„Hey, Google, wo kann ich in Dresden indisch essen gehen?“* Vielleicht denkst Du Dir jetzt: „Kein Mensch in der echten Welt redet ernsthaft so mit seinem Smartphone!“ Doch, genau das passiert aktuell. Der Trend geht hin zur praktischen Sprachsuche: Statt stundenlang Anfragen ins Suchfenster zu tippen (und dabei ständig auf den falschen Buchstaben zu landen) suchen immer mehr User das Gespräch mit Siri, Alexa, Cortana oder Google. Das passt viel besser zum Zeitgeist: Multitasking ist angesagt! Mit einem gekonnten Blick scannt der Suchende dann die Ergebnisse, die ihm seine Sprachassistentin liefert. Wer hier weit oben steht, hat gute Karten entdeckt zu werden! PPC-Anzeigen in der Voice Search bringen Dich an die Spitze. Wir verraten Dir, wie das geht. 

*Wir empfehlen Dir bei dieser Frage übrigens das Jaipur in der Neustadt.

PPC für die Sprachsuche: Wie funktioniert das eigentlich?

Wie sorgst Du dafür, in den SERPs ganz oben zu stehen? Klar, mit gutem SEO. Aber bezahlte PPC-Werbeanzeigen katapultieren Dich vollautomatisch an die vorderste Stelle. Vor allem, wenn Du Keywords wählst, bei denen es wenig Konkurrenz gibt. Voice-Suchanfragen sind sehr speziell formuliert. Bisher gibt es nur wenige Werbetreibende, die diesen Markt für sich entdeckt haben. Weniger Konkurrenz, mehr Sichtbarkeit! Und dabei geht der Trend hin zur Sprachsuche: Laut Google werden jetzt schon 20 Prozent der Suchanfragen ins Handymikro gesprochen – zumindest in Amerika. Die Anwendungsbereiche sind breit gefächert, sollten aber den meisten Unternehmen ein Lächeln auf die Lippen zaubern:

50 Prozent der User nutzen Voice Search als Mittel bei der Suche nach Informationen. 14 Prozent vertrauen auf die virtuelle Hilfe beim Shopping. (Quelle: statista)

50 Prozent der User nutzen Voice Search als Mittel bei der Suche nach Informationen. 14 Prozent vertrauen auf die virtuelle Hilfe beim Shopping. (Quelle: statista)

 

Außerdem befriedigen Sprachsuchen ein akutes, spontanes Bedürfnis. Im Gegensatz zur Recherche am Desktop sind die Suchenden hier meist in Spendierlaune oder auf der Suche nach einem günstigen, schnellen Angebot. PPC-Werbung bei der Voice Search ist ein spannendes Feld, auf dem es noch nicht viele Erfahrungswerte gibt. Wie gestaltest Du eine Anzeige, die den Bedürfnissen der Sprachsuche an Mobilgeräten entgegenkommt?

Keine Sorge: Die sympathische Roboterstimme wird Deine Anzeige nicht vorlesen. PPC-Werbung für Voice-Search ist und bleibt (vorerst) im klassischen Ad-Format. Sprich: Es gibt eine Headline und einen Anzeigentext, die an oberster Stelle vor den Suchergebnissen erscheinen. Im Prinzip geht es darum, die Keywords zu identifizieren, die auf eine Sprachsuche hindeuten und für genau diese Anfragen die richtigen Lösungen und Angebote zu liefern. Und das ist gar nicht schwer!

Für welche Angebote lohnt sich Paid Voice Search?

  1. Dienstleistungen in der Umgebung der Nutzer
  2. Artikel, die spontane Gelüste befriedigen
  3. Restaurants, Bars, Gaststätten
  4. Reiseanbieter und Hotels
  5. Spezifische Artikel von Brands und Marken
  6. Newsseiten und Blogs
  7. eCommerce mit einem starken Fokus auf Mobile
  8. Wiederkehrende Einkäufe wie Drogerieartikel, Kosmetik oder Lebensmittel

So findest Du heraus, wer Dich bereits ausgesprochen gut findet

Der erste Schritt auf dem Weg zu fantastischen Anzeigen für die Sprachsuche ist – wie immer – die Analyse. Bei einem Voice-Search-Anteil von 20 Prozent ist es recht wahrscheinlich, dass Du bereits von Siri, Cortana, Alexa und dem Google Assistenten gefunden wirst. Aber woran erkennst Du Anfragen, die eingesprochen werden?

  • 70 Prozent der Nutzer von Voice Search sprechen ihre Frage ganz natürlich ins Mikrofon.
  • Voice-Anfragen sind in der Regel erheblich länger als klassische Keywords (5 bis 12 Wörter).
  • Fragewörter (Wie, Wo, Was, Wo, Warum) gehören fast immer zur Query.
  • Manchmal ist das „OK Google“ oder „Hey Siri“ Teil der Suchphrase.
  • Die Sprachsuche hat einen hohen Anteil an Suchanfragen mit regionalem Bezug („in meiner Nähe“)

Um herauszufinden, wie hoch der Anteil der Voice-Suchanfragen bei Deinen Keywords ist, musst Du Dich auf Spurensuche begeben. Exportiere Dir aus Deinem AdWords-Konto die Liste mit allen Suchanfragen, für die Deine Keywords eingegangen sind. Interessant sind hier vor allem sehr breite, kurze Keywords, aus denen sich Phrasen bilden lassen. Diese durchsuchst Du systematisch nach besonders langen Queries oder anderen Anzeigen für eine Voice-Suche.

Was Dir das bringt? Klarheit. Denn eingesprochene Suchanfragen haben einen großen Vorteil: Sie bieten Dir einen direkten Draht zu den Bedürfnissen Deiner Zielgruppe. Bei klassischen Keywordphrasen gibt es einen gewissen Interpretationsspielraum – was könnte der Kunde gemeint haben? Natürliche Fragen an die Sprachassistentin sind selbsterklärend und bieten Dir damit einen Einblick in die brennenden Fragen, die sich Deine Kunden und Kundinnen stellen. Auf Basis davon kannst Du dann Anzeigen entwerfen, die sich diesen Problemen widmen.

In 5 Schritten zu einer grandiosen Voice-Search-SEA-Kampagne

  1. Suchanfragen gruppieren: Bringe Ordnung ins Chaos! Selbst, wenn Du bisher nur wenige Voice-Anfragen identifizieren konntest, gibt es doch Unterschiede: Informative, transformative und conversionorientierte Suchphrasen und Befehle unterscheiden sich deutlich. Überlege Dir also, was der Suchende im Sinn hatte, als er die Voice Search aktivierte! Auf Basis davon bildest Du Gruppen an Suchphrasen und Keywords.
  2. Unpassendes ausschließen: Manche Fragen eignen sich nicht dazu, Werbung zu schalten. Sie sind einfach nicht relevant für Dein Angebot, obwohl sie durchaus zum Themenkomplex passen. Hinter diesen Fragen steht eine eher informative Suche, die wahrscheinlich keine Conversion nach sich zieht. „Wer ist Leiter der Dresdner Semperoper?“ führt zu keinem Kartenverkauf. Schließe Phrasen aus, die nicht zu Deinem Service passen.
  3. Voice-Search-Keywords einbuchen: Behalte bei all Deinen Überlegungen die Customer Journey im Auge! Wenn Du eine gute Auswahl an relevanten Fragen gefunden hast, solltest Du noch einen kritischen Blick darauf werfen. Steht hinter Deinen Keyword-Fragen wirklich eine Kaufabsicht. Es gibt einen großen Unterschied zwischen „Wo kann ich Karten für die Semperoper kaufen?“ und „Was läuft gerade in der Semperoper?“. Beide Varianten können erfolgreich sein, aber die erste Frage deutet auf eine direkte Conversionabsicht hin.
  4. Anzeigentexte für die Sprachsuche optimieren: Die Kunden fragen. Du antwortest. Statt 08/15-Texten darfst Du bei der Voice Search ruhig konkret werden – zumindest dann, wenn Du Dich für ein personalisiertes Suchergebnis entscheidest. Dieser Weg birgt einige Risiken: Die Kommunikation mit dem Sprachassistenten im Handy ist persönlich und beinahe menschlich. Versuche den idealen Mittelweg zwischen creepy und hilfreich zu finden!
  5. Post-Click-Experience nicht vergessen: Der Löwenanteil der Voice Search spielt sich auf mobilen Endgeräten ab. Du solltest Deine Zielgruppe also nicht auf eine Seite locken, die sich nur schwer überblicken lässt. Die Post-Click-Experience ist bei der Sprachsuche enorm wichtig. Erstelle eine Landing Page, die sich angenehm leicht lesen lässt und sofort zur Sache kommt.

Muss ich unbedingt eigene Anzeigengruppen für die Sprachsuche schaffen?

Nein, musst Du nicht. Es gibt keinen Grund, Dein AdWords-Konto mit unzähligen Anzeigengruppen aufzublasen, nur weil Du auf jede Eventualität vorbereitet sein willst. Sehe die SEA-Optimierung für die Sprachsuche lieber als zusätzlichen Weg, um an mehr und bessere Keywords zu kommen! Voice Search betrifft per Definition Longtail-Keywords, die meist erheblich günstiger und effektiver sind als andere Keywordphrasen.

Wir empfehlen allerdings generell, Anzeigen bei Google nicht nach dem Gießkannenprinzip zu verteilen. „Viel hilft viel“ liegt schon lange nicht mehr im Trend. In der Praxis arbeiten wir lieber mit sehr granularen Anzeigengruppen, die sich am Search Intent der Nutzer orientieren. Und bei der Sprachsuche wissen wir in der Regel sehr genau, worum es der Zielgruppe geht – sie sagt es uns schließlich explizit. Wenn Du feststellst, dass eine oder mehrere Fragen ein hohes Suchvolumen aufweisen, kannst Du speziell darauf abgestimmte Anzeigen schalten. Je spezieller und kleinteiliger Du hier vorgehst, desto höher steigt die Conversion-Rate. Ob sich diese Arbeit lohnt, kannst Du anhand der vorliegenden Daten einschätzen.

Fazit: Optimal vorbereitet auf das Voice-Zeitalter

Tippen ist soooo 2016. Ob in Apps, bei WhatsApp oder abseits vom Handy mit Alexa und Google Home: Die Sprachsuche scheint wie die natürliche Entwicklung von SEO und SEA. Und das betrifft auch die PPC-Werbung. Wir müssen uns neue Strategien überlegen, um unsere Angebote und das veränderte Nutzerverhalten in Einklang zu bringen. Google und Amazon arbeiten schon an Lösungen. Demnächst braucht es nicht einmal mehr ein Smartphone, um zu Hause vor dem Spiegel Klamotten zu shoppen: Google Shopping-Integration in Smartglass macht es möglich. Dann kannst Du sogar Produkte bewerben, die der Kunde vor dem Kauf erst einmal sehen will. Die Zukunft von SEA hält viele, spannende Möglichkeiten bereit. Mit optimierten Voice-Suchanzeigen bist Du bestens gerüstet, wenn das „Year of Mobile“ in seine heiße Phase geht.

 


  • Sprachsuche hat einen Anteil von 20 Prozent an allen Suchanfragen, Tendenz steigend.
  • User nutzen Voice Search für spontane Käufe und Angebote in ihrer Umgebung.
  • Es gibt wenig Konkurrenz und der CPC ist für Longtails relativ niedrig.
  • Voice-Anfragen zeichnen sich durch ihre Länge und Fragewörter aus.
  • Optimierte Anzeigentexte beantworten die expliziten Fragen der Kunden.

Was sind Deine Erfahrungen mit besonders langen Keywords? Lasse es uns in den Kommentaren wissen!

Steuern, Lieferanten, Kundenkommunikation – als Händler im eCommerce hast Du eine prallgefüllte To-Do-Liste. Ja, irgendwann müsstest Du Dich mal um Deine Webseite kümmern. Gibt es da nicht eine Möglichkeit, den Umsatz zu steigern und mit derselben Anzahl an Seitenbesuchern mehr zu verdienen? Gibt es! Conversion-Optimierung ist eine hohe Kunst und zählt zum Kerngeschäft des Online-Marketings. Professionelle Partner nehmen Dir die Arbeit ab und kümmern sich darum, dass diese Seite Deines Businesses funktioniert. Aber woran erkennst Du eine gute Agentur?  Wir helfen Dir dabei, eine Conversion-Agentur zu finden, mit der Du neue Umsatzhochs generierst!

Wie finde ich eine Agentur für Conversion-Optimierung?

Bevor Du Dich mit der Frage befassen kannst, welche Agentur die Richtige für Dich ist, musst Du erst einmal herausfinden, wer sich auf dem Markt tummelt. Beim Dating gibt es dafür Tinder. Fachliche Experten im Bereich Usability- und Conversion-Optimierung gibt es dort leider nicht (oder nur sehr sehr selten). Wo kannst Du also eine gute Conversion-Agentur finden?

  • Erste Anlaufstelle ist natürlich Google. Der Algorithmus wird Dir automatisch Anbieter aus Deiner Umgebung empfehlen. Schaue Dir die Webseiten der ersten 10-15 Suchergebnisse an und entscheide dann, wer in die engere Auswahl kommt.
  • Dein Netzwerk ist Dein Freund und Helfer. Höchstwahrscheinlich hat sich ein Unternehmerkollege erst kürzlich eine CRO gegönnt. Frage nach den Erfahrungen in Deinem Bekanntenkreis und schaue Dir dann die genannten Favoriten an. Und natürlich solltest Du auch unbedingt fragen, um welche Anbieter Du einen großen Bogen machen musst!
  • Deine regionale IHK oder lokale Wirtschaftsvereine stehen meist in Kontakt mit Werbeagenturen aus der Region. Damit bekommst Du einen Überblick über alle gelisteten Unternehmen mit dem Schwerpunkt Online-Marketing.
  • Es muss nicht die Agentur von nebenan sein! Wenn Du in einer bestimmten Nische unterwegs bist oder hochspezialisiert arbeitest, lohnt sich eine Wald- und Wiesen-Conversion-Agentur nicht unbedingt. Fachwissen ist gefragt! Schaue nach, ob es spezialisierte Anbieter in Deiner Branche gibt.
  • Browse Dich durch Social Media! Viele Agenturen sind auf den großen sozialen Plattformen aktiv und bieten einen Einblick in ihren Arbeitsalltag. Damit kannst Du überprüfen, ob die Menschen hinter dem Logo sympathisch rüberkommen und ob Dich der Kommunikationsstil anspricht.

