Liebe auf den ersten Klick: Keiner kommt daran vorbei – Meta-Tags und Meta-Descriptions bestimmen das Bild in den SERPs. Mit einem spannenden Meta-Title und einer verlockenden Meta-Beschreibung stichst Du aus der Masse heraus. Aber wie schreibst Du richtig gute Meta-Tags? Gibt es eine geheime Formel für den Erfolg in den Suchergebnissen? Wir haben uns das Thema einmal genauer angeschaut.

Wozu überhaupt Meta-Descriptions?

Die Meta-Description ist der kleine Textabschnitt, der in Suchergebnissen unter der URL erscheint. Er gibt den Usern einen ersten Einblick, was sie auf der Seite erwarten können.

Was ist Dir lieber: Ein kleines Snippet, das Google sich automatisch ausgesucht und aus dem Kontext gerissen hat oder eine knackige Beschreibung und Kurzzusammenfassung des Inhalts deiner Seite? Genau. Mit den Meta-Tags kannst Du selbst bestimmen, wie Deine Seite in den SERPs erscheint. Das ist aber nicht der einzige Vorteil:

  • Eyecatcher mit ♥: Sternchen, Pfeile, Häkchen: Mit Rich-Snippet-Elementen lässt sich das Suchergebnis optisch aufhübschen und zieht damit alle Blicke auf sich.
  • Klickverstärker: Wenn der User schon weiß, was ihn auf der Seite erwartet, klickt er vermutlich eher auf Deinen Link.
  • Keywordbühne: Auch, wenn Google den Text i Title und Description nicht für das Ranking heranzieht, solltest Du das Keyword unbedingt hier unterbringen.
  • Verführer: Ein gut platzierter Call-to-Action in der Meta-Description wirkt Wunder für die CTR!

Übrigens: Die Meta-Description ist kein Rankingfaktor. Allerdings kann eine gute Beschreibung die CTR (Click-Through-Rate) steigern. Dazu zählt auch, dass Du das jeweilige Keyword in die Meta-Description packst – es wird bei einer entsprechenden Suchanfrage fettgedruckt dargestellt und damit zum Eyecatcher. Und wenn Google aus den Usersignalen schließt, dass Deine Webseite interessant ist (zum Beispiel, weil sie wegen Deiner tollen Beschreibung so oft geklickt wird), landest Du dank Rankbrain auch weiter oben in den SERPs.

Wie sieht die perfekte Meta-Description aus?

Gibt es die Weltformel für Meta-Descriptions? Die Antwort darauf ist ein klares „Jain!“. Natürlich gibt es Elemente, die in einer guten Meta-Beschreibung nicht fehlen dürfen. Viele Experten arbeiten hier mit der AIDA-Methode: Attention (Aufmerksamkeit erzeugen), Interest (Interesse herstellen), Desire (Verlangen wecken) und Action (Handlung auslösen). Allerdings ist AIDA eher ein Merksatz, und keine richtige Anleitung. Was macht eine Meta-Beschreibung also zum Klickfänger?

Du musst Dich beim Schreiben an die Regeln von Google halten, damit die Description nicht in der Mitte abgehackt wird. Die Basics:

  • Nicht mehr als 156 Zeichen bzw. 920 Pixel.
  • Für Mobile darf der Text kürzer ausfallen, gerne unter 140 Zeichen
  • Kein Duplicate Content
  • Main-Keywords enthalten und möglichst weit vorne

Um diese Schlüsselelemente herum können wir eine gute Beschreibung bauen. Wichtig ist hier vor allem, den User abzuholen und daran zu denken, welche Frage er mit seiner Suchanfrage beantwortet haben will. Eine kurze Zusammenfassung der Seite, die sich hinter dem Suchergebnis versteckt, ist perfekt. Auch das Main-Keyword sollte in der Description vorkommen – schließlich willst Du ja auch gefunden werden.

Shops müssen sich gegen unzählige Konkurrenten durchsetzen. Hier ist es wichtig, ins Auge zu fallen und die USPs, also die Unique Selling Points, in den Fokus zu rücken. Besonders gut funktioniert das mit kleinen Icons oder anderen optischen Elementen. Das stillt außerdem das Interesse des Kunden nach Informationen.

