Deine Anzeigen sind der Hammer. Du hast wochenlang am Text gefeilt, Deine Bidding-Strategie ist genial und die Zielgruppe kann es gar nicht abwarten, dir ihre Klicks und Aufmerksamkeit zu schenken. Nur leider verkaufst du nichts. Deine Ad kann eine CTR von 100 Prozent haben und trotzdem keinen Cent mehr auf dein Konto spülen. Was zählt, ist die Post-Click-Experience. Weißt du, was passiert, nachdem ein Nutzer auf Deine Anzeige geklickt hat? Welche Seite bekommt er zu Gesicht? Mit wenigen Handgriffen und einer durchdachten Strategie lenkst du Deine Kunden gezielt dorthin, wo sie sein sollen. Wir verraten, wie du die Post-Click-Erfahrung optimierst und damit mehr Conversions gewinnst. 

Jemand hat auf Deine Anzeige geklickt. Was nun?

SEA ist viel mehr als ein bisschen Kampagnenplanung, Google Ads-Magie und Bidding-Statistiken. Klar, wir wollen, dass Nutzer aus der Zielgruppe auf Deiner Seite landen. Unsere Arbeit hört aber nicht plötzlich auf, weil jemand auf die Anzeige geklickt hat. Sie fängt gerade erst an.

Die schlechteste Alternative: du leitest den Kunden einfach auf Deine Shopseite weiter. Keine Begrüßung, kein Call-to-Action, keine direkte Aufforderung. Statt ihn herzlich zu empfangen, setzt du ihm Deine Angebote vor die Nase und hoffst das Beste. Das ist besonders fatal, wenn du im Anzeigentext etwas ganz anderes versprichst.

Betrachten wir es einmal technisch: Was passiert, wenn jemand auf eine Anzeige klickt?

  1. Er wird auf eine Webseite weitergeleitet, die sogenannte Landing Page.
  2. Für den ersten Eindruck wirft er einen Blick auf die Headline, Bilder, alle Inhalte above the fold.
  3. Er interagiert mit der Seite – oder klickt sie wieder weg.

Ziel sollte es sein, den Kunden an die Hand zu nehmen und ihm klarzumachen, was jetzt der nächste Schritt ist. Post-Click-Marketing beschreibt alle Bemühungen, den Kunden nach dem Klick auf die Anzeige zu motivieren und zur Conversion zu führen. Es ist Conversion-Optimierung in Reinform. Und deswegen ist es so wichtig, den Blick über den SEA-Tellerrand zu werfen und sich mit diesem Thema zu beschäftigen.

Die vier goldenen Grundregeln für eine gute Post-Click-Experience

Erfülle Deine Versprechen!

Message Matching ist der Überbegriff für alles, was zur Einheitlichkeit der Werbebotschaft beiträgt. Deine Botschaft sollte einem roten Faden folgen, der sich durch den Anzeigentext, die Inhalte der Landing Page, die Gestaltung und das angebotene Produkt zieht. Klingt erst einmal kompliziert. Ist aber ganz einfach: du solltest in der Anzeige nicht die Sterne vom Himmel versprechen, nur um dem Nutzer dann auf der verlinkten Seite die alten Angebote von letztem Jahr vorzuspielen.

Statt toller Urlaubsberatung mit Traumzielen auf der ganzen Welt würde sich hinter dieser Anzeige nur eine lange Liste mit Hotel-Deals verstecken. Für eine tolle Post-Click Experience ist es unbedingt notwendig, dass du die Inhalte der anzeige konsequent fortsetzt.

Stell dir vor, statt toller Urlaubsberatung mit Traumzielen auf der ganzen Welt würde sich hinter dieser Anzeige nur eine lange Liste mit preiswerten Hotel-Deals verstecken. Für eine tolle Post-Click-Experience ist es unbedingt notwendig, dass du die Inhalte der Anzeige konsequent fortsetzt.

 

Das Angebot in der Ad sollte sich auf der Landing Page wiederfinden – und zwar prominent und unübersehbar. Das sorgt dafür, dass der Kunde sofort in seiner Erwartung bestätigt wird. Du verschwendest seine Zeit nicht mit unnützen Angeboten, sondern löst dein Versprechen aus der Anzeige ein.

Sorge für eine sanfte Landung!

Im Umkehrschluss bedeutet das, dass Du für jede einzelne Anzeige eine eigene Landing Page erstellen musst. Wenn du die Inhalte der Landeseite auf den Anzeigentext abstimmen willst, kannst du nicht irgendeine x-beliebige Shopseite hinter der Ad verlinken. Es gilt der Grundsatz: Eine Seite = eine Aktion. Verkaufe auf der Landing Page nicht noch Zusatzprodukt A oder Service B. Es geht ausschließlich um das beworbene Produkt.

Viele Experten raten dazu, die Landing Page komplett von der restlichen Seite und ihrem Design zu entkoppeln: Kein Logo, keine Navigation, keine überflüssigen Informationen. Dadurch hast du mehr Freiraum in der Gestaltung, gibst dabei allerdings dein Branding ein Stück weit auf. Versuche, die richtige Balance zu finden: Das Angebot sollte klar im Vordergrund stehen. Idealerweise wirft dein Kunde einen Blick auf die Seite und weiß sofort, worum es geht. Die genauen Erklärungen kommen weiter unten auf die Seite, sodass der Besucher nicht von einer Wand aus Text erschlagen wird.

Du willst mehr darüber wissen, wie eine gute Landing Page funktioniert und welche Inhalte darauf nicht fehlen dürfen? Unser Guide erklärt dir, was du bei der Erstellung beachten musst.

Führe den Blick der Nutzer!

Die Post-Click-Experience dreht sich darum, welche Erfahrungen der Nutzer nach dem Klick auf die Werbeanzeige macht. Aber wie sollst du voraussagen, was sich der User anschaut und durchliest? Mit visuellen Hinweisen lenkst du die Blicke ganz gezielt dorthin, wie du sie haben möchtest.

  • Je weiter oben du etwas platzierst, desto wichtiger ist es: Für die perfekte visuelle Kommunikation solltest du dich streng daran halten, alles von oben nach unten zu designen.
  • Die wichtigsten Informationen sind gefettet oder kursiv: Viele Leser überfliegen einen Text im Internet nur grob. Stelle sicher, dass die wichtigsten Punkte trotzdem ankommen.
  • Augen auf bei der Farbwahl: Begrenze dich auf wenige Farben. Die wichtigsten Elemente Deiner Landing Page sollten dem Leser sofort ins Auge fallen – ideal dafür sind Kontrastfarben.
  • Arbeite mit viel Whitespace: Der weiße, freie Bereich rund um wichtige Elemente zieht die Aufmerksamkeit auf das, was wirklich zählt.
  • Aufzählungslisten machen die Dinge übersichtlich: Es ist erwiesen, dass Nutzer Bullet-Points tendenziell häufiger und genauer lesen. Halte sie dafür so kurz wie möglich.

Lasse den Call-to-Action strahlen!

Du fragst dich jetzt sicher, warum du die Navigation von der Landing Page entfernen sollst. Schließlich wollen die Kunden doch wissen, auf welcher Seite sie gelandet sind, oder? Nicht unbedingt. Es soll für den Besucher der Landing Page nur einen einzigen logischen Schritt geben: Auf den großen CTA-Button drücken und schauen, was passiert. Idealerweise klicken 100 Prozent der Seitenbesucher auf den Call-to-Action-Button. Jede andere Möglichkeit der Navigation senkt die Chance, dass der Nutzer die Conversion wahrnimmt. Darüber kann man sich streiten – Stichwort Transparenz – oder man erkennt die Vorteile dieser Methode an.

Damit das klappt, sollte die Handlungsaufforderung stimmen. Die klassische Methode dazu ist der Einsatz von Farbe: Der CTA kommt oft in einer Knallfarbe daher, die ins Auge sticht. Teil der Post-Click Experience ist es, alle Interaktionen so einfach und zugänglich wie möglich zu machen.

Gute CTA-Buttons haben viel Kontrast, klare Anweisungen und einen Hauch von unwiderstehlicher Persönlichkeit.

Gute CTA-Buttons haben viel Kontrast, klare Anweisungen und einen Hauch von unwiderstehlicher Persönlichkeit. Übrigens: „Kostenlos“ funktioniert nicht immer. Zum einen wird das kleine Wort viel zu oft genutzt (selbst, wenn es keinen Sinn macht), zum anderen vermittelt es einen etwas billigen Eindruck. Nutze es also weise!

So machst du aus einem Ad-Click eine Conversion

Eine gute Conversionrate ist kein Zufall. Vielmehr gehört die Planung der Post-Click-Experience zum grundsätzlichen Kampagnenaufbau. Was kannst du jetzt tun, um Deine Google Ads-Anzeigen mit einer befriedigenden Erfahrung nach dem Klick auszustatten?

  1. Du hast gar keine Landing Page, sondern leitest die Kunden auf Deine Startseite? Das ist Gift für die Post-Click-Experience. Ändere entweder Deinen Anzeigentext entsprechend oder erstelle eine simple Landing Page. Die Startseite lohnt sich dann, wenn sie auf den ersten Blick erkenntlich macht, was du anbietest.
  2. Versetze dich in die Rolle Deiner Zielgruppe! Lese dir den Text in der Werbeanzeige durch. Was würdest du hinter diesem Text erwarten? Und stimmt diese Erwartung mit der Webseite überein, auf der du nach dem Klick landest?
  3. Überprüfe, ob die Verlinkungen hinter den Ads Sinn ergeben. Im Eifer des Gefechts kann es passieren, dass du alle Ads einer Kampagne auf eine Landing Page leitest – und das, obwohl der Inhalt nur so halb passt.
  4. Erstelle ein Layout-Template für Deine Landing Pages! Dann kannst du einfach die Inhalte an die jeweilige Anzeige anpassen und sparst Geld, Zeit und Nerven.
  5. Bitte Deine Freunde oder Kollegen darum, einen Blick auf Deine Page zu werfen! Sie haben 30 Sekunden Zeit. Danach fragst du sie, was hängengeblieben ist. Sie sollten zumindest in Grundzügen erklären können, was du auf der Seite anbietest.
  6. Überlege dir interessante und nützliche Zusatzfeatures! Gibt es eine Möglichkeit, Deine Landing Page interaktiver zu machen? Je mehr Text du einsparen kannst, desto besser.

Übrigens: Eine gute Post-Click-Experience wirkt sich direkt auf Deinen ROI aus: Google bewertet Suchanzeigen mit einem Quality Score. Je besser die Inhalte der Anzeige zur Suchintention passen, desto geringer ist der Klickpreis. Wenn die Kunden also Signale senden, dass ihnen Deine Landing Page gefällt, wirkt sich das automatisch positiv auf Deine Klickpreise aus.

Conversion-Optimierung: Wie geht es nach der Landing Page weiter?

Geschafft! Der Nutzer hat nicht nur auf Deine Anzeige geklickt, nein, er hat auch den Weg zum Call-to-Action gefunden und ist jetzt stolzer Kunde von dir. Glückwunsch! Aber trotzdem ist die Customer-Journey noch nicht vorbei. Du hast vielleicht einen Etappensieg erzielt, aber Online-Marketing ist ein Marathon, kein Sprint.

Zuerst solltest du dich natürlich bei Deinem neuen Kunden/Newsletterempfänger/Fan/Lead bedanken. Eine gute „Danke“-Seite zeugt nicht nur von feinem Stil, sie trägt auch zur Kundenbindung bei. Schreibe eine ehrliche, authentische und dankbare Notiz. Du freust dich sicher über jeden neuen Kunden, der den Weg zu dir gefunden hat. Gib das ruhig zu!

Danach geht es zurück zum Business: Wenn mit der Conversion eine kleine Gegenleistung wie ein Freebie-Download oder ein eBook verbunden ist, kannst du hier direkt die nächsten Schritte aufzählen. Flattern die Inhalte von alleine in die Mailbox Deines Neukunden oder muss er selbst aktiv werden? Welche Vorteile sind mit den gebuchten Dienstleistungen verbunden? Außerdem ist es eine gute Idee, hier noch einmal Deine Kontaktinformationen zu hinterlegen.

Zu guter Letzt nutzen viele Anbieter die „Danke“-Seite als Plattform zum Upselling. Das ist allerdings ein zweischneidiges Schwert. Klar, du kannst hier direkt passende Produkte oder Angebote verlinken. Damit läufst du aber Gefahr, Deinen Kunden zu verärgern. Er ist doch gerade schon aktiv geworden! Besser ist es, Deinen kostenlosen Content anzubieten – idealerweise auf das abgestimmt, was der User gerade erworben hat.

Hier findest du eine Galerie mit gelungenen Beispielen für eine tolle Thank-You-Page.

Fazit: Nach dem Klick fängt die Arbeit erst an

Ein Klick alleine ist noch kein Anlass den Schampus aufzumachen. Es ist vielmehr der erste Schritt auf der Reise hin zur Conversion. Viel wichtiger als der perfekte Anzeigentext ist das, was den potenziellen Kunden danach erwartet. Die Landing Page ist nur ein Baustein auf dem Weg zur perfekten Post-Click-Experience und zur besseren Conversion-Optimierung. CRM-Systeme helfen dir, Deine Leads noch mehr zu verwöhnen und die Customer Journey zur Traumreise zu machen.

  • Die Post-Click-Experience entscheidet, ob es zur Conversion kommt.
  • Es ist Deine Aufgabe, den potenziellen Kunden an die Hand zu nehmen.
  • Inhaltliche und visuelle Leitplanken führen den Nutzer zum Call-to-Action.
  • Die Customer Journey ist nach der Conversion nicht vorbei. 

Welche Strategien nutzt du bei der Post-Click-Optimierung? Lasse es uns in den Kommentaren wissen!

Über Geld spricht man nicht – oder doch? Die Preise im Online-Marketing unterscheiden sich teils deutlich. Viele Kunden stehen vor der Frage, wie viel Geld sie für eine Google Ads-Agentur ausgeben wollen. Lohnt sich das überhaupt? Schließlich gibt es genug Angebote zu erstaunlich günstigen Preisen. Wir bieten dir heute einen Blick hinter die Kulissen: Wir erklären, wie sich der Preis für eine professionelle SEA-Betreuung zusammensetzt und wie wir bei der Angebotserstellung vorgehen. Außerdem erfährst du, woran du Dumpingpreise für Online-Marketing erkennst.

