Landingpage-Optimierung

Es gibt nur eine Chance für den ersten Eindruck. Die Landingpage ist häufig die erste Seite, mit der dein Wunschkunde in Kontakt kommt. Wie sorgst du also dafür, dass er den Tab nicht direkt wieder schließt? Indem du seine Gefühle, Wünsche und Bedürfnisse anerkennst, in dein Angebot einbaust und ihm so das Gefühl gibst, dass du die perfekte Lösung für sein Problem bietest. Und das alles sollte auf den ersten Blick erkennbar sein. Klingt ganz schön kompliziert? Ist es auch. Aber es ist nicht unmöglich, eine conversionstarke Landingpage zu gestalten, die genau diese Aufgabe mit Bravour löst. Wir verraten dir, wie du bei der Landingpage-Optimierung vorgehen musst, um den Kunden wirklich in den Mittelpunkt zu stellen.

Conversionstarke Landingpages sprechen Emotionen an – aber warum?

Ganz gleich, ob es um Dienstleistungen, Produkte in einem Online-Shop oder B2B-Geschäfte geht: Der Kundennutzen sollte auf den ersten Blick klar werden. Aber warum fällt das vielen Unternehmen so schwer? Eine mögliche Antwort: Es ist viel einfacher, das zu beschreiben und anzupreisen, was man kennt. Du weißt haargenau, was dein Angebot alles kann. Also ist es doch nur logisch, diese Informationen mit deiner Zielgruppe zu teilen, oder?

Tatsächlich ist das nicht so einfach.

Wechseln wir einmal die Perspektive. Wenn du auf der Suche nach einem Dienstleister bist, was interessiert dich dann? Interessieren dich im ersten Schritt alle technischen Details und Feinheiten des Angebots? Oder willst du dir erst einmal einen Überblick verschaffen und grob verstehen, was der Service für dich tun kann? Die ersten paar Sekunden und Minuten entscheiden darüber, ob du ein Angebot überhaupt näher betrachtest. Genau in dieser Phase bietet eine gute Landingpage visuelle und inhaltliche Orientierung.

Eine gute Landingpage erzählt eine Geschichte – eine Geschichte davon, wie du das Leben und die Arbeit deiner Kunden positiv beeinflusst.

Natürlich kommt früher oder später die Phase in der Customer Journey, in der handfeste Fakten eine Rolle spielen. Aber die Landingpage, der erste Kontaktpunkt mit dir und deinem Unternehmen, ist nicht der richtige Ort dafür. Deswegen klammern wir diese Ebene bei der conversionzentrierten Landingpage-Optimierung erst einmal aus und konzentrieren uns auf das, was den Leser auf deine Seite zieht – die emotionale Ansprache.

