Dein Eintrag in den Suchergebnissen ist Deine Visitenkarte. Du willst jeden Millimeter und jedes Zeichen nutzen. Was ist eigentlich mit der grünen URL-Anzeige, die dem User den Pfad Deiner Webseite offenbart? Hat die URL einen Einfluss aufs Ranking? Hängen URLs und SEO zusammen und wenn ja, wie stark? Wie Du mit einer guten URL-Struktur und wenigen Handgriffen das Vertrauen Deiner Nutzer gewinnst, erfährst Du bei uns im Blog. Wir verraten Dir alles, was Du über URLs und SEO wissen musst. 

Wie ist eine URL aufgebaut?

Die URL (Uniform Resource Locator) zu einer Webseite besteht aus dem verwendeten Protokoll (meist HTTP oder HTTPS), der Subdomain (meist www.), der Domainadresse und der Top-Level-Domain (meist .de oder .com.) Das ist die Basis für alle Seiten, die auf einer Domain liegen. Daran schließt sich dann die exakte Adresse der Webseite an. Per Schrägstrich (/) sind die einzelnen Pfade und Schritte auf dem Weg zum Inhalt voneinander getrennt.

URLs und SEO: So sehen alle möglichen Bestandteile einer URL aus. (Quelle: Wikipedia)

So sehen alle möglichen Bestandteile einer URL aus. (Quelle: Wikipedia)

Was ist die optimale Länge für die URL?

Leider gibt es für den SEO-Bereich keine feste Zeichenbegrenzung für die Länge der URL. Google scheint sehr gut erkennen zu können, was für den Nutzer relevant ist und kürzt dementsprechend kräftig. Die Länge der angezeigten URL pendelt sich in der Regel zwischen 40 und 60 Zeichen ein. Je einfacher und klarer Deine URL aussieht, desto höher ist die Wahrscheinlichkeit, dass sie in ihrer ganzen Breite angezeigt wird.

Es gibt Studien, die einen Zusammenhang zwischen der Länge der URL und dem Ranking sehen: Je kürzer die URL, desto besser das Ranking. Allerdings gibt es keine offizielle Aussage dazu von Google –und viele Erfahrungen, die das Gegenteil berichten.

Übrigens: Rein technisch liegt die Maximallänge der URL jenseits der 2000 Zeichen. Das will ja aber wirklich niemand seinen Nutzern zumuten.

Wie lang sollte der Pfad der URL sein?

Die Zeichenbegrenzung ist nicht alles. Es kommt neben der Länge der URL auch auf die Verzeichnistiefe an. Google lässt bei zu ausgiebigen Unterverzeichnissen Zwischenschritte weg oder kürzt die URL nach eigenem Ermessen. In der Praxis bietet es sich an, nicht mehr als zwei oder drei Schritte in der URL zu haben. (Bei AdWords sind sogar nur zwei Zwischenschritte erlaubt, aber da gibt es einen Unterschied zwischen der angezeigten und der tatsächlichen URL.)

Zu viele Ordner sind verwirrend – für Google und für den Nutzer.

Hier steht vor der Kategorie „Garten & Freizeit“ noch einmal die Kategorie „Garten & Baumarkt“. Das ist für Google etwas zu stark zergliedert. Interessant: Bei Quelle sind die Ordner (wahrscheinlich dank strukturierter Daten) in der URL klar erkennbar und für den Leser noch angenehmer gestaltet. Der komplette Pfad im Kategoriebaum wird sichtbar. Super für die Usability!

Welche Zeichen sind in URLs erlaubt und wie vermeide ich merkwürdige Zeichenkombinationen?

Vorsichtshalber solltest Du bei den URLs auf alle Sonderzeichen verzichten. Je nach Codierung kann es passieren, dass die Zeichen als Unicode angezeigt werden.

Tabu sind:

  • Leerzeichen,
  • Hashtags,
  • Anführungszeichen,
  • @,
  • Prozente,
  • Emojis,
  • und Pfeile.

Wir haben im deutschen Alphabet noch die Sonderzeichen Ä, Ö und Ü. In deutschen Suchmaschinenergebnissen ist das in der Regel kein Problem, auf dem internationalen Markt könnten diese Zeichen allerdings zu Anzeigefehlern führen. Schreibe daher lieber ae, oe oder ue in der URL. Wörter trennst Du mit dem Bindestrich. Der Unterstrich (_) funktioniert zwar auch, aber manche SEO-Experten berichten davon, dass Google ihn als falsches Trennsymbol betrachtet.

Wie sieh es mit Groß- und Kleinschreibung in meiner URL aus?

Zugegeben, das ist kein Problem für den SEO-Bereich. Grundsätzlich kannst Du in der URL Großbuchstaben und Kleinbuchstaben verwenden. Traditionell nutzt man eher die Kleinschreibung, weil es in den frühen Zeiten des Internets noch keine Großschreibung für URLs gab. In jedem Fall solltest Du Dich für ein System entscheiden und dann dabei bleiben. Wir empfehlen die ewige Kleinschreibung in der URL, um nicht durcheinander zu kommen und um sicher vor eventuellen Codierungsbugs zu sein. Zudem könnte die Groß- und Kleinschreibung zu Duplicate-Content führen, weil manche URLs doppelt belegt sind.

Sollte ich Keywords in die URL setzen – und wenn ja, wie viele?

Keywords in der URL sind empfehlenswert. Wie überall in der Suchmaschinenoptimierung solltest Du es aber nicht übertreiben. Es ist immer eine gute Idee, eine Webseite auf einen einzigen Keyword-Cluster zu optimieren. Eine Webseite verliert schnell ihren Fokus (und ihr Ranking), wenn Du zu viel erreichen willst.

Das sind viel zu viele Keywords in einem kurzen Snippet. Bei URLs und SEO solltest Du darauf achten, es nicht zu übertreiben.

Dasselbe gilt für URLs und SEO: Keywordstuffing ist nie eine gute Idee. Du solltest das Hauptkeyword und maximal ein weiteres Keyword in die URL aufnehmen. Das könnte zum Beispiel ein Städtename für besseres Local SEO sein oder ein verwandter Begriff. Matt Cutts von Google hat bestätigt, dass zu viele Keywords in der URL dazu führen, dass Google die komplette Adresse einfach ignoriert. Allerdings stammt diese Aussage aus dem Jahr 2009. Das ändert nichts an der Tatsache, dass Google zu viel Optimierung gar nicht gerne sieht – und die Nutzer auch nicht.

Was ist der absolut wichtigste Punkt bei URLs und SEO, wenn ich Menschen ansprechen will?

Ganz gleich, was die technischen Hintergründe sind: Es gibt nur ein einziges entscheidendes Kriterium dafür, ob eine URL gut ist. Versteht der Nutzer, auf welcher Seite er landen wird? Es kommt nämlich nicht darauf an, ob Google Deine URLs mag, sondern ob sie für Deine User gut nutzbar sind. Sprechende URLs bieten mehre Vorteile für den Nutzer (und damit auch für Dich):

  1. Deine Nutzer erkennen sofort, worum es geht.
  2. Kryptische Zahlen- und Buchstabenkombinationen entfalten nicht ihre abschreckende Wirkung.
  3. Das Keyword steckt direkt im Linktext.

Die URL ist ein sekundärer Rankingfaktor. Das bedeutet, dass sie zwar einen eigenen Einfluss auf das Ranking hat, aber dass der eigentliche Rankingboost durch das Userverhalten kommt. Wenn Du eine sprechende URL schreibst, die selbsterklärend und logisch aufgebaut ist, besteht eine höhere Chance, dass Nutzer auf Dein Suchergebnis klicken. Und das wertet Google positiv. Vor allem dann, wenn sie lange auf Deiner Seite verweilen, weil sie dort finden, wonach sie gesucht haben.

Wie löse ich das Problem, wenn sich meine URLs zu sehr ähneln?

Es gibt im SEO kaum Wundermittel und keine einfache Lösungen. Bis auf Canonical Tags – die helfen wirklich immer. Damit weist Du Google darauf hin, dass sich auf mehreren Unterseiten gleiche oder ähnliche Inhalte befinden. Du hast einen Online-Shop für schicke Socken? Es ist wahrscheinlich, dass sich die Beschreibungstexte Deiner Kollektion an weißen Socken ziemlich ähneln. Duplicate-Content-Gefahr! Du kannst allerdings die verschiedenen Unterseiten mit einem Canonical-Tag auf eine Ursprungspage verlinken. Noch nützlicher ist dieses Tool, wenn Du mehrere Seiten mit demselben Content hast.

Beispiel: Die Seite www.webshop.de/desserts/schokolade verweist per Canonical Tag auf ihre Kopie auf www.webshop.de/schokolade/desserts. Gefahr erkannt, Gefahr gebannt!

Wie sieht es mit dynamischen URLs aus?

Dynamische URLs stellen uns SEO-technisch vor ein Problem. Sie existieren nicht als fest definierte Seite, sondern werden je nach den Suchbegriffen des Nutzers dynamisch zusammengestellt. In der Praxis bedeutet das häufig, dass die URL aus verschiedenen Nummern besteht, die zusammengefügt dann die URL ergeben. Weder sieht das sonderlich gut aus, noch ist das für den Menschen lesbar.

Beispiel: https://www.beispiel.de/index.php?id=69&?p=3369772&viewfull=1#post3369772

Diese Seitenvariante kommt vor allem bei Online-Shops vor, die kein gut eingestelltes Filtersystem haben. Hier ist es nur beschränkt möglich, mit Umleitungen zu arbeiten. Stattdessen solltest Du versuchen, die dynamischen Kategorien zu bändigen. Statt endlosen Zahlenkolonnen könntest Du also die Filter ausschreiben lassen. Damit gewinnst Du klare URLs und SEO, das Menschen und Suchmaschine gleichermaßen anspricht. Außerdem solltest Du darauf achten, dass die technischen Parameter nicht in der URL auftauchen.

Hat HTTPS in der URL einen Einfluss auf mein SEO?

Definitiv! Google selbst hat bereits 2014 zugegeben, dass eine verschlüsselte Webseite als positives Rankingsignal gewertet wird. Meist versucht die Suchmaschine automatisch, die Seitenvariante mit Sicherheitszertifikat zu erreichen. Die HTTPS-Verschlüsselung hat noch mehr positive Nebeneffekte. Zum einen ist es im Zuge der DSGVO zur Pflicht geworden, die Kommunikation abzusichern. Das gilt besonders dann, wenn Du ein Kontaktformular oder ein anderes interaktives Element auf Deiner Webseite hast. Viele User achten darauf, ob eine Seite über HTTPS verschlüsselt ist und bevorzugen professionelle Seiten, bei denen es keine Schlupflöcher gibt.

Es gibt einen kleinen Stolperstein auf dem Weg zur perfekten Verschlüsselung: Deine Seite könnte für ein paar Tage ihr Ranking verlieren. Da Du alle internen Links umstellen und 301-Weiterleitungen einrichten musst, wertet Google die neuen Umwege negativ. Deine Seite sollte sich relativ schnell davon erholen.

Worauf sollte ich bei der Wahl der Top-Level-Domain achten?

Top-Level-Domains scheiden die Geister. Viele Puristen sind der Ansicht, dass nur die Klassiker wie .de, .com oder .net eine Chance im SEO-Dschungel verdient haben. Allerdings eröffnen TLDs ganz ungeahnte Möglichkeiten, um kreativ zu werden.

Das ist eine kleine Auswahl an Top-Level-Domains. Welchen Einfluss haben sie auf SEO? Wir haben uns bereits ausführlich mit dem Phänomen TLD befasst. Laut Google hat die Top-Level-Domain einen sehr begrenzten Einfluss auf das Suchergebnis. Viele TLDs sind sogar komplett unabhängig vom Ranking. Einzige Ausnahme: Regionale Endungen wie .de, .at oder .ch senden Google deutliche Signale zur Zielgruppe und werden daher bei regionalen Themen bevorzugt.

Der größte Einfluss der Top-Level-Domain ist zweifelsohne ihr Effekt auf den Nutzer. Du kannst Dir damit Domains sichern, die ansonsten schon vergeben sind. Das ist interessant für das Branding. Allerdings zeigen Studien, das User grundsätzlich den herkömmlichen Domainendungen stärker vertrauen als kreativen, aber unbekannten Buchstabenkombinationen.

Muss ich für ein besseres SEO-Ranking meine URLs ändern?

Ja und nein. In den meisten Fällen ist es nicht nötig, Deine komplette URL-Struktur über den Haufen zu werfen, um Google gerecht zu werden. Meist würdest Du hier mehr Schaden als Nutzen anrichten, weil eine zu große Änderung an den URLs fast immer mit Rankingverlusten einhergeht. Allerdings kann sich ein Neustart mit frischen URLs durchaus auszahlen, wenn Du bisher vor allem unlesbare URLs nutzt, die für Menschen nicht sonderlich transparent sind. Sage den Zahlenkolonnen den Kampf an!

Fazit: URLs und SEO: Machen wir aus einer Mücke einen Elefanten?

