte und Algorithmen bei AdWords zu kennen, um viel Geld und Zeit zu sparen. Mit wenigen Klicks richtest Du automatische Regeln ein, die den SEA-Alltag leichter machen. Ideal, wenn Du Deine eigenen Kampagnen verwaltest und nicht genug Zeit hast, um Dich intensiv darum zu kümmern! Wir verraten Dir, welche Tools zur PPC-Automatisierung funktionieren und wie Du effektiv damit arbeitest.

Welche Aspekte von PPC und AdWords lassen sich automatisieren?

Es gibt einen ganz einfachen Weg, um herauszufinden, bei welchen Arbeitsschritten maschinelle Unterstützung hilfreich wäre. Das gilt nicht nur für AdWords, sondern für fast alle digitalen Dienstleistungen. Du hast über den Tag, die Woche oder den Monat verschiedene Aufgaben. Deine großen Ziele lassen sich in kleine Schritte herunterbrechen. Überlege Dir, welche Aspekte Deiner Arbeit wie viel Zeit kosten. Wie oft musst Du sie erledigen? Wie viel Zeit geht dafür flöten? Trage in ein Diagramm ein, wo Du die einzelnen Schritte verortest:

So könnte Dein Diagramm aussehen. Alle Aufgaben im grünen Bereich, die sonst viel Zeit kosten und ständig wiederkommen, verlieren mit PPC-Automatisierung ihren Schrecken.

So könnte Dein Diagramm aussehen. Alle Aufgaben im grünen Bereich, die sonst viel Zeit kosten und ständig wiederkommen, verlieren mit PPC-Automatisierung ihren Schrecken.

Grundsätzlich lassen sich alle Aufgaben automatisieren. Kreative Arbeiten oder das Controlling des Budgets kommen nicht ohne eine Prise Magie und menschlichen Einfluss aus. Es bleiben die Aufgaben übrig, die wahre Zeitfresser sind: Sich wiederholende, strukturierte Fleißaufgaben, die täglich anfallen. Hier kannst Du ansetzen und Dir überlegen, aus welchen Handgriffen diese Aufgaben bestehen. Welche Überlegungen stecken hinter Deinen Handlungen? Wenn Du weißt, wie eine Aufgabe genau funktioniert, kannst du ein Skript bauen, das Deine händische Arbeit übernimmt.

Kleine Grundregel: Könntest Du den Prozess an andere Personen outsourcen, ohne extrem viel erklären zu müssen? Dann kannst Du ihn auch automatisieren.

 

Wie Du künstliche Intelligenz nutzt, ohne programmieren zu müssen

AI gehört zu den Online-Trends 2018 in Sachen SEO und SEA. Künstliche Intelligenz ist auf dem Vormarsch. Für viele Unternehmen ist das noch weit entfernte Zukunftsmusik. Oder fällt Dir spontan ein, wie Du selbst eine künstliche Intelligenz nutzen kannst? Oder wie Dein Unternehmen von Machine Learning profitieren kann? Automatisierung bedeutet nicht unbedingt, dass Du mit extrem komplexen Programmen, Algorithmen und Hightech-Methoden arbeiten musst. PPC-Automation umfasst ganz simple Regeln, die Du in Deinem AdWords-Konto hinterlegst. Bestes Beispiel: Du willst, dass Du für bestimmte Keywords immer auf Seite 1 der Suchergebnisse erscheinst und hinterlegst diese Regeln als Bid Rule bei Google. Das ist technisch gesehen ebenfalls Automatisierung.

PPC-Automatisierung kommt in fünf Stufen:

  1. Ganz normale Bid Rules, die Du direkt im AdWords-Interface auswählst
  2. Automated Rules, die Google für Dich bereitstellt und mehr Flexibilität erlauben.
  3. AdWords-Skripte, die Du über AppScript einfügst
  4. Eigene Programme und selbstgeschriebene Skripte über die AdWords API
  5. Eine eigene, selbstlernende AI mit einem umfassenden Algorithmus

Fast alle Standardaufgaben im SEA funktionieren über die Automated Rules, die Du im AdWords-Interface festlegen kannst. Die dort definierten Regeln laufen automatisch in bestimmten Intervallen ab (maximal einmal pro Tag) und erledigen alle Tasks, die Du ihnen gibst. Damit setzt Du Ads an bestimmten Wochentagen aus oder findest automatisch die am schlechtesten performenden Texte. Einmal am Tag ist aber viel zu selten für wichtige Aufgaben wie das Bid Management. Mit der PPC-Automatisierung willst Du ja nicht nur Zeit sparen, sondern effizienter als ein Mensch arbeiten!