Gibt es nun also die Formel für tolle Meta-Descriptions? Wenn es eine gäbe, dann würde sie ungefähr so aussehen:

<meta name=“description“ content=”Main-Keyword weit vorne, gerne kombiniert mit Neben-Keys oder einer Inhaltsangabe. Bei Shops an die USPs denken. Den Call-to-Action nicht vergessen!“>

Do’s und Don’ts für Deine Meta-Beschreibung

Do’s:

  1. Lieber zu kurz als zu lang: Man kann auch auf 156 Zeichen schwafeln. Lieber eine kurze Description schreiben, die auf den Punkt kommt, als das Zeichenlimit komplett auszunutzen.
  2. USPs integrieren: Schnelle Lieferung! Bester Kundenservice rund um die Uhr! Persönliche Beratung mit Fußmassage und kühlen Drinks! Alles, was die Aufmerksamkeit der User fängt, ist gut. Und das hilft der CTR!
  3. Tools nutzen: Der Serpsimulator ist ein praktischer Zeichenzähler, der Dir direkt zeigt, wie Dein Ergebnis in den SERPs aussehen wird.
  4. Lust wecken: USPs sind schön und gut, aber ein emotionales Wording hat durchschlagende Effekte.
  5. Persönlich werden: Kundenansprache ist in – wende Dich an den User, der sich dadurch persönlich angesprochen fühlt.

Don’ts:

  1. Alle anderen kopieren: Es gibt einen Grund, warum manche Formeln beliebt sind, aber Querdenker bekommen mehr Klicks.
  2. Call-To-Action vernachlässigen: Klar, an „Jetzt kaufen!“ ist nichts verkehrt, aber etwas mehr Kreativität darf es schon sein.
  3. Wortwitze: Natürlich ist Humor ein toller Eisbrecher, aber auf so wenig Platz solltest Du Dich aufs Wesentliche konzentrieren – und Witze nur einbauen, wenn sie wirklich, wirklich gut sind.
  4. Google die Arbeit machen lassen: Wenn Du keine eigene Beschreibung angibst, nimmt sich Google einfach einen Textabschnitt von der Seite. Das kann passen, muss aber nicht.
  5. One size fits all: Duplicate-Content ist auch bei den Meta-Tags nicht gut. Achte darauf, dass sich die Beschreibungen der Unterseiten wirklich unterscheiden und keine falschen Versprechen machen.

Wie schreibst Du eine perfekte Meta-Description, die Deine CTR steigert?

Es gibt grundsätzlich zwei Arten, Meta-Descriptions zu schreiben: Den Storytelling-Weg und den faktenbasierten Weg. Beide haben ihre Berechtigung.

Natürliche Meta-Beschreibungen lesen sich wie eine kurze Zusammenfassung der verlinkten Seite. Du kannst mit Storytelling arbeiten, Fragens stellen, eine einfache Inhaltsangabe schreiben oder Dich kreativ austoben – Hauptsache, die Meta-Beschreibung besteht aus ganzen Sätzen. Diese Strategie sorgt dafür, dass der Leser instinktiv versteht, worum es geht, neugierig wird und mehr erfahren will. Es ist allerdings auch etwas schwieriger, den Inhalt einer Seite kurz, prägnant und trotzdem ansprechend zu formulieren. Storytelling eignet sich gut als Teaser für Blogartikel oder längere Texte, die Deine Inhalte vermitteln.

Ein Beispiel für eine natürliche Meta-Description, die in ganz normalen Sätzen den Inhalt des Artikels zusammenfasst. (Den Blogartikel über Performance-Marketing findest Du im Blog.)

Faktenbasierte Meta-Descriptions sind knapp, konkret und voll mit positiven Assoziationen. Sie sind hervorragend für Online-Shops, Landing-Pages oder andere Inhalte, bei denen Du mit vielen Informationen auf wenig Raum glänzen willst. Es gilt, die optimale Balance aus Eyecatcher und Informationsgehalt zu finden. Du solltest unbedingt wichtige USPs im Text unterbringen und so speziell wie möglich auf Deine Angebote eingehen. Zu guter Letzt darf auch der Call-to-Action nicht fehlen. Ein einfaches „Hier klicken“ spart Zeichen, ist aber auch etwas langweilig. Shops können hier mit Money-Keywords punkten („Jetzt bestellen/kaufen/shoppen“).