Sobald Du eine kleine Auswahl beisammen hast, geht es ins Feintuning. Das sind die Aspekte, die bei Deiner Wahl eine Rolle spielen:

Sie hat bereits Erfahrungen in Deiner Branche gesammelt

Wissen ist Macht. Jede Branche tickt im Internet ein wenig anders. Im Handwerk geht es um konkrete Angebote und klare Kommunikation, beim Online-Shopping und eCommerce um Emotionen, Wünsche und Sonderaktionen. Die Kunden erwarten eine bestimmte Ansprache. Es macht einen gewaltigen Unterschied, ob Du Endverbraucher ansprichst oder B2B-Kunden von Dir überzeugst. Und eine gute Conversion-Agentur weiß das. Es spricht nichts dagegen, die Fühler in unbekannte Gefilde auszustrecken. Erfahrungen auf einem Gebiet sind allerdings Gold wert, wenn es um die Analyse der Konkurrenz und die Planung der Strategie geht.

Du hast nach der Beratung weniger Fragen als vorher

SEA, CRO, RTB, SDF, CTR… Im Online-Marketing gibt es so viele Abkürzungen! Eine davon haben wir sogar einfach erfunden. Du musst kein Experte für Online-Marketing werden, um einen Einblick in die Arbeitsweise Deiner Agentur zu bekommen. Im Idealfall sprechen die Jungs und Mädels nämlich Deine Sprache. Statt Abkürzungen verwenden sie klare Begriffe, statt englischem Technobabble gibt es verständliche Erklärungen. Klar, ganz ohne Fachbegriffe wird es nicht gehen. Eine gute Agentur versucht, Dir die Basics zu erklären. Schließlich investierst Du ein gewisses Budget in die Online-Werbung – da solltest Du auch wissen, was Deine Conversion-Agentur damit macht.

Sie spricht Deine Sprache

Eine gemeinsame Sprache bedeutet, dass Ihr bei den Werten, dem Unternehmensstil und der Kommunikation zusammenpasst.  Ein solides, mittelständisches Handwerksunternehmen und eine Conversion-Agentur mit crazy Guerilla-Ideen sind wahrscheinlich kein gutes Match. Für manche Kampagnen gilt allerdings: Gegensätze ziehen sich an – wenn sich alle Seiten bewusst darüber sind, welches Ergebnis sie erwarten. Wenn die Agentur gerne schnell und agil über Slack oder Messengersysteme kommuniziert, im Unternehmen aber Telefonkonferenzen der Standard sind, führt das schnell zu Reibungen.

Du weißt, was finanziell auf Dich zukommt

Preise im Online-Marketing sind keine exakte Wissenschaft. Es können sich immer Vorzeichen ändern oder neue Herausforderungen eintreten. Ein Kostenvoranschlag ist dennoch Standard in der Branche. Darin findest Du alle Posten und Dienstleistungen, für die Du bezahlst. Je genauer Ihr jede einzelne Ausgabe absprecht, desto besser. Es gibt viele Arten, Online-Marketing und Conversion-Optimierung abzurechnen. Aber ganz gleich, ob Ihr Euch auf Performance-basierte Zahlung einigt oder einen Festbetrag aushandelt: Die Regeln sollten im Vorfeld klar feststehen.

Sie ist für Dich verfügbar

Geduld ist schön und gut, aber nicht in jedem Fall angemessen. Es sollte eine klare, unkomplizierte Möglichkeit geben, mit Deiner Conversion-Agentur in Kontakt zu treten. Innerhalb weniger Stunden bekommst Du eine Antwort auf jede Frage – das ist der Idealzustand. Klar, es gibt die Urlaubszeit, freie Tage, Hitzewellen und unvorhergesehene Katastrophen. Aber Du solltest nie länger als einen Tag auf eine Mail warten müssen. Frage schon beim ersten Kennenlerngespräch nach, wie Ihr die Kommunikation untereinander regelt! Das erspart Dir auf Dauer viel Zeit und Nerven.

Außerdem solltest Du einen festen Ansprechpartner in der Agentur haben. Das vereinfacht Meetings enorm und führt nicht zu unendlichen CC-Schlachten per Mail. Kleine Agenturen haben zwar nicht immer genug Mitarbeiter für die persönliche Betreuung, aber Du solltest das Gefühl haben, Dich jederzeit an einen Geschäftspartner wenden zu können.

5 Anzeichen für schwarze Schafe unter den Conversion-Agenturen

  1. Die Conversion-Agentur weiß alles, kann alles und hat alles schon einmal gemacht? Das ist ein Anzeichen, dass sie Dir nur erzählt, was Du hören möchtest. Die Agentur sollte abschätzen können, ob sie den Auftrag überhaupt stemmen kann. Wenn die personellen Ressourcen oder das Know-how nicht ausreichen, gibt es sicher andere Wege, um zu einer Übereinkunft zu kommen. Es einfach trotzdem zu machen, ist keine gute Idee – für beide Seiten.
  2. Du hast jedes Mal einen anderen Gesprächspartner und wer welche Rolle in der Agentur übernimmt, ist Dir ein Rätsel? Eine seriöse Conversion-Agentur arbeitet so nicht. Selbst, wenn es keine spezialisierten Projektmanager gibt, hast Du doch einen klaren Eindruck von den Strukturen im Unternehmen und mehr als genug Ansprechpartner für alle Arten von Fragen.
  3. Abzocke durch Conversion-Agenturen lässt sich nicht leicht nachweisen. Du brauchst Zugriff auf die genauen Zugriffszahlen und KPIs, um den Erfolg der Werbemaßnahmen selbst einschätzen zu können. Bei Agenturen, die Dir den Zugang zu den Datensätzen erschweren, sollten Deine Alarmglocken klingeln.
  4. Gibt es Referenzen und andere Projekte, die Du Dir anschauen kannst? Häufig werben Conversion-Agenturen mit Kundenstimmen oder Beispielen aus der Praxis. Fehlen die Referenzen komplett, kann es dafür zwei Gründe geben: Entweder die Projekte waren geheim oder es gibt keine.
  5. Der Vertrag sieht eine sehr lange Laufzeit über sechs Monaten vor und gibt Dir nicht die Möglichkeit, die Zusammenarbeit unkompliziert zu beenden? Kein gutes Zeichen! In der Conversion-Optimierung lassen sich die Verträge normalerweise relativ leicht beenden (wobei das natürlich einen Einfluss auf den Erfolg der Kampagne hat). Wer Dir etwas anderes erzählt, will Dich nur von seiner Agentur überzeugen.

Die Suche nach einer Conversion-Agentur ist wie Dating – nur ohne Tinder

Es gibt viele Apps, die Auftraggeber und Agenturen oder Freelancer zusammenbringen wollen. Aber ob es wirklich funkt, hängt von den Soft Skills ab: Wie viel Zeit nimmt sich die Conversion-Agentur für Dich? Bekommst Du eine Beratung, die sich wirklich um Deine individuellen Probleme und Herausforderungen dreht? Wenn Du Dich gut behandelt fühlst, kannst Du davon ausgehen, dass die Kampagne ein voller Erfolg wird. Wen Du Dir die Zeit nimmst, eine Agentur zu suchen, die wirklich zu Dir und Deinen Anforderungen passt, steht einer langen und erfolgreichen (Geschäfts-)beziehung nichts mehr im Wege.

  • Eine gute Conversion-Agentur versteckt ihre Erfolge nicht und kann Dir auf Nachfrage Referenzprojekte nennen.
  • Das Unternehmen hat ein festes Büro und einen spezialisierten Mitarbeiterstamm. Deine Fragen werden zügig und konkret beantwortet.
  • Erfahrung und professionelles Verhalten sind gute Zeichen dafür, dass Du eine fantastische Conversion-Agentur gefunden hast.
  • Nimm Dir lieber viel Zeit, um die richtigen Geschäftspartner zu finden, und spare damit Geld und Nerven!

Du suchst eine SEA-Agentur? Auch dabei können wir Dir mit unserem Guide helfen.


Welche Punkte spielen für Dich eine besonders große Rolle bei der Wahl der richtigen Agentur? Lasse es uns in den Kommentaren wissen! 

Deine Anzeigen sind der Hammer. Du hast wochenlang am Text gefeilt, Deine Bidding-Strategie ist genial und die Zielgruppe kann es gar nicht abwarten, Dir ihre Klicks und Aufmerksamkeit zu schenken. Nur leider verkaufst Du nichts. Deine Ad kann eine CTR von 100 Prozent haben und trotzdem keinen Cent mehr auf Dein Konto spülen. Was zählt, ist die Post-Click-Experience. Weißt Du, was passiert, nachdem ein Nutzer auf Deine Anzeige geklickt hat? Welche Seite bekommt er zu Gesicht? Mit wenigen Handgriffen und einer durchdachten Strategie lenkst Du Deine Kunden gezielt dorthin, wo sie sein sollen. Wir verraten, wie Du die Post-Click-Erfahrung optimierst und damit mehr Conversions gewinnst. 

Jemand hat auf Deine Anzeige geklickt. Was nun?

SEA ist viel mehr als ein bisschen Kampagnenplanung, AdWords-Magie und Bidding-Statistiken. Klar, wir wollen, dass Nutzer aus der Zielgruppe auf Deiner Seite landen. Unsere Arbeit hört aber nicht plötzlich auf, weil jemand auf die Anzeige geklickt hat. Sie fängt gerade erst an.

Die schlechteste Alternative: Du leitest den Kunden einfach auf Deine Shopseite weiter. Keine Begrüßung, kein Call-to-Action, keine direkte Aufforderung. Statt ihn herzlich zu empfangen, setzt Du ihm Deine Angebote vor die Nase und hoffst das Beste. Das ist besonders fatal, wenn Du im Anzeigentext etwas ganz anderes versprichst.

Betrachten wir es einmal technisch: Was passiert, wenn jemand auf eine Anzeige klickt?

  1. Er wird auf eine Webseite weitergeleitet, die sogenannte Landing Page.
  2. Für den ersten Eindruck wirft er einen Blick auf die Headline, Bilder, alle Inhalte above the fold.
  3. Er interagiert mit der Seite – oder klickt sie wieder weg.

Ziel sollte es sein, den Kunden an die Hand zu nehmen und ihm klarzumachen, was jetzt der nächste Schritt ist. Post-Click-Marketing beschreibt alle Bemühungen, den Kunden nach dem Klick auf die Anzeige zu motivieren und zur Conversion zu führen. Es ist Conversion-Optimierung in Reinform. Und deswegen ist es so wichtig, den Blick über den SEA-Tellerrand zu werfen und sich mit diesem Thema zu beschäftigen.

Die vier goldenen Grundregeln für eine gute Post-Click-Experience

Erfülle Deine Versprechen!

Message Matching ist der Überbegriff für alles, was zur Einheitlichkeit der Werbebotschaft beiträgt. Deine Botschaft sollte einem roten Faden folgen, der sich durch den Anzeigentext, die Inhalte der Landing Page, die Gestaltung und das angebotene Produkt zieht. Klingt erst einmal kompliziert. Ist aber ganz einfach: Du solltest in der Anzeige nicht die Sterne vom Himmel versprechen, nur um dem Nutzer dann auf der verlinkten Seite die alten Angebote von letztem Jahr vorzuspielen.

Statt toller Urlaubsberatung mit Traumzielen auf der ganzen Welt würde sich hinter dieser Anzeige nur eine lange Liste mit Hotel-Deals verstecken. Für eine tolle Post-Click Experience ist es unbedingt notwendig, dass Du die Inhalte der anzeige konsequent fortsetzt.

Stell Dir vor, statt toller Urlaubsberatung mit Traumzielen auf der ganzen Welt würde sich hinter dieser Anzeige nur eine lange Liste mit preiswerten Hotel-Deals verstecken. Für eine tolle Post-Click-Experience ist es unbedingt notwendig, dass Du die Inhalte der Anzeige konsequent fortsetzt.

 

Das Angebot in der Ad sollte sich auf der Landing Page wiederfinden – und zwar prominent und unübersehbar. Das sorgt dafür, dass der Kunde sofort in seiner Erwartung bestätigt wird. Du verschwendest seine Zeit nicht mit unnützen Angeboten, sondern löst Dein Versprechen aus der Anzeige ein.

Sorge für eine sanfte Landung!

Im Umkehrschluss bedeutet das, dass Du für jede einzelne Anzeige eine eigene Landing Page erstellen musst. Wenn Du die Inhalte der Landeseite auf den Anzeigentext abstimmen willst, kannst Du nicht irgendeine x-beliebige Shopseite hinter der Ad verlinken. Es gilt der Grundsatz: Eine Seite = eine Aktion. Verkaufe auf der Landing Page nicht noch Zusatzprodukt A oder Service B. Es geht ausschließlich um das beworbene Produkt.

Viele Experten raten dazu, die Landing Page komplett von der restlichen Seite und ihrem Design zu entkoppeln: Kein Logo, keine Navigation, keine überflüssigen Informationen. Dadurch hast Du mehr Freiraum in der Gestaltung, gibst dabei allerdings Dein Branding ein Stück weit auf. Versuche, die richtige Balance zu finden: Das Angebot sollte klar im Vordergrund stehen. Idealerweise wirft Dein Kunde einen Blick auf die Seite und weiß sofort, worum es geht. Die genauen Erklärungen kommen weiter unten auf die Seite, sodass der Besucher nicht von einer Wand aus Text erschlagen wird.

Du willst mehr darüber wissen, wie eine gute Landing Page funktioniert und welche Inhalte darauf nicht fehlen dürfen? Unser Guide erklärt Dir, was Du bei der Erstellung beachten musst.

Führe den Blick der Nutzer!

Die Post-Click-Experience dreht sich darum, welche Erfahrungen der Nutzer nach dem Klick auf die Werbeanzeige macht. Aber wie sollst Du voraussagen, was sich der User anschaut und durchliest? Mit visuellen Hinweisen lenkst Du die Blicke ganz gezielt dorthin, wie Du sie haben möchtest.

  • Je weiter oben Du etwas platzierst, desto wichtiger ist es: Für die perfekte visuelle Kommunikation solltest Du Dich streng daran halten, alles von oben nach unten zu designen.
  • Die wichtigsten Informationen sind gefettet oder kursiv: Viele Leser überfliegen einen Text im Internet nur grob. Stelle sicher, dass die wichtigsten Punkte trotzdem ankommen.
  • Augen auf bei der Farbwahl: Begrenze Dich auf wenige Farben. Die wichtigsten Elemente Deiner Landing Page sollten dem Leser sofort ins Auge fallen – ideal dafür sind Kontrastfarben.
  • Arbeite mit viel Whitespace: Der weiße, freie Bereich rund um wichtige Elemente zieht die Aufmerksamkeit auf das, was wirklich zählt.
  • Aufzählungslisten machen die Dinge übersichtlich: Es ist erwiesen, dass Nutzer Bullet-Points tendenziell häufiger und genauer lesen. Halte sie dafür so kurz wie möglich.

Lasse den Call-to-Action strahlen!

Du fragst Dich jetzt sicher, warum Du die Navigation von der Landing Page entfernen sollst. Schließlich wollen die Kunden doch wissen, auf welcher Seite sie gelandet sind, oder? Nicht unbedingt. Es soll für den Besucher der Landing Page nur einen einzigen logischen Schritt geben: Auf den großen CTA-Button drücken und schauen, was passiert. Idealerweise klicken 100 Prozent der Seitenbesucher auf den Call-to-Action-Button. Jede andere Möglichkeit der Navigation senkt die Chance, dass der Nutzer die Conversion wahrnimmt. Darüber kann man sich streiten – Stichwort Transparenz – oder man erkennt die Vorteile dieser Methode an.

Damit das klappt, sollte die Handlungsaufforderung stimmen. Die klassische Methode dazu ist der Einsatz von Farbe: Der CTA kommt oft in einer Knallfarbe daher, die ins Auge sticht. Teil der Post-Click Experience ist es, alle Interaktionen so einfach und zugänglich wie möglich zu machen.

Gute CTA-Buttons haben viel Kontrast, klare Anweisungen und einen Hauch von unwiderstehlicher Persönlichkeit.

Gute CTA-Buttons haben viel Kontrast, klare Anweisungen und einen Hauch von unwiderstehlicher Persönlichkeit. Übrigens: „Kostenlos“ funktioniert nicht immer. Zum einen wird das kleine Wort viel zu oft genutzt (selbst, wenn es keinen Sinn macht), zum anderen vermittelt es einen etwas billigen Eindruck. Nutze es also weise!

So machst Du aus einem Ad-Click eine Conversion

Eine gute Conversionrate ist kein Zufall. Vielmehr gehört die Planung der Post-Click-Experience zum grundsätzlichen Kampagnenaufbau. Was kannst Du jetzt tun, um Deine AdWords-Anzeigen mit einer befriedigenden Erfahrung nach dem Klick auszustatten?

  1. Du hast gar keine Landing Page, sondern leitest die Kunden auf Deine Startseite? Das ist Gift für die Post-Click-Experience. Ändere entweder Deinen Anzeigentext entsprechend oder erstelle eine simple Landing Page. Die Startseite lohnt sich dann, wenn sie auf den ersten Blick erkenntlich macht, was Du anbietest.
  2. Versetze Dich in die Rolle Deiner Zielgruppe! Lese Dir den Text in der Werbeanzeige durch. Was würdest Du hinter diesem Text erwarten? Und stimmt diese Erwartung mit der Webseite überein, auf der Du nach dem Klick landest?
  3. Überprüfe, ob die Verlinkungen hinter den Ads Sinn ergeben. Im Eifer des Gefechts kann es passieren, dass Du alle Ads einer Kampagne auf eine Landing Page leitest – und das, obwohl der Inhalt nur so halb passt.
  4. Erstelle ein Layout-Template für Deine Landing Pages! Dann kannst Du einfach die Inhalte an die jeweilige Anzeige anpassen und sparst Geld, Zeit und Nerven.
  5. Bitte Deine Freunde oder Kollegen darum, einen Blick auf Deine Page zu werfen! Sie haben 30 Sekunden Zeit. Danach fragst Du sie, was hängengeblieben ist. Sie sollten zumindest in Grundzügen erklären können, was Du auf der Seite anbietest.
  6. Überlege Dir interessante und nützliche Zusatzfeatures! Gibt es eine Möglichkeit, Deine Landing Page interaktiver zu machen? Je mehr Text Du einsparen kannst, desto besser.

Übrigens: Eine gute Post-Click-Experience wirkt sich direkt auf Deinen ROI aus: Google bewertet Suchanzeigen mit einem Quality Score. Je besser die Inhalte der Anzeige zur Suchintention passen, desto geringer ist der Klickpreis. Wenn die Kunden also Signale senden, dass ihnen Deine Landing Page gefällt, wirkt sich das automatisch positiv auf Deine Klickpreise aus.

Conversion-Optimierung: Wie geht es nach der Landing Page weiter?

Geschafft! Der Nutzer hat nicht nur auf Deine Anzeige geklickt, nein, er hat auch den Weg zum Call-to-Action gefunden und ist jetzt stolzer Kunde von Dir. Glückwunsch! Aber trotzdem ist die Customer-Journey noch nicht vorbei. Du hast vielleicht einen Etappensieg erzielt, aber Online-Marketing ist ein Marathon, kein Sprint.

Zuerst solltest Du Dich natürlich bei Deinem neuen Kunden/Newsletterempfänger/Fan/Lead bedanken. Eine gute „Danke“-Seite zeugt nicht nur von feinem Stil, sie trägt auch zur Kundenbindung bei. Schreibe eine ehrliche, authentische und dankbare Notiz. Du freust Dich sicher über jeden neuen Kunden, der den Weg zu Dir gefunden hat. Gib das ruhig zu!

Danach geht es zurück zum Business: Wenn mit der Conversion eine kleine Gegenleistung wie ein Freebie-Download oder ein eBook verbunden ist, kannst Du hier direkt die nächsten Schritte aufzählen. Flattern die Inhalte von alleine in die Mailbox Deines Neukunden oder muss er selbst aktiv werden? Welche Vorteile sind mit den gebuchten Dienstleistungen verbunden? Außerdem ist es eine gute Idee, hier noch einmal Deine Kontaktinformationen zu hinterlegen.

Zu guter Letzt nutzen viele Anbieter die „Danke“-Seite als Plattform zum Upselling. Das ist allerdings ein zweischneidiges Schwert. Klar, Du kannst hier direkt passende Produkte oder Angebote verlinken. Damit läufst Du aber Gefahr, Deinen Kunden zu verärgern. Er ist doch gerade schon aktiv geworden! Besser ist es, Deinen kostenlosen Content anzubieten – idealerweise auf das abgestimmt, was der User gerade erworben hat.

Hier findest Du eine Galerie mit gelungenen Beispielen für eine tolle Thank-You-Page.

Fazit: Nach dem Klick fängt die Arbeit erst an

Ein Klick alleine ist noch kein Anlass den Schampus aufzumachen. Es ist vielmehr der erste Schritt auf der Reise hin zur Conversion. Viel wichtiger als der perfekte Anzeigentext ist das, was den potenziellen Kunden danach erwartet. Die Landing Page ist nur ein Baustein auf dem Weg zur perfekten Post-Click-Experience und zur besseren Conversion-Optimierung. CRM-Systeme helfen Dir, Deine Leads noch mehr zu verwöhnen und die Customer Journey zur Traumreise zu machen.

  • Die Post-Click-Experience entscheidet, ob es zur Conversion kommt.
  • Es ist Deine Aufgabe, den potenziellen Kunden an die Hand zu nehmen.
  • Inhaltliche und visuelle Leitplanken führen den Nutzer zum Call-to-Action.
  • Die Customer Journey ist nach der Conversion nicht vorbei. 

Welche Strategien nutzt Du bei der Post-Click-Optimierung? Lasse es uns in den Kommentaren wissen!

PPC-Anzeigen sind die Werbeplakate des Internets. Mit Brand Bidding hast Du die Möglichkeit, Dein virtuelles Werbeplakat direkt neben dem Geschäft Deines größten Konkurrenten aufzustellen. Wenn ein Kunde seinen Laden betreten will, muss er zuerst an Deiner Werbebotschaft vorbei. Aber Brand Bidding kann noch viel mehr, als Deiner Konkurrenz die Kunden stibitzen. Bei uns erfährst Du, ob die Praxis legal ist und ob sich das Gebot auf fremde (oder eigene) Markennamen lohnt. 

Was ist Brand Bidding?

PPC-Werbung funktioniert ganz einfach: Du suchst Dir Keywords aus, nach denen Deine Kunden wahrscheinlich auf Google suchen. Dort erscheinen dann Deine Werbeanzeigen an prominenter Stelle. Die Keyword-Analyse ist besonders wichtig, um effektiv online Werbung zu machen. Es gibt viele Herangehensweisen, um die perfekten Keywords (oder die perfekte Zielgruppe) zu finden. Brand Bidding ist der Ausdruck für alle PPC-Strategien, bei denen Du auf Markennamen bietest.

  • Brand Bidding auf die eigene Marke: Für den Namen Deines Unternehmens solltest Du im Idealfall auf Position 1 bei Google stehen. Du kannst allerdings auch Werbeanzeigen für Deine eigene Marke schalten. Dadurch erscheinst Du als Doppelspitze in den SERPs: Als PPC-Anzeige über AdWords und als organischer Spitzenreiter.
  • Brand Bidding auf fremde Marken: Wenn Du den Namen Deines Mitbewerbers als Keyword bei AdWords einbuchst, erscheinst Du, wenn jemand nach der Konkurrenz sucht. Du kannst damit eventuell Kunden abfischen und Dich als Top-Mitbewerber positionieren. Der englische Fachbegriff dafür lautet Competitor Bidding.
So sieht Brand Bidding auf fremde Marken aus: Amazon und Orion haben Anzeigen für das Keyword "Amorelie" geschalten und erscheinen jetzt auf Seite 2 der SERPs als Anzeige.

So sieht Brand Bidding auf fremde Marken aus: Amazon und Orion haben Anzeigen für das Keyword „Amorelie“ geschaltet und erscheinen jetzt auf Seite 2 der SERPs als Ad.

 

Brand Bidding auf die eigene Marke – was nützt mir das?

Auf den ersten Blick erscheint es kontraproduktiv, auf den eigenen Unternehmensnamen zu bieten. Schließlich stehst Du hier (idealerweise) sowieso ganz oben in den SERPS. Aber klassisches Brand Bidding mit der eigenen Marke bietet viele Vorteile:

  • Verbesserung der Sichtbarkeit: Doppelt hält besser. Mit zwei Anzeigen auf Seite 1 fällst Du dem Nutzer garantiert ins Auge.
  • Hinweis auf besondere Kampagnen: In der PPC-Ad hast Du die Möglichkeit, auf Angebote, Produkte oder Specials hinzuweisen, ohne Dein organisches Ranking zu gefährden.
  • Spielplatz für Tests: Bei Deinem eigenen Markennamen als Keyword hast Du wenig Konkurrenz. Hier kannst Du testen, welche Formulierungen bei Deinen Kunden gut ankommen.
  • Geringer CPC: Wo es keine Konkurrenz gibt, sind die Preise niedrig. Zudem musst Du weniger Geld bezahlen, weil Google Deine Werbeanzeige als sehr relevant einstuft.
  • Push für das organische Ergebnis: Viele Nutzer überspringen die Paid-Search-Ergebnisse und klicken direkt auf das erste organische Ergebnis. Du bist überall da, wo Nutzer gerne klicken.

Die Chance ist hoch, dass ein findiger Mitbewerber bereits auf Deinen Markennamen bietet und damit die Suchergebnisse dominiert. Hole Dir die Herrschaft über Deine eigenen SERPs zurück! Brand Bidding ist eine gute Idee und lohnt sich dank der geringen Klickpreise oft, solange Du die Nachteile überschaubar klein hältst:

  • Zusatzkosten: Zusätzliche Keywords kosten Geld. Wenn ein User auf Deine Anzeige klickt, statt auf das organische Ergebnis darunter, musst Du zahlen.
  • Verfälschung der Daten: Wer nach Deinem Markennamen sucht, ist wahrscheinlich einer Conversion zugetan. Deswegen haben Brand-Kampagnen meist besser KPIs als andere AdWords-Kampagnen, was Dein Konto-Reporting eventuell verfälschen kann.

Bidding auf fremde Marken – ist das überhaupt erlaubt?

Während Brand Bidding auf die eigene Marke verbreitet und sinnvoll ist, ist das Competitor Bidding umstritten. Dabei klingt es so verführerisch: Wenn ein Kunde nach dem Service eines Mitbewerbers sucht, könnte er genauso gut einfach Deine Dienste in Anspruch nehmen. Zudem ist er wahrscheinlich schon nahe an der Conversion – wer auf der Customer Journey schon so weit gekommen ist, dass er Serviceanbieter kennt, der steht kurz vor dem Kauf. Wenn Du also auf den Namen Deiner Konkurrenz Werbung schaltest, wird er auf Dich aufmerksam und Du profitierst davon. So lautet zumindest die Theorie.

Brand Bidding hat bei Online-Shops noch eine zweite Dimension: Du kannst natürlich AdWords für Marken schalten, die Du im Sortiment hast. Meist gibt es dafür eigene Regeln, die Du in den Verträgen zwischen eCommerce-Anbieter und Großhändler findest. Nicht alle Marken wollen von Drittanbietern bei Google überboten werden und schränken das Brand Bidding stark ein.

Die Frage nach der Legalität von Brand Bidding beschäftigt nicht nur viele Nutzer, auch das BGH hat sich eingehend mit dem rechtlichen Aspekt von SEA auf Marken befasst. Brand Bidding ist ein Thema für das Markenrecht. Darfst Du überhaupt auf einen fremden Markennamen bieten? Am 13.1.2011 gab es dazu eine Entscheidung:

Allein die Buchung einer fremden Marke als Keyword reicht als Markenverletzung nicht aus. (Quelle)

Brand Bidding ist also legal, allerdings darf der Markenname nicht in der Anzeige auftauchen. Die URL und der Anzeigentext dürfen nicht darauf hindeuten, dass es einen wirtschaftlichen Zusammenhang zwischen der Marke und Deinem Angebot gibt. Zudem musst Du einige Feinheiten bei der Gestaltung und Planung Deiner Anzeige bedenken:

  • Keine Markennutzung in der Anzeige selbst!
  • Vorsicht bei sehr großen und bekannten Marken!
  • Keinen Zusammenhang zwischen der Marke und Dir erkennen lassen!
  • Broad Match und automatisierte Anzeigen lieber vermeiden oder prüfen!
  • Keine Preisvergleiche mit der Konkurrenz!

Lohnt sich Competitor Bidding bei dem Risiko?

Es gibt gute Gründe, sich für diese Online-Marketing-Maßnahme zu entscheiden. Aber mit dem hohen Potenzial kommen auch hohe Risiken:

  • Unzufriedene Besucher: Kunden suchen bewusst nach einer speziellen Marke oder einem besonderen Anbieter. Sie wundern sich, wenn auf ihre Suchanfrage Deine Werbeanzeige ganz oben erscheint. Vielleicht unterscheidet sie sich zu sehr von dem Angebot, nachdem der User gesucht hat. Auf jeden Fall kann es passieren, dass sie ihm nicht das bietet, was er haben möchte – und das ist ein Problem.
  • Erhöhter CPC auf Deinen eigenen Markennamen: Die Begeisterung Deiner Konkurrenz wird sich in Grenzen halten, wenn Du Competitor Bidding betreibst. Wahrscheinlich bieten sie Auge um Auge dann bei Deiner Marke kräftig mit. Das hat zur Folge, dass Du demnächst mehr Geld ausgeben musst, um eigenes Brand Bidding zu betreiben. Du musst durchrechnen, ob sich die Anzeigen lohnen oder ob ein Waffenstillstand besser für alle Beteiligten wäre.
  • Niedriger Quality-Score: Der Klickpreis setzt sich aus mehreren Faktoren zusammen: Neben den Keywords und der lokalen Ausrichtung spielt auch die Qualität der Anzeige eine Rolle. Ads mit einem niedrigen Quality-Score kosten mehr Geld pro Klick. Damit will Google unpassende oder nervige Werbung verhindern, die dem Nutzer keinen Mehrwert bietet. Brand Bidding auf fremde Marken hat meist einen sehr niedrigen Score, weil sie als nicht relevant genug eingestuft wird. Das Ergebnis sind höhere Kosten.
  • Rechtliche Grauzone: Competitor Bidding ist grundsätzlich erlaubt. Allerdings können kleine Fehler schnell zu einer großen Katastrophe für Dich werden. Du darfst zwar auf fremde Marken bieten, aber den Namen nicht im Anzeigentext erwähnen. Missachtest Du die Regeln, kannst Du wegen einer Markenrechtsverletzung abgemahnt werden.

Du musst genau abwägen, ob sich das Bieten auf fremde Markennamen für Dich lohnt. Die langfristigen Folgen lassen sich kaum abschätzen und übersteigen in manchen Fällen sogar den Nutzen. Ob Du damit zahlungskräftige Nutzer und Fans mit Herzblut gewinnst, hängt stark von Deiner Strategie ab. Pauschal Kunden klauen funktioniert leider (fast) nie.

Wie kannst Du Dich vor Brand Bidding schützen?

Ein Konkurrent hat sich auf Deinen Markennamen Anzeigen geschaltet und steht jetzt vor Dir in den Suchergebnissen. Was kannst Du tun, wenn Dir nicht mehr die Spitzenposition für Dein eigenes Unternehmen gehört?

Die einfachste Möglichkeit besteht darin, Dein eigenes Gebot für Deine Marke hochzusetzen und die Konkurrenz damit auszustechen. Zudem profitierst Du davon, dass Du einen hohen Quality-Score für Deine Werbeanzeige bekommst. Da Du Zugriff auf Anzeigentitel, URL und Anzeigentext hast und dort überall Dein Keyword unterbringen darfst, hast Du einen klaren Vorteil vor Deinem Mitbewerber. Aber was, wenn dieser stur sein Gebot erhöht und Dich wieder vom Thron kickt?

Im Gegensatz zu allen anderen PPC-Strategien kannst Du in diesem Fall einfach mit Deinem Konkurrenten reden. Wenn ihr euch in einen Bidding War begebt und euch gegenseitig mit Klickpreisen überbietet, klärt ein kurzes Telefonat meistens die Fronten. Niemand hat Interesse daran, für Brand Bidding Unsummen auszugeben, nur um im Recht zu bleiben. Im Notfall gibt es die Möglichkeit, Dich bei Google zu beschweren. Das funktioniert aber nur, wenn Dein Konkurrent mit Deiner eingetragenen Marke im Anzeigentext wirbt.

Fazit: Brand Bidding und Competitor Bidding sind kein Kinderspiel

Was im ersten Moment attraktiv klingt, ist langfristig nicht immer eine gute Investition. Competitor Bidding kann zwar dazu führen, dass mehr Kunden zu Dir kommen, aber die Risiken überwiegen meist die Vorteile. Um Dich mit fremden Federn zu schmücken, brauchst Du eine gute Strategie und ein klares Ziel.

  1. Gebote auf die eigene Marke sind eine gute Idee.
  2. Competitor Bidding unterliegt klaren Regeln und führt in der Regel nicht zum Erfolg.
  3. Kommunikation ist der Schlüssel, um Streit um die Top-Position zu vermeiden.

Hast Du schon negative oder positive Erfahrungen mit Brand Bidding gemacht? Berichte uns davon in den Kommentaren! 

30 Suchanfragen im Monat sind wenig. Sehr wenig. Bei so wenigen potenziellen Kunden macht es doch gar keinen Sinn, eine Anzeige bei Google zu schalten! Wir verraten Dir heute, warum ein geringes Suchvolumen Grund zum Jubeln ist und wie Du aus wenigen Suchanfragen viel Umsatz machst. Denn je kleiner Deine Zielgruppe ist, desto kleiner ist auch die Konkurrenz. Mit den richtigen Strategien und kleinen Tricks schaffst Du es, wenig Traffic zu Deinem Vorteil zu nutzen und die Kunden individuell und passgenau anzusprechen.

Warum sich Kampagnen mit wenig Suchvolumen lohnen

Auf den ersten Blick scheint es verlockend, eine Suchanzeige für den Begriff „Schuhe kaufen“ zu schalten. Mehrere Millionen Suchanfragen pro Monat, eine grandiose CTR von 5 Prozent durch kaufanregende Texte und eine nette Conversionrate: Je höher das Suchvolumen, desto höher der Umsatz, oder? Leider ist diese Annahme falsch. Zum einen ist die Konkurrenz bei solchen allgemeinen Begriffen gigantisch. Die Chancen, hier ganz oben zu stehen, gehen gegen null – und sind teuer bezahlt. Außerdem kannst Du nicht wissen, ob der Suchende überhaupt auf der Suche nach neuen Schuhen ist oder ob er sich für die bunte Historie des Schusterhandwerks interessiert. Aber was ist die Alternative?

Wer sucht schon nach „Schwarze Stilettos mit Glitzer kaufen“? Vielleicht gerade einmal 30 Personen im Monat. Aber mit der richtigen Strategie lockst Du weit mehr als 5 Prozent davon auf Deine Seite. Je exakter Du hier vorgehst, desto höher klettert Deine CTR und Deine Conversionrate. Es lohnt sich, über den Tellerrand zu blicken und in Longtail-Keywords zu investieren.

  • Du kannst Deine Ad passgenau auf Deine Zielgruppe feintunen.
  • Die Klickpreise liegen niedriger als bei allgemeinen Suchanfragen.
  • Du hast quasi keine Konkurrenz.
  • Selbst in einer extrem engen Nische kannst Du erfolgreich Werbung machen.
  • Du bietest oftmals das einzige Angebot für Deine speziellen Keywords. Monopolstatus!

Geringes Suchvolumen bei Google AdWords: Wie niedrig ist zu niedrig?

Lange Zeit war das Label „Geringes Suchvolumen“ gefürchtet bei SEA-Experten. In der grauen Vorzeit der Suchmaschinenwerbung (etwa 2011) hatte Google relativ hohe Maßstäbe, was die Anzahl der monatlichen Suchanfragen betrifft. Keywords mit zu wenig Impressionen und Suchanfragen haben automatisch organische SERPs produziert. Es war hoffnungslos, hier eine Anzeige zu platzieren! Google wollte verhindern, dass das Keyword-Volumen unkontrolliert ansteigt und sich in unendlich viele Varianten zerfasert. Heute ist die Suchmaschine deutlich besser darin, seltene Keywords von neuen Suchanfragen zu unterscheiden.

Der Schwellenwert für ein zu geringes Suchvolumen liegt heute bei weniger als 10 Suchanfragen pro Monat. Wenn Dein Keyword selten gesucht wird (oder gar noch nie ins Suchfeld getippt wurde), spielt Google keine Anzeigen aus. Das kommt extrem selten vor. Sobald die Zahl der Suchanfragen für diese Keywords leicht ansteigt, werden die Suchanzeigen wieder aktiviert.  Deine Anzeige bleibt trotzdem auf privat, weil Du einfach zu spezifisch agierst? Versuche, den Suchradius ein wenig zu erweitern. Du könntest das Keyword kürzen oder eine etwas bekanntere Formulierung wählen.

Ein weiteres Problem bei AdWords-Kampagnen mit wenig Traffic ist das Testing. Normalerweise ist es kein Problem, zwei Varianten einer Ad gegeneinander im A-/B-Test antreten zu lassen. Allerdings wird das schwer, wenn Du nur 20 Impressions pro Monat hast. Das ist keine gute Datengrundlage für statistische Rückschlüsse. Dementsprechend schwierig kann es sein, den richtigen Ton beim Anzeigentext zu treffen. Schließlich musst Du hochspezifisch sein, aber gleichzeitig möglichst alle denkbaren Search Intents aufgreifen. Du stocherst dabei im Moor – vielleicht triffst Du beim ersten Versuch direkt den Schatz, vielleicht versinkst Du mit samt Deinem Boot.

Mache das Beste aus Deinen wenigen Suchanfragen!

Du musst kreativ werden, um aus wenig Traffic viel zu machen. Viele bewährte Methoden aus der PPC-Werbung lassen sich nicht einfach auf ein geringes Suchvolumen ummünzen. Strategien für umkämpfte Keywords bringen Dir hier nichts. Der große Vorteil an Mini-Kampagnen: Die Keywords sind in der Regel extrem spezifisch. Deine Anzeigentexte sollten das widerspiegeln. Idealerweise überlegst Du Dir genau, welche Personen nach Deinem Suchbegriff googlen. Bei weniger als 100 Suchanfragen pro Monat ist das schließlich eine überschaubare Gruppe. Die Chancen stehen gut, dass Deine Zielgruppe halbwegs homogen ist. Deswegen kannst Du hier auch auf Exact Match setzen. Du willst schließlich möglichst wenig Streuverluste bei gezielten Anzeigen!

Je weniger Menschen Deine Ad sehen, desto stärker musst Du darauf achten, niemanden zu verschrecken. Versuche, die Intention hinter der Suchanfrage zu exakt wie möglich zu bestimmen. Dabei helfen Dir folgende Fragen:

  1. In welcher Phase der Customer Journey befindet sich der Kunde?
  2. Was sind seine Pain Points, was will er erreichen?
  3. Welchen Grund gibt es, exakt diesen Begriff ins Suchfeld zu tippen?

From Zero to Hero: Keyword Broad Match bei Kampagnen mit wenig Traffic

Broad Match ist der beste Weg, um jede Menge Geld zu verbrennen. Bei Kampagnen mit hohem Suchvolumen gehen die Assoziationen oft weit auseinander. Wenn Du Dich mit Broad Match auf das Keyword „Seminar“ einbuchst, erscheint Deine Ad bei der Suche nach Universitäten, Bildungszentren, Schulen und Klöstern. Google weiß schlicht und ergreifend nicht, was Du meinst. Broad Match wirft Dir einfach alles entgegen, was im Ansatz mit Deinem Suchbegriff zu tun hat.

Je niedriger Dein Suchvolumen ist, desto genauer weiß Broad Match, wonach es suchen soll. So findest Du zusätzliche Keywords, die verwandt mit Deinem Suchbegriff sind. Und das Beste daran: Meistens sind die vorgeschlagenen Begriffe ebenfalls Nischenkeywords. Du ergänzt Deine Kampagne nicht um ziellose Keywords, sondern um sehr ähnliche, spezifische Begriffe, an die Du gar nicht gedacht hast. Das verdoppelt oder verdreifacht Dein Suchvolumen, behält aber den inhaltlichen Fokus bei. 

Geringes Suchvolumen hat seine Gründe. Insbesondere, wenn Du Suchanzeigen auf Deinen Markennamen schaltest, sind die Erfolgsaussichten düster: Wenn Dich niemand kennt, wird niemand nach Dir suchen. Dasselbe gilt für Angebote, die eine extrem kleine und fokussierte Zielgruppe ansprechen. Vielleicht wissen Deine zukünftigen Kunden noch nicht einmal, dass es ein Angebot wie Deines gibt, welches sie unbedingt brauchen? Es ist eine gute Idee, hier etwas weiter oben im Sales Funnel anzusetzen. Welches Bedürfnis erfüllt Dein Angebot? Wonach würde jemand suchen, der Dein Angebot gut gebrauchen kann? Dabei hilft Dir Broad Match und gibt Dir Inspirationen für die Suche hinter der Suche an die Hand.

Remarketing für Nischenkeywords: Wie Du mit RLSAs die richtigen Kunden findest

Um die richtigen Menschen anzusprechen und auf Dich aufmerksam zu machen, eignen sich Remarketing Lists for Search Ads (RLSAs). Individuelle Remarketing-Listen helfen Dir dabei, Menschen anzusprechen, die von Deinem Produkt gehört haben und auf Deiner Webseite waren. Die Logik dahinter ist einfach: Selbst für Deine spezielle Nische gibt es Oberbegriffe und allgemeine Suchanfragen, die ein hohes Suchvolumen aufweisen. Du willst aber nur die Menschen abschöpfen, die Dein Angebot kennen und den letzten Schubs hin zu einer Conversion benötigen.

  1. Erstelle eine Kampagne für ein allgemein gehaltenes Keyword, das zu Deinem Angebot passt. Du positionierst die Bid dabei extrem niedrig, sodass Deine Anzeige nie an „normale“ User ausgespielt wird.
  2. Mit einer Remarketing-Liste importierst Du alle Nutzer, die bereits auf Deiner Webseite waren oder Interesse für Dein Keyword mit wenig Traffic hatten.
  3. Sobald jemand aus dieser Liste nach dem allgemeinen Keyword sucht, setzt Du das Gebot sehr hoch, um todsicher in seinen Suchergebnissen zu erscheinen.

Damit kannst Du den relevanten Traffic eines beliebten Suchbegriffs für Deine Zwecke nutzen – selbst, wenn Du sonst mit einem geringen Suchvolumen zu kämpfen hast.

Fazit: Kleine Tricks, um Dein geringes Suchvolumen in einen Vorteil zu verwandeln

Eine Kampagne mit wenig Traffic kann spannende Ergebnisse erzielen. Du kannst es schaffen, die wenigen Nutzer fast in voller Teamstärke in Kunden zu verwandeln. Fünf Klicks, fünf Conversions – keine Seltenheit bei Nischen-SEA! Dazu ist Umdenken erforderlich. Mit wenigen Änderungen optimierst Du Deine Ads, wenn Du wenig Traffic erwartest:

  • Richte die Anzeigentexte punktgenau auf Deine Mini-Zielgruppe aus!
  • Nutze Exakt Match und Negativlisten, um irrelevante Begriffe auszuschließen!
  • Lasse Dich von den Ergebnissen bei Broad Match inspirieren und nehme sie als neue Anzeigengruppen auf!
  • Gehe auf die Intension der Suchenden ein und denke über den Tellerrand hinaus!
  • Sprich mit RLSA Remarketing-Nutzer auf einer größeren Bühne an!

Damit bist Du bestens gerüstet, um die Nischen des Internets zu erobern!


Was sind Deine Erfahrungen mit SEA bei geringem Suchvolumen? Lasse es uns in den Kommentaren wissen! 

Über Geld spricht man nicht – oder doch? Die Preise im Online-Marketing unterscheiden sich teils deutlich. Viele Kunden stehen vor der Frage, wie viel Geld sie für eine AdWords-Agentur ausgeben wollen. Lohnt sich das überhaupt? Schließlich gibt es genug Angebote zu erstaunlich günstigen Preisen. Wir bieten Dir heute einen Blick hinter die Kulissen: Wir erklären, wie sich der Preis für eine professionelle SEA-Betreuung zusammensetzt und wie wir bei der Angebotserstellung vorgehen. Außerdem erfährst Du, woran Du Dumpingpreise für Online-Marketing erkennst.

Der Preis ist heiß: Das richtige Pricing bei SEA und AdWords

Preise im Online-Marketing sind ein heißes Thema. Kaum eine Agentur lässt sich hier in die Karten schauen. Das Problem? Preislisten wie bei anderen Dienstleistern machen im Online-Marketing wenig Sinn. Denn unsere Arbeit besteht aus zeitintensiver Optimierung und vielen kleinen Verbesserungen, die zu einem langfristigen Ziel führen. Das lässt sich selten auf klare Preise herunterbrechen. Das ist allerdings keine befriedigende Antwort für Kunden, die auf der Suche nach einer ersten Kosteneinschätzung für ihr Online-Marketing sind.

Du bekommst beim Online-Marketing das, wofür Du bezahlst. 

Manche Kunden wollen so schnell wie möglich mehr Umsatz. Andere Kunden wollen gezielter vorgehen und nachhaltig werben. Für beide Ziele gibt es die richtige Strategie – zum jeweiligen Preis. Grundsätzlich gilt: Je größer die Kampagne angelegt ist und je schneller Du Erfolge sehen willst, desto tiefer musst Du in die Tasche greifen. Die Preise im Online-Marketing hängen von vielen Faktoren ab. Allein die zahlreichen Abrechnungsmodelle zeigen, dass es DEN richtigen Weg nicht gibt. Jedes Angebot ist so individuell wie der Auftrag selbst. Es hängt von den jeweiligen Zielen ab, auf welches Modell sich Kunde und Anbieter einigen.

Die fünf Abrechnungsarten beim Online-Marketing

  1. Pauschaler Fixbetrag pro Monat: Das macht in der Regel nur bei kleinen Kampagnen Sinn, die kein großes Potenzial für Wachstum haben. Ein Pauschalbetrag deckt das Thema kostengünstig und planbar ab. Aber es gibt kein Potenzial zur Entwicklung: Welche langfristige Motivation sollte der AdWords-Optimierer haben, den Account aufs nächste Level zu heben? Es kann ihm ja egal sein, wenn er sowieso immer den gleichen Betrag bekommt. Denn zusammen mit dem Konto wächst auch der Aufwand.
  2. Abrechnung auf Stundensatz-Basis: Grundsätzlich ist diese Methode okay. Allerdings lässt die Abrechnung pro Stunde die Performance der Kampagnen außer Acht. Man kann auch in vielen Stunden nichts erreichen. Laufen die Kampagnen gut, bekommt der AdWords-Experte keine Belohnung. Zugleich sichert diese Abrechnung nicht ab, dass der Dienstleister die abgerechnete Zeit für die sinnvollsten Maßnahmen einsetzt.
  3. SEA-Kosten als Prozentsatz des Werbebudgets: Recht gängig und sinnvoll, da Kunde und Agentur gemeinsam wachsen können. Die Agentur muss in Vorleistung gehen und einen guten Job machen. Erst dann ist der Kunde bereit, die Budgets anzuheben und die etwas höheren Preise im Online-Marketing zu akzeptieren. Das ist immer dann eine gute Methode, wenn performancebasierte Abrechnung technisch nicht möglich ist.
  4. Performance-basierte Abrechnung (Leads, Klickzahlen, Umsatz): Für uns sicherlich eine der sinnvollsten Abrechnungsmodelle – vorausgesetzt, es lässt sich technisch sauber lösen. Online funktioniert das mit dem Conversiontracking. Kunde und Agentur sollten eine faire Vereinbarung treffen, zu welchen Konditionen sie die Performance abrechnen und Benchmarks definieren, die als Ziel gelten.
  5. Mischabrechnung: Beliebt ist ein fixer Sockelbetrag pro Monat plus Umsatzbeteiligung. Hier gibt es viele individuelle Möglichkeiten, die Preise für die AdWords-Agentur zu gestalten.

Was macht einen seriösen Kostenvoranschlag aus?

Nicht nur die Abrechnung besteht aus flexiblen Modulen und bietet verschiedene Wege. Der generelle Leistungsumfang einer SEA-Optimierung unterscheidet sich von Projekt zu Projekt. Bevor es einen ausführlichen Kostenvoranschlag gibt, solltest Du Dich also mit Deiner SEA-Agentur zusammensetzen und die Aufgabenstellung besprechen. Welche Ergebnisse erwartest Du konkret? Und ist die Agentur in der Lage, diese Ziele mit Deinem Budget zu erreichen?

Der Kostenvoranschlag sollte definitiv die gemeinsamen Ziele für das Projekt festhalten. Je genauer Deine Agentur definiert, was sie für Dein Konto plant, desto besser ist das für Dich. Du solltest keine Angst davor haben, Unklarheiten anzusprechen. Zum Kostenvoranschlag gehören neben den monatlichen Kosten auch die Preise für das erste Setup und den Initialaufwand. Das betrifft alle Arbeitsleistungen, die Deine Agentur erbringen muss, bevor die Arbeit losgehen kann. Ihr solltet unbedingt besprechen, welche Performance-Indikatoren den Erfolg der Kampagne belegen. Wenn Dir die Kosten nach dem ersten Meeting über den Kopf wachsen, ist noch genug Zeit für eine weitere Anpassung. Eine seriöse Agentur möchte, dass Du aus Deinem Werbebudget das Beste herausholst und Dich dabei wohlfühlst. 

So erkennst Du schwarze Schafe im Online-Marketing

  • Zu große Versprechungen: Eine Agentur „garantiert“ Dir eine „Top-Position“ und „Umsatzsteigerung in kurzer Zeit“? Das ist kein gutes Zeichen. Wir können alles dafür tun, um eine gute Basis für ein hervorragendes Ranking zu schaffen. Garantien sind aber nicht möglich.
  • Kleine Agenturen, die alles anbieten (Social, Video, Content, SEO, SEA, Conversions, Leads, CRM, etc.): Agenturen, die einfach alles können, können nichts richtig. Zumindest ist es für diese Agenturen deutlich schwieriger, einen hohen Standard zu halten.
  • Keine Google-Zertifizierungen: Qualifikationen wie z.B. Premier Partner sollten zum festen Standard einer jeder Agentur gehören, welche AdWords-Dienstleistungen anbietet. Nur so kann ein qualifiziertes Know-how gewährleistet werden.
  • Agenturen ohne Testzeitraum mit langen Vertragslaufzeiten (1-2 Jahre): Je länger der Vertragszeitraum ist, desto höher ist die Wahrscheinlichkeit, dass Du in einem Vertrag gefangen bist, den Du gar nicht willst. Im Online-Marketing verändern sich die Dinge schnell. Eine gute SEA-Agentur ist agil, flexibel und bietet immer die Möglichkeit zum Rücktritt.
  • Extrem günstige (Pauschal-)Preise: Dumpingpreise und Sonderangebote können schnell zu einem Problem werden. Denn wenn der Preis in keinem Verhältnis zum Aufwand steht, wird häufig einfach gar nichts am Ad-Konto gemacht. AdWords Betreuung für 99 € – wie soll das funktionieren?
  • Kein detailliertes Reporting: Nicht selten bekommen Kunden von schlechten Agenturen kaum oder keine aussagekräftigen Reportings. Aber nur mit einer gesunden Datengrundlage lässt sich sagen, ob die Arbeit ein Erfolg war. Transparenz ist ein hohes Gut, um das Vertrauen der Kunden zu gewinnen.
  • Keine persönlichen Ansprechpartner: Wenn Du niemanden in Deiner SEA-Agentur persönlich kennst, deutet das auf ein hohes Maß an Automatisierung hin. Dahinter steht keine Brainpower und keine Kreativität, sondern eine eingefahrene Methode, die einfach bei allen Konten angewendet wird.
  • Kunde wird nicht Inhaber des Werbekontos: Manche Agenturen versuchen Kunden künstlich zu binden (oder in Geiselhaft zu halten), indem die Agentur Inhaber des AdWords-Kontos ist. Der Kunde hätte keine Handhabe im Falle einer Trennung – kein gutes Zeichen!

So rechnen wir ab: Was kostet SEA bei den Netzproduzenten?

Unsere Preise im Online-Marketing sind abhängig vom Projekt. Es gibt keine einfachen Standardlösungen, die für jedes Werbeprojekt gelten.

Bevor wir einen Kostenvoranschlag gestalten, machen wir eine kostenlose Analyse Deiner Seite. Beim Quick Check nehmen wir Deine bisherigen Werbemaßnahmen unter die Lupe und geben Dir unsere Erfahrungswerte mit auf den Weg. Wir schätzen den Status Quo ein und fragen Dich nach Deinen Zielen. Daraus entsteht dann der Kostenvoranschlag für Deine Online-Werbung. Bei den Abrechnungsmodellen bevorzugen wir die performancebasierte Abrechnung. Danach bestimmst Du Dein Werbebudget für die Kampagne. Bevor es los geht, besprechen wir in einem Kick-Off-Meeting die wichtigsten Details, damit wir in das Produkt richtig eintauchen können.

Unserer Ansicht und Erfahrung nach ist ein monatliches Werbebudget ab 750 € bis 5.000 € ideal für kleine und mittelständische Kunden. Nach oben hin gibt es quasi keine Grenze. Je höher Du Deine Ziele steckst, desto mehr Geld musst Du in die Hand nehmen. Allerdings bedeutet das nicht, dass besonders teure Kampagnen besonders gut sind. Je langfristiger und gezielter Du werben möchtest, desto effektiver können wir mit einem kleinen Budget arbeiten.

Das Budget steht, die Richtung ist definiert und wir haben die Ziele klar vor Augen. In der ersten Monatsrechnung findest Du neben den abgesprochenen Kosten auch die Abrechnung für das Initialsetup und das Kick-Off-Meeting. Zusätzliche Kosten sprechen wir natürlich immer mit Dir ab. Die Preise im Online-Marketing sind bei uns transparent und planbar.

Fazit: Preise im Online-Marketing sind flexibel und individuell

Was kostet SEA? Welche Preise im Online-Marketing sind realistisch? Das kommt sehr stark darauf an, was Du erreichen willst. Du kannst aber ungefähr abschätzen, was Dich erwartet, wenn Du einen Blick auf die Komponenten von Suchkampagnen wirfst:

  • Einrichtungsgebühr (Setup-Fee) für das AdWords-Konto
  • Eventuell monatliche Grundgebühr (abhängig von der Größe des Kontos)
  • Prozentuale Gebühr von den Adwords-Ausgaben (ungefähr 10-15%)
  • Vergütung nach Arbeitsaufwand (Stundensatz, ab 80 € / Stunde) oder nach Performance
  • Gebühren für externe Software oder API-Nutzung

Je nachdem, wie Deine Ziele aussehen, solltest Du ein angemessenes Budget einkalkulieren. Es gibt für jede Brieftasche die passende Strategie, aber Du solltest kein Wunder erwarten, wenn Du keine magischen Preise bezahlst.


Welche Fragen hast Du noch zu den Preisen für SEA und Online-Marketing? Wir beantworten Dir Deine Fragen gerne in den Kommentaren! 

Aller Anfang ist schwer. Das gilt auch für Deine SEA-Kampagne. Klar, Du kannst stundenlang nach den richtigen Keywords fahnden und darauf hoffen, das Deine Zielgruppe bestimmte Begriffe ins Suchfeld tippt. Oder Du nutzt einfach den Datenschatz, den Google AdWords uns bereitstellt. Statt Keywords kannst Du nämlich auch die Menschen definieren, die Deine Werbung sehen sollen. Wir erklären Dir, was Du dabei beachten musst und wie Du die perfekte AdWords-Zielgruppe zusammenstellst. 

Welche Arten von Zielgruppen gibt es bei AdWords?

Keywords waren früher die Lebensessenz von SEO und SEA. Ohne die richtigen Schlüsselwörter ging gar nichts. Unsere Arbeit bei der SEA-Analyse bestand vor allem aus der tiefgreifenden Analyse von Begriffen, Phrasen, Synonymen und Satzfetzen. Natürlich war das erfolgreich. Aber es ist viel sinnvoller, Menschen direkt anzusprechen, als über ihre vermuteten Suchbegriffe zu orakeln. Google hat das erkannt. Es gibt mittlerweile mehr Möglichkeiten, die gewünschte Zielgruppe einer Werbekampagne zu definieren. Das AdWords-Menü bietet drei Möglichkeiten, das Publikum zu unterteilen:

  • Interessen: Google erkennt automatisch die Themenbereiche und Branchen, für die sich ein Nutzer interessiert.
  • Verhalten: Vergangene Suchanfragen und das Verhalten auf externen Seiten werden zum Trigger für eigene Zielgruppen.
  • Demografie: Alter, Wohnort, Sprache und Elterneigenschaft sind die klassischen Merkmale für das Targeting.

Diese drei Bereiche geben Dir die Möglichkeit, die Zielgruppe Deiner Träume zusammenzustellen. Aber was macht eigentlich eine gute AdWords Audience aus? Eine Audience ist eine definierte Gruppe, die auf Deine Werbeanzeige klicken sollen. Du musst den goldenen Mittelweg finden: Die Gruppe sollte groß genug sein, um anonymisiert zu werden, aber nicht zu groß, damit Deine Werbeanzeigen nicht im Sande verlaufen. Neben dem Targeting auf eine bestimmte Zielgruppe kannst Du noch andere Faktoren in Deine Kampagne einfließen lassen: Zeit, Ort, Keywords, Placements oder Gerätetyp.

Wie Du mit Similar Audiences for Search Campaigns neue Kunden entdeckst

Wie schön wäre es, wenn Dein Lieblingskunde fünfhundert Freunde mit ähnlichen Vorlieben hätte? Mit Similar Audiences findest Du die Doppelgänger Deiner Kunden. Ähnliches Verhalten, dieselben Interessen und ein vergleichbares Budget – Jackpot für Dich! Du musst eine Zielgruppe definieren und AdWords findet automatisch Menschen, die ein ähnliches Profil haben. Das kann Deine Reichweite erheblich steigern.

Similar Audiences lassen sich gut mit RLSA vergleichen. Remarketing-Anzeigen haben in der Regel eine hohe Conversionrate, aber kommen insgesamt selten vor. Schließlich sprichst Du damit nur Personen an, die Dein Angebot sowieso schon kennen. Eine Similar Audience hat in der Regel eine ähnlich hohe Conversionrate wie die Remarketing-Liste, auf der sie basiert. Mit dem Unterschied, dass siebenmal so viele Menschen sie zu Gesicht bekommen! Es kann sogar passieren, dass eine solche Ad ihre Remarketing-Kampagne im Gesamtumsatz übertrumpft. Im Vergleich zu herkömmlichen Anzeigen ohne Zielgruppen-Targeting ist sogar eine 65 Prozent höhere CTR drin!

Laut Wordstream sind CTR und Conversionrate genauso gut wie bei Remarketing-Anzeigen für Deine AdWords-Zielgruppe, aber die Reichweite ist erheblich höher. (Quelle: Wordstream)

Laut Wordstream sind CTR und Conversionrate genauso gut wie bei Remarketing-Anzeigen, aber die Reichweite ist erheblich höher. (Quelle: Wordstream)

Best Practice für Similar Audiences für die perfekte Neukunden-Zielgruppe

  • Du hast eine gut geführte Remarketing-Liste mit Kunden, die schon einmal bei Dir eingekauft haben? Nutze Similar Audiences für diese Kundengruppe! Du wirst auf Neukunden stoßen, die ebenfalls bei Dir einkaufen wollen.
  • Mit einem so exakten Targeting brauchst Du eigentlich keine Keywords mehr. Stattdessen kannst Du Deine Similar Audiences mit einer Dynamic Search Ad kombinieren, die automatisch geeignete Anzeigenplätze sucht und findet.
  • Da Du bei den Similar Audiences mit höherer Wahrscheinlichkeit eine Conversion erwarten kannst, darf Dein PPC hier etwas teurer sein als bei anderen Kampagnen. Das ist aber abhängig vom genauen Inhalt und Deiner Zielsetzung.

NEU: In-Market Audiences: Bereit zum Verkauf?

Kunden auf dem Silbertablett: Google hat uns am 04. Juni 2018 mit einem neuen Feature überrascht. In-Market Audiences bieten die Möglichkeit, Kunden in Kauflaune direkt in den Shop zu lotsen. Ja, richtig gelesen: Anhand von Verhaltenssignalen, Suchvorgängen  und Interessen kann Google eine AdWords-Zielgruppe zusammenstellen, die kurz vor der Kaufentscheidung steht. Wie das geht? Google analysiert die bisherigen Suchanfragen und bringt sie in einen Kontext. Wer nach einer Privatuniversität im Allgäu googelt, will sich vielleicht nur informieren. Wer davor allerdings nach Informationen zum zweiten Bildungsweg, Stipendienprogrammen und Zukunftschancen gesucht hat, der ist wahrscheinlich auf der Suche nach einem interessanten Angebot.

Bisher gibt es 170 In-Market Zielgruppen für alle üblichen Branchen. Ob Hausbau, Autokauf, Flugreise oder Fortbildung: Google weiß, wer es ernst meint. Klar, diese Zielgruppen sind relativ klein. Erfahrungen aus dem Beta-Test zeigen, dass Google etwa 5 Prozent der Suchenden als „In-Market“ taggt.  Dafür ist die Conversionrate bei dieser kleinen, aber feinen Gruppe signifikant höher. Laut Wordstream haben In-Market Audiences eine 162 % höhere CTR und klicken doppelt so häufig auf den Warenkorb.

Die ideale Strategie für Deine Wunsch-Zielgruppe mit In-Market Audiences

  • Beobachte und lerne! In-Market Audiences sind noch frisch auf dem Markt, es gibt nur wenige Erfahrungen aus der Praxis. Um ein Gefühl für die Größe der Zielgruppe zu bekommen, solltest Du Deine erste Probefahrt im Modus “Bid only” machen.
  • Gehe kreativ mit dem Wissen über die Customer Journey um! Was braucht jemand, der laut Google demnächst ein Auto kauft? Eventuell einen Kredit oder passende Winterreifen. Damit erreichen Nischenseiten neue Kunden, obwohl ihr Angebot nicht offiziell von Google supportet wird.
  • In-Market Audiences bringen Dich mit komplett neuen Kunden zusammen. Aber da die Zielgruppe klein ist, solltest Du Deine anderen Kampagnen nicht vernachlässigen!

AdWords-Zielgruppe mit Customer Match: So setzt du Deine E-Mail-Liste richtig ein

Customer Match war der erste Schritt, um die analoge und digitale Werbewelt zusammenzubringen. Du kannst hier eine Liste mit E-Mail-Adressen Deiner Kunden hochladen. Google sucht dann nach den dazugehörigen Profilen und Nutzern und spielt ihnen Deine Werbung vor. Seit 2017 kannst Du sogar Adressen oder Telefonnummern nutzen, um Deine Kunden wiederzufinden. Allerdings geben nicht allzu viele User diese sensiblen Daten in ihrem Google-Profil an. Die E-Mail-Adresse ist die beste Wahl, um Deine Kunden im Internet zu identifizieren.

Wichtig: Du darfst nur E-Mails verwenden, die Du direkt von Deinen Kunden bekommen hast. Sie müssen wissen, dass Du sie damit in Werbeanzeigen ansprechen willst. Ein entsprechender Hinweis in der Datenschutzerklärung ist also Pflicht!

Der Datenschutz schreibt außerdem vor, dass Du einen ausreichend großen Pool an Adressen brauchst, um dieses Feature zu nutzen. Das stellt sicher, dass die Anonymität bei dieser AdWords-Zielgruppe gewahrt bleibt. Die Erfolgsquote beim Kundenabgleich liegt bei 50 Prozent – jede zweite E-Mail in einem Datensatz kann also mit einem Google-Profil in Verbindung gebracht werden.

Erfolg mit Google Customer Match: So einfach funktioniert die persönlichste AdWords-Zielgruppe

  • Die Adressen müssen nicht unbedingt von Gmail stammen, damit das System funktioniert. Google findet automatisch die Google-Profile zu externen E-Mail-Adressen.
  • Customer Match funktioniert nur in Verbindung mit Keyword-Kampagnen. Google spielt Deine Anzeigen bevorzugt an Kunden aus, deren E-Mail Du angegeben hast. Du kannst hier gerne Shorttail-Keywords wählen, die normalerweise viel zu teuer sind.
  • Natürlich kannst Du auf Basis einer Customer-Match-Liste auch Similar Audiences suchen.

Fazit: Targeting wird persönlich: Zielgruppen statt Keywords

Targeting-Strategien, die sich auf das Verhalten der Nutzer stützen, bieten eine spannende Alternative zu Keywords. Mit Similar Audiences und In-Market Audiences sprichst Du Menschen an, die bisher noch nicht einmal etwas von Dir gehört haben. Customer Match ist wie analoges Remarketing. AdWords bietet viele Möglichkeiten, um Zielgruppen punktgenau anzusprechen und ganz neue Märkte zu erforschen. Mit den richtigen Tools vermeidest Du Streuverluste und findest Deine persönliche AdWords-Zielgruppe, die Dich zum Erfolg führt.


Hast Du schon Erfahrungen mit den Features von AdWords gemacht? Was ist Dein Geheimtipp für die perfekte AdWords-Zielgruppe? Berichte uns unbedingt in den Kommentaren davon!

Es ist endlich soweit: Mobile Suchanfragen übersteigen die Suche am Desktop-PC. Mittlerweile kommen mehr als 57 Prozent aller Suchanfragen vom Smartphone oder Tablet. Das bedeutet auch: Die Investitionen in mobile Werbung steigen. Die Vorzeichen könnten kaum besser sein: Auf kleinen Bildschirmen nehmen mobile Werbeanzeigen den kompletten Raum above the fold ein. Wer die organischen Ergebnisse sehen will, muss nach unten scrollen. Warum behandeln viele Unternehmen ihre Mobile PPC-Strategie also so stiefmütterlich? Wir geben Dir 6 Tipps mit auf den Weg, wie Du Deine Anzeigen gezielt für mobile Endgeräte optimierst und was Du bei Mobile Search Ads beachten musst. 

Erobere das Smartphone Deiner Zielgruppe!

Ein großes Werbebudget bedeutet nicht zwangsläufig, dass Deine Kampagnen auch funktionieren. In der Welt des Mobile Marketings gelten andere Regeln. Adobe hat in einer gewaltigen Studie zu weltweiten Trends im Mobile Marketing herausgefunden, dass die Conversion Rate bei mobilen Endgeräten nur halb so groß ist wie auf dem Desktop.

Ein heftiger Unterschied. Welches Potenzial hier wohl für mobile Werbeanzeigen schlummert? (Quelle: Adobe Analytics, Q4)

Ein heftiger Unterschied. Welches Potenzial hier wohl für mobile Werbeanzeigen schlummert? (Quelle: Adobe Analytics, Q4)

 

Das liegt vor allem daran, dass Werbeanzeigen und Kampagnen teilweise ungesehen vom Desktop auf Smartphones übertragen werden. Das Ergebnis sind enttäuschte Kunden. Wenn Du es aber schaffst, die Smartphones Deiner Zielgruppe mit relevanten Anzeigen mit Mehrwert zu füllen, fliegen Dir die Herzen zu. Dafür musst Du ein wenig Mühe in Deine SEA-Anzeigen stecken.

Übrigens: Verabschiede Dich von dem Gedanken, dass mobile Werbeanzeigen Deine Zielgruppe beim Zug fahren, spazieren oder bummeln erreichen. Nur 17 Prozent der Smartphonenutzung findet tatsächlich unterwegs statt. Viel wahrscheinlicher ist, dass Dein Traumkunde gerade im Bett oder auf dem Sofa liegt, in der Mittagspause aufs Handy schaut oder sich von einem langweiligen Meeting ablenkt.

1. Segmentiere Deine Werbekampagne nach Devices!

Zunächst einmal der offensichtlichste Tipp: Du solltest in Deinem AdWords-Konto eine klare Trennung zwischen den Kampagnen für den Desktop und Kampagnen für Mobilgeräte schaffen. Das hilft Dir nicht nur beim Feintuning, sondern bringt Dich ins richtige Mindset. So kommst Du gar nicht erst in Versuchung, Deine Inhalte und Einstellungen zu übertragen.

Starte mit einer einfachen Auswertung. Wie sieht der Status quo aus? Wie viele Menschen besuchen Dich am Rechner, wie viele Menschen bekommen Deine mobile Seite zu Gesicht? Vielleicht zeigt sich hier schon ein Muster. Für einen ersten Eindruck rufst Du im AdWords-Menü die Kampagnen- und Anzeigengruppen und Keyword-Berichte auf. Unter „Segment -> Gerät“ findest Du eine Übersicht zu Deinem Seitentraffic und der Conversionrate. Bitte nicht erschrecken! Wie Adobe oben schon festgestellt hat, liegt die mobile Conversionrate in der Regel deutlich unter der von Desktop-Onlineshops. Mobil wird gebummelt, am Desktop wird gekauft. Wenn Deine Seite mobil überzeugt, lohnt sich für Deinen Kunden der Gang zum Standrechner oder Laptop.

2. Mobiles Bidding unterliegt anderen Regeln – nutze das für Dich!

Die grundsätzliche Logik hinter dem Bidding-System bleibt bestehen. Wer für bestimmte Keywords den höchsten Clickpreis bietet, bekommt von Google den Platz an der Sonne. Bei Mobile Search Ads kannst Du Dir die Besonderheiten von mobilen Suchanfragen zunutze machen. Am Smartphone geht es vor allem um informative Suchen. Auch mit lokalen Begriffen hast Du eine gute Chance, weit oben zu landen und dabei weniger Geld zu zahlen.

Deine mobile PPC-Strategie beginnt damit, dass Du Google darauf aufmerksam machst, dass Deine Anzeigen an Smartphones ausgespielt werden sollen. Das erreichst Du mit den Bid Adjustments. Hier gibst Du einfach an, wie oft Deine Anzeigen für bestimmte Kampagnen auf welchen Geräten erscheinen sollen. Das Maximum liegt bei 300 Prozent. Auf jede Desktop Ad kommen also 300 mobile Werbeanzeigen. Damit hast Du den Grundstein für Deine mobilen Werbeanzeigen gelegt.

3. Experimentiere mit mobilen Anzeigen im Google Display Netzwerk!

Werbung im Display-Netzwerk ist für mobile Werbeanzeigen eine grandiose Idee! Denn das GDN bietet ein paar kleine Zusatzfeatures, die interessant für Werbetreibende sind. Du hast die Möglichkeiten, Deine Anzeigen nur auf verschiedenen Betriebssystemen oder Gerätemodellen zu platzieren. Sehr praktisch, wenn Du eine bestimmte Zielgruppe ansprechen willst, die eventuell lieber zu Apple als zu Android greift. Zudem besteht die Möglichkeit, Anzeigen nur dann auszuspielen, wenn sich der Nutzer in einem WLAN befindet. Damit vermeidest Du es, einen Kunden im Zug zu erwischen, wo das mobile Netz zu schlecht für eine kleine Shoppingtour ist.

 

Werbung im Displaynetzwerk hat den Ruf, eine riesige Geldverbrennungsmaschine zu sein. Du hast schließlich kaum Kontrolle darüber, wo genau Deine Bannerwerbung auftaucht. Deswegen solltest Du gerne und oft zu Ausschlüssen greifen und diese Kampagnen immer im Blick behalten. Wenn Du es richtig anstellst, können Deine mobilen Werbeanzeigen sehr erfolgreich sein.

4. Baue eine mobile Landing Page, die auf kleinen Bildschirmen gut aussieht!

Geschafft! Dein Traumkunde klickt auf die Werbeanzeige und landet auf Deiner Landing Page. Aber statt ihn willkommen zu heißen und die Conversion abzuschließen, sieht Dein Kunde Text, der weit über die Grenzen seines Smartphone-Bildschirms hinausreicht. Merkwürdige Blöcke im Layout und verpixelte Bilder machen den ersten Eindruck perfekt. Du solltest bei der Gestaltung Deiner Landing Page daran denken, dass nicht alle Bildschirme gleich groß sind. Idealerweise baust Du für mobile Werbeanzeigen eine eigene Landing Page, auf der Du Deinen Content kompakt präsentierst.

Der Page Speed spielt zwar bei SEA keine Rolle, aber trotzdem könnten Deine Kunden entnervt wegklicken, wenn Deine Seite zu langsam lädt. Google stellt zwei neue Tools zur Verfügung, um Webseitenbetreiber weltweit endlich zur mobilen Optimierung zu bewegen: Die Mobile Scorecard und der Impact Calculator sollen zeigen, wie viel Geld einem Unternehmen durch die Lappen geht, wenn die Seite zu langsam lädt.

5. Nutze Anzeigenerweiterungen, die mehr Informationen vermitteln!

Anzeigenerweiterung machen Dein Leben schöner. Und nicht nur das: Deine Mobile Ads sehen dadurch noch besser aus und können besser performen. Laut Google eignen sich folgende Erweiterungen für mobile Werbeanzeigen:

  • Anruf-Erweiterung: Ja, es klingt heute ein wenig verrückt: Aber ursprünglich war das Handy einmal zum Telefonieren da. Wenn Du Deinen Kunden die Möglichkeit gibst, Dich direkt aus der Anzeige heraus anzurufen, steigerst Du Deine Glaubwürdigkeit. Das wird mit einer bis zu 5 Prozent höheren CTR belohnt.
  • Messenger-Erweiterung. Erlaubt Deinen Kunden, Dir eine SMS zu schreiben. Genauso effektiv wie die Call-Extension!
  • Angebotserweiterung und Preiserweiterung: Ein Muss für Online-Shops!
  • Sitelink-Erweiterung: Du kannst bis zu vier einzelne Unterseiten oder Kategorien direkt in der Anzeige verlinken. Deine Anzeige wird zudem fast doppelt so hoch.
So sieht die Sitelink-Erweiterung und die Messenger-Erweiterung in Aktion aus.

So sieht die Sitelink-Erweiterung und die Messenger-Erweiterung in Aktion aus.

6. Passe Deine Anzeigentexte an mobile User an!

Die Kunst ist es, sich nach der Suchintention der Smartphone-Nutzer zu richten. Viele User googeln auf dem Smartphone kurz eine Info oder schauen sich verschiedene Angebote an. Es geht eher um Informationen und vielversprechende Angebote, nicht um spezifische Kaufaufforderungen. Allerdings hat sich in der Praxis gezeigt, dass es sich lohnt, auf Deinen mobilen Shop hinzuweisen. Wenn Du im Anzeigentext „Jetzt mobil shoppen!“ steht, impliziert das einen optimierten Shop, der sich auf dem Smartphone gut nutzen lässt. (Dann sollte das allerdings auch tatsächlich der Fall sein.)

Wie wäre es, wenn Du Deine Anzeigen gar nicht erst in Desktop- und mobile Werbeanzeigen einteilen musst? If-Statements bieten Dir mehr Flexibilität bei der Anzeigenerstellung. Du kannst damit spezifizieren, welcher Anzeigentext in einem bestimmten Fall ausgespielt werden soll. Dafür ist zwar ein Funke an Programmierlogik gefragt, aber grundsätzlich sind If-Funktionen sehr einfach zu bedienen. Wenn Du mehr darüber wissen willst, gibt es einen tollen Artikel dazu bei Wordstream.

Mobile Werbeanzeigen mit einer kurzen Programmzeile: If-Befehle sind perfekt für SEA.

Mobile Werbeanzeigen mit einer kurzen Programmzeile: If-Befehle sind perfekt für SEA. (Quelle: Wordstream)

Du hast schon einige Anzeigen, die mobil gut funktionieren? Was ist bei ihnen anders als bei Deinen Desktop-Anzeigen? Mit einer Analyse kannst Du herausfinden, wie sich Deine Zielgruppe am Handy verhält. Darauf kannst Du aufbauen und Varianten erstellen, die Du im A-/B-Test gegeneinander antreten lässt.

Fazit: Mobile Werbeanzeigen stehen ganz oben auf der To-Do-Liste

Es ist gar nicht so schwer, den mobilen Markt zu erobern. Hier noch einmal die wichtigsten Punkte zusammengefasst, um mit wirklich guten Mobile Search Ads zu glänzen:

  1. Betrachte mobile Suchanzeigen als eigene Kampagne und übernehme nicht einfach Deine Desktop-Anzeigen!
  2. Wähle die Parameter beim Targeting so aus, dass Du die richtige Zielgruppe ansprichst!
  3. Achte auf Details wie Gerätetyp oder Betriebssystem!
  4. Nutze Texte und Anzeigenerweiterungen, die zu den Bedürfnissen Deiner Kunden passen!
  5. Optimiere nicht nur die Ads, sondern auch die Landing Page dahinter!

Also, verliere keine Zeit und überarbeite Deine mobilen Suchanzeigen! Es wird sich lohnen.


Was sind Deine Geheimtipps für mobiles SEA? Lasse es uns in den Kommentaren wissen! 

Dein Eintrag in den Suchergebnissen ist Deine Visitenkarte. Du willst jeden Millimeter und jedes Zeichen nutzen. Was ist eigentlich mit der grünen URL-Anzeige, die dem User den Pfad Deiner Webseite offenbart? Hat die URL einen Einfluss aufs Ranking? Hängen URLs und SEO zusammen und wenn ja, wie stark? Wie Du mit einer guten URL-Struktur und wenigen Handgriffen das Vertrauen Deiner Nutzer gewinnst, erfährst Du bei uns im Blog. Wir verraten Dir alles, was Du über URLs und SEO wissen musst. 

Wie ist eine URL aufgebaut?

Die URL (Uniform Resource Locator) zu einer Webseite besteht aus dem verwendeten Protokoll (meist HTTP oder HTTPS), der Subdomain (meist www.), der Domainadresse und der Top-Level-Domain (meist .de oder .com). Das ist die Basis für alle Seiten, die auf einer Domain liegen. Daran schließt sich dann die exakte Adresse der Webseite an. Per Schrägstrich (/) sind die einzelnen Pfade und Schritte auf dem Weg zum Inhalt voneinander getrennt.

URLs und SEO: So sehen alle möglichen Bestandteile einer URL aus. (Quelle: Wikipedia)

So sehen alle möglichen Bestandteile einer URL aus. (Quelle: Wikipedia)

Was ist die optimale Länge für die URL?

Leider gibt es für den SEO-Bereich keine feste Zeichenbegrenzung für die Länge der URL. Google scheint sehr gut erkennen zu können, was für den Nutzer relevant ist und kürzt dementsprechend kräftig. Die Länge der angezeigten URL pendelt sich in der Regel zwischen 40 und 60 Zeichen ein. Je einfacher und klarer Deine URL aussieht, desto höher ist die Wahrscheinlichkeit, dass sie in ihrer ganzen Breite angezeigt wird.

Es gibt Studien, die einen Zusammenhang zwischen der Länge der URL und dem Ranking sehen: Je kürzer die URL, desto besser das Ranking. Allerdings gibt es keine offizielle Aussage dazu von Google – und viele Erfahrungen, die das Gegenteil berichten.

Übrigens: Rein technisch liegt die Maximallänge der URL jenseits der 2000 Zeichen. Das will ja aber wirklich niemand seinen Nutzern zumuten.

Wie lang sollte der Pfad der URL sein?

Die Zeichenbegrenzung ist nicht alles. Es kommt neben der Länge der URL auch auf die Verzeichnistiefe an. Google lässt bei zu ausgiebigen Unterverzeichnissen Zwischenschritte weg oder kürzt die URL nach eigenem Ermessen. In der Praxis bietet es sich an, nicht mehr als zwei oder drei Schritte in der URL zu haben. (Bei AdWords sind sogar nur zwei Zwischenschritte erlaubt, aber da gibt es einen Unterschied zwischen der angezeigten und der tatsächlichen URL.)

Zu viele Ordner sind verwirrend – für Google und für den Nutzer.

Hier steht vor der Kategorie „Garten & Freizeit“ noch einmal die Kategorie „Garten & Baumarkt“. Das ist für Google etwas zu stark zergliedert. Interessant: Bei Quelle sind die Ordner (wahrscheinlich dank strukturierter Daten) in der URL klar erkennbar und für den Leser noch angenehmer gestaltet. Der komplette Pfad im Kategoriebaum wird sichtbar. Super für die Usability!

Welche Zeichen sind in URLs erlaubt und wie vermeide ich merkwürdige Zeichenkombinationen?

Vorsichtshalber solltest Du bei den URLs auf alle Sonderzeichen verzichten. Je nach Codierung kann es passieren, dass die Zeichen als Unicode angezeigt werden.

Tabu sind:

  • Leerzeichen,
  • Hashtags,
  • Anführungszeichen,
  • @,
  • Prozente,
  • Emojis,
  • und Pfeile.

Wir haben im deutschen Alphabet noch die Sonderzeichen Ä, Ö und Ü. In deutschen Suchmaschinenergebnissen ist das in der Regel kein Problem, auf dem internationalen Markt könnten diese Zeichen allerdings zu Anzeigefehlern führen. Schreibe daher lieber ae, oe oder ue in der URL. Wörter trennst Du mit dem Bindestrich. Der Unterstrich (_) funktioniert zwar auch, aber manche SEO-Experten berichten davon, dass Google ihn als falsches Trennsymbol betrachtet.

Wie sieht es mit Groß- und Kleinschreibung in meiner URL aus?

Zugegeben, das ist kein Problem für den SEO-Bereich. Grundsätzlich kannst Du in der URL Großbuchstaben und Kleinbuchstaben verwenden. Traditionell nutzt man eher die Kleinschreibung, weil es in den frühen Zeiten des Internets noch keine Großschreibung für URLs gab. In jedem Fall solltest Du Dich für ein System entscheiden und dann dabei bleiben. Wir empfehlen die ewige Kleinschreibung in der URL, um nicht durcheinander zu kommen und um sicher vor eventuellen Codierungsbugs zu sein. Zudem könnte die Groß- und Kleinschreibung zu Duplicate-Content führen, weil manche URLs doppelt belegt sind.

Sollte ich Keywords in die URL setzen – und wenn ja, wie viele?

Keywords in der URL sind empfehlenswert. Wie überall in der Suchmaschinenoptimierung solltest Du es aber nicht übertreiben. Es ist immer eine gute Idee, eine Webseite auf einen einzigen Keyword-Cluster zu optimieren. Eine Webseite verliert schnell ihren Fokus (und ihr Ranking), wenn Du zu viel erreichen willst.

Das sind viel zu viele Keywords in einem kurzen Snippet. Bei URLs und SEO solltest Du darauf achten, es nicht zu übertreiben.

Dasselbe gilt für URLs und SEO: Keywordstuffing ist nie eine gute Idee. Du solltest das Hauptkeyword und maximal ein weiteres Keyword in die URL aufnehmen. Das könnte zum Beispiel ein Städtename für besseres Local SEO sein oder ein verwandter Begriff. Matt Cutts von Google hat bestätigt, dass zu viele Keywords in der URL dazu führen, dass Google die komplette Adresse einfach ignoriert. Allerdings stammt diese Aussage aus dem Jahr 2009. Das ändert nichts an der Tatsache, dass Google zu viel Optimierung gar nicht gerne sieht – und die Nutzer auch nicht.

Was ist der absolut wichtigste Punkt bei URLs und SEO, wenn ich Menschen ansprechen will?

Ganz gleich, was die technischen Hintergründe sind: Es gibt nur ein einziges entscheidendes Kriterium dafür, ob eine URL gut ist. Versteht der Nutzer, auf welcher Seite er landen wird? Es kommt nämlich nicht darauf an, ob Google Deine URLs mag, sondern ob sie für Deine User gut nutzbar sind. Sprechende URLs bieten mehrere Vorteile für den Nutzer (und damit auch für Dich):

  1. Deine Nutzer erkennen sofort, worum es geht.
  2. Kryptische Zahlen   – und Buchstabenkombinationen entfalten nicht ihre abschreckende Wirkung.
  3. Das Keyword steckt direkt im Linktext.

Die URL ist ein sekundärer Rankingfaktor. Das bedeutet, dass sie zwar einen eigenen Einfluss auf das Ranking hat, aber dass der eigentliche Rankingboost durch das Userverhalten kommt. Wenn Du eine sprechende URL schreibst, die selbsterklärend und logisch aufgebaut ist, besteht eine höhere Chance, dass Nutzer auf Dein Suchergebnis klicken. Und das wertet Google positiv. Vor allem dann, wenn sie lange auf Deiner Seite verweilen, weil sie dort finden, wonach sie gesucht haben.

Wie löse ich das Problem, wenn sich meine URLs zu sehr ähneln?

Es gibt im SEO kaum Wundermittel und keine einfachen Lösungen. Bis auf Canonical Tags – die helfen wirklich immer. Damit weist Du Google darauf hin, dass sich auf mehreren Unterseiten gleiche oder ähnliche Inhalte befinden. Du hast einen Online-Shop für schicke Socken? Es ist wahrscheinlich, dass sich die Beschreibungstexte Deiner Kollektion an weißen Socken ziemlich ähneln. Duplicate-Content-Gefahr! Du kannst allerdings die verschiedenen Unterseiten mit einem Canonical-Tag auf eine Ursprungspage verlinken. Noch nützlicher ist dieses Tool, wenn Du mehrere Seiten mit demselben Content hast.

Beispiel: Die Seite www.webshop.de/desserts/schokolade verweist per Canonical Tag auf ihre Kopie auf www.webshop.de/schokolade/desserts. Gefahr erkannt, Gefahr gebannt!

Wie sieht es mit dynamischen URLs aus?

Dynamische URLs stellen uns SEO-technisch vor ein Problem. Sie existieren nicht als fest definierte Seite, sondern werden je nach den Suchbegriffen des Nutzers dynamisch zusammengestellt. In der Praxis bedeutet das häufig, dass die URL aus verschiedenen Nummern besteht, die zusammengefügt dann die URL ergeben. Weder sieht das sonderlich gut aus, noch ist das für den Menschen lesbar.

Beispiel: https://www.beispiel.de/index.php?id=69&?p=3369772&viewfull=1#post3369772

Diese Seitenvariante kommt vor allem bei Online-Shops vor, die kein gut eingestelltes Filtersystem haben. Hier ist es nur beschränkt möglich, mit Umleitungen zu arbeiten. Stattdessen solltest Du versuchen, die dynamischen Kategorien zu bändigen. Statt endlosen Zahlenkolonnen könntest Du also die Filter ausschreiben lassen. Damit gewinnst Du klare URLs und SEO, das Menschen und Suchmaschine gleichermaßen anspricht. Außerdem solltest Du darauf achten, dass die technischen Parameter nicht in der URL auftauchen.

Hat HTTPS in der URL einen Einfluss auf mein SEO?

Definitiv! Google selbst hat bereits 2014 zugegeben, dass eine verschlüsselte Webseite als positives Rankingsignal gewertet wird. Meist versucht die Suchmaschine automatisch, die Seitenvariante mit Sicherheitszertifikat zu erreichen. Die HTTPS-Verschlüsselung hat noch mehr positive Nebeneffekte. Zum einen ist es im Zuge der DSGVO zur Pflicht geworden, die Kommunikation abzusichern. Das gilt besonders dann, wenn Du ein Kontaktformular oder ein anderes interaktives Element auf Deiner Webseite hast. Viele User achten darauf, ob eine Seite über HTTPS verschlüsselt ist und bevorzugen professionelle Seiten, bei denen es keine Schlupflöcher gibt.

Es gibt einen kleinen Stolperstein auf dem Weg zur perfekten Verschlüsselung: Deine Seite könnte für ein paar Tage ihr Ranking verlieren. Da Du alle internen Links umstellen und 301-Weiterleitungen einrichten musst, wertet Google die neuen Umwege negativ. Deine Seite sollte sich relativ schnell davon erholen.

Worauf sollte ich bei der Wahl der Top-Level-Domain achten?

Top-Level-Domains scheiden die Geister. Viele Puristen sind der Ansicht, dass nur die Klassiker wie .de, .com oder .net eine Chance im SEO-Dschungel verdient haben. Allerdings eröffnen TLDs ganz ungeahnte Möglichkeiten, um kreativ zu werden.

Das ist eine kleine Auswahl an Top-Level-Domains. Welchen Einfluss haben sie auf SEO? Wir haben uns bereits ausführlich mit dem Phänomen TLD befasst. Laut Google hat die Top-Level-Domain einen sehr begrenzten Einfluss auf das Suchergebnis. Viele TLDs sind sogar komplett unabhängig vom Ranking. Einzige Ausnahme: Regionale Endungen wie .de, .at oder .ch senden Google deutliche Signale zur Zielgruppe und werden daher bei regionalen Themen bevorzugt.

Der größte Einfluss der Top-Level-Domain ist zweifelsohne ihr Effekt auf den Nutzer. Du kannst Dir damit Domains sichern, die ansonsten schon vergeben sind. Das ist interessant für das Branding. Allerdings zeigen Studien, das User grundsätzlich den herkömmlichen Domainendungen stärker vertrauen als kreativen, aber unbekannten Buchstabenkombinationen.

Muss ich für ein besseres SEO-Ranking meine URLs ändern?

Ja und nein. In den meisten Fällen ist es nicht nötig, Deine komplette URL-Struktur über den Haufen zu werfen, um Google gerecht zu werden. Meist würdest Du hier mehr Schaden als Nutzen anrichten, weil eine zu große Änderung an den URLs fast immer mit Rankingverlusten einhergeht. Allerdings kann sich ein Neustart mit frischen URLs durchaus auszahlen, wenn Du bisher vor allem unlesbare URLs nutzt, die für Menschen nicht sonderlich transparent sind. Sage den Zahlenkolonnen den Kampf an!

Fazit: URLs und SEO: Machen wir aus einer Mücke einen Elefanten?

Ganz schön viel Text für maximal 60 grüne Zeichen. Ich könnte noch stundenlang weiter über die einzelnen Themen sprechen. Aber ist das überhaupt nötig? Schließlich sollte mittlerweile klar sein, dass die URL an sich keinen allzu großen Einfluss auf das Ranking hat. Es sind vielmehr die User, die darüber entscheiden, wie gut Deine Seite performt. Und die URL ist nur ein Kriterium dafür, ob der Klick auf Dich fällt. Dafür ist sie umso wichtiger! Denn die URL vermittelt Vertrauen.

Übrigens: Hier gibt es eine hilfreiche Infografik, die alle Tipps und Tricks rund um die URL noch einmal aufgreift.

Dir dröhnt der Kopf vor lauter Informationen? Dann hier noch einmal die wichtigsten Punkte zu URLs und SEO im TL, DR (Too long, didn’t read) -Format:

  1. Sprechende URLs sind besser als kryptische Kombinationen.
  2. Je kürzer, desto besser.
  3. Keine verschachtelten Kategorien.
  4. Maximal zwei Keywords.
  5. Man kann URLs auch kaputtoptimieren.

Deine Frage zu URLs und SEO haben wir nicht beantwortet? Dann ab damit in die Kommentare! 

Mehr Platz, mehr Flexibilität, mehr Performance: Responsive Search Ads sind der nächste große Schritt bei AdWords. Wir dürfen das neue Anzeigenformat von Google testen und berichten Euch von unseren Eindrücken aus dem BETA-Test. Was wir schon einmal verraten können: Wir geben mehr Kontrolle an Google ab – gewinnen aber interessante Einblicke in die „Denkweise“ der Maschine. 

Responsive Search Ads: Was können die neuen Textanzeigen?

Der Cursor blinkt im Eingabefeld. AdWords fragt Dich nach einer aussagekräftigen Überschrift für Deine Suchanzeige, die bald hunderttausende Kunden zu Gesicht bekommen. Die neuen Responsive Search Ads (RSA) sind das Gegenmittel bei Schreibblockaden. Google übernimmt vollautomatisch die Auswahl und Zusammensetzung der perfekten Anzeigentexte. Zusätzlich bietet das Anzeigenformat mehr Platz für Inhalte, dynamische Textlängen und sogar das A-/B-Testing. Seit Mai läuft der (halb-)offene BETA-Test. Wir dürfen die brandneuen Anzeigen als eine von wenigen AdWords-Agenturen in Deutschland auf Herz und Nieren testen.

Zunächst die Basics: Wie funktioniert das Konzept eigentlich?

Im Gegensatz zu einer oder zwei starren Ads in einer Kampagne gibst Du im AdWords-Interface eine Auswahl von Phrasen, Bausteinen und Keywords an. Die künstliche Intelligenz kombiniert die einzelnen Komponenten dann zu einem Titel. Dabei kann die Anzeige maximal drei Bausteine zu einem Titel zusammenfügen. Bei der Meta-Description kannst Du mit unterschiedlichen Varianten arbeiten, die Google eigenständig einem Titel zuordnet.

Bei den Zeichenbegrenzungen gibt es ein paar kleine, aber feine Updates. Das Limit bei den Titelbestandteilen liegt weiterhin bei 30 Zeichen pro Baustein. Google entscheidet selbst, ob es den Titel mit zwei oder drei Phrasen ausstattet. Theoretisch liegt das Zeichenlimit jetzt also bei 90 Zeichen im Titel. Bei den Descriptions stehen Dir zwei Felder mit je 90 Zeichen zur Verfügung, die bei größeren Bildschirmen auch beide zum Einsatz kommen.

Der Algorithmus hinter den RSA geht individuell auf jeden einzelnen Nutzer ein. User am Smartphone bekommen kürzere Titel mit zwei Bestandteilen zu Gesicht, während die Titel und Beschreibungstexte bei Desktop-Nutzern länger ausfallen. Zudem berechnet die KI, wie hoch die Erfolgswahrscheinlichkeit für bestimmte Kundengruppen ist und optimiert auf Basis von Erfahrungswerten und Tests die Titel und Texte im laufenden Betrieb.

Flexible Anzeigen und variable Titel: So sehen die Ads in der Praxis aus

Ein Beispiel: Für Deine Kampagne überlegst Du Dir eine Liste an Titeln, Tags, Keywords und Phrasen. Google selbst verrät Dir im Detail, wie das geht.

  1. Netzproduzenten
  2. 360°Online-Marketing
  3. Erfahrung aus 250 Kampagnen
  4. Performance-Marketing
  5. Wir bringen Sie aufs nächste Level
  6. {Keyword: Performance-Marketing}
  7. Messbar, menschlich und modern
  8. Kostenloser Quick Check
  9. Entdecken Sie Ihr Potenzial!

Dazu kommen drei nette Meta-Descriptions:

  1. Wir bringen Ihr Online-Marketing auf das nächste Level. Mit Erfahrung aus über 250 Kampagnen stehen wir als Experten für Performance-Marketing an Ihrer Seite.
  2. Ihre AdWords-Kampagne läuft nicht so, wie sie soll? Beim kostenlosen 360° Quick Check analysieren wir Ihr Online-Marketing und unterstützen Sie beim Erfolg.
  3. Entdecken Sie Online-Marketing auf einem neuen Level: Persönlich, professionell und durch den Einsatz von Performance-Marketing messbar und klar verständlich.

Das Ergebnis könnte so aussehen:

Ein tolles Feature der Responsive Search Ads: du kannst einzelne Bestandteile festen Stellen zuweisen, Deinen Markennamen oder Dein Keyword also immer an erster Stelle erscheinen lassen.

Ein tolles Feature der Responsive Search Ads: Du kannst einzelne Bestandteile festen Stellen zuweisen, Deinen Markennamen oder Dein Keyword also immer an erster Stelle erscheinen lassen.

Unsere Erfahrungen aus dem Betatest mit Responsive Search Ads

Wir testen die Ads in ausgewählten Kundenkonten und bei einer eigenen Kampagne. Uns beeindruckt, wie butterweich die Anzeigenerstellung funktioniert. Logischerweise nutzt das neue Feature das frische Interface, das mittlerweile bei fast allen Nutzern angekommen ist. Die Installation erfolgt mit wenigen Klicks und ist auch für Laien in wenigen Minuten möglich. Wir konnten eine komplette Werbekampagne in 15 Minuten erstellen – und das schließt die Texterstellung mit ein!

Klar, Google will sein Angebot im Gebiet Machine Learning weiter verfeinern. Die dynamischen Anzeigen sind nur der erste Schritt zur vollständigen Automatisierung und funktionieren in ihrem begrenzten Rahmen sehr gut. Zum Beispiel erkennt die Software automatisch zu ähnliche Phrasen und verwendet sie nicht zusammen. Das macht Wiederholungen in derselben Anzeige unwahrscheinlicher. Zudem soll die KI in der Lage sein, die Bausteine individuell auf den Nutzer anzupassen.

Einen Nachteil haben die neuen Textanzeigen: Wir geben einen Teil der Kontrolle an Google ab. Es ist kein direktes Anzeigenbenchmark mehr möglich, weil Google die Einzelteile der Anzeigentitel und -texte vollautomatisch zusammenstellt. Das manuelle A-/B-Testing entfällt, weil Google die Anzeigen von alleine gegeneinander antreten lässt. Klingt praktisch, ja. Aber: Wir müssen Google schon ziemlich vertrauen.

Um wirklich valide Erkenntnisse für den Algorithmus zu erzielen, sollte die Kampagne wenigstens 100 bis 500 Impressions pro Tag erzielen. Je mehr Möglichkeiten es bei der Kombination gibt, desto mehr Varianten müssen getestet werden. Trotz allem ist der Algorithmus dem klassischen A-/B-Testing überlegen. Er kann multivariate Versionen durchtesten und muss sich nicht durch unendliche A-/B-Tests quälen. Etwas in dieser Art hatten wir vor einiger Zeit bereits vorhergesagt. 

Zudem steht die deutsche Sprache dem System etwas im Weg: Englische Schlagworte können für sich alleine gut stehen. Deutsche Phrasen sind durchschnittlich länger und komplexer. Das wirkt in manchen Kombinationen merkwürdig.

Unsere Tipps, um die neuen Responsive Search Ads richtig zu nutzen

  1. Achte unbedingt darauf, dass jeder Titelbestandteil für sich stehen kann! Google kombiniert zwei oder drei Einzelteile miteinander und trennt sie mit einem geraden Strich (|). Vermeide also fortlaufende Sätze über mehrere Komponenten.
  2. Bei der Zusammensetzung der einzelnen Bestandteile gibt es keine bestimmte Reihenfolge. Google kombiniert alle Varianten miteinander und testet dann auf Klickrate, Aufmerksamkeit und Conversionchance.
  3. Du kannst Phrasen an bestimmte Stellen pinnen. Achte hier darauf, für jede Position zwei oder drei Varianten auszuwählen, um flexibel zu bleiben!
  4. Zu ähnliche Bausteine widersprechen der Idee der Responsive Search Ads. Natürlich ist es verführerisch, ein Keyword in unzähligen Varianten in die Ad aufzunehmen. Das kann dazu führen, dass diese drei Keywords in einem Titel erscheinen und damit den Gesamteindruck der Anzeige trüben.
  5. Apropos Keywords: Google empfiehlt, nicht mehr als 50 Prozent Deiner Bausteine mit Keywords zu besetzen. Das führt nämlich schnell zu inhaltlicher Redundanz und verringert die Erfolgschancen des Algorithmus. Ganz gleich, wie viele Phrasen Du nutzt, es sollten immer mindestens drei Versionen ohne Keywords dabei sein.
  6. Große Auswahl = mehr Kombinationen. Wir haben die besten Erfahrungen mit mehr als zehn Phrasen für den Titel und vier oder fünf Description-Texten gemacht. Wenn uns der Algorithmus die Arbeit abnimmt, sollte er einen angemessen großen Datenschatz bekommen!
  7. Spiele mit der Länge! Bei den Responsive Ads kommt es nicht darauf an, die Anzahl der Zeichen bis zum Maximum auszureizen. Stelle Google unterschiedlich lange Phrasen zur Verfügung. Das System kombiniert automatisch Headlines, die auf den Bildschirm des Nutzers passen.
  8. Um auszuschließen, dass der Algorithmus auf eigene Faust Phrasen baut oder die Landing Page indexiert, solltest Du eine ausführliche Liste mit Negativ-Keywords anlegen.

Fazit: Wann kommen Responsive Search Ads?

Das Feature scheint uns sehr weit ausgereift zu sein. Für Laien und DIY-AdWords sind sie sicherlich eine interessante Option, weil sie viele Aspekte von SEA einfacher machen. Du musst Dir keine Gedanken mehr darum machen, ob und wie Du Texte schreibst, die verkaufen. Google findet die optimale Wortkombination für den jeweiligen Nutzer – das steigert die Klickrate und kostet weniger Zeit und Geld. Allerdings folgen alle Anzeigentitel bei den RSA demselben Schema: Kurze Schlagworte, die mehr oder weniger gut zusammenpassen. Bei manchen Kampagnen ist ein durchgehender Titel effektiver, weil er hochwertiger und persönlicher wirkt. Wir sind gespannt, wie stark sich die Ads noch bis zum offiziellen Launch verändern. Normalerweise nimmt Google aber nach dem BETA-Test keine riesigen Änderungen mehr vor. Google lässt sich ungern Zeit bei Innovationen. Die neuen Ads verbinden zwei besonders spannende Themen, die Google am Herzen liegen: Künstliche Intelligenz und Anzeigenoptimierung. Wir rechnen damit, dass die Responsive Search Ads noch in diesem Jahr in alle AdWords-Konten einziehen.


Wie klingt das Feature für Dich? Hast Du schon Ideen, wie Du es nutzen willst? Lasse es uns in den Kommentaren wissen!