Ganz schön viel Text für maximal 60 grüne Zeichen. Ich könnte noch stundenlang weiter über die einzelnen Themen sprechen. Aber ist das überhaupt nötig? Schließlich sollte mittlerweile klar sein, dass die URL an sich keinen allzu großen Einfluss auf das Ranking hat. Es sind vielmehr die User, die darüber entscheiden, wie gut Deine Seite performt. Und die URL ist nur ein Kriterium dafür, ob der Klick auf Dich fällt. Dafür ist sie umso wichtiger! Denn die URL vermittelt Vertrauen.

Übrigens: Hier gibt es eine hilfreiche Infografik, die alle Tipps und Tricks rund um die URL noch einmal aufgreift.

Dir dröhnt der Kopf vor lauter Informationen? Dann hier noch einmal die wichtigsten Punkte zu URLs und SEO im TL, DR (Too long, didn’t read)-Format:

  1. Sprechende URLs sind besser als kryptische Kombinationen.
  2. Je kürzer, desto besser.
  3. Keine verschachtelten Kategorien.
  4. Maximal zwei Keywords.
  5. Man kann URLs auch kaputtoptimieren.

Deine Frage zu URLs und SEO haben wir nicht beantwortet? Dann ab damit in die Kommentare! 

Mehr Platz, mehr Flexibilität, mehr Performance: Responsive Search Ads sind der nächste große Schritt bei AdWords. Wir dürfen das neue Anzeigenformat von Google testen und berichten Euch von unseren Eindrücken aus dem BETA-Test. Was wir schon einmal verraten können: Wir geben mehr Kontrolle an Google ab – gewinnen aber interessante Einblicke in die „Denkweise“ der Maschine. 

Responsive Search Ads: Was können die neuen Textanzeigen?

Der Cursor blinkt im Eingabefeld. AdWords fragt Dich nach einer aussagekräftigen Überschrift für Deine Suchanzeige, die bald hunderttausende Kunden zu Gesicht bekommen. Die neuen Responsive Search Ads (RSA) sind das Gegenmittel bei Schreibblockaden. Google übernimmt vollautomatisch die Auswahl und Zusammensetzung der perfekten Anzeigentexte. Zusätzlich bietet das Anzeigenformat mehr Platz für Inhalte, dynamische Textlängen und sogar das A-/B-Testing. Seit Mai läuft der (halb-)offene BETA-Test. Wir dürfen die brandneuen Anzeigen als eine von wenigen AdWords-Agenturen in Deutschland auf Herz und Nieren testen.

Zunächst die Basics: Wie funktioniert das Konzept eigentlich?

Im Gegensatz zu einer oder zwei starren Ads in einer Kampagne gibst Du im AdWords-Interface eine Auswahl von Phrasen, Bausteinen und Keywords an. Die künstliche Intelligenz kombiniert die einzelnen Komponenten dann zu einem Titel. Dabei kann die Anzeige maximal drei Bausteine zu einem Titel zusammenfügen. Bei der Meta-Description kannst Du mit unterschiedlichen Varianten arbeiten, die Google eigenständig einem Titel zuordnet.

Bei den Zeichenbegrenzungen gibt es ein paar kleine, aber feine Updates. Das Limit bei den Titelbestandteilen liegt weiterhin bei 30 Zeichen pro Baustein. Google entscheidet selbst, ob es den Titel mit zwei oder drei Phrasen ausstattet. Theoretisch liegt das Zeichenlimit jetzt also bei 90 Zeichen im Titel. Bei den Descriptions stehen Dir zwei Felder mit je 90 Zeichen zur Verfügung, die bei größeren Bildschirmen auch beide zum Einsatz kommen.

Der Algorithmus hinter den RSA geht individuell auf jeden einzelnen Nutzer ein. User am Smartphone bekommen kürzere Titel mit zwei Bestandteilen zu Gesicht, während die Titel und Beschreibungstexte bei Desktop-Nutzern länger ausfallen. Zudem berechnet die KI, wie hoch die Erfolgswahrscheinlichkeit für bestimmte Kundengruppen ist und optimiert auf Basis von Erfahrungswerten und Tests die Titel und Texte im laufenden Betrieb.

Flexible Anzeigen und variable Titel: So sehen die Ads in der Praxis aus

Ein Beispiel: Für Deine Kampagne überlegst Du Dir eine Liste an Titeln, Tags, Keywords und Phrasen. Google selbst verrät Dir im Detail, wie das geht.

  1. Netzproduzenten
  2. 360°Online-Marketing
  3. Erfahrung aus 250 Kampagnen
  4. Performance-Marketing
  5. Wir bringen Sie aufs nächste Level
  6. {Keyword: Performance-Marketing}
  7. Messbar, menschlich und modern
  8. Kostenloser Quick Check
  9. Entdecken Sie Ihr Potenzial!

Dazu kommen drei nette Meta-Descriptions:

  1. Wir bringen Ihr Online-Marketing auf das nächste Level. Mit Erfahrung aus über 250 Kampagnen stehen wir als Experten für Performance-Marketing an Ihrer Seite.
  2. Ihre AdWords-Kampagne läuft nicht so, wie sie soll? Beim kostenlosen 360° Quick Check analysieren wir Ihr Online-Marketing und unterstützen Sie beim Erfolg.
  3. Entdecken Sie Online-Marketing auf einem neuen Level: Persönlich, professionell und durch den Einsatz von Performance-Marketing messbar und klar verständlich.

Das Ergebnis könnte so aussehen:

Ein tolles Feature der Responsive Search Ads: du kannst einzelne Bestandteile festen Stellen zuweisen, Deinen Markennamen oder Dein Keyword also immer an erster Stelle erscheinen lassen.

Ein tolles Feature der Responsive Search Ads: Du kannst einzelne Bestandteile festen Stellen zuweisen, Deinen Markennamen oder Dein Keyword also immer an erster Stelle erscheinen lassen.

Unsere Erfahrungen aus dem Betatest mit Responsive Search Ads

Wir testen die Ads in ausgewählten Kundenkonten und bei einer eigenen Kampagne. Uns beeindruckt, wie butterweich die Anzeigenerstellung funktioniert. Logischerweise nutzt das neue Feature das frische Interface, das mittlerweile bei fast allen Nutzern angekommen ist. Die Installation erfolgt mit wenigen Klicks und ist auch für Laien in wenigen Minuten möglich. Wir konnten eine komplette Werbekampagne in 15 Minuten erstellen – und das schließt die Texterstellung mit ein!

Klar, Google will sein Angebot im Gebiet Machine Learning weiter verfeinern. Die dynamischen Anzeigen sind nur der erste Schritt zur vollständigen Automatisierung und funktionieren in ihrem begrenzten Rahmen sehr gut. Zum Beispiel erkennt die Software automatisch zu ähnliche Phrasen und verwendet sie nicht zusammen. Das macht Wiederholungen in derselben Anzeige unwahrscheinlicher. Zudem soll die KI in der Lage sein, die Bausteine individuell auf den Nutzer anzupassen.

Einen Nachteil haben die neuen Textanzeigen: Wir geben einen Teil der Kontrolle an Google ab. Es ist kein direktes Anzeigenbenchmark mehr möglich, weil Google die Einzelteile der Anzeigentitel und -texte vollautomatisch zusammenstellt. Das manuelle A-/B-Testing entfällt, weil Google die Anzeigen von alleine gegeneinander antreten lässt. Klingt praktisch, ja. Aber: Wir müssen Google schon ziemlich vertrauen.

Um wirklich valide Erkenntnisse für den Algorithmus zu erzielen, sollte die Kampagne wenigstens 100 bis 500 Impressions pro Tag erzielen. Je mehr Möglichkeiten es bei der Kombination gibt, desto mehr Varianten müssen getestet werden. Trotz allem ist der Algorithmus dem klassischen A-/B-Testing überlegen. Er kann multivariate Versionen durchtesten und muss sich nicht durch unendliche A-/B-Tests quälen. Etwas in dieser Art hatten wir vor einiger Zeit bereits vorhergesagt. 

Zudem steht die deutsche Sprache dem System etwas im Weg: Englische Schlagworte können für sich alleine gut stehen. Deutsche Phrasen sind durchschnittlich länger und komplexer. Das wirkt in manchen Kombinationen merkwürdig.

Unsere Tipps, um die neuen Responsive Search Ads richtig zu nutzen

  1. Achte unbedingt darauf, dass jeder Titelbestandteil für sich stehen kann! Google kombiniert zwei oder drei Einzelteile miteinander und trennt sie mit einem geraden Strich (|). Vermeide also fortlaufende Sätze über mehrere Komponenten.
  2. Bei der Zusammensetzung der einzelnen Bestandteile gibt es keine bestimmte Reihenfolge. Google kombiniert alle Varianten miteinander und testet dann auf Klickrate, Aufmerksamkeit und Conversionchance.
  3. Du kannst Phrasen an bestimmte Stellen pinnen. Achte hier darauf, für jede Position zwei oder drei Varianten auszuwählen, um flexibel zu bleiben!
  4. Zu ähnliche Bausteine widersprechen der Idee der Responsive Search Ads. Natürlich ist es verführerisch, ein Keyword in unzähligen Varianten in die Ad aufzunehmen. Das kann dazu führen, dass diese drei Keywords in einem Titel erscheinen und damit den Gesamteindruck der Anzeige trüben.
  5. Apropos Keywords: Google empfiehlt, nicht mehr als 50 Prozent Deiner Bausteine mit Keywords zu besetzen. Das führt nämlich schnell zu inhaltlicher Redundanz und verringert die Erfolgschancen des Algorithmus. Ganz gleich, wie viele Phrasen Du nutzt, es sollten immer mindestens drei Versionen ohne Keywords dabei sein.
  6. Große Auswahl = mehr Kombinationen. Wir haben die besten Erfahrungen mit mehr als zehn Phrasen für den Titel und vier oder fünf Description-Texten gemacht. Wenn uns der Algorithmus die Arbeit abnimmt, sollte er einen angemessen großen Datenschatz bekommen!
  7. Spiele mit der Länge! Bei den Responsive Ads kommt es nicht darauf an, die Anzahl der Zeichen bis zum Maximum auszureizen. Stelle Google unterschiedlich lange Phrasen zur Verfügung. Das System kombiniert automatisch Headlines, die auf den Bildschirm des Nutzers passen.
  8. Um auszuschließen, dass der Algorithmus auf eigene Faust Phrasen baut oder die Landing Page indexiert, solltest Du eine ausführliche Liste mit Negativ-Keywords anlegen.

Fazit: Wann kommen Responsive Search Ads?

Das Feature scheint uns sehr weit ausgereift zu sein. Für Laien und DIY-AdWords sind sie sicherlich eine interessante Option, weil sie viele Aspekte von SEA einfacher machen. Du musst Dir keine Gedanken mehr darum machen, ob und wie Du Texte schreibst, die verkaufen. Google findet die optimale Wortkombination für den jeweiligen Nutzer – das steigert die Klickrate und kostet weniger Zeit und Geld. Allerdings folgen alle Anzeigentitel bei den RSA demselben Schema: Kurze Schlagworte, die mehr oder weniger gut zusammenpassen. Bei manchen Kampagnen ist ein durchgehender Titel effektiver, weil er hochwertiger und persönlicher wirkt. Wir sind gespannt, wie stark sich die Ads noch bis zum offiziellen Launch verändern. Normalerweise nimmt Google aber nach dem BETA-Test keine riesigen Änderungen mehr vor. Google lässt sich ungern Zeit bei Innovationen. Die neuen Ads verbinden zwei besonders spannende Themen, die Google am Herzen liegen: Künstliche Intelligenz und Anzeigenoptimierung. Wir rechnen damit, dass die Responsive Search Ads noch in diesem Jahr in alle AdWords-Konten einziehen.


Wie klingt das Feature für Dich? Hast Du schon Ideen, wie Du es nutzen willst? Lasse es uns in den Kommentaren wissen! 

Künstliche Intelligenz, Skripte, APIs und Algorithmen: PPC-Automatisierung klingt nach Arbeit. Richtig viel Arbeit. Aber Du musst keine eigene AI programmieren, um von den Vorteilen der digitalen Automatisierung zu profitieren. Es reicht schon, die Basics der Skripte und Algorithmen bei AdWords zu kennen, um viel Geld und Zeit zu sparen. Mit wenigen Klicks richtest Du automatische Regeln ein, die den SEA-Alltag leichter machen. Ideal, wenn Du Deine eigenen Kampagnen verwaltest und nicht genug Zeit hast, um Dich intensiv darum zu kümmern! Wir verraten Dir, welche Tools zur PPC-Automatisierung funktionieren und wie Du effektiv damit arbeitest.

Welche Aspekte von PPC und AdWords lassen sich automatisieren?

Es gibt einen ganz einfachen Weg, um herauszufinden, bei welchen Arbeitsschritten maschinelle Unterstützung hilfreich wäre. Das gilt nicht nur für AdWords, sondern für fast alle digitalen Dienstleistungen. Du hast über den Tag, die Woche oder den Monat verschiedene Aufgaben. Deine großen Ziele lassen sich in kleine Schritte herunterbrechen. Überlege Dir, welche Aspekte Deiner Arbeit wie viel Zeit kosten. Wie oft musst Du sie erledigen? Wie viel Zeit geht dafür flöten? Trage in ein Diagramm ein, wo Du die einzelnen Schritte verortest:

So könnte Dein Diagramm aussehen. Alle Aufgaben im grünen Bereich, die sonst viel Zeit kosten und ständig wiederkommen, verlieren mit PPC-Automatisierung ihren Schrecken.