Für Accounts mit einer moderaten Größe sind AdWords-Scripts eine gute Idee. Damit das System funktioniert, musst Du einfach den Schritten in der Google-eigenen Anleitung folgen. Die Programmiersprache dafür ist JavaScript – Basiskenntnisse sollten also vorhanden sein. Es gibt auch mehr als genug kostenlose Skripte, die Du einfach auf Deine AdWords-Konten anwenden kannst.

Automatisches Bid Management – so einfach kann es sein

Einer der größten Zeitfresser bei der Online-Werbung ist das manuelle Bid Management. Hier wirkt die Automatisierung gleich doppelt: Zum einen sparst Du wertvolle Arbeitszeit. Gleichzeitig kann der Algorithmus viel besser und effizienter auf Anzeigenplätze bieten. Er braucht keine Pause, macht keine menschlichen Fehler und erkennt immer die beste Möglichkeit, ohne kopfrechnen zu müssen.

Der einfachste Weg, um Zeit und Geld beim Bidding zu sparen, ist Smart Bidding. Google selbst hat diese Strategien entwickelt und macht sie mit Machine Learning jeden Tag ein bisschen besser. Die verschiedenen Elemente der Strategie sind für fast alle Kampagnen geeignet. Sie funktionieren gut, sind aber nicht besonders individuell. Du kannst einen guten ROI erwarten, aber keine überraschenden Erdrutschsiege oder überwältigende Erfolge. Sie sind solide, praktisch und es kostet Dich kaum Zeit, sie zu aktivieren. Wir raten Dir dazu, auf diese Strategien zu setzen, wenn Du Dich selber um Deine AdWords kümmerst. 

Das Google AdWords-Interface bietet vier verschiedene Strategien:

  • Target CPA Bidding: Sorgt dafür, dass Deine Anzeigen so viele Conversions wie möglich zu einem definierten CPA (Cost per Acquisition) erzielen.
  • Target ROAS: Bewirbt gezielt die Ads, die besonders hohen Umsatz pro Conversion versprechen (ROAS: return-on-ad-spend).
  • Enhanced CPC: Sucht automatisch nach Werbeplätzen, die relativ wahrscheinlich eine Conversion erzielen und erhöht automatisch den maximalen PPC.
  • Max Conversions: Berechnet anhand von Erfahrungswerten und Kontext die optimale Balance aus CPC und Conversion-Wahrscheinlichkeit.

Ebenfalls eine gute Idee: Skripte und Regeln, die Dir automatisch Alarmsignale zusenden, wenn eine Kampagne gar nicht (mehr) funktioniert. Eine automatische Warnung hilft Dir, wenn eine Werbeanzeige mies performt oder sich plötzlich einzelne Faktoren ändern. Welche Möglichkeiten Du noch hast, verrät Dir dieser praktische Guide im SEJ. Darin findest Du Informationen und Anleitungen für automatische PPC-Reportings, den Anzeigentext-Generator und Hilfestellung dabei, wie Du den optimalen ROAS berechnest.

Fazit: PPC-Automatisierung nimmt Dir Arbeit ab

Künstliche Intelligenz ist ein extrem komplexes Thema. Macht nichts! Denn wenn Du einmal die Scheu vor der AI abgelegt hast, machst Du Dir zahlreiche Aufgaben leichter. Das schenkt Dir mehr Zeit, um die wirklich wichtigen Themen anzugehen. Keine stundenlangen A-/B-Tests mehr – stattdessen kannst Du einfach Deine Regeln durchlaufen lassen. Der Algorithmus entscheidet, welche Anzeigen vielversprechend wirken. Du willst nicht ganz so viel Macht aus den Händen geben? Kein Problem! Dann automatisierst Du die nervigen Reportings und verfeinerst Deine Anzeigentexte selbst. Es gibt keinen richtigen oder falschen Weg bei der PPC-Automatisierung, nur jede Menge spannende Möglichkeiten, um mit dem AdWords-Konto zu experimentieren.


Hast Du Automatisierung schon einmal ausprobiert? Was waren Deine Eindrücke? Lass es uns in den Kommentaren wissen!

Wir lieben PPC-Werbung. Es gibt nichts Schöneres, als eine gute Kampagne zu öffnen und den ROI fein säuberlich und mit ein wenig Stolz zu berechnen. Aber vernebeln uns die Frühlingsgefühle die klare Sicht? Denn viel zu viele PPC-Kampagnen scheitern schon, bevor sie beginnen. Dafür muss es Gründe geben! Sind es zu hohe Erwartungen, die eine Romanze mit PPC unmöglich machen oder liegt es an den Nachteilen der Pay-per-Click-Methode? Wir schauen uns heute die größten Missverständnisse und Kritikpunkte an PPC-Werbung an – ganz ohne rosarote Brille. 