10 Gründe, warum du die Emotionen deiner Kunden auf der Landingpage ansprechen solltest

  1. Emotionen beeinflussen Entscheidungen. Selbst oberflächlich objektive Entscheidungen unterliegen immer einer individuellen unterbewussten Note – selbst im B2B-Bereich.
  2. Kunden kaufen keine Produkte oder Dienstleistungen. Sie kaufen eine Lösung für ihre Probleme. Wenn du es schaffst, dem Leser oder der Leserin das Gefühl zu geben, dass du ihre Probleme verstehst, vertrauen sie dir auch bei der Lösung.
  3. Menschen werden nicht immer durch rationale Abwägungen motiviert, sondern arbeiten mit einer diffusen Mischung aus Bauchgefühl, Argumenten und Bedürfnissen. Je besser du die Emotionen deiner Zielgruppe ansprichst, desto eher fühlen sie sich verstanden.
  4. Vertrauen ist die wichtigste Währung in der Geschäftswelt. Du solltest also alles dafür tun, um deinen Lesern das Gefühl zu geben, dass sie bei dir in guten Händen sind und du ihnen ihre Sorgen abnimmst.
  5. Entscheider im B2B-Prozess wollen möglichst wenig Risiko eingehen. Mit der optimalen Ansprache auf der Landingpage kannst du ihnen deutlich das Gefühl vermitteln, dass du ein professioneller Partner und Experte in deiner Branche bist.
  6. Jeder Mensch versucht, unangenehme Gefühle zu vermeiden. Deine Zielgruppe will sich mit ihrer Entscheidung für dich wohlfühlen. Deswegen ist es wichtig, dass du eine emotional ansprechende, positive Umgebung schaffst – und das beginnt beim Design der Landingpage.
  7. Wie wirkt sich die Kaufentscheidung auf das Leben deiner Kunden aus? Indem du sofort ein schönes Bild zeichnest, können sich die Leser deiner Landingpage direkt vorstellen, wie es aussehen könnte und was der positive Nutzen deiner Angebote ist.
  8. Indem du den Kundennutzen in den Mittelpunkt stellst, fühlt sich dein Wunschkunde mit seinen Bedürfnissen direkt angesprochen und wertgeschätzt. Der Gedanke „Aha, diese Firma versteht mein Problem!“ führt häufig direkt zur Conversion.
  9. Kein Mensch mag Hindernisse. Wenn auf den ersten Blick klar wird, was dein Angebot bietet, welches Problem es löst und was der nächste Schritt ist, fällt die Kaufentscheidung leicht.
  10. Die endgültige Entscheidung ist häufig von kleinen Details abhängig, denen sich der Kunde nicht einmal bewusst ist. Je besser du deine Leser emotional abholst, desto wahrscheinlicher wird die Entscheidung für dich sein.

Ab in die Praxis: So funktioniert kundenzentrierte Landingpage-Optimierung

Die Theorie ist klar. Emotionale Ansprache = mehr Vertrauen = mehr Conversions. Aber wie setzt du den Leitsatz der kundenzentrierten Landingpage-Optimierung jetzt in die Praxis um? Zunächst ist es immer eine gute Idee, einen kritischen Blick auf den bisherigen Weg deiner Kunden zu werfen. Was passiert, wenn sie auf deine Google Ads-Anzeige klicken? Wo landen sie, was sehen sie zuerst? Und was sollen sie zuerst sehen? In der ersten Phase geht es also darum, einen guten Plan und eine Strategie zu erarbeiten, die deine Post-Click-Experience zu einer Traumreise für den Kunden macht.

Mach dir mit einer Persona ein Bild von deinem Wunschkunden!

Wer ist eigentlich deine Zielgruppe? Diese Antworten hören wir als SEA-Agentur mit Conversion-Fokus besonders häufig:

  • „Alle, die sich für meine Branche interessieren!“
  • „Menschen, denen wir mit unserem Angebot helfen können!“
  • „Finanziell solide Unternehmen aus meiner Branche mit mehr als 15 Mitarbeitern!“
  • „Unternehmen mit mehr als 15 Mitarbeitern, in einem Umkreis von 15 Kilometern, die gerade auf der Suche nach einem Partner in meiner Branche sind, sich schon über ihre Anforderungen und den Markt Gedanken gemacht haben und die ein angemessenes Budget X zur Verfügung haben.“

Die Ideen einer Zielgruppe werden zwar von oben nach unten immer konkreter, bleiben aber trotzdem irgendwie abstrakt. Eine Persona hilft dabei, dieser diffusen Gruppe ein Gesicht zu geben. Und zwar wortwörtlich: Du definierst deinen Wunschkunden ganz genau – und zwar in Form einer Person, die für alle Entscheider deiner Zielgruppe steht.

Der Vorteil? Statt dir abstrakte Gedanken über die Wünsche eines Unternehmens oder eines theoretischen Kundens zu machen, kannst du mit dieser fiktiven Person arbeiten. Bedürfnisse, Wünsche, Ängste und Emotionen des Besuchers werden viel greifbarer. Das Value-Proposition-Modell ist ein bewährter Weg, um eine (oder mehrere) zuverlässige Personas zu erstellen, an denen du deinen Content und deine Landingpage-Optimierung ausrichten kannst.

Message Match und Relevanz: Passen alle Puzzleteile zusammen?