Der Preis ist heiß: Das richtige Pricing bei SEA und Google Ads

Preise im Online-Marketing sind ein heißes Thema. Kaum eine Agentur lässt sich hier in die Karten schauen. Das Problem? Preislisten wie bei anderen Dienstleistern machen im Online-Marketing wenig Sinn. Denn unsere Arbeit besteht aus zeitintensiver Optimierung und vielen kleinen Verbesserungen, die zu einem langfristigen Ziel führen. Das lässt sich selten auf klare Preise herunterbrechen. Das ist allerdings keine befriedigende Antwort für Kunden, die auf der Suche nach einer ersten Kosteneinschätzung für ihr Online-Marketing sind.

Du bekommst beim Online-Marketing das, wofür du bezahlst. 

Manche Kunden wollen so schnell wie möglich mehr Umsatz. Andere Kunden wollen gezielter vorgehen und nachhaltig werben. Für beide Ziele gibt es die richtige Strategie – zum jeweiligen Preis. Grundsätzlich gilt: Je größer die Kampagne angelegt ist und je schneller du Erfolge sehen willst, desto tiefer musst du in die Tasche greifen. Die Preise im Online-Marketing hängen von vielen Faktoren ab. Allein die zahlreichen Abrechnungsmodelle zeigen, dass es DEN richtigen Weg nicht gibt. Jedes Angebot ist so individuell wie der Auftrag selbst. Es hängt von den jeweiligen Zielen ab, auf welches Modell sich Kunde und Anbieter einigen.

Die fünf Abrechnungsarten beim Online-Marketing

  1. Pauschaler Fixbetrag pro Monat: Das macht in der Regel nur bei kleinen Kampagnen Sinn, die kein großes Potenzial für Wachstum haben. Ein Pauschalbetrag deckt das Thema kostengünstig und planbar ab. Aber es gibt kein Potenzial zur Entwicklung: Welche langfristige Motivation sollte der Google Ads-Optimierer haben, den Account aufs nächste Level zu heben? Es kann ihm ja egal sein, wenn er sowieso immer den gleichen Betrag bekommt. Denn zusammen mit dem Konto wächst auch der Aufwand.
  2. Abrechnung auf Stundensatz-Basis: Grundsätzlich ist diese Methode okay. Allerdings lässt die Abrechnung pro Stunde die Performance der Kampagnen außer Acht. Man kann auch in vielen Stunden nichts erreichen. Laufen die Kampagnen gut, bekommt der Google Ads-Experte keine Belohnung. Zugleich sichert diese Abrechnung nicht ab, dass der Dienstleister die abgerechnete Zeit für die sinnvollsten Maßnahmen einsetzt.
  3. SEA-Kosten als Prozentsatz des Werbebudgets: Recht gängig und sinnvoll, da Kunde und Agentur gemeinsam wachsen können. Die Agentur muss in Vorleistung gehen und einen guten Job machen. Erst dann ist der Kunde bereit, die Budgets anzuheben und die etwas höheren Preise im Online-Marketing zu akzeptieren. Das ist immer dann eine gute Methode, wenn performancebasierte Abrechnung technisch nicht möglich ist.
  4. Performance-basierte Abrechnung (Leads, Klickzahlen, Umsatz): Für uns sicherlich eine der sinnvollsten Abrechnungsmodelle – vorausgesetzt, es lässt sich technisch sauber lösen. Online funktioniert das mit dem Conversiontracking. Kunde und Agentur sollten eine faire Vereinbarung treffen, zu welchen Konditionen sie die Performance abrechnen und Benchmarks definieren, die als Ziel gelten.
  5. Mischabrechnung: Beliebt ist ein fixer Sockelbetrag pro Monat plus Umsatzbeteiligung. Hier gibt es viele individuelle Möglichkeiten, die Preise für die Google Ads-Agentur zu gestalten.

Was macht einen seriösen Kostenvoranschlag aus?

Nicht nur die Abrechnung besteht aus flexiblen Modulen und bietet verschiedene Wege. Der generelle Leistungsumfang einer SEA-Optimierung unterscheidet sich von Projekt zu Projekt. Bevor es einen ausführlichen Kostenvoranschlag gibt, solltest du dich also mit Deiner SEA-Agentur zusammensetzen und die Aufgabenstellung besprechen. Welche Ergebnisse erwartest du konkret? Und ist die Agentur in der Lage, diese Ziele mit Deinem Budget zu erreichen?

Der Kostenvoranschlag sollte definitiv die gemeinsamen Ziele für das Projekt festhalten. Je genauer Deine Agentur definiert, was sie für dein Konto plant, desto besser ist das für dich. Du solltest keine Angst davor haben, Unklarheiten anzusprechen. Zum Kostenvoranschlag gehören neben den monatlichen Kosten auch die Preise für das erste Setup und den Initialaufwand. Das betrifft alle Arbeitsleistungen, die Deine Agentur erbringen muss, bevor die Arbeit losgehen kann. Ihr solltet unbedingt besprechen, welche Performance-Indikatoren den Erfolg der Kampagne belegen. Wenn dir die Kosten nach dem ersten Meeting über den Kopf wachsen, ist noch genug Zeit für eine weitere Anpassung. Eine seriöse Agentur möchte, dass du aus Deinem Werbebudget das Beste herausholst und dich dabei wohlfühlst. 

So erkennst du schwarze Schafe im Online-Marketing

  • Zu große Versprechungen: Eine Agentur „garantiert“ dir eine „Top-Position“ und „Umsatzsteigerung in kurzer Zeit“? Das ist kein gutes Zeichen. Wir können alles dafür tun, um eine gute Basis für ein hervorragendes Ranking zu schaffen. Garantien sind aber nicht möglich.
  • Kleine Agenturen, die alles anbieten (Social, Video, Content, SEO, SEA, Conversions, Leads, CRM, etc.): Agenturen, die einfach alles können, können nichts richtig. Zumindest ist es für diese Agenturen deutlich schwieriger, einen hohen Standard zu halten.
  • Keine Google-Zertifizierungen: Qualifikationen wie z.B. Premier Partner sollten zum festen Standard einer jeder Agentur gehören, welche Google Ads-Dienstleistungen anbietet. Nur so kann ein qualifiziertes Know-how gewährleistet werden.
  • Agenturen ohne Testzeitraum mit langen Vertragslaufzeiten (1-2 Jahre): Je länger der Vertragszeitraum ist, desto höher ist die Wahrscheinlichkeit, dass du in einem Vertrag gefangen bist, den du gar nicht willst. Im Online-Marketing verändern sich die Dinge schnell. Eine gute SEA-Agentur ist agil, flexibel und bietet immer die Möglichkeit zum Rücktritt.
  • Extrem günstige (Pauschal-)Preise: Dumpingpreise und Sonderangebote können schnell zu einem Problem werden. Denn wenn der Preis in keinem Verhältnis zum Aufwand steht, wird häufig einfach gar nichts am Ad-Konto gemacht. Google Ads Betreuung für 99 € – wie soll das funktionieren?
  • Kein detailliertes Reporting: Nicht selten bekommen Kunden von schlechten Agenturen kaum oder keine aussagekräftigen Reportings. Aber nur mit einer gesunden Datengrundlage lässt sich sagen, ob die Arbeit ein Erfolg war. Transparenz ist ein hohes Gut, um das Vertrauen der Kunden zu gewinnen.
  • Keine persönlichen Ansprechpartner: Wenn du niemanden in Deiner SEA-Agentur persönlich kennst, deutet das auf ein hohes Maß an Automatisierung hin. Dahinter steht keine Brainpower und keine Kreativität, sondern eine eingefahrene Methode, die einfach bei allen Konten angewendet wird.
  • Kunde wird nicht Inhaber des Werbekontos: Manche Agenturen versuchen Kunden künstlich zu binden (oder in Geiselhaft zu halten), indem die Agentur Inhaber des Google Ads-Kontos ist. Der Kunde hätte keine Handhabe im Falle einer Trennung – kein gutes Zeichen!

So rechnen wir ab: Was kostet SEA bei den Netzproduzenten?

Unsere Preise im Online-Marketing sind abhängig vom Projekt. Es gibt keine einfachen Standardlösungen, die für jedes Werbeprojekt gelten.

Bevor wir einen Kostenvoranschlag gestalten, machen wir eine kostenlose Analyse Deiner Seite. Beim Live-Check nehmen wir Deine bisherigen Werbemaßnahmen unter die Lupe und geben dir unsere Erfahrungswerte mit auf den Weg. Wir schätzen den Status Quo ein und fragen dich nach Deinen Zielen. Daraus entsteht dann der Kostenvoranschlag für Deine Online-Werbung. Bei den Abrechnungsmodellen bevorzugen wir die performancebasierte Abrechnung. Danach bestimmst du dein Werbebudget für die Kampagne. Bevor es los geht, besprechen wir in einem Kick-Off-Meeting die wichtigsten Details, damit wir in das Produkt richtig eintauchen können.

Unserer Ansicht und Erfahrung nach ist ein monatliches Werbebudget ab 750 € bis 5.000 € ideal für kleine und mittelständische Kunden. Nach oben hin gibt es quasi keine Grenze. Je höher du Deine Ziele steckst, desto mehr Geld musst du in die Hand nehmen. Allerdings bedeutet das nicht, dass besonders teure Kampagnen besonders gut sind. Je langfristiger und gezielter du werben möchtest, desto effektiver können wir mit einem kleinen Budget arbeiten.

Das Budget steht, die Richtung ist definiert und wir haben die Ziele klar vor Augen. In der ersten Monatsrechnung findest du neben den abgesprochenen Kosten auch die Abrechnung für das Initialsetup und das Kick-Off-Meeting. Zusätzliche Kosten sprechen wir natürlich immer mit dir ab. Die Preise im Online-Marketing sind bei uns transparent und planbar.

Fazit: Preise im Online-Marketing sind flexibel und individuell

Was kostet SEA? Welche Preise im Online-Marketing sind realistisch? Das kommt sehr stark darauf an, was du erreichen willst. Du kannst aber ungefähr abschätzen, was dich erwartet, wenn du einen Blick auf die Komponenten von Suchkampagnen wirfst:

  • Einrichtungsgebühr (Setup-Fee) für das Google Ads-Konto
  • Eventuell monatliche Grundgebühr (abhängig von der Größe des Kontos)
  • Prozentuale Gebühr von den Adwords-Ausgaben (ungefähr 10-15%)
  • Vergütung nach Arbeitsaufwand (Stundensatz, ab 80 € / Stunde) oder nach Performance
  • Gebühren für externe Software oder API-Nutzung

Je nachdem, wie Deine Ziele aussehen, solltest du ein angemessenes Budget einkalkulieren. Es gibt für jede Brieftasche die passende Strategie, aber du solltest kein Wunder erwarten, wenn du keine magischen Preise bezahlst.


Welche Fragen hast du noch zu den Preisen für SEA und Online-Marketing? Wir beantworten dir Deine Fragen gerne in den Kommentaren! 

Aller Anfang ist schwer. Das gilt auch für Deine SEA-Kampagne. Klar, du kannst stundenlang nach den richtigen Keywords fahnden und darauf hoffen, das Deine Zielgruppe bestimmte Begriffe ins Suchfeld tippt. Oder du nutzt einfach den Datenschatz, den Google Ads uns bereitstellt. Statt Keywords kannst du nämlich auch die Menschen definieren, die Deine Werbung sehen sollen. Wir erklären dir, was du dabei beachten musst und wie du die perfekte Google Ads-Zielgruppe zusammenstellst. 

Welche Arten von Zielgruppen gibt es bei Google Ads?

Keywords waren früher die Lebensessenz von SEO und SEA. Ohne die richtigen Schlüsselwörter ging gar nichts. Unsere Arbeit bei der SEA-Analyse bestand vor allem aus der tiefgreifenden Analyse von Begriffen, Phrasen, Synonymen und Satzfetzen. Natürlich war das erfolgreich. Aber es ist viel sinnvoller, Menschen direkt anzusprechen, als über ihre vermuteten Suchbegriffe zu orakeln. Google hat das erkannt. Es gibt mittlerweile mehr Möglichkeiten, die gewünschte Zielgruppe einer Werbekampagne zu definieren. Das Google Ads-Menü bietet drei Möglichkeiten, das Publikum zu unterteilen:

  • Interessen: Google erkennt automatisch die Themenbereiche und Branchen, für die sich ein Nutzer interessiert.
  • Verhalten: Vergangene Suchanfragen und das Verhalten auf externen Seiten werden zum Trigger für eigene Zielgruppen.
  • Demografie: Alter, Wohnort, Sprache und Elterneigenschaft sind die klassischen Merkmale für das Targeting.

Diese drei Bereiche geben dir die Möglichkeit, die Zielgruppe Deiner Träume zusammenzustellen. Aber was macht eigentlich eine gute Google Ads Audience aus? Eine Audience ist eine definierte Gruppe, die auf Deine Werbeanzeige klicken sollen. Du musst den goldenen Mittelweg finden: Die Gruppe sollte groß genug sein, um anonymisiert zu werden, aber nicht zu groß, damit Deine Werbeanzeigen nicht im Sande verlaufen. Neben dem Targeting auf eine bestimmte Zielgruppe kannst du noch andere Faktoren in Deine Kampagne einfließen lassen: Zeit, Ort, Keywords, Placements oder Gerätetyp.

Wie du mit Similar Audiences for Search Campaigns neue Kunden entdeckst

Wie schön wäre es, wenn dein Lieblingskunde fünfhundert Freunde mit ähnlichen Vorlieben hätte? Mit Similar Audiences findest du die Doppelgänger Deiner Kunden. Ähnliches Verhalten, dieselben Interessen und ein vergleichbares Budget – Jackpot für Dich! du musst eine Zielgruppe definieren und Google Ads findet automatisch Menschen, die ein ähnliches Profil haben. Das kann Deine Reichweite erheblich steigern.

Similar Audiences lassen sich gut mit RLSA vergleichen. Remarketing-Anzeigen haben in der Regel eine hohe Conversionrate, aber kommen insgesamt selten vor. Schließlich sprichst du damit nur Personen an, die dein Angebot sowieso schon kennen. Eine Similar Audience hat in der Regel eine ähnlich hohe Conversionrate wie die Remarketing-Liste, auf der sie basiert. Mit dem Unterschied, dass siebenmal so viele Menschen sie zu Gesicht bekommen! Es kann sogar passieren, dass eine solche Ad ihre Remarketing-Kampagne im Gesamtumsatz übertrumpft. Im Vergleich zu herkömmlichen Anzeigen ohne Zielgruppen-Targeting ist sogar eine 65 Prozent höhere CTR drin!