So könnte Dein Diagramm aussehen. Alle Aufgaben im grünen Bereich, die sonst viel Zeit kosten und ständig wiederkommen, verlieren mit PPC-Automatisierung ihren Schrecken.

Grundsätzlich lassen sich alle Aufgaben automatisieren. Kreative Arbeiten oder das Controlling des Budgets kommen nicht ohne eine Prise Magie und menschlichen Einfluss aus. Es bleiben die Aufgaben übrig, die wahre Zeitfresser sind: Sich wiederholende, strukturierte Fleißaufgaben, die täglich anfallen. Hier kannst Du ansetzen und Dir überlegen, aus welchen Handgriffen diese Aufgaben bestehen. Welche Überlegungen stecken hinter Deinen Handlungen? Wenn Du weißt, wie eine Aufgabe genau funktioniert, kannst du ein Skript bauen, das Deine händische Arbeit übernimmt.

Kleine Grundregel: Könntest Du den Prozess an andere Personen outsourcen, ohne extrem viel erklären zu müssen? Dann kannst Du ihn auch automatisieren.

 

Wie Du künstliche Intelligenz nutzt, ohne programmieren zu müssen

AI gehört zu den Online-Trends 2018 in Sachen SEO und SEA. Künstliche Intelligenz ist auf dem Vormarsch. Für viele Unternehmen ist das noch weit entfernte Zukunftsmusik. Oder fällt Dir spontan ein, wie Du selbst eine künstliche Intelligenz nutzen kannst? Oder wie Dein Unternehmen von Machine Learning profitieren kann? Automatisierung bedeutet nicht unbedingt, dass Du mit extrem komplexen Programmen, Algorithmen und Hightech-Methoden arbeiten musst. PPC-Automation umfasst ganz simple Regeln, die Du in Deinem AdWords-Konto hinterlegst. Bestes Beispiel: Du willst, dass Du für bestimmte Keywords immer auf Seite 1 der Suchergebnisse erscheinst und hinterlegst diese Regeln als Bid Rule bei Google. Das ist technisch gesehen ebenfalls Automatisierung.

PPC-Automatisierung kommt in fünf Stufen:

  1. Ganz normale Bid Rules, die Du direkt im AdWords-Interface auswählst
  2. Automated Rules, die Google für Dich bereitstellt und mehr Flexibilität erlauben.
  3. AdWords-Skripte, die Du über AppScript einfügst
  4. Eigene Programme und selbstgeschriebene Skripte über die AdWords API
  5. Eine eigene, selbstlernende AI mit einem umfassenden Algorithmus

Fast alle Standardaufgaben im SEA funktionieren über die Automated Rules, die Du im AdWords-Interface festlegen kannst. Die dort definierten Regeln laufen automatisch in bestimmten Intervallen ab (maximal einmal pro Tag) und erledigen alle Tasks, die Du ihnen gibst. Damit setzt Du Ads an bestimmten Wochentagen aus oder findest automatisch die am schlechtesten performenden Texte. Einmal am Tag ist aber viel zu selten für wichtige Aufgaben wie das Bid Management. Mit der PPC-Automatisierung willst Du ja nicht nur Zeit sparen, sondern effizienter als ein Mensch arbeiten!

Für Accounts mit einer moderaten Größe sind AdWords-Scripts eine gute Idee. Damit das System funktioniert, musst Du einfach den Schritten in der Google-eigenen Anleitung folgen. Die Programmiersprache dafür ist JavaScript – Basiskenntnisse sollten also vorhanden sein. Es gibt auch mehr als genug kostenlose Skripte, die Du einfach auf Deine AdWords-Konten anwenden kannst.

Automatisches Bid Management – so einfach kann es sein

Einer der größten Zeitfresser bei der Online-Werbung ist das manuelle Bid Management. Hier wirkt die Automatisierung gleich doppelt: Zum einen sparst Du wertvolle Arbeitszeit. Gleichzeitig kann der Algorithmus viel besser und effizienter auf Anzeigenplätze bieten. Er braucht keine Pause, macht keine menschlichen Fehler und erkennt immer die beste Möglichkeit, ohne kopfrechnen zu müssen.

Der einfachste Weg, um Zeit und Geld beim Bidding zu sparen, ist Smart Bidding. Google selbst hat diese Strategien entwickelt und macht sie mit Machine Learning jeden Tag ein bisschen besser. Die verschiedenen Elemente der Strategie sind für fast alle Kampagnen geeignet. Sie funktionieren gut, sind aber nicht besonders individuell. Du kannst einen guten ROI erwarten, aber keine überraschenden Erdrutschsiege oder überwältigende Erfolge. Sie sind solide, praktisch und es kostet Dich kaum Zeit, sie zu aktivieren. Wir raten Dir dazu, auf diese Strategien zu setzen, wenn Du Dich selber um Deine AdWords kümmerst. 

Das Google AdWords-Interface bietet vier verschiedene Strategien:

  • Target CPA Bidding: Sorgt dafür, dass Deine Anzeigen so viele Conversions wie möglich zu einem definierten CPA (Cost per Acquisition) erzielen.
  • Target ROAS: Bewirbt gezielt die Ads, die besonders hohen Umsatz pro Conversion versprechen (ROAS: return-on-ad-spend).
  • Enhanced CPC: Sucht automatisch nach Werbeplätzen, die relativ wahrscheinlich eine Conversion erzielen und erhöht automatisch den maximalen PPC.
  • Max Conversions: Berechnet anhand von Erfahrungswerten und Kontext die optimale Balance aus CPC und Conversion-Wahrscheinlichkeit.

Ebenfalls eine gute Idee: Skripte und Regeln, die Dir automatisch Alarmsignale zusenden, wenn eine Kampagne gar nicht (mehr) funktioniert. Eine automatische Warnung hilft Dir, wenn eine Werbeanzeige mies performt oder sich plötzlich einzelne Faktoren ändern. Welche Möglichkeiten Du noch hast, verrät Dir dieser praktische Guide im SEJ. Darin findest Du Informationen und Anleitungen für automatische PPC-Reportings, den Anzeigentext-Generator und Hilfestellung dabei, wie Du den optimalen ROAS berechnest.

Fazit: PPC-Automatisierung nimmt Dir Arbeit ab

Künstliche Intelligenz ist ein extrem komplexes Thema. Macht nichts! Denn wenn Du einmal die Scheu vor der AI abgelegt hast, machst Du Dir zahlreiche Aufgaben leichter. Das schenkt Dir mehr Zeit, um die wirklich wichtigen Themen anzugehen. Keine stundenlangen A-/B-Tests mehr – stattdessen kannst Du einfach Deine Regeln durchlaufen lassen. Der Algorithmus entscheidet, welche Anzeigen vielversprechend wirken. Du willst nicht ganz so viel Macht aus den Händen geben? Kein Problem! Dann automatisierst Du die nervigen Reportings und verfeinerst Deine Anzeigentexte selbst. Es gibt keinen richtigen oder falschen Weg bei der PPC-Automatisierung, nur jede Menge spannende Möglichkeiten, um mit dem AdWords-Konto zu experimentieren.


Hast Du Automatisierung schon einmal ausprobiert? Was waren Deine Eindrücke? Lass es uns in den Kommentaren wissen!

Laut t3n.de ist es eine Anleitung zum Geldverbrennen: Social Media und B2B scheinen kein Traumpaar zu sein. Für viele Entscheider ist Social Media zu laut und zu unprofessionell. Sie vertrauen lieber den guten, alten Methoden. Welche Möglichkeiten gibt es, Geschäftskunden auf Social Media anzusprechen? Ist das überhaupt eine gute Idee? Lohnt sich Social-Media-Werbung für B2B? Wir analysieren das Problem und geben Tipps, um auf Xing, LinkedIn und anderen Plattformen Firmen für Dein Unternehmen zu begeistern. 

B2B und Social Media: Eignet sich Facebook zum Vertrieb?

Laut Bitkom setzen 90 Prozent der deutschen Unternehmen auf Social Media, 38 Prozent wollen ihre Ausgaben für diesen Marketingkanal sogar noch steigern. Klingt gut, oder?

Social Media stärkt das Band zwischen Anbieter und Verbraucher. In der Welt der Entscheider und B2B-Geschäfte läuft der direkte Kontakt allerdings meist über das Telefon, E-Mails oder Vertreter. Arbeitet B2B-Werbung auf Facebook an der Zielgruppe vorbei? Für viele Unternehmen stand das sowieso lange fest. Manch eine Unternehmensseite wurde zähneknirschend gegründet, weil jedes Unternehmen eine Facebookseite haben musste.

Dementsprechend halbherzig läuft die Werbung. Ganz klar, dass sich dabei kein Erfolg einstellt. Aber B2B-Marketing auf Social Media hat noch ein weiteres Problem: Es entspricht nicht dem Einkaufsverhalten der Zielgruppe. Geschäftskunden legen viel Wert auf den persönlichen Kontakt und auf professionelle Empfehlungen. Die Werbung bei Facebook erscheint ihnen zu direkt, zu informell und zu wenig individuell. Substanzlos und ineffizient: Laut der Studie „Digital Media Use in the Industrial Sector“ von IEEE GlobalSpec kommt Social Media erst auf Platz 13 der wichtigsten Entscheidungsfaktoren für Manager. Ist Hopfen und Malz für die Social-Media-Werbung für B2B verloren?

Die Studie zu den wichtigsten Faktoren zeigt, dass Ingenieure Wert auf direkte Informationen und ihre Kollegen leben. Social Media kommt darin nicht sehr gut weg. (Grafik: IEEE GlobalSpec, Digital Media Use in the Industrial Sector, 2017 via t3n)

Dazu kommt, dass Facebook mit seinem neuesten Algorithmus-Update die organische Reichweite von Unternehmen deutlich zurückgeschraubt hat. Mit Werbeanzeigen ist es möglich, Zielgruppen direkt zu targeten – und selbst das ist nur noch in geringem Maße von Erfolg gekrönt. Laut t3n ist die Sichtbarkeit über Suchmaschinenoptimierung deutlich höher als der Nutzen von Facebook, Twitter und Co. Es stellt sich die Frage: Lohnt sich der Einsatz von Zeit und Geld für Social Media im B2B-Bereich überhaupt?

Social Media ist mehr als Facebook und Twitter: B2B-Marketing bei Youtube, Xing und LinkedIn

Welche Argumente gibt es eigentlich für den Einsatz von Social Media-Werbung für B2B?

  • Eine gewaltige Zielgruppe, die fast alle Menschen auf dem Planeten abdeckt.
  • Die Möglichkeit, mit Social-Media-Werbung für B2B Kunden fast personengenau anzusprechen und zu targeten.
  • Der direkte Kontakt mit Leads und die unkomplizierten Optionen zur Kundenbindung.

Im B2B-Geschäft gilt Qualität vor Quantität. Technische Fragen verlangen nach komplexen Angeboten, die sich nicht nebenbei auf Facebook bewerben lassen. Es geht um Vertrauen, Kontrolle und Branchenkenntnis. Durchschnittlich verwenden B2B-Käufer erheblich mehr Zeit auf die Recherche vor dem Abschluss als andere Konsumenten. Sie wollen sich eine umfassende Meinung bilden, bevor sie auf den Warenkorb klicken. Keine guten Voraussetzungen für Social-Media-Werbung, wo die Informationsdichte deutlich niedriger liegt. Schnelle, große, chaotische Plattformen wie Facebook oder Twitter eigenen sich nur begrenzt für Social-Media-Marketing und B2B.

 

Youtube liegt bei Entscheidern ganz weit vorne. Wie lässt sich hier Social Media-Werbung für B2B umsetzen? (Quelle: Content Marketing Institute. Die Daten gelten für Amerika, daher ist Xing nicht dabei.)

Youtube liegt bei Entscheidern ganz weit vorne. Wie lässt sich hier Social-Media-Werbung für B2B umsetzen? (Quelle: Content Marketing Institute, B2B Manufacturing Content Marketing. Die Daten gelten für Amerika, daher ist Xing nicht dabei.)

 

Ganz anders sieht das bei Plattformen aus, wo das Netzwerk im Vordergrund steht. Mit Xing gibt es in Deutschland einen riesigen Platz für geschäftliche Kontakte. LinkedIn ist als globale Variante ebenfalls ein Muss im B2B-Marketing. Mit den Branchengruppen und weiteren Tools stehen Dir einige Optionen zur Verfügung, um die Reputation Deines Unternehmens zu verbessern. Du kannst Dich hier als Meinungsführer positionieren und Dein Fachwissen teilen.