Conversion-Optimierung auf der Landingpage funktioniert nur dann, wenn du wirklich das richtige Angebot für deine Zielgruppe hast. Es geht nicht darum, Kühlschränke nach Grönland zu verkaufen. Relevanz ist das Zauberwort. Ist dein Angebot wirklich relevant für deinen Wunschkunden – oder wünschst du dir nur, dass es so ist? Landingpage-Optimierung ist die Methode, um den perfekten Kunden die Zeit zu geben, dein Angebot kennenzulernen. Zusätzliche Überzeugungsarbeit ist gar nicht mehr nötig, wenn du es schaffst, den Nutzen klar und deutlich zu machen. Damit verwandt ist der Begriff Message Match:

Message Match: Der Inhalt der Anzeige, die den Besucher zu dir gebracht hat, passt zum Inhalt der Landingpage.

Wenn dein Wunschkunde deine SEA-Anzeige bei Google oder deinen Sponsored Post bei Instagram sieht, sollte er die versprochenen Inhalte auch auf der Landing Page vorfinden. Klassischer Fehler: Deine Social-Media-Anzeige sieht toll aus und spricht ein spezielles Thema an. Dann leitest du den interessierten Lead aber auf eine generische Landingpage weiter, die nichts mit der Anzeige zu tun hat. Die Relevanz für den Kunden ist in diesem Moment verpufft.

Kommuniziere den emotionalen Kundennutzen für deinen Wunschkunden!

Du hast jetzt ein Bild deines Wunschkunden, weißt, welche Botschaft du vermitteln willst und du hast eine Idee davon, was das Bedürfnis ist, das hinter der Suchanfrage steht. Wie schaffst du es jetzt, diese Pain Points auf deiner Landingpage unterzubringen?

Die Lösung: Erstelle den Content auf Basis vorher recherchierter Bedürfnisse, Wünsche und Ängste deiner Zielgruppe!

Für viele Unternehmer ist es schwierig, den Kundennutzen in Worte zu fassen. Unser Tipp: Frage immer nach dem Warum! Warum sollte deine Zielgruppe dein Angebot nutzen? Warum ist dein Produkt besser als das von der Konkurrenz? Es geht nicht um dich, sondern um den Kunden. Das ist der Schlüssel zu Landingpage-Content, der den Kundennutzen aufgreift und verständlich macht. Von allen CRO-Trends 2019 ist das sicherlich der wichtigste Punkt.

Die Gestaltung der Landingpage: Viele Möglichkeiten für mehr Vertrauen

Der Plan steht: Content, Ausrichtung, Zielgruppe, Kundenbedürfnisse und Message Match mit anderen Werbeformen sind klar definiert und in eine emotionale Botschaft verwoben. Jetzt muss das Ganze nur noch gut aussehen. Webdesign ist ein mächtiges Tool, um die Emotionen deiner Besucher zu steuern. Dabei sprechen wir gar nicht von vermeintlichen Psychologie-Hacks, sondern ganz einfachen Details bei der Landingpage-Optimierung, die zu einer professionellen, vertrauenswürdigen Seite führen. Das oberste Ziel? Es dem Besucher so leicht wie möglich machen, auf den Call-to-Action zu klicken. Dafür gibt es eine Vielzahl an möglichen Elementen für deine Landingpage:

  • Schaffe Vertrauen auf deinen Landingpages (Siegel, Zertifizierungen)!
  • Nutze Social Proof durch Bewertungen von deinen bisherigen Kunden!
  • Unterstütze deinen Kundennutzen durch optimale Bildsprache!
  • Platziere deinen USP oder Alleinstellungsmerkmale so, dass man sie sofort sehen kann.
  • Übertreibe es nicht mit Inhalten, du musst auf der Landingpage nicht alles haarklein erklären!
  • Folge den Regeln des visuellen Storytellings, um eine hierarchische Abfolge der Inhalte zu garantieren.