Laut Wordstream sind CTR und Conversionrate genauso gut wie bei Remarketing-Anzeigen für Deine Google Ads-Zielgruppe, aber die Reichweite ist erheblich höher. (Quelle: Wordstream)

Laut Wordstream sind CTR und Conversionrate genauso gut wie bei Remarketing-Anzeigen, aber die Reichweite ist erheblich höher. (Quelle: Wordstream)

Best Practice für Similar Audiences für die perfekte Neukunden-Zielgruppe

  • Du hast eine gut geführte Remarketing-Liste mit Kunden, die schon einmal bei dir eingekauft haben? Nutze Similar Audiences für diese Kundengruppe! du wirst auf Neukunden stoßen, die ebenfalls bei dir einkaufen wollen.
  • Mit einem so exakten Targeting brauchst du eigentlich keine Keywords mehr. Stattdessen kannst du Deine Similar Audiences mit einer Dynamic Search Ad kombinieren, die automatisch geeignete Anzeigenplätze sucht und findet.
  • Da du bei den Similar Audiences mit höherer Wahrscheinlichkeit eine Conversion erwarten kannst, darf dein PPC hier etwas teurer sein als bei anderen Kampagnen. Das ist aber abhängig vom genauen Inhalt und Deiner Zielsetzung.

NEU: In-Market Audiences: Bereit zum Verkauf?

Kunden auf dem Silbertablett: Google hat uns am 04. Juni 2018 mit einem neuen Feature überrascht. In-Market Audiences bieten die Möglichkeit, Kunden in Kauflaune direkt in den Shop zu lotsen. Ja, richtig gelesen: Anhand von Verhaltenssignalen, Suchvorgängen  und Interessen kann Google eine Google Ads-Zielgruppe zusammenstellen, die kurz vor der Kaufentscheidung steht. Wie das geht? Google analysiert die bisherigen Suchanfragen und bringt sie in einen Kontext. Wer nach einer Privatuniversität im Allgäu googelt, will sich vielleicht nur informieren. Wer davor allerdings nach Informationen zum zweiten Bildungsweg, Stipendienprogrammen und Zukunftschancen gesucht hat, der ist wahrscheinlich auf der Suche nach einem interessanten Angebot.

Bisher gibt es 170 In-Market Zielgruppen für alle üblichen Branchen. Ob Hausbau, Autokauf, Flugreise oder Fortbildung: Google weiß, wer es ernst meint. Klar, diese Zielgruppen sind relativ klein. Erfahrungen aus dem Beta-Test zeigen, dass Google etwa 5 Prozent der Suchenden als „In-Market“ taggt.  Dafür ist die Conversionrate bei dieser kleinen, aber feinen Gruppe signifikant höher. Laut Wordstream haben In-Market Audiences eine 162 % höhere CTR und klicken doppelt so häufig auf den Warenkorb.

Die ideale Strategie für Deine Wunsch-Zielgruppe mit In-Market Audiences

  • Beobachte und lerne! In-Market Audiences sind noch frisch auf dem Markt, es gibt nur wenige Erfahrungen aus der Praxis. Um ein Gefühl für die Größe der Zielgruppe zu bekommen, solltest du Deine erste Probefahrt im Modus “Bid only” machen.
  • Gehe kreativ mit dem Wissen über die Customer Journey um! Was braucht jemand, der laut Google demnächst ein Auto kauft? Eventuell einen Kredit oder passende Winterreifen. Damit erreichen Nischenseiten neue Kunden, obwohl ihr Angebot nicht offiziell von Google supportet wird.
  • In-Market Audiences bringen dich mit komplett neuen Kunden zusammen. Aber da die Zielgruppe klein ist, solltest du Deine anderen Kampagnen nicht vernachlässigen!

Google Ads-Zielgruppe mit Customer Match: So setzt du Deine E-Mail-Liste richtig ein

Customer Match war der erste Schritt, um die analoge und digitale Werbewelt zusammenzubringen. Du kannst hier eine Liste mit E-Mail-Adressen Deiner Kunden hochladen. Google sucht dann nach den dazugehörigen Profilen und Nutzern und spielt ihnen Deine Werbung vor. Seit 2017 kannst du sogar Adressen oder Telefonnummern nutzen, um Deine Kunden wiederzufinden. Allerdings geben nicht allzu viele User diese sensiblen Daten in ihrem Google-Profil an. Die E-Mail-Adresse ist die beste Wahl, um Deine Kunden im Internet zu identifizieren.

Wichtig: du darfst nur E-Mails verwenden, die du direkt von Deinen Kunden bekommen hast. Sie müssen wissen, dass du sie damit in Werbeanzeigen ansprechen willst. Ein entsprechender Hinweis in der Datenschutzerklärung ist also Pflicht!

Der Datenschutz schreibt außerdem vor, dass du einen ausreichend großen Pool an Adressen brauchst, um dieses Feature zu nutzen. Das stellt sicher, dass die Anonymität bei dieser Google Ads-Zielgruppe gewahrt bleibt. Die Erfolgsquote beim Kundenabgleich liegt bei 50 Prozent – jede zweite E-Mail in einem Datensatz kann also mit einem Google-Profil in Verbindung gebracht werden.

Erfolg mit Google Customer Match: So einfach funktioniert die persönlichste Google Ads-Zielgruppe

  • Die Adressen müssen nicht unbedingt von Gmail stammen, damit das System funktioniert. Google findet automatisch die Google-Profile zu externen E-Mail-Adressen.
  • Customer Match funktioniert nur in Verbindung mit Keyword-Kampagnen. Google spielt Deine Anzeigen bevorzugt an Kunden aus, deren E-Mail du angegeben hast. Du kannst hier gerne Shorttail-Keywords wählen, die normalerweise viel zu teuer sind.
  • Natürlich kannst du auf Basis einer Customer-Match-Liste auch Similar Audiences suchen.

Fazit: Targeting wird persönlich: Zielgruppen statt Keywords

Targeting-Strategien, die sich auf das Verhalten der Nutzer stützen, bieten eine spannende Alternative zu Keywords. Mit Similar Audiences und In-Market Audiences sprichst du Menschen an, die bisher noch nicht einmal etwas von dir gehört haben. Customer Match ist wie analoges Remarketing. Google Ads bietet viele Möglichkeiten, um Zielgruppen punktgenau anzusprechen und ganz neue Märkte zu erforschen. Mit den richtigen Tools vermeidest du Streuverluste und findest Deine persönliche Google Ads-Zielgruppe, die dich zum Erfolg führt.


Hast du schon Erfahrungen mit den Features von Google Ads gemacht? Was ist dein Geheimtipp für die perfekte Google Ads-Zielgruppe? Berichte uns unbedingt in den Kommentaren davon!

Es ist endlich soweit: Mobile Suchanfragen übersteigen die Suche am Desktop-PC. Mittlerweile kommen mehr als 57 Prozent aller Suchanfragen vom Smartphone oder Tablet. Das bedeutet auch: Die Investitionen in mobile Werbung steigen. Die Vorzeichen könnten kaum besser sein: Auf kleinen Bildschirmen nehmen mobile Werbeanzeigen den kompletten Raum above the fold ein. Wer die organischen Ergebnisse sehen will, muss nach unten scrollen. Warum behandeln viele Unternehmen ihre Mobile PPC-Strategie also so stiefmütterlich? Wir geben dir 6 Tipps mit auf den Weg, wie du Deine Anzeigen gezielt für mobile Endgeräte optimierst und was du bei Mobile Search Ads beachten musst. 

Erobere das Smartphone Deiner Zielgruppe!

Ein großes Werbebudget bedeutet nicht zwangsläufig, dass Deine Kampagnen auch funktionieren. In der Welt des Mobile Marketings gelten andere Regeln. Adobe hat in einer gewaltigen Studie zu weltweiten Trends im Mobile Marketing herausgefunden, dass die Conversion Rate bei mobilen Endgeräten nur halb so groß ist wie auf dem Desktop.

Ein heftiger Unterschied. Welches Potenzial hier wohl für mobile Werbeanzeigen schlummert? (Quelle: Adobe Analytics, Q4)

Ein heftiger Unterschied. Welches Potenzial hier wohl für mobile Werbeanzeigen schlummert? (Quelle: Adobe Analytics, Q4)

 

Das liegt vor allem daran, dass Werbeanzeigen und Kampagnen teilweise ungesehen vom Desktop auf Smartphones übertragen werden. Das Ergebnis sind enttäuschte Kunden. Wenn du es aber schaffst, die Smartphones Deiner Zielgruppe mit relevanten Anzeigen mit Mehrwert zu füllen, fliegen dir die Herzen zu. Dafür musst du ein wenig Mühe in Deine SEA-Anzeigen stecken.

Übrigens: Verabschiede dich von dem Gedanken, dass mobile Werbeanzeigen Deine Zielgruppe beim Zug fahren, spazieren oder bummeln erreichen. Nur 17 Prozent der Smartphonenutzung findet tatsächlich unterwegs statt. Viel wahrscheinlicher ist, dass dein Traumkunde gerade im Bett oder auf dem Sofa liegt, in der Mittagspause aufs Handy schaut oder sich von einem langweiligen Meeting ablenkt.

1. Segmentiere Deine Werbekampagne nach Devices!

Zunächst einmal der offensichtlichste Tipp: du solltest in Deinem Google Ads-Konto eine klare Trennung zwischen den Kampagnen für den Desktop und Kampagnen für Mobilgeräte schaffen. Das hilft dir nicht nur beim Feintuning, sondern bringt dich ins richtige Mindset. So kommst du gar nicht erst in Versuchung, Deine Inhalte und Einstellungen zu übertragen.

Starte mit einer einfachen Auswertung. Wie sieht der Status quo aus? Wie viele Menschen besuchen dich am Rechner, wie viele Menschen bekommen Deine mobile Seite zu Gesicht? Vielleicht zeigt sich hier schon ein Muster. Für einen ersten Eindruck rufst du im Google Ads-Menü die Kampagnen- und Anzeigengruppen und Keyword-Berichte auf. Unter „Segment -> Gerät“ findest du eine Übersicht zu Deinem Seitentraffic und der Conversionrate. Bitte nicht erschrecken! Wie Adobe oben schon festgestellt hat, liegt die mobile Conversionrate in der Regel deutlich unter der von Desktop-Onlineshops. Mobil wird gebummelt, am Desktop wird gekauft. Wenn Deine Seite mobil überzeugt, lohnt sich für Deinen Kunden der Gang zum Standrechner oder Laptop.

2. Mobiles Bidding unterliegt anderen Regeln – nutze das für Dich!

Die grundsätzliche Logik hinter dem Bidding-System bleibt bestehen. Wer für bestimmte Keywords den höchsten Clickpreis bietet, bekommt von Google den Platz an der Sonne. Bei Mobile Search Ads kannst du dir die Besonderheiten von mobilen Suchanfragen zunutze machen. Am Smartphone geht es vor allem um informative Suchen. Auch mit lokalen Begriffen hast du eine gute Chance, weit oben zu landen und dabei weniger Geld zu zahlen.

Deine mobile PPC-Strategie beginnt damit, dass du Google darauf aufmerksam machst, dass Deine Anzeigen an Smartphones ausgespielt werden sollen. Das erreichst du mit den Bid Adjustments. Hier gibst du einfach an, wie oft Deine Anzeigen für bestimmte Kampagnen auf welchen Geräten erscheinen sollen. Das Maximum liegt bei 300 Prozent. Auf jede Desktop Ad kommen also 300 mobile Werbeanzeigen. Damit hast du den Grundstein für Deine mobilen Werbeanzeigen gelegt.

3. Experimentiere mit mobilen Anzeigen im Google Display Netzwerk!

Werbung im Display-Netzwerk ist für mobile Werbeanzeigen eine grandiose Idee! Denn das GDN bietet ein paar kleine Zusatzfeatures, die interessant für Werbetreibende sind. Du hast die Möglichkeiten, Deine Anzeigen nur auf verschiedenen Betriebssystemen oder Gerätemodellen zu platzieren. Sehr praktisch, wenn du eine bestimmte Zielgruppe ansprechen willst, die eventuell lieber zu Apple als zu Android greift. Zudem besteht die Möglichkeit, Anzeigen nur dann auszuspielen, wenn sich der Nutzer in einem WLAN befindet. Damit vermeidest du es, einen Kunden im Zug zu erwischen, wo das mobile Netz zu schlecht für eine kleine Shoppingtour ist.

 

Werbung im Displaynetzwerk hat den Ruf, eine riesige Geldverbrennungsmaschine zu sein. Du hast schließlich kaum Kontrolle darüber, wo genau Deine Bannerwerbung auftaucht. Deswegen solltest du gerne und oft zu Ausschlüssen greifen und diese Kampagnen immer im Blick behalten. Wenn du es richtig anstellst, können Deine mobilen Werbeanzeigen sehr erfolgreich sein.

4. Baue eine mobile Landing Page, die auf kleinen Bildschirmen gut aussieht!

Geschafft! dein Traumkunde klickt auf die Werbeanzeige und landet auf Deiner Landing Page. Aber statt ihn willkommen zu heißen und die Conversion abzuschließen, sieht dein Kunde Text, der weit über die Grenzen seines Smartphone-Bildschirms hinausreicht. Merkwürdige Blöcke im Layout und verpixelte Bilder machen den ersten Eindruck perfekt. Du solltest bei der Gestaltung Deiner Landing Page daran denken, dass nicht alle Bildschirme gleich groß sind. Idealerweise baust du für mobile Werbeanzeigen eine eigene Landing Page, auf der du Deinen Content kompakt präsentierst.

Der Page Speed spielt zwar bei SEA keine Rolle, aber trotzdem könnten Deine Kunden entnervt wegklicken, wenn Deine Seite zu langsam lädt. Google stellt zwei neue Tools zur Verfügung, um Webseitenbetreiber weltweit endlich zur mobilen Optimierung zu bewegen: Die Mobile Scorecard und der Impact Calculator sollen zeigen, wie viel Geld einem Unternehmen durch die Lappen geht, wenn die Seite zu langsam lädt.

5. Nutze Anzeigenerweiterungen, die mehr Informationen vermitteln!

Anzeigenerweiterung machen dein Leben schöner. Und nicht nur das: Deine Mobile Ads sehen dadurch noch besser aus und können besser performen. Laut Google eignen sich folgende Erweiterungen für mobile Werbeanzeigen:

  • Anruf-Erweiterung: Ja, es klingt heute ein wenig verrückt: Aber ursprünglich war das Handy einmal zum Telefonieren da. Wenn du Deinen Kunden die Möglichkeit gibst, dich direkt aus der Anzeige heraus anzurufen, steigerst du Deine Glaubwürdigkeit. Das wird mit einer bis zu 5 Prozent höheren CTR belohnt.
  • Messenger-Erweiterung. Erlaubt Deinen Kunden, dir eine SMS zu schreiben. Genauso effektiv wie die Call-Extension!
  • Angebotserweiterung und Preiserweiterung: Ein Muss für Online-Shops!
  • Sitelink-Erweiterung: du kannst bis zu vier einzelne Unterseiten oder Kategorien direkt in der Anzeige verlinken. Deine Anzeige wird zudem fast doppelt so hoch.
So sieht die Sitelink-Erweiterung und die Messenger-Erweiterung in Aktion aus.