„Warum sollten wir für PPC-Werbung bezahlen, wir haben doch schon SEO?“

Warum viel Geld für SEA ausgeben, wenn SEO den Job genauso gut erledigen kann? Beide Spielarten des Online-Marketings haben ein Ziel: Den Besucher auf Deine Webseite ziehen. Aber es gibt einen großen Unterschied: Bei der SEO-Beratung bezahlst Du nur die Arbeit der Experten. Bei SEA bezahlst Du die Agentur und die Kosten der Werbeanzeigen. Da scheint es sinnvoller, das gesamte Werbebudget für SEO, Content-Marketing und andere Onpage-Werbemaßnahmen zu verwenden.

Online-Marketing ist eine Teamleistung. Wir können nicht voraussagen, wie ein Nutzer auf Dein Unternehmen aufmerksam wird.

  • Sieht er Dich in den organischen Suchergebnissen bei Google oder Bing?
  • Klickt er auf eine Werbeanzeige oder einen Banner?
  • Interessiert er sich für Deine tollen Inhalte im Blog?
  • Findet er Deinen Link in einem sozialen Netzwerk?
  • Ist er für Deinen Newsletter registriert?

Deswegen ist es wichtig, an allen Fronten vertreten zu sein. Während Content, SEO und Social Media schon bestehende Kundengruppen ansprechen, kannst Du mit PPC-Marketing neue Zielgruppen erschließen. PPC ist häufig der erste Kontaktpunkt für wiederkehrende Besucher. SEO und SEA leben in einer sehr effektiven Synergie miteinander. Du solltest Dir folgende Frage stellen: Performt Dein Online-Marketing, wenn Du keine SEA-Anzeigen schaltest? Meistens ist die Antwort darauf ein klares Nein.

„Wir haben jetzt AdWords-Anzeigen installiert, also können wir endlich aufhören, andere Werbung zu schalten!“

Die Synergie zwischen SEO und SEA wirkt auch umgekehrt. Und es geht sogar noch weiter! Fast alle Werbeformen unterstützen sich gegenseitig. Denn um erfolgreich zu werden, musst Du im Gedächtnis bleiben. Und das funktioniert am besten, indem Du auf so vielen (Werbe-)kanälen wie möglich vertreten bist.

Das soll nicht bedeuten, dass Du für immer und ewig Werbung schalten musst, die Dir gar nicht gefällt oder mit der Du Dich nicht wohlfühlst. Wenn Du mit Social-Media-Marketing bei Instagram nicht zurechtkommst oder mit Deiner Fernsehwerbung unglücklich bist, musst Du nicht krampfhaft daran festhalten. Wir raten Dir dazu, Dich nicht auf einen einzigen Marketingkanal zu verlassen. Je mehr Menschen aus Deiner Zielgruppe Du ansprechen kannst, desto besser! Paid Search ist ein toller Kanal, um mehrere Gruppen zu targeten, hat aber (leider) keine magischen Kräfte.

„PPC-Werbung ist viel zu teuer für ein einmaliges Vergnügen!“

Die Arbeit mit dem Taschenrechner hat schon so manchen Unternehmer zur Ernüchterung gebracht. Wenn Du für PPC-Werbung viel Geld ausgibst, möchtest Du eine Gegenleistung. Durch Trackingoptionen lässt sich genau bestimmen, wie viele Nutzer, die über eine Werbeanzeige zu Dir gekommen sind, danach  bei Dir eingekauft haben. Daraus berechnen sich die Kosten pro Conversion oder der CPA (Cost per Acquisition).

Nehmen wir an, 100 Nutzer haben auf Deine Anzeige geklickt. Pro Klick auf die Anzeige hast Du 5,50 Euro ausgegeben. Insgesamt hat Dich die Anzeige 550 Euro gekostet. Zehn User haben anschließend im Shop für durchschnittlich 50 Euro Waren bestellt. Du hast damit einen Umsatz von 500 Euro gemacht. Du hast also 55 Euro pro Conversion ausgegeben, aber nur 50 eingenommen. Sieht auf den ersten Blick nicht berauschend aus, oder?

Tatsächlich ist es gar nicht schlimm, wenn der CPA über dem Umsatz pro Conversion liegt. Diese Sichtweise vernachlässigt die große Stärke Deines eCommerce: Dich! Wer so monokausal rechnet, der vergisst den Customer-Lifetime-Value:

  • Zufriedene Kunden kommen wieder. Sie erinnern sich ohne Werbemaßnahmen (oder mit preiswertem Remarketing) an Deinen tollen Service und bestellen noch häufiger bei Dir.
  • Selbst, wenn manche Nutzer nach dem Klick auf die Anzeige nichts eingekauft haben – vielleicht haben sie Deinen Shop gebookmarkt und warten nur auf das richtige Angebot.
  • Manche Seitenbesucher brauchen Dein Angebot gerade nicht, aber kennen jemanden, dem es gefallen würde. Weiterempfehlungen sind pures Conversion-Gold!

