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Mobile Friendly zeigt erste Wirkung

Seit dem 22. April legt Google großen Wert darauf, dass Internetseiten eine mobile Version haben. In das Ranking der größten Suchmaschine der Welt fließt jetzt also nicht nur die Keyworddichte oder die Linkstruktur eine Rolle, auch die Bereitstellung einer optimierten Version für Smartphones und Tablets ist wichtig geworden. Wir erklären, wie Sie Ihre Seite fit für die Zukunft machen.

Das Google-Update und die Folgen

Mittlerweile stammt etwa 20 Prozent des Internetraffics von mobilen Endgeräten wie Smartphones und Tablets. Allerdings lassen sich nicht alle Seiten gleich gut navigieren – vor allem Pop-Up-Menüs oder andere Techniken, die mit Overlays arbeiten, bereiten diesen Nutzern immer wieder Kopfschmerzen. Das soll sich mit der weiteren Verbreitung von mobilen Seitendesigns ändern. Um diesen Prozess noch weiter voranzutreiben, hat Google Anfang 2015 bekannt gegeben, mit dem „Mobile Friendly“-Update die Ausrichtung auf verschiedene Endgeräte mit in die Wertung einzubeziehen.

Diese Ankündigung hatte deutliche Folgen: Laut Google ist die Anzahl der mobil optimierten Seiten seit der Ankündigung des Updates um 5 Prozent gestiegen. Und das passierte sogar noch bevor das Update umgesetzt wurde, also bevor es irgendwelche negativen Konsequenzen für den Verzicht auf eine weitere Seitenversion gab. Selbst jetzt ist noch nicht ganz klar, wie groß die Auswirkungen überhaupt sind. Schließlich ist Mobile Friendly nur einer von vielen Faktoren, die im Google-Algorithmus eine Rolle spielen.

Der Worst-Case – Keine Verlinkung mehr bei Google

mobile-friendly-checkGoogle macht in seinem Leitfaden für die mobile Optimierung deutlich, dass die Mobile Friendlyness ernst genommen wird. Wer also auf eine mobile Version verzichtet und mit inkompatiblen Techniken wie Flash arbeitet, könnte damit schon bald teuer bezahlen: Auf mobilen Geräten wird die eigene Seite dann nämlich nicht mehr in den Suchergebnissen verlinkt. Stattdessen müssten die User explizit zustimmen, um auf die Seite zu gelangen – und wie viele Nutzer werden das machen?

Aber Google wäre nicht Google, wenn das Unternehmen keine Hilfe bei der Umstellung anbieten würde. Die Webmaster-Tools weisen auf problematische Seiten hin und geben Tipps dabei, wie man die Seitendarstellung ändern könnte oder wie man ein mobiles Design aktiviert. Viele CMS-Varianten bieten mittlerweile Funktionen, um in kurzer Zeit eine für Smartphones optimierte zur Verfügung zu stellen.

 

Was heißt Mobile Friendly?

Google hat im Vorfeld des Updates genaue Kriterien zum Thema aufgestellt. Diese transparente Liste liefert schon fast eine Handlungsanweisung für alle, die ihre Seiten umstellen wollen.

  1. Zum einen sollte auf Techniken verzichtet werden, die auf den meisten Smartphones nicht funktioniert. Das betrifft vor allem Animationen mit Flash oder die Verwendung von .gif-Dateien.
  2. Der Text sollte überall ohne Zoom lesbar sein – das versteht sich aber auch auf der klassischen Webseite von selbst.
  3. Pluspunkte gibt es , wenn sich der Text automatisch an das Format des Bildschirms anpasst.
  4. Auch für Verlinkungen gibt es klare Regeln: Einzelne Links sollten weit genug voneinander entfernt sein, damit der User sie problemlos anklicken kann.

Schon seit einigen Jahren setzt sich das responsive Webdesign als Mittel der Wahl durch, wenn es um die mobile Optimierung geht. Diese Methode ist besonders praktisch – die Webseite erkennt dann automatisch, welches Endgerät benutzt wird und passt die Seitendarstellung entsprechend an. Außerdem können Webmaster, die versiert im Umgang mit dem responsive Webdesign sind, die Page schnell an die Kriterien von Google anpassen.

Google selbst empfiehlt diese Art der Optimierung, allerdings entstehen Seiten mit eigenen, mobilen Designs keine Nachteile. Wer die vier Mindestanforderungen erfüllt, sollte mit dem Update keine Probleme haben. Im Gegenteil: Google kennzeichnet Pages mit einer mobilen Version in den Suchergebnissen – das dürfte die zahlreichen Nutzer von Smartphones und Tablets dazu bringen, dieser Seite einen Besuch abzustatten.

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