So sieht die Sitelink-Erweiterung und die Messenger-Erweiterung in Aktion aus.

6. Passe Deine Anzeigentexte an mobile User an!

Die Kunst ist es, sich nach der Suchintention der Smartphone-Nutzer zu richten. Viele User googeln auf dem Smartphone kurz eine Info oder schauen sich verschiedene Angebote an. Es geht eher um Informationen und vielversprechende Angebote, nicht um spezifische Kaufaufforderungen. Allerdings hat sich in der Praxis gezeigt, dass es sich lohnt, auf Deinen mobilen Shop hinzuweisen. Wenn du im Anzeigentext „Jetzt mobil shoppen!“ steht, impliziert das einen optimierten Shop, der sich auf dem Smartphone gut nutzen lässt. (Dann sollte das allerdings auch tatsächlich der Fall sein.)

Wie wäre es, wenn du Deine Anzeigen gar nicht erst in Desktop- und mobile Werbeanzeigen einteilen musst? If-Statements bieten dir mehr Flexibilität bei der Anzeigenerstellung. Du kannst damit spezifizieren, welcher Anzeigentext in einem bestimmten Fall ausgespielt werden soll. Dafür ist zwar ein Funke an Programmierlogik gefragt, aber grundsätzlich sind If-Funktionen sehr einfach zu bedienen. Wenn du mehr darüber wissen willst, gibt es einen tollen Artikel dazu bei Wordstream.

Mobile Werbeanzeigen mit einer kurzen Programmzeile: If-Befehle sind perfekt für SEA.

Mobile Werbeanzeigen mit einer kurzen Programmzeile: If-Befehle sind perfekt für SEA. (Quelle: Wordstream)

Du hast schon einige Anzeigen, die mobil gut funktionieren? Was ist bei ihnen anders als bei Deinen Desktop-Anzeigen? Mit einer Analyse kannst du herausfinden, wie sich Deine Zielgruppe am Handy verhält. Darauf kannst du aufbauen und Varianten erstellen, die du im A-/B-Test gegeneinander antreten lässt.

Fazit: Mobile Werbeanzeigen stehen ganz oben auf der To-Do-Liste

Es ist gar nicht so schwer, den mobilen Markt zu erobern. Hier noch einmal die wichtigsten Punkte zusammengefasst, um mit wirklich guten Mobile Search Ads zu glänzen:

  1. Betrachte mobile Suchanzeigen als eigene Kampagne und übernehme nicht einfach Deine Desktop-Anzeigen!
  2. Wähle die Parameter beim Targeting so aus, dass du die richtige Zielgruppe ansprichst!
  3. Achte auf Details wie Gerätetyp oder Betriebssystem!
  4. Nutze Texte und Anzeigenerweiterungen, die zu den Bedürfnissen Deiner Kunden passen!
  5. Optimiere nicht nur die Ads, sondern auch die Landing Page dahinter!

Also, verliere keine Zeit und überarbeite Deine mobilen Suchanzeigen! Es wird sich lohnen.


Was sind Deine Geheimtipps für mobiles SEA? Lasse es uns in den Kommentaren wissen! 

Dein Eintrag in den Suchergebnissen ist Deine Visitenkarte. Du willst jeden Millimeter und jedes Zeichen nutzen. Was ist eigentlich mit der grünen URL-Anzeige, die dem User den Pfad Deiner Webseite offenbart? Hat die URL einen Einfluss aufs Ranking? Hängen URLs und SEO zusammen und wenn ja, wie stark? Wie du mit einer guten URL-Struktur und wenigen Handgriffen das Vertrauen Deiner Nutzer gewinnst, erfährst du bei uns im Blog. Wir verraten dir alles, was du über URLs und SEO wissen musst. 

Wie ist eine URL aufgebaut?

Die URL (Uniform Resource Locator) zu einer Webseite besteht aus dem verwendeten Protokoll (meist HTTP oder HTTPS), der Subdomain (meist www.), der Domainadresse und der Top-Level-Domain (meist .de oder .com). Das ist die Basis für alle Seiten, die auf einer Domain liegen. Daran schließt sich dann die exakte Adresse der Webseite an. Per Schrägstrich (/) sind die einzelnen Pfade und Schritte auf dem Weg zum Inhalt voneinander getrennt.

URLs und SEO: So sehen alle möglichen Bestandteile einer URL aus. (Quelle: Wikipedia)

So sehen alle möglichen Bestandteile einer URL aus. (Quelle: Wikipedia)

Was ist die optimale Länge für die URL?

Leider gibt es für den SEO-Bereich keine feste Zeichenbegrenzung für die Länge der URL. Google scheint sehr gut erkennen zu können, was für den Nutzer relevant ist und kürzt dementsprechend kräftig. Die Länge der angezeigten URL pendelt sich in der Regel zwischen 40 und 60 Zeichen ein. Je einfacher und klarer Deine URL aussieht, desto höher ist die Wahrscheinlichkeit, dass sie in ihrer ganzen Breite angezeigt wird.

Es gibt Studien, die einen Zusammenhang zwischen der Länge der URL und dem Ranking sehen: Je kürzer die URL, desto besser das Ranking. Allerdings gibt es keine offizielle Aussage dazu von Google – und viele Erfahrungen, die das Gegenteil berichten.

Übrigens: Rein technisch liegt die Maximallänge der URL jenseits der 2000 Zeichen. Das will ja aber wirklich niemand seinen Nutzern zumuten.

Wie lang sollte der Pfad der URL sein?

Die Zeichenbegrenzung ist nicht alles. Es kommt neben der Länge der URL auch auf die Verzeichnistiefe an. Google lässt bei zu ausgiebigen Unterverzeichnissen Zwischenschritte weg oder kürzt die URL nach eigenem Ermessen. In der Praxis bietet es sich an, nicht mehr als zwei oder drei Schritte in der URL zu haben. (Bei Google Ads sind sogar nur zwei Zwischenschritte erlaubt, aber da gibt es einen Unterschied zwischen der angezeigten und der tatsächlichen URL.)

Zu viele Ordner sind verwirrend – für Google und für den Nutzer.

Hier steht vor der Kategorie „Garten & Freizeit“ noch einmal die Kategorie „Garten & Baumarkt“. Das ist für Google etwas zu stark zergliedert. Interessant: Bei Quelle sind die Ordner (wahrscheinlich dank strukturierter Daten) in der URL klar erkennbar und für den Leser noch angenehmer gestaltet. Der komplette Pfad im Kategoriebaum wird sichtbar. Super für die Usability!

Welche Zeichen sind in URLs erlaubt und wie vermeide ich merkwürdige Zeichenkombinationen?

Vorsichtshalber solltest du bei den URLs auf alle Sonderzeichen verzichten. Je nach Codierung kann es passieren, dass die Zeichen als Unicode angezeigt werden.

Tabu sind:

  • Leerzeichen,
  • Hashtags,
  • Anführungszeichen,
  • @,
  • Prozente,
  • Emojis,
  • und Pfeile.

Wir haben im deutschen Alphabet noch die Sonderzeichen Ä, Ö und Ü. In deutschen Suchmaschinenergebnissen ist das in der Regel kein Problem, auf dem internationalen Markt könnten diese Zeichen allerdings zu Anzeigefehlern führen. Schreibe daher lieber ae, oe oder ue in der URL. Wörter trennst du mit dem Bindestrich. Der Unterstrich (_) funktioniert zwar auch, aber manche SEO-Experten berichten davon, dass Google ihn als falsches Trennsymbol betrachtet.

Wie sieht es mit Groß- und Kleinschreibung in meiner URL aus?

Zugegeben, das ist kein Problem für den SEO-Bereich. Grundsätzlich kannst du in der URL Großbuchstaben und Kleinbuchstaben verwenden. Traditionell nutzt man eher die Kleinschreibung, weil es in den frühen Zeiten des Internets noch keine Großschreibung für URLs gab. In jedem Fall solltest du dich für ein System entscheiden und dann dabei bleiben. Wir empfehlen die ewige Kleinschreibung in der URL, um nicht durcheinander zu kommen und um sicher vor eventuellen Codierungsbugs zu sein. Zudem könnte die Groß- und Kleinschreibung zu Duplicate-Content führen, weil manche URLs doppelt belegt sind.

Sollte ich Keywords in die URL setzen – und wenn ja, wie viele?

Keywords in der URL sind empfehlenswert. Wie überall in der Suchmaschinenoptimierung solltest du es aber nicht übertreiben. Es ist immer eine gute Idee, eine Webseite auf einen einzigen Keyword-Cluster zu optimieren. Eine Webseite verliert schnell ihren Fokus (und ihr Ranking), wenn du zu viel erreichen willst.

Das sind viel zu viele Keywords in einem kurzen Snippet. Bei URLs und SEO solltest du darauf achten, es nicht zu übertreiben.

Dasselbe gilt für URLs und SEO: Keywordstuffing ist nie eine gute Idee. Du solltest das Hauptkeyword und maximal ein weiteres Keyword in die URL aufnehmen. Das könnte zum Beispiel ein Städtename für besseres Local SEO sein oder ein verwandter Begriff. Matt Cutts von Google hat bestätigt, dass zu viele Keywords in der URL dazu führen, dass Google die komplette Adresse einfach ignoriert. Allerdings stammt diese Aussage aus dem Jahr 2009. Das ändert nichts an der Tatsache, dass Google zu viel Optimierung gar nicht gerne sieht – und die Nutzer auch nicht.

Was ist der absolut wichtigste Punkt bei URLs und SEO, wenn ich Menschen ansprechen will?

Ganz gleich, was die technischen Hintergründe sind: Es gibt nur ein einziges entscheidendes Kriterium dafür, ob eine URL gut ist. Versteht der Nutzer, auf welcher Seite er landen wird? Es kommt nämlich nicht darauf an, ob Google Deine URLs mag, sondern ob sie für Deine User gut nutzbar sind. Sprechende URLs bieten mehrere Vorteile für den Nutzer (und damit auch für Dich):

  1. Deine Nutzer erkennen sofort, worum es geht.
  2. Kryptische Zahlen   – und Buchstabenkombinationen entfalten nicht ihre abschreckende Wirkung.
  3. Das Keyword steckt direkt im Linktext.

Die URL ist ein sekundärer Rankingfaktor. Das bedeutet, dass sie zwar einen eigenen Einfluss auf das Ranking hat, aber dass der eigentliche Rankingboost durch das Userverhalten kommt. Wenn du eine sprechende URL schreibst, die selbsterklärend und logisch aufgebaut ist, besteht eine höhere Chance, dass Nutzer auf dein Suchergebnis klicken. Und das wertet Google positiv. Vor allem dann, wenn sie lange auf Deiner Seite verweilen, weil sie dort finden, wonach sie gesucht haben.

Wie löse ich das Problem, wenn sich meine URLs zu sehr ähneln?

Es gibt im SEO kaum Wundermittel und keine einfachen Lösungen. Bis auf Canonical Tags – die helfen wirklich immer. Damit weist du Google darauf hin, dass sich auf mehreren Unterseiten gleiche oder ähnliche Inhalte befinden. Du hast einen Online-Shop für schicke Socken? Es ist wahrscheinlich, dass sich die Beschreibungstexte Deiner Kollektion an weißen Socken ziemlich ähneln. Duplicate-Content-Gefahr! du kannst allerdings die verschiedenen Unterseiten mit einem Canonical-Tag auf eine Ursprungspage verlinken. Noch nützlicher ist dieses Tool, wenn du mehrere Seiten mit demselben Content hast.

Beispiel: Die Seite www.webshop.de/desserts/schokolade verweist per Canonical Tag auf ihre Kopie auf www.webshop.de/schokolade/desserts. Gefahr erkannt, Gefahr gebannt!

Wie sieht es mit dynamischen URLs aus?

Dynamische URLs stellen uns SEO-technisch vor ein Problem. Sie existieren nicht als fest definierte Seite, sondern werden je nach den Suchbegriffen des Nutzers dynamisch zusammengestellt. In der Praxis bedeutet das häufig, dass die URL aus verschiedenen Nummern besteht, die zusammengefügt dann die URL ergeben. Weder sieht das sonderlich gut aus, noch ist das für den Menschen lesbar.

Beispiel: https://www.beispiel.de/index.php?id=69&?p=3369772&viewfull=1#post3369772

Diese Seitenvariante kommt vor allem bei Online-Shops vor, die kein gut eingestelltes Filtersystem haben. Hier ist es nur beschränkt möglich, mit Umleitungen zu arbeiten. Stattdessen solltest du versuchen, die dynamischen Kategorien zu bändigen. Statt endlosen Zahlenkolonnen könntest du also die Filter ausschreiben lassen. Damit gewinnst du klare URLs und SEO, das Menschen und Suchmaschine gleichermaßen anspricht. Außerdem solltest du darauf achten, dass die technischen Parameter nicht in der URL auftauchen.

Hat HTTPS in der URL einen Einfluss auf mein SEO?

Definitiv! Google selbst hat bereits 2014 zugegeben, dass eine verschlüsselte Webseite als positives Rankingsignal gewertet wird. Meist versucht die Suchmaschine automatisch, die Seitenvariante mit Sicherheitszertifikat zu erreichen. Die HTTPS-Verschlüsselung hat noch mehr positive Nebeneffekte. Zum einen ist es im Zuge der DSGVO zur Pflicht geworden, die Kommunikation abzusichern. Das gilt besonders dann, wenn du ein Kontaktformular oder ein anderes interaktives Element auf Deiner Webseite hast. Viele User achten darauf, ob eine Seite über HTTPS verschlüsselt ist und bevorzugen professionelle Seiten, bei denen es keine Schlupflöcher gibt.

Es gibt einen kleinen Stolperstein auf dem Weg zur perfekten Verschlüsselung: Deine Seite könnte für ein paar Tage ihr Ranking verlieren. Da du alle internen Links umstellen und 301-Weiterleitungen einrichten musst, wertet Google die neuen Umwege negativ. Deine Seite sollte sich relativ schnell davon erholen.

Worauf sollte ich bei der Wahl der Top-Level-Domain achten?

Top-Level-Domains scheiden die Geister. Viele Puristen sind der Ansicht, dass nur die Klassiker wie .de, .com oder .net eine Chance im SEO-Dschungel verdient haben. Allerdings eröffnen TLDs ganz ungeahnte Möglichkeiten, um kreativ zu werden.

