Sex sells! Das Geschäft mit der käuflichen Liebe boomt, aber kaum eine Erotik-Seite schafft es heute noch, wirklich auf Dauer Qualität zu liefern und User zu halten. Und deswegen werden die Werber hier besonders kreativ! Erotik-Marketing ein spannendes Thema – denn dort gibt es tatsächlich die besten und innovativsten Online-Marketing-Konzepte zu bestaunen!

Erotik-Marketing und Google – keine Liebesbeziehung?

The internet is for porn! Eine Weisheit, die in Zeiten von Youporn und Co. vielleicht nur noch eingeschränkt gilt. Aber nichtsdestotrotz war das Internet einst voll von mehr oder weniger dubiosen Sexseiten und allgegenwärtiger Bannerwerbung mit Brüsten, Hintern und allem dazwischen. In den letzten Jahren ist das deutlich zurückgegangen. Oder wann hast Du die letzte Sexwerbung auf einer ganz normalen Webseite gesehen?

Das liegt in erster Linie natürlich an Google. Der Internetriese aus Amerika hat es nicht so mit Adult-Inhalten – und das haben schon einige Webseitenbetreiber zu spüren bekommen. Auch, wenn Matt Cutts, Projektmanager bei Google, einst einmal am Rande erwähnt, Adult-Inhalte würden von Google nicht anders behandelt als “normale” Suchanfragen.

Auf der anderen Seite muss man aber natürlich auch sagen, dass ein Großteil des Contents im Erotik-Marketing schlicht und ergreifend nicht wirklich gut ist. Katastrophale Seitenlayouts, Keywordstuffing, schreckliche Texte und Black Hat-Methoden treiben im Geschäft mit dem Sex teils beeindruckende Blüten. Um da mithalten zu können, müssen Erotikseiten schon ziemlich viel Kreativität beweisen!

Erotik-Marketing Best-Practice: Anregendes schön verpackt

Und genau das tun sie! In kaum einer anderen Branche findet man so innovative Werbekonzepte. Spitzenreiter ist da natürlich Youporn. Die größte und bekannteste Pornoseite der Welt hat Viral-Marketing perfektioniert und besitzt einen der witzigsten Corporate-Twitter-Accounts überhaupt. Auch die zahlreichen Infografiken zum Thema Sex sind sehr beliebt und lassen sich immer wieder an zahlreichen Stellen im Internet finden.

Auf deutschem Boden springt da wohl zuerst eis.de ins Hirn. Einst ein relativ langweiliger, aber gut rankender Online-Shop, hat EIS in den letzten Jahren einen der erfolgreichsten Relaunches aller Zeiten durchlebt. Heute überstrahlt der Shop in neuem Glanz selbst Branchengrößen wie Orion oder Beate Uhse. Wie sie das geschafft haben? Clevere Texte, die sich an den Bedürfnissen und ungestellten Fragen der User orientieren, FAQs zu so ziemlich jedem Thema rund um Sex und die Integration eines erfolgreichen Youtube-Channels, bei dem Sextoys getestet werden.

Das Geheimnis von richtig gutem Erotik-Marketing

Natürlich sind solche Online-Marketing-Kampagnen kostspielig, und es ist extrem schwierig, Experten für den umkämpften Erotik-Markt zu finden. Aber nicht jede Erotikseite muss ein Millionenbudget haben, um sich erfolgreich zu etablieren. Und das Geheimrezept dafür ist richtig guter Content.

Okay, das klingt natürlich erst einmal wenig spektakulär. Aber “richtig guter Content” im Erotikbereich ist nicht unbedingt mit den klassischen Anforderungen an Content zu vergleichen.

Denn beim Thema Erotik geht es um Fantasien, es geht um anregende Worte und Bilder, um eine Traumwelt, die den User einfängt und nicht wieder loslässt. Es geht um Verführung und Lust und natürlich um Sex. Wir wollen sinnliche Gedankenwelten schaffen, Träume verwirklichen und Leidenschaft spürbar machen. Und uns natürlich irgendwie gegen die Millionen an Mitbewerbern durchsetzen. Daher haben wir einige Tipps gesammelt, um beim Erotik-Marketing durchzustarten:

  1. Link-Building im Erotik-Marketing ist Schwachsinn. So, jetzt habe ich es gesagt. Wie Matt Cutts oben im Video schon erklärt hat, haben Erotikseiten meist einen sehr niedrigen Page-Rank. Lieber auf interne Links setzen!
  2. Long-Tail-Keywords sind der Star der Szene! Da die meisten naheliegenden Kurzkeywords hart umkämpft sind, lohnt sich der Blick in die Nische. Und da die Nische bei erotischen Themen gerne einmal etwas außergewöhnlich ist, sollte man hier auch eine Menge Offenheit mitbringen.
  3. Webdesign schafft Vertrauen. Es gibt genug Erotikseiten mit einem fürchterlichen Layout. Klar, edel und neutral – so sieht die perfekte Erotik-Seite aus.

Willst Du mit Deinen Kunden zusammenkommen und beim Erotik-Marketing neue Wege gehen? Was sind Deine Geheimnisse für Erotik-Marketing, das Lust auf mehr macht? Erzähle uns davon in den Kommentaren!

Carolin Kresse – Freie Webtexterin
sextexterin.de

5 Kommentare
  1. Florian
    Florian sagte:

    Man muss wirklich sagen, dass es einerseits relativ kompliziert ist in der Erotik Branche was zu reißen, aber irgendwie auch doch „einfach“.
    Denn wenn man sich mal die Konkurrenz so anschaut, sind die meisten nicht so gut aufgestellt.
    Viele schlechte Backlinks und ganz dünner Content. Wenn man da ansetzt sollte man eigentlich ordentlich was reißen können.
    Sicherlich wird sich das aber in Zukunft auch „ändern“, eben weil Google den Schwerpunkt stark auf guten Content ändert. Also bisschen den Kopf anstrengen und dann sollte es klappen 😉
    Viele Grüße
    Florian

    Antworten
    • Carolin
      Carolin sagte:

      Hallo Florian!

      Das stimmt – als Erotiktexterin muss ich bei 90 Prozent der Erotikseiten die Hände über dem Kopf zusammenschlagen. Der Content sollte verführen und zum Klick anregen. Das hilft tausendmal besser als jahrzehntealte SEO-Tricks, auf die immernoch viel zu viele Seiten setzen. 😉

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  2. Dominik
    Dominik sagte:

    Dass Google Adult Inhalte anders behandelt wird aber eigentlich bei jedem Update klar, wenn Seiten mit neutralen Themen mit Erotikbegriffen vor den eigentlichen Seiten, die dieses Thema wirklich behandeln, vorschiebt.
    Das wird in Zukunft auch nicht einfacher werden.

    Antworten
    • Carolin
      Carolin sagte:

      Hallo Dominik, danke für deinen Input!

      Klar, Erotikseiten haben es gefühlt immer ein bisschen schwer – aber man muss auch sagen, dass das Problem bei vielen Adult-Seiten auch in merkwürdigen Linkstrukturen und (teilweise) uralter Backlink-Last liegt. Links von anderen Erotikseiten haben meist einen relativ niedrigen Wert, der sich negativ auf die verlinkten Seiten auswirkt.

      Antworten
      • Daniel
        Daniel sagte:

        Sehe ich auch so. Das Problem haben auch nicht nur Erotik-Seiten, sondern auch viele speziellere Seiten über eine Nische.
        Da wird dann auch netzdoktor, Focus oder Spiegel vor ihnen gerankt, obwohl das nur in einem Artikel kurz angeschnitten wird.
        Liegt wohl hauptsächlich an dem Trust der großen Seiten 😉

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