Etwas überraschend steht Youtube ganz oben in der Gunst der Entscheider. Bei genauerer Betrachtung erschließt sich die Faszination Youtube: Es geht um Informationen. Bilder (und Videos) sagen mehr als tausend Worte: Ein gut gemachtes Produktvideo oder eine sympathische Erklärung sind goldwert, um die Vorteile des eigenen Produkts deutlich zu machen. So punktet HILTI mit seinen kurzen Demonstrationsclips bei Geschäftskunden, die auf der Suche nach einem neuen Partner sind:

Unsere Tipps, um mit Social-Media-Werbung für B2B Kunden zu glänzen

  1. Pull statt Push! Im B2B-Marketing geht es schon lange nicht mehr um Massenmailings, Cold Calls oder andere Methoden, die Kunden in eine bestimmte Richtung schubsen. Du willst, dass er von sich aus zu Dir kommt. Das erreichst Du dadurch, dass Du ihn mit kompetenten Inhalten anziehst. Content Marketing im B2B-Bereich besteht aus wertvollen Blogartikeln oder Webseiteninhalten, die Du dann über Social Media verteilst. Das erhöht Deine Reichweite und bringt Kunden direkt zu Dir.
  2. Für einen kleinen Boost in Sachen Sichtbarkeit und Reichweite kannst Du Deine eigenen Beiträge mit Social-Media-Werbung ausstatten. Dabei bezahlst Du einen bestimmten Betrag und kannst eine Zielgruppe auswählen. Das ist der entscheidende Punkt: Punktgenaues Targeting bei B2B ist extrem wichtig. Versuche, Deine Branche so exakt wie möglich einzugrenzen und eventuell sogar direkt Mitarbeiter eines Unternehmens anzusprechen. Es ist nicht schlimm, wenn nur wenige Nutzer Deine Anzeige sehen – es müssen die richtigen sein.
  3. Professional Networks wie Xing oder LinkedIn bieten die Möglichkeit, eine eigene Seite für Dein Unternehmen anzulegen. Dort kannst Du mit einem aussagekräftigen Profil Eindruck machen. Das gilt nicht nur für potenzielle Geschäftspartner: XING ist in Deutschland die erste Adresse für Bewerber und Interessenten, die Dich mit ihrem Fachwissen unterstützen wollen.
  4. Zudem kannst Du mit dem Gruppenfeature Kontakt zu anderen Unternehmen in der Branche aufnehmen. Weiterhin sind diese Gruppen ein guter Ort, um Deinen Content zu teilen. Achte aber darauf, dass Deine Beiträge nicht allzu sehr in Eigenwerbung versinken! Das schreckt Deine Kollegen eher ab und macht es unwahrscheinlich, dass sie Dich empfehlen.
  5. Wichtigster Erfolgsfaktor für das B2B-Marketing ist die eigene Webseite. Laut Accenture empfinden 37 Prozent der B2B-Käufer die Inhalte von Unternehmenswebseiten hilfreich. Das muss sich ändern. Deine Webseite bietet Platz für alle relevanten Informationen zu Deinen Produkten und Dienstleistungen. Nutze diese Macht und sorge dafür, dass sich Deine B2B-Kunden sofort bei Dir zurechtfinden!

Fazit: Die Social-Media-Strategie macht den Unterschied

Das Problem bei Social-Media-Werbung für B2B: Die Zielgruppe ist nicht da, wo die Werbeanzeigen sind. Es gibt zwei Möglichkeiten:

  • So grandiose Inhalte erstellen, dass die Nutzer einfach auf Deiner Facebook-Seite vorbeischauen müssen.
  • Dorthin gehen, wo sich Deine Zielgruppe befindet.

Für welche Option Du Dich auch entscheidest, um eine Social-Media-Strategie kommst Du nicht herum. Denn ohne ein Ziel und eine klare Botschaft erreichst Du mit Deinem Content niemandem. Das ist eine der größten Ursachen dafür, dass Social-Media-Werbung für B2B schlecht performt: Es mangelt an einer strategischen Ausrichtung, die den Kunden in den Mittelpunkt nimmt. Es geht darum, dem Kunden einen Mehrwert zu präsentieren. Da spielt es keine Rolle, ob es ein Manager im Büro ist oder ein Privatkunde auf dem Sofa.


Empfindest Du B2B-Marketing auf Social Media als sinnvoll? Was sind Deine Tipps und Tricks? Lass es uns in den Kommentaren wissen!

Aller Anfang ist schwer: Du hast Dich entschlossen, Dein Unternehmen zu gründen oder Dich endlich um Deinen Webauftritt zu kümmern. Aber Du stehst vor einem gewaltigen Berg an Informationen, Möglichkeiten und technischen Details, der ganz schön einschüchternd wirken kann. Wie sorgst Du dafür, dass Menschen auf Dich aufmerksam werden? Wie machst Du Deine Webseite bekannt? Was kannst Du tun, um einen guten Grundstein für SEO, Online-Marketing und Nutzerfreundlichkeit zu legen? Wir verraten dir die ersten 6 Schritte, mit denen Du eine solide Basis für den Erfolg Deiner Webseite aufbaust.

1. Warum braucht Dein Unternehmen einen Internetauftritt?

Die Frage klingt zunächst einmal merkwürdig: Wir leben schließlich im Jahr 2018 und das Internet und die digitale Transformation haben den Markt komplett verändert. Dennoch zahlreiche gerade kleine und mittelständische Unternehmen auf einen vernünftigen Webauftritt. Oftmals scheitert es am Know-how und an der Zeit. Schließlich wollen ein Handwerker oder ein gestresster Start-up-Gründer die wertvolle Freizeit nicht auch noch in HTML, WordPress oder Facebook investieren. Das ist nur verständlich, aber auf Dauer keine gute Idee. Denn die digitale Visitenkarte in Form einer Webseite ist heute die erste Anlaufstelle für potenzielle Kunden. Viele Nutzer informieren sich auf Google Maps oder in der Suchmaschine über Anbieter und Dienstleister in ihrer Umgebung. Wer hier nicht auftaucht, existiert für die junge Zielgruppe nicht.

Die Frage nach dem Warum hat aber noch eine zweite Bedeutung: Was willst Du mit der Webseite erreichen? Denn noch bevor Du mit den technischen Grundlagen beginnst, solltest Du Dir ein Konzept überlegen.

  • Möchtest Du Deine Kunden über Öffnungszeiten, Angebote oder Preise informieren?
  • Wer sind die Menschen, die sich für Dein Angebot interessieren?
  • Willst Du Dein Fachwissen teilen und so Deinen Ruf als Experte verbessern?
  • Geht es darum, Dich gegen die Konkurrenz durchzusetzen?
  • Willst Du Deine Webseite bekannt machen, um darüber Inhalte und Produkte zu verkaufen?

Aufgabe: Formuliere zwei bis drei Wünsche an Deine Webseite. So hast Du ein klares Ziel vor Augen und kannst den Erfolg Deiner Seite daran messen.

2. Technische Grundlagen und die Basis für das Webdesign

Programmierung ist für Dich ein Buch mit sieben Siegeln? Das ist heutzutage kein Problem mehr. Eine einfache Webseite für Dein KMU oder Start-up muss das Rad nicht neu erfinden. Mit einem Baukastensystem kannst Du Dir Dein Webdesign zusammenklicken, ohne viel Geld auszugeben. Professioneller wird es natürlich mit einer Webagentur an Deiner Seite. Die Experten wissen genau, wie sie ein praktisches und alltagstaugliches Design für Dich zusammenstellen. So lässt sich Deine Webseite nicht nur einfach bedienen, sondern spricht auch die richtige Zielgruppe an. Der erste Eindruck ist entscheidend: Wenn Deine Webseite gut funktioniert, hat das Strahlkraft für Deinen Ruf.

Um Deine Webseite bekannt zu machen, brauchst Du mindestens eine Domain, eine SSL-Verschlüsselung, eine Basis für das Design (WordPress ist eine beliebte Wahl). Die Installation ist ganz einfach, wenn Du einen guten Hoster gefunden hast. Die großen Anbieter haben ausführliche Tutorials für Anfänger, mit denen Du Deine Seite online bringst. Sobald das steht, kannst Du eine Struktur festlegen und die ersten Inhalte hochladen.

Aufgabe: Schaue Dir selbst die Möglichkeiten an und klicke Dich durch ein vorgefertigtes WordPress-Design. Du solltest in Grundzügen wissen, wie Deine Webseite funktioniert, selbst wenn Du die Arbeit einem Programmierer übergibst.

3. SEO und Nutzerfreundlichkeit von Anfang an mitdenken

Wann ist der richtige Zeitpunkt für die SEO-Optimierung? Am besten, bevor Du überhaupt anfängst! Wenn Du Googles Algorithmus direkt einplanst, musst Du Dich nicht im Nachhinein durch die Welt der Keywords kämpfen. Zunächst kümmerst Du Dich um die Meta-Tags und die Keywordanalyse. Schaue Dir ruhig Deine Konkurrenz an! Was machen die Webmaster der Top 10 bei Google zu Deinen Suchbegriffen richtig? Um Deine Webseite bekannt zu machen, kannst Du hier ein wenig spicken.

Dasselbe gilt für die Usability. Der Nutzer soll sich von Anfang an orientieren können. Erstelle eine übersichtliche Seitenstruktur auf dem Papier, die nicht allzu verschachtelt ist! Perfekt ist eine Menüführung dann, wenn Du sie mit einem Blick komplett verstehst. Neben dem Menü sollten auch andere Punkte wie Dein Online-Shop oder das Kontaktformular benutzerfreundlich optimiert sein. In der Designphase kannst Du noch alles verändern. Du kannst mit Freunden oder Deiner Familie testen, ob Deine Webseite ihr Ziel erreicht. Wenn Du es nicht schaffst, in zwei Minuten die Newsletteranmeldung oder den Warenkorb zu finden, musst Du hier noch einmal ran.

Wenn die Webseite dann steht, brauchst Du gar nicht viel Zeit für SEO aufwenden. Es reichen schon 60 Minuten SEO im Monat, um zumindest die Basics gut abzudecken. Du kannst natürlich mehr Ressourcen hinein investieren, wenn Du eine starke Konkurrenz hast oder mit Deiner Sichtbarkeit nicht zufrieden bist.

Aufgabe: Überlege Dir eine Liste mit 15 Keywords, die zu Deinem Unternehmen passen. Schreibe passende Inhalte, die Deine definierten Ziele verfolgen.

4. Eintrag in Suchmaschinen, Verzeichnisse und Google MyBusiness

Die ersten Schritte sind gemacht, die Webseite ist fertig! Jetzt kannst Du die Werbetrommel rühren. Der erste Schritt zu mehr Backlinks ist der Eintrag bei Branchenverzeichnissen und bei Google. Das ist nicht nur ein guter Weg, Deine ersten 100 Backlinks zu bekommen, sondern macht Deine Webseite bekannt. Gerade im B2B-Bereich sind diese Verzeichnisse sehr wichtig. Für den B2C-Bereich oder für Dienstleistungen spielt Google Maps eine große Rolle. Der allererste Schritt ist allerdings die Anmeldung bei Google. Das ist zwar kein Muss, aber macht den Prozess ein wenig schneller. Denn Google braucht in der Regel einige Tage bis Wochen, um eine komplett neue Webpräsenz zu crawlen und zu indexieren. Eine bestehende Seite hat bereits einen Seitenrang und einen Eintrag bei Google. Mit der Zeit tauchen hier die neuen Inhalte ganz automatisch auf. Du kannst den Prozess beschleunigen, indem Du Google um das erneute Crawlen Deiner URL bittest. Wenn Du also schon eine Domain hast und einen Relaunch planst, ist das der bessere Weg.

Danach kommt die Recherchearbeit. Welche Verzeichnisse lohnen sich für Dein Unternehmen? Wo vermutest Du Deine Zielgruppe? Die größten Anbieter in Deutschland sind immer eine gute Wahl, weil sie relativ hoch ranken und Dir damit einen netten Backlink-Boost für den Start mitgeben:

  • gelbeseiten.de
  • telefonbuch.de
  • klicktel.de
  • yellowmap.de
  • stadtbranchenbuch.de
  • unternehmerfabrik.de
  • meinestadt.de
  • lieferanten.de

Aufgabe: Wenn Du diese Liste abgehakt hast, suchst Du nach Branchenbüchern der Listen, in denen Du nicht fehlen darfst. Der Effekt davon scheint auf den ersten Blick nicht bombastisch zu sein, aber Du kannst nicht wissen, welche Portale zu einem Auftrag führen.

5. Content Marketing und Social Media Präsenzen starten

Die Leinwand steht, Google schickt seine Crawler los, der Erfolg kann kommen! Aber um auf Dauer Deine Webseite bekannt zu machen, brauchst Du Inhalte. Dazu zählt alles, was die Nutzer auf Deiner Internetseite zu Gesicht bekommen:

  • Texte
  • Newsmeldungen
  • Blogartikel
  • Bilder
  • Videos
  • Hintergründe

Content Marketing beschreibt nicht nur den Prozess, diese Inhalte zu erstellen, sondern umfasst auch Werbewirkung von gutem Content. Denn wenn Du Inhalte hast, die Deine Zielgruppe interessieren, kommen sie von alleine zu Dir. Ein Blog ist eine gute Wahl, wenn Dir das Schreiben liegt und Du Dein Wissen teilen willst. Die Inhalte sollten sich um Dich, Dein Angebot und um ähnliche Themen drehen. Du musst kein Geld für Werbung ausgeben, sondern baust so Deinen guten Ruf auf, der Dir im Internet vorauseilt.