Das ist eine kleine Auswahl an Top-Level-Domains. Welchen Einfluss haben sie auf SEO? Wir haben uns bereits ausführlich mit dem Phänomen TLD befasst. Laut Google hat die Top-Level-Domain einen sehr begrenzten Einfluss auf das Suchergebnis. Viele TLDs sind sogar komplett unabhängig vom Ranking. Einzige Ausnahme: Regionale Endungen wie .de, .at oder .ch senden Google deutliche Signale zur Zielgruppe und werden daher bei regionalen Themen bevorzugt.

Der größte Einfluss der Top-Level-Domain ist zweifelsohne ihr Effekt auf den Nutzer. Du kannst dir damit Domains sichern, die ansonsten schon vergeben sind. Das ist interessant für das Branding. Allerdings zeigen Studien, das User grundsätzlich den herkömmlichen Domainendungen stärker vertrauen als kreativen, aber unbekannten Buchstabenkombinationen.

Muss ich für ein besseres SEO-Ranking meine URLs ändern?

Ja und nein. In den meisten Fällen ist es nicht nötig, Deine komplette URL-Struktur über den Haufen zu werfen, um Google gerecht zu werden. Meist würdest du hier mehr Schaden als Nutzen anrichten, weil eine zu große Änderung an den URLs fast immer mit Rankingverlusten einhergeht. Allerdings kann sich ein Neustart mit frischen URLs durchaus auszahlen, wenn du bisher vor allem unlesbare URLs nutzt, die für Menschen nicht sonderlich transparent sind. Sage den Zahlenkolonnen den Kampf an!

Fazit: URLs und SEO: Machen wir aus einer Mücke einen Elefanten?

Ganz schön viel Text für maximal 60 grüne Zeichen. Ich könnte noch stundenlang weiter über die einzelnen Themen sprechen. Aber ist das überhaupt nötig? Schließlich sollte mittlerweile klar sein, dass die URL an sich keinen allzu großen Einfluss auf das Ranking hat. Es sind vielmehr die User, die darüber entscheiden, wie gut Deine Seite performt. Und die URL ist nur ein Kriterium dafür, ob der Klick auf dich fällt. Dafür ist sie umso wichtiger! Denn die URL vermittelt Vertrauen.

Übrigens: Hier gibt es eine hilfreiche Infografik, die alle Tipps und Tricks rund um die URL noch einmal aufgreift.

Dir dröhnt der Kopf vor lauter Informationen? Dann hier noch einmal die wichtigsten Punkte zu URLs und SEO im TL, DR (Too long, didn’t read) -Format:

  1. Sprechende URLs sind besser als kryptische Kombinationen.
  2. Je kürzer, desto besser.
  3. Keine verschachtelten Kategorien.
  4. Maximal zwei Keywords.
  5. Man kann URLs auch kaputtoptimieren.

Deine Frage zu URLs und SEO haben wir nicht beantwortet? Dann ab damit in die Kommentare! 

Mehr Platz, mehr Flexibilität, mehr Performance: Responsive Search Ads sind der nächste große Schritt bei Google Ads. Wir dürfen das neue Anzeigenformat von Google testen und berichten Euch von unseren Eindrücken aus dem BETA-Test. Was wir schon einmal verraten können: Wir geben mehr Kontrolle an Google ab – gewinnen aber interessante Einblicke in die „Denkweise“ der Maschine. 

Responsive Search Ads: Was können die neuen Textanzeigen?

Der Cursor blinkt im Eingabefeld. Google Ads fragt dich nach einer aussagekräftigen Überschrift für Deine Suchanzeige, die bald hunderttausende Kunden zu Gesicht bekommen. Die neuen Responsive Search Ads (RSA) sind das Gegenmittel bei Schreibblockaden. Google übernimmt vollautomatisch die Auswahl und Zusammensetzung der perfekten Anzeigentexte. Zusätzlich bietet das Anzeigenformat mehr Platz für Inhalte, dynamische Textlängen und sogar das A-/B-Testing. Seit Mai läuft der (halb-)offene BETA-Test. Wir dürfen die brandneuen Anzeigen als eine von wenigen Google Ads-Agenturen in Deutschland auf Herz und Nieren testen.

Zunächst die Basics: Wie funktioniert das Konzept eigentlich?

Im Gegensatz zu einer oder zwei starren Ads in einer Kampagne gibst du im Google Ads-Interface eine Auswahl von Phrasen, Bausteinen und Keywords an. Die künstliche Intelligenz kombiniert die einzelnen Komponenten dann zu einem Titel. Dabei kann die Anzeige maximal drei Bausteine zu einem Titel zusammenfügen. Bei der Meta-Description kannst du mit unterschiedlichen Varianten arbeiten, die Google eigenständig einem Titel zuordnet.

Bei den Zeichenbegrenzungen gibt es ein paar kleine, aber feine Updates. Das Limit bei den Titelbestandteilen liegt weiterhin bei 30 Zeichen pro Baustein. Google entscheidet selbst, ob es den Titel mit zwei oder drei Phrasen ausstattet. Theoretisch liegt das Zeichenlimit jetzt also bei 90 Zeichen im Titel. Bei den Descriptions stehen dir zwei Felder mit je 90 Zeichen zur Verfügung, die bei größeren Bildschirmen auch beide zum Einsatz kommen.

Der Algorithmus hinter den RSA geht individuell auf jeden einzelnen Nutzer ein. User am Smartphone bekommen kürzere Titel mit zwei Bestandteilen zu Gesicht, während die Titel und Beschreibungstexte bei Desktop-Nutzern länger ausfallen. Zudem berechnet die KI, wie hoch die Erfolgswahrscheinlichkeit für bestimmte Kundengruppen ist und optimiert auf Basis von Erfahrungswerten und Tests die Titel und Texte im laufenden Betrieb.

Flexible Anzeigen und variable Titel: So sehen die Ads in der Praxis aus

Ein Beispiel: Für Deine Kampagne überlegst du dir eine Liste an Titeln, Tags, Keywords und Phrasen. Google selbst verrät dir im Detail, wie das geht.

  1. Netzproduzenten
  2. 360°Online-Marketing
  3. Erfahrung aus 250 Kampagnen
  4. Performance-Marketing
  5. Wir bringen Sie aufs nächste Level
  6. {Keyword: Performance-Marketing}
  7. Messbar, menschlich und modern
  8. Kostenloser Live-Check
  9. Entdecken Sie Ihr Potenzial!

Dazu kommen drei nette Meta-Descriptions:

  1. Wir bringen Ihr Online-Marketing auf das nächste Level. Mit Erfahrung aus über 250 Kampagnen stehen wir als Experten für Performance-Marketing an Ihrer Seite.
  2. Ihre Google Ads-Kampagne läuft nicht so, wie sie soll? Beim kostenlosen 360° Live-Check analysieren wir Ihr Online-Marketing und unterstützen Sie beim Erfolg.
  3. Entdecken Sie Online-Marketing auf einem neuen Level: Persönlich, professionell und durch den Einsatz von Performance-Marketing messbar und klar verständlich.

Das Ergebnis könnte so aussehen:

Ein tolles Feature der Responsive Search Ads: du kannst einzelne Bestandteile festen Stellen zuweisen, Deinen Markennamen oder dein Keyword also immer an erster Stelle erscheinen lassen.

Ein tolles Feature der Responsive Search Ads: du kannst einzelne Bestandteile festen Stellen zuweisen, Deinen Markennamen oder dein Keyword also immer an erster Stelle erscheinen lassen.

Unsere Erfahrungen aus dem Betatest mit Responsive Search Ads

Wir testen die Ads in ausgewählten Kundenkonten und bei einer eigenen Kampagne. Uns beeindruckt, wie butterweich die Anzeigenerstellung funktioniert. Logischerweise nutzt das neue Feature das frische Interface, das mittlerweile bei fast allen Nutzern angekommen ist. Die Installation erfolgt mit wenigen Klicks und ist auch für Laien in wenigen Minuten möglich. Wir konnten eine komplette Werbekampagne in 15 Minuten erstellen – und das schließt die Texterstellung mit ein!

Klar, Google will sein Angebot im Gebiet Machine Learning weiter verfeinern. Die dynamischen Anzeigen sind nur der erste Schritt zur vollständigen Automatisierung und funktionieren in ihrem begrenzten Rahmen sehr gut. Zum Beispiel erkennt die Software automatisch zu ähnliche Phrasen und verwendet sie nicht zusammen. Das macht Wiederholungen in derselben Anzeige unwahrscheinlicher. Zudem soll die KI in der Lage sein, die Bausteine individuell auf den Nutzer anzupassen.

Einen Nachteil haben die neuen Textanzeigen: Wir geben einen Teil der Kontrolle an Google ab. Es ist kein direktes Anzeigenbenchmark mehr möglich, weil Google die Einzelteile der Anzeigentitel und -texte vollautomatisch zusammenstellt. Das manuelle A-/B-Testing entfällt, weil Google die Anzeigen von alleine gegeneinander antreten lässt. Klingt praktisch, ja. Aber: Wir müssen Google schon ziemlich vertrauen.

Um wirklich valide Erkenntnisse für den Algorithmus zu erzielen, sollte die Kampagne wenigstens 100 bis 500 Impressions pro Tag erzielen. Je mehr Möglichkeiten es bei der Kombination gibt, desto mehr Varianten müssen getestet werden. Trotz allem ist der Algorithmus dem klassischen A-/B-Testing überlegen. Er kann multivariate Versionen durchtesten und muss sich nicht durch unendliche A-/B-Tests quälen. Etwas in dieser Art hatten wir vor einiger Zeit bereits vorhergesagt. 

Zudem steht die deutsche Sprache dem System etwas im Weg: Englische Schlagworte können für sich alleine gut stehen. Deutsche Phrasen sind durchschnittlich länger und komplexer. Das wirkt in manchen Kombinationen merkwürdig.

Unsere Tipps, um die neuen Responsive Search Ads richtig zu nutzen

  1. Achte unbedingt darauf, dass jeder Titelbestandteil für sich stehen kann! Google kombiniert zwei oder drei Einzelteile miteinander und trennt sie mit einem geraden Strich (|). Vermeide also fortlaufende Sätze über mehrere Komponenten.
  2. Bei der Zusammensetzung der einzelnen Bestandteile gibt es keine bestimmte Reihenfolge. Google kombiniert alle Varianten miteinander und testet dann auf Klickrate, Aufmerksamkeit und Conversionchance.
  3. Du kannst Phrasen an bestimmte Stellen pinnen. Achte hier darauf, für jede Position zwei oder drei Varianten auszuwählen, um flexibel zu bleiben!
  4. Zu ähnliche Bausteine widersprechen der Idee der Responsive Search Ads. Natürlich ist es verführerisch, ein Keyword in unzähligen Varianten in die Ad aufzunehmen. Das kann dazu führen, dass diese drei Keywords in einem Titel erscheinen und damit den Gesamteindruck der Anzeige trüben.
  5. Apropos Keywords: Google empfiehlt, nicht mehr als 50 Prozent Deiner Bausteine mit Keywords zu besetzen. Das führt nämlich schnell zu inhaltlicher Redundanz und verringert die Erfolgschancen des Algorithmus. Ganz gleich, wie viele Phrasen du nutzt, es sollten immer mindestens drei Versionen ohne Keywords dabei sein.
  6. Große Auswahl = mehr Kombinationen. Wir haben die besten Erfahrungen mit mehr als zehn Phrasen für den Titel und vier oder fünf Description-Texten gemacht. Wenn uns der Algorithmus die Arbeit abnimmt, sollte er einen angemessen großen Datenschatz bekommen!
  7. Spiele mit der Länge! Bei den Responsive Ads kommt es nicht darauf an, die Anzahl der Zeichen bis zum Maximum auszureizen. Stelle Google unterschiedlich lange Phrasen zur Verfügung. Das System kombiniert automatisch Headlines, die auf den Bildschirm des Nutzers passen.
  8. Um auszuschließen, dass der Algorithmus auf eigene Faust Phrasen baut oder die Landing Page indexiert, solltest du eine ausführliche Liste mit Negativ-Keywords anlegen.

Fazit: Wann kommen Responsive Search Ads?

Das Feature scheint uns sehr weit ausgereift zu sein. Für Laien und DIY-Google Ads sind sie sicherlich eine interessante Option, weil sie viele Aspekte von SEA einfacher machen. Du musst dir keine Gedanken mehr darum machen, ob und wie du Texte schreibst, die verkaufen. Google findet die optimale Wortkombination für den jeweiligen Nutzer – das steigert die Klickrate und kostet weniger Zeit und Geld. Allerdings folgen alle Anzeigentitel bei den RSA demselben Schema: Kurze Schlagworte, die mehr oder weniger gut zusammenpassen. Bei manchen Kampagnen ist ein durchgehender Titel effektiver, weil er hochwertiger und persönlicher wirkt. Wir sind gespannt, wie stark sich die Ads noch bis zum offiziellen Launch verändern. Normalerweise nimmt Google aber nach dem BETA-Test keine riesigen Änderungen mehr vor. Google lässt sich ungern Zeit bei Innovationen. Die neuen Ads verbinden zwei besonders spannende Themen, die Google am Herzen liegen: Künstliche Intelligenz und Anzeigenoptimierung. Wir rechnen damit, dass die Responsive Search Ads noch in diesem Jahr in alle Google Ads-Konten einziehen.


Wie klingt das Feature für Dich? Hast du schon Ideen, wie du es nutzen willst? Lasse es uns in den Kommentaren wissen! 

Künstliche Intelligenz, Skripte, APIs und Algorithmen: PPC-Automatisierung klingt nach Arbeit. Richtig viel Arbeit. Aber du musst keine eigene AI programmieren, um von den Vorteilen der digitalen Automatisierung zu profitieren. Es reicht schon, die Basics der Skripte und Algorithmen bei Google Ads zu kennen, um viel Geld und Zeit zu sparen. Mit wenigen Klicks richtest du automatische Regeln ein, die den SEA-Alltag leichter machen. Ideal, wenn du Deine eigenen Kampagnen verwaltest und nicht genug Zeit hast, um dich intensiv darum zu kümmern! Wir verraten dir, welche Tools zur PPC-Automatisierung funktionieren und wie du effektiv damit arbeitest.

Welche Aspekte von PPC und Google Ads lassen sich automatisieren?

