PPC

Performance Boost, KPIs, Quality Score… Hilfe, Du willst doch einfach nur effektiv Werbung im Internet machen! Viele Unternehmen, die sich zum ersten Mal intensiver mit Google Ads auseinandersetzen, stehen vor einem Dickicht an Möglichkeiten und Optionen. Wie steigerst Du schnell die wichtigsten Kenndaten und machst wirklich mehr Umsatz? Und selbst, wenn Du bereits Werbung mit Suchanzeigen machst, gibt es immer noch Luft nach oben. Wir verraten Dir heute vier einfache und schnelle Wege, um Deine PPC-Performance zu verbessern. 

1. Ein ordentlicher Account ist ein effektiver Account: So verwaltest Du Deine Google Ad Campaigns

Ordnung ist das halbe Leben. Klingt nach einer Weisheit von Mutti, ist aber auch im Performance Marketing ein kluger Ratschlag. Eine sinnvolle Accountstruktur erspart Dir nicht nur fürchterliches Chaos, sondern kann Deine PPC-Performance boosten. Es gibt drei Fragen, die Du Dir stellen solltest:

  1. Wie viele Keywords befinden sich in jeder Anzeigengruppe?
  2. Welche Ads sind in jeder Anzeigengruppe?
  3. Wie relevant und geordnet sind die Keywords untereinander?

Es ist verführerisch, viele kleinteilige Anzeigengruppen zu erstellen. Allerdings fördert das die Übersicht nicht unbedingt, sondern führt eher zu mehr Verwirrung. Denn was Dir im ersten Moment logisch vorkommt, ist für Deine Kollegen (oder eine externe Agentur, die Du später dazu buchst) ziemlich unverständlich. Du verhedderst Dich in Kleinigkeiten und der Fokus bleibt auf der Strecke. Außerdem ist es keine gute Idee, Deine Anzeigengruppen mit zu vielen Keywords vollzustopfen. Dadurch verschlechterst Du Deine PPC-Performance, weil sich der mögliche Traffic zu fein aufgliedert.

Google empfiehlt maximal 30 Keywords pro Anzeigengruppe.

30 Keywords pro Anzeigengruppe ist in unserer Erfahrung die absolute Obergrenze. Besser sind 10 bis 12 Keywords pro Gruppe, die idealerweise höchst relevant zueinander sind. Das hat zwei Vorteile: Zum einen kannst Du dadurch die Keywords im Anzeigentext nutzen, was die CTR erfahrungsgemäß boostet. Weiterhin finden Deine User exakt das, wonach sie gesucht haben – und das ist enorm hilfreich für die PPC-Performance!

2. High-Performance-Keywords identifizieren und boosten

Manche Keywords sind einfach besser: In so gut wie jedem Google Ads-Account gibt es einen oder zwei Überflieger, die einen Löwenanteil der Conversions stellen. Logischerweise sind das häufig konkrete Keywords, die das Angebot des Kunden gut beschreiben. Und viel zu oft beobachten wir, dass diese heimlichen Stars ein ungesehenes Dasein fristen. Dabei sind sie der Schlüssel, um Deine PPC-Performance dauerhaft zu erhöhen!

Zunächst musst Du herausfinden, welche Keywords für Dich gut funktionieren. Dazu wirfst Du einen Blick in deinen Performance-Bericht bei Google Ads. Dort sind die verschiedenen KPIs zusammengefasst. Was ist Dir wichtig? Viele Conversions (spielen eine große Rolle bei Shops und Dienstleistern), viele Impressions (für Branding-Kampagnen) oder eine hohe CTR (immer gut)? In manchen Fällen ist dieses Star-Keyword auf Broad Match eingestellt, aber es kann auch sein, dass Du mit einem Exact-Match-Keyword viel Umsatz machst. Grundsätzlich spielt das bei der Identifikation keine große Rolle.

Sobald Du Deine Top 3 der Keywords herausgefunden hast, kannst Du sie optimieren. Dazu machst Du eine neue Anzeigengruppe auf, die nur das besonders gute Keyword (und nahe Verwandte davon) enthält. Je spezifischer Du Deine Ads auf dieses Keyword einstellst, desto besser! 

Unser Tipp: Es gibt eine tolle Bidding-Strategie namens Bid Stacking. Dabei zahlst Du für Exact-Match-Keywords (also bei Menschen, die Deine exakte Suchphrase eingeben) einen sehr hohen CPC, um diese wertvollen Kunden definitiv zu erreichen. Je weiter Du Dich davon entfernst, desto niedriger wird Dein Cost-per-Click. Beispiel:

  • Exact Match: 3 €  CPC
  • Phrase Match: 2,50 € CPC
  • Modified Broad Match: 2 € CPC
  • Broad Match: 1,20 € CPC

So optimierst Du den ROI, weil Exact Match in der Regel die meisten Conversions mit sich bringt, greifst aber trotzdem noch den erweiterten Traffic aus Broad Match auf.

3. Behalte Deinen Quality-Score im Blick!

  • Der Quality Score verringert Deinen CPC,
  • der Quality Score macht Deine CPA günstiger,
  • und der Quality Score verbessert Dein Ad Ranking und deine Anzeigenposition.

Drei gute Gründe, den Quality Score im Auge zu behalten! Er zählt zu den ältesten Features bei Google Ads (ehemals AdWords) und bestimmt maßgeblich mit, wie gut Deine PPC-Werbung performt. Grundsätzlich gilt:

Ad Rank = Maximaler CPC * Quality Score

Das bedeutet, dass ein schlechter Anzeigenrang unter 1,0 die Position Deiner Werbeanzeigen nach unten korrigieren kann. Ein guter Quality-Score trägt zu einer höheren Position bei weniger Kosten bei. 

Was ist der Google Ads Quality Score?

Der Quality Score setzt sich aus Usersignalen und Aktivität im Ads-Konto zusammen. Es gibt mittlerweile viele Faktoren, die den Quality Score mitbestimmen:

  • Eine durchweg gute Click-Through-Rate der menschlichen Nutzer lässt Google darauf schließen, dass Deine Anzeigen relevant für die jeweiligen Suchanfragen sind.
  • Die Absprungrate sollte so niedrig wie möglich sein, um zu zeigen, dass Du auch bei der Post-Click-Experience glänzen kannst.
  • Verwende lieber Long-Tail-Keywords als zu kurze und allgemeine Phrasen, um die Relevanz zu erhöhen!
  • Teste Deine Anzeigen mit A/B-Tests mit vorher festgelegten KPIs, um Dich stetig zu verbessern. Die PPC-Performance misst Du vor allem anhand der CTR und der Conversionrate.
  • Du solltest unbedingt eine Stunde pro Woche in Dein SEA investieren, Änderungen vornehmen und neue Anzeigen aufsetzen. Verwaiste Accounts senken den Quality Score erheblich!

4. Du nutzt Broad Match Keywords? Dann pflege Deine negativen Keywords!

Kern der Performance-Marketing-Philosophie ist der radikale Fokus aufs Wesentliche. Was nicht funktioniert, fliegt. Die Liste mit den negativen Keywords ist Dein bester Freund, wenn es um die Steigerung der SEA-Performance geht. Du kannst damit Deine Kosten signifikant reduzieren. Denn statt Geld für schlecht performende Keywords herauszuwerfen, konzentrierst Du Dich auf die Topstars in Deinen Anzeigengruppen.

Folgende Reihenfolge bietet sich bei der Jagd nach negativen Keywords an:

  1. Schließe zunächst alle Keywords aus, die in Deinem Suchbericht für Broad Match vorkommen, aber die gar nichts mit Deinem Angebot zu tun haben.
  2. Danach widmest Du Dich Fremdmarken und anderen Begriffen, die den Nutzer verwirren oder in die Irre führen könnten.
  3. Auf die Negative-Keyword-Liste kommen außerdem alle Worte, die keine Kaufabsicht bei Dir nahelegen (vergleich, testbericht, gratis, verkaufen, ebay, amazon, …).
  4. Vermeide Begriffe, die nicht zu Deinem Angebot passen: Wenn Du Luxusartikel verkaufst, solltest Du Keywords wie billig oder günstig ausschließen.

Auch die Liste mit den negativen Keywords ist keine starre Sammlung an Begriffen. Wenn Du wirklich vorbildlich arbeiten willst (und das nötige Suchvolumen hast), solltest Du einmal pro Woche in Dein Google Ads-Konto schauen und alle negativen Keywords verbannen. So bleibt Deine Liste aktuell und Du fokussierst Dich ganz spitz auf die Begriffe, die für Dich gut funktionieren.

Tipp: Du kannst bestimmte Keywords bei Google Ads pausieren. Das ist eine gute Wahl für Suchanfragen, die nicht gut performen, aber eigentlich zu Deinem Leistungsspektrum gehören. Du kannst sie aussortieren, ohne sie direkt als negatives Keyword einzubuchen, um Fehlersuche zu betreiben und Dich strategisch neu aufzustellen.

Fazit: Schnelle Erfolge sind die eine Sache – kontinuierliche PPC-Performance die andere

Alles, was allzu schnelle Erfolge verspricht, klingt im ersten Moment nach einer schlechten Strategie. Denn im SEA geht es nicht um den kurzfristigen Erfolg, sondern um langfristige Umsatzsteigerungen. Online-Marketing ist ein Marathon. Es ist also nicht damit getan, einmal die Account-Struktur zu organisieren und negative Keywords einzubuchen. Du musst Dich regelmäßig Google Ads widmen und dafür genug Zeit einplanen, um effektiv zu arbeiten. Wenn Du bisher noch gar nichts an Deiner SEA-Strategie getan hast, sind diese vier Wege eine gute Möglichkeit, um einen ersten Boost einzufahren. Sie sind aber definitiv nicht das Ende Deiner Reise zu mehr PPC-Performance – betrachte sie eher als guten Absprungpunkt, um weiter voran zu kommen!


Zusammenfassung

  • Die PPC-Performance lässt sich leicht boosten, indem Du strategisch an die Anzeigenplanung gehst.
  • Du solltest genug Zeit in Deine Google Ads investieren, damit Dein Konto effektiv läuft.
  • Einfachste Lösung ist die Suche nach besonders gut performenden Keywords, die Du dann weiter optimierst.
  • Negative Keywords helfen Dir dabei, die richtigen Suchanfragen zu targeten und unrentable Keywords auszuschließen.

Womit hast Du gute Erfahrungen bei der PPC-Optimierung mit Google Ads gemacht? Lass es uns in den Kommentaren wissen!

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