Dasselbe gilt für Deine Social-Media-Profile. Sie haben das Ziel, Dich bekannter zu machen und eine Community aufzubauen. Es reicht nicht, wie bei Branchenverzeichnissen einfach Dein Profil mit Anschrift und Öffnungszeiten zu hinterlegen. Auf sozialen Plattformen knüpfst Du ein Netzwerk mit anderen Nutzern. Deine Fans wollen relevante Inhalte und einen direkten, menschlichen Kontakt. Welche Plattform Du wählst, hängt von Deiner Branche und Deinem Bauchgefühl ab. Es nützt nichts, wenn Du Dich auf Instagram anmeldest, aber mit der App nicht zurechtkommst. Hier darfst Du gerne etwas herum experimentieren und ausprobieren, welche Arten von Social Media zu Dir passen.

Aufgabe: Überlege Dir, welche Fragen sich Deine Zielgruppe stellt und beantworte sie mit einem Text in Deinem Blog oder in einem Bild auf Social Media!

6. Webseite bekannt machen mit SEA, Werbeanzeigen und Social Ads

Der größte Teil der Arbeit ist geschafft! Du hast jetzt eine fertige Webseite, die Du im Internet bewerben kannst. SEA steht für Search Engine Advertising und bietet zahlreiche Möglichkeiten, Werbeanzeigen zu schalten. Damit stehst Du automatisch ganz weit oben zu den jeweiligen Suchbegriffen. Während der organische Rang Deiner Webseite erst steigen muss, kommst Du hier ohne Verzögerungen zu einem Platz an der Sonne.

Mit Werbeanzeigen bei Google wirst Du schneller und besser gefunden. Aber Google ist nicht die einzige Leinwand für Deine Werbeideen. Du kannst Social Ads bei Facebook schalten und so Deine Beiträge im größten sozialen Netzwerk der Welt bewerben lassen. Oder Du arbeitest mit Influencern zusammen, die ein neue Zielgruppe zu Dir bringen. Die Möglichkeiten für bezahlte Werbung im Internet sind schier unendlich. Solltest du davon überfordert sein, kannst Du mit kleinen Schritten anfangen. Vielleicht investierst Du 5 Euro in einen Beitrag auf Facebook, der die User auf Deine Webseite lockt? Du wirst schnell sehen, dass kontinuierliche Aufmerksamkeit dazu führt, dass Deine Webseite bekannt wird!

Aufgabe: Investiere einen kleinen Betrag in Werbeanzeigen bei Google oder Facebook und experimentiere mit den verschiedenen Anzeigenformaten und Targeting-Optionen!

 Fazit: Ein Schritt nach dem anderen – und schon ist Deine Webseite bekannt!

Wenn Du jeden Tag ein bisschen Arbeit investierst, gewinnst Du schon bald mehr Sichtbarkeit im Internet. Um Dich bei den ersten sechs Schritten auf dem Weg zu einer bekannten Internetadresse zu unterstützen, haben wir unsere Tipps als Infografik zusammengefasst:

So einfach geht es: Das sind die ersten Schritte auf dem Weg, um Deine Webseite bekannt zu machen!

So einfach geht es: Das sind die ersten Schritte auf dem Weg, um Deine Webseite bekannt zu machen!

 


Wie hast Du Deine Webseite bekannt gemacht? Lass es uns in den Kommentaren wissen!

Wir lieben PPC-Werbung. Es gibt nichts Schöneres, als eine gute Kampagne zu öffnen und den ROI fein säuberlich und mit ein wenig Stolz zu berechnen. Aber vernebeln uns die Frühlingsgefühle die klare Sicht? Denn viel zu viele PPC-Kampagnen scheitern schon, bevor sie beginnen. Dafür muss es Gründe geben! Sind es zu hohe Erwartungen, die eine Romanze mit PPC unmöglich machen oder liegt es an den Nachteilen der Pay-per-Click-Methode? Wir schauen uns heute die größten Missverständnisse und Kritikpunkte an PPC-Werbung an – ganz ohne rosarote Brille. 

„Warum sollten wir für PPC-Werbung bezahlen, wir haben doch schon SEO?“

Warum viel Geld für SEA ausgeben, wenn SEO den Job genauso gut erledigen kann? Beide Spielarten des Online-Marketings haben ein Ziel: Den Besucher auf Deine Webseite ziehen. Aber es gibt einen großen Unterschied: Bei der SEO-Beratung bezahlst Du nur die Arbeit der Experten. Bei SEA bezahlst Du die Agentur und die Kosten der Werbeanzeigen. Da scheint es sinnvoller, das gesamte Werbebudget für SEO, Content-Marketing und andere Onpage-Werbemaßnahmen zu verwenden.

Online-Marketing ist eine Teamleistung. Wir können nicht voraussagen, wie ein Nutzer auf Dein Unternehmen aufmerksam wird.

  • Sieht er Dich in den organischen Suchergebnissen bei Google oder Bing?
  • Klickt er auf eine Werbeanzeige oder einen Banner?
  • Interessiert er sich für Deine tollen Inhalte im Blog?
  • Findet er Deinen Link in einem sozialen Netzwerk?
  • Ist er für Deinen Newsletter registriert?

Deswegen ist es wichtig, an allen Fronten vertreten zu sein. Während Content, SEO und Social Media schon bestehende Kundengruppen ansprechen, kannst Du mit PPC-Marketing neue Zielgruppen erschließen. PPC ist häufig der erste Kontaktpunkt für wiederkehrende Besucher. SEO und SEA leben in einer sehr effektiven Synergie miteinander. Du solltest Dir folgende Frage stellen: Performt Dein Online-Marketing, wenn Du keine SEA-Anzeigen schaltest? Meistens ist die Antwort darauf ein klares Nein.

„Wir haben jetzt AdWords-Anzeigen installiert, also können wir endlich aufhören, andere Werbung zu schalten!“

Die Synergie zwischen SEO und SEA wirkt auch umgekehrt. Und es geht sogar noch weiter! Fast alle Werbeformen unterstützen sich gegenseitig. Denn um erfolgreich zu werden, musst Du im Gedächtnis bleiben. Und das funktioniert am besten, indem Du auf so vielen (Werbe-)kanälen wie möglich vertreten bist.

Das soll nicht bedeuten, dass Du für immer und ewig Werbung schalten musst, die Dir gar nicht gefällt oder mit der Du Dich nicht wohlfühlst. Wenn Du mit Social-Media-Marketing bei Instagram nicht zurechtkommst oder mit Deiner Fernsehwerbung unglücklich bist, musst Du nicht krampfhaft daran festhalten. Wir raten Dir dazu, Dich nicht auf einen einzigen Marketingkanal zu verlassen. Je mehr Menschen aus Deiner Zielgruppe Du ansprechen kannst, desto besser! Paid Search ist ein toller Kanal, um mehrere Gruppen zu targeten, hat aber (leider) keine magischen Kräfte.

„PPC-Werbung ist viel zu teuer für ein einmaliges Vergnügen!“

Die Arbeit mit dem Taschenrechner hat schon so manchen Unternehmer zur Ernüchterung gebracht. Wenn Du für PPC-Werbung viel Geld ausgibst, möchtest Du eine Gegenleistung. Durch Trackingoptionen lässt sich genau bestimmen, wie viele Nutzer, die über eine Werbeanzeige zu Dir gekommen sind, danach  bei Dir eingekauft haben. Daraus berechnen sich die Kosten pro Conversion oder der CPA (Cost per Acquisition).

Nehmen wir an, 100 Nutzer haben auf Deine Anzeige geklickt. Pro Klick auf die Anzeige hast Du 5,50 Euro ausgegeben. Insgesamt hat Dich die Anzeige 550 Euro gekostet. Zehn User haben anschließend im Shop für durchschnittlich 50 Euro Waren bestellt. Du hast damit einen Umsatz von 500 Euro gemacht. Du hast also 55 Euro pro Conversion ausgegeben, aber nur 50 eingenommen. Sieht auf den ersten Blick nicht berauschend aus, oder?

Tatsächlich ist es gar nicht schlimm, wenn der CPA über dem Umsatz pro Conversion liegt. Diese Sichtweise vernachlässigt die große Stärke Deines eCommerce: Dich! Wer so monokausal rechnet, der vergisst den Customer-Lifetime-Value:

  • Zufriedene Kunden kommen wieder. Sie erinnern sich ohne Werbemaßnahmen (oder mit preiswertem Remarketing) an Deinen tollen Service und bestellen noch häufiger bei Dir.
  • Selbst, wenn manche Nutzer nach dem Klick auf die Anzeige nichts eingekauft haben – vielleicht haben sie Deinen Shop gebookmarkt und warten nur auf das richtige Angebot.
  • Manche Seitenbesucher brauchen Dein Angebot gerade nicht, aber kennen jemanden, dem es gefallen würde. Weiterempfehlungen sind pures Conversion-Gold!

PPC ist oft der erste Schritt, um langfristige Beziehungen mit Deinen Kunden aufzubauen.

„Über Anzeigen bei Google oder Facebook kommt doch eh kein Verkauf zustande, das ist alles nur leerer Traffic! “

Bei PPC bezahlst Du den Klickpreis für jeden Nutzer, der auf die Anzeige geklickt hat und danach auf Deiner Webseite gelandet ist. Viele unserer Kunden haben Angst, dass Sie für Besucher zahlen, die aus Versehen auf die Ad geklickt haben. Dieses Missverständnis können wir direkt aus dem Weg räumen: Google hat ein System gegen fälschlich geklickte Anzeigen im Programm. Die meisten User bemerken ihren Fehler recht schnell und schließen das Fenster innerhalb weniger Sekunden. Diese Nutzer zählen nicht zum Klickpreis. Du musst nicht für Seitenbesucher bezahlen, die weniger als drei Sekunden auf Deiner Landing Page verbringen.

Wer auf Deine Anzeige klickt, interessiert sich für Deinen Inhalt. Danach liegt der Erfolg oder Misserfolg der PPC-Werbung in Deinen Händen. Es gibt einige Tricks, um die Erfolgswahrscheinlichkeit zu erhöhen. Die beste Geheimwaffe gegen schlechte Conversionraten ist eine gut gestaltete Landing Page. Das ist die Seite, die direkt hinter der Anzeige verlinkt ist. Sie ist die Verlängerung des Anzeigentextes und bietet die Möglichkeit, Dein Angebot ideal in Szene zu setzen.  Wie das geht, verraten wir Dir in unserem Artikel über die wunderschöne Landing Pages.

„Gut, die PPC-Kampagne hat funktioniert, dann lassen wir das genau so und kümmern uns um andere Themen!“

Wenn Unternehmen mit PPC-Werbung anfangen, sind sie meist hochmotiviert und regelrecht euphorisch bei den ersten Erfolgen. Mit der Zeit ebbt die Euphorie ab. Andere Projekte und Herausforderungen kommen. Die PPC-Kampagne läuft dann auf Autopilot weiter. Das ist unendlich schade! Denn mit kreativen, frischen Ideen und ein wenig Herzblut kann SEA wahre Wunder vollbringen. Es gibt kaum einen anderen Werbekanal, der so sehr von kreativen Herangehensweisen profitiert.

Besonders effektiv sind SEA-Kampagnen, die sich stetig weiterentwickeln:

  1. Wir erschließen eine neue Zielgruppe. Dafür richten wir eine Anzeigengruppe ein, die unsere gewählten Wunschkunden auf Deinen Online-Shop zieht.
  2. Manche Nutzer kaufen ein oder zwei Produkte, melden sich für Deinen Newsletter an oder stöbern durch Deine Sonderangebote.
  3. Statt zufrieden aufzuhören, sprechen wir diese neuen Kunden ein paar Tage oder Wochen später wieder an. Vielleicht benötigen sie ja Zubehör für ihre neuen Schätze oder haben Interesse an weiteren Produkten?
  4. Mit Remarketing binden wir Nutzergruppen, die Deine Angebote bereits kennen. Diese Kunden kommen wieder!

Es gibt sehr viele Möglichkeiten kreativ mit Remarketing zu arbeiten. Wichtig ist dabei, dass Du Dich nie auf Deinen Lorbeeren ausruhst, sondern neugierig bleibst und die Schatzkiste an Möglichkeiten von PPC-Werbung ausgiebig nutzt.

Fazit: Unser Herz gehört der SEA-Werbung

Wahre Liebe gibt es doch. Wir sind seit über zehn Jahren Fans von Pay-per-Click-Anzeigen. Wer hat auf eine Anzeige geklickt, sich auf Deiner Webseite umgesehen und sich dann etwas aus Deinem Shop gegönnt? Wir finden es heraus. Deswegen machen uns Vorurteile über PPC-Werbung umso trauriger. Natürlich können manche Kampagnen schlecht laufen oder zu wenig Umsatz bringen. Aber das liegt eher an falschen Erwartungen und hat nichts mit den wahren Qualitäten von SEA zu tun.

Wie in jeder guten Beziehung gibt es auch zwischen Dir und Online-Werbung manchmal Missverständnisse. Deswegen liegt es uns sehr am Herzen, mit diesen verbreiteten Vorurteilen aufzuräumen. Wenn Du weißt, was PPC leisten kann (und was nicht), steht einer glücklichen Beziehung nichts mehr im Wege!

Welche Vorurteile hast Du gegenüber PPC-Werbung? Lasse es uns in den Kommentaren wissen!  