Es gibt einen ganz einfachen Weg, um herauszufinden, bei welchen Arbeitsschritten maschinelle Unterstützung hilfreich wäre. Das gilt nicht nur für Google Ads, sondern für fast alle digitalen Dienstleistungen. Du hast über den Tag, die Woche oder den Monat verschiedene Aufgaben. Deine großen Ziele lassen sich in kleine Schritte herunterbrechen. Überlege dir, welche Aspekte Deiner Arbeit wie viel Zeit kosten. Wie oft musst du sie erledigen? Wie viel Zeit geht dafür flöten? Trage in ein Diagramm ein, wo du die einzelnen Schritte verortest:

So könnte dein Diagramm aussehen. Alle Aufgaben im grünen Bereich, die sonst viel Zeit kosten und ständig wiederkommen, verlieren mit PPC-Automatisierung ihren Schrecken.

So könnte dein Diagramm aussehen. Alle Aufgaben im grünen Bereich, die sonst viel Zeit kosten und ständig wiederkommen, verlieren mit PPC-Automatisierung ihren Schrecken.

Grundsätzlich lassen sich alle Aufgaben automatisieren. Kreative Arbeiten oder das Controlling des Budgets kommen nicht ohne eine Prise Magie und menschlichen Einfluss aus. Es bleiben die Aufgaben übrig, die wahre Zeitfresser sind: Sich wiederholende, strukturierte Fleißaufgaben, die täglich anfallen. Hier kannst du ansetzen und dir überlegen, aus welchen Handgriffen diese Aufgaben bestehen. Welche Überlegungen stecken hinter Deinen Handlungen? Wenn du weißt, wie eine Aufgabe genau funktioniert, kannst du ein Skript bauen, das Deine händische Arbeit übernimmt.

Kleine Grundregel: Könntest du den Prozess an andere Personen outsourcen, ohne extrem viel erklären zu müssen? Dann kannst du ihn auch automatisieren.

 

Wie du künstliche Intelligenz nutzt, ohne programmieren zu müssen

AI gehört zu den Online-Trends 2018 in Sachen SEO und SEA. Künstliche Intelligenz ist auf dem Vormarsch. Für viele Unternehmen ist das noch weit entfernte Zukunftsmusik. Oder fällt dir spontan ein, wie du selbst eine künstliche Intelligenz nutzen kannst? Oder wie dein Unternehmen von Machine Learning profitieren kann? Automatisierung bedeutet nicht unbedingt, dass du mit extrem komplexen Programmen, Algorithmen und Hightech-Methoden arbeiten musst. PPC-Automation umfasst ganz simple Regeln, die du in Deinem Google Ads-Konto hinterlegst. Bestes Beispiel: du willst, dass du für bestimmte Keywords immer auf Seite 1 der Suchergebnisse erscheinst und hinterlegst diese Regeln als Bid Rule bei Google. Das ist technisch gesehen ebenfalls Automatisierung.

PPC-Automatisierung kommt in fünf Stufen:

  1. Ganz normale Bid Rules, die du direkt im Google Ads-Interface auswählst
  2. Automated Rules, die Google für dich bereitstellt und mehr Flexibilität erlauben.
  3. Google Ads-Skripte, die du über AppScript einfügst
  4. Eigene Programme und selbstgeschriebene Skripte über die Google Ads API
  5. Eine eigene, selbstlernende AI mit einem umfassenden Algorithmus

Fast alle Standardaufgaben im SEA funktionieren über die Automated Rules, die du im Google Ads-Interface festlegen kannst. Die dort definierten Regeln laufen automatisch in bestimmten Intervallen ab (maximal einmal pro Tag) und erledigen alle Tasks, die du ihnen gibst. Damit setzt du Ads an bestimmten Wochentagen aus oder findest automatisch die am schlechtesten performenden Texte. Einmal am Tag ist aber viel zu selten für wichtige Aufgaben wie das Bid Management. Mit der PPC-Automatisierung willst du ja nicht nur Zeit sparen, sondern effizienter als ein Mensch arbeiten!

Für Accounts mit einer moderaten Größe sind Google Ads-Scripts eine gute Idee. Damit das System funktioniert, musst du einfach den Schritten in der Google-eigenen Anleitung folgen. Die Programmiersprache dafür ist JavaScript – Basiskenntnisse sollten also vorhanden sein. Es gibt auch mehr als genug kostenlose Skripte, die du einfach auf Deine Google Ads-Konten anwenden kannst.

Automatisches Bid Management – so einfach kann es sein

Einer der größten Zeitfresser bei der Online-Werbung ist das manuelle Bid Management. Hier wirkt die Automatisierung gleich doppelt: Zum einen sparst du wertvolle Arbeitszeit. Gleichzeitig kann der Algorithmus viel besser und effizienter auf Anzeigenplätze bieten. Er braucht keine Pause, macht keine menschlichen Fehler und erkennt immer die beste Möglichkeit, ohne kopfrechnen zu müssen.

Der einfachste Weg, um Zeit und Geld beim Bidding zu sparen, ist Smart Bidding. Google selbst hat diese Strategien entwickelt und macht sie mit Machine Learning jeden Tag ein bisschen besser. Die verschiedenen Elemente der Strategie sind für fast alle Kampagnen geeignet. Sie funktionieren gut, sind aber nicht besonders individuell. Du kannst einen guten ROI erwarten, aber keine überraschenden Erdrutschsiege oder überwältigende Erfolge. Sie sind solide, praktisch und es kostet dich kaum Zeit, sie zu aktivieren. Wir raten dir dazu, auf diese Strategien zu setzen, wenn du dich selber um Deine Google Ads kümmerst. 

Das Google Ads-Interface bietet vier verschiedene Strategien:

  • Target CPA Bidding: Sorgt dafür, dass Deine Anzeigen so viele Conversions wie möglich zu einem definierten CPA (Cost per Acquisition) erzielen.
  • Target ROAS: Bewirbt gezielt die Ads, die besonders hohen Umsatz pro Conversion versprechen (ROAS: return-on-ad-spend).
  • Enhanced CPC: Sucht automatisch nach Werbeplätzen, die relativ wahrscheinlich eine Conversion erzielen und erhöht automatisch den maximalen PPC.
  • Max Conversions: Berechnet anhand von Erfahrungswerten und Kontext die optimale Balance aus CPC und Conversion-Wahrscheinlichkeit.

Ebenfalls eine gute Idee: Skripte und Regeln, die dir automatisch Alarmsignale zusenden, wenn eine Kampagne gar nicht (mehr) funktioniert. Eine automatische Warnung hilft dir, wenn eine Werbeanzeige mies performt oder sich plötzlich einzelne Faktoren ändern. Welche Möglichkeiten du noch hast, verrät dir dieser praktische Guide im SEJ. Darin findest du Informationen und Anleitungen für automatische PPC-Reportings, den Anzeigentext-Generator und Hilfestellung dabei, wie du den optimalen ROAS berechnest.

Fazit: PPC-Automatisierung nimmt dir Arbeit ab

Künstliche Intelligenz ist ein extrem komplexes Thema. Macht nichts! Denn wenn du einmal die Scheu vor der AI abgelegt hast, machst du dir zahlreiche Aufgaben leichter. Das schenkt dir mehr Zeit, um die wirklich wichtigen Themen anzugehen. Keine stundenlangen A-/B-Tests mehr – stattdessen kannst du einfach Deine Regeln durchlaufen lassen. Der Algorithmus entscheidet, welche Anzeigen vielversprechend wirken. Du willst nicht ganz so viel Macht aus den Händen geben? Kein Problem! Dann automatisierst du die nervigen Reportings und verfeinerst Deine Anzeigentexte selbst. Es gibt keinen richtigen oder falschen Weg bei der PPC-Automatisierung, nur jede Menge spannende Möglichkeiten, um mit dem Google Ads-Konto zu experimentieren.


Hast du Automatisierung schon einmal ausprobiert? Was waren Deine Eindrücke? Lass es uns in den Kommentaren wissen!

Aller Anfang ist schwer: du hast dich entschlossen, dein Unternehmen zu gründen oder dich endlich um Deinen Webauftritt zu kümmern. Aber du stehst vor einem gewaltigen Berg an Informationen, Möglichkeiten und technischen Details, der ganz schön einschüchternd wirken kann. Wie sorgst du dafür, dass Menschen auf dich aufmerksam werden? Wie machst du Deine Webseite bekannt? Was kannst du tun, um einen guten Grundstein für SEO, Online-Marketing und Nutzerfreundlichkeit zu legen? Wir verraten dir die ersten 6 Schritte, mit denen du eine solide Basis für den Erfolg Deiner Webseite aufbaust.

1. Warum braucht dein Unternehmen einen Internetauftritt?

Die Frage klingt zunächst einmal merkwürdig: Wir leben schließlich im Jahr 2018 und das Internet und die digitale Transformation haben den Markt komplett verändert. Dennoch zahlreiche gerade kleine und mittelständische Unternehmen auf einen vernünftigen Webauftritt. Oftmals scheitert es am Know-how und an der Zeit. Schließlich wollen ein Handwerker oder ein gestresster Start-up-Gründer die wertvolle Freizeit nicht auch noch in HTML, WordPress oder Facebook investieren. Das ist nur verständlich, aber auf Dauer keine gute Idee. Denn die digitale Visitenkarte in Form einer Webseite ist heute die erste Anlaufstelle für potenzielle Kunden. Viele Nutzer informieren sich auf Google Maps oder in der Suchmaschine über Anbieter und Dienstleister in ihrer Umgebung. Wer hier nicht auftaucht, existiert für die junge Zielgruppe nicht.

Die Frage nach dem Warum hat aber noch eine zweite Bedeutung: Was willst du mit der Webseite erreichen? Denn noch bevor du mit den technischen Grundlagen beginnst, solltest du dir ein Konzept überlegen.

  • Möchtest du Deine Kunden über Öffnungszeiten, Angebote oder Preise informieren?
  • Wer sind die Menschen, die sich für dein Angebot interessieren?
  • Willst du dein Fachwissen teilen und so Deinen Ruf als Experte verbessern?
  • Geht es darum, dich gegen die Konkurrenz durchzusetzen?
  • Willst du Deine Webseite bekannt machen, um darüber Inhalte und Produkte zu verkaufen?

Aufgabe: Formuliere zwei bis drei Wünsche an Deine Webseite. So hast du ein klares Ziel vor Augen und kannst den Erfolg Deiner Seite daran messen.

2. Technische Grundlagen und die Basis für das Webdesign

Programmierung ist für dich ein Buch mit sieben Siegeln? Das ist heutzutage kein Problem mehr. Eine einfache Webseite für dein KMU oder Start-up muss das Rad nicht neu erfinden. Mit einem Baukastensystem kannst du dir dein Webdesign zusammenklicken, ohne viel Geld auszugeben. Professioneller wird es natürlich mit einer Webagentur an Deiner Seite. Die Experten wissen genau, wie sie ein praktisches und alltagstaugliches Design für dich zusammenstellen. So lässt sich Deine Webseite nicht nur einfach bedienen, sondern spricht auch die richtige Zielgruppe an. Der erste Eindruck ist entscheidend: Wenn Deine Webseite gut funktioniert, hat das Strahlkraft für Deinen Ruf.

Um Deine Webseite bekannt zu machen, brauchst du mindestens eine Domain, eine SSL-Verschlüsselung, eine Basis für das Design (WordPress ist eine beliebte Wahl). Die Installation ist ganz einfach, wenn du einen guten Hoster gefunden hast. Die großen Anbieter haben ausführliche Tutorials für Anfänger, mit denen du Deine Seite online bringst. Sobald das steht, kannst du eine Struktur festlegen und die ersten Inhalte hochladen.

Aufgabe: Schaue dir selbst die Möglichkeiten an und klicke dich durch ein vorgefertigtes WordPress-Design. Du solltest in Grundzügen wissen, wie Deine Webseite funktioniert, selbst wenn du die Arbeit einem Programmierer übergibst.

3. SEO und Nutzerfreundlichkeit von Anfang an mitdenken

Wann ist der richtige Zeitpunkt für die SEO-Optimierung? Am besten, bevor du überhaupt anfängst! Wenn du Googles Algorithmus direkt einplanst, musst du dich nicht im Nachhinein durch die Welt der Keywords kämpfen. Zunächst kümmerst du dich um die Meta-Tags und die Keywordanalyse. Schaue dir ruhig Deine Konkurrenz an! Was machen die Webmaster der Top 10 bei Google zu Deinen Suchbegriffen richtig? Um Deine Webseite bekannt zu machen, kannst du hier ein wenig spicken.

Dasselbe gilt für die Usability. Der Nutzer soll sich von Anfang an orientieren können. Erstelle eine übersichtliche Seitenstruktur auf dem Papier, die nicht allzu verschachtelt ist! Perfekt ist eine Menüführung dann, wenn du sie mit einem Blick komplett verstehst. Neben dem Menü sollten auch andere Punkte wie dein Online-Shop oder das Kontaktformular benutzerfreundlich optimiert sein. In der Designphase kannst du noch alles verändern. Du kannst mit Freunden oder Deiner Familie testen, ob Deine Webseite ihr Ziel erreicht. Wenn du es nicht schaffst, in zwei Minuten die Newsletteranmeldung oder den Warenkorb zu finden, musst du hier noch einmal ran.

Wenn die Webseite dann steht, brauchst du gar nicht viel Zeit für SEO aufwenden. Es reichen schon 60 Minuten SEO im Monat, um zumindest die Basics gut abzudecken. Du kannst natürlich mehr Ressourcen hinein investieren, wenn du eine starke Konkurrenz hast oder mit Deiner Sichtbarkeit nicht zufrieden bist.

Aufgabe: Überlege dir eine Liste mit 15 Keywords, die zu Deinem Unternehmen passen. Schreibe passende Inhalte, die Deine definierten Ziele verfolgen.

4. Eintrag in Suchmaschinen, Verzeichnisse und Google MyBusiness

Die ersten Schritte sind gemacht, die Webseite ist fertig! Jetzt kannst du die Werbetrommel rühren. Der erste Schritt zu mehr Backlinks ist der Eintrag bei Branchenverzeichnissen und bei Google. Das ist nicht nur ein guter Weg, Deine ersten 100 Backlinks zu bekommen, sondern macht Deine Webseite bekannt. Gerade im B2B-Bereich sind diese Verzeichnisse sehr wichtig. Für den B2C-Bereich oder für Dienstleistungen spielt Google Maps eine große Rolle. Der allererste Schritt ist allerdings die Anmeldung bei Google. Das ist zwar kein Muss, aber macht den Prozess ein wenig schneller. Denn Google braucht in der Regel einige Tage bis Wochen, um eine komplett neue Webpräsenz zu crawlen und zu indexieren. Eine bestehende Seite hat bereits einen Seitenrang und einen Eintrag bei Google. Mit der Zeit tauchen hier die neuen Inhalte ganz automatisch auf. Du kannst den Prozess beschleunigen, indem Du Google um das erneute Crawlen Deiner URL bittest. Wenn du also schon eine Domain hast und einen Relaunch planst, ist das der bessere Weg.