5 Tipps aus unserem CRO-Alltag, die deine Landingpage besser machen

  • Absolutes No-Go und häufigster Fehler bei der Landingpage-Optimierung: Du sprichst lang und ausführlich über dein Produkt und deinen Service, statt den emotionalen Kundennutzen zu verkaufen. Es interessiert den Durchschnittskunden nicht wirklich, dass du schon seit 10 Jahren Experte für exotische Serverbauteile bist. Er möchte das Gefühl haben, dass du genau die Person bist, die seinen ständigen Serverausfall in den Griff bekommt. Klar, dabei ist viel Erfahrung sicher nützlich und es ist sinnvoll, diese Information zu erwähnen. Aber im Mittelpunkt steht immer der Kundennutzen.
  • Bilder sagen mehr als tausend Worte. Das meinen wir durchaus wörtlich: Die Bildsprache auf der Landingpage ist entscheidend für den Erfolg bei der Conversion-Optimierung. Der Besucher muss sich und sein Problem wiederfinden. Das schaffst du nicht mit wahllos ausgewählten Stockbildern oder (noch schlimmer) monumentalen Textwänden. Wie du das realisiert, erfährst du in unserem Artikel über visuelle Conversion-Optimierung.
  • Besteht deine Landing-Page den 5-Sekunden-Test? Wenn der Besucher den Above-the-fold der Seite besucht (also den Bereich, den er ohne zu scrollen sehen kann) und nicht nach 5 Sekunden sagen kann, worum es geht, erfüllt die Landingpage ihren Zweck nicht.
  • Was genau soll der Kunde idealerweise tun, sobald er dich und dein Angebot sympathisch findet? Soll er sofort zum Hörer greifen, dir eine Mail schreiben oder sich auf deiner Seite registrieren? Genauso wichtig ist der Gedanke daran, was deine Zielgruppe gern machen möchte. Gestalte den Call-to-Action so, dass er deinen Kunden entgegenkommt!
  • Wie misst du eigentlich, ob deine Landingpage funktioniert? Uns ist es extrem wichtig, bei der Landingpage-Optimierung nicht nach Bauchgefühl zu arbeiten, sondern schon vor dem Launch belastbare Daten zu sammeln. Rapid-Usertests können helfen, Schwachstellen aufzudecken und Fehler zu beheben. Ganz im Sinne des Performance-Marketings solltest du dir außerdem Gedanken darüber machen, was den Erfolg deiner Conversion-Optimierung definiert.

Fazit: Erzeuge echten emotionalen Kundennutzen und optimiere auf Verhaltensebene

Bringen wir es ganz gefühlvoll auf den Punkt: Emotionen spielen in jeder Customer Journey eine wichtige Rolle. Die sind die Wurzel und die Basis für jede Kaufentscheidung. Deswegen ist es ratsam, im Online-Marketing auf kundenzentrierte Landingpage-Optimierung zu setzen. Damit schaffst du es, der eigentlichen Hauptperson – deinem Traumkunden – so weit wie möglich entgegenzukommen.

Natürlich sollst du nicht einfach raten, was die Bedürfnisse und Wünsche deiner Zielgruppe sind. Es gibt zahlreiche qualitative und quantitative Modelle, die dir dabei helfen, ein gutes, vollständiges Bild zu bekommen. Wenn du weißt, was die Kunden wollen, kannst du es ihnen geben. Und sie werden sich freuen, einen Geschäftspartner gefunden zu haben, der sie so gut versteht.


Zusammenfassung:

  • Die Landingpage ist oft der erste Kontaktpunkt für potenzielle Kunden und sollte daher perfekt aussagen, was dein Angebot ausmacht.
  • Es geht dabei nicht nur um die harten Fakten, sondern um den emotionalen Kundennutzen.
  • Zuerst musst du mit Personas und einer Conversion-Strategie erarbeiten, was die Bedürfnisse und grundlegenden Wünsche deiner Zielgruppe sind.
  • Danach kannst du alle Werbemittel auf diese Botschaft abstimmen
  • Das Webdesign unterstützt dich bei der Landingpage-Optimierung, um mehr Vertrauen und Relevanz herzustellen.
  • Im Zentrum steht immer der Kunde mit seinen speziellen Pain Points – und nicht deine Lösung.

Was sind deine wichtigen Fragen rund um Landingpages? Worauf achtest du bei der Landingpage-Optimierung? Lasse es uns in den Kommentaren wissen!

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