In wenigen Wochen tritt die neue Datenschutzgrundverordnung (DSGVO) in Kraft. Ab dem 25. Mai haben Internetnutzer in der EU mehr Macht über ihre Daten. Aber was bedeutet das eigentlich für Werbung im Internet? Schließlich arbeiten wir jeden Tag mit sensiblen Kundeninformationen – oder? Sind AdWords-Werbeanzeigen von der Datenschutzrichtlinie betroffen? Wie DSGVO und SEA zusammenhängen und was Du jetzt tun musst, um Dein Online-Marketing rechtssicher zu machen, erklären wir Dir im Blog. 

Kleiner Disclaimer: Wir beschäftigen uns als Online-Marketing-Agentur natürlich damit, dass alle rechtlichen Rahmenbedingungen erfüllt sind. Das gilt auch für die neue DSGVO. Unsere Kunden müssen keine Sorge haben, dass sie unabsichtlich gegen diese Richtlinien verstoßen. Wir haben ebenfalls unser Bestes getan, um diesen Blogpost so informativ und korrekt wie möglich zu gestalten. Dennoch ersetzt die Lektüre keinen Besuch beim Anwalt oder bei einem spezialisierten Dienstleister für Datenschutz-Fragen. Wenn Du also wissen willst, ob Deine Seite fit für die DSGVO ist, sprichst Du idealerweise noch einmal mit einem Experten.

Consent ist sexy – das gilt im Schlafzimmer und auf Deiner Webseite

Grundpfeiler des DSGVO ist das Selbstbestimmungsrecht über die eigenen Daten. Jeder Internetnutzer soll die Möglichkeit haben, über die Nutzung seiner persönlichen Daten zu bestimmen, den Datenfluss zu kontrollieren und sich über ihren Einsatz zu informieren. Das Zauberwort heißt Consent: Unternehmen dürfen personenbezogene Daten nur nach Zustimmung der betroffenen verwenden, auswerten und analysieren. Zudem müssen sie dabei sehr vorsichtig und sparsam mit ihren Informationen umgehen. Personenbezogene Daten haben viele Gesichter:

  • Name, Anschrift und Sozialversicherungsnummer
  • Demographische Angaben wie Alter, Geschlecht, Einkommen oder sexuelle Orientierung
  • Verhaltensdaten wie vergangene Suchanfragen, Einkaufshistorie, Browserverlauf
  • IP-Adressen und Standortdaten
  • E-Mails, Fotos, Videos, Blogs oder Kommentare
  • Daten, die mit Tracking-Cookies von Tools wie Google Analytics oder Searchmetrics entstehen

Kurzum: Alles, was eine Person im Internet eindeutig identifiziert, unterliegt einem besonderen Schutz und darf nur mit Einwilligung weiterbenutzt werden. Jeder Nutzer hat ein Recht auf transparente Information, Auskunft und Löschung. So viel zu den Basics.

Aber was hat die DSGVO mit Online-Marketing zu tun? Der springende Punkt ist, dass Werbung im Internet auf Cookies und IP-Daten beruht. Jede Werbeanzeige mit Targeting spricht eine bestimmte Person an. Das zeigt sich vor allem dann, wenn jemand mit Remarketing wochenlang eine Anzeige für etwas bekommt, was er sich einmal im Internet angesehen hat.

Ob personalisierte Werbung, Remarketing oder AdSense-Anzeige: Werbung im Internet arbeitet immer in irgendeiner Form mit persönlichen Daten. Wie können wir also SEA weiterhin realisieren und uns gleichzeitig an die neuen Regeln und Gesetze halten?

Werbeanzeigen und Datenschutz – das musst Du jetzt beachten

Bei SEA dreht sich alles um die richtige Zielgruppe. Wer genau weiß, welche Internetnutzer Interesse an einem Produkt oder einer Dienstleistung haben, kann diese Menschen auch gezielt ansprechen. Personalisierte Werbung erhöht nachweislich die Conversionrate und verringert auf lange Sicht auch das schlechte Image von Werbung im Internet. Denn wenn sich die Werbeanzeigen an den aktuellen Wünschen orientieren, bieten sie im Idealfall einen Mehrwert: Die richtigen Informationen und Produkte zur richtigen Zeit.

Nach der Logik der DSGVO ist das allerdings ein Problem: Schließlich brauchen wir Daten, um diesen Nutzern zielgerichtet personalisierte Werbung auszuspielen. Das gilt vor allem beim Remarketing oder bei der Zusammenführung von bestehenden Kundendaten und der Webanalyse. Berechtigte Interessen bilden eine Ausnahme bei den engen Regeln zum Datenschutz – und dazu zählt auch die Eigenwerbung. Dabei gilt der Grundsatz, dass Datenschutzrechte und Werbeinteresse abgewogen werden müssen.

Fall 1: Du machst Werbung mit AdWords-Werbeanzeigen bei Google

Du bist ein kleiner Einzelkämpfer und schaltest regelmäßig Werbung über AdWords oder auf Facebook. Du nutzt gerne die Targeting-Möglichkeiten, die diese Plattformen bieten, um Deine Zielgruppe anzusprechen und auf Deine Webseite zu locken. Glücklicherweise betrifft das Gesetz zur Datenverarbeitung nur Plattformen, die Daten verarbeiten und auf denen Deine Ads erscheinen. Als Werbetreibender nutzt Du zwar Daten, aber verarbeitest sie selbst nicht und Du hast ein berechtigtes Interesse daran, Werbung zu schalten. Du musst also keine zusätzlichen Schutzmaßnahmen für die Werbeanzeigen treffen, solange Du selbst keine eigenen Daten erhebst. Das entbindet Dich allerdings nicht von der Pflicht, alle anderen Grundlagen der DSGVO zu erfüllen. Vor allem, wenn Du mit Google Analytics arbeitest, um Deinen Traffic zu analysieren, solltest Du auf die zusätzliche Anonymisierungsoption setzen und einen Datenschutzhinweis setzen.

Handlungsbedarf: Datenschutzhinweis überprüfen und überarbeiten, Google Analytics-Konto und Analyse-Code mit der IP-Anonymisierung updaten, gegebenenfalls einen Auftragsdatenverarbeitungsvertrag mit Google abschließen, alle anderen Aspekte der DSGVO beachten.

Google AdSense, Displaywerbung und der Datenschutz Deiner User

Google macht es sich einfach: Mit den neuen Nutzungsverträgen schiebt das Unternehmen die Verantwortung für die Zustimmung der Endnutzer nämlich auf alle Seiten, die im Display-Netzwerk Werbung schalten (die Publisher). Die Webseiten, die mit ihren Werbeeinblendungen Geld verdienen, müssen sich jetzt um das Einverständnis der Nutzer kümmern. Der Nutzer muss ganz klar darauf aufmerksam gemacht werden, dass er Informationen wie Alter, Interesse und Standort freiwillig für Werbezwecke offen legt. Und es muss die Möglichkeit geben, dieser Datennutzung zu widersprechen.

Das bringt Nutzern von AdSense natürlich einige Nachteile. Zum einen müssen sie sich darum kümmern, dass ihre Webseite alle neuen Regeln der DSGVO erfüllt und zum Beispiel Verträge mit allen beteiligten Unternehmen schließen (Hoster, Virensoftware für den Server, Google, Newsletterdienstleister, im härtesten Fall sogar mit dem Reinigungsunternehmen der Büroräume). Zudem geht ihnen damit ein Teil ihres Umsatzes verloren. Wer Widerspruch gegen personalisierte Werbung einlegt, bekommt bisher einfach gar keine Banner mehr angezeigt. Ab Mai will Google erstmals komplett unpersonalisierte Werbung anbieten. Diese richtet sich nach dem Inhalt der Seite, auf der sie erscheint und ist erheblich schlechter bezahlt als klassische Displaywerbung.

Google wollte Ende April oder Anfang Mai ein Tool vorstellen, dass es den Publishern einfacher macht, DSGVO-gerechte Bannerwerbung zu schalten. Bisher gab es dazu allerdings noch kein weiteres Update.

Update vom 28.04.2018

Zu früh gelästert! Google hat am 26. April seine neuen Features für Publisher vorgestellt. Zum einen bietet das Unternehmen über die Google Suite relativ bequem eine Möglichkeit, Verantwortliche im Unternehmen zu benenennen und sich über ein zentrales Portal um die Zustimmungserklärung zur Datenverarbeitung zu kümmern. Alle Nutzer von Analytics, Optimize, Tag Manager und Attribution können die Google Suite nutzen, um ein Unternehmen einzutragen.

Für AdSense gibt einen einen neuen Artikel in der Knowledge Base, der sich um die DSGVO dreht. Google weist hier deutlich darauf hin, dass die Publisher in der Pflicht stehen, sich um die Zustimmungserklärungen zu kümmern. Außerdem gibt es Links zu einem Cookie Consent Gathering Tool für Desktop und Mobile, das aktuell aber noch nicht zu funktionieren scheint. Auch AMP-Seiten bekommen ein eigenes, optimiertes Consent-Tool. Außerdem gibt es jetzt tatsächlich die Option, nicht-personalisierte Werbung zu schalten, wenn ein Nutzer alle Cookieoptionen ablehnt.

Fall 2: Du bietest auf Deiner Webseite Platz für Bannerwerbung über AdSense

Du hast eine kleine, private Webseite oder einen tollen Blog. Damit Du damit ein wenig Geld verdienst, bietest Du in der Seitenleiste Platz für Bannerwerbung über Google. Du meldest Dich bei Google AdSense an, definierst die Orte, an denen Werbung erscheinen darf und verdienst Geld mit jedem Klick auf die Anzeigen. Für jeden Besucher gibt es andere Werbung, abhängig davon, wie seine Interessen liegen und welche Werbeanzeigen Google für ihn auswählt. Ab dem 25. Mai musst Du allerdings darauf achten, dass Deine Nutzer, Fans und Leser darüber informiert werden, dass sie auf Deiner Seite personalisierte Werbung zu Gesicht bekommen – auch, wenn Du selber aktiv gar keine Daten erhebst. Die Daten Deiner User werden auf Deiner Seite gesammelt und an Google weitergeleitet. Auch Du brauchst eine ausführliche Datenschutzerklärung und musst Dich darum kümmern, dass die Nutzer jederzeit transparent über ihre Informationen entscheiden können.

Handlungsbedarf: Auftragsdatenverarbeitungsvertrag mit Google abschließen, Datenschutzhinweis überarbeiten, überprüfen, welche Nutzerdaten wirklich gesammelt werden, Einverständnis über Cookie-Nutzung einholen, Zustimmung zur Datenverarbeitung zu Werbezwecken einholen, Rechte zu Rechte über Auskunft, Rückgabe, Korrektur, Vervollständigung oder Löschung beachten, unpersonalisierte Werbebanner erlauben, alle anderen Aspekte der DSGVO beachten.

Online-Marketing und DSGVO: Auf diese Punkte solltest Du achten

  • Double-Opt-In bei Newslettern oder beim E-Mail-Marketing: Deine Leads müssen zweimal bestätigen, dass sie wirklich Nachrichten von Dir bekommen wollen. Dazu tragen sie sich mit ihrer Mailadresse bei Dir ein und bekommen dann eine E-Mail mit einem Bestätigungslink, den sie betätigen müssen. Bei vielen Anbietern wie Mailchimp ist dieses Format mit wenigen Klicks eingerichtet.
  • Du musst alle Links zu Youtube oder zu anderen sozialen Netzwerken kritisch prüfen und sie gegebenenfalls überarbeiten. Gerade Social-Media-Buttons und Facebook-Pixel können datenschutztechnisch problematisch werden. Wie Du Youtube-Videos rechtssicher auf Deiner Seite einbindest, erfährst Du hier.
  • Achte darauf, dass Du Google Analytics die IP-Adressen Deiner Besucher pseudonymisierst übermittelst. Dafür musst Du den Tracking-Code von Analytics updaten. Wie das geht, erfährst Du hier. 
  • Du musst Deine Datenschutzerklärung definitiv auf den neuesten Stand bringen. Ein Rechtsanwalt hilft Dir dabei, die wichtigsten Punkte abmahnsicher abzudecken.
  • Alle erhobenen Daten müssen protokolliert, gesichert und auf Nachfrage angegeben werden.
  • Du hast ein Kontaktformular? Erkläre im Datenschutzhinweis unbedingt, was es damit auf sich hat und was mit den Daten geschieht!
  • Gibt es bei Dir Content, der hinter einer Zahlschranke liegt oder andersweitig beschränkt ist? Irgendwie musst Du feststellen, wer Zugiff hat und wer nicht. Stelle unbedingt sicher, dass Du nur die für die Dienstleistung unabdinglichen Daten erhebst und nutzt.
  • Überdenke genau, wo Du welche Daten erhebst und wie Du damit umgehst. Brauchst Du im Kontaktformular wirklich die Telefonnummer Deiner Kunden? Welche Informationen speicherst Du wo? Wenn Du hier so sparsam wie möglich agierst, bist Du auf einem guten Weg.

Einen umfassenden und sehr ausführlichen Artikel zum dem Thema findest Du bei Dr. Schwenke, der den DSGVO-Guide für t3n geschrieben hat.