Danach kommt die Recherchearbeit. Welche Verzeichnisse lohnen sich für dein Unternehmen? Wo vermutest du Deine Zielgruppe? Die größten Anbieter in Deutschland sind immer eine gute Wahl, weil sie relativ hoch ranken und dir damit einen netten Backlink-Boost für den Start mitgeben:

  • gelbeseiten.de
  • telefonbuch.de
  • klicktel.de
  • yellowmap.de
  • stadtbranchenbuch.de
  • unternehmerfabrik.de
  • meinestadt.de
  • lieferanten.de

Aufgabe: Wenn du diese Liste abgehakt hast, suchst du nach Branchenbüchern der Listen, in denen du nicht fehlen darfst. Der Effekt davon scheint auf den ersten Blick nicht bombastisch zu sein, aber du kannst nicht wissen, welche Portale zu einem Auftrag führen.

5. Content Marketing und Social Media Präsenzen starten

Die Leinwand steht, Google schickt seine Crawler los, der Erfolg kann kommen! Aber um auf Dauer Deine Webseite bekannt zu machen, brauchst du Inhalte. Dazu zählt alles, was die Nutzer auf Deiner Internetseite zu Gesicht bekommen:

  • Texte
  • Newsmeldungen
  • Blogartikel
  • Bilder
  • Videos
  • Hintergründe

Content Marketing beschreibt nicht nur den Prozess, diese Inhalte zu erstellen, sondern umfasst auch Werbewirkung von gutem Content. Denn wenn du Inhalte hast, die Deine Zielgruppe interessieren, kommen sie von alleine zu dir. Ein Blog ist eine gute Wahl, wenn dir das Schreiben liegt und du dein Wissen teilen willst. Die Inhalte sollten sich um Dich, dein Angebot und um ähnliche Themen drehen. Du musst kein Geld für Werbung ausgeben, sondern baust so Deinen guten Ruf auf, der dir im Internet vorauseilt.

Dasselbe gilt für Deine Social-Media-Profile. Sie haben das Ziel, dich bekannter zu machen und eine Community aufzubauen. Es reicht nicht, wie bei Branchenverzeichnissen einfach dein Profil mit Anschrift und Öffnungszeiten zu hinterlegen. Auf sozialen Plattformen knüpfst du ein Netzwerk mit anderen Nutzern. Deine Fans wollen relevante Inhalte und einen direkten, menschlichen Kontakt. Welche Plattform du wählst, hängt von Deiner Branche und Deinem Bauchgefühl ab. Es nützt nichts, wenn du dich auf Instagram anmeldest, aber mit der App nicht zurechtkommst. Hier darfst du gerne etwas herum experimentieren und ausprobieren, welche Arten von Social Media zu dir passen.

Aufgabe: Überlege dir, welche Fragen sich Deine Zielgruppe stellt und beantworte sie mit einem Text in Deinem Blog oder in einem Bild auf Social Media!

6. Webseite bekannt machen mit SEA, Werbeanzeigen und Social Ads

Der größte Teil der Arbeit ist geschafft! du hast jetzt eine fertige Webseite, die du im Internet bewerben kannst. SEA steht für Search Engine Advertising und bietet zahlreiche Möglichkeiten, Werbeanzeigen zu schalten. Damit stehst du automatisch ganz weit oben zu den jeweiligen Suchbegriffen. Während der organische Rang Deiner Webseite erst steigen muss, kommst du hier ohne Verzögerungen zu einem Platz an der Sonne.

Mit Werbeanzeigen bei Google wirst du schneller und besser gefunden. Aber Google ist nicht die einzige Leinwand für Deine Werbeideen. Du kannst Social Ads bei Facebook schalten und so Deine Beiträge im größten sozialen Netzwerk der Welt bewerben lassen. Oder du arbeitest mit Influencern zusammen, die ein neue Zielgruppe zu dir bringen. Die Möglichkeiten für bezahlte Werbung im Internet sind schier unendlich. Solltest du davon überfordert sein, kannst du mit kleinen Schritten anfangen. Vielleicht investierst du 5 Euro in einen Beitrag auf Facebook, der die User auf Deine Webseite lockt? Duwirst schnell sehen, dass kontinuierliche Aufmerksamkeit dazu führt, dass Deine Webseite bekannt wird!

Aufgabe: Investiere einen kleinen Betrag in Werbeanzeigen bei Google oder Facebook und experimentiere mit den verschiedenen Anzeigenformaten und Targeting-Optionen!

 Fazit: Ein Schritt nach dem anderen – und schon ist Deine Webseite bekannt!

Wenn du jeden Tag ein bisschen Arbeit investierst, gewinnst du schon bald mehr Sichtbarkeit im Internet. Um dich bei den ersten sechs Schritten auf dem Weg zu einer bekannten Internetadresse zu unterstützen, haben wir unsere Tipps als Infografik zusammengefasst:

So einfach geht es: Das sind die ersten Schritte auf dem Weg, um Deine Webseite bekannt zu machen!

So einfach geht es: Das sind die ersten Schritte auf dem Weg, um Deine Webseite bekannt zu machen!

 


Wie hast du Deine Webseite bekannt gemacht? Lass es uns in den Kommentaren wissen!

Wir lieben PPC-Werbung. Es gibt nichts Schöneres, als eine gute Kampagne zu öffnen und den ROI fein säuberlich und mit ein wenig Stolz zu berechnen. Aber vernebeln uns die Frühlingsgefühle die klare Sicht? Denn viel zu viele PPC-Kampagnen scheitern schon, bevor sie beginnen. Dafür muss es Gründe geben! Sind es zu hohe Erwartungen, die eine Romanze mit PPC unmöglich machen oder liegt es an den Nachteilen der Pay-per-Click-Methode? Wir schauen uns heute die größten Missverständnisse und Kritikpunkte an PPC-Werbung an – ganz ohne rosarote Brille. 

„Warum sollten wir für PPC-Werbung bezahlen, wir haben doch schon SEO?“

Warum viel Geld für SEA ausgeben, wenn SEO den Job genauso gut erledigen kann? Beide Spielarten des Online-Marketings haben ein Ziel: Den Besucher auf Deine Webseite ziehen. Aber es gibt einen großen Unterschied: Bei der SEO-Beratung bezahlst du nur die Arbeit der Experten. Bei SEA bezahlst du die Agentur und die Kosten der Werbeanzeigen. Da scheint es sinnvoller, das gesamte Werbebudget für SEO, Content-Marketing und andere Onpage-Werbemaßnahmen zu verwenden.

Online-Marketing ist eine Teamleistung. Wir können nicht voraussagen, wie ein Nutzer auf dein Unternehmen aufmerksam wird.

  • Sieht er dich in den organischen Suchergebnissen bei Google oder Bing?
  • Klickt er auf eine Werbeanzeige oder einen Banner?
  • Interessiert er sich für Deine tollen Inhalte im Blog?
  • Findet er Deinen Link in einem sozialen Netzwerk?
  • Ist er für Deinen Newsletter registriert?

Deswegen ist es wichtig, an allen Fronten vertreten zu sein. Während Content, SEO und Social Media schon bestehende Kundengruppen ansprechen, kannst du mit PPC-Marketing neue Zielgruppen erschließen. PPC ist häufig der erste Kontaktpunkt für wiederkehrende Besucher. SEO und SEA leben in einer sehr effektiven Synergie miteinander. du solltest dir folgende Frage stellen: Performt dein Online-Marketing, wenn du keine SEA-Anzeigen schaltest? Meistens ist die Antwort darauf ein klares Nein.

„Wir haben jetzt Google Ads-Anzeigen installiert, also können wir endlich aufhören, andere Werbung zu schalten!“

Die Synergie zwischen SEO und SEA wirkt auch umgekehrt. Und es geht sogar noch weiter! Fast alle Werbeformen unterstützen sich gegenseitig. Denn um erfolgreich zu werden, musst du im Gedächtnis bleiben. Und das funktioniert am besten, indem du auf so vielen (Werbe-)kanälen wie möglich vertreten bist.

Das soll nicht bedeuten, dass du für immer und ewig Werbung schalten musst, die dir gar nicht gefällt oder mit der du dich nicht wohlfühlst. Wenn du mit Social-Media-Marketing bei Instagram nicht zurechtkommst oder mit Deiner Fernsehwerbung unglücklich bist, musst du nicht krampfhaft daran festhalten. Wir raten dir dazu, dich nicht auf einen einzigen Marketingkanal zu verlassen. Je mehr Menschen aus Deiner Zielgruppe du ansprechen kannst, desto besser! Paid Search ist ein toller Kanal, um mehrere Gruppen zu targeten, hat aber (leider) keine magischen Kräfte.

„PPC-Werbung ist viel zu teuer für ein einmaliges Vergnügen!“

Die Arbeit mit dem Taschenrechner hat schon so manchen Unternehmer zur Ernüchterung gebracht. Wenn du für PPC-Werbung viel Geld ausgibst, möchtest du eine Gegenleistung. Durch Trackingoptionen lässt sich genau bestimmen, wie viele Nutzer, die über eine Werbeanzeige zu dir gekommen sind, danach  bei dir eingekauft haben. Daraus berechnen sich die Kosten pro Conversion oder der CPA (Cost per Acquisition).

Nehmen wir an, 100 Nutzer haben auf Deine Anzeige geklickt. Pro Klick auf die Anzeige hast du 5,50 Euro ausgegeben. Insgesamt hat dich die Anzeige 550 Euro gekostet. Zehn User haben anschließend im Shop für durchschnittlich 50 Euro Waren bestellt. Du hast damit einen Umsatz von 500 Euro gemacht. Du hast also 55 Euro pro Conversion ausgegeben, aber nur 50 eingenommen. Sieht auf den ersten Blick nicht berauschend aus, oder?

Tatsächlich ist es gar nicht schlimm, wenn der CPA über dem Umsatz pro Conversion liegt. Diese Sichtweise vernachlässigt die große Stärke Deines eCommerce: Dich! Wer so monokausal rechnet, der vergisst den Customer-Lifetime-Value:

  • Zufriedene Kunden kommen wieder. Sie erinnern sich ohne Werbemaßnahmen (oder mit preiswertem Remarketing) an Deinen tollen Service und bestellen noch häufiger bei Dir.
  • Selbst, wenn manche Nutzer nach dem Klick auf die Anzeige nichts eingekauft haben – vielleicht haben sie Deinen Shop gebookmarkt und warten nur auf das richtige Angebot.
  • Manche Seitenbesucher brauchen dein Angebot gerade nicht, aber kennen jemanden, dem es gefallen würde. Weiterempfehlungen sind pures Conversion-Gold!

PPC ist oft der erste Schritt, um langfristige Beziehungen mit Deinen Kunden aufzubauen.

„Über Anzeigen bei Google oder Facebook kommt doch eh kein Verkauf zustande, das ist alles nur leerer Traffic! “

Bei PPC bezahlst du den Klickpreis für jeden Nutzer, der auf die Anzeige geklickt hat und danach auf Deiner Webseite gelandet ist. Viele unserer Kunden haben Angst, dass Sie für Besucher zahlen, die aus Versehen auf die Ad geklickt haben. Dieses Missverständnis können wir direkt aus dem Weg räumen: Google hat ein System gegen fälschlich geklickte Anzeigen im Programm. Die meisten User bemerken ihren Fehler recht schnell und schließen das Fenster innerhalb weniger Sekunden. Diese Nutzer zählen nicht zum Klickpreis. Du musst nicht für Seitenbesucher bezahlen, die weniger als drei Sekunden auf Deiner Landing Page verbringen.

Wer auf Deine Anzeige klickt, interessiert sich für Deinen Inhalt. Danach liegt der Erfolg oder Misserfolg der PPC-Werbung in Deinen Händen. Es gibt einige Tricks, um die Erfolgswahrscheinlichkeit zu erhöhen. Die beste Geheimwaffe gegen schlechte Conversionraten ist eine gut gestaltete Landing Page. Das ist die Seite, die direkt hinter der Anzeige verlinkt ist. Sie ist die Verlängerung des Anzeigentextes und bietet die Möglichkeit, dein Angebot ideal in Szene zu setzen.  Wie das geht, verraten wir dir in unserem Artikel über die wunderschöne Landing Pages.

„Gut, die PPC-Kampagne hat funktioniert, dann lassen wir das genau so und kümmern uns um andere Themen!“

Wenn Unternehmen mit PPC-Werbung anfangen, sind sie meist hochmotiviert und regelrecht euphorisch bei den ersten Erfolgen. Mit der Zeit ebbt die Euphorie ab. Andere Projekte und Herausforderungen kommen. Die PPC-Kampagne läuft dann auf Autopilot weiter. Das ist unendlich schade! Denn mit kreativen, frischen Ideen und ein wenig Herzblut kann SEA wahre Wunder vollbringen. Es gibt kaum einen anderen Werbekanal, der so sehr von kreativen Herangehensweisen profitiert.

Besonders effektiv sind SEA-Kampagnen, die sich stetig weiterentwickeln:

  1. Wir erschließen eine neue Zielgruppe. Dafür richten wir eine Anzeigengruppe ein, die unsere gewählten Wunschkunden auf Deinen Online-Shop zieht.
  2. Manche Nutzer kaufen ein oder zwei Produkte, melden sich für Deinen Newsletter an oder stöbern durch Deine Sonderangebote.
  3. Statt zufrieden aufzuhören, sprechen wir diese neuen Kunden ein paar Tage oder Wochen später wieder an. Vielleicht benötigen sie ja Zubehör für ihre neuen Schätze oder haben Interesse an weiteren Produkten?
  4. Mit Remarketing binden wir Nutzergruppen, die Deine Angebote bereits kennen. Diese Kunden kommen wieder!

Es gibt sehr viele Möglichkeiten kreativ mit Remarketing zu arbeiten. Wichtig ist dabei, dass du dich nie auf Deinen Lorbeeren ausruhst, sondern neugierig bleibst und die Schatzkiste an Möglichkeiten von PPC-Werbung ausgiebig nutzt.

Fazit: Unser Herz gehört der SEA-Werbung

Wahre Liebe gibt es doch. Wir sind seit über zehn Jahren Fans von Pay-per-Click-Anzeigen. Wer hat auf eine Anzeige geklickt, sich auf Deiner Webseite umgesehen und sich dann etwas aus Deinem Shop gegönnt? Wir finden es heraus. Deswegen machen uns Vorurteile über PPC-Werbung umso trauriger. Natürlich können manche Kampagnen schlecht laufen oder zu wenig Umsatz bringen. Aber das liegt eher an falschen Erwartungen und hat nichts mit den wahren Qualitäten von SEA zu tun.