PPC ist oft der erste Schritt, um langfristige Beziehungen mit Deinen Kunden aufzubauen.

„Über Anzeigen bei Google oder Facebook kommt doch eh kein Verkauf zustande, das ist alles nur leerer Traffic! “

Bei PPC bezahlst Du den Klickpreis für jeden Nutzer, der auf die Anzeige geklickt hat und danach auf Deiner Webseite gelandet ist. Viele unserer Kunden haben Angst, dass Sie für Besucher zahlen, die aus Versehen auf die Ad geklickt haben. Dieses Missverständnis können wir direkt aus dem Weg räumen: Google hat ein System gegen fälschlich geklickte Anzeigen im Programm. Die meisten User bemerken ihren Fehler recht schnell und schließen das Fenster innerhalb weniger Sekunden. Diese Nutzer zählen nicht zum Klickpreis. Du musst nicht für Seitenbesucher bezahlen, die weniger als drei Sekunden auf Deiner Landing Page verbringen.

Wer auf Deine Anzeige klickt, interessiert sich für Deinen Inhalt. Danach liegt der Erfolg oder Misserfolg der PPC-Werbung in Deinen Händen. Es gibt einige Tricks, um die Erfolgswahrscheinlichkeit zu erhöhen. Die beste Geheimwaffe gegen schlechte Conversionraten ist eine gut gestaltete Landing Page. Das ist die Seite, die direkt hinter der Anzeige verlinkt ist. Sie ist die Verlängerung des Anzeigentextes und bietet die Möglichkeit, Dein Angebot ideal in Szene zu setzen.  Wie das geht, verraten wir Dir in unserem Artikel über die wunderschöne Landing Pages.

„Gut, die PPC-Kampagne hat funktioniert, dann lassen wir das genau so und kümmern uns um andere Themen!“

Wenn Unternehmen mit PPC-Werbung anfangen, sind sie meist hochmotiviert und regelrecht euphorisch bei den ersten Erfolgen. Mit der Zeit ebbt die Euphorie ab. Andere Projekte und Herausforderungen kommen. Die PPC-Kampagne läuft dann auf Autopilot weiter. Das ist unendlich schade! Denn mit kreativen, frischen Ideen und ein wenig Herzblut kann SEA wahre Wunder vollbringen. Es gibt kaum einen anderen Werbekanal, der so sehr von kreativen Herangehensweisen profitiert.

Besonders effektiv sind SEA-Kampagnen, die sich stetig weiterentwickeln:

  1. Wir erschließen eine neue Zielgruppe. Dafür richten wir eine Anzeigengruppe ein, die unsere gewählten Wunschkunden auf Deinen Online-Shop zieht.
  2. Manche Nutzer kaufen ein oder zwei Produkte, melden sich für Deinen Newsletter an oder stöbern durch Deine Sonderangebote.
  3. Statt zufrieden aufzuhören, sprechen wir diese neuen Kunden ein paar Tage oder Wochen später wieder an. Vielleicht benötigen sie ja Zubehör für ihre neuen Schätze oder haben Interesse an weiteren Produkten?
  4. Mit Remarketing binden wir Nutzergruppen, die Deine Angebote bereits kennen. Diese Kunden kommen wieder!

Es gibt sehr viele Möglichkeiten kreativ mit Remarketing zu arbeiten. Wichtig ist dabei, dass Du Dich nie auf Deinen Lorbeeren ausruhst, sondern neugierig bleibst und die Schatzkiste an Möglichkeiten von PPC-Werbung ausgiebig nutzt.

Fazit: Unser Herz gehört der SEA-Werbung

Wahre Liebe gibt es doch. Wir sind seit über zehn Jahren Fans von Pay-per-Click-Anzeigen. Wer hat auf eine Anzeige geklickt, sich auf Deiner Webseite umgesehen und sich dann etwas aus Deinem Shop gegönnt? Wir finden es heraus. Deswegen machen uns Vorurteile über PPC-Werbung umso trauriger. Natürlich können manche Kampagnen schlecht laufen oder zu wenig Umsatz bringen. Aber das liegt eher an falschen Erwartungen und hat nichts mit den wahren Qualitäten von SEA zu tun.

Wie in jeder guten Beziehung gibt es auch zwischen Dir und Online-Werbung manchmal Missverständnisse. Deswegen liegt es uns sehr am Herzen, mit diesen verbreiteten Vorurteilen aufzuräumen. Wenn Du weißt, was PPC leisten kann (und was nicht), steht einer glücklichen Beziehung nichts mehr im Wege!

Welche Vorurteile hast Du gegenüber PPC-Werbung? Lasse es uns in den Kommentaren wissen!