Für E-Commerce Unternehmen gibt es eine Reihe von Werbemöglichkeiten. Google Ads und speziell das Google Suchnetzwerk sticht dabei heraus. Welcher Shop will nicht bei einer Suchanfrage wie: ‘Schuhe online kaufen’ im Blickfeld seiner potenziellen Kunden sein?

Um in Google Ads von deinen Kunden gesehen zu werden, bildet ein sinnvolles Keyword-Set die Grundlage. Doch was genau bedeutet sinnvoll und was musst du alles beachten? Was ist der Unterschied zwischen den einzelnen Modifizierern, oder wie solltest du DSA-Anzeigen – also Anzeigen ohne Keyword-Set – als Online-Shop einsetzten? All das erfährst du in unserem Blogpost.

Was genau sind Keywords?

Bevor du dich mit den ganzen Möglichkeiten, die dir Keywords bieten, auseinandersetzt, musst du dir eines klarmachen:

Keywords sind keine Suchanfragen.

Vielmehr sind Keywords Begriffe die mit Suchanfragen gematched werden. Ähnlich wie bei bekannten Dating-Apps. Gibt es eine Übereinstimmung zwischen Keyword und Suchanfrage – so kommt es zum Match. In Google Ads bedeutet dies, deine Anzeige wird ausgespielt.

Ein Beispiel sollte helfen:

Du hinterlegst das Keyword –  Schuhe – in deinem Google Ads Konto. Das Match kann nun nicht nur für die Suchanfrage ‘Schuhe’ entstehen.

Suchanfrage nach Schuhe

Alternativen bei einer Suchanfrage nach Schuhen.

Dein Keyword matched grundsätzlich mit allen Suchanfragen, die das Wort Schuhe enthalten. Daher auch mit allen Anfragen des Screenshots. Das bedeutet du hinterlegst das Keyword Schuhe und deine Anzeige kann sowohl für die Suchanfrage ‘Schuhe Nike’ als auch für ‘Schuhe Kinder’ ausgespielt werden – da diese eine Übereinstimmung mit deinem Keyword haben.

Ist dein Shop beispielsweise auf Damenschuhe spezialisiert, dann gilt es natürlich zu verhindern, dass deine Anzeige bei Suchanfragen nach Kinderschuhen angezeigt wird.

Wie verhindere ich, dass meine Suchanzeigen zur falschen Suchanfrage ausgespielt werden?

Die Antwort ist simpel: Nutze die verschiedenen Modifizierer, um Kontrolle über dein Keyword-Set zu erhalten.

 

Dabei kannst du zwischen vier Arten unterscheiden:

  • Weitgehend passend (Broad Match default)
  • Modifizierer für weitgehend passende Keywords (Broad Match modified)
  • Passende Wortgruppe (Phrase Match)
  • Genau passend (Exact Match)

Wie unterscheiden sich die einzelnen Modifizierer voneinander?

Grundsätzlich lässt sich sagen, dass je weiter du die Liste nach unten gehst, desto restriktiver wirken die Modifizierer.

Bei ‘Weitgehend passend’ werden auch verwandte Suchanfragen bedient. Beispielsweise könnte die zugehörige Anzeige zum Keyword Schuhe auch bei der Suchanfrage ‘Sandalen’ angezeigt werden.

Hingegen hast du bei ‘Genau Passend’ die meiste Kontrolle: Klassischerweise wird die Anzeige nur bei einem 100%igen Match zwischen Keyword und Suchanfrage ausgespielt. Dabei gab es in den letzten Jahren jedoch eine Aufweichung. So werden Bindeworte oder eindeutige Synonyme auch mit einbezogen.

Google liefert hier eine passende Übersicht. In der Tabelle siehst du die Symbole, sowie Beispiele für Keywords und die dazu matchenden Suchanfragen.

Übersicht über die verschiedenen Match Types

Übersicht über die verschiedenen Match Types.

Welche Modifizierer sollte ich verwenden?

In 95 % der Fälle solltest du ‘Exact Match’ & ‘Broad Match Modified’ verwenden.

Aufgrund der Aufweichung von ‘Exact Match’ ist der Modifizierer ‘Phrase Match’ weitestgehend überflüssig geworden, da es so gut wie keine Unterschiede zwischen den beiden Varianten gibt.

Daher kannst du aus Gründen der Einfachheit ‘Phrase Match’ in deiner Betrachtung vernachlässigen. Es gibt nur ganz wenige Fälle in denen Phrase Match Keywords Sinn ergeben. Eines wäre zum Beispiel Werbeslogans, bei denen du deine Anzeige platzieren willst.

Ähnliches gilt auch für ‘Broad Match’ Keywords. Wie du im Beispiel sehen kannst, wird deine Anzeige für das Keyword – Mützen für Frauen – bei diesem Keyword-Modifizierer auch bei einer Suchanfrage nach – Schals für Frauen – ausgespielt.

Dies ist in der Regel zu weit weg von der eigentlichen Intention des Keywords. Es wird nur wenige Fälle geben, in denen du diesen Effekt nutzen willst.

Du kannst diese Schwäche aber auch zu deinem Vorteil nutzen: Broad Match ist vor allem dann interessant, wenn du über eine sehr spitze Zielgruppe verfügst.

So kannst du die wichtigsten Keywords als Broad Match in einer eigenen Kampagne hinterlegen. Diese Kampagne lässt du mit einem geringen Budget laufen und kannst anhand des Suchberichts unter Berücksichtigung der Nutzersignale neue Keywords finden, die du so in deinem Konto noch nicht bedienst.

Dies war ein gängiger Weg vor einigen Jahren – heute kannst du genau für diesen Zweck Dynamic Search Ads (DSA-Anzeigen) nutzen. Hierzu später mehr.

Wie sieht ein Setup bestehend aus Broad Match Modified und Exact Match aus?

Wir konzentrieren uns beim Setup auf die zwei wichtigsten Modifizierer. Aus der Gebotsperspektive nutzen wir die beiden Varianten folgendermaßen:

  • Auf Exact Match Keywords bieten wir aggressiver.
  • An Broad Match Modified Keywords gehen wir konservativer heran.

Dies liegt daran, dass wir bei Exact Match eine höhere Kontrolle über Keyword und Suchanfrage haben. Somit können wir die Keywords genauer ausrichten. Dadurch ist es uns möglich speziell für die Suchanfragen, die über eine hohe Conversion Rate verfügen und sich vorrangig im Bottom-Funnel befinden, wie beispielsweise [Nike Schuhe Online Kaufen], die Gebote entsprechend anzupassen.

Unser Exact-Keyword wird aufgrund der Verwässerung des Modifizierers zu folgenden Suchanfragen ausgespielt:

  • Nike Schuhe kaufen online
  • Schuhe kaufen online Nike
  • allen anderen Varianten aus diesen vier Wörtern.

Ein hohes Gebot bei +Nike +Schuhe kann Sinn ergeben, muss es aber nicht – da hier mehrere Intentionen bei einer auslösenden Suchanfrage vermischt sein können. So könnte das Keyword für folgende Suchanfragen auslösen.

  • Nike Schuhe Outlet
  • Nike Schuhe Online-Shop
  • Billige Nike Schuhe für Männer
  • Kinder Nike Schuhe
  • Nike Schuhe 2020
  • Nike Schuhe gebraucht
  • Sind Nike Schuhe besser als Adidas Schuhe

Verschiedene Intentionen können mit diesen Keywords bedient werden, weshalb ein hohes Gebot nicht zwangsläufig sinnvoll ist. Diesen Gap haben wir im oberen Beispiel nicht.

Wie kannst du das Beste aus Broad Match Modified herausziehen?

Broad Match Modified Keywords können also für jede Art von Suchanfrage ausgespielt werden, bei denen die einzelnen Begriffe enthalten sind. Das bedeutet – wie du oben siehst – dass Keywords mit zwei Teilwörtern auch für Suchanfragen mit mehr Wörtern ausgespielt werden.

Die Wahrscheinlichkeit, dass alle Teilwörter des Keywords in der Suchanfrage vorkommen, ist mit höherer Wortzahl immer unwahrscheinlicher. Daher kannst du beispielsweise mit Longtail-Keywords mit vier oder mehr Teilwörtern die Intention der Suchenden besser treffen – auch mit Broad Match Modified.

Auch hierzu ein Beispiel, damit der Punkt klarer wird.

+Nike +Schuhe matched mit folgenden Suchanfragen:

  • Bester Nike Schuh für 100 Euro
  • Nike Schuhe für einen Marathon
  • Günstige Nike Schuhe Online Kaufen
  • Liste aller Nike Schuhe

Genau wie oben gesehen, sind die Intentionen der Suchenden hier sehr heterogen.

Bei dem Keyword: +Nike +Schuhe +für +Frauen sieht es schon anders aus:

  • Beste Nike Schuhe für Frauen
  • Nike Schuhe für Frauen Online Kaufen
  • Schuhe für Frauen weiß Nike
  • Nike Schuhe für Frauen günstig

Dadurch, dass alle vier Wörter auch in der Suchanfrage vorkommen müssen, wird die Intention weniger vermischt, weshalb du hier mehr Kontrolle hast und somit tendenziell auch höher bieten kannst.

Alles schön zu wissen, aber wie nutze ich das für meinen Account?

Faustregel: Je mehr Wörter in einer Suchanfrage enthalten sind, desto weniger Nutzer suchen danach.

Beachte diese Grundregel beim Setup deines Accounts. Tendenziell sind die sogenannten Longtail-Keywords in ihrer Performance besser, jedoch auch mit wesentlich weniger Traffic hinterlegt.

Daher solltest du zu Beginn, vor allem den Exact Modifizierer für Keywords mit ein oder zwei Teilwörtern benutzen. Den Broad Match Modified solltest du für Longtail Suchanfragen verwenden. Dadurch umgehst du die Gefahr, dass deine Keywords mit unprofitablen Suchanfragen gematched werden.

Dies empfehlt sich vor allem dann, wenn du eingeschränktes Budget zur Verfügung hast, da du so die Effizienz deines Accounts sicherstellen kannst.

Nice to Know: Was gibt es noch zu beachten?

Hier eine kleine Checkliste, was du noch über die verschiedenen Arten von Keywords wissen solltest:

  • Der Broad Match Modifizierer beeinflusst nicht die Art und Weise wie negative Keywords wirken.
  • Broad Match ausschließende Keywords funktionieren nicht wie die regulären Broad Match Keywords. Die schließen nur Suchanfragen mit dem exakten Keyword aus. Das heißt, beim negativen Keyword – Laufschuhe Nike – wird die Suchanfrage “Joggingschuhe Nike” bedient, jedoch die Suchanfrage “Weiße Laufschuhe Nike” nicht. Im Google Support hast du eine genaue Übersicht wie die ausschließende Keywords wirken.
  • Keywords die nur aus einem Wort bestehen (z.B. Schuhe) sind bei Broad Match und Broad Match Modified identisch.

Welche Wege kannst du im E-Commerce mit den verschiedenen Modifizierern gehen?

Es gibt mehrere Wege, wie du die volle Kraft aus Exact und Broad Match Modified nutzen kannst. Hier einige Learnings, die wir mit dir teilen wollen.

1.) Kampagnen auf Basis der Match Types erstellen.

Die Idee hinter dieser Taktik ist, dass du so Kannibalisierungseffekte verhinderst.

Deine Exact-Keywords werden nur die Suchanfragen bedienen, die sie sollen – dadurch kannst du die unmittelbar passende Anzeige zu deinem Keyword schreiben und für maximale Relevanz sorgen. Hier kannst du ein ähnliches Prinzip wie bei den Single Keyword Ad Groups verfolgen.

Auf Exact Keywords solltest du aggressiver bieten, da sie in der Regel auch einen höheren ROAS haben. Daher kannst du als Split für deine Budgets bei dieser Taktik folgende Faustregel beachten.

  • Exact Match: 80 % des Budgets mit Fokus auf den performantesten Keywords – zum Beispiel alle die, die einen ROAS > 500 % haben.
  • Broad Match Modified: 20 % des Budgets auf alle anderen Keywords: Beispielsweise die mit niedrigeren ROAS (z.B: 300 %)

Je enger der ROAS aneinander liegt, desto mehr sollte das Budget in Richtung 50 / 50 gehen. Beachte jedoch, dass sich die Stärke dieser Strategie vor allem dann entfaltet, wenn der jeweilige ROAS für die Match Types weit auseinander liegt.

Bedenke auch die Größe deines Marktes, je größer dieser ist, desto eher bist du mit den Exact Match Kampagnen in einem beschränkten Budget-Bereich. Hier heißt es zu testen, um den optimalen Split für dich zu finden.

Dies ist eine Strategie, die historisch gewachsen ist. Fokussiere dich nicht zu stark auf die einzelnen Modifizierer.

Die Match Types sollten nicht die Kampagnen vorgeben, sondern vielmehr das Ziel der Kampagne die dazu passenden Keywords.

Dabei kannst du dich entlang des Funnels orientieren. Erst danach sollten die Match Types ins Spiel kommen.

Der Bottom Funnel sollte dabei mit Exact Keywords bespielt werden. Während der Mid- & Top-Funnel mit Broad Match Modified Keywords hinterlegt wird.

2.) Ähnliche Varianten bei Exact Match – Fluch oder Segen?

Die Aufweichung des Exact Match Types ist umstritten. Auf der einen Seite hilft es dir enorm bei der Verwaltung deines Accounts – vor allem aus Einfachheitsgründen. Auf der anderen Seite ist nicht immer ganz klar, was bei Exact mit eingebucht wird und was nicht.

Was sicher ist, ist das Exact Match Keywords nun auch bei Rechtschreibfehlern und gleicher Intention ausgespielt werden. Das bedeutet es reicht, wenn du das Keyword [nike joggingschuhe] hinterlegst. Deine Anzeige wird nun auch bei “nikee joggingschuhe” oder “nike laufschuhe” ausgespielt.

Früher musstest du jeden Rechtschreibfehler und auch Ein- & Mehrzahl hinterlegen – das bleibt dir jetzt erspart.

Das klingt doch gut?

Auf jeden Fall, aber was ist, wenn dein E-Commerce Store ganz bestimmte Produktbeschreibungen hat? Dann ist es eher hinderlich, dass deine Anzeige für den Nike Free 5.0 sowohl für diesen Schuh als auch für den Nike Free 3.0 ausgespielt wird.

Hier musst du den Suchbericht heranziehen. Sollte sich das Phänomen bei dir einstellen, dann helfen dir ausschließende Keywords auf Anzeigengruppenebene, um das Problem zu beseitigen.

Daher ist die Aufweichung in vielen Fällen ein Segen, da sie dir viel Arbeit ersparen kann. Dort wo sie zu Problemen führt, kannst du mit ausschließenden Keywords gegensteuern.

3.) Broad Match Keywords – gut Ding will Weile haben

In alten Accounts sehen wir häufig, dass eine Reihe von Broad Match Keywords verwendet werden. Auf Basis dieses Beitrages ist die erste Intention: Sofort stoppen. Aber beim Blick auf die Performance lässt sich feststellen, dass dies nicht immer eine gute Idee ist.

Das hat zwei Gründe:

  1. Google optimiert Broad Match Keywords hinter den Kulissen.
  2. Smart Bidding bietet auf Suchanfragen – nicht auf Keywords.
Selbstoptimierung von Broad Match Keywords:

Hier musst du dich auf den Google-Algorithmus verlassen. Google untersucht die CTR zu jeder Suchanfrage, die mit deinem Broad Match Keyword getriggert wird. Im Laufe der Zeit lernt der Algorithmus immer mehr, weshalb dein Keyword und die hinterlegten Anzeigen nicht mehr zu den weniger performanten Suchanfragen ausgespielt werden.

Dabei kommt es auf den Traffic an, je mehr, desto schneller lernt der Algorithmus. Diese Zeit (und auch dieses Geld) kannst du dir sparen, indem du von Beginn an mit den Modifizierern arbeitest. Sei jedoch wachsam, wenn du alte Kampagnen bewertest und handle nicht voreilig, wenn du siehst, es sind nur Broad Keywords im Konto enthalten.

Faustregel: Je länger Broad Match Keywords im Account sind, desto performanter werden sie.

Daher sind Aussagen wie: Exact Match performt immer besser als Broad Match unseriös.

Smart Bidding bietet auf Suchbegriffe nicht auf Keywords

Smart Bidding bietet nicht auf Keywords, sondern auf Suchanfragen. Das bedeutet in Verbindung mit der Selbstoptimierung von Broad Match Keywords bilden sie ein gutes Team. Hier benötigt der Algorithmus Zeit und Budget bis die gewünschten Ergebnisse eintreffen können. Daher musst du Geduld aufbringen, das bedeutet in diesem Zusammenhang mindestens vier bis acht Wochen.

In der Regel wird dies aber nicht reichen, damit Broad Keywords ein sauberes Exact Setup outperformt. Hier solltest du eher in Quartalen denken. Es lässt sich nach acht Wochen jedoch schon eine Tendenz erkennen, ob dieses Vorhaben realistisch oder vielleicht doch zu ambitioniert ist.

Warum dann nicht immer so starten? Was sind die Nachteile dieses Ansatzes?

Wie wir in der Tabelle oben sehen, kann das Broad Match Keyword – Mützen für Frauen – auch bei der Suchanfrage Schals für Frauen auslösen. Deine Anzeige wird in der Regel aber für Mützen ausgerichtet sein, was ist die Konsequenz?

Der Nutzer der nach Schals sucht, bekommt eine Anzeige für Mützen – in der Regel wird er diese nicht klicken. Somit sinkt die CTR und am Ende auch die Conversion Rate. Dadurch wird sich die Performance deiner Kampagne verschlechtern.

Fehlende Relevanz deiner Anzeigen beeinflusst den gesamten Account, dies gilt es also dringend zu vermeiden. Mit einem Setup bestehend aus Exact und Broad Match Modified wirkst du diesem Risiko entgegen.

Der große Nachteil ist also die fehlende Relevanz und die lange Lernkurve, bis der Algorithmus genügend Daten hat, um deine Broad Keywords zielgerichtet auszuspielen.

Broad Match vs. Dynamic Search Ads:

Oben haben wir beschrieben, wie du Broad Keywords als Erweiterung deines Accounts verwenden kannst. Als Staubsauger für neue Keyword-Ideen können sie sehr hilfreich sein.

Jedoch hat Google einen mächtigen Gegenspieler für diesen Anwendungsfall – die Dynamic Search Ads.

Das Suchen und Finden von bisher ungenutzten Keywords wird dir durch DSA-Anzeigen um einiges erleichtert. Dadurch, dass du bei DSA-Anzeigen keine Keywords hinterlegst, bist du noch weniger eingeschränkt als bei Broad Keywords.

Für E-Commerce bieten sich die DSAs vor allem dann an, um als Fangnetz für  andere Kampagnen zu dienen. Mithilfe dieses Anzeigentyps kannst du einzelne Kategorien deines Shops abdecken, ohne dir Gedanken über Keyword-Set und Anzeigen zu machen.

Dies kannst du für alle Bereiche deines Shops nutzen, die zunächst nicht im Fokus stehen. 

Auch für deine Topseller können DSAs hilfreich sein. Da du keine Keywords hinterlegst, wird die DSA für alle die Suchanfragen ausgespielt, bei denen du auf der hinterlegten Landingpage dennoch Relevanz generierst. Hier wirken sie ebenfalls wie ein Fangnetz.

Fazit – Den einen richtigen Weg gibt es nicht – mit einem Setup aus Exact und Broad Match Modified wirst du in der Regel aber nichts falsch machen.

Für neue Accounts können wir diesen Weg absolut empfehlen.

Mit einem guten Mix aus Exact Keywords für die performantesten Bereiche deines Shops und Broad Match Modified Keywords für die Kampagnen die ROAS-seitig im Mittelfeld liegen wirst du in der Regel gute Ergebnisse erzielen. Nutzt du dazu negative Keywords und die DSAs richtig, dann steht einem gesteigerten Umsatz nichts mehr im Weg.

Solltest du einen älteren Account haben und dieser mit Broad Match Keywords gefüllt sein – lass sie, wo sie sind und entscheide nicht voreilig. In Verbindung mit Smart Bidding können sie eine mächtige Waffe im Kampf um mehr Umsatz sein.


Zusammenfassung:

  • Keyword ist nicht dasselbe wie Suchbegriff. Ein Suchbegriff triggert ein Keyword.
  • In 95 % der Fälle kommst du mit einem Keyword-Set bestehend aus Exact und Broad Match Modified zu deinem Ziel.
  • Kampagnen anhand des Keyword Match Types auszurichten ist weniger relevant als entlang des Funnels. Dabei unterstützen dich die Match Types mit ihren jeweiligen Stärken.
  • Broad Match Keywords sind bei neuen Accounts irrelevant – DSA Kampagnen übernehmen ihre Position.
  • Bei bestehenden Accounts können Broad Match Keywords jedoch die Performantesten sein.

Wie arbeitest du mit den Modifizierern? Lass es uns in den Kommentaren wissen!

Du willst, dass deine Webseite oder Landingpage in ihrer besten Version online steht und mehr Kunden zu dir lockt. Aber woher weißt du, welche Details auf deiner Seite als Kundenmagnet wirken und welche einen abstoßenden Effekt haben? Beim A-/B-Test treten zwei Seitenvarianten miteinander in den Ring. A-/B-Testing-Hypothesen sind die Grundlage für diese Schaukämpfe. Wir erklären dir, wie du konkrete Hypothesen formulierst und welchen positiven Einfluss das auf deine Conversionrate-Optimierung hat.

Keine Lust auf die Technik dahinter? Dann schaue dir unsere sechs vorgefertigten Testing-Hypothesen an, die du auf deine Webseite anwenden kannst! 

Was sind A-/B-Testing-Hypothesen?

Testing-Hypothesen dienen bei A-/B-Tests oder multivariaten Testarten im Online-Marketing dazu, eine Vermutung zu bestätigen oder zu widerlegen. Bei der Conversion-Rate-Optimierung (CRO) ist sie die Basis für die verschiedenen Seitenvarianten, die gegeneinander getestet werden.

Vor dem A-/B-Test kommt die Suche nach der richtigen Testing-Hypothese.

Eine klare, ausformulierte Hypothese macht den Testing-Prozess effektiver und nachvollziehbarer. Statt auf das Bauchgefühl zu achten oder nur grobe Daten zu sammeln, können wir ganz klar die Annahme aus der Testing-Hypothese verfolgen, testen und daraus unsere Schlüsse ziehen. Je konkreter die Hypothese, desto exakter können wir sie auf ihren Wahrheitsgehalt überprüfen. Sie bietet die Leitplanken für alle Vermutungen, die wir über die Gestaltung der Landingpage und eventuelle Verbesserungen anstellen. Neben der Grundannahme beinhaltet die Testing-Hypothese mögliche Folgen oder Erwartungen, die sich im Test bewahrheiten oder ausgeschlossen werden. Testing-Hypothesen kommen bei vielen Analysen im Online-Marketing zum Einsatz, besonders wertvoll sind sie aber im klassischen A-/B-Test.

Testing-Hypothesen: Die Stars im Zentrum der Conversion-Optimierung

Die Grundfrage für jede Testing-Hypothese sieht so aus: Wenn ich Element X in dieser Form verändere, was wird dann passieren?

Der Klassiker bei den Testing-Hypothesen: Welcher Button convertiert besser? Können wir annemen, dass ein roter Button mehr aufmerksamkeit erzielt? Warum testen wir es nicht einfach?

Der Klassiker bei den Testing-Hypothesen: Welcher Button konvertiert besser? Können wir annehmen, dass ein roter Button mehr Aufmerksamkeit erzielt? Warum testen wir es nicht einfach?

Das Problem an der Sache? Mit einem Blick auf deine Landingpage kannst du problemlos hunderte Hypothesen aufstellen und testen. Das würde entsprechend lange dauern – und wäre nicht besonders effizient. Du musst also Testing-Hypothesen finden, die mit einer hohen Wahrscheinlichkeit ein signifikantes Ergebnis ergeben. Die beste Möglichkeit dafür ist, das Verhalten deiner Webseitenbesucher zu analysieren:

  • Heatmaps zeigen dir die Bereiche, die besonders oft angesehen oder angeklickt werden – was könntest du hier verändern?
  • Beim Session Recording zeichnest du Daten von Testpersonen auf – was fällt dir dabei auf?
  • Bei der Wettbewerbsanalyse kannst du herausfinden, was deine Konkurrenz macht – lohnen sich Elemente davon auf für deine Seite?
  • Ergeben die Kundenumfragen, dass sich deine User bestimmte Features wünschen?
  • Welche Bedürfnisse haben deine Kundenpersonas? Wie kannst du diese Bedürfnisse auf der Webseite umsetzen?
  • Welche Daten kannst du aus Google Analytics ziehen und welche Schlüsse ziehst du daraus?

Mit diesen Fragen identifizierst du die Elemente, die du bei einem Test verändern kannst. Klingt nach viel Arbeit? Ist es auch! Aber dafür hast du belastbare Daten, mit denen du dein weiteres Vorgehen strategisch planen kannst.

6 Testing-Hypothesen, mit denen du dein eCommerce boostest

Oder willst du lieber Best-Practice-Beispiele anwenden? Schließlich musst du nicht ständig das Rad neu erfinden, wenn du ein kleines eCommerce-Business betreibst. Wir haben dir deswegen sechs Testing-Hypothesen zusammengestellt, die dir viele Anhaltspunkte für kleine Shops und Webseiten bieten. Überlege dir, welche Hypothesen auf deinen Shop zutreffen könnten und verwandele sie in eigene Teststrategien, die sich an deinen Nutzern orientieren! du willst noch mehr Ideen? ConversionXL hat noch mehr A-/B-Hypothesen, von denen du dich inspirieren lassen kannst.

1. Versandkosten (oder deren Abwesenheit) prominent darstellen

USPs sind Conversion-Gold. Bei unseren Tests fällt uns immer wieder auf, dass viele Shops diese einzigartigen Vorteile nicht nutzen. Stelle dir immer die Frage: Warum sollten meine Kunden bei mir kaufen und nicht bei Amazon oder eBay? Diese wichtigen Punkte solltest du prominent platzieren. Der Klassiker ist ein Platz unter dem Header, aber auch Erwähnungen im Warenkorb können sich lohnen.

Mögliche Testing-Hypothese: Ein deutlicher Hinweis auf den USP unter dem Header bietet einen zusätzlichen Kaufanreiz, der sich in mehr Umsatz niederschlägt.

2. Sales und Angebote im Artikellisting anzeigen

Es gibt viele Wege, auf besondere Aktionen hinzuweisen. Manche Shops machen gute Erfahrungen mit großen, rot durchgestrichenen Preisen. Andere nutzen Pop-Ups, Markierungen im Bild, Texte oder Textanzeigen. Was gut für dich funktioniert, musst du im Test herausfinden.

Mögliche Testing-Hypothese: Ein farbiges Banner auf dem Produktbild der SALE-Items steigert die Conversionrate in dieser Kategorie durch die erhöhte Aufmerksamkeit.

3. Bestseller in den Vordergrund rücken

Fast jedes eCommerce hat einige Produkte im Sortiment, die besser konvertieren als andere. Vielleicht sind es besondere Spezialitäten, die es nur bei dir gibt, vielleicht sind die Produkte einfach beliebt. Du kannst versuchen, alle anderen Artikel auf dieses Niveau zu haben,  oder du führst die Conversionoptimierung für deine Topseller durch. Probiere es aus!

Mögliche Testing-Hypothese: Wenn ich die drei Bestseller im Shop besonders markiere, klicken mehr Nutzer auf diese Artikelseiten.

4. Call-to-Action strahlen lassen

Dein Besucher sollte nie nach etwas suchen müssen. Vielleicht hat er deine Landingpage gelesen, ist begeistert, aber findet den Weg zum Warenkorb nicht. CTA-Buttons dürfen gerne knallen, auffällig sein und sich sogar ein bisschen am restlichen Design reiben. Probiere verschiedene Texte aus oder spiele mit den Farben!

Mögliche Testing-Hypothese: Wenn ich den Call-to-Action auf der Landingpage um 20 Prozent größer mache, steigt die Conversionrate durch die bessere optische Führung.

5. Checkout und Warenkorb optimieren

Du hast viele Warenkorb-Exits? Da bist du nicht alleine. Es gibt eine sehr bekannte Geschichte im Online-Marketing: Ein Online-Shop hat einen einzigen Schritt im Warenkorb entfernt und über 300 Millionen Dollar mehr Umsatz gemacht. Gut, in solchen Sphären bewegen sich deine Umsätze (wahrscheinlich) nicht, aber trotzdem kannst du mit einem klaren, unkomplizierten Checkout viele Kunden zur Conversion bewegen. Mache es so leicht wie möglich, und teste die verschiedenen Varianten!

Mögliche Testing-Hypothese: Wenn ich Adresseingabe und Registrierung in einem Formular unterbringe, sinkt die Abandonment-Rate im Warenkorb.

6. Mit Pop-Ups experimentieren

Niemand mag Pop-Ups? Das stimmt nur begrenzt. Sparsam und schlau eingesetzt haben sie das Potenzial, zu einem Conversiontreiber zu werden. Sie sind der ideale Ort für saisonale Aktionen oder andere Angebote. Es gibt mehrere Möglichkeiten für dich, damit zu experimentieren: Ort, Dauer, Größe und Design bieten viele Fläche für tiefgehende A-/B-Tests.

Mögliche Testing-Hypothese: Ein Info-Popup für den Neukunden-Rabatt auf der Startseite steigert die Checkout-Rate bei erstmaligen Webseitenbesuchern.

So findest du A-/B-Hypothesen, die deine Conversionrate verbessern

Natürlich sind diese Ideen nicht für jedes Business geeignet. Vielleicht hat deine Zielgruppe andere Verhaltensmuster und Pain Points, die sie von einer Conversion abhalten. Bei der CRO geht es darum, die (unterbewussten) Wünsche und Bedürfnisse deiner Kunden zu erkennen und ihnen entsprechend entgegenzukommen. Die Hypothesen vor dem Testing sind ein Weg, um diese emotionalen Probleme auf datengetriebene Beine zu stellen. Was ist der ideale Weg, um aus einer groben Idee zur Verbesserung deiner Angebote eine konkrete Testing-Hypothese zu machen?

  1. Kenne dein Conversionziel! Welches Problem willst du mit dem A-/B-Test lösen?
  2. Welche Lösungsvorschläge gibt es für das formulierte Problem?
  3. Gibt es Daten zum Kundenverhalten, die einen Lösungsvorschlag unterstützen?
  4. Bringe Problem, Lösungsvorschlag und mögliche Folgen in einem Satz unter!
  5. Teste die Hypothese im A-/B-Test!

Jede A-/B-Testing-Hypothese stellt eine Lösung für ein existierendes Problem dar. Du kannst also problemlos mehrere Lösungsansätze miteinander vergleichen – wenn du dir genug Zeit nimmst, um saubere Hypothesen aufzustellen.

Du sprudelst über vor Ideen und Hypothesen? Am liebsten würdest du alles an deiner Landingpage auf die Probe stellen? Keine gute Idee. Denn das verbrennt wertvolle Ressourcen – auch in der Conversionrate-Optimierung hat der Tag nur 24 Stunden. Und jeder einzelne A-/B-Test kostet Zeit. Natürlich könntest du multivariate Tests durchführen, also mehrere Hypothesen gleichzeitig testen. Es spricht doch sicher nichts dagegen, gleichzeitig die Farbe des CTA-Buttons zu ändern und den Text anzupassen, oder? Tatsächlich ist es etwas kompliziert. Denn wenn du die Daten später auswertest, kannst du kaum trennen, welche Änderung welchen Effekt hatte. Wie bei der Attributionsmodellierung im SEA brauchst du eindeutige Signale – sonst musst du wieder raten und Vermutungen anstellen. Genau das willst du aber mit Testing-Hypothesen eigentlich vermeiden.

Fazit: Testing-Hypothesen: Die richtige Auswahl macht den Unterschied

In der wissenschaftlichen Welt braucht es eine Hypothese, bevor die Forschung losgehen kann. Im Online-Marketing sieht es ganz genauso aus. Damit du ernsthaft an einer Theorie arbeiten kannst, musst du deine Vermutungen konkret formulieren. Testing-Hypothesen sind ein wichtiges Tool in der Welt der Conversionoptimierung. Sie helfen dir dabei, auf lange Sicht eine wirklich robuste Seite zu erstellen, die mehr Umsatz bringt. Der datengetriebene Ansatz aus dem Performance-Marketing ist dabei der Schlüssel, um die richtigen Hypothesen zu testen. Selbst, wenn es mehr als genug Details an deiner Landingpage oder deinem Online-Shop gibt, die du optimieren kannst – mit ein wenig Vorarbeit identifizierst du die Dinge, die dir wirklich mehr Geld bringen.


Zusammenfassung

  • Testing-Hypothesen dienen dazu, deine Vermutungen und Ideen im A-/B-Test zu überprüfen.
  • Bevor es ans Testing geht, musst du die Hypothese ausformulieren, die du überprüfen willst.
  • Merksatz: Wenn ich Element X in dieser Form verändere, was wird dann passieren?
  • Testing-Hypothesen erstellst du idealerweise mit den Pain Points und Bedürfnissen der Kunden im Blick.

Du brauchst professionelle Unterstützung beim A-/B-Test und der Conversionoptimierung? Unser Fullservice-A/B-Testing nimmt dir die Arbeit bei der Hypothesenentwicklung ab und macht den Prozess schneller und transparenter für dich.

(Web-)Design sorgt für mehr als eine schöne Optik. Im besten Fall trägt die Gestaltung dazu bei, dass deine Kunden gerne auf der Seite verweilen und mehr Lust darauf haben, mit dir eine Geschäftsbeziehung einzugehen. Die Onepage ist ein spannender Ansatz aus dem Webdesign, der vieles einfacher macht. Aber wie performt das seitenlose Webdesign in den Bereichen SEA, Conversion-Optimierung und Usability? Wir schauen uns Pro und Contra für das Onepage-Webdesign an und helfen dir dabei, eine gute Entscheidung dafür oder dagegen zu treffen. 

Was bedeutet Onepage im Webdesign?

Alle Informationen auf einer Seite: Im Onepage-Webdesign arbeiten wir nicht mit einer klassischen Seitenstruktur mit Startseite, Kategorieübersichten und Unterseiten. Stattdessen befinden sich alle Inhalte auf einer Webadresse. Daher stammen auch die Namen Single-Page oder seitenloses Webdesign.

Seitenlos, aber nicht einseitig: Ein Onepager eignet sich für informative Übersichtsseiten, B2B-Firmenportraits oder besondere Kampagnen.

Der Nutzer kann einfach durch die Inhalte scrollen, ohne ein Menü zu bedienen. Das ist praktisch auf kleinen Bildschirmen, erfordert aber ein Umdenken beim Webdesign: Es geht hier nicht darum, möglichst viele Informationen zu bieten. du musst den Content so eindampfen, dass er klar, prägnant und kompakt auf die lange Seite passt. Schließlich soll der Leser nicht von der schieren Masse an Informationen erschlagen werden! Wie genau das funktioniert, liest du in unserem Artikel über den Webdesign-Trend One-Page.

Lohnt sich eine Onepage überhaupt für dein Projekt? Um diese Frage zu beantworten, werfen wir einen Blick auf die Möglichkeiten bei der SEA-Werbung, den Usability-Aspekt und das Potenzial für die Conversionoptimierung.

Macht eine Onepage SEA leichter oder schwieriger?

Normalerweise läuft eine SEA-Werbekampagne so ab:

  1. Wir identifizieren einzelne Landing Pages oder Unterseiten, für die sich eine Werbeanzeige lohnt (oder erstellen eine Landing Page für spezielle Kampagnen).
  2. Mit den passenden Keywords für die jeweilige Unterseite erstellen wir eine Google Ads-Kampagne oder schalten andere Anzeigen im Displaynetzwerk.
  3. Die Kunden fühlen sich passgenau angesprochen und klicken auf die Anzeige. Profit!

Bei einer Onepage stehst du vor einem besonderen Problem: Du kannst die Werbeanzeigen nicht nach Suchintention und Keywords aufteilen, sondern hast nur eine einzige Seite als Landing Page zur Verfügung. Das bedeutet, dass du alle denkbaren, vielversprechenden Suchanfragen mit einer einzigen Headline abholen musst. Eine große Herausforderung! Onepage-Webdesign macht SEA nicht einfacher oder schwerer, aber es verändert definitiv die Mechaniken, mit denen du arbeitest.

Vorteile aus SEA-Sicht

  • Viel Analysearbeit entfällt, weil du weniger Optionen bei der Buchung hast.
  • Du musst keine eigenen Landing Pages erstellen.
  • Mit einem fantastischen ersten Eindruck kannst du deine Kunden sofort überzeugen.
  • Alle Informationen zu deinem Unternehmen und Angebot finden sich auf der „Landing Page“/Startseite.
  • Sehr gute Post-Click-Experience für den User, wenn du alles richtig machst.

Nachteile aus SEA-Sicht

  • Sehr unflexibel, da jeder User auf derselben Seite herauskommt.
  • Es ist schwierig, konkrete Longtail-Keywords einzubuchen, weil der Kunde auf einer allgemeinen Startseite landet.
  • Die Nutzer finden eventuell nicht sofort die Inhalte, die du in der Ad versprichst.
  • Du kannst nur wenige Keywords sinnvoll nutzen und hast kaum Freiheiten beim Einsatz.
  • Durch den Mangel an Keywords auf der Seite kannst du die Meta-Tags in der Anzeige nicht besonders gut optimieren.

Conversion-Optimierung im Onepage-Webdesign

Die Onepage erzählt immer eine Geschichte. Der Leser arbeitet sich von oben nach unten durch die Inhalte, ohne auf Abwege zu kommen. Das bedeutet, dass du dich hier kreativ austoben kannst. Ideal für die Conversion-Optimierung! Denn du kannst diese Storytelling-Struktur nutzen, um am Ende eine Conversion herbeizuzaubern. Wenn du hier geschickt arbeitest, das Design perfektionierst und die Inhalte auf deine Kunden anpasst, ist die einzige Option für den User, am Ende auf den Button zur Interaktion zu klicken.

Ein Onepager ist grundsätzlich nichts anderes als eine einzige, lange Landing Page, die du nach deinen Bedürfnissen optimieren kannst.

In Sachen Conversion-Optimierung kann das Onepage-Webdesign also definitiv punkten. Aber wo Licht ist, ist auch Schatten: du weißt sicherlich, dass es nicht besonders vielversprechend ist, auf einer Landing Page mehrere Interaktionsmöglichkeiten zu bieten. Bei einem Onepager hast du aber keine andere Wahl – Kontaktformular, Newsletter-Anmeldung und Webshops streiten sich um die Aufmerksamkeit des Nutzers. Hier musst du also geschickt vorgehen, um deine potenziellen Kunden richtig an die von dir gewünschte Conversion heranzuführen.

Vorteile aus Conversion/CRO-Sicht

  • Deine Message kommt klar und prägnant zum Tragen, was sich in der Regel in einer guten Conversion-Rate widerspiegelt
  • Die Geschichte, die du auf deiner Singlepage erzählt, gipfelt naturgemäß in der Möglichkeit zur Conversion.
  • Du musst bei einer Conversionoptimierung nur eine einzige Seite verbessern.
  • Die Struktur ist perfekt geeignet, um einen wirksamen Call-to-Action einzubauen.

Nachteile aus Conversion/CRO-Sicht

  • Du kannst auf einer Onepage meist nur eine Art der Interaktion sinnvoll optimieren (Newsletter-Anmeldung ODER Lead-Formular ODER Warenkorb ODER …).
  • A-/B-Tests sind schwierig, weil du nur an einem Detail pro Seite gleichzeitig experimentieren kannst.
  • Onepage-Webdesign ist nicht geeignet, wenn du mehrere Informationen oder Produkte in unterschiedlichen Kategorien anbietest.

Nutzbarkeit: Wie leicht lässt sich eine Onepage bedienen?

Usability und Conversionoptimierung gehen Hand in Hand. Während sich CRO ganz um die strategische Seite der Umsatzsteigerung dreht, geht es bei der Usability-Optimierung um technische Feinheiten und ein nutzerfreundliches Design. Das Onepage-Webdesign hat das Potenzial, grandiose, intuitive und leicht bedienbare Seiten hervorzubringen. Genauso kann es passieren, dass du weit über das Ziel hinausschießt und eine viel zu komplexe Webseite erstellst. Es gilt hier also, mit guter Planung gegenzusteuern und von Anfang an eine klare, stringente Idee zu verfolgen.

Die Onepage vereinfacht die Webseitenstruktur. Sorge also dafür, dass auch die Bedienbarkeit so einfach wie möglich ist!

Kleine Details reichen schon, um den Usern eine hervorragende UX-Experience zu geben. Sprungmarken führen direkt zu den einzelnen Themenbereichen, Animationen machen auf komplexe Inhalte verständlich und interaktive Elemente sind ein Segen für die Conversion-Rate.

Vorteile aus der Usability-Perspektive

  • Du kannst deine Inhalte narrativ anordnen und damit eine Geschichte erzählen, die der Kunde instinktiv versteht.
  • Die Bedienung ist denkbar einfach und funktioniert mit der Maus oder dem Finger.
  • Du leitest den Nutzer in jedem Fall so, wie du es möchtest, und musst keine alternativen Routen über die Webseite bedenken.
  • Durch responsives Webdesign funktioniert die Seite auch auf kleinen Bildschirmen.
  • Onepager lassen sich viel einfacher in sozialen Netzwerken teilen und sind durch ihr (häufig) schickes Design beliebt bei den Fans deiner Marke.

Nachteile aus Usability-Perspektive

  • Du musst dir viel Mühe geben, den Content sinnvoll einzugrenzen und anzuordnen, um kein Chaos in den Köpfen deiner Kunden anzurichten.
  • Viele grafische Inhalte sorgen für längere Ladezeiten – besonders relevant für mobile Endgeräte!
  • Onepage-Webdesign eignet sich nicht für jedes Webprojekt (Shops mit vielen Produktkategorien sind zum Beispiel schwierig.)

Fazit: Onepage-Webdesign: Pro und Contra halten sich die Waage

Onepage-Webdesign hat einige Vorteile. Nicht zuletzt ist es natürlich preiswerter, eine einzelne Seite zu entwickeln, als eine klassische Webseitenstruktur aufzubauen. Du kannst dich aber auch dafür entscheiden, eine außergewöhnliche Userexperience auf die Beine zu stellen – da gehen die Preise natürlich wieder in die Höhe, und du solltest für solche Ideen definitiv mit einem Spezialisten zusammenarbeiten. Mit ein bisschen Glück erscheint deine Seite dann sogar unter den besten Single Pages im Internet! Wenn wir aber die ganz klassische Onepage ohne viel Schnickschnack betrachten, lohnt sie sich vor allem in drei klaren Fällen:

  • Du bist Freelancer oder besitzt ein kleines Unternehmen und musst deine Angebote nicht wortreich erklären.
  • Eine besondere Kampagne oder Aktion unter dem Dach deiner Marke braucht eine eigene Webpräsenz.
  • Du hast eine einzigartige Idee, wie du deine Geschichte erzählen willst, um Kunden zu gewinnen.

Unser Fazit lautet also: Wenn du einen klaren Plan hast, wie du beim Webdesign vorgehen willst, lohnt sich die One-Page. Conversion-Optimierung, SEA und Usability lassen sich dann relativ problemlos umsetzen und stetig verbessern. Es ist wichtig, dass du ein definiertes Ziel vor Augen hast. Außerdem gibt es noch ein paar organisatorische Details: Auch auf einer Onepage muss das Impressum und die Datenschutzerklärung vollständig und präsent verfügbar sein. Sprich: du musst diese vorgeschriebenen Informationen unter den eigentlichen Inhalt der Seite packen und idealerweise mit einer Sprungmarke darauf verlinken.


Zusammenfassung

  • Eine Onepage beschreibt eine Webseite ohne Kategorien und Unterseiten, sondern ist als lange Einzelseite gestaltet.
  • Du kannst die scrollbare Fläche für gutes Storytelling nutzen, das deine Marke oder dein Angebot zielgerichtet bewirbt.
  • Durch das klare Ziel am Ende der Seite ist die Conversion-Optimierung hier sehr lohnend.
  • SEA für Onepager funktioniert nach anderen Regeln und muss mit einer klaren Strategie angegangen werden.
  • Damit Onepage-Webdesign performt, musst du die Seite perfekt planen und aus Usability-Perspektive optimieren.

Was ist deine liebste Onepage? Was sollte man beim seitenlosen Webdesign unbedingt noch beachten? Lasse es uns in den Kommentaren wissen!

Amazon erobert die Welt. Vielleicht nicht unbedingt die echte Welt, aber zumindest beim eCommerce ist der gewaltige Marktplatz nicht mehr wegzudenken. Ein Drittel aller Nutzer sucht gar nicht erst bei Google nach neuen Produkten oder Onlineshops, sondern geht direkt zu Amazon. Mit den verschiedenen Werbemöglichkeiten bei Amazon bist du schon da, wenn Deine Zielgruppe kommt:  Sponsored Products und Display Advertising bei Amazon erobern den Search Ad Markt im Sturm. Kein Wunder, schließlich sind Werbeanzeigen direkt bei Amazon sehr praktisch und effektiv. Wir erklären dir heute, warum sich SEA bei Amazon lohnt und wie du Deine Werbeanzeigen optimierst. 

Google ist nicht mehr Alleinherrscher über SEA

Laut dem Search Marketing Forecast, 2017 To 2022 von Forrester Data spaltet sich der SEA-Markt immer weiter auf. Das sind keine schlechten Nachrichten! Denn obwohl der Marktanteil von Google bei der Online-Werbung von 88 Prozent auf 78 Prozent gesunken ist, ist das ausgegebene Werbebudget bei Google Ads weiter gewachsen. Denn die Ausgaben für (mobile) Anzeigen haben sich insgesamt stark erhöht. Dieser Trend hält weiter an – und könnte sich sogar noch beschleunigen. Die Studie bezieht sich zwar auf die USA, aber die Trends sind weltweit gleich.

Beim eCommerce gibt es einen anderen großen Player, der Google auf dem Search Ad Markt zu Leibe rückt: Werbung bei Amazon ist effektiv, direkt beim Kunden und extrem conversionstark. Knapp 33 Prozent der shoppingwilligen User beginnen ihre Suche direkt bei Amazon. Warum den Umweg über Google gehen, wenn die größte Produktsuchmaschine der Welt nur einen Klick entfernt ist?

Kaum ein Onlinehändler kommt an Amazon vorbei. Aber wie stichst du aus der Masse der Produkte heraus? Amazon bietet mit Amazon Display Advertising und Sponsored Products die Möglichkeit, Produkte, den eigenen Shop oder die eigene Webseite auf Amazon zu bewerben.

5 Gründe, warum du bei Amazon Ads schalten solltest

  1. Sie fallen ins Auge. Je nach Anzeigenart befinden sich die Amazon Ads über oder direkt neben den klassischen Suchergebnissen für Produkte. Manche Werbeanzeigen erscheinen sogar im Review-Bereich, bei anderen Produktseiten, im Newsletter von Amazon oder auf Partnerseiten.
  2. Sie kommen zum richtigen Zeitpunkt. Wenn ein Nutzer bei Amazon unterwegs ist, ist er bereit und empfänglich für Produktempfehlungen, also schon ziemlich weit in seiner Customer Journey.
  3. Sie lassen sich leicht targeten. Amazon hat fast so viele Informationen über seine Kundschaft wie Facebook – wenn nicht sogar noch mehr. Du kannst mit Keywords und Interessengruppen arbeiten, wenn du Deine Kampagne erstellst.
  4. Sie sind (noch) relativ preiswert. SEA bei Amazon funktioniert ähnlich wie Google Ads nach einem Bidding System. Die Preise pro Klick auf eine Anzeige liegen im Vergleich mit Google Shopping Ads relativ niedrig und versprechen dafür einen höheren ROI.
  5. Sie sind einfach zu gestalten. Bei Google musst du dir einen ansprechenden Text oder eine gute Grafik für deine Werbeanzeige überlegen. Bei Amazon bestimmst du einfach ein Produkt, das du bewerben willst, und kannst direkt loslegen.

Welche Werbemöglichkeiten gibt es bei Amazon?

Auf der Verkaufsplattform selbst gibt es drei Werbeformate:

  • Sponsored Products
  • Headline Search Ads
  • Product Display Ads

Bei Sponsored Products tauchen in den SERPs von Amazon auf. Die Headline ist besonders prominent über dem Seiteninhalt geschaltet und bietet Raum für ein wenig Text – in den engen Richtlinien von Amazon. Product Display Ads sind kleine Informationsboxen, die auf anderen Produktseiten oder im Display-Netzwerk erscheinen. Bisher können nur Vendor-Accounts auf Headline Search Ads zugreifen.

 

SEA bei Amazon: Diese Werbemöglichkeiten stehen dir unter anderem zur Verfügung.

SEA bei Amazon: Diese Werbemöglichkeiten stehen dir unter anderem zur Verfügung. Auf dem Bild siehst du eine Headline Search Ad und zwei Sponsored Products in den Suchergebnissen.

So optimierst du Deine Werbekampagne bei Amazon

Es ist gar nicht so leicht, bei Amazon zu strahlen. Schließlich ist die Konkurrenz so gewaltig wie das Angebot. Aber mit ein paar Tricks ziehst du an Deiner Konkurrenz vorbei.

Die richtigen Produktgruppen

Ebenso wie Google erlaubt Amazon die Unterteilung Deiner Kampagnen in Produktgruppen. Das bringt mehrere Vorteile mit sich: So kannst du passgenauer targeten und bekommst klarere Keywords heraus. Eine gut strukturierte Kampagne ist das A und O für SEA bei Amazon. Dabei muss Deine Struktur gar nicht komplex sein. Es reicht, wenn du für den Anfang Deine beworbenen Artikel grob in drei Kategorien einteilst (Beispiel: Gartenmöbel, Gartenwerkzeug, Pflanzen). Danach unterteilst du diese Kategorien noch einmal feiner (unter der Kategorie „Gartenmöbel“ befinden sich Gartenstühle, Gartentische und Zelte).

Auf Basis von diesen Untergruppen erstellst du Werbekampagnen für die einzelnen Produktkategorien. Hier kannst du schließlich Keywords festlegen, die sehr spezifisch sind und damit besser zum Search Intend des Nutzers passen.

Zielgruppengerechte Ansprache und Produkttitel

Bei Amazon musst du keine Meta-Title schreiben. Stattdessen dient der Produkttitel als Überschrift in der Werbeanzeige. Du kommst also um einen guten Titel nicht herum. Die User wollen so viele Informationen wie möglich auf den ersten Blick bekommen – übe dich also in kurzen, knackigen Titeln, die alle wichtigen Informationen bieten. Du solltest darauf achten, dass dein Produkttitel nicht zu einer reinen Aufzählung verkommt. Besser sind kurze Texte in einem freundlichen, informativen Ton.

Welcher Produkttitel klingt besser! Versuche, alle relevanten Informationen in einer ansprechenden Form in den Titel zu setzen, und optimiere nicht nur nach Keywords!

Welcher Produkttitel klingt besser? Versuche alle relevanten Informationen in einer ansprechenden Form in den Titel zu setzen und optimiere nicht nur nach Keywords!

Negative Keywords und Exact Match Keywords

Ebenso wie bei Google kannst du bei Amazon bestimmte Keywords aus der Kampagne ausschließen. Diese negativen Keywords verhindern, dass Deine Kampagnen von Usern gesehen werden, die nicht zu Deiner Zielgruppe gehören oder für die dein Produkt nicht interessant ist. Du verkaufst hochwertige Luxus-Gartenmöbel? Dann solltest du die Keywordkombination „Gartenstühle günstig“ aus Deinen Kampagnen ausschließen.

Einen ähnlichen Effekt erzielst du mit der Keywordeinstellung „Exact Match“. Auf diesem Weg zwingst du Amazon, Deine Werbeanzeige Usern zu zeigen, die exakt nach den vorgegebenen  Phrasen gesucht haben. Dadurch kontrollierst du genauer, wer Deine Ad zu Gesicht bekommt und schließt Streuverluste aus. Eine eng gefasste Kampagne, die genau die richtigen Menschen erreicht, ist besser als eine breit aufgestellte Anzeige, die niemanden interessiert.

Fazit: SEA bei Amazon ist ein Zukunftsmarkt

SEA bei Amazon ist in Deuschland noch ein kleiner Geheimtipp. Dabei können gute PPC-Ads auf der Verkaufsplattform mehr, als Deinen Umsatz steigern: Sie dienen dem Branding und helfen dir dabei, Deine Zielgruppe besser kennenzulernen. Die Welt der Werbeanzeigen bei Amazon ist noch jung – aber viele Prinzipien aus der klassischen SEA funktionieren hier genauso gut. Im Prinzip sind Amazon Ads nichts anderes als Google Ads – aber gerade im eCommerce sind sie erheblich effektiver und zugänglicher.


Habt Ihr schon erste Erfahrungen mit SEA bei Amazon gemacht? Was sind eure Geheimrezepte?

Viele Unternehmen kümmern sich mit Hingabe um die Akquise von neuen Kunden. Aber wie sieht es eigentlich mit den bisherigen Fans, Besuchern und Nutzern aus? Customer Relationship Management hilft dir dabei, die Bedürfnisse Deiner Zielgruppe zu erkennen und die digitale Kundenbeziehung zu stärken. Wer sich um seine Kunden kümmert, der gewinnt wahre Fans, die gerne wiederkommen und sogar noch ihre Freunde mitbringen. Wir erklären dir heute, wie du CRM gewinnbringend einsetzt und wie du Deine Kunden zu Freunden fürs Leben machst.

Eine kleine Begriffserklärung rund um die digitale Kundenbeziehung

Customer Relationship Management (CRM)

Das Management der Kundenbeziehung ist die Strategie, mit der ein Unternehmen langfristig um seine wiederkehrenden Kunden wirbt. Im Gegensatz zur Akquise geht es hier nicht um den Erstkontakt, sondern um die kontinuierliche Kommunikation mit jedem einzelnen Kunden. Das trägt langfristig zum Unternehmenserfolg bei.

Customer Lifetime Value (CLV)

Ein Kunde kann über die einmalige Transaktion hinaus einen Wert ins Unternehmen bringen. Vielleicht kommt er als Stammkunde bald wieder. Oder er verbreitet seine Begeisterung an seine Freunde und hilft so, neue Leads zu gewinnen. Der Customer Lifetime Value beschreibt alle Vorteile und Conversions, die ein einzelner Kunde langfristig mit sich bringt.

Leads

Leads sind potenzielle Kunden, die auf die eine oder andere Weise auf das Unternehmen aufmerksam geworden sind und über deren Daten das Unternehmen verfügt. Mit der richtigen Pflege entwickeln sich Leads zu (wiederkehrenden) Kunden.

Customer Journey

Mit der richtigen Strategie wird die Customer Journey zur Traumreise! Die digitale Kundenbeziehung stützt sich auf zahlreiche Kontaktpunkte, die ein Unternehmen mit einem Kunden verbinden. So entwickelt sich ein ganz normaler Internetuser zu einem begeisterten Fan. Aber nur, wenn du es schaffst, ihm jederzeit den richtigen Input zu bieten. CRM-Systeme und Strategien für die Kundenbindung helfen, die Bedürfnisse des Nutzers zu erkennen, vorauszusagen und zu befriedigen.

Warum lohnt es sich, in die Kundenbeziehung zu investieren?

Nach der kurzen Theoriestunde kommen wir zur Praxis. Welchen Vorteil bietet die Analyse und Verarbeitung der Kundendaten? Gerade kleine Unternehmen fragen sich, warum sie überhaupt so einen Aufwand betreiben sollen. Lohnt sich das? Bietet das dem Kunden wirklich einen Mehrwert? Die einfache Antwort: Ja.

Vorteile für den Kunden

CRM-Systeme speichern Informationen zu jedem Kunden, dessen Daten du nutzen darfst. Im Idealfall können alle relevanten Abteilungen auf die für sie essenziellen Daten zugreifen. Die Rechnungsabteilung braucht die Anschrift? Der Customer Support will wissen, was der Kunde zuletzt eingekauft hat und mit wem er dabei in Kontakt stand? Der Projektmanager will beim Kundentermin einen möglichst guten Eindruck machen? Kein Problem! Mit den richtigen Informationen zum richtigen Zeitpunkt begleitest du den Kunden auf jedem Schritt des Weges. Das Ergebnis: Er fühlt sich willkommen und gut aufgehoben bei dir. Eine durchdachte digitale Kundenbeziehung erspart dem Kunden nervige Wartezeit und sorgt für einen stimmigen Gesamteindruck vom Unternehmen.

Vorteile für Unternehmen

Wer interessiert sich eigentlich für Deine Angebote? Mit einer Datenanalyse der Kundendaten kannst du Deine Zielgruppe eingrenzen und noch genauer ansprechen. Die digitale Kundenbeziehung bietet dir die Möglichkeit, das Verhalten Deiner Stammkunden teilweise vorauszusagen. Aber es geht noch weiter:  du lernst Deine wertvollsten Unterstützer besser kennen und verstehst die Bedürfnisse hinter den Transaktionen. Dieses Wissen kannst du einsetzen, um noch bessere Angebote zu erstellen oder ein positives Nutzungserlebnis zu bieten. Die Kunden danken es dir mit einem erhöhten Umsatz, mehr Conversions und einer hohen Weiterempfehlungsrate.

5 Möglichkeiten, um Deinem Kunden näher zu kommen

  1. Besucherdaten erheben und analysieren: Der erste Schritt für eine gute, digitale Kundenbeziehung sind Informationen. Wo ist der Nutzer das erste Mal in Kontakt mit Deinem Unternehmen gekommen. Auf welches Angebot oder welche Werbeanzeige kann er sich beziehen? Wenn du weißt, dass ein Großteil deiner treusten Kunden von Facebook kommt, kannst du mehr Ressourcen in diesen Kanal stecken. Wissen ist Macht!
  2. Datenmanagement digitalisieren und strukturieren: Eine digitale Kundenbeziehung sollte – logischerweise – digital sein. Wenn alle Daten an einem Ort gespeichert sind, reduziert das den Verwaltungsaufwand und erspart allen Beteiligten viel Stress. CRM-Systeme übernehmen diese Aufgabe und unterstützen Deine Mitarbeiter bei der persönlichen Ansprache der Kunden.
  3. Nutzerverhalten voraussehen: CRM-Systeme sammeln Daten. Intelligente Algorithmen nutzen das bisherige Nutzerverhalten und entwickeln von alleine Vorhersagen auf Basis der Kundendaten. Dadurch bekommen Deine Mitarbeiter wertvolle Informationen. In welcher Phase der Customer Journey befindet sich ein Kunde? Vor welchen Herausforderungen steht er gerade? Die künstliche Intelligenz hilft!
  4. Digitale Kundenbeziehung frisch halten: Kleine Aufmerksamkeiten erhalten die Freundschaft! Eine persönliche Ansprache im Newsletter oder ein kleiner Gruß zum Geburtstag scheinen unwesentliche Details zu sein. Sie sorgen aber dafür, dass sich der Kunde als Person wertgeschätzt fühlt. Du solltest es nur nicht übertreiben!
  5. Vertrauen durch Transparenz gewinnen und halten: Datensicherheit ist ein Muss im Umgang mit CRM-Systemen und sensiblen Kundendaten. Darum ist es wichtig, transparent und nachvollziehbar zu arbeiten. Wenn ein Kunde nicht will, dass du seine Daten speicherst, musst du dem nachkommen. Sorge dafür, dass die Daten vor Missbrauch geschützt sind!

Customer Relationship Management: Informationen sind der Schlüssel

Nicht jedes Unternehmen braucht ein gewaltiges Marketingbudget und raffinierte CRM-Systeme. Oft reicht auch schon der Gedanke, dass die Wünsche des Kunden immer im Vordergrund stehen. „Kundenzentriertes Denken“ ist ein beliebtes Buzzword. Dahinter steckt aber der Wille, wirklich alle Prozesse im Unternehmen auf die Kundenzufriedenheit auszurichten. Damit das klappt, brauchst du Daten und Informationen über Deine Kunden. Denn ein Kunde kauft nie nur ein Produkt – er kauft in gewisser Weise auch den Service, der damit zusammenhängt. Je mehr Informationen du hast, desto besser wird dieser Service, und damit auch der Wunsch des Kunden, wieder einmal bei dir einzukaufen.  Durch den Fokus auf die digitale Kundenbeziehung erkennst du langfristig die Wünsche Deiner Zielgruppe.


Habt Ihr Euch schon Gedanken gemacht, mit welchen kleinen Verbesserungen Ihr die digitale Kundenbeziehung aufmöbeln könnt? Lasst es uns in den Kommentaren wissen!

Kleine Unternehmen suchen immer nach neuen Kunden. Aber muss es dafür die Outbound-Akquise mit viel Eigenwerbung sein? Empfehlungsmarketing zeigt eine spannende Alternative: Wer im Internet gute Bewertungen und viele Sterne sammelt, der zieht die Kunden von alleine an. Inbound-Marketing bietet zahlreiche Vorteile: du musst als Geschäftsführer keine eigenen Werbekampagnen planen, sondern die Kunden mit dem überzeugen, was du sowieso gut kannst. Empfehlungen und Online-Bewertungen von überzeugten Kunden sind die schönste Währung: Wir verraten dir, wie du mit wenigen Tipps ein wahres Sternenmeer bei Facebook, Google und Co. gewinnst und was du für einen guten Ruf im Internet konkret tun kannst. 

Mehr Kunden durch Online-Bewertungen – so kann es gehen

Ich war letztens auf der Suche nach einem Friseur in Dresden. Das ist eine erstaunlich komplexe Wissenschaft – alleine in meiner Straße gibt es sicher sechs Friseurstudios, die natürlich alle Wortspiele im Namen haben. Von außen lässt sich schwer erahnen, ob ich zufrieden aus dem Salon marschiere oder ob ich in den nächsten Wochen eine Kapuze brauche. Also habe ich einen Blick auf Google Maps geworfen: Einen Salon gab es im Internet gar nicht, drei Salons hatten keine Bewertungen und einer hatte sogar eine sagenhaft schlechte 2-Sterne-Note.

Der unscheinbarste Laden dagegen hatte viele begeisterte Kundinnen und eine eigene Facebookseite mit guten Bewertungen. Ich habe einen Termin für die folgende Woche bekommen. Neben dem Terminplaner ist mir ein kleiner Stapel mit Visitenkarten aufgefallen: Neben den klassischen Infos stand dort die kleine Bitte, dem Salon einen netten Kommentar im Netz zu hinterlassen. Und genau diese Strategie hat mich dann in den Laden gelockt – und sicher noch viele andere Kundinnen. Kein Wunder, dass ich nach dem Besuch das Handy gezückt habe und dem Friseur 5 Sterne bei Google Maps gegeben habe.

Empfehlungsmarketing: Unscheinbarer Star im Marketing-Mix

Natürlich hätte ich den Friseursalon nicht gut bewertet, wenn ich mit der Leistung nicht zufrieden wäre. Aber hätte ich es ohne den kleinen Anschubser gemacht? Wahrscheinlich nicht. Studien zeigen, dass Nutzer im Internet ihre negative Meinung mit höherer Wahrscheinlichkeit äußern als ihre Zufriedenheit. Denn hier haben sie schließlich ein akutes Problem, dem sie Luft machen wollen. Eine positive Erfahrung hingegen wird nur selten mit einer Bewertung honoriert. Gerade in Deutschland geht man als Kunde einfach davon aus, dass alles in Ordnung war. Die Grundlage dafür stammt aus der Psychologie und trägt den Namen Negativity Bias.

Übrigens: Bewertungen sind auch für die Suchmaschinenoptimierung interessant. Denn mit Rich Snippets wird die Sterne-Bewertung direkt in die SERPs übernommen – und sitzt dabei an einem besonders prominenten Ort.

Online-Bewertungen werden im Rich Snippet sichtbar

Online-Bewertungen werden im Rich Snippet sichtbar

Den Empfehlungen und Online-Bewertungen kommt im Inbound-Marketing eine wichtige Rolle zu. Ein guter Ruf zieht Kunden von alleine an – besonders dann, wenn es zahlreiche Anbieter gibt, die sich nicht grundsätzlich voneinander unterscheiden:

  • Ärzte und Apotheken
  • Dienstleister wie Friseure, Handwerker und Fahrschulen
  • Hotels und Gaststätten
  • kleine Ladengeschäfte in der Innenstadt

Kurzum: Alle Anbieter, die mit Local-SEO arbeiten und auf Kunden aus der näheren Umgebung angewiesen sind, brauchen einen guten Ruf. So setzen sie sich gegen die Konkurrenz durch.

 

Empfehlung von Proven ExpertNatürlich betrifft Empfehlungsmarketing auch Online-Unternehmen. Hier ist es für den Kunden sogar noch einfacher, eine Bewertung zu hinterlassen. Anbieter wie Amazon bieten von Haus aus Bewertungssysteme an. Externe Dienste wie ProvenExpert zeigen, dass eine ehrliche Bewertung im Internet Vertrauen zu einem potenziellen Kunden herstellt. Bei Arbeitgebern dagegen sind Online-Bewertungen bei Kununu oder Xing viel wert. Für jede Branche gibt es ein passendes, vertrauenswürdiges Bewertungsportal.

So kommst du an wertvolle Sterne bei Google

  1. Sichtbarkeit ist alles! Um Bewertungen zu bekommen, brauchst du zunächst ein Google My Business Profil. Mit wenigen Klicks machst du dich in Deiner Umgebung bekannt.
  2. Gute Arbeit wird belohnt. Die besten Wege, um an positive Online-Bewertungen zu kommen, sind fehlerfreie Arbeit und ein sympathischer Auftritt.
  3. Sei ehrlich und offen! Versuche Deine Kunden nicht zu einer Bewertung zu überreden. Der Hinweis, dass du dich über eine gute Bewertung freust, reicht meist schon aus.
  4. Bleibe in Erinnerung! Mit einer Visitenkarte oder einer kurzen Mail kannst du den Kunden noch einmal im Nachgang freundlich um eine Bewertung bitten.
  5. Übertreibe es nicht! Ein kleiner Friseur in einer Nebenstraße hat realistischerweise nicht tausende Bewertungen. Du solltest also nicht alle Deine Freunde um eine 5-Sterne-Note bitten.
  6. Glatte 5,0 Sterne bei zahlreichen Bewertungen sind unrealistisch. Irgendjemand hat immer etwas zu meckern. Und das ist vollkommen in Ordnung.
  7. Nutzer erkennen, wenn du dir gute Bewertungen kaufst. Also lasse es lieber gleich bleiben.
  8. Sei dankbar! Wenn dir ein guter Kunde einen netten Kommentar hinterlassen hat, solltest du dich bedanken – idealerweise live beim nächsten Termin.
  9. Einzelne schlechte Bewertungen sind kein Todesurteil. Viele Nutzer lesen sogar bewusst schlechte Kommentare und werden misstrauisch, wenn es gar keine negativen Stimmen gibt.
  10. Souveräne Reaktion bei Kritik: Viel wichtiger als ein 1-Sterne-Urteil ist Deine Reaktion darauf. Bleibe professionell und setze die Kritik trotz aller Schimpfwörter um.

Fazit: Online-Bewertungen lassen Deine Sterne strahlen

Lokale Geheimtipps entstehen nicht durch Zufall. Mit gezielten Bewertungsmarketing baust du dir online einen guten Ruf aus, der dir Woche für Woche neue Fans bringt.  Für Local-SEO gibt es kaum eine bessere Möglichkeit, um zum Stadtgespräch zu werden. Gerade kleine Unternehmen können mit einer gut gepflegten Präsenz und glaubwürdigen Bewertungen bei den Nachbarn punkten. Für die potenziellen Kunden sind gute Bewertungen ein wichtiger Aspekt bei der Suche nach einem lokalen Dienstleister. Schließlich willst du zur Stelle sein, wenn jemand nach Deinem Angebot sucht!


Wie geht Ihr an das Thema Online-Bewertungen heran? Lasst Ihr die Kommentare einfach kommen oder betreibt Ihr aktiv Reputations-Marketing? Lasst es uns in den Kommentaren wissen!

Das große Performance Marketing FAQ


Wir setzen bei unseren Projekten auf Performance Marketing, mit dem wir die Ziele unserer Kunden umsetzen. Damit lassen wir uns am Erfolg messen – denn der kann beim Performance Marketing exakt nachverfolgt werden. Performance Marketing ist weniger eine eigene Teildisziplin im Online Marketing, sondern ein Tool, mit dem wir Kampagnen zielgerichtet optimieren. Wir beantworten dir alle Fragen rund um das Thema Performance – hier findest du alles, was du über das Marketing nach Leistung wissen musst!

Was ist Performance Marketing?

Online Marketing besteht aus vielen Teildisziplinen: SEO, SEA, Content Marketing, Social Media und noch viele andere Aspekte gehören auf jeden Fall dazu. Performance Marketing ist keiner dieser Teilbereiche, sondern eine ganz spezielle Art, wie wir als Agentur arbeiten. Wie der Name schon sagt, geht es beim Performance Marketing um die Leistung.

Das Ziel der Arbeit ist es, eine messbare Reaktion beim User zu erzielen. Das kann ein Klick auf eine Anzeige sein, oder das Registrieren für einen Newsletter, oder eben einfach der Einkauf im Online-Shop. Zunächst definieren wir ein festes, messbares Ziel, welches wir mit der Werbekampagne erreichen wollen. Dann startet die intensive, stetige Optimierung – und diese dauert so lange, bis man wir Ziel erreicht hat. Am Ende lässt sich ganz einfach messen, wie die Leistung ausgefallen ist und beweisen, dass der Erfolg wirklich auf den einzelnen Maßnahmen des Performance Marketings basiert.

Warum Performance Marketing? Was bringt das meinem Unternehmen?

Für dich zählt der Mehrwert. (Fast) jede Strategie ist gut, solange sie funktioniert. Beim Performance Marketing musst du dich nicht auf die windigen Versprechen eines Marketing-Managers verlassen. Mit ganz klaren Messwerten siehst du am Ende des Tages, was Deine Performance-Agentur geleistet hat. Es zählt nur eine Frage: Wurde das Ziel erreicht?

Das bedeutet natürlich nicht, dass Effizienz über allem steht und wir über Leichen gehen, um die Zielwerte zu erreichen. Das würde Black-Hat-Methoden Tür und Tor öffnen. Viel mehr wollen wir damit einen Arbeitsstil schaffen, der beiden Seiten des Vertrags Handlungssicherheit gibt. Du als Kunde weißt genau, was du von den Werbemaßnahmen erwarten kannst. Wir als Agentur wissen, woran wir uns messen lassen müssen. Beide Seiten sind nach dem Projekt zufriedener.

Wofür eignet sich Performance Marketing?

Performance Marketing eignet sich für alle Werbekampagnen, die mit messbaren Kennziffern arbeitet. Ein Klick auf eine Anzeige oder ein Einkauf nach dem Besuch einer Landing Page lassen sich sehr einfach tracken und nachverfolgen. Deswegen ist das Marketing nach Leistung sehr beliebt im E-Commerce, also bei Online-Shops oder beim Verkauf von Dienstleistungen. Fast alle Teilbereiche des Online Marketing lassen sich mit dem Performance-Tracking effizienter bearbeiten – SEO, SEA und auch Teilbereiche des Social Media Marketings zählen zu den Möglichkeiten.

Welche Mittel und Maßnahmen gibt es, um Deine Ziele umzusetzen?

  • Exaktes Tracking der Userströme über Google Analytics – mit der Optimierung der “Reise” durch Deine Seite steigt auch die Conversionrate!
  • SEA-Anzeigen bei Google Ads oder mit Bing Ads sorgen für mehr User auf Deiner Seite.
  • Onpage-Optimierung nach den neuesten SEO-Standards, damit Deine User dich auch finden.
  • Ein Newsletter mit klarem Call-to-Action bringt mehr Besucher und Kunden auf Deine Seite.
  • Knackige Landing Pages, die dem User perfekt erklären, warum er bei dir kaufen soll und ihn direkt zur Aktion führen.
  • Zielgerichtetes Affiliate-Marketing, mit dem du Deine Affiliate-Links perfekt in Szene setzt.

Welche Kennziffern sind im Performance Marketing besonders wichtig?

Es ist besonders wichtig, dass sich alle Erfolge und Versuche klar messen lassen. Dafür gibt es zahlreiche Tools für Webmaster und Online Marketer. Google Analytics zählt mit Sicherheit zu den wichtigsten Quellen für die tiefgehende Analyse. Welche Kennziffern besonders wichtig sind, hängt dabei vor allem vom Projekt ab:

  • Die CTR (Click-Through-Rate) ist bei Newslettern und Google Ads-Anzeigen ein entscheidendes Kriterium.
  • Die Conversionrate entscheidet über den Erfolg bei Kampagnen, die auf dem Verkauf oder auf Transaktionen basieren.
  • Kommentare oder Interaktionen können eine wichtige Rolle spielen, wenn du dir mehr Fans im Social Media Bereich wünschst.
  • Impressionen haben ein breit gefächertes Anwendungsfeld und sind alleine wenig aussagekräftig, kommen aber dennoch zum Einsatz.

Was kann Performance Marketing NICHT leisten?

Damit wir unsere Arbeit wirklich als Performance Marketing klassifizieren können, muss das Ergebnis eindeutig messbar und optimierbar sein. Das ist schwierig, wenn es um schwammige Ziele geht: Mit Performance Marketing kann man also nur schwer die Bekanntheit einer Marke oder eines Produktes steigern. Natürlich kann das als Nebenprodukt zur Arbeit an der Conversionrate oder dem Social Media Auftritt passieren, aber dieser Erfolg ist eben nur sehr schwer in aussagekräftige Zahlen zu fassen. Deswegen funktionieren Branding-Kampagnen besser, wenn man das Thema ganzheitlich betrachtet.

360° Performance Marketing – was bedeutet das eigentlich?

Wir nennen uns selbst 360° Performance Agentur – aber was wollen wir damit sagen? Im Zusammenhang mit Performance Marketing steht 360° für eine ganzheitliche Betrachtungsweise. Sprich: Wir optimieren nicht blind einem Zielwert hinterher, sondern definieren Messwerte, die Deinem Unternehmen insgesamt etwas bringen. Wir sagen es immer wieder: Im Online-Marketing funktioniert nichts uanbhängig von allen anderen Puzzlestücken.

Nehmen wir an, du möchtest 1000 Newsletterempfänger in 6 Monaten gewinnen. Das ist ein straffes Ziel, aber definitiv machbar. Als 360° Performance Agentur kümmern wir uns zuerst darum, dass dein Mailing-System funktioniert und schalten SEA-Anzeigen, um Deine Zielgruppe auf dich aufmerksam zu machen. Aber die Conversionrate wird noch von anderen Faktoren bestimmt. Um das Ziel zu erreichen, testen wir im A-/B-Test verschiedene Landing Pages gegeneinander, gestalten einen einheitlichen Look, werfen einen Blick auf Text und Grafik in Deinem Newsletter und kümmern uns um Ads in den sozialen Netzwerken. Wir werfen einen kompletten Blick auf dein Online-Marketing und überlegen uns gemeinsam mit dir, welche kleinen Verbesserungen eine große Wirkung haben können. Statt nur auf das Email-Marketing zu setzen und eine einzige Teildisziplin zu rocken, betrachten wir dein Problem ganzheitlich und finden so eine Lösung, die für dich funktioniert.

Worauf setzt unser Performance Marketing von den Netzproduzenten?

Uns ist es wichtig, dass unsere Kunden jederzeit wissen, welchen Einfluss unsere Maßnahmen auf ihre Werbekampagnen haben. Durch unsere konsequente Arbeit nach den Regeln des Performance Marketings herrscht auf beiden Seiten Klarheit. Außerdem ist es wichtig, dass ein realistisches Ziel vereinbart wird. Der Kern des Leistungs-Marketings ist schließlich, dass unser selbst gesteckte Ziel auch erreicht werden kann.

Wir wollen beherzt zugreifen. Manchmal ist eine radikale Änderung, die den größten Erfolg bringt, manchmal ist es ein einzelnes Wort in der Werbeanzeige, was die Conversionrate plötzlich ankurbelt. Uns ist es wichtig, dass wir keine Angst vor großen Schritten haben – und im Zweifel immer ein Back-up haben, wenn eine Maßnahme eben gar nicht greift.

Fazit: Mehr Leistung für Deine Seite!

Hohe Transparenz für sichtbare Erfolge: Performance Marketing liegt uns sehr am Herzen. Denn mit diesem Tool lassen sich alle Entwicklungen einfach nachvollziehen und noch weiter optimieren. Unsere Kunden stochern nicht im Dunkeln, sondern haben eine klare Vorstellung davon, was sie mit der Werbekampagne dazugewinnen: 100 neue Newsletter-Leser, 400 Umsätze im Quartal, 3000 Facebook-Fans: Kleine Schritte oder große Sprünge machen am Ende den gesamten Weg aus – und davon profitieren am Ende alle Seiten.

Zusammenfassung

  • Performance Marketing beschreibt Online-Marketing auf Basis fester, nachvollziehbarer Ziele.
  • Je klarer und eindeutiger das Ziel definiert ist, desto leichter lässt es sich tracken und nachmessen.
  • Kunde und Performance Marketing Agentur bestimmen gemeinsam die Ziele und den Weg dorthin.
  • Über die Laufzeit der Kampagne wird die Werbung kontinuierlich verbessert und auf die Probe gestellt.
  • Performance Marketing funktioniert nur dann, wenn alle Teildisziplinen des Online-Marketings zusammenspielen. 

Welche Fragen sind noch unbeantwortet geblieben? Was willst du unbedingt noch über Performance Marketing wissen? Stell Deine Fragen in den Kommentaren und wir beantworten sie Dir!

Das neue Jahr nähert sich mit großen Schritten und wir wagen einen Blick auf die Entwicklung der Onlinemarketing-Trends 2017. Letztes Mal haben wir die Trends in Sachen SEA und Google Ads unter die Lupe genommen. Dieses Mal dreht sich alles um die eCommerce-Trends 2017 – was kommt, was geht, was bleibt?

Digitaler Handel auf Erfolgskurs

eCommerce hat eine strahlende Zukunft. Gut, das wird jetzt niemanden so richtig überraschen, aber die Zahlen sind dennoch beeindruckend: 51 Prozent der User shoppen lieber online als im stationären Handel. Schaut man sich nur die Millenials, also die Generation derjenigen, die zwischen 1980 und 2000 geboren wurden, an, liegt der Wert schon bei 67 Prozent. Tendenz: steigend! Experten schätzen, dass der Umsatz im Onlinehandel bis 2020 Jahr für Jahr im Durchschnitt um 9,32 Prozentpunkte steigen wird. Das bedeutet aber nicht nur goldene Zeiten im eCommerce, sondern auch neue Herausforderungen, denen man sich stellen muss.

Eine persönliche Shoppingerfahrung wird für viele Kunden zu einem wichtigen USP. Es gibt so viele Onlineshops da draußen – warum also sollten sich die User genau für Deinen entscheiden? Diese Frage beherrscht einen der größten eCommerce-Trends 2017: Personalisierung und Interaktion.

Die personalisierte Customer Journey

Es ist so schön, in den Lieblingsladen zu kommen, mit einem Lächeln begrüßt zu werden und mit einem freundlichen „Wie immer?“ die besten Angebote nach dem eigenen Geschmack gezeigt zu bekommen. Genau dieses Erlebnis ist eine der letzten Bastionen des lokalen Einzelhandels. Aber können Onlineshops dieses Gefühl vielleicht bald schon nachmachen?

Das persönliche Einkaufserlebnis spielt 2017 eine wichtige Rolle. Die User wollen das Gefühl haben, als Person wahrgenommen und genau da abgeholt zu werden, wo sie stehen. Das fängt bei personalisierten Produktempfehlungen an und hört bei Größenberatern und einer persönlichen Ansprache noch lange nicht auf. Die neuen Shopsysteme wie Magento 2 und Sitecore helfen dabei, die Anzeige des Onlineshops auf den jeweiligen User abzustimmen und anzupassen.

Die eCommerce-Trends 2017 umfassen aber auch Datenbanken, die unzählige Informationen zu jedem einzelnen Objekt im Onlineshop speichern können. So bekommt der Kunde in Echtzeit und abhängig von den eigenen Präferenzen immer genau die Beratung, die er haben will. Hier spielt auch künstliche Intelligenz eine große Rolle, um die Customer Journey auf allen Kanälen zu begleiten und zu lenken.

Schneller als der Konkurrenz: Page Speed und mehr

Die Schatzkiste der neuen Technologien für das eCommerce ist prall gefüllt. Die Frage ist nur, wie man genau die passenden Innovationen auswählt, ohne den eigenen Shop zu sehr zu überfrachten. Denn wer es übertreibt oder unsauber arbeitet, der hat schnell mit einer lahmenden Seite zu kämpfen. Daher ist die PageSpeed-Optimierung einer der größten eCommerce-Trends 2017.

Besonders im Hinblick auf das mobile eCommerce ist ein schnell und sauber ladender Shop enorm wichtig. Jede Sekunde, die der User auf einen weißen Bildschirm starrt, ist eine verlorene Sekunde. Studien zeigen, dass ein schneller Ladeprozess pro eingesparter Sekunde eine um 27 Prozent höhere Conversionrate mit sich bringt. Die Steigerung der Benutzerfreundlichkeit wirkt sich nicht nur positiv auf den Kunden aus, sondern macht auch die Suchmaschinen glücklich – denn Google bewertet im kommenden Jahr mobil optimierte Seiten besonders hoch.

5 weitere eCommerce-Trends 2017

  1. Die Integration von eCommerce und lokalen Shops – also die Lieferung direkt nach Hause, nachdem man sich ein Produkt live angeschaut hat.
  2. Same-Day Delivery und neue Möglichkeiten, den Lieferprozess einfacher zu machen – Drop-Off-Points oder große Paketboxen beispielsweise
  3. Persönlichkeit ist alles: Der Kunde möchte direkten Kontakt und ein persönliches Erlebnis beim Shopping
  4. Persönliche Empfehlungen werden Gold wert sein – im Dschungel der unzähligen Online-Shops hören User gerne auf die Erfahrungen ihrer Freunde und Bekannten. Und das kann man für sich nutzen!
  5. Content bleibt King, wird aber persönlicher. Unterschiedliche Produkttexte für ein und dasselbe Produkt können so verschiedene Zielgruppen ansprechen und für sich gewinnen

Fazit: Neue Herausforderungen warten!

eCommerce boomt, wird aber auch immer komplexer. Alleine die Integration von verschiedenen Konzepten – online und offline – und die umfassende Datenanalyse, die der Personalisierung zugrunde liegt, übersteigen für viele kleine Shops die Grenze des Machbaren. Aber nicht jeder Online-Shop muss mit den ganz großen im Business mithalten. Wer es schafft, mit den eigenen Produkten oder der eigenen Persönlichkeit zu punkten, der zieht genau die richtigen User an, die zu treuen Fans und Kunden werden können. Und das gilt auch 2017!

Was sind eure Vorsätze für euer eCommerce im nächsten Jahr? Lasst es uns in den Kommentaren wissen! 

B2B vs. B2C – was nach komplizierten Abkürzungen klingt, ist einfach nur die Unterscheidung, ob man seine Dienstleistungen und Produkte für den Endkunden anbietet oder mit einem anderen Business interagiert. B2B Onlinemarketing folgt anderen, aber ähnlichen Regeln wie das digitale Marketing hin zum Endverbraucher. Wir erklären die Unterschiede und zeigen, wie man mit richtig gutem B2B-Marketing Erfolg hat.

Entscheider denken anders

Der größte Unterschied zum B2C (Business-to-Customer) ist natürlich, dass man es beim B2B Onlinemarketing nicht mit dem Kunden zu tun hat, sondern es um Entscheider geht. Wer ist ein Entscheider? Das kann ganz unterschiedlich sein – vom Vertriebsmitarbeiter über den Marketingmanager bis hin zum Chef, wenn es sich um einen Soloselbstständigen handelt. Folgende Konstellationen fallen unter den Begriff B2B (Business-to-Business):

  • Klassische Unternehmen, die eine Dienstleistung outsourcen
  • Selbstständige, die ihre Webseite professionell boosten wollen
  • Freiberufler, die in einem Netzwerk zusammenarbeiten
  • Öffentliche Einrichtungen, die einen externen Experten für Content suchen

Kann man den Entscheider in der Businesswelt mit dem normalen User vergleichen? Definitiv! Aber in der Geschäftswelt gelten andere Maßstäbe und viele Unternehmen setzen andere Prioritäten als der normale User. Diese Infografik auf t3n fasst perfekt zusammen, welche Aspekte im B2B-Marketing eine besonders große Rolle spielen.

Mit Leads die Führung gewinnen

Was heißt das nun genau für das B2B Onlinemarketing? Zum einen natürlich, dass man viel mehr Geduld braucht und sich in einem ganz anderen Umfeld bewegt. Während es beim B2C-Marketing auf ausreichenden Traffic ankommt, liegt der Fokus beim B2B auf der Leadgenerierung.

Ein Lead ist ein neuer Kunde, ein Auftrag oder auch nur ein Abonnent des eigenen Newsletters. Und bei der Leadgenerierung zählt Qualität vor Quantität. Man kann sich das B2B-Marketing wie einen Trichter vorstellen: Es nützt nichts, oben immer mehr Wasser (oder Traffic) einzuschütten, wenn die untere Öffnung nicht dazu optimiert ist, auch wirklich ein Ergebnis herauszubringen.
Die Conversionrate ist die entscheidende Maßzahl beim B2B Onlinemarketing. Wie verwandelt man Traffic in Leads und neue Geschäftskunden? Man muss sie umwerben und Geduld haben. Denn im Gegensatz zu den klassischen Usern gibt in der Businesswelt in der Regel keine Spontankäufe. Die Entscheider recherieren lange und kaufen dann bei dem Anbieter, der das beste Gesamtpaket aus Service, Leistung und Vertrauen verspricht.

5 Wege zum Erfolg im B2B Onlinemarkting

  1. Email-Marketing: Der Dinosaurier in der Welt des Onlinemarketings hält tatsächlich bis heute die Spitzenposition in Sachen B2B inne. Das liegt daran, dass der Entscheidungsprozess im Businessmarketing länger dauert und mit fundierten Informationen stattfindet – eine gelegentliche Erinnerung an die eigene Marke kann da Wunder wirken.
  2. Content-Marketing: Think outside the box! Content für das B2B Onlinemarketing kann in ganz verschiedenen Formen daherkommen. Von Case-Studies bis hin zum Inhalt des Newsletters steigert er die Markenbekanntheit und generiert damit Leads.
  3. SEO und SEA: Auch in der B2B-Welt will man gefunden werden. Und zwar mit eigens entwickelten, engmaschigen Kampagnen, die wirklich nur Firmenkunden ansprechen.
  4. Webseite: Die eigene Internetpräsenz ist und bleibt das wichtigste Tool zur Leadgenerierung. Aber auch hier ist eine radikale Ausrichtung auf die Zielgruppe und ihrer Bedürfnisse wichtig für den Erfolg. Hier geht es weniger darum, Entscheider sofort zum Kauf zu bewegen, sondern Vertrauen zu vermitteln und das eigene Produkt so gut wie möglich zu präsentieren, um die Entscheidung einfacher zu machen.
  5. Was danach kommt: Ein Lead ist schön und gut. Aber damit aus der Spur auch ein Gewinn wird, muss der Kunde umworben werden. Und zwar nicht plump, sondern mit Fachwissen und geballter Kompetenz!

Fazit: B2B Onlinemarketing ist Vertrauenssache

Die Parallelen zwischen dem klassischen digitalen Marketing für User aller Art und dem B2B Onlinemarketing sind viel größer, als sonst immer gepredigt wird. Wer erfolgreich werben will, der muss seine Zielgruppe kennen, ihre Bedürfnisse verstehen und darauf hin optimieren – nur, dass die Zielgruppe beim B2B-Marketing eben viel kleiner ist und mit anderen Ansprüchen in die Verhandlung geht. Wer das im Hinterkopf behält, der hat auch in der Geschäftswelt Erfolg!

Die Welt wächst zusammen! Heute ist es kein großes Problem mehr, in einem Shop aus den USA einzukaufen oder Übersetzungsarbeiten nach Indien auszulagern. Aber funktioniert das auch andersherum? Wie funktioniert International SEO und wie kannst du dafür sorgen, dass Deine Seite neue Märkte erobert? Wir verraten dir die besten Tipps für länderübergreifende SEO!

Muss es unbedingt international sein?

International ist ja nicht gleich international. Stell dir vor, du hast einen kleinen Onlineshop oder bietest eBooks und Coachings an. Niemand würde jetzt von dir erwarten, nach Japan zu exportieren oder Deine Seite für den australischen Markt zu optimieren. Aber International SEO kann eben auch bedeuten, dass du die Märkte in Österreich und der Schweiz erschließt – das alleine sind schon 16 Millionen potenzielle Kunden, die du mit ein paar kleinen Handgriffen erreichen kannst.
Google denkt national. Der Länderindex für Österreich ist ein vollkommen anderer als der für Deutschland. Das gilt natürlich auch andersherum – wer in Österreich sitzt und auch die Deutschen mit seinem Service glücklich machen will, der sollte ebenfalls auf länderübergreifende SEO setzen.

Ein weiteres gutes Beispiel: Wir hier in Dresden sind nur wenige Autobahnkilometer von der Tschechischen Republik und von Polen entfernt. Deswegen kann es auch mit einem stationären Geschäft oder Service eine gute Idee sein, diese potenziellen Kundengruppen mit länderspezifischem SEO anzusprechen und sie so nach Elbflorenz zu locken.

Global ausgerichtet, länderspezifisch optimiert – ein Widerspruch?

Wer seine Webseite(n) global ausrichten will (oder zumindest mehrere Länder ansprechen will), der sollte gar nicht erst versuchen, einfach nur Übersetzungen zu erstellen. Für viele ist das nämlich schon das Höchste der Gefühle in Sachen International SEO: Das Google Translator-Plugin wird installiert und fertig. Aber gerade das ist der falsche Weg!

Welche Seite fändest du vertrauenswürdiger? Ein Webshop.es, der mit einer kruden Übersetzung ins Deutsche glänzt, oder ein Webshop.de, bei dem erst der Blick ins Impressum verrät, dass der Seitenbetreiber seinen Sitz in Spanien hat?

Kurz gesagt: Internationale SEO basiert auf vielen Faktoren und hat viel mit Vertrauen zu tun. Bei den folgenden Tipps zur internationalen Optimierung konzentrieren wir uns auf Tipps für die Expansion nach Österreich oder in die Schweiz, die ohne Language Targeting und Übersetzungen auskommen.

5 Tipps für International SEO

  1. Die passende Top-Level-Domain schafft Vertrauen. Die Endungen “.at” und “.ch” sind wahre Türenöffner für den lokalen Markt und senden starke Ländersignale an Google.
  2. Kopiere nicht einfach den Seiten-Code für Deine länderspezifische Seite! Mit “hreflang tags” kannst du den korrekten Ländercode angeben und so auch für Google Trust-Signale senden.
  3. Auch wenn in den beiden südlichen Ländern Deutsch gesprochen wird – lokale Besonderheiten sollten bei den Keywords beachtet werden! Auch manche Ausdrücke würden die Einheimischen sofort als “zu deutsch” erkennen – hier am besten einen Probeleser anheuern!
  4. Duplicate Content ist auch bei International SEO ein No-Go. Gerade, wenn man für Österreich eine eigene Seite erstellt, kommt man schnell in die Versuchung, die Texte einfach zu kopieren. Das gefällt Google gar nicht! Das gilt übrigens auch für Meta-Tags.
  5. Überhaupt: Individueller Content hört nicht bei den Texten auf. Studien oder Testimonials aus Deutschland wirken auf schweizerischen und österreichischen Seiten komisch.

Fazit zur internationalen Suchmaschinenoptimierung

Mit wenigen Schritten kannst du auch über die Grenzen Deiner eigenen Nation heraus erfolgreich sein. Daher gilt: du solltest nur bei jedem Schritt auf dem Weg den Kundennutzen im Auge behalten und dich fragen, was für die User am angenehmsten ist. Damit bist du auf einem guten Weg, im World Wide Web erfolgreich zu sein!