Fazit: DSGVO: Kein Grund zur Panik

Die Datenschutzgrundverordnung hat eigentlich ein großartiges Ziel: Den Nutzern die Macht über ihre eigenen Daten zurückgeben. Allerdings sind viele Experten der Ansicht, dass die EU-Kommission ein wenig über das Ziel hinausgeschossen ist. Im Herbst wird es dann noch einmal spannend: Dann wird die neue ePrivacy-Verordnung besprochen und beschlossen. Das könnte ebenfalls noch einmal weitere Veränderungen mit sich bringen. Beim Online-Marketing gibt es einige Punkte, die demnächst stärker in den Fokus rücken. Eine gute Gelegenheit, um sich einmal Gedanken über den Datenschutz zu machen.


Wie findet Ihr die Regeln der DSGVO? Überzogen, angemessen, verwirrend? Lasst es uns in den Kommentaren wissen! 

Gut gemachtes SEA ist wie eine Theateraufführung: Das Publikum muss stimmen, aber vor allem zählt der Inhalt. Wie gut bringen die Schauspieler die Botschaft des Werkes auf die Bühne? Wie klar wird das zentrale Thema? Stimmen Beleuchtung, Ton und Szenenabfolge? Redet der Hauptdarsteller viel zu lange um den heißen Brei herum? Aber der Star der Show ist der Inhalt: Die tollen Texte, die bei den Zuschauern Emotionen wecken und sie zu Standing Ovations motivieren. So ähnlich sieht das auch bei den Anzeigentexten in einer AdWords-Anzeige aus: Nur der richtige Text lädt das Publikum zum Klicken ein. Wie Du Applaus für Deine Anzeigentexte einfährst und was Du tun kannst, um Deine Ads erfolgreicher zu machen, erfährst Du bei uns im Blog. 

Die Anatomie eines guten Texts für AdWords

Wie muss der Anzeigentext bei AdWords aussehen? Gibt es eine Zeichenbegrenzung bei AdWords? Zuerst klären wir die Basics. 

Textanzeigen bei Google folgen einem strengen Schema. Das Format nennt sich Expanded Text Ads (ETAs) und sieht so aus:

So sieht das Schema für Anzeigentexte einer ETA aus.

So sieht das Schema beim Anzeigentext einer ETA aus. (Quelle: Google)

Erweitere Textanzeigen bestehen aus drei Abschnitten:

Die obere Zeile ist der Titel der Werbeanzeige. Dafür stehen Dir zwei Textblöcke mit je 30 Zeichen zur Verfügung. In der Ad ist diese Zeile blau.

Der Hyperlink ist grün und steht auf einer Zeile mit der Werbekennzeichnung. Hier gibt es eigentlich kaum etwas zu beachten. Du kannst zwei Ebenen tief in die URL gehen und damit wunderbar aussagekräftige Pfade erstellen. Dafür hast du zweimal 15 Zeichen Platz. 

Aber am spannendsten ist mit Sicherheit das graue Textfeld. Die Beschreibung bietet Platz für 80 Zeichen. Hier kannst Du Dich kreativ austoben und die Kunden animieren, auf Deine Werbeanzeige zu klicken.

Google zählt übrigens Leer- und Sonderzeichen mit zu den engen Zeichenbegrenzungen. Vor etwa einem Jahr gab es den großen Trend, kleine Symbole und Sonderzeichen wie Häkchen oder Herzen in die Ads einzufügen. Mittlerweile sieht man diese Spielereien kaum noch, auch wenn sie natürlich ein hübscher Eyecatcher sein können. Für Symbole und Emojis gilt: Nutze sie nur, wenn sie zur Stimme Deines Unternehmens passen! Bei einem hippen Start-up wirken Emojis im Anzeigentext bei AdWords cool, bei einem soliden KMU eher peinlich.

AdWords-Anzeigentexte können mehr: Wie du richtig mit Anzeigenerweiterungen umgehst

Anzeigenerweiterungen bringen Farbe und zusätzliche Informationen in Deine Anzeige. So setzt Du sie richtig ein.

Die erweiterten Textanzeigen bei AdWords tragen ihren Namen nicht ohne Grund. Im Gegensatz zu organischen Suchanzeigen kannst Du Dich hier richtig austoben. Google stellt Dir eine kleine Schatzkiste an verschiedenen Optionen und Zusatzelementen zur Verfügung. Du hast die Qual der Wahl:

  1. Sitelink-Erweiterungen
  2. Standort-Erweiterungen
  3. Anruf-Erweiterungen
  4. App-Erweiterungen
  5. Rezensionserweiterungen
  6. Erweiterungen mit Zusatzinformationen
  7. Snippet-Erweiterungen
  8. Preiserweiterung
  9. Angebotserweiterung
  10. Automatische Anzeigenerweiterungen
  11. Kundenbewertungen
  12. Verkäuferbewertungen
  13. Dynamische Sitelinks
  14. Vorherige Besuche
  15. Profilerweiterungen
  16. Dynamisch strukturierte Snippets

Natürlich kannst Du nicht alle Anzeigenerweiterungen auf einmal nutzen. Bei Trafficdesign findest Du eine Erläuterung mit Bildern zu jeder einzelnen Anzeigenerweiterung.

Welche Anzeigenerweiterungen sich lohnen, hängt natürlich von Deinem Business und Deiner Webseite ab.

  • Arbeitest Du mit Local SEO und willst Kunden in Deiner Nähe ansprechen? Die Anruferweiterung und der Standort sind eine tolle Kombination für Dich. Du kannst hier zum Beispiel Deine Öffnungszeiten angeben.
  • Online-Händler kommen um eine der beiden Bewertungsextensions nicht herum. Die orangenen Sterne ziehen zudem die Aufmerksamkeit der User auf sich.
  • Dynamische Anzeigenerweiterungen können tricky sein: Sie haben zwar einen tollen Effekt auf die Klickrate, aber sie sind nicht immer leicht einzubauen und führen manchmal zu ungewollten Ergebnissen. Diese Erweiterungen überlässt Du also lieber den Profis.

So schreibst Du einen Anzeigentext auf den die User gerne klicken

Die Grundregel für Anzeigentexte lautet KISS: Keep it simple, stupid. 

  • 80 Zeichen sind nicht viel. Selbst bei Twitter hast Du dreimal so viel Platz für Deine Gedanken. Und im Anzeigentext musst Du auch noch überzeugend die Vorteile Deines Angebots unterbringen! Die oberste Regel lautet daher: Schreibe klar. Schreibe treffend. Der Nutzer muss sofort wissen, worum es geht und warum er diese Anzeige vor sich sieht.
  • Ein knackiger Call-To-Action ist  Pflicht! Er gibt dem Leser eine direkte Handlungsaufforderung und wirkt aktivierend, was sich wiederum positiv auf die CTR auswirkt.
  • Arbeite mit konkreten Fragen, welche die Pain Points Deiner Zielgruppe ansprechen. Das simuliert eine Art Dialog und macht die Anzeige freundlicher und nahbarer.
  • Warum ganze Sätze bilden, wenn Wortgruppen viel besser wirken! Du kannst einfach Deine USPs in den Anzeigentext nehmen und sie mit einem Strich voneinander trennen. Das lockert den Anzeigentext auf und macht ihn weniger wuchtig. (Oder Du nutzt die Callout Extensions der Anzeigenerweiterungen.)
  • Der Ton sollte Dein Angebot möglichst gut widerspiegeln. Sprich: Es kann gerade erfrischend sein, wenn Du Deinen Anzeigentext nicht so bierernst formulierst wie 90 Prozent Deiner Mitbewerber. Aber es muss zu Deinem Unternehmen passen.
  • Versetze Dich in die Rolle deiner Zielgruppe. Wonach genau sucht ein User, wenn er ein Keyword bei Google eingibt? Will er Informationen oder ein besonders günstiges Angebot? Du kannst mehrere Anzeigentexte für jede Phase der Customer Journey schreiben. Diese verteilst Du dann passend auf die jeweiligen Keywords.
  • Zahlen sparen Platz. Wie alle anderen Sonderzeichen ziehen sie zudem den Blick der Nutzer auf sich. Sie wirken konkret und spannend – ein mächtiges Tool!
  • Der Anzeigentext ist nicht das Ende der Reise. Deine Werbeanzeige führt den potenziellen Kunden ja auf eine Landing Page. Dort solltest Du den Inhalt der Anzeige so konkret wie möglich aufgreifen und weiterführen.

Gute Beispiele aus der Praxis: So muss Deine Anzeige aussehen

Große Marken investieren viel Geld in Anzeigentexte und Anzeigentitel. Du kannst davon lernen (ohne das Geld auszugeben). 

Ganz schön smart: Die beiden Anzeigentexte für das Keyword „Smart Home“ beweisen, dass Du gar keine fancy Erweiterungen brauchst, um ins Auge zu fallen. Die obere Anzeige von innogy richtet sich eher an Interessenten, die sich über das Thema Smart Home informieren wollen. Der Anzeigentext punktet mit einem klaren Bild: Mehr Sicherheit für die Familie. Der CTA ist angenehm knackig, aber nicht zu direkt.

Die Anzeige von Gigaset dagegen verweist im Anzeigen schon auf den USP: Es gibt etwas gratis. Aber im Gegenzug wird nicht genau erklärt, wofür das Alarmsystem eigentlich gut ist. Diese Anzeige richtet sich also eher an User, die schon halbwegs wissen, was sie wollen. Beide Varianten sind für den jeweiligen Zweck gut geeignet und schaffen es, das Interesse zu wecken und zu einer Handlung aufzurufen.

Die Formulierungen sind ein wenig unsauber („Top Kleider online bestellen“ wirkt sehr unnatürlich. Das ist vermutlich das Ergebnis davon, dass der Titel automatisch generiert wurde.) Aber abseits davon macht bonprix vieles richtig: Der Text ist direkt und sympathisch, der Call-to-Action stimmt und das aktuelle Angebot wird perfekt in Szene gesetzt. Die Adjektive helfen dabei, dass sich der Leser angesprochen und emotional abgeholt fühlt.

Zahlen über Zahlen! Bei dieser Ad siehst Du die verschiedenen Anzeigenerweiterungen im Einsatz (in diesem Fall: Verkäuferbewertungen und Callout Extensions). Im Anzeigentitel wird gar nicht erst um den heißen Brei geredet, sondern es geht direkt um die USPs und Rabatte. Das ist grundsätzlich in Ordnung. Allerdings bleibt bei all der kühlen Logik die Grammatik ein wenig auf der Strecke. Auch der Call-to-Action ist nicht gut gelungen und viel zu direkt.

Fazit: Anzeigentexte verkaufen.

Beim Schreiben von Anzeigentexten musst Du eigentlich nur drei Regeln beachten:

  • Fasse Dich kurz.
  • Bringe Deine USPs unter.
  • Achte auf die Ziele Deiner Kunden.

Anzeigentexte haben eine wunderbare Eigenschaft: Du kannst sie einfach verändern und in A/B-Tests gegeneinander antreten lassen. Mit der Zeit findest Du den richtigen Ton für Dein Unternehmen. Mit wenigen Worten sorgst Du für Szenenapplaus – und eine bessere CTR und Conversion-Rate.


Worauf achtet Ihr, wenn Ihr Euren Anzeigentext verfasst? Oder haltet Ihr den Text für gar nicht so entscheidend? Lasst es uns in den Kommentaren wissen!

Amazon erobert die Welt. Vielleicht nicht unbedingt die echte Welt, aber zumindest beim eCommerce ist der gewaltige Marktplatz nicht mehr wegzudenken. Ein Drittel aller Nutzer sucht gar nicht erst bei Google nach neuen Produkten oder Onlineshops, sondern geht direkt zu Amazon. Mit den verschiedenen Werbemöglichkeiten bei Amazon bist Du schon da, wenn Deine Zielgruppe kommt:  Sponsored Products und Display Advertising bei Amazon erobern den Search Ad Markt im Sturm. Kein Wunder, schließlich sind Werbeanzeigen direkt bei Amazon sehr praktisch und effektiv. Wir erklären Dir heute, warum sich SEA bei Amazon lohnt und wie Du Deine Werbeanzeigen optimierst. 

Google ist nicht mehr Alleinherrscher über SEA

Laut dem Search Marketing Forecast, 2017 To 2022 von Forrester Data spaltet sich der SEA-Markt immer weiter auf. Das sind keine schlechten Nachrichten! Denn obwohl der Marktanteil von Google bei der Online-Werbung von 88 Prozent auf 78 Prozent gesunken ist, ist das ausgegebene Werbebudget bei AdWords weiter gewachsen. Denn die Ausgaben für (mobile) Anzeigen haben sich insgesamt stark erhöht. Dieser Trend hält weiter an – und könnte sich sogar noch beschleunigen. Die Studie bezieht sich zwar auf die USA, aber die Trends sind weltweit gleich.

Beim eCommerce gibt es einen anderen großen Player, der Google auf dem Search Ad Markt zu Leibe rückt: Werbung bei Amazon ist effektiv, direkt beim Kunden und extrem conversionstark. Knapp 33 Prozent der shoppingwilligen User beginnen ihre Suche direkt bei Amazon. Warum den Umweg über Google gehen, wenn die größte Produktsuchmaschine der Welt nur einen Klick entfernt ist?

Kaum ein Onlinehändler kommt an Amazon vorbei. Aber wie stichst Du aus der Masse der Produkte heraus? Amazon bietet mit Amazon Display Advertising und Sponsored Products die Möglichkeit, Produkte, den eigenen Shop oder die eigene Webseite auf Amazon zu bewerben.

5 Gründe, warum du bei Amazon Ads schalten solltest

  1. Sie fallen ins Auge. Je nach Anzeigenart befinden sich die Amazon Ads über oder direkt neben den klassischen Suchergebnissen für Produkte. Manche Werbeanzeigen erscheinen sogar im Review-Bereich, bei anderen Produktseiten, im Newsletter von Amazon oder auf Partnerseiten.
  2. Sie kommen zum richtigen Zeitpunkt. Wenn ein Nutzer bei Amazon unterwegs ist, ist er bereit und empfänglich für Produktempfehlungen, also schon ziemlich weit in seiner Customer Journey.
  3. Sie lassen sich leicht targeten. Amazon hat fast so viele Informationen über seine Kundschaft wie Facebook – wenn nicht sogar noch mehr. Du kannst mit Keywords und Interessengruppen arbeiten, wenn Du Deine Kampagne erstellst.
  4. Sie sind (noch) relativ preiswert. SEA bei Amazon funktioniert ähnlich wie Google AdWords nach einem Bidding System. Die Preise pro Klick auf eine Anzeige liegen im Vergleich mit Google Shopping Ads relativ niedrig und versprechen dafür einen höheren ROI.
  5. Sie sind einfach zu gestalten. Bei Google musst Du Dir einen ansprechenden Text oder eine gute Grafik für deine Werbeanzeige überlegen. Bei Amazon bestimmst Du einfach ein Produkt, das Du bewerben willst, und kannst direkt loslegen.

Welche Werbemöglichkeiten gibt es bei Amazon?

Auf der Verkaufsplattform selbst gibt es drei Werbeformate:

  • Sponsored Products
  • Headline Search Ads
  • Product Display Ads

Bei Sponsored Products tauchen in den SERPs von Amazon auf. Die Headline ist besonders prominent über dem Seiteninhalt geschaltet und bietet Raum für ein wenig Text – in den engen Richtlinien von Amazon. Product Display Ads sind kleine Informationsboxen, die auf anderen Produktseiten oder im Display-Netzwerk erscheinen. Bisher können nur Vendor-Accounts auf Headline Search Ads zugreifen.

 

SEA bei Amazon: Diese Werbemöglichkeiten stehen dir unter anderem zur Verfügung.

SEA bei Amazon: Diese Werbemöglichkeiten stehen Dir unter anderem zur Verfügung. Auf dem Bild siehst Du eine Headline Search Ad und zwei Sponsored Products in den Suchergebnissen.

So optimierst Du Deine Werbekampagne bei Amazon

Es ist gar nicht so leicht, bei Amazon zu strahlen. Schließlich ist die Konkurrenz so gewaltig wie das Angebot. Aber mit ein paar Tricks ziehst Du an Deiner Konkurrenz vorbei.

Die richtigen Produktgruppen

Ebenso wie Google erlaubt Amazon die Unterteilung Deiner Kampagnen in Produktgruppen. Das bringt mehrere Vorteile mit sich: So kannst Du passgenauer targeten und bekommst klarere Keywords heraus. Eine gut strukturierte Kampagne ist das A und O für SEA bei Amazon. Dabei muss Deine Struktur gar nicht komplex sein. Es reicht, wenn Du für den Anfang Deine beworbenen Artikel grob in drei Kategorien einteilst (Beispiel: Gartenmöbel, Gartenwerkzeug, Pflanzen). Danach unterteilst Du diese Kategorien noch einmal feiner (unter der Kategorie „Gartenmöbel“ befinden sich Gartenstühle, Gartentische und Zelte).

Auf Basis von diesen Untergruppen erstellst Du Werbekampagnen für die einzelnen Produktkategorien. Hier kannst Du schließlich Keywords festlegen, die sehr spezifisch sind und damit besser zum Search Intend des Nutzers passen.

Zielgruppengerechte Ansprache und Produkttitel

Bei Amazon musst Du keine Meta-Title schreiben. Stattdessen dient der Produkttitel als Überschrift in der Werbeanzeige. Du kommst also um einen guten Titel nicht herum. Die User wollen so viele Informationen wie möglich auf den ersten Blick bekommen – übe Dich also in kurzen, knackigen Titeln, die alle wichtigen Informationen bieten. Du solltest darauf achten, dass Dein Produkttitel nicht zu einer reinen Aufzählung verkommt. Besser sind kurze Texte in einem freundlichen, informativen Ton.

Welcher Produkttitel klingt besser! Versuche, alle relevanten Informationen in einer ansprechenden Form in den Titel zu setzen, und optimiere nicht nur nach Keywords!

Welcher Produkttitel klingt besser? Versuche alle relevanten Informationen in einer ansprechenden Form in den Titel zu setzen und optimiere nicht nur nach Keywords!

Negative Keywords und Exact Match Keywords

Ebenso wie bei Google kannst Du bei Amazon bestimmte Keywords aus der Kampagne ausschließen. Diese negativen Keywords verhindern, dass Deine Kampagnen von Usern gesehen werden, die nicht zu Deiner Zielgruppe gehören oder für die Dein Produkt nicht interessant ist. Du verkaufst hochwertige Luxus-Gartenmöbel? Dann solltest Du die Keywordkombination „Gartenstühle günstig“ aus Deinen Kampagnen ausschließen.

Einen ähnlichen Effekt erzielst Du mit der Keywordeinstellung „Exact Match“. Auf diesem Weg zwingst Du Amazon, Deine Werbeanzeige Usern zu zeigen, die exakt nach den vorgegebenen  Phrasen gesucht haben. Dadurch kontrollierst Du genauer, wer Deine Ad zu Gesicht bekommt und schließt Streuverluste aus. Eine eng gefasste Kampagne, die genau die richtigen Menschen erreicht, ist besser als eine breit aufgestellte Anzeige, die niemanden interessiert.

Fazit: SEA bei Amazon ist ein Zukunftsmarkt

SEA bei Amazon ist in Deuschland noch ein kleiner Geheimtipp. Dabei können gute PPC-Ads auf der Verkaufsplattform mehr, als Deinen Umsatz steigern: Sie dienen dem Branding und helfen Dir dabei, Deine Zielgruppe besser kennenzulernen. Die Welt der Werbeanzeigen bei Amazon ist noch jung – aber viele Prinzipien aus der klassischen SEA funktionieren hier genauso gut. Im Prinzip sind Amazon Ads nichts anderes als Google AdWords – aber gerade im eCommerce sind sie erheblich effektiver und zugänglicher.


Habt Ihr schon erste Erfahrungen mit SEA bei Amazon gemacht? Was sind eure Geheimrezepte?

Einmal im Jahr treffen sich in Hamburg Online-Marketer, Rockstars und alles dazwischen: Die Online Marketing Rockstars ziehen ein stetig wachsendes Publikum an. Dieses Jahr gaben sich 40.000 Gäste die Ehre. Bei der OMR geht es nicht nur ums Sehen und Gesehen werden: Auf der Konferenz zeigen sich die Trends rund um SEO, SEA, Onlinewerbung und Conversion von morgen. Mehr als 300 Speaker aus allen Branchen haben ihr Wissen geteilt und einen Blick in die Kristallkugel gewagt. Mit ein paar Wochen Abstand zum großen Event sammeln wir jetzt unsere Gedanken zum Festival und zu den Trends im Online-Marketing, die frisch von der OMR 2018 kommen. 

Online-Marketing in Zeiten von ePrivacy und DSVGO

Ein großes Thema waren natürlich die neuen DSVGO-Richtlinien, die am 25. Mai 2018 in Kraft treten. Zusammen mit der ePrivacy-Verordnung, die 2019 auf dem Plan steht, gibt es derzeit viele Fragezeichen rund um das Online-Marketing und die Digitalindustrie. Es gab eine Diskussion zwischen den Branchengrößen Mathias Döpfner und Florian Heinemann und dem EU-Kommissar Andrus Ansip, der für das brandneue Datenschutzrecht zuständig ist. Das Ergebnis? Eher durchwachsen. Auf beiden Seiten herrschte Unverständnis für die Position des Gegenspielers. Außerdem entstand der Eindruck, dass die Gesetzesmacher nicht viel Ahnung von den technischen Hintergründen haben. Was bleibt, sind die neuen gesetzlichen Regelungen, die demnächst in Kraft treten und unsere Branche und das gesamte Internet ordentlich auf den Kopf stellen.

Learnings und Erkenntnisse: Wir nehmen den Datenschutz noch ernster. Es ist wichtig, sich schon beim Design von neuen Kampagnen Gedanken über die Nutzerdaten zu machen – und damit so respektvoll und sparsam wie möglich umzugehen.

Personalisierung: Was wollen die Nutzer?

Trendthema auf der OMR 2018 war definitiv die Personalisierung von Online-Angeboten. Von der Echtzeit-Personalisierung bis zur künstlichen Intelligenz gab es so gut wie alle Themen, die sich um die Bedürfnisse der Nutzer drehen. Klingt nach Hype, aber es gab auch kritische, praxisnahe Töne:

„Gute Personalisierung ist echt harte Arbeit. Das lohnt sich meistens, aber man muss sehr genau hinschauen, was die Nutzer wollen und vor allem, was ein Unternehmen kann.“

Gregor Wolf von Smart Digital

Es kommt nicht darauf an, was technisch möglich ist. Der Kunde steht im Mittelpunkt: Hier gilt es, Transparenz und Personalisierung unter einen Hut zu kriegen.

Learnings und Erkenntnisse: Bei der gesamten Arbeit im Online-Marketing stellt sich immer die Frage, was der Kunde will. Hightech und AI nützen nichts, wenn es nicht zum Unternehmen oder der Kommunikationsstrategie passt.

Die Wiedergeburt von SEO als Traffic-Kanal

Influencer? Facebook? Snapchat? In den letzten Wochen und Monaten gab es viel Wirbel um Traffic-Kanäle, die plötzlich wegbrechen oder die außerhalb des eigenen Einflusses liegen. Da verwundert es nicht, dass Branding-Wunderkind und Gründerin Sophia Amoruso auf SEO setzt. Die gute, alte Onsite-Optimierung könnte ein Revival erleben. Natürlich war SEO nie weg, aber es ist ein bisschen im Hype um Social Media und Influencer-Marketing untergegangen. Gerade für Publisher und Marken wird die Trafficgewinnung bei Facebook immer schwieriger. Ein guter Zeitpunkt, um sich auf die alten Werte zu besinnen!

Learnings und Erkenntnisse: Nichts schlägt die eigene Webseite! Mit SEO und durchdachtem Content-Marketing geht die Anziehungskraft von der eigenen Seite aus. Externe Faktoren wie der Facebook-Algorithmus werden weniger wichtig.

eCommerce und Markenbildung neu gedacht

Die OMR 2018 zeichnet sich durch ihre hochkarätigen Speaker aus. Beim Mediachef von Unilever ging es ganz um Markenbildung und eCommerce in Zeiten von Amazon. Und hier gab es einige wertvolle Punkte dazu, wie Onlineshops gegen den Verkaufsriesen bestehen können: Wir müssen nicht gegen, sondern mit Amazon kämpfen. Als Marktplatz funktioniert die Plattform nämlich auch für Drittanbieter gut – man muss es nur richtig angehen. Dazu gehört auch, das eigene Branding bei Amazon klar zu kommunizieren. Durch gelungene Produktbeschreibungen und treffende Titel lässt sich die Conversionrate steigern. Keine Scheu vor neuen Möglichkeiten! Mit Amazon Fresh können auch Lebensmittelhändler ins Online-Business einsteigen.

Learnings und Erkenntnisse: Der Fokus beim eCommerce liegt vor allem darauf, den Kunden zum richtigen Zeitpunkt mit dem richtigen Produkt zusammenzubringen. Ganz gleich, wo sich die Conversion abspielt, der Kunde sollte erkennen, bei wem er was kauft.

 

OMR 2018: Mehr Spektakel, weniger Insights?

Das waren natürlich nicht alle Themen, um die es auf den ganz großen Bühnen ging. Hier noch eine Auswahl an spannenden Themen, die auf der OMR 2018 zur Sprache kamen:

  • Podcasts als neues Trendmedium: Die sind unabhängig von Youtube, und kommen mit einem hohen Community-Effekt
  • Personal Branding und der Aufbau einer eigenen Personenmarke
  • Influencer-Marketing mit Nischen-Influencern und Big Playern
  • Programmatic Adtech – Hightech trifft SEA
  • B2B-Werbung und Social Media für B2B-Brands

Es gab auch kritische Töne zum großen Spektakel: Die OMR ist nicht nur Fachmesse und Konferenz, sondern auch ein Festival. Sprich: Während in einer Halle fleißig gelernt und gearbeitet wird, steht das Partyvolk schon vor der Nachbarhalle Schlange. Und da es neue Besucherrekorde gab, wurde es zwischenzeitlich schon einmal eng. Trotz allem waren die Online Marketing Rockstars 2018 ein voller Erfolg – wir sind gespannt, wie sich die Trends im tagtäglichen Online-Marketing äußern!


Hattet Ihr ein Ticket für die OMR 2018? Was sind Eure schönsten Erfahrungen vom Festival der Szene? Lasst es uns in den Kommentaren wissen!