Wie in jeder guten Beziehung gibt es auch zwischen dir und Online-Werbung manchmal Missverständnisse. Deswegen liegt es uns sehr am Herzen, mit diesen verbreiteten Vorurteilen aufzuräumen. Wenn du weißt, was PPC leisten kann (und was nicht), steht einer glücklichen Beziehung nichts mehr im Wege!

Welche Vorurteile hast du gegenüber PPC-Werbung? Lasse es uns in den Kommentaren wissen!  

In wenigen Wochen tritt die neue Datenschutzgrundverordnung (DSGVO) in Kraft. Ab dem 25. Mai haben Internetnutzer in der EU mehr Macht über ihre Daten. Aber was bedeutet das eigentlich für Werbung im Internet? Schließlich arbeiten wir jeden Tag mit sensiblen Kundeninformationen – oder? Sind Google Ads-Werbeanzeigen von der Datenschutzrichtlinie betroffen? Wie DSGVO und SEA zusammenhängen und was du jetzt tun musst, um dein Online-Marketing rechtssicher zu machen, erklären wir dir im Blog. 

Kleiner Disclaimer: Wir beschäftigen uns als Online-Marketing-Agentur natürlich damit, dass alle rechtlichen Rahmenbedingungen erfüllt sind. Das gilt auch für die neue DSGVO. Unsere Kunden müssen keine Sorge haben, dass sie unabsichtlich gegen diese Richtlinien verstoßen. Wir haben ebenfalls unser Bestes getan, um diesen Blogpost so informativ und korrekt wie möglich zu gestalten. Dennoch ersetzt die Lektüre keinen Besuch beim Anwalt oder bei einem spezialisierten Dienstleister für Datenschutz-Fragen. Wenn du also wissen willst, ob Deine Seite fit für die DSGVO ist, sprichst du idealerweise noch einmal mit einem Experten.

Consent ist sexy – das gilt im Schlafzimmer und auf Deiner Webseite

Grundpfeiler des DSGVO ist das Selbstbestimmungsrecht über die eigenen Daten. Jeder Internetnutzer soll die Möglichkeit haben, über die Nutzung seiner persönlichen Daten zu bestimmen, den Datenfluss zu kontrollieren und sich über ihren Einsatz zu informieren. Das Zauberwort heißt Consent: Unternehmen dürfen personenbezogene Daten nur nach Zustimmung der betroffenen verwenden, auswerten und analysieren. Zudem müssen sie dabei sehr vorsichtig und sparsam mit ihren Informationen umgehen. Personenbezogene Daten haben viele Gesichter:

  • Name, Anschrift und Sozialversicherungsnummer
  • Demographische Angaben wie Alter, Geschlecht, Einkommen oder sexuelle Orientierung
  • Verhaltensdaten wie vergangene Suchanfragen, Einkaufshistorie, Browserverlauf
  • IP-Adressen und Standortdaten
  • E-Mails, Fotos, Videos, Blogs oder Kommentare
  • Daten, die mit Tracking-Cookies von Tools wie Google Analytics oder Searchmetrics entstehen

Kurzum: Alles, was eine Person im Internet eindeutig identifiziert, unterliegt einem besonderen Schutz und darf nur mit Einwilligung weiterbenutzt werden. Jeder Nutzer hat ein Recht auf transparente Information, Auskunft und Löschung. So viel zu den Basics.

Aber was hat die DSGVO mit Online-Marketing zu tun? Der springende Punkt ist, dass Werbung im Internet auf Cookies und IP-Daten beruht. Jede Werbeanzeige mit Targeting spricht eine bestimmte Person an. Das zeigt sich vor allem dann, wenn jemand mit Remarketing wochenlang eine Anzeige für etwas bekommt, was er sich einmal im Internet angesehen hat.

Ob personalisierte Werbung, Remarketing oder AdSense-Anzeige: Werbung im Internet arbeitet immer in irgendeiner Form mit persönlichen Daten. Wie können wir also SEA weiterhin realisieren und uns gleichzeitig an die neuen Regeln und Gesetze halten?

Werbeanzeigen und Datenschutz – das musst du jetzt beachten

Bei SEA dreht sich alles um die richtige Zielgruppe. Wer genau weiß, welche Internetnutzer Interesse an einem Produkt oder einer Dienstleistung haben, kann diese Menschen auch gezielt ansprechen. Personalisierte Werbung erhöht nachweislich die Conversionrate und verringert auf lange Sicht auch das schlechte Image von Werbung im Internet. Denn wenn sich die Werbeanzeigen an den aktuellen Wünschen orientieren, bieten sie im Idealfall einen Mehrwert: Die richtigen Informationen und Produkte zur richtigen Zeit.

Nach der Logik der DSGVO ist das allerdings ein Problem: Schließlich brauchen wir Daten, um diesen Nutzern zielgerichtet personalisierte Werbung auszuspielen. Das gilt vor allem beim Remarketing oder bei der Zusammenführung von bestehenden Kundendaten und der Webanalyse. Berechtigte Interessen bilden eine Ausnahme bei den engen Regeln zum Datenschutz – und dazu zählt auch die Eigenwerbung. Dabei gilt der Grundsatz, dass Datenschutzrechte und Werbeinteresse abgewogen werden müssen.

Fall 1: du machst Werbung mit Google Ads-Werbeanzeigen bei Google

Du bist ein kleiner Einzelkämpfer und schaltest regelmäßig Werbung über Google Ads oder auf Facebook. Du nutzt gerne die Targeting-Möglichkeiten, die diese Plattformen bieten, um Deine Zielgruppe anzusprechen und auf Deine Webseite zu locken. Glücklicherweise betrifft das Gesetz zur Datenverarbeitung nur Plattformen, die Daten verarbeiten und auf denen Deine Ads erscheinen. Als Werbetreibender nutzt du zwar Daten, aber verarbeitest sie selbst nicht und du hast ein berechtigtes Interesse daran, Werbung zu schalten. Du musst also keine zusätzlichen Schutzmaßnahmen für die Werbeanzeigen treffen, solange du selbst keine eigenen Daten erhebst. Das entbindet dich allerdings nicht von der Pflicht, alle anderen Grundlagen der DSGVO zu erfüllen. Vor allem, wenn du mit Google Analytics arbeitest, um Deinen Traffic zu analysieren, solltest du auf die zusätzliche Anonymisierungsoption setzen und einen Datenschutzhinweis setzen.

Handlungsbedarf: Datenschutzhinweis überprüfen und überarbeiten, Google Analytics-Konto und Analyse-Code mit der IP-Anonymisierung updaten, gegebenenfalls einen Auftragsdatenverarbeitungsvertrag mit Google abschließen, alle anderen Aspekte der DSGVO beachten.

Google AdSense, Displaywerbung und der Datenschutz Deiner User

Google macht es sich einfach: Mit den neuen Nutzungsverträgen schiebt das Unternehmen die Verantwortung für die Zustimmung der Endnutzer nämlich auf alle Seiten, die im Display-Netzwerk Werbung schalten (die Publisher). Die Webseiten, die mit ihren Werbeeinblendungen Geld verdienen, müssen sich jetzt um das Einverständnis der Nutzer kümmern. Der Nutzer muss ganz klar darauf aufmerksam gemacht werden, dass er Informationen wie Alter, Interesse und Standort freiwillig für Werbezwecke offen legt. Und es muss die Möglichkeit geben, dieser Datennutzung zu widersprechen.

Das bringt Nutzern von AdSense natürlich einige Nachteile. Zum einen müssen sie sich darum kümmern, dass ihre Webseite alle neuen Regeln der DSGVO erfüllt und zum Beispiel Verträge mit allen beteiligten Unternehmen schließen (Hoster, Virensoftware für den Server, Google, Newsletterdienstleister, im härtesten Fall sogar mit dem Reinigungsunternehmen der Büroräume). Zudem geht ihnen damit ein Teil ihres Umsatzes verloren. Wer Widerspruch gegen personalisierte Werbung einlegt, bekommt bisher einfach gar keine Banner mehr angezeigt. Ab Mai will Google erstmals komplett unpersonalisierte Werbung anbieten. Diese richtet sich nach dem Inhalt der Seite, auf der sie erscheint und ist erheblich schlechter bezahlt als klassische Displaywerbung.

Google wollte Ende April oder Anfang Mai ein Tool vorstellen, dass es den Publishern einfacher macht, DSGVO-gerechte Bannerwerbung zu schalten. Bisher gab es dazu allerdings noch kein weiteres Update.

Update vom 28.04.2018

Zu früh gelästert! Google hat am 26. April seine neuen Features für Publisher vorgestellt. Zum einen bietet das Unternehmen über die Google Suite relativ bequem eine Möglichkeit, Verantwortliche im Unternehmen zu benenennen und sich über ein zentrales Portal um die Zustimmungserklärung zur Datenverarbeitung zu kümmern. Alle Nutzer von Analytics, Optimize, Tag Manager und Attribution können die Google Suite nutzen, um ein Unternehmen einzutragen.

Für AdSense gibt einen einen neuen Artikel in der Knowledge Base, der sich um die DSGVO dreht. Google weist hier deutlich darauf hin, dass die Publisher in der Pflicht stehen, sich um die Zustimmungserklärungen zu kümmern. Außerdem gibt es Links zu einem Cookie Consent Gathering Tool für Desktop und Mobile, das aktuell aber noch nicht zu funktionieren scheint. Auch AMP-Seiten bekommen ein eigenes, optimiertes Consent-Tool. Außerdem gibt es jetzt tatsächlich die Option, nicht-personalisierte Werbung zu schalten, wenn ein Nutzer alle Cookieoptionen ablehnt.

Fall 2: du bietest auf Deiner Webseite Platz für Bannerwerbung über AdSense

Du hast eine kleine, private Webseite oder einen tollen Blog. Damit du damit ein wenig Geld verdienst, bietest du in der Seitenleiste Platz für Bannerwerbung über Google. Du meldest dich bei Google AdSense an, definierst die Orte, an denen Werbung erscheinen darf und verdienst Geld mit jedem Klick auf die Anzeigen. Für jeden Besucher gibt es andere Werbung, abhängig davon, wie seine Interessen liegen und welche Werbeanzeigen Google für ihn auswählt. Ab dem 25. Mai musst du allerdings darauf achten, dass Deine Nutzer, Fans und Leser darüber informiert werden, dass sie auf Deiner Seite personalisierte Werbung zu Gesicht bekommen – auch, wenn du selber aktiv gar keine Daten erhebst. Die Daten Deiner User werden auf Deiner Seite gesammelt und an Google weitergeleitet. Auch du brauchst eine ausführliche Datenschutzerklärung und musst dich darum kümmern, dass die Nutzer jederzeit transparent über ihre Informationen entscheiden können.

Handlungsbedarf: Auftragsdatenverarbeitungsvertrag mit Google abschließen, Datenschutzhinweis überarbeiten, überprüfen, welche Nutzerdaten wirklich gesammelt werden, Einverständnis über Cookie-Nutzung einholen, Zustimmung zur Datenverarbeitung zu Werbezwecken einholen, Rechte zu Rechte über Auskunft, Rückgabe, Korrektur, Vervollständigung oder Löschung beachten, unpersonalisierte Werbebanner erlauben, alle anderen Aspekte der DSGVO beachten.

Online-Marketing und DSGVO: Auf diese Punkte solltest du achten

  • Double-Opt-In bei Newslettern oder beim E-Mail-Marketing: Deine Leads müssen zweimal bestätigen, dass sie wirklich Nachrichten von dir bekommen wollen. Dazu tragen sie sich mit ihrer Mailadresse bei dir ein und bekommen dann eine E-Mail mit einem Bestätigungslink, den sie betätigen müssen. Bei vielen Anbietern wie Mailchimp ist dieses Format mit wenigen Klicks eingerichtet.
  • Du musst alle Links zu Youtube oder zu anderen sozialen Netzwerken kritisch prüfen und sie gegebenenfalls überarbeiten. Gerade Social-Media-Buttons und Facebook-Pixel können datenschutztechnisch problematisch werden. Wie du Youtube-Videos rechtssicher auf Deiner Seite einbindest, erfährst du hier.
  • Achte darauf, dass du Google Analytics die IP-Adressen Deiner Besucher pseudonymisierst übermittelst. Dafür musst du den Tracking-Code von Analytics updaten. Wie das geht, erfährst du hier. 
  • Du musst Deine Datenschutzerklärung definitiv auf den neuesten Stand bringen. Ein Rechtsanwalt hilft dir dabei, die wichtigsten Punkte abmahnsicher abzudecken.
  • Alle erhobenen Daten müssen protokolliert, gesichert und auf Nachfrage angegeben werden.
  • Du hast ein Kontaktformular? Erkläre im Datenschutzhinweis unbedingt, was es damit auf sich hat und was mit den Daten geschieht!
  • Gibt es bei dir Content, der hinter einer Zahlschranke liegt oder andersweitig beschränkt ist? Irgendwie musst du feststellen, wer Zugiff hat und wer nicht. Stelle unbedingt sicher, dass du nur die für die Dienstleistung unabdinglichen Daten erhebst und nutzt.
  • Überdenke genau, wo du welche Daten erhebst und wie du damit umgehst. Brauchst du im Kontaktformular wirklich die Telefonnummer Deiner Kunden? Welche Informationen speicherst du wo? Wenn du hier so sparsam wie möglich agierst, bist du auf einem guten Weg.

Einen umfassenden und sehr ausführlichen Artikel zum dem Thema findest du bei Dr. Schwenke, der den DSGVO-Guide für t3n geschrieben hat.

Fazit: DSGVO: Kein Grund zur Panik

Die Datenschutzgrundverordnung hat eigentlich ein großartiges Ziel: Den Nutzern die Macht über ihre eigenen Daten zurückgeben. Allerdings sind viele Experten der Ansicht, dass die EU-Kommission ein wenig über das Ziel hinausgeschossen ist. Im Herbst wird es dann noch einmal spannend: Dann wird die neue ePrivacy-Verordnung besprochen und beschlossen. Das könnte ebenfalls noch einmal weitere Veränderungen mit sich bringen. Beim Online-Marketing gibt es einige Punkte, die demnächst stärker in den Fokus rücken. Eine gute Gelegenheit, um sich einmal Gedanken über den Datenschutz zu machen.


Wie findet Ihr die Regeln der DSGVO? Überzogen, angemessen, verwirrend? Lasst es uns in den Kommentaren wissen!