Diese Meta-Description zeigt nicht nur auf den ersten Blick alle Angebote, durch die Erweiterungen an der unteren Seite kommen Quick-Links zu den einzelnen Menüseiten zum Vorschein. Diese sind Folge von strukturierten Daten, die Google zu einem Rich Snippet zusammenfügt.

In welchen Situationen solltest Du keine Meta-Beschreibung vorgeben?

Erinnerst Du Dich noch an die Frage vom Anfang? Manchmal kann es sich nämlich doch lohnen, Google die Arbeit an der Meta-Description übernehmen zu lassen. Warum jetzt also Kommando zurück? Ganz einfach: Wie oben erwähnt fettet die Suchmaschine automatisch den Keyword-Term, den ein User in die Suchmaschine getippt hat. Du kannst aber bei einigen Themen unmöglich voraussehen, wonach Dein Kunde gerade googelt – vor allem, wenn Du auf komplexe Longtail-Keywords setzt oder in einem Bereich mit einer hohen Dichte an Keywords unterwegs bist. Beim automatisch erstellten Snippet wählt Google die Textstellen aus, die das eingetippte Keyword des Nutzers umgeben. Er weiß also ganz genau, dass Du sein Thema in irgendeiner Form auf Deiner Webseite behandelst und entscheidet sich (hoffentlich) zum Klick.

Wohin führt der Weg der Meta-Descriptions in der Zukunft?

Google hat Ende 2017 viel mit den Meta-Tags experimentiert. Für eine kurze Zeit hat die Suchmaschine die Länge der Meta-Description sogar auf 300 Zeichen verdoppelt. Allerdings hielt der Zauber nur kurz: Heute sind die Zeichenbegrenzungen wieder deutlich enger und bieten tendenziell sogar noch weniger Platz als vorher. Mobilgeräte zeigen teilweise nur einen oder zwei Sätze an, bevor sie den Text abschneiden. Wir raten Dir deswegen zu kürzeren Meta-Beschreibungen, die das Interesse des Lesers in wenigen Worten gewinnen.

Zudem ist es immer eine gute, auf dem neuesten Stand der Technik zu bleiben: Informiere Dich regelmäßig über Updates und kümmere Dich darum, dass Du Google Anzeigenerweiterungen wie die Rich Snippets zur Verfügung stellst. Mit einem Plugin kannst Du dem Crawler ziemlich genau sagen, welche Inhalte er wie darstellen soll.

Mit einem Klick zum Erfolg: Eine gute Meta-Description hilft Dir dabei, mehr Kunden auf Deine Seite zu ziehen – probiere es aus!


Zusammenfassung

  • Die Meta-Description ist kein Rankingfaktor, sondern kann die CTR und damit die Usersignale verbessern.
  • Ein ansprechender, aktivierender Text sorgt dafür, dass Menschen eher auf Dein Suchergebnis klicken.
  • Idealerweise verrätst Du dem Leser so knapp und genau wie möglich, was sich hinter dem Link verbirgt.
  • Du kannst in ganzen Sätzen schreiben oder Stichpunkte und Icons nutzen.
  • Mit Rich Snippets hast Du mehr Platz zu Verfügung und eine noch ansprechendere Optik.

Was sagt ihr? Worauf achtet Ihr bei der Erstellung eurer Meta-Descriptions?

3 Kommentare
  1. Boris
    Boris sagte:

    Hey Carolin,
    update doch mal den Artikel – er rankt ja schon gut in google. Ein zwei Verbesserungen und los geht´s….
    Liebe Grüße
    Boris

    Antworten
    • Carolin
      Carolin sagte:

      Hallo Boris!

      Der Artikel steht schon auf der Überarbeitungsliste. Es kann aber auch sein, dass ich eine komplett neue Variante erstelle. Bleib also gespannt, zu dem Thema kommt demnächst definitiv ein Update!

      Liebe Grüße,
      Carolin